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 Betreff des Beitrags: Warming up?
BeitragVerfasst: 08.06.2006, 13:38 
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Hallo

Warming up und Einsingen, wo liegt der Unterschied?

:?: :?: :?:

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Wirklich gute Freunde sind Menschen, die uns genau kennen und trotzdem zu uns halten.


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BeitragVerfasst: 08.06.2006, 14:06 
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Gute Frage - würde mich auch interessieren!

Von warming-up habe ich im Zusammenhang mit Singen noch nie gehört - außer man meint sportliche Betätigung vorm Singen (z.B. das von meinem GL in Workshops praktizierte Tischtennis-spielen vorm Unterricht :lol: )

Grüße
mezzo


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BeitragVerfasst: 08.06.2006, 15:03 
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Beim Jugendchor wärmen wir uns immer ausgiebig auf, wir nennen das ganze zwar allgemein "Einsingen", aber im Prinzip hat ein guter Teil daon gar nichts mit singen zu tun.
Wir hüpfen z.B. zum Auflockern herum, strecken uns so weit es geht und lassen den Oberkörper dann runterhängen, klopfen uns Arme, Beine, Brustkorb und gegenseitig den Rücken ab, bilden eine Kette und jeder massiert dem Vordermann den Nacken, und erst wenn wir so aufgewärmt sind, kommt der Atem und dann die Stimme ins Spiel. Zuerst nur "Schnauben" (dieses Lippenvibrato, wie es mal genannt wurde), Summen, dann Singen usw.
Nach dieser Prozedur bin ich immer seeehr gut eingesungen und alles fällt mir viel leichter als sonst. Das ist auch gut so, denn da singen wir immerhin 3 Tage lang durch ;-) Leider findet das nur zweimal im Jahr statt :sad:


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BeitragVerfasst: 08.06.2006, 18:37 
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Ich meine, das ist dasselbe. Warming - up klingt halt englischer und sportlicher und irgendwie nach Jugendchor.

Also, dann hupft mal alle ordentlich :bravo: :bravo: :roll:

LG,
dola
(von herzen politically incorrect)


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BeitragVerfasst: 08.06.2006, 21:26 
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Ganz subjektiv sehe ich im Aufwärmen der Stimme etwas Grundlegendes, d.h. eine Art minimales Einsingen inklusive Lockerung und Aktivierung. Ein "richtiges" Einsingen mache ich gezielter im Hinblick auf die Literatur, die ich singen will. Allzuviele Gedanken habe ich allerdings bisher an diese Unterscheidung noch nicht verschwendet. ;-) :mrgreen


Gruss
lucicare :Sonne


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BeitragVerfasst: 09.06.2006, 09:50 
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Ich kann mich mit dem Rumgehüpfe, Abgeklatsche und Ringelpitz mit Anfassen als Teil des Einsingens in Chören gar nicht anfreunden. Mir bringt es auch nichts, außer dass es mich nervt...wahrscheinlich bin ich da ein wenig altmodisch :roll:
Zumal ich leider die Erfahrung gemacht habe, dass das Aufwärmen der Stimme nach solchen sportlichen Übungen von vielen Chorleitern völlig vernachlässigt wird bzw. die Übungen eher kontraprodukiv waren und meine Stimme nach dem "Einsingen" dort total fest war.
Ich wundere mich eh, wie wenig viele Chorleiter von stimmlichen Belangen wissen. Von stundenlangem (ok-ich übertreibe) Wiederholen der Konsonant p-t-k wird jedenfalls meine Stimme nicht singbereiter :d_neinnein:

LG
mezzo


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BeitragVerfasst: 09.06.2006, 11:52 
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mezzo hat geschrieben:
Ich kann mich mit dem Rumgehüpfe, Abgeklatsche und Ringelpitz mit Anfassen als Teil des Einsingens in Chören gar nicht anfreunden. Mir bringt es auch nichts, außer dass es mich nervt...wahrscheinlich bin ich da ein wenig altmodisch.


Hallo mezzo,

ich gehöre auch zu diesen altmodischen Menschen!
Ich bin steif und förmlich und verkopft und all so etwas:

Gegen ein bißchen Dehnen, Strecken und Gliedmaßenschütteln hab ich ja nichts, aber pseudosportliche Tätigkeiten gehen mir auf den Wecker, und sie bringen für mich nicht die Bohne.
Klar, wenn ich am Nachmittag mit den Pferden im Wald war, danach schön geduscht habe und dann zum Chor gehe, bin ich wirklich locker, und das ist fürs Singen sehr gut, aber mit 5 min. Gehupse erreiche ich diesen Zustand nicht. Die Krönung: Schuhplattler - oder was sich der Chef darunter vorstellt...

Mindestens ebenso nervig finde ich meditativ-esoterische Elemente wie irgendwelche Gedankenreisen bei geschlossenen Augen. ("Von den Zehenspitzen wandern wir in Gedanken aufwärts zu den Knien..." Danke vielmals!)

Über all das kann ich ja noch schmunzeln und mir im Geiste an die Stirn tippen.
Sehr störend finde ich die Aufforderung zur gegenseitigen Massage. Ich will das eigentlich nicht. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die jeden antatschen müssen, und ich wünsche mir wirklich von den wenigsten Menschen, daß sie mich anfassen.

Der Rest des Einsingens ist aber sehr nützlich und effektiv, und deshalb halte ich weiterhin durch, und hoffe, daß der Chorleiter nicht so viele Kurse besucht, in welchen ihm Flausen inden Kopf gesetzt werden. Ich hatte ja schon etwas Bedenken, als er in "Wie im Himmel" gegangen ist, aber bisher mußten wir uns noch nicht wie Mikadostäbe auf den Boden legen.

Warming-up? Einsingen auf modern, würd' ich sagen. Es macht ja auch kein Mensch mehr 'nen Waldlauf.

Gruß v. Emmy


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BeitragVerfasst: 09.06.2006, 12:23 
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EmmyNoether hat geschrieben:
Gegen ein bißchen Dehnen, Strecken und Gliedmaßenschütteln hab ich ja nichts, aber pseudosportliche Tätigkeiten gehen mir auf den Wecker, und sie bringen für mich nicht die Bohne.
Klar, wenn ich am Nachmittag mit den Pferden im Wald war, danach schön geduscht habe und dann zum Chor gehe, bin ich wirklich locker, und das ist fürs Singen sehr gut, aber mit 5 min. Gehupse erreiche ich diesen Zustand nicht. Die Krönung: Schuhplattler - oder was sich der Chef darunter vorstellt...

Mindestens ebenso nervig finde ich meditativ-esoterische Elemente wie irgendwelche Gedankenreisen bei geschlossenen Augen. ("Von den Zehenspitzen wandern wir in Gedanken aufwärts zu den Knien..." Danke vielmals!)


Mir geht es genau gleich. Lockern, Dehnen, Schütteln, ja - aber Einturnen lieber nicht. :n32: Und als in einem Projektchor zur Morgenmeditation mit entsprechender Begleit-CD aufgerufen wurde, fand ich das unglaublich nervig und völlig nutzlos. Ich habe dann meine Stimmbildungslektion genau auf die Einsingzeit gelegt..... :lol: ;-)



Gruss
lucicare :Sonne


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BeitragVerfasst: 09.06.2006, 13:09 
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Hallo,

also ich kannte auch nicht den Unterschied und war etwas ratlos als ich bei einem Workshop den Ablaufplan bekam und dann stand da
7 Uhr warming up
.....
....

14 Uhr einsingen
....
.....

Irgendwie verstand ich es nicht und fragte mal nichtswissend in die Runde, wobei ich sagen muß niemand wußte so recht den Unterschied, also Kursleiter fragen. Der meinte dann "ach morgens muß man euch doch erst mal mit div. Übungen wach bekommen und die Aufmerksamkeit von euch bekommen, da hampeln wir rum, gehen mit schwingenden Armen durch den Raum, klopfen uns gegenseitig den restl. Schlaf aus den Knochen und recken und strecken uns..... Nach der Pause seid ihr ja wach und dann singen wir uns lediglich ein, wegen dem Mittagessen und was sich da so alles auf die Stimme legt...."

hmm so war es dann auch aber sooo früh morgens schon das gekichere div. Leute zu ertragen wenn sie beim hopsen sich gegenseitig behindern, oder beim wild durch den Raum rennen sich anrempeln, das hat mich persönlich total genervt. Ich war schon froh, daß ich wach war und gefrühstückt hatte und dann sowas ahhhhh Muß aber sagen, wer mich kennt der weiß, daß ich morgens sooo früh gerne in Ruhe gelassen werden will........

Viele Grüße
Chero


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BeitragVerfasst: 09.06.2006, 15:19 
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Zitat:
Ich kann mich mit dem Rumgehüpfe, Abgeklatsche und Ringelpitz mit Anfassen als Teil des Einsingens in Chören gar nicht anfreunden. Mir bringt es auch nichts [...] Zumal ich leider die Erfahrung gemacht habe, dass das Aufwärmen der Stimme nach solchen sportlichen Übungen von vielen Chorleitern völlig vernachlässigt wird bzw. die Übungen eher kontraprodukiv waren und meine Stimme nach dem "Einsingen" dort total fest war.

Also wirklich sportliche Übungen haben wir auch nicht gemacht :mrgreen Eben nur Lockern, Hüpfen, Schütteln etc. Ich persönlich bin nach diesem Einsingritual (dauert eine gute halbe Stunde, und das Singen wird nicht vernachlässigt) so gut eingesungen wie sonst nie. Aber wie gesagt, das gibts leider nur zweimal im Jahr ;-) Den Körper morgens bisschen aufzuwecken, ist da aber auch dringend nötig, denn meistens gabs nur sehr wenig Schlaf :roll: Mit Meditation o.ä. könnte ich mich aber auch gar nicht anfreunden :mrgreen


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BeitragVerfasst: 09.06.2006, 23:37 
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Also, ich muss sagen, dass mir in meinem jetzigen Chor das Rumgehüpfe manchmal ganz schön fehlt. Denn auch hier gilt: wenn ich direkt von der Arbeit zur Chorprobe gehe, habe ich mindestens 8 Stunden Büroarbeit hinter mir, und dann ist mir echt nach Austoben zumute. Statt dessen fängt unser Chef (nicht immer, aber oft) gleich mit Summübungen an, Übungen zum Stimmsitz etc., die im Prinzip super sind, er versteht echt was davon, aber mir fehlt dann eben der Schritt vorher, das Lockern, Kreislauf in Schwung bringen etc. Wenn wir allerdings Chorwochenende haben, dann machen wir morgens auch mehr Körperübungen zum wach werden und langsam die Stimme in Schwung bringen, auch Partnermassagen, und ich finde das super! :dafür: Ich massiere gern (und kann das glaube ich auch ganz gut) und werde gern massiert, ich finde das sehr angenehm, und das geht in diesem Chor wohl allen so. In meinem früheren Chor gab es auch Leute, die das partout nicht mochten - ist ja auch OK, man mag ja vielleicht nicht gerne von jedem angefasst werden. Mir macht das aber nichts aus, ich find's nur gut.

LG, Orphenica


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