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 Betreff des Beitrags: Neue Literatur lernen
BeitragVerfasst: 10.04.2006, 07:08 
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Hallo, ihr Lieben, ich habe mal eine Frage an alle, die viel neue Literatur lernen wollen oder müssen.
Wie geht ihr da strategisch vor? Nehmt ihr alle Stücke gleichzeitig in Arbeit oder arbeitet ihr euch der Reihe nach durch?
Was sind so eure Erfahrungen, wieviele Stücke ihr auf einmal und in welchem Zeitraum schaffen könnt?
Diejenigen, die ganze Partien in kurzer Zeit lernen, wie macht ihr das?
Ich habe an sich ein sehr gutes Gedächtnis und an den Sprachen hapert es auch nicht, aber vielleicht gibt es noch ein paar Tricks.... habe schon von Sängern gehört, die innerhalb einer Woche eine ganze Opernpartie draufhaben, auswendig natürlich... :roll: :schlaumeier: :n121:
Liebe Grüsse Cantilene :hearts:


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 Betreff des Beitrags: Lerntechniken...
BeitragVerfasst: 10.04.2006, 10:30 
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Hallo Canti

Also, ich glaube, eine ganze Partie innerhalb einer Woche zu lernen ist schon möglich, aber nur wenn man einen sehr guten Korrepititor hat, der einem Ton für Ton beibringt, sodaß man sich auf das Singen konzentrieren kann, und zusätzlich noch eine Aufnahme immer wieder anhört.

Ich lerne Stücke gerne mit Aufnahmen, Passage für Passage, danach gehe ich selbst noch ans Klavier und bereinige ( möglichst früh, damit sich die Töne nicht falsch einprägen ).
Hab ich keine Aufnahme, lerne ich erst den Rythmus, dann die Töne...das ist aber super mühsam und ich mache oft was falsch weil ich musiktheoretisch zu wenig weiß.
Gesangstechnisch summe ich die Melodie erst, dann sing ich auf Vokalen, dann erst auf Text.

Ich bin aber auch selbst noch auf der Suche nach besseren Möglichkeiten, denn ich lerne selbst noch viel zu langsam.

Phoebe


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 10.04.2006, 10:54 
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hallo, Canti,
wenn es sehr viel ist, ist eine Strategie schwer zu finden, da regiert die Notwendigkeit und daher nehme ih mit zuerst das vor, was auch zuerst anliegt. Allzu viel parallel zu machen macht mich verzettelt, weil ich mir die Zeit nehmen muss, dass sich die gesamte Musik im Bewustsein setzt.
grüße, dola


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 10.04.2006, 11:37 
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Danke schonmal, liebe Fibi und Dola! :hearts:
Ich mache auch vorwiegend das,was als Nächstes anliegt, aber im passiven Lernen gehe ich trotzdem schon immer ans übernächste. D.h ich höre alles, was ich lernen muss/will immer wieder auf Cd, um mir die Einsätze schonmal unterbewusst einzuprägen, auch wenn ich es noch nicht aktiv singe.
Im Moment bin ich leider ohne Korrepetitor, da er schwer erkrankt ist und das macht es natürlich etwas schwieriger. :sad:
Ein Segen, dass meine Lehrerin zuerst Pianistin werden wollte und hervorragend Klavier spielt und fast alles begleiten kann. Wenn man nur mit Cd lernt, ist leider die Gefahr gross, dass man am Ende keine eigene Interpretation mehr hat, sondern sich voll auf die Vorlage einstellt.
Gut ist es auch, Sachen abends vor dem Schlafengehen noch zu wiederholen, dann bleiben sie über Nacht im Unterbewusstsein. Meine Tochter hat mit dieser Methode mal einen ganzen Riesen- Epos auswendig gelernt und in der Schule die grössten Lorbeeren geerntet. Es klappt wirklich, hätte ich vorher auch nie gedacht. :schlaumeier:
Ich frage mich wirklich, wie solche legendären Stories von Sängern, die in drei Tagen einspringen müssen und dann die ganze Partie können, ohne spezielle Tricks realisierbar sind? :n21:
Suchen wir gemeinsam nach Methoden, liebe Phoebe :dafür:
Lieben Gruss Canti :hearts:


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BeitragVerfasst: 10.04.2006, 11:49 
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hallo cantilene,

es gibt sogar sänger, die wesentlich weniger als eine woche brauchen, aber das sind halt eben die ausnahmen (domingo soll dazugehören, aber der ist ja eh ne ausnahme).

ich hab während meiner ausbildung sehr viel auswendig gelernt und das oft in kurzer zeit. und das mit wenig zeit (arbeiten, viel unterricht, chor, musiktheater etc.) und schlechter konzentrationsfähigkeit (wg. schw. krankheiten). da mußte ich mir was einfallen lassen und geb`s jetzt an meine schüler weiter. :schlaumeier: :mrgreen:

auch wenn man wenig zeit hat, ist es kein problem, viel auswendig zu lernen.
zum einen bringt es sowieso nicht viel, wenn man lange am stück lernt, weil die konzentration nachläßt. zum anderen kann man auch sachen lernen, ohne sich ausschließlich damit zu beschäftigen (wie man von den "ohrwürmern" weiß, die hängen bleiben, selbst wenn sie es eigentlich nicht sollen :mrgreen: ).

wenn man eine aufnahme hat, kann man sie z.b. beim autofahren hören (oder per walkman in bus und bahn). auch wenn man nicht genau hinhört, weil man sich z.b. auf`s fahren konzentrieren muß, bleibt einiges hängen, wenn man es immer wieder hört (endlos-schleife).

sobald man den text kann, ist es besser, wenn man sich die melodie mit klavier auf band spielt und dann beim hören in gedanken mitsingt (bei den original-aufnahmen ist die gefahr sehr groß, daß man sich manche töne falsch einprägt, da ist die nur-melodie-variante besser).

zum text lernen kann man die stücke auch bei den lästigen hausarbeiten (bügeln, putzen etc.) vor sich hin trällern und bei lücken mal kurz in die noten schauen. (oder auf dem weg zum supermarkt etc., wenn keiner in der nähe ist, mit leiser "kopfstimme").

mehrere sachen gleichzeitig lernen ist kein problem, wenn sie sehr unterschiedlich sind.

die töne bei schwierigen passagen lernt man schneller und besser, wenn man sie sich selbst auf dem klavier vorklimpert, als wenn man sie auf cd hört oder vorgespielt bekommt. piano1

liebe grüße
kaja


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BeitragVerfasst: 10.04.2006, 16:09 
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Liebe Kaja, ich finde Deine Lerntechniken sehr gut und mache selbst einiges davon. :dafür:
Besonders gut kann ich auch bei scheinbar mechanischen Arbeiten lernen. Ich bin meinem mann sehr dankbar, dass er soviele Hemden und kittel verbraucht, ;-) denn beim Bügeln kann ich wirklich besonders gut lernen und auch in der Küche beim Schnipseln, Kochen usw läuft immer die Musik, die als Nächstes auf dem Programm steht.
Manche Schriftsteller und Künstler sagen auch, dass ihnen bei der Gartenarbeit oder beim Autofahren die besten Ideen kommen, ich kann das gut nachvollziehen.
Allerdings finde ich es trotz guten Gedächtnisses nicht so problemlos wie Du, viel Verscheidenes auf einmal zu lernen. Ich werfe zwar noch nichts durcheinander, aber weiss manchmal nicht, wo ich anfangen soll und wie ich mich sortieren soll. Wenns ganz wild wird ertappe ich mich bei Ausweichmanövern und übe dann lieber Klavier statt zu singen.
:roll:
Alles auf einmal geht nïcht und dann zu entscheiden, was zuerst, fällt mir oft schwer.
Meine Lehrerin meint, ich muss soviel lernen, wie eben reinpasst, aber ich weiss nicht genau, wieviel eben noch reinpasst??????
Sie übt ja keine Noten mit mir, sondern wenn ich komme, muss ich das schon können und da wir fast jede Stunde was anderes machen....... :n21:
Lieben Gruss Cantilene :hearts:


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 11.04.2006, 00:49 
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cantilene hat geschrieben:
Wenns ganz wild wird ertappe ich mich bei Ausweichmanövern und übe dann lieber Klavier

ist doch gut. dann spiel dabei doch einfach die stücke, die du gerade lernst. :mrgreen:


aber ich weiss nicht genau, wieviel eben noch reinpasst??????

alles trainingssache. je mehr man auswendig lernt, umso mehr paßt rein :grin:



Sie übt ja keine Noten mit mir,

mach ich auch nur in ausnahmefällen (bei ganz extrem unmusikalischen anfängern)


und da wir fast jede Stunde was anderes machen.......


mach ich zwar normalerweise nicht, aber meine schüler denken vielleicht manchmal auch das:
:n21: (ist manchmal auch mein lieblingssmiley :mrgreen: )
:


liebe grüße
kaja


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