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 Betreff des Beitrags: Atemtechnik
BeitragVerfasst: 22.04.2015, 12:56 
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Hallo zusammen,

ich möchte gern meine Atmung beim Singen ganz allgemein verbessern.
Denn mir geht oft die Luft aus ..., egal wobei, oft auch in der Chorprobe, wenn der Chorleiter eine Passage gerne durchgesungen hätte, kann ich das einfach nicht, weil ich danach ja nicht eine Viertelstunde herumjapsend dasitzen möchte.
Auch brauche ich oft zu lange zum Einatmen, da reicht die Pause nicht aus.

Gibt es da vielleicht von Euch Empfehlungen für Bücher mit Atemtechniken oder Youtube-Videos oder ähnliches?

Vielen lieben Dank,
Silvieann


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 Betreff des Beitrags: Re: Atemtechnik
BeitragVerfasst: 22.04.2015, 16:18 
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Hallo Silvieann,

das solltest Du zusammen mit Deiner GL üben, damit Du Dir die richtige Technik aneignest. Das gehört auch zum Unterricht dazu. Dort lernt man, richtig zu atmen, die richtige Menge an Luft aufzunehmen und wie die Einatmung "schnell"/von alleine und lautlos erfolgt. Ich habe monatelang im Unterricht geübt, richtig zu atmen.


Alleine kommt man da auf die merkwürdigsten Techniken (z. B. während des Singens gleichzeitig einzuatmen - geht tatsächlich, ist aber nicht förderlich :kaffee.

Viele Grüße

Raupe

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"Musik ist die Kurzschrift des Gefühls."

(Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi)


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 Betreff des Beitrags: Re: Atemtechnik
BeitragVerfasst: 26.04.2015, 17:47 
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Unterstützend zu deinem Gesangsunterricht empfehle ich dir das Buch

Stütze!!?
Atemtechnik für Bläser, Sänger und Sprecher


von Robert Kreutzer

Nähere Informationen gibt es hier.

Das Buch beschreibt den Begriff der Atemstütze klar und verständlich und bietet auch praktische Übungen an.

LG
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 Betreff des Beitrags: Re: Atemtechnik
BeitragVerfasst: 26.04.2015, 19:51 
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Hallo,

ganz allgemein zwei Tipps für Üben: leg dich auf den Boden und leg ein größeres Buch auf dem Bauch. Nun atme durch die Nase langsam und bewusst in den Bauch hinein, schau das Buch heben und sinken. Achte auf das Gefühl, wie die Luft dich unten ausfüllt, bis in die Flanken wie ein Schwimmgürtel. Die Schulter bewegen sich nicht, nur dein Bauch.
Dann, wenn Du aufstehst, stehe gerade und locker und versuche das gleiche nun in dieser Position. Achte darauf, dass du dich nicht verkrampfst, dass die Luft nicht oben in dem Brustkorb stehen bleibt, dass die Luft gefühlt bis in den Po hineinströmt.
Gib dir Zeit, diese ruhige tiefe Atmung zu üben und verinnerlichen.

Wenn das geht, kannst du das lange ausatmen auf einem Laut wie "f" "s" "sch" üben, dabei wichtig, dass du die Luft gleichmäßig rausläßt, aber nicht zurück hältst sondern die langsame tiefe einatmen nun die andere Richtung, also ausatmend wiederholst.

Schnelles tiefes Einatmen ist schwierig, weil man sehr schnell den Fehler macht in die Schulter oder obere Brustkorb einzuatmen, was für das Singen nicht sehr fördernd ist... :)

Aber das ganze Thema braucht definitiv einen Lehrer mit dem Du das monate lang immer wieder übst und dadurch verinnerlichst.

schöne Grüße
P.

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It's the possibility of having a dream come true that makes life interesting. (Paulo Coelho, The Alchimist)


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 Betreff des Beitrags: Re: Atemtechnik
BeitragVerfasst: 14.10.2015, 09:32 
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Mangelnder Atem hat etwas mit fehlendem Unterdruck, Zwerchfellanbindung und zu tun. Das wird hervorgerufen durch das Schieben der Stimme und zu offener Stimmbandschluss.

