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BeitragVerfasst: 29.12.2017, 23:34 
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Wann wird/wurde bei Euch während des Gesangsunterrichts die Stimmlage eindeutig? Wann trat ans Tageslicht, ob ihr Alt/Mezzosopran/Sopran bzw. Baß/Bariton/Tenor seid?


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BeitragVerfasst: 30.12.2017, 00:49 
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musicissima hat geschrieben:
Wann wird/wurde bei Euch während des Gesangsunterrichts die Stimmlage eindeutig?


Keine Ahnung, ich kann leider nicht hellsehen ;)

An Frauenstimmen habe ich echt schon alles gehört, was meine Stimme sein könnte, Sopran, Mezzo und Alt. Sicher scheint zu sein, dass ich weder Tenor noch Bass bin :n3: Sopran bin ich allerdings auch nicht wirklich. Und der Rest ist mir egal. Ich muss ja kein Stimmfach belegen :)

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Viele Grüße
Monika


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BeitragVerfasst: 30.12.2017, 01:26 
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Es dauert manchmal Jahre, bis sich die Stimme festigt, so dass man sagen kann ob Sopran, Mezzo, Alt, ob lyrisch oder dramatisch.
Bei mir hat es sehr lange gedauert, habe jahrelang Sopran gesungen und war immer der Meinung ich sei ein Mezzo. Bin dann zu verschiedenen Vorsingen gegangen, einmal hieß es Sopran oder Sopran und Mezzo, bis ich an meine Professorin kam an der MHS und sie sagte dann ich sei ein Mezzo. Endlich war ich zufrieden und glücklich und nach Umstellung dann auch wirklich ein Mezzo.

Es kann sich im Laufe der Zeit rauskristallisieren, ich habe schon einige Sängerinnen erlebt, die erst im Mezzofach gesungen haben, aber heute Sopran, umgekehrt genau so.

Ein Lehrer sollte sich nie zu früh festlegen.....

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BeitragVerfasst: 30.12.2017, 09:17 
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Mein Lehrer hat mich relativ schnell als hohen Sopran einordnen können, weil die Registerbrüche bei mir sehr eindeutig sind (der hohe Registerbruch liegt bei fis "). Eine Einordnung als dramatischer oder lyrischer Sopran hat er allerdings nicht vorgenommen; mußte auch nicht sein, da ich ja nicht an der Oper singen wollte ;-). Das hat eine Kollegin von ihm mehr oder weniger unbeabsichtigt* gemacht, und das hat mir dann auch bei einigen Schwierigkeiten im Ensemble geholfen. So konnte ich bestimmte Phänomene verstehen und auch erklären. Allerdings war ich auch schon 35, als ich mit Unterricht angefangen habe und hatte da schon knappe 30 Jahre Chorerfahrung.

So individuell kann das sein.

* Sie kam nach einer "Schubertiade", bei der ich die Arie "Padre, germani" (Mozart, Idomeneo, Partie der Ilia) gesungen hatte, zu mir und meinte anerkennend: "Was für ein dramatischer Sopran!"

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Gruß, Astrid

Es gibt zwei Möglichkeiten, vor dem Elend des Lebens zu flüchten: Musik und Katzen. (A. Schweitzer)


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BeitragVerfasst: 30.12.2017, 14:49 
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Ich gehe immer mehr davon aus, dass mehr oder weniger alle Frauen einen ähnlichen absoluten Stimmumfang haben können, aber nicht jede Stimme sich in derselben Tessitur (Durchschnittstonlage) gleich wohl fühlt. Das hängt von der individuellen Größe und Schwere der Stimme ab, die vielleicht auch mit dem Grad der hoch(oder tief-)gelagerten Stimmlage zusammenhängen kann. Warum entwickelt sich aus einem (lyrischen) Mezzo ein dramatischer Sopran (erst jüngst wieder in der Opernglas-Zeitschrift gelesen), oder aus einem dramatischen Mezzo oder Alt ein hochdramatischer Sopran? weil die Tessitur deutlich tiefer ist als bei einem hohen (lyrischen) Sopran und daher der Mezzo-Lage ähnlicher, bis auf die Spitzentöne.
Eine Stimme entwickelt sich im Laufe ihres Lebens auch, das kann man an den oben beschriebenen Beispielen schon erkennen. Aber es gibt auch Stimmen, die ihr Leben lang im lyrischen Fach bleiben (z.B. Barbara Bonney), oder Sopranistinnen, die mehrere Fächer parallel abdecken konnten (z.B. Erna Berger: von Soubrette bis jugendlich-dramatisch). Es kommt bei professionellen Sängern auch auf den jeweiligen Kontext an (Größe des Hauses, bevorzugtes Timbre bzw. Charakter der Rolle, jünger oder älter, die Besetzung der übrigen Rollen und deren Relationen zu einander). Mich hat es früher auch immer irritiert, dass bei Stimmfächern im Kloiber einige Partien in mehreren Fächern auftauchen (z.B. die Eurydice in "Orpheus in der Unterwelt" oder Adina aus "L´Elisire d´Amore" als lyrische Koloratursoprane und als lyrische (leichte) Soprane).

