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 Betreff des Beitrags: SängerIn ?
BeitragVerfasst: 06.11.2006, 14:57 
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Hallo

worin besteht der Unterschied zwischen einem privaten Gesangstudium und einer Hochschule? Ab wann darf sich ein privat Ausgebildeter "Sänger" nennen?

Liebe Grüsse

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BeitragVerfasst: 06.11.2006, 20:45 
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Hallöle :lol: :lol:

zum ersten Teil der Frage: es gibt keinen, es kommen bei beiden sowohl gute als auch schlechte Ergebnisse heraus.

Beim zweiten Teil wird es schon ein wenig schwerer. Ich möchte dazu Fragen: WAS IST EIN SÄNGER ?

Jemand der den "Badewannenblues" fehlerfrei in selbiger darbietet oder nur jemand der die tollste Opernarie fehlerfrei singen kann ? Ist erst jemand Sänger; wenn er sich auf internationalem großem Parkett bewegt oder ist er es bereits, wenn er in der Heimatgemeinde im Gottesdienst die eine oder andere Arie/Lieder bringt.

Wo bitte schön; und jetzt mal "Futter bei die Fische", soll man da die Grenze ziehen? Etwa nur bei einem Diplom, das letztendlich n i c h t s über können und n i c h t können aussagt, wie wir ja wohl alle wissen.

:hearts: Rolando

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Und plötzlich weißt du:
Es ist an der Zeit, etwas Neues zu beginnen, und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.(Meister Eckhart)


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BeitragVerfasst: 07.11.2006, 10:15 
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hallo,

da kann ich mich weitgehend rolando anschließen.

was sich heutzutage so alles sänger nennt..... :n79: :n27: :ruhe: :n182:

liebe grüße
kaja


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BeitragVerfasst: 07.11.2006, 12:40 
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Hallo,

SängerIn? Wer nennt sich so? Alle Schlagerstars nennen sich so, da schwillt mir der Kamm.
Wenn ein Mensch gefragt wird was er beruflich macht, was antwortet man da? Ich bin Sängerin......ob klassisch oder Schlager, muss man dann dazu sagen. Eigentlich ist diese Berufsbezeichnung nicht korrekt. Entweder man sagt Konzertsänger oder Schlagersänger, was ich von einem U-Sänger noch nie gehört habe. Es hat immer so einen faden Beigeschmack.

Doch jetzt mal zu "wann darf sich jemand Sänger nennen"? Meine Meinung ist, jeder, der die Technik beherrscht nach vielen Jahren Ausbildung und konzerttauglich ist. Ob er ein Diplom hat, steht nicht im Programm, da zählt Leistung. Wenn die stimmt, kann er sich mit diesen messen und ist selbstverständlich "Sänger".

Liebe Grüsse

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BeitragVerfasst: 07.11.2006, 13:58 
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Im Grunde sehe ich das so wie Musika, andererseits: Wieso sollte sich jemand, der im Jahr Tausende von Euro mit Schlagersingen und Rumhüpfen verdient , nicht auch Sänger nennen dürfen ?
Immerhin verdient er damit seinen Lebensunterhalt . Die Qualität bleibt ja dahingestellt.
Solange es keine definitive offizielle Richtlinie und festgelegte "Qualitätsstandards" gibt, darf sich jeder Sänger /Sängerin nennen.
Gruß

silje


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BeitragVerfasst: 08.11.2006, 08:07 
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Ich möchte dazu mal etwas aus der Sicht des Auslands, nämlich Frankreich, sagen.
Wer sich hier Sänger oder Gesangslehrer nennt, wird nach seiner Ausbildung gefragt und wenn er/sie nichts staatlich Anerkanntes vorweisen kann, nciht mehr ernstgenommen.wenige Ausnahmen bestätigen eher die Regel.
Das gilt in diesem Land für alle Bereiche des Berufslebens-die geregelte Ausbildung und entsprechende Diplome sind ungeheuer wichtig und als privat Ausgebildeter hat man kaum eine Chance, überhaupt angehört zu werden, geschweige denn irgendwo zu landen.
Von daher herrschen in Deutschland diesbezüglcih schon ganz andere Voraussetzungen.