Nun gibt es unterscheidliche Möglichkeiten, das Zwerchfell anzubinden. Entweder über die äußeren Bauchmuskeln oder über den Tonansatz, also die Tongebung selbst. Ersteres ist anstrengend und eine Symptomarbeit, letzteres, wenn gelernt, das Natürlichste überhaupt, was wir als Babys alle schon einmal verwendeten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Atemtechnik
BeitragVerfasst: 19.11.2015, 22:56 
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 Betreff des Beitrags: Re: Atemtechnik
BeitragVerfasst: 20.11.2015, 02:06 
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Nachtfluegel hat geschrieben:
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Kann helfen, muss aber nicht.
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 Betreff des Beitrags: Re: Atemtechnik
BeitragVerfasst: 20.11.2015, 10:12 
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Zwei kleine Tipps:

1. Versuche dir die Luft so einzuteilen, dass sie nach deiner Phrase verbraucht ist. Sonst pumpt man sich mit Luft voll und bekommt das Gefühl zu wenig zu haben, obwohl man eigentlich zu viel davon habt. D.h.: für kurze Phrasen nicht zu viel einatmen und am Anfang und in Pausen immer erst ausatmen vor dem einatmen.

2. Das Einatmen sollte immer geräuschlos sein, du solltest im Hals keine Reibung spüren. Nimm dir beim Üben immer genug Zeit für das Zwischenatmen und achte darauf. Im Idealfall atmet man durch Nase und Mund gleichzeitig ein, weil so der Nasen-Rachen-Raum automatisch geöffnet ist (Dazu einfach bei geöffnetem Mund durch die Nase einatmen.).

LG
Baritinho


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 Betreff des Beitrags: Re: Atemtechnik
BeitragVerfasst: 06.01.2018, 19:24 
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Amethyst hat geschrieben:
Mangelnder Atem hat etwas mit fehlendem Unterdruck, Zwerchfellanbindung und zu tun. Das wird hervorgerufen durch das Schieben der Stimme und zu offener Stimmbandschluss.

Nun gibt es unterscheidliche Möglichkeiten, das Zwerchfell anzubinden. Entweder über die äußeren Bauchmuskeln oder über den Tonansatz, also die Tongebung selbst. Ersteres ist anstrengend und eine Symptomarbeit, letzteres, wenn gelernt, das Natürlichste überhaupt, was wir als Babys alle schon einmal verwendeten.



Und seufzen macht Spaß!


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 Betreff des Beitrags: Re: Atemtechnik
BeitragVerfasst: 06.01.2018, 19:30 
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Atemtechnik kann man durch Unterricht lernen!
Stellt Euch einmal vor, Euch würde eine Geige in die Hand gedrückt, ohne daß ihr unterrichtet werdet...
Beim Singen macht das aber (fast) jeder so: Man singt, ohne Unterricht zu nehmen; oft jahrelang im Chor. Und dann wundert man sich, daß man Technik erlernen muß, damit es schöner klingt, man mehr Ausdauer hat etc.
Die Stimme gilt ja als das natürlichste Musikinstrument; das heißt aber nicht, daß man ohne Unterricht super singt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Atemtechnik
BeitragVerfasst: 07.01.2018, 00:43 
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"Und dann wundert man sich..." - und wie: Erst hat es mich total fasziniert, aber nach wenigen Monaten GU war ich nur noch frustriert, weil ich das Gefühl hatte wirklich gar nichts zu können. Oder es ist eben doch so, dass Laienchöre ständig Stücke singen die technisch, auch atem-technisch viel zu schwierig sind. Das ist mir vor einigen Wochen bei einem Singalong mit Bachs Weihnachtsoratorium wieder einmal sehr deutlich geworden. Die Choräle gehen ja noch. Aber die jeweiligen Eingangs-Chöre - oh je, oh je!!! Besonders schwierig finde ich den Chorsatz "Ehre sei Dir, Gott, gesungen". Atmen? Über weite Strecken hinweg absolut keine Zeit dafür. Man sollte am besten während des gesamten Chorstückes nicht atmen müssen... :n66:

Mit anderen Worten: Was nützt es, irgend welche Atemtechnik zu erlernen, die sich im Chor dann doch nicht anwenden lässt weil man da GEHETZT wird ohne Ende? :n95:

Was nützt es, in irgend welchen Einsingübungen erzählt zu bekommen, man solle nur "schnell" den Bauch loslassen, dann falle die Luft ganz von selbst in den Körper hinein ohne dass man sie "holen" muss, wenn man dann im Chor nur noch hecheln kann und nach wenigen Tönen schon wieder nach-hecheln muss weil man mitten im Wort, erst recht mitten in der Koloratur keine Luft mehr hat?

