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 Betreff des Beitrags: Erwartungen an den G.unterricht
BeitragVerfasst: 20.04.2006, 09:51 
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Hallo

mit welchen Erwartungen oder was hattet ihr angestrebt als ihr mit dem G.unterricht begonnen habt.

Ich wollte einfach mal sehen, was in meiner Stimme drin steckt und evt. mich einfach mal trauen kleine Soloparts innerhalb eines Chorstückes zu singen. Für mich stand fest, daß ich lediglich Musicals singen möchte, weil das immer ein Traum für mich war.

Dann kam alles aber wirklich alles komplett anders...... und darüber bin ich sehr sehr froh.

Wie war das denn bei euch?


Liebe Grüße
Chero


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BeitragVerfasst: 20.04.2006, 10:25 
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Bei mir war der erste Gesangsunterricht ein Weihnachtsgeschenk meines späteren Ehemanns, der mich dadurch praktisch zwingen wollte, meine Stimme ausbilden zu lassen. Die Vorgeschichte des Ganzen ist ein ganzer Roman, und rührt zu sehr an schwierige, schmerzliche Erfahrungen, um hier erzählt zu werden.
Jedenfalls wollte ich absolut nicht und habe sofort gesagt: ein einziges Semester und nur alle zwei Wochen, mehr geht nicht.
Da ich noch Vollzeit als Krankenschwester und alleinerziehende Mutter einer sehr temperamentvollen Teenie-Tochter eingespannt war,schien mir sogar das schon zuviel, aber ich bin dann eben hingegangen.
Meine Erwartung war einfach, es hinter mich zu bringen. Toll, gel?
Allerdings geriet ich dann an eine menschlich so wunderbare Lehrerin, die nach kurzer Zeit genau wusste, was mit mir los war und dann kam alles GANZ anders.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute..... :hearts: :love:
Lieben Gruss Cantilene :hearts:


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BeitragVerfasst: 20.04.2006, 10:40 
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Hm. Also ich habe das Singen ja "offiziell" (also öffentlich) in der Schule angefangen in Musicals. Meine Lehrerin hat mich dann innerhalb kürzester Zeit immer auf Hauptrollen gesetzt, und nach den Aufführungen kamen immer alle angerannt und fand es ganz toll. Ich wollte das aber nie so richtig glauben und habe ganz lange weiter nur im Chor gesungen. Als mir auch mein Chorleiter irgendwann mal sagte, ob ich denn meine, ich sei umsonst Stimmführerin im Alt I und mir nahelegte, meine Stimme richtig ausbilden zu lassen, habe ich dann mit Gesangsunterricht angefangen - erst mal ohne weitere Hintergedanken.

Dort kam dann auch was von "viel Potenzial bla bla". Bis ich mich dann getraut habe, das ernsthaft in Erwägung zu ziehen, sind aber nochmal 4 Jahre vergangen. Doof ...

Den Rest kennt Ihr ja ;-)


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BeitragVerfasst: 20.04.2006, 11:33 
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Ich hatte nach mehrjährigem Unterbruch wieder mit Gruppenstimmbildung angefangen und habe dabei gemerkt, dass ich jetzt wirklich wissen wollte, wo denn MEINE speziellen Probleme liegen und wie ich sie löse. An solistisches Singen dachte ich nicht, höchstens an Mitwirkung in einem kleinen, anspruchsvollen Vokalensemble. Erwartet habe ich eigentlich, dass ich durch den Unterricht relativ rasch an die Reserven käme, die ich aufgrund der Stimmbildung in der Höhe vermutete - doch es kam ganz anders. Mittellage, Legato und nochmal Mittellage, ganz unspektakulär. Trotzdem habe ich mich unheilbar mit dem Virus Gesangsunterricht infiziert, je länger, je schlimmer! :n172: :grin:

Unerwartet war für mich Vieles. Ich hatte irgendwie etwas Spezifisches für Laienchorsänger erwartet und war dann überrascht (und erfreut), wie gründlich die Sache angegangen wurde.


Gruss
lucicare Sonne


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BeitragVerfasst: 20.04.2006, 13:36 
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Registriert: 14.11.2005, 12:46
Beiträge: 81
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Ich wollte studieren, groß und berühmt werden, an der MET singen, jaaaaaa, eine richtige Operndiva wollte ich werden :n14:

- das allerdings bevor ich meine erste Gesangsstunde hatte und ich wusste was das überhaupt bedeutet. Tja, nu bin ich froh wenn ich in der Kirche singen darf ;-)

_________________
If there’s one thing I know it’s God does love a good joke


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BeitragVerfasst: 21.04.2006, 16:38 
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Hallo, auch,
die Erwartungen waren anders als das, was nach langer Zeit so daraus wurde. Den Anstoss gab ein gesangsstudierter Tenor, der irgendwie in meinem Kirchenchor zwischenlandete. Der hat alles an die Wand gesungen. Das war zwar nicht nur beliebt im Chor, aber mich faszinierte diese Stimme maßlos. Das war das eine.

Da wir alledings nie Stimmbildung oder ähnliches hatten, hat mich lange der Gedanke umgetrieben, wie man es vermeiden könnte, nach der Chorprobe heiser zu sein. Irgendwas musste ich da ja falsch machen.
Dann kam noch dazu, dass der Chorleiter den Chor mal aufgenommen hat in der Probe. Es war beänstigend. Frau dola röhrte den ganzen Alt zielsicher immer weiter abwärts. Mit dem Gedanken im Hintergrund: Wenn sie es merken, werden sie mich hassen, fand ich es an der Zeit, was zu unternehmen. Nachdem mich besagter Tenor intensiv beraten hat, suchte ich mir eben die erste Lehrerin.
War kein Fehler!!!

:dafür:
dola


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 21.04.2006, 22:33 
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ich wurde von meinen Musiklehrern entdeckt, als ich auf einer Chorfreizeit nachts betrunken eine opernvariation von Hildegard Knefs "Für dich solls rote rosen regnen" gesungen habe - ich schäm mich immer noch ein wenig dafür :oops: ... jedenfalls wurde ich über mein "außergewöhnliches" Talent anufgeklärt und auf der Stelle zum Gesangsunterricht geschickt ... Auf die Bühne wollte ich schon als kleines kleines Kind , also passte dass ... ich hatte eine sehr naive einstellung, aber trotzdem war mir von der ersten Stunde an klar was ich wollte und daran arbeite und arbeite ich !Wenn man auch nur ein Funken Hoffnung und Glück hat seinen Traum in die Relität umzusetzen , sollte man ALLLES dran setzen das auch zu tun ....


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BeitragVerfasst: 24.04.2006, 09:48 
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Ich habe lange Chor gesungen und irgendwann hat man mir mein Chorleiter mal gesagt, dass ich Talent hätte und mich für erste Chorsoli eingesetzt. Gesangsunterricht kam damals für mich aber nicht in Frage, da meine Eltern für sowas nie Geld ausgegeben hätten.
Also habe ich weiter Chor gesungen und dann als ich eigenes Geld verdiente die Gelegenheit genutzt, mit Unterricht anzufangen. Und ich war wie lucicare sofort infiziert... Die Gesangsstunden waren für mich ab da immer der Höhepunkt der Woche.
LG
mezzo


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 Betreff des Beitrags: Re: Erwartungen an den G.unterricht
BeitragVerfasst: 25.01.2010, 17:14 
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Ratgeber
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Registriert: 04.06.2008, 16:25
Beiträge: 574
Nein, "Erwartungen" hatte ich eigentlich gar keine, ich hab' es nur mal ausprobieren wollen nachdem ich schon 25 Jahre in diversen Chören gesungen hatte. Ich wollte vor allem mal ausprobieren ob GU überhaupt möglich ist wenn man alleine einfach keinen Ton heraus bringt. Chorsingen war nie ein Problem, aber auch nur einen Ton alleine singen, das ging überhaupt nicht.

Zudem ich war auf der Suche nach anderen Methoden der "Stimmbildung" als derjenigen wie ich sie vom Chor her kannte, die aber zu meiner Niemandsland-Stimmlage einfach nicht passen.

Nun, es stellte sich heraus dass GU mit einer "Solo-Cantophobie" durchaus möglich ist, allerdings wurde ich durch das Ansinnen meines damaligen GL mich beim Schülerkonzert vorsingen zu lassen wieder meilenweit zurück geworfen. Aber nichtsdestotrotz bin ich heute in der Lage in den Chorproben solistisch zu singen und daran sogar Spaß zu haben. :n108: Das ist schon wesentlich mehr als was ich je für möglich gehalten hätte. :n110:

Viele Grüße,
AK-Kontraalt

_________________
Das Vergänglichste, wenn es uns wahrhaft berührt,
weckt in uns ein Unvergängliches.

(Friedrich Hebbel)


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 Betreff des Beitrags: Re: Erwartungen an den G.unterricht
BeitragVerfasst: 26.01.2010, 09:16 
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Beiträge: 881
Wohnort: Idar-Oberstein
Hallo Ak-Kontraat
Ich hatte auch keine Erwartungen, sondern habe mich ohne besondere Überlegungen in das Abenteuer gestürzt.Wie hätte ich auch Erwartungen, von etwas haben könne, was mir in dieser Form, bis dahin unbekannt war?Eigentlich wusste ich nur, dass mir Singen guttut. Das kannte ich ja schon von der Badewanne.Die Erfahrungen und Erwartungen kamen erst später. Und wenn man noch gelobt wird, ist man in meinem Alter doch ein wenig septisch, und denkt was mag wohl dahinterstecken? Möchte die Gesanglehrerin nur, dass ich noch einen Kurs belege oder ist das Lob ehrlicher Natur? Ich habe mir auch nicht Gedanken gemacht, ob meine Gesanglehrerin, vom vielen sitzen vor dem Piano vielleicht einen Buckel und einen riesigen Mund hat.Nach einem gewissen Abstand, beurteile ich den Unterricht als gelungen und vielleicht, probe ich mit ihr noch Mal ein paar Stücke. Schaden kann es auf jeden Fall nichts.
Natürlich hat jeder andere Erwartungen, das ist klar.Wer schon die Noten fehlerfrei lesen kann oder ein Musikinstrument beherrscht, wird sich leichter tun, als jemand ohne diese Kenntnisse. Und aus dieser Tatsache heraus, ergibt sich auch der Erwartunghorizont. Die einen betreten Neuland, die anderen wollen sich weiter perfektionieren und spezialisieren. Hier liegt die ganze Bandbreite.Und deswegen sind die Erwartungen eben individueller Natur.
Viele Grüße
Joachim


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 Betreff des Beitrags: Re: Erwartungen an den G.unterricht
BeitragVerfasst: 26.01.2010, 17:34 
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Schaut öfter vorbei
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Registriert: 24.12.2009, 20:47
Beiträge: 107
Vorname: Hilde
Nachname: Maurer
Da meine Mutter so gut sang und von Nachbarn dafür immer gelobt wurde, wollte ich als junges Mädchen mit''Singen nichts zu tun haben, und ging in den Leistungssport. Erst als ich schon selber Mutter war sagte in einer Mütterrunde dieLeiterin(die Klavier studiert hatte) daß ich eine sehr schöne Stimme hätte.So ging ich erst einmal in einenChor und weil man da Stimmbildung braucht auch eben zu einer Gesangslehrerin.leider waren viele Jahre Gesangsunterricht in einer Musikschule nichts.DieGL die wußte nichteinmal daß ich eine Koloraturstimme habe. bin selber draufgekommen daßdie Stimme weit über das c 3 geht bis f 3. erst seit vier Jahren habe ich eine gute GL wo ich auch die Technik richtig lerne- es ist aber mühsam nach sovielen Jahren .Schade ist es daß ich nicht früher mit Amateurgesang und mit einer guten GL anfing- da hätte ich noch viel mehr Koloraturliteratur lernen können so kann es aber bald aus sein mit der Höhe.

Hilde45


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 Betreff des Beitrags: Re: Erwartungen an den G.unterricht
BeitragVerfasst: 04.04.2010, 17:33 
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Ratgeber
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Registriert: 04.06.2008, 16:25
Beiträge: 574
Die Frage welche Erwartungen man an den Unterricht hat könnte auch umgekehrt gestellt werden: Welche Erwartungen hat denn ein Gesanglehrer wenn er einen neuen Schüler bekommt und dessen Stimme gehört hat? Lässt er sich mehr von den Vorstellungen des Schülers leiten, oder richtet er sich mehr nach seinen eigenen Vorstellungen die er entwickelt, wenn er sich ein "Bild" von seinem Schüler gemacht hat? Und inwieweit können an eine Laien-Stimme überhaupt "Erwartungen" gestellt werden? Was ist da realistischerweise zu erwarten?

Viele Grüße,
AK-Kontraalt

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Das Vergänglichste, wenn es uns wahrhaft berührt,
weckt in uns ein Unvergängliches.

(Friedrich Hebbel)


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