Natürlich sagt ein Diplom nichts über die Qualität des Gesangs aus und ein Nicht-Diplom auch ncihts über den Mangel an Qualität.
Es gibt hier schreckliche Sänger, die ihren kompletten Studienabschluss haben, genau wie überall sonst :schlaumeier:

Was ich allerdings an dem System gut finde, ist, dass jeder, der sich später Sänger nennen will, gezwungen wird, sich MUSIKALISCH zu bilden und nicht nur an der Stimme zu arbeiten.
Das fällt mir leider bei etlichen Privatschülern stark und unangenehm auf, dass neben toller Stimme nur sehr wenig Musikalität vorhanden ist, kein Hintergrundwissen, nciht vom Blatt gesungen werden kann, bei Mehrstimmigkeit nur noch Chaos herrscht, die Kenntnisse des passenden Stils fehlen, die Leute selbständig keine Stücke erarbeiten können etc pp.
Sicher, man kommt auch so irgendwie durch, aber wenn man dann unter professionellen Bedingungen mit Profimusikern zusammenarbeitet, dafür gut bezahlt werden will und auch wirklich ernstgenommen werden will, dann reicht eine Stimme allein eben nicht aus.
Darauf sollte in iener privaten Ausbildung meiner Ansicht nach einfach mehr geachtet werden. Sänger sind auch Musiker und ich finde es peinlich, wenn man sich vor anderen Musikern blamiert, weil man die einfachsten Regeln der Musik nciht beherrscht und meint, es reiche aus, mal eben draufloszuschmettern. :d_neinnein:
Auch das kann man natürlich ohne Diplom lernen, aber ich muss zugeben, dass ich mich ohne Zwang kaum hinsetzen würde und Dinge pauken würde, die sehr schwierig scheinen und erst Spass machen, wenn man sich ein bisschen reinkniet.
Cantilene :hearts:


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BeitragVerfasst: 08.11.2006, 11:57 
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:bravo: :bravo: :bravo:


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BeitragVerfasst: 08.11.2006, 22:01 
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Wann sich jemand "Sänger" nennen darf, ist sicher schwer zu beantworten. Töne in der richtigen Reihenfolge auf der (überwiegend) richtigen Tonhöhe und (weitestgehend) im vorgesehenen Takt und Rhythmus zu bringen sollte schonmal eine Grunvoraussetzung dafür sein. Somit fallen die meisten heutigen "Popstars" schonmal raus :d_neinnein:

Ich bin der festen Überzeugung, dass ein Diplom noch lange keinen Sänger macht. Dazu kenne ich zu viele wirklich guten Sänger, die noch nie eine Hochschule von innen gesehen haben. Und zu viele Schlechte, die ein Diplom haben. (Und da hilft es auch nichts, wenn sie den Quintenzirkel auswendig können). Und wenn ich dann höre, dass ein mir bekannter Sänger im Studium kaum Oper gesungen hat, kommt mir doch der Lehransatz sehr seltsam vor.

Ich fühle mich als Sängerin und habe auch keine Problem, diese Bezeichnung für mich zu benutzen. Und die meisten "Zusatzqualitäten", die canti angesprochen hat, sollte man als Sänger auch in einer Privatausbildung mitbekommen. Musikalität setze ich eh voraus!

LG
mezzo


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BeitragVerfasst: 08.11.2006, 22:51 
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Ja, sollte man, tut es aber meistens nicht, das ist ja das Problem!
Ansonsten hast Du vollkommen Recht, die Qualität ist der Nachweis und nicht der Nachweis die Qualität!
Ich nenne mich deshalb lieber noch nicht Sängerin, sondern Gesangs-Auszubildende ;-)
Canti :hearts:


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BeitragVerfasst: 08.11.2006, 23:07 
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SängerIn ist eigentlich jede/r erst mal, der/die irgendwas singt, aber kaum jemand stellt wohl dieses Merkmal in den Vordergrund einer Selbstbescheibung, wenn sich das Singen darin erschöpft, mal gelegentlich vor sich hin zu trällern.

Kunst ist eine sehr freie Sache und was als solche einzuordnen ist, bestimmt sich oft nicht danach, ob sie mir gefällt oder nicht, und das ist auch sehr richtig so. Insofern ist auch Schnulzenheinis der Begriff "SängerIn" m. E. zuzugestehen.