Wobei: Hecheln ist eigentlich nicht der richtige Ausdruck, denn dabei bewegt sich das Zwerchfell. Aber bei den besagten Chorstücken - und bei vielen anderen eben auch - kommt die Luft gar nicht so weit. Ich habe immer das Gefühl, nur bis zum Rachen zu atmen, die Kehle ist dabei irgendwie "zu" und der Bauch oder gar die Flanken erst recht.

Die Atem-Problematik scheint mir der Hauptgrund dafür zu sein, dass sich Gesangsunterricht und (Laien-)Chorsingen nicht miteinander vertragen.

_________________
Das Vergänglichste, wenn es uns wahrhaft berührt,
weckt in uns ein Unvergängliches.

(Friedrich Hebbel)


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 Betreff des Beitrags: Re: Atemtechnik
BeitragVerfasst: 07.01.2018, 01:14 
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@ AK-Kontraalt: Das ist in der Tat ein Problem, vor dem ich auch immer wieder stehe. Ich hab ja vor einem dreiviertel Jahr die Lehrerin gewechselt, weil ich technisch einfach nicht weiter kam bzw.mich regelmäßig festgesungen habe - ohne zu wissen, warum. Inzwischen weiß ich es. Die Atemtechnik war einfach total ungünstig: Zu verkrampft, zu flach, etc.pp... In der Stunde kann ich das Gelernte mittlerweile ganz gut umsetzen bzw. merke sofort, wenn es nicht passt (oft schon, bevor meine Lehrerin mich süffisant angrinst oder was sagt.) In den Chorproben versuche ich natürlich auch, das Gelernte anzuwenden, aber - man ahnt es - unser straffes Programm lässt mich immer wieder in alte Muster zurückfallen, denn multitasking-fähig bin ich nun mal nicht. Und wenn ich am Töne-Suchen bin, bleibt die Konzentration auf die Technik auf der Strecke. Meine Lehrerin meinte dazu kürzlich, dass zu ihrer Studienzeit die Studenten die ersten zwei Jahre vom Chor befreit gewesen waren, damit sich die neue Technik erst setzen kann. Da schwang durchaus eine unausgesprochene Empfehlung mit, wobei ich die Chorgemeinschaft einfach momentan nicht missen möchte. Auch wenn mir ihre Ansicht durchaus einleuchtet. Abgesehen davon profitiert ein Laienchor von Mitgliedern, die Unterricht nehmen.

LG Rotkehlchen


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 Betreff des Beitrags: Re: Atemtechnik
BeitragVerfasst: 07.01.2018, 09:47 
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Im Chor singen bedeutet nicht, daß man als Gesangschüler/in jede Phrase auch durchhalten muß. Auch wir dürfen uns chorisches Atmen erlauben und immer dann atmen, wenn der Nachbar es gerade nicht tut big_herz .

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Gruß, Astrid

Es gibt zwei Möglichkeiten, vor dem Elend des Lebens zu flüchten: Musik und Katzen. (A. Schweitzer)


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 Betreff des Beitrags: Re: Atemtechnik
BeitragVerfasst: 07.01.2018, 19:59 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:
"Und dann wundert man sich..." - und wie: Erst hat es mich total fasziniert, aber nach wenigen Monaten GU war ich nur noch frustriert, weil ich das Gefühl hatte wirklich gar nichts zu können. Oder es ist eben doch so, dass Laienchöre ständig Stücke singen die technisch, auch atem-technisch viel zu schwierig sind. Das ist mir vor einigen Wochen bei einem Singalong mit Bachs Weihnachtsoratorium wieder einmal sehr deutlich geworden. Die Choräle gehen ja noch. Aber die jeweiligen Eingangs-Chöre - oh je, oh je!!! Besonders schwierig finde ich den Chorsatz "Ehre sei Dir, Gott, gesungen". Atmen? Über weite Strecken hinweg absolut keine Zeit dafür. Man sollte am besten während des gesamten Chorstückes nicht atmen müssen... :n66:

Mit anderen Worten: Was nützt es, irgend welche Atemtechnik zu erlernen, die sich im Chor dann doch nicht anwenden lässt weil man da GEHETZT wird ohne Ende? :n95:

Was nützt es, in irgend welchen Einsingübungen erzählt zu bekommen, man solle nur "schnell" den Bauch loslassen, dann falle die Luft ganz von selbst in den Körper hinein ohne dass man sie "holen" muss, wenn man dann im Chor nur noch hecheln kann und nach wenigen Tönen schon wieder nach-hecheln muss weil man mitten im Wort, erst recht mitten in der Koloratur keine Luft mehr hat?

Wobei: Hecheln ist eigentlich nicht der richtige Ausdruck, denn dabei bewegt sich das Zwerchfell. Aber bei den besagten Chorstücken - und bei vielen anderen eben auch - kommt die Luft gar nicht so weit. Ich habe immer das Gefühl, nur bis zum Rachen zu atmen, die Kehle ist dabei irgendwie "zu" und der Bauch oder gar die Flanken erst recht.

Die Atem-Problematik scheint mir der Hauptgrund dafür zu sein, dass sich Gesangsunterricht und (Laien-)Chorsingen nicht miteinander vertragen.



Genau das ist auch meine Meinung. Also am besten mehrere Jahre vor dem Choreintritt erst Gesangsunterricht nehmen. Wer geht schon ins Orchester, ohne auch nur eine oder hunderte Stunden Geigenunterricht erhalten zu haben.
Ein weiterer Grund, daß sich das Singen im Amateurchor und Gesangsunterricht irgendwann nicht mehr vertragen ist meiner Meinung nach auch die sich verändernde Klangvorstellung. Man gibt sich nicht mehr mit jedem Klang zufrieden, da der Unterricht unmittelbare Auswirkungen auf den Klang hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: Atemtechnik
BeitragVerfasst: 07.01.2018, 21:53 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:
Aber die jeweiligen Eingangs-Chöre - oh je, oh je!!! Besonders schwierig finde ich den Chorsatz "Ehre sei Dir, Gott, gesungen". Atmen? Über weite Strecken hinweg absolut keine Zeit dafür. Man sollte am besten während des gesamten Chorstückes nicht atmen müssen... :n66:

Mit anderen Worten: Was nützt es, irgend welche Atemtechnik zu erlernen, die sich im Chor dann doch nicht anwenden lässt weil man da GEHETZT wird ohne Ende? :n95:

Was nützt es, in irgend welchen Einsingübungen erzählt zu bekommen, man solle nur "schnell" den Bauch loslassen, dann falle die Luft ganz von selbst in den Körper hinein ohne dass man sie "holen" muss, wenn man dann im Chor nur noch hecheln kann und nach wenigen Tönen schon wieder nach-hecheln muss weil man mitten im Wort, erst recht mitten in der Koloratur keine Luft mehr hat?

Sag mal, dürft Ihr denn nicht chorisch atmen, wie Donna Elvira es schon erwähnt?

Abgesehen davon hilft doch GU, länger mit der vorhandenen Luft auszukommen, also ist das doch auch positiv für den Chorgesang.

musicissima hat geschrieben:
Ein weiterer Grund, daß sich das Singen im Amateurchor und Gesangsunterricht irgendwann nicht mehr vertragen ist meiner Meinung nach auch die sich verändernde Klangvorstellung. Man gibt sich nicht mehr mit jedem Klang zufrieden, da der Unterricht unmittelbare Auswirkungen auf den Klang hat.


