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 Betreff des Beitrags: Welcher sopran bin ich ??
BeitragVerfasst: 31.10.2011, 00:07 
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und wie kann ich es schaffen das meine stimme klarer wird ? http://www.myspace.com/jcandidosoprano


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 Betreff des Beitrags: Re: Welcher sopran bin ich ??
BeitragVerfasst: 31.10.2011, 09:13 
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Hallo Candido,

ich schicke Dir noch heute eine PN.

Ciao. Ospite big_hand


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 Betreff des Beitrags: Re: Welcher sopran bin ich ??
BeitragVerfasst: 31.10.2011, 10:31 
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Liebe candido,

als erstes möchte ich Dir sagen, dass Du eine wunderschöne Stimme hast big_applaus

Technische Ratschläge sind anhand einer einzelnen Aufnahme über das Medium Internet mE aber kaum zu erteilen, hier würde ich mich an Deine(n) GL wenden, der/die dich in der Aktion des Singens live erlebt.

Nun zu deiner Fachfrage. Auch das kann man anhand einer einzelnen Aufnahme nicht wirklich klären. Ich kann die Frage aber sehr gut nachvollziehen, es gab eine Zeit, da war ich geradezu davon besessen zu wissen, welches Fach ich denn nun genau bin. Und manchmal ertappe ich mich immer noch dabei, dass es mich beschäftigt, obwohl ich mir sage, dass das doch eigentlich nebensächlich ist. haushalt__005.gif. Für mich ist es heute in erster Linie wichtig zu wissen, mit welchem Repertoire ich mich am besten präsentieren kann (und glaub mir, das gab es einiges an Trial & Error... big_hihi ) und welches meiner Stimme eine möglichst lange Lebenserwartung beschert.

Die von Herrn Kloiber entwickelten Stimmfächer dienten ursprünglich dazu, die Sänger davor zuschützen, Partien übernehmen zu müssen, für die ihre Stimme nicht ausgelegt ist. Das halte ich grundsätzlich auch für sinnvoll. Das gilt aber in erster Linie für Leute, die schon an Bühnen singen oder zumindest für eine Bühnenlaufbahn vorsingen. (Hier sollten die Vorsingarien tatsächlich möglichst nicht aus zu vielen Fächern stammen, jemand, der gleichzeitig Zerbinetta und Agathe vorsingt, wird nicht unbedingt ernst genommen ....).

Solange man aber noch in der Ausbildung ist, sollte man sich in erster Linie darum kümmern, eine solide Gesangstechnik zu entwickeln und in der der Stimme angemessenen Stimmlage zu singen, dann wird sich das richtige Stimmfach schon ergeben. Sonst passiert nämlich u. U. das Folgende:

Einer jungen Sängerin mit einer von Natur aus etwas kräftigeren Stimme und guter Mittellage/Tiefe, die aus technischen Gründen (noch) Schwierigkeiten mit der Höhe hat und die Stimme vielleicht auch subtil abdunkelt, um einen größeren/wärmeren Klang vorzutäuschen, wird gesagt sie sei Mezzo bzw. sie habe eine Veranlagung zum dramatischen Sopran. Leider wird aber versäumt ihr zu sagen, dass die Entwicklung ins dramatische Fach viele Jahre benötigt. Also geht sie hin und sucht sich die "passende" Literatur aus. Mit Klavier in einem nicht zu großen Raum sind die Arien auch durchaus machbar, fühlen sich vielleicht sogar gut oder "leicht" an. Natürlich hört sie sich auch viele Aufnahmen guter dramatischer Sängerinenn an. Und imititiert deren Stimmklang unbewusst. D. h. sie dunkelt die Mittellage noch weiter ab, singt vielleicht gar mit Kehldruck oder Zungendruck und die Höhe wird dann - dank robuster Stimmbänder - irgendwie mit Kraft bewältigt. Das geht bis zu einem gewissen Punkt gut, irgendwann aber kommt sie nicht weiter (oder schadet sich gar). Und dann müssen diese ganzen schlechten Angewohnheiten mühsam wieder abtrainiert werden.

Das klingt jetzt vielleicht sehr nach erhobenen Zeigefinger, aber ich hätte mir gewünscht, jemand hätte mir diesen Rat zu gegebener Zeit erteilt (oder ich wäre von selbst drauf gekommen), dann hätte ich mir einige Umwege ersparen können. Jetzt, wo ich mich in erster Linie um meine Technik und erst in zweiter Linie um mein Fach kümmere, ist meine Stimme viel flexibler einsetzbar.

Just my €0,02

Octaviane

_________________
„Die Verpflegungslage ist für den Kulturmenschen eigentlich das Wichtigste.“
(T. Fontane)

"When you have that perfect match between voice, personality, repertoire and style, art happens" (Anonym)

http://www.sopranodrama.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Welcher sopran bin ich ??
BeitragVerfasst: 31.10.2011, 14:30 
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Octaviane hat geschrieben:
Liebe candido,

als erstes möchte ich Dir sagen, dass Du eine wunderschöne Stimme hast big_applaus

Technische Ratschläge sind anhand einer einzelnen Aufnahme über das Medium Internet mE aber kaum zu erteilen, hier würde ich mich an Deine(n) GL wenden, der/die dich in der Aktion des Singens live erlebt.

Nun zu deiner Fachfrage. Auch das kann man anhand einer einzelnen Aufnahme nicht wirklich klären. Ich kann die Frage aber sehr gut nachvollziehen, es gab eine Zeit, da war ich geradezu davon besessen zu wissen, welches Fach ich denn nun genau bin. Und manchmal ertappe ich mich immer noch dabei, dass es mich beschäftigt, obwohl ich mir sage, dass das doch eigentlich nebensächlich ist. haushalt__005.gif. Für mich ist es heute in erster Linie wichtig zu wissen, mit welchem Repertoire ich mich am besten präsentieren kann (und glaub mir, das gab es einiges an Trial & Error... big_hihi ) und welches meiner Stimme eine möglichst lange Lebenserwartung beschert.

Die von Herrn Kloiber entwickelten Stimmfächer dienten ursprünglich dazu, die Sänger davor zuschützen, Partien übernehmen zu müssen, für die ihre Stimme nicht ausgelegt ist. Das halte ich grundsätzlich auch für sinnvoll. Das gilt aber in erster Linie für Leute, die schon an Bühnen singen oder zumindest für eine Bühnenlaufbahn vorsingen. (Hier sollten die Vorsingarien tatsächlich möglichst nicht aus zu vielen Fächern stammen, jemand, der gleichzeitig Zerbinetta und Agathe vorsingt, wird nicht unbedingt ernst genommen ....).

Solange man aber noch in der Ausbildung ist, sollte man sich in erster Linie darum kümmern, eine solide Gesangstechnik zu entwickeln und in der der Stimme angemessenen Stimmlage zu singen, dann wird sich das richtige Stimmfach schon ergeben. Sonst passiert nämlich u. U. das Folgende:

Einer jungen Sängerin mit einer von Natur aus etwas kräftigeren Stimme und guter Mittellage/Tiefe, die aus technischen Gründen (noch) Schwierigkeiten mit der Höhe hat und die Stimme vielleicht auch subtil abdunkelt, um einen größeren/wärmeren Klang vorzutäuschen, wird gesagt sie sei Mezzo bzw. sie habe eine Veranlagung zum dramatischen Sopran. Leider wird aber versäumt ihr zu sagen, dass die Entwicklung ins dramatische Fach viele Jahre benötigt. Also geht sie hin und sucht sich die "passende" Literatur aus. Mit Klavier in einem nicht zu großen Raum sind die Arien auch durchaus machbar, fühlen sich vielleicht sogar gut oder "leicht" an. Natürlich hört sie sich auch viele Aufnahmen guter dramatischer Sängerinenn an. Und imititiert deren Stimmklang unbewusst. D. h. sie dunkelt die Mittellage noch weiter ab, singt vielleicht gar mit Kehldruck oder Zungendruck und die Höhe wird dann - dank robuster Stimmbänder - irgendwie mit Kraft bewältigt. Das geht bis zu einem gewissen Punkt gut, irgendwann aber kommt sie nicht weiter (oder schadet sich gar). Und dann müssen diese ganzen schlechten Angewohnheiten mühsam wieder abtrainiert werden.

Das klingt jetzt vielleicht sehr nach erhobenen Zeigefinger, aber ich hätte mir gewünscht, jemand hätte mir diesen Rat zu gegebener Zeit erteilt (oder ich wäre von selbst drauf gekommen), dann hätte ich mir einige Umwege ersparen können. Jetzt, wo ich mich in erster Linie um meine Technik und erst in zweiter Linie um mein Fach kümmere, ist meine Stimme viel flexibler einsetzbar.

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Octaviane



hej , ja du hast recht , du hast genau recht !! Ich habe noch keine wirkliche (technik) und genau darin liegt auch mein problem, ich hatte immer gesangslehrer mit mir vorher eingesungen haben und dann gleich singen aber sie haben mir wenig von technik erzählt , ich habe jetzt eine neue lehrerin und sie ist gut sie erzählt mir viel davon , du hast recht ich tuhe mir bei den hohen tönen noch schwerer !! Danke für deine antwort !!! :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Welcher sopran bin ich ??
BeitragVerfasst: 31.10.2011, 15:46 
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Liebe candido,

mein Fallbeispiel war gar nicht so sehr auf dich bezogen, sondern eher auf meine Erfahrungen. Offenbar ist dieser Fall aber gar nicht so selten.

Übrigens ging es mir ähnlich wie dir. Mein letzter Lehrer hat auch ganz wenig Technik mit mir gemacht und mich hauptsächlich singen lassen (sozusagen quer durchs Sopranfach). Dank widerstandsfähiger Stimmbänder habe ich das zum Glück heil überstanden. Mein jetziger Lehrer macht viel mehr Technik und erklärt alles und ich hab in einem Jahr mehr Fortschritte gemacht als in den fünf Jahen zuvor.

Ich wünsche Dir viel Erfolg mit Deiner neuen Lehrerin!

Octaviane

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 Betreff des Beitrags: Re: Welcher sopran bin ich ??
BeitragVerfasst: 31.10.2011, 18:10 
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Hallo Candido......ich kann Octaviane in allen Punkten zustimmen....

Ich kenne auch diesen Weg und bin eine lange Zeit hin und hergeschoben worden....
Mezzo....Nicht-Mezzo....usw.....

Was du zuallererst braucht, ist ein guter GL der viel mit Dir an der Technik arbeitet und damit es nicht zu dröge wird, eine Literatur mit Dir einstudiert, die nicht allzu schwer und von etwas mehr Leichtigkeit gekennzeichnet ist...
Ich hab mir deine Aufnahme auch angehört und muß sagen, ich glaub schon, daß du all zu viel deine Stimme abdunkelst....Ich weiß aus eigener Erfahrung, daß sich das natürlich sehr imposant anhört, aber ich denke, das es nicht deine wahre Stimme ist....
Ich selbst hab jetzt erst nach fast 3 Jahren mit meiner Lehrerin die alten Fehler ausgemerzt und meine Technik fängt jetzt erst an zu greifen....meine Stimme klingt ganz anders, klarer und feiner....und auch die Höhe klappt wunderbar ohne allzu große Anstrengung...

Ich wünsche Dir viel Erfolg, deine Stimme zu finden und dann wird sich auch die Frage nach dem Stimmfach klären....
Halt uns doch auf dem Laufenden.....wie sich alles entwickelt....

Liebe Grüße von Sorpresa big_bye

_________________
" Und plötzlich weißt du: Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen." Meister Eckhart


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 Betreff des Beitrags: Re: Welcher sopran bin ich ??
BeitragVerfasst: 03.11.2011, 08:44 
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Registriert: 04.06.2008, 16:25
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Nochmals:

Die Frage nach dem Stimm-FACH stellt sich für Anfänger absolut nicht und hat bei diesen auch nichts verloren. Wie schon die Vorherigen geschrieben haben, kommt es einzig und allein darauf an, in welcher LAGE sich die Stimme wohlfühlt. Und auch die Lage braucht vorerst noch keinen Namen. Erst mal überhaupt singen lernen, dann sieht man weiter.

Auch bei Profi-Sängern bleibt das einmal "gefundene" Stimm-Fach nicht ein Leben lang das selbe. Und bei so manchem von ihnen hat sich sogar noch die Stimm-Lage verändert.

Es gibt aber tatsächlich Gesanglehrer die auch bei blutigen Anfängern schon vorab nach dem Stimm-Fach fragen, man sollte es nicht für möglich halten. Ich habe es bei meiner Suche nach einem neuen Lehrer auch schon selbst erlebt. Diesem Menschen konnte ich dann aber nur sagen dass es bei meiner Stimmlage schlichtweg kein Fach gibt... haushalt__005.gif

AK-Kontraalt

_________________
Das Vergänglichste, wenn es uns wahrhaft berührt,
weckt in uns ein Unvergängliches.

(Friedrich Hebbel)


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 Betreff des Beitrags: Re: Welcher sopran bin ich ??
BeitragVerfasst: 17.04.2017, 19:06 
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Registriert: 17.05.2015, 22:10
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Nachname: F.
AK-Kontraalt hat geschrieben:
Nochmals:

Die Frage nach dem Stimm-FACH stellt sich für Anfänger absolut nicht und hat bei diesen auch nichts verloren. Wie schon die Vorherigen geschrieben haben, kommt es einzig und allein darauf an, in welcher LAGE sich die Stimme wohlfühlt. Und auch die Lage braucht vorerst noch keinen Namen. Erst mal überhaupt singen lernen, dann sieht man weiter.

Auch bei Profi-Sängern bleibt das einmal "gefundene" Stimm-Fach nicht ein Leben lang das selbe. Und bei so manchem von ihnen hat sich sogar noch die Stimm-Lage verändert.

Es gibt aber tatsächlich Gesanglehrer die auch bei blutigen Anfängern schon vorab nach dem Stimm-Fach fragen, man sollte es nicht für möglich halten. Ich habe es bei meiner Suche nach einem neuen Lehrer auch schon selbst erlebt. Diesem Menschen konnte ich dann aber nur sagen dass es bei meiner Stimmlage schlichtweg kein Fach gibt... haushalt__005.gif

AK-Kontraalt




HAHAHA! Das ist sehr amüsant! Stimmt! Kontraalt ist eine StimmLAGE, es gibt aber kein FACH. Ich selbst setzte mich mit dem FACH noch gar nicht auseinander, mit der LAGE, nämlich dem Kontraalt, schon. Zudem wird uns, echten Kontraalten, auch wahrscheinlich niemand sagen können, welches FACH das ist, was wir singen. Wenn schon unsere LAGE so unbekannt ist...
Ich entdeckte sehr bald, mit 13 Jahren maximal, meine StimmLAGE:
ZUUUU TIEEEEF FÜR DEN NORMALEN ALT!!! Am liebsten Bariton.
Daß man das "Kontraalt" nennt, wußte ich damals noch nicht. Mich sprach viel später nach dieser Episode eine Verwandte an, Zarah Leander habe auch so eine tiefe Stimme gehabt und dann fand ich, daß Leander Kontraalt war.


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