So ganz einfach kann ich meinen eigenen Status hier nicht definieren, denn es soll weder das Licht unter den Scheffel gestellt noch zu hoch gegriffen sein.

Opernsängerin? Passt zwar in Bezug darauf, dass ich Opernarien öffentlich singe, aber es ist doch eher der Beruf und man weckt die Assoziation, in irgendweilchen Häusern engagiert zu sein. Also nicht so richtig.

Oratoriensängerin? Dazu müsste ich erst mal eines komplett aufführen.

Letztlich sage ich meistens schlichtweg klassische Sängerin auf dem Weg zum Nebenberuf. Trifft es momentan noch am ehesten.

Dass hier ein "Schein" keine Qualitätsgarantie ist, wissen wir alle, gerade was die Stimme anbelangt. Es ist aber auch klar, dass damit schon ein leichterer Zugang zum Gesamtberufsbild mit den musikalischen und darstellerischen Aspekten verbunden ist als bei privat Studierenden i.d.R.

Liebe Canti, ich widerspreche dir allerdings entschieden, dass man unbedingt im akademischen Sinn vom Blatt singen können muss, um zu dokumentieren, dass man musikalisch genug ist. Wer als Quereinsteiger gut ist, hat die musikalischen Grundlagen in welcher Form auch immer drauf und ist in dieser Hinsicht eben nicht auf der Brennsuppe dahergeschwommen. ich finde es nicht korrekt, dies pauschal nicht - Hochschulgeprägten zu unterstellen. Es versingen sich auch Profis zuweilen. Wichtig ist schließlich, dass beim Auftritt alles ordentlich einstudiert ist, egal, wie.

grüße,
dola


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BeitragVerfasst: 08.11.2006, 23:37 
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Hallo,
auf unserer neuen Homepage haben wir gesagt, "Sopran und Bariton stellen sich vor", vielleicht eine Alternative, um vor dem "Problem" auszuweichen, wie man sich selbst bezeichen soll.

Liebe Grüße rugero


Zuletzt geändert von rugero am 09.11.2006, 10:11, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 08.11.2006, 23:39 
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Liebe Dola, ich habe gar ncihts PAUSCHAL unterstellt und schon gar nciht speziell odr nur Nicht-Hochschulgeprägten.
Ich habe aber leider reichlich Sänger mit meist privater Ausbildung (einschliesslich mich selbst!) erlebt, die sich um Grundkenntnisse ausserhalb der reinen Stimme freiwillig nciht bemüht haben und auch ich selbst musste erst dazu gezwungen werden! Das ist also ebenso ein Packen an die eigenen Nase! :schlaumeier:

Ich finde es absolut peinlich, wenn Sänger von Pianisten und anderen Musikern so oft als "Musiker zweiter Klasse" betrachtet werden, weil sie e denken, die Stimme allein reicht und mehr braucht man nicht.
Wenn Sänger, die mit grossen Arien auftreten, ncihtmal in der Lage sind, einen einfachen vierstimmigen Satz ordentlcih zu singen ( und damit meine ich jetzt auch ganz konkret unser Ensemble, denn das habe ich sowohl in Mallorca als auch Berlin genauso erlebt und DU musst dich nicht angesprochen fühlen, denn Du warst nciht dabei!!!!), dann wundert mich das doch kolossal und ich frage mich dann schon auch nach der Ausbildung und Musikalität...... :?:
Und:solange man seine Pianisten und Begleiter bezahlt, ist alles schön und gut und man kann sich jede musikalische Entgleisung erlauben ohne dass die offen meutern, aber wenn nicht......
Ich will das nciht weiter ausführen, aber ich wünsche mir einfach, dass da ein bisschen mehr Sensibilität auch von Lehrerseite entwickelt wird, mit welchen Grundfähigkeiten man seine Schüler ausstatten muss, um sie in die freie Wildbahn zu entlassen.
Und dass nebenbeufliche Spät- undQuereinsteiger(bin ich ja selbst ) da viel Energie aufwenden mûssen , ist mir bewusst und hat allen Respekt!
Also bitte nicht persönlich auf dich beziehen! :hearts:


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