Ich singe nur in Laienchören; ich kann diese Aussage aber überhaupt nicht nachvollziehen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Atemtechnik
BeitragVerfasst: 08.01.2018, 00:08 
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Doch, wir SOLLEN chorisch atmen, aber darum geht es nicht. Es geht darum, dass in dem als Beispiel genannten Chorstück - stellvertretend für viele andere - einfach nirgendwo ZEIT zum Atmen ist. Jedenfalls nicht dann, wenn man ALLE Töne singen will die in der Chorstimme stehen. Ansonsten müsste man wirklich mehrere Töne, wenn nicht sogar einen ganzen Takt auslassen, um so einatmen zu können wie man es theoretisch soll... :n86:

Zitat von Musicissima: "Also am besten mehrere Jahre vor dem Choreintritt erst Gesangsunterricht nehmen" - na, auf so eine Idee kommt doch kein Mensch, der sich anschickt in einem Kirchenchor oder Gesangsverein mitzusingen. Wenn man für jeden Laienchor erst mal Gesangsunterricht nehmen müsste, dann gäbe es schlichtweg keine Laienchöre! :n129:

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 Betreff des Beitrags: Re: Atemtechnik
BeitragVerfasst: 08.01.2018, 00:17 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:
Doch, wir SOLLEN chorisch atmen, aber darum geht es nicht. Es geht darum, dass in dem als Beispiel genannten Chorstück - stellvertretend für viele andere - einfach nirgendwo ZEIT zum Atmen ist. Jedenfalls nicht dann, wenn man ALLE Töne singen will die in der Chorstimme stehen. Ansonsten müsste man wirklich mehrere Töne, wenn nicht sogar einen ganzen Takt auslassen, um so einatmen zu können wie man es theoretisch soll... :n86:

Zitat von Musicissima: "Also am besten mehrere Jahre vor dem Choreintritt erst Gesangsunterricht nehmen" - na, auf so eine Idee kommt doch kein Mensch, der sich anschickt in einem Kirchenchor oder Gesangsverein mitzusingen. Wenn man für jeden Laienchor erst mal Gesangsunterricht nehmen müsste, dann gäbe es schlichtweg keine Laienchöre! :n129:



Stell Dir einmal vor, was im Falle der Klarinette oder Geige dann passiert. Einer geht ins Orchester ohne unterrichtet worden zu sein...IGITT!!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Atemtechnik
BeitragVerfasst: 08.01.2018, 00:17 
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moniaqua hat geschrieben:
AK-Kontraalt hat geschrieben:
Aber die jeweiligen Eingangs-Chöre - oh je, oh je!!! Besonders schwierig finde ich den Chorsatz "Ehre sei Dir, Gott, gesungen". Atmen? Über weite Strecken hinweg absolut keine Zeit dafür. Man sollte am besten während des gesamten Chorstückes nicht atmen müssen... :n66:

Mit anderen Worten: Was nützt es, irgend welche Atemtechnik zu erlernen, die sich im Chor dann doch nicht anwenden lässt weil man da GEHETZT wird ohne Ende? :n95:

Was nützt es, in irgend welche Einsingübungen erzählt zu bekommen, man solle nur "schnell" den Bauch loslassen, dann falle die Luft ganz von selbst in den Körper hinein ohne dass man sie "holen" muss, wenn man dann im Chor nur noch hecheln kann und nach wenigen Tönen schon wieder nach-hecheln muss weil man mitten im Wort, erst recht mitten in der Koloratur keine Luft mehr hat?

Sag mal, dürft Ihr denn nicht chorisch atmen, wie Donna Elvira es schon erwähnt?

Abgesehen davon hilft doch GU, länger mit der vorhandenen Luft auszukommen, also ist das doch auch positiv für den Chorgesang.

musicissima hat geschrieben:
Ein weiterer Grund, daß sich das Singen im Amateurchor und Gesangsunterricht irgendwann nicht mehr vertragen ist meiner Meinung nach auch die sich verändernde Klangvorstellung. Man gibt sich nicht mehr mit jedem Klang zufrieden, da der Unterricht unmittelbare Auswirkungen auf den Klang hat.


Ich singe nur in Laienchören; ich kann diese Aussage aber überhaupt nicht nachvollziehen.




