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 Betreff des Beitrags: Tricks zum Abgewöhnen
BeitragVerfasst: 29.05.2007, 21:25 
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Hallo,
nachdem ich hier schon einige interessante Sachen gelesen habe, muss ich nun aber doch einen Thread eröffnen, da ich leider nicht genau das gefunden habe, wobei ich ein wenig Hilfe bräuchte. Der eine oder andere hat vielleicht schon meine Vorstellung im "Neue User" gelesen. Wenn nicht, hier kurz die Vorgeschichte: Ich habe als Kind ganz gern vor mich hingesungen, aber nie eine "richtige" Einweisung erhalten. Während der Pubertät hatte ich einen wohl für Mädchen recht kräftigen "Stimmbruch", wenn man das so nennen kann. Also es war echt so, dass ich beim Singen absolut keinen Ton halten konnte und sehr geleiert hab. Das hat mich stark verunsichert, vor allem beim Singen auf Leistungskontrolle vor der ganzen Klasse. Es war wirklich schrecklich - sowohl mein Gesang als auch die Reaktionen meiner Mitschüler (Gelächter, verzogene Gesichter). In dieser Zeit hab ich mir angewöhnt, den Hals zu verkrampfen sobald die Töne meine Sprechstimmlage überschritten haben, was wie ein abgewürgter Hahn klang. Und nu hab ich den Sch***: Ich kann es mir nicht mehr abgewöhnen. Ich nehme seit 3 Monaten Gesangsunterricht und es macht mir viel Spaß. Mein Lehrer ist sehr freundlich und geduldig und er hat bereits in der ersten Stunde Töne aus mir heraus geholt, die ich nie für möglich hielt. Aber trotzdem ist noch immer diese alte Angst da, ausgelacht zu werden. Ich hatte erst ein einziges Mal einen richtig guten Tag, da hätte ich wohl jede Arie mit Leichtigkeit dahin geschmettert. :lol: Das kam aber auch nur daher, dass ich so sehr auf die Bauchatmung konzentriert war, dass ich vergessen hatte, vor den hohen Tönen Angst zu haben. *lol* Aber sonst habe ich immer das gleiche Problem: meine Halsmuskulatur verkrampft sich, der gesamte Rachenraum wird hart, ich spüre ein Ziehen im Nacken und spätestens nach einer halben Stunde bekomme ich davon Kopfschmerzen. Es ist mal stärker und schmal schwächer, aber meistens gegenwärtig. Mein Lehrer hat schon alles mögliche mit mir angestellt: Auf Knopfdruck gähnen lernen (er meinte erst nach sehr starker Anspannung kann alles entspannen), Entspannungsübungen für den ganzen Körper, die Stimme "gleiten lassen" von einer Oktave zur anderen usw. Aber ich bekomme es nicht weg. Schlimm ist es auch zu Hause (wohne im Neubaublock) wo ich weiß, dass mich alle hören können. Tief singen ist kein Problem, aber ab einer bestimmten Höhe, mache ich zu. Ich habe auch den Eindruck, dass ich zu sehr versuche, die Wörter mit dem Rachen zu formen. Ich kann es nicht anders umschreiben.
Habt ihr vielleicht noch ein paar Tipps für mich? Ich vermute, dass es in erster Linie ein psychisches Problem ist. Leider funktioniert das mit dem gedanklich ablenken nicht mehr. Das war wohl nur das Überraschungsmoment. Und dabei würde ich doch so gern mal austesten, wie weit ich komme.
Danke im Voraus. :kaffee


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BeitragVerfasst: 30.05.2007, 18:21 
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Hallo DM-Lady,

ich bin zwar keine Gesangslehrerin, kann dir deshalb auch keine Tipps in Form von Übungen geben.