Wenn ich von meinem absoluten Stimmumfang ausgehen würde, wäre ich von Bass bis Koloratursopran alles oder ein Klavier XD. Allerdings sind die tiefsten Töne so leise und auch nur unter bestimmten Bedingungen zu erzeugen (z.B. mit einem Lippenvibrato), dass man sie für den Belcantogesang nicht verwenden könnte. Dasselbe gilt für die Töne über f''', die auch (noch) nicht stabil und sicher genug sind, dass ich sie in jeder Verfassung singen könnte. Dann kommt natürlich auch noch die Kompositionsweise dazu und die Sprache! Mir fällt es tatsächlich schwerer auf deutsch zu singen als auf französisch oder italienisch, weil viele Lautverbindungen und Konsonanten schwer mit meiner Gesangstechnik zu verbinden sind. Es kann also auch immer die jeweilige (mangelnde) Perfektion der Gesangstechnik mit an der bevorzugten Stimmlage "schuld" sein.

Letztlich kann man auch alle Begriffe wie "Sopran" oder "Tenor" hinterfragen und sich erinnern, wo sie denn ursprünglich herkommen? Man nimmt sie als gottgegeben hin, weil sie "schon immer" existierten (aber tatsächlich taten sie es nicht). "Gesang" ist neutraler, kann alle möglichen Tonlagen beinhalten und teilt nicht in Schubladen ein, die vielleicht individuell unpassend wären. Wie nennt man eine Stimme wie die von Edda Moser, die wie ein Alt klingen kann und doch die Königin der Nacht in Perfektion ist? Es gibt keine Bezeichnung für eine Stimme, die (wenn sie existierte) von Bass bis zum höchsten Koloratursopran alles wäre. Vielleicht "Inter"? Beim Gendern gibt es das doch inzwischen auch... außerdem sind Stimm(fächer) immer auch sehr stark am Männlich/Weiblich-Schema orientiert, wovon unsere Kontraaltistinnen hier sicher ein Liedchen singen können ;-)
Immerhin durchbrechen inzwischen einige Sopranisten dieses Klischee ;-)

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BeitragVerfasst: 30.12.2017, 18:45 
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Olympia hat geschrieben:

Wenn ich von meinem absoluten Stimmumfang ausgehen würde, wäre ich von Bass bis Koloratursopran alles oder ein Klavier XD. Allerdings sind die tiefsten Töne so leise und auch nur unter bestimmten Bedingungen zu erzeugen (z.B. mit einem Lippenvibrato), dass man sie für den Belcantogesang nicht verwenden könnte.


Wie ist denn Dei absoluter Stimmumfang, wenn Du ihn mit
https://en.wikipedia.org/wiki/Scientific_pitch_notation
angibst? Das wäre einmal interessant, denn ein ganzes Klavier in einer Person zu sein ist ja schon extrem selten.


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BeitragVerfasst: 30.12.2017, 20:20 
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musicissima hat geschrieben:
Olympia hat geschrieben:

Wenn ich von meinem absoluten Stimmumfang ausgehen würde, wäre ich von Bass bis Koloratursopran alles oder ein Klavier XD. Allerdings sind die tiefsten Töne so leise und auch nur unter bestimmten Bedingungen zu erzeugen (z.B. mit einem Lippenvibrato), dass man sie für den Belcantogesang nicht verwenden könnte.


Wie ist denn Dei absoluter Stimmumfang, wenn Du ihn mit
https://en.wikipedia.org/wiki/Scientific_pitch_notation
angibst? Das wäre einmal interessant, denn ein ganzes Klavier in einer Person zu sein ist ja schon extrem selten.