Also mein Klang verändert sich durch die Gesangstechnik, die ich erlerne, ganz massiv und daher wäre der Gesamtchorklang auch schöner, wenn alle Sänger/innen Unterrich nähmen. In vielen Laienchören wird aber leider kein Gesangsunterricht genommen, wie mir scheint. Also, wenn Du Dir Klarinette oder Geige spielen selbst beibringst, würd es doch immer unangenehmer klingen, als wenn Du Unterricht nimmst. Auch, wenn es viele machen und meinen über die Runden zu kommen: Auch Klavierspielen kann man sich nicht ohne Unterricht aneignen, zumindest nicht, wenn man als begabter, aber nicht Hochbegabter, Lerner Entwicklung und Anregung wünscht, außer bei Extrembegabung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Atemtechnik
BeitragVerfasst: 08.01.2018, 00:20 
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Mangelnder Atem hat etwas mit fehlendem Unterdruck, Zwerchfellanbindung und zu tun. Das wird hervorgerufen durch das Schieben der Stimme und zu offener Stimmbandschluss.

Nun gibt es unterscheidliche Möglichkeiten, das Zwerchfell anzubinden. Entweder über die äußeren Bauchmuskeln oder über den Tonansatz, also die Tongebung selbst. Ersteres ist anstrengend und eine Symptomarbeit, letzteres, wenn gelernt, das Natürlichste überhaupt, was wir als Babys alle schon einmal verwendeten.



Wahnsinn! Da steckt wahre Weisheit drin! Es scheint nicht viele Lehrer zu geben, die so unterrichten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Atemtechnik
BeitragVerfasst: 08.01.2018, 21:25 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:
Doch, wir SOLLEN chorisch atmen, aber darum geht es nicht. Es geht darum, dass in dem als Beispiel genannten Chorstück - stellvertretend für viele andere - einfach nirgendwo ZEIT zum Atmen ist. Jedenfalls nicht dann, wenn man ALLE Töne singen will die in der Chorstimme stehen. Ansonsten müsste man wirklich mehrere Töne, wenn nicht sogar einen ganzen Takt auslassen, um so einatmen zu können wie man es theoretisch soll... :

Vielleicht verstünde ich es, wenn ich den von Dir angegebenen Bach schon einmal gesungen hätte. Leider kenne ich daraus nur "Bereite Dich, Zion" näher, das finde ich singbar. Ja, es geht schnell und man kann quasi nur kurz nach Luft schnappen bei manchen Teilen, aber zwischendurch kann man doch auch von unten wieder aufbauen. Der Sinn der reflektorischen Atemergänzung ist doch eben, dass nur das "nachgefüllt" wird, was abgeht. Der Körper macht das i.d.R. sehr gut, wenn man ihn lässt (was schwierig genug ist, ich weiß)

musicissima hat geschrieben:
Stell Dir einmal vor, was im Falle der Klarinette oder Geige dann passiert. Einer geht ins Orchester ohne unterrichtet worden zu sein...IGITT!!


Es gibt Menschen, die sich selber ohne formalen Unterricht Sachen beibringen können. Gerade bei so etwas natürlichem wie Singen geht es doch i.d.R. eher darum, das Körpergefühl, das verloren gegangen ist, wieder zu entwickeln. Ja,natürlich, im Kunstgesang werden dann wieder bestimmte Klangvorstellungen geprägt, aber ohne ein gewisses Körpergefühl wird man das nicht schaffen.

musicissima hat geschrieben:
Also mein Klang verändert sich durch die Gesangstechnik, die ich erlerne, ganz massiv und daher wäre der Gesamtchorklang auch schöner, wenn alle Sänger/innen Unterrich nähmen.


Er wäre anders. Ob er unbedingt schöner wäre, das ist doch eher Geschmackssache. Nicht umsonst gibt es viele, die lieber Klassik hören, andere, die vor Klassik "schreiend davonlaufen". Abgesehen davon gibt es in vielen Chören Stimmbildung.
musicissima hat geschrieben:
Also, wenn Du Dir Klarinette oder Geige spielen selbst beibringst, würd es doch immer unangenehmer klingen, als wenn Du Unterricht nimmst.

Das kommt für mich ganz klar drauf an. Nicht einmal darauf, ob jemand Hochbegabt ist. Er/Sie muss aber in der Lage sein, sich selber kritisch anzuhören, zu vergleichen, zu reflektieren, zu üben. Das halte ich persönlich für weit wichtiger als Hochbegabung. Natürlich erleichtert diese vieles.

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Viele Grüße
Monika


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