Nur vielleicht einen kleinen Denkanstoß: du hast dein Problem seit deiner Pubertät, also seit etwas mehr als 10 Jahren - du bist heute 26, entnahm ich deiner Vorstellung in dem anderen Thread. Das ist eine lange Zeit, in der du dir die Verkrampfung im Hals richtig angewöhnt hast. Gib dir und deinem Körper doch jetzt einfach die Zeit, die er braucht, um wieder umzulernen! Du hast erst seit 3 Monaten Gesangsunterricht, das ist nicht viel! Es kann sehr sehr lange dauern, bis man sich falsch Antrainiertes wieder abgewöhnen kann, noch dazu, wenn es mit so einer psychischen Belastung einhergeht, wie bei dir. Du kannst doch schon auf wunderbare Erfolge im Gesangsunterricht blicken: du hast es gleich in der ersten Stunde geschafft, Töne zu singen, die du nie für möglich gehalten hattest. Zum anderen hast du ganz hohe Töne von dir gegeben ohne Krampf, weil du dich auf die Bauchatmung konzentriert hast! Das sind doch schon mal wunderbare Ansatzpunkte, an denen du weiterarbeiten kannst. Denn das bedeutet doch, dass du es KANNST! Aber nach so kurzer Zeit des Unterrichts kannst du diese tollen hohen Töne natürlich noch nicht bewusst reproduzieren, das ist aber völlig normal. Es braucht bei jedem Gesangsschüler viel Zeit und Geduld und viel Hineinspüren in den Körper, um zu lernen, WIE man es machen muss.

Bitte habe viel Geduld mit dir, es geht eben nicht von heute auf morgen, aber du bist auf einem guten Weg. Versuche doch mal, das Positive zu sehen und zu verstärken und das Negative, das was noch nicht klappt, einfach auch als Teil von dir anzunehmen, dem du aber einfach nicht so viel Aufmerksamkeit schenken solltest. Ab und zu ist dein Körper verkrampft - na und ? Merk' dir das Körpergefühl, wenn du NICHT verkrampft bist und versuche, damit weiterzukommen.

Viel Erfolg, und bleib' dran :dafür:

Gruß, Orphenica


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BeitragVerfasst: 30.05.2007, 19:06 
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Auf keinen Falls Angst vor hohen Tönen haben - die sind im Grunde genommen wie die anderen auch. Und kein Mensch erwartet, dass sie nach drei Monaten GU schon perfekt sind.

Was die Nachbarn angeht - denkt Dir einfach, dass die noch schlimmer dran wären, wenn Du Trompete lernen würdest :lol:

Was allgemeine Entspannungsübungen angeht, da kann ich Dir die Progressive Muskelentspannung empfehlen (das ist vermutlich das, was Dir Dein GL mit "erst nach Anspannung kann man richtig entspannen" beibringen will). Mir hilft es gut, es braucht allerdings einiges an Übung.

LG
mezzo


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BeitragVerfasst: 31.05.2007, 09:12 
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Hallo ihr beiden! :n99:
Tja, ich denke ununterbrochen an diesen einen magischen Tag an dem ich klang wie eine echte Opernsängerin. :lol: Ich erinnere mich noch genau an das Gefühl. Es war als würden mir 1000 Blubberblasen den Hals hinauf steigen. Wahrscheinlich will ich das so sehr wieder haben, dass ich mich total verkrampfe. Aber ihr habt recht. Ich hatte auch den Eindruck, dass die besseren Tage bisher eher Zufallstreffer waren und ich noch nicht in der Lage bin, es bewusst wieder herzuleiten.
Es ist ja auch nicht so, dass ich gar keine Fortschritte gemacht hätte. Ich stehe ich nicht mehr kurz vorm Kreislaufkollaps sobald ich das Haus meines Lehrers betrete; wenn mal ein schiefer Ton rauskommt, habe ich nicht mehr das Verlangen im Erdboden zu versinken; ich klinge nicht mehr wie ein Piepsmäuschen und mache den Mund richtig auf; ich erstarre nicht mehr zur Salzsäule beim Singen, sondern bewege mich dabei; und es hat sich bereits ein richtig schönes Vibrato heraus gebildet. Das alles hat natürlich gefördert, dass meine Stimme jetzt viel besser klingt, wodurch ich wiederum einiges an Selbstvertrauen gewonnen habe.

Bisher hat sich eigentlich von meinen Nachbarn auch noch keiner beschwert, dass ihn mein Gesinge stört. Die, die über mir wohnen machen auch viel musikalischen Lärm. Die Tochter spielt Gitarre und die Mutter trällert rum. Die Angst geht eher von mir aus. Ich war mal vor ein paar Wochen bei meinen Eltern (sie leben auf dem Land) und bin mit dem Hund im Wald spazieren gegangen. Dort dachte ich: "Hier bin ich ganz allein und keiner kann mich hören. Jetzt singe ich einfach mal." Es war ganz wunderbar und bis auf ein paar kleine Verkrampfungen, die sich schnell gelöst haben, war das einer meiner besten Tage. Doch dann sah ich in der Ferne einen Mann. Er war nicht mal in Rufweite. Aber in dem Moment war's aus. :ruhe:
Seitdem übe ich das Singen vor anderen ein wenig. Mal vor meinem Partner, mal vor meiner Schwester oder meiner besten Freundin. Nix schwieriges, nur ein paar einfache kleine Lieder. Einfach um mich daran zu gewöhnen. Vielleicht kann ich so auch meine Hemmungen überwinden.


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BeitragVerfasst: 31.05.2007, 09:34 
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Hallo DM-Lady,

das mit dem Verspannen kenne ich.... ich habe seit 1 1/2 Jahren Unterricht (war auch 26, als ich angefangen habe), und ich war hin und weg, als ich nach ein paar Wochen mein erstes e2 gesungen habe und kurz danach ein f2 - das hätte ich so schnell nie für möglich gehalten.

Später kam dann auch ein g und ein a dazu; aber das war lange Zeit (d.h. ist manchmal jetzt noch) Glückssache. Bzw. tagesformabhängig. Und in der Literatur geht es auch noch nicht so hoch (da ist ein e2 schon viel - und ich habe es oft erlebt, daß ich in den Übungen ohne Probleme ein f2 gesungen habe und danach in meinem Stück beim d2 zu kämpfen hatte).
Dabei singe ich eigentlich ganz gerne in der Höhe..... naja, jetzt, so langsam, werde ich die Verspannungen los; aber das hat wirklich über ein Jahr gedauert. Meine Lehrerin versucht allerdings schon, noch weiter in die Höhe zu gehen, und sie meint sogar, meine Stimme entwickelt sich nach oben - und in diesen neuen Höhen sind dann natürlich wieder Verspannungen da.
Ich denke, oh, ein hoher Ton - und es ist aus....

Ich hatte auch nach ein paar Wochen zum ersten Mal ein "war das wirklich meine Stimme?"-Erlebnis.... dann ein paar Wochen später wieder.... und seitdem - eigentlich nicht mehr. Allerdings merke ich seit ein paar Wochen, daß ich wieder richtige Fortschritte mache.
Meine Lehrerin sagt immer, daß ich zwischendurch immer richtig schöne Töne singe. Und daß diese schönen Töne mit der Zeit immer häufiger werden.

Ich mag es auch nicht so gerne, wenn mich jemand hört.... wenn z.B. die Nachbarn im Garten sind, mag ich auch nicht singen (obwohl ich ziemlich sicher bin, daß man mich so oder so auf der Straße hört). Oder wenn ich mal unten im Wohnzimmer übe, und jemand kommt nach Hause - dann ist auch meistens Schluß. (Aber vielleicht auch, weil ich keine Lust habe, daß dann irgendwelche nervigen Sprüche kommen oder sowas wie "na, wann singst du uns denn mal etwas vor?")
Oder auch, wenn ich schlecht drauf bin oder mich irgendetwas beschäftigt - dann kann ich auch nicht singen.
Bei meiner GL stört mich das komischerweise gar nicht, wenn ich weiß, daß da noch jemand zuhause ist (und mich auch hören kann). Wahrscheinlich, weiß ich weiß, daß jeder dort an Schüler gewöhnt ist, die es nicht so gut können wie meine GL.

LG
Sista Valsen
(mein Nick kommt auch von meiner Lieblingssängerin; "Sista valsen med dig" ist ein Lied von ihr)


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BeitragVerfasst: 31.05.2007, 12:16 
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Hallo Sista! :welcome:

Du sprichst mir echt aus der Seele. Genau so geht es mir auch. Mein Lehrer hatte mich anfangs - zu meinem Erschrecken - als Mezzosopran eingestuft. Ich hielt mich eher für ein Alt. Mittlerweile ist er überzeugt, ich bin ein Sopran und versucht immer mal mich in die Höhe zu bringen mit den Gesangsübungen. Aber ich behalte seine Hände kritisch in den Augen wenn er sie über die Klaviertastatur bewegt. :verdacht Bis etwa g ist alles okay. Geht er darüber hinaus, bekomme ich Herzrasen, meine Atmung flacht ab und mir bricht der kalte Schweiß aus. Eben auch: Oh Gott, ein hoher Ton. :lol: Dabei war ich an meinem tollen Tag schon bei g2 und habe selber gemerkt, dass mir das noch super leicht fiel und ich es sehr angenehm fand. Ich wäre sicher noch ein ganzes Stück drüber hinaus gekommen. Auch mein Lehrer meinte, da ist noch eine halbe bis eine Oktave drin. Leider war die Stunde an der Stelle zu Ende (wir hatten bereits etwas überzogen) und die nächste Schülerin wartete schon.

Der Gedanke, dass die Familie meines Lehrers Gesangsschüler gewöhnt ist, hilft mir leider gar nicht. Ich versuche, zu ignorieren, dass da noch jemand im Haus rumschleicht, aber spätestens wenn ich Schritte oder Stimmen höre, ist meine wenige Entspannung flöten.

Dass du auch erst mit 26 mit dem Unterricht angefangen hast, tröstet mich ein wenig. Ich hatte schon Befürchtungen, dass es zu spät wäre in diesem Alter. Hast du vorher gesangstechnisch schon was gemacht?
Und auch, dass du noch immer nach anderthalb Jahren Ängste und Verspannungen hast, beruhigt mich ein wenig. --- Äh, okay, das klingt jetzt komisch. :lol: Aber das zeigt mir, dass ich doch nicht unnormal bin.


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BeitragVerfasst: 01.06.2007, 07:33 
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Mein Gesangslehrer ist ein echter Zauberkünstler. :bravo: Nachdem ich nun die ganze Woche beim Singen wie eine erkältete Kröte klang, hat er es gestern geschafft, mir ein b2 zu entlocken. Es klang noch ein wenig festgehalten, aber nicht unschön. :win
Ich habe gestern auch zum ersten Mal gemerkt, dass ich anfange, meine Angst, gehört zu werden, zumindest im Arbeitszimmer meines Lehrers langsam verliere. Champagner für alle! :sauf:
Vielleicht sollte ich mir einen gut abgedichteten Übungsraum suchen, wo ich mir 100%ig sicher bin, dass niemand was hört - nicht mal wenn er an der Tür lauscht. Was meint ihr?


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BeitragVerfasst: 01.06.2007, 08:45 
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nicht mehr zu rettender
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Vorname: I.
Nachname: K.
Hallo Lady,

überleg Dir das mit dem "abgedichteten Übungsraum" genau.
Es dauert ohnehin, sich seiner Technik so sicher zu werden, dass man sie in verschiedenen Räumen mit verschiedener Akustik abrufen kann und nicht zunächst einmal irritiert ist.
Insonorisierte Räume sind sehr trocken und unangenehm, ich habe da Schwierigkeiten, überhaupt meine Stimme zu finden.

Liebe Grüsse sendet Casta

_________________
La chance d'avoir du talent ne suffit pas ; il faut encore le talent d'avoir de la chance.
Hector Berlioz


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BeitragVerfasst: 01.06.2007, 09:27 
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hallo lady,

tu doch einfach so, als wäre es dir völlig (absolut, total) egal, ob dich jemand beim üben hört und konzentriere dich nur auf deine übungen etc.
nach einer weile wird es dir dann auch tatsächlich rel. egal sein.
hat sich bei mir (ich hatte während meiner ausbildung versch. übungsräume, aber alle mit "mithörern" und war von anfang an rel. laut, also für alle gut zu hören :n118: ) und auch bei etlichen meiner schüler bewährt.
außerdem mindert das auch den späteren auftrittsstreß, weil man etwas von diesem "es darf mich nur dann jemand hören, wenn ich absolut perfekt singe" wegkommt (und selbst berühmte opernsänger singen oft alles andere als perfekt, wie auch auf cd`s immer wieder zu hören ist). und diese lockerheit beim singen führt dann viel schneller zum guten singen als dieses "perfekt" sein wollen. es kann die ausbildung (bei entsprechender begabung) durchaus um mehrere jahre verkürzen.

liebe grüße
kaja


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BeitragVerfasst: 01.06.2007, 10:20 
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Das mit dem Ignorieren funktioniert leider überhaupt nicht. Das hab ich schon einige Male probiert. Ein kleiner Teil von mir neigt trotz aller Konzentration dazu, auf die Umgebung zu lauschen, also ob von irgendwo in den umliegenden Wohnungen Geräusche zu hören sind. Das führt dazu, dass ich die Stimme festhalte um nicht zu laut zu werden (sonst höre ich ja nix). Dann verkrampfe ich und komme nicht hoch, oder ich drücke zu fest und werde davon heiser. Ich weiß ja, dass es von ganz allein klappen würde wenn ich meine Angst, schlecht zu klingen, ablegen würde. Es ist so ein richtiges Ringelreihen damit. :tanzen
Aber vielleicht muss ich es einfach immer weiter probieren. Was denkst du?

@Casta:
Da hast du wohl recht. Den Unterschied merke ich schon allein zwischen meinem Wohnzimmer und dem Arbeitszimmer meines Lehrers. Die Zimmer sind fast gleich groß und ähnlich geschnitten. Aber es klingt alles ganz anders. Vielleicht ist es doch keine so gute Idee.


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BeitragVerfasst: 01.06.2007, 20:39 
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Ich habe ja den Eindruck, dass das Mädchen, das über mir wohnt, mich ärgern will. Ich hab heute seit langem mal wieder intensiv zu Hause geübt - das erste Mal seit drei Wochen. :oops: (Nicht, dass ich sonst nix gemacht hätte - ich hab leise ein paar Lieder gesungen.) Zuerst war alles ganz ruhig oben. Kaum hab ich jedoch angefangen mich einzusingen, fing es oben an zu poltern. Das ist jedes Mal so wenn ich lauter als Zimmerlautstärke übe. Das lässt sich aber nun mal nicht vermeiden. Und jedes Mal - egal zu welcher Uhrzeit oder an welchen Tagen - fängt sie oben an rumzutrampeln. Normalerweise hätte mich das total verunsichert. Aber heute war ich wohl noch sehr beschwingt von meinem gestrigen Ergebnis. Ich dachte: "Dir zeig ich's!" Also hab ich minutenlang extra kräftig zwischen e2 und g2 geträllert. :pfeif: Irgendwann hat sie aufgegeben. *g*
Aber das stinkt mich an. Letztens sprach mich sogar ihre Mutter an, ich solle mich nicht irritieren lassen, weil ihre Tochter an die Heizung geklopft hätte. Das hab ich zwar nicht gehört, aber das ist doch total dreist. :n180: Das Mädchen fängt nachts um 22 Uhr an Gitarre zu spielen. Ich bleibe wenigstens in vernünftigen Zeiten mit meinem Übungen. Wenn einer das Recht hätte, sich aufzuregen, dann ja wohl ich.


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BeitragVerfasst: 01.06.2007, 20:59 
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So'n Maedel hatte ich auch mal unter mir wohnen, als ich noch an der Uni war. Das war aber eigentlich eher belustigend und daher ungemein entkrampfend, weil die immer gegen mich "ansang".
Also so nach dem Motto: Ich fing an zu singen, und da ihr das wohl irgendwie auf den Zeiger ging (kann ich ja teilweise auch verstehen, Vokalisen hoeren sich nicht immer unbedingt schoen an :oops: ), sang sie dann bosnische Volksweisen in voller Lautstaerke. Ich fand das klasse und habe sie irgendwann drauf angesprochen, dass sie aber tolle Melodien singt, ob sie mir die beibringen koenne, ich sei sehr an Weltmusik interessiert (stimmt uebrigens wirklich!)? Seitdem war Ruhe :lol:

Nun kann da nicht jeder so mit umgehen, das weiss ich auch, aber ein stueckweit hilft diese Einstellung - vielleicht fragst Du sie das naechste Mal mal, ob sie nicht Lust hat, Dich auf der Gitarre zu begleiten, Du koenntest sie immer so schoen spielen hoeren. Ich wette, die ist dann ruhig ...

Das Selbstbewusstsein kommt mit der Zeit, ich selbst z.B. habe Hemmungen eben gerade duch das Singen ueberwunden. Ich hatte auch immer Angst, es klingt vielleicht nicht so schoen, aber ich bin dann immer oefter von Leuten um mich rum geradezu ermuntert worden, und das war wie eine selffulling prophecy. Du darfst nicht vergessen: Die meisten Leute nehmen doch ueberhaupt keinen Gesangsunterricht, die finden das in aller Regel nicht schrecklich, wenn jemand seine Stimme ausbilden laesst, sondern toll. So musst Du das sehen: Du kannst was, was andere nicht koennen oder sich selbst nicht trauen...

:n2:


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 01.06.2007, 21:16 
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:lol: Ja, die Idee hatte ich auch schon mal, sie aufzufordern, mich zu begleiten auf ihrer Gitarre. Aber was wenn sie ja sagt? :grübel
Diejenigen, denen ich bisher davon erzählt haben, waren auch ganz begeistert und meinten immer gleich: "Sing doch mal was!" :d_neinnein: Ich sag dann immer: "Ich bin nicht eingesungen. Da klingt das nicht gut." Ist doch ne tolle Ausrede. :n182:


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 01.06.2007, 21:26 
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Ich hatte mal einen Schlagzeuger über mir. Da war das mit der Begleitung wohl nicht gegeben. Wir haben uns aber auf Zeiten geeinigt, da auch er froh war "ungestört" spielen zu dürfen. Dazu kam noch, er war bei der benachbarten Freiwilligen Feuerwehr und stiefelte bei Alarm auch mitten in der Nacht mit krawumm durchs Treppenhaus, was ja wohl notwendig war, es war somit recht lebhaft.

LG rugero :n30:


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 01.06.2007, 22:05 
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Okay, Feueralarm sehe ich ein. Da kann man nicht auf Zehenspitzen hinaus schleichen. :schlaumeier:


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 02.06.2007, 22:55 
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Hallo DM-Lady,

sorry, daß ich erst jetzt antworte - wenn ich nicht sofort auf einen Beitrag antworte, vergesse ich es....

DM-Lady hat geschrieben:
Mein Lehrer hatte mich anfangs - zu meinem Erschrecken - als Mezzosopran eingestuft. Ich hielt mich eher für ein Alt. Mittlerweile ist er überzeugt, ich bin ein Sopran und versucht immer mal mich in die Höhe zu bringen mit den Gesangsübungen


Ich dachte auch immer, ich bin ein Alt. Meine Lehrerin meinte schon in der ersten Stunde, da geht noch mehr - und inzwischen scheint sie auch damit zu rechnen, daß ich zum Sopran werde. Am Anