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BeitragVerfasst: 15.06.2006, 22:59 
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Wieviel Auszeit verträgt eine ausgebildete Stimme ?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass über Tage, Wochen, Monate, ja sogar über Jahre hinaus, es nicht geschadet hat, wenn man sich eine Auszeit für die Stimme genommen hat. Vielmehr hat sich vieles Erlernte gesetzt und positiv gefestigt.
Was aber verloren geht, ist Routine und die daraus resultierende Auftrittssicherheit. Die Flexibilität der Stimme und das Spiel mit der Stimme erlahmt und muss neu gefunden werden. Die Stimme selbst, ihr eigentümlicher Klang, ihre Basis haben nicht gelitten. Das Volumen und auch die Grenzen der Stimme müssen neu erobert werden, doch durch die zeitliche Distanz hat sich wieder ein neues Hörerlebnis für einen selber entwickelt, was auch positiv gewertet werden darf.

Dies einmal als kleine Einstiegsdiskussion.

Liebe Grüße rugero


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BeitragVerfasst: 15.06.2006, 23:12 
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hallo, rugero,

bei mir ist es so, dass es nicht zu lange sein sollte. Werde dann vielleicht ein wenig faul :lol:

Meistens habe ich einen Sensus dafür, wann der Körper einfach sagt, dass ein, zwei tage Ruhe sein müssen, um die Stimme dich erholen zu lassen. Auch im Urlaub fahre ich das ganze ziemlich herunter, wobei ich mir ein völliges Nichtstun die letzten zwei, drei jahre nicht erlauben konnte (wir gehen meist im Oktober und danach kommt halt bald Weihnachten).

Anders ist es bei Krankheit. Mittlerweile bin ich vorsichtiger geworden und mache nicht mehr weiter, bis gar nichts mehr herauskommt.

Die Auszeiten - Ergebnisse erlebe ich zweischneidig. Auf der einen Seite hat sich alles entspannt und es läuft runder, aber es braucht einigen Anlauf, um wieder voll in Form zu kommen.

Ein Patentrezept, wie viel Zeit als Pause gut ist, wird es nicht geben, weil jede/r wohl unterschiedlich auf- oder abbaut.

LG,
dola


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BeitragVerfasst: 15.06.2006, 23:30 
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Persönliche Erfahrungen - kurz und knapp: unter einer Auszeit von mehr als 2 Wochen leidet vor allem die Stimmkondition - letztlich ist das Singen eben doch ein körperlicher, ein im besten Sinne sportlicher Vorgang und deshalb vergleichbar mit anderen physischen Tätigkeiten, die ein Training erforderlich machen. Dessen ungeachtet bemühe ich mich, mein Instrument mindestens einmal im Jahr für einen längeren Zeitraum nicht zu beanspruchen. Daraus folgt die Notwendigkeit, rechtzeitig vor der nächsten Vorstellung wieder zu üben...

Interessanter persönlicher Nebeneffekt einer längeren Gesangspause: meine Stimme "rutscht" in tenorale Höhen, zentriert sich aber nach relativ kurzer Zeit wieder in ihrer Heimatlage (nicht mal hoher Bariton), sobald ich regelmäßig "trainiere".


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BeitragVerfasst: 16.06.2006, 01:25 
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Manchmal muss man einen Thread wieder dadurch ins Gespräch bringen, in dem man ihn wieder nach vorne schmeisst!

hahaha rugero.


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BeitragVerfasst: 16.06.2006, 08:47 
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Ich denke, es ist wie bei allen Dingen, wo man mit Training zu optimalen Leistungen fähig wird.

Nehmen wir der Einfachheit halber das Jogging. Regelmäßiges laufen schafft persönliche Kondition usw.; setzt man dann ein halbes Jahr aus, braucht man einfach wieder einige Zeit, bis man in der früheren Leistungsstärke angelangt ist. Sicher verlernt man das laufen nicht, aber es ist doch ein Unterschied, ob man trainiert ist - oder eben nicht.

Beim singen ist das auch nicht anders.

Allerdings habe ich auch die wertvolle Erfahrung gemacht, daß ein-zwei-drei Wochen Pause auch Balsam für die Stimmbänder sein kann.

Ciao :n3: Principe


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BeitragVerfasst: 18.06.2006, 11:12 
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nicht mehr zu rettender
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Lieber Rugero,

ich habe ein bißchen Schwierigkeiten, Deine Frage richtig zu verstehen.

Was verstehst Du unter Auszeit ? Kein Singen - oder keinen Unterricht - oder einfach einen langen Urlaub ?

Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, nicht zu singen - singen macht mich süchtig... wie Joggen, die vielen Endorphine... Aber wenn ich krank, erkältet etc. bin, singe ich konsequent ---- nur mental ;-) Es gibt immer so viel zu lernen, zu lesen, zu erarbeiten, da wäre es schade um jede verschwendete Minute.

In Stress-Situationen, mache ich u.U. konsequent eine bewusst gewählte Pause - das ist in meinen Augen aber der Luxus des Sängers, der nicht damit seinen Lebensunterhalt bestreitet.

Liebe Grüsse von LaCastafiore

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La chance d'avoir du talent ne suffit pas ; il faut encore le talent d'avoir de la chance.
Hector Berlioz


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