Es war bewusst zugespitzt ausgedrückt, natürlich habe ich keinen so großen Umfang wie ein ganzes Klavier, aber den tiefen Ton des Osmin in "Ich gehe doch rate ich dir" (Es2?) kann ich leise summen und vor 6 Jahren (mit 25) hatte ich am Ende von Glitter and be gay ein es7 erreicht (was eher ein hysterischer Lacher war, aber immerhin. Also maximal 5 Oktaven.

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BeitragVerfasst: 30.12.2017, 20:52 
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Hier ein interessanter Artikel zu dem Thema:
https://books.google.de/books?id=RXPNBg ... 56&f=false

"die menschliche Stimme reicht im ganzen über sechs Oktaven. [...]"

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BeitragVerfasst: 30.12.2017, 22:14 
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Olympia hat geschrieben:
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Olympia hat geschrieben:

Wenn ich von meinem absoluten Stimmumfang ausgehen würde, wäre ich von Bass bis Koloratursopran alles oder ein Klavier XD. Allerdings sind die tiefsten Töne so leise und auch nur unter bestimmten Bedingungen zu erzeugen (z.B. mit einem Lippenvibrato), dass man sie für den Belcantogesang nicht verwenden könnte.


Wie ist denn Dei absoluter Stimmumfang, wenn Du ihn mit
https://en.wikipedia.org/wiki/Scientific_pitch_notation
angibst? Das wäre einmal interessant, denn ein ganzes Klavier in einer Person zu sein ist ja schon extrem selten.


Es war bewusst zugespitzt ausgedrückt, natürlich habe ich keinen so großen Umfang wie ein ganzes Klavier, aber den tiefen Ton des Osmin in "Ich gehe doch rate ich dir" (Es2?) kann ich leise summen und vor 6 Jahren (mit 25) hatte ich am Ende von Glitter and be gay ein es7 erreicht (was eher ein hysterischer Lacher war, aber immerhin. Also maximal 5 Oktaven.



HUIUIUI!!! Dann bist Du ja fast tatsächlich ein ganzes Klaver, relativ gesehen.
ES2 wäre das ES in der großen Oktav. Und welche Töne kommen unten noch mit Klang (ohne technische Verstärkung einer Popsängerin)?
ES7 oben wäre also es´´´´ in der viergestrichenen Oktav. Welcher Bereich ist unverstärkt singbar und hörbar?


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BeitragVerfasst: 31.12.2017, 13:32 
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von 1992 bis ca 2006 gingen die Einsingübungen nur bis c3 weil keine der GL erkannt hat daß ich koloratursopranbin.Ich verdanke es meiner korr, daß ich das erkannt habe.Sie hat mich bis f3 und g3 erstmals eingesungen und erst von da an sang ich die ganz hohen koloraturarien.Ich selb st hätte nie höher eingesungen-nie allein so hoch gesungen aus Angst vor Stimmschäden.
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BeitragVerfasst: 31.12.2017, 15:58 
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musicissima hat geschrieben:
HUIUIUI!!! Dann bist Du ja fast tatsächlich ein ganzes Klaver, relativ gesehen.
ES2 wäre das ES in der großen Oktav. Und welche Töne kommen unten noch mit Klang (ohne technische Verstärkung einer Popsängerin)?
ES7 oben wäre also es´´´´ in der viergestrichenen Oktav. Welcher Bereich ist unverstärkt singbar und hörbar?



Ich bin keine Popsängerin und habe bisher außer in Karaoke-Bars noch nie mit Mikrophon gesungen XD
Wie gesagt, das war der absolute Stimmumfang, die Töne unter dem kleinen es sind nicht bühnentauglich, zu leise. Ich sagte ja "summen" bzw. Lippenvibrato und dann auch randstimmig nicht vollstimmig (vollstimmig komme ich bis max. d, danach müsste ich zu sehr drücken, als dass da noch was käme. In der Randstimmfunktion (Cuperto) komme ich tiefer, aber es ist in der Tiefe zu leise, um es auf einer Bühne zu singen.

Das es'''' (Es7) war damals in einem sehr halligen, kleinen Konzertsaal, den wir als Probensaal verwendeten im Rahmen des Krifteler Pfingstworkshops 2011. Ich hatte dort mit dem Korrepetitor die Arie der Kunigunde aus Candide geprobt, es waren auch noch paar Leute anwesend, die nach mir ihre Stücke probten. Am Schluss der Arie kommt ein Lacher, der direkt an die hohe Schluss-Koloratur anschließt. Deren Spitzenton war ein es''' (Es6), der Lacher danach war exakt eine Oktave höher und hatte alle Anwesenden, einschließlich mir und dem Korreptitor, überrascht. Dieser testete dann am Flügel, was es für ein Ton war und bestätigte das viergestrichene Es. Der Ton war laut und schrill, sicher wäre er auch auf einer größeren Bühne hörbar gewesen, da hohe Frequenzen sehr tragfähig sind und es kein leises Hauchen a la Maria Carey war, sondern ein metallischer Ton mit viel Vordersitz (eigentlich fast nur noch Vordersitz XD), der aber auch sehr anstrengend für meine Stimme war. Und es war ein einmaliges Phänomen, das ich bis heute kein zweites Mal erlebt habe (und darauf auch verzichten kann).
Zu der damaligen Zeit kam ich auch noch gar nicht so tief, wie heute, weil meine Stimme sehr fest und unflexibel war. Meine Höhe ist inzwischen freier und offener, dafür komme ich momentan nicht höher als g''', dafür aber Legato und nicht "gepfiffen". Von daher kann ich eigentlich nur von einem Stimmumfang von Es-g''' ausgehen, das wären also 4 Oktaven und eine große Terz. Der singbare Ambitus liegt im Bereich c-g''', also 3 1/2 Oktaven, damit könnte ich immer noch alle Fächer von Kontraalt bis Koloratursopran abdecken (natürlich nicht vom Timbre her, weil ich niemals so dunkel und voll wie ein Alt oder gar Kontraalt klingen könnte). Aber zu Hause singe ich schon mal zu Zara Leander in Originallage mit, das ist Entspannung pur ;-)

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BeitragVerfasst: 31.12.2017, 18:49 
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Olympia hat geschrieben:
musicissima hat geschrieben:
HUIUIUI!!! Dann bist Du ja fast tatsächlich ein ganzes Klaver, relativ gesehen.
ES2 wäre das ES in der großen Oktav. Und welche Töne kommen unten noch mit Klang (ohne technische Verstärkung einer Popsängerin)?
ES7 oben wäre also es´´´´ in der viergestrichenen Oktav. Welcher Bereich ist unverstärkt singbar und hörbar?



Ich bin keine Popsängerin und habe bisher außer in Karaoke-Bars noch nie mit Mikrophon gesungen XD
Wie gesagt, das war der absolute Stimmumfang, die Töne unter dem kleinen es sind nicht bühnentauglich, zu leise. Ich sagte ja "summen" bzw. Lippenvibrato und dann auch randstimmig nicht vollstimmig (vollstimmig komme ich bis max. d, danach müsste ich zu sehr drücken, als dass da noch was käme. In der Randstimmfunktion (Cuperto) komme ich tiefer, aber es ist in der Tiefe zu leise, um es auf einer Bühne zu singen.

Das es'''' (Es7) war damals in einem sehr halligen, kleinen Konzertsaal, den wir als Probensaal verwendeten im Rahmen des Krifteler Pfingstworkshops 2011. Ich hatte dort mit dem Korrepetitor die Arie der Kunigunde aus Candide geprobt, es waren auch noch paar Leute anwesend, die nach mir ihre Stücke probten. Am Schluss der Arie kommt ein Lacher, der direkt an die hohe Schluss-Koloratur anschließt. Deren Spitzenton war ein es''' (Es6), der Lacher danach war exakt eine Oktave höher und hatte alle Anwesenden, einschließlich mir und dem Korreptitor, überrascht. Dieser testete dann am Flügel, was es für ein Ton war und bestätigte das viergestrichene Es. Der Ton war laut und schrill, sicher wäre er auch auf einer größeren Bühne hörbar gewesen, da hohe Frequenzen sehr tragfähig sind und es kein leises Hauchen a la Maria Carey war, sondern ein metallischer Ton mit viel Vordersitz (eigentlich fast nur noch Vordersitz XD), der aber auch sehr anstrengend für meine Stimme war. Und es war ein einmaliges Phänomen, das ich bis heute kein zweites Mal erlebt habe (und darauf auch verzichten kann).
Zu der damaligen Zeit kam ich auch noch gar nicht so tief, wie heute, weil meine Stimme sehr fest und unflexibel war. Meine Höhe ist inzwischen freier und offener, dafür komme ich momentan nicht höher als g''', dafür aber Legato und nicht "gepfiffen". Von daher kann ich eigentlich nur von einem Stimmumfang von Es-g''' ausgehen, das wären also 4 Oktaven und eine große Terz. Der singbare Ambitus liegt im Bereich c-g''', also 3 1/2 Oktaven, damit könnte ich immer noch alle Fächer von Kontraalt bis Koloratursopran abdecken (natürlich nicht vom Timbre her, weil ich niemals so dunkel und voll wie ein Alt oder gar Kontraalt klingen könnte). Aber zu Hause singe ich schon mal zu Zara Leander in Originallage mit, das ist Entspannung pur ;-)



Kannst Du also Töne bis ES (ES2 gemäß Scientific Pitch Notation bzw. große Oktav) produzieren, klangvoll aber bis c (C3 gemäß Scientific Pitch Notation oder kleine Oktav) herunter singen?
Was Zarah Leander betrifft: Sang sie wirklich tiefer als das normale g oder f (G3 oder kleine Oktav) des Alt?


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BeitragVerfasst: 31.12.2017, 23:05 
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HUIUIUI!!! Dann bist Du ja fast tatsächlich ein ganzes Klaver, relativ gesehen.
ES2 wäre das ES in der großen Oktav. Und welche Töne kommen unten noch mit Klang (ohne technische Verstärkung einer Popsängerin)?
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Ich bin keine Popsängerin und habe bisher außer in Karaoke-Bars noch nie mit Mikrophon gesungen XD
Wie gesagt, das war der absolute Stimmumfang, die Töne unter dem kleinen es sind nicht bühnentauglich, zu leise. Ich sagte ja "summen" bzw. Lippenvibrato und dann auch randstimmig nicht vollstimmig (vollstimmig komme ich bis max. d, danach müsste ich zu sehr drücken, als dass da noch was käme. In der Randstimmfunktion (Cuperto) komme ich tiefer, aber es ist in der Tiefe zu leise, um es auf einer Bühne zu singen.

Das es'''' (Es7) war damals in einem sehr halligen, kleinen Konzertsaal, den wir als Probensaal verwendeten im Rahmen des Krifteler Pfingstworkshops 2011. Ich hatte dort mit dem Korrepetitor die Arie der Kunigunde aus Candide geprobt, es waren auch noch paar Leute anwesend, die nach mir ihre Stücke probten. Am Schluss der Arie kommt ein Lacher, der direkt an die hohe Schluss-Koloratur anschließt. Deren Spitzenton war ein es''' (Es6), der Lacher danach war exakt eine Oktave höher und hatte alle Anwesenden, einschließlich mir und dem Korreptitor, überrascht. Dieser testete dann am Flügel, was es für ein Ton war und bestätigte das viergestrichene Es. Der Ton war laut und schrill, sicher wäre er auch auf einer größeren Bühne hörbar gewesen, da hohe Frequenzen sehr tragfähig sind und es kein leises Hauchen a la Maria Carey war, sondern ein metallischer Ton mit viel Vordersitz (eigentlich fast nur noch Vordersitz XD), der aber auch sehr anstrengend für meine Stimme war. Und es war ein einmaliges Phänomen, das ich bis heute kein zweites Mal erlebt habe (und darauf auch verzichten kann).
Zu der damaligen Zeit kam ich auch noch gar nicht so tief, wie heute, weil meine Stimme sehr fest und unflexibel war. Meine Höhe ist inzwischen freier und offener, dafür komme ich momentan nicht höher als g''', dafür aber Legato und nicht "gepfiffen". Von daher kann ich eigentlich nur von einem Stimmumfang von Es-g''' ausgehen, das wären also 4 Oktaven und eine große Terz. Der singbare Ambitus liegt im Bereich c-g''', also 3 1/2 Oktaven, damit könnte ich immer noch alle Fächer von Kontraalt bis Koloratursopran abdecken (natürlich nicht vom Timbre her, weil ich niemals so dunkel und voll wie ein Alt oder gar Kontraalt klingen könnte). Aber zu Hause singe ich schon mal zu Zara Leander in Originallage mit, das ist Entspannung pur ;-)



Kannst Du also Töne bis ES (ES2 gemäß Scientific Pitch Notation bzw. große Oktav) produzieren, klangvoll aber bis c (C3 gemäß Scientific Pitch Notation oder kleine Oktav) herunter singen?
Was Zarah Leander betrifft: Sang sie wirklich tiefer als das normale g oder f (G3 oder kleine Oktav) des Alt?


Ich habe mir viel von Zarah Leander angehört und meine, auf diesen Aufnahmen nie etwas tieferes als f gehört zu haben.
Aber es gibt andere Sängerinnen, die durchaus auch tiefer singen.


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BeitragVerfasst: 31.12.2017, 23:31 
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Silvieann hat geschrieben:
Ich habe mir viel von Zarah Leander angehört und meine, auf diesen Aufnahmen nie etwas tieferes als f gehört zu haben.
Aber es gibt andere Sängerinnen, die durchaus auch tiefer singen.



Also das hier ist tiefer, wenn es ein Original von Zarah Leander ist:
https://www.youtube.com/watch?v=dxGu5R3R_Lg


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BeitragVerfasst: 31.12.2017, 23:38 
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musicissima hat geschrieben:
Silvieann hat geschrieben:
Ich habe mir viel von Zarah Leander angehört und meine, auf diesen Aufnahmen nie etwas tieferes als f gehört zu haben.
Aber es gibt andere Sängerinnen, die durchaus auch tiefer singen.

Also das hier ist tiefer, wenn es ein Original von Zarah Leander ist:
https://www.youtube.com/watch?v=dxGu5R3R_Lg

Tatsächlich. Das ist mal richtig tief für Zarah Leander.


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BeitragVerfasst: 01.01.2018, 00:40 
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Silvieann hat geschrieben:
musicissima hat geschrieben:
Silvieann hat geschrieben:
Ich habe mir viel von Zarah Leander angehört und meine, auf diesen Aufnahmen nie etwas tieferes als f gehört zu haben.
Aber es gibt andere Sängerinnen, die durchaus auch tiefer singen.

Also das hier ist tiefer, wenn es ein Original von Zarah Leander ist:
https://www.youtube.com/watch?v=dxGu5R3R_Lg

Tatsächlich. Das ist mal richtig tief für Zarah Leander.



Vergleich doch einmal Leander und Pagmar:

https://www.youtube.com/watch?v=QNGDGCikxU0

https://www.youtube.com/watch?v=OpDRP6otJFc


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BeitragVerfasst: 01.01.2018, 01:51 
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musicissima hat geschrieben:
Olympia hat geschrieben:

Kannst Du also Töne bis ES (ES2 gemäß Scientific Pitch Notation bzw. große Oktav) produzieren, klangvoll aber bis c (C3 gemäß Scientific Pitch Notation oder kleine Oktav) herunter singen?
Was Zarah Leander betrifft: Sang sie wirklich tiefer als das normale g oder f (G3 oder kleine Oktav) des Alt?


Je nach Tagesform, ja kann ich ;-)
und Zarah Leander singt meines Wissens bis c, vielleicht auch tiefer, aber vieles spielt sich im Bereich der kleinen Oktave ab und ist daher tiefer als der reguläre Alt, würd ich meinen. Aber vielleicht können unsere Tieftönerinnen dazu mehr sagen?

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BeitragVerfasst: 06.01.2018, 19:17 
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musica hat geschrieben:
Es dauert manchmal Jahre, bis sich die Stimme festigt(...)Ein Lehrer sollte sich nie zu früh festlegen.....


Mein Lehrer legte sich mir gegenüber auch noch nicht fest und ich singe quasi alle Stimmlagen. Ich mag das aber sehr, wobei Sopran schon wirklich hoch ist. Ich singe aber auch gerne hoch.


Zuletzt geändert von musicissima am 13.01.2018, 18:58, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 13.01.2018, 18:57 
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Gibt es einen Unterschied zwischen Sopran mit guter Tiefe und Alt mit guter Höhe? Was sind denn normale Sopran-Höhen und Alt-Tiefen?


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BeitragVerfasst: 13.01.2018, 19:02 
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Ich würde meinen, ja. Ein Sopran mit guter Tiefe wird im Sopran glücklicher werden, weil es auf Dauer zu anstrengend ist für sie, tief zu singen. Anders herum das gleiche beim Alt - ich singe ab und an Sopran, aber weit wohler fühle ich mich im Alt. Das ist wesentlich weniger anstrengend.

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Viele Grüße
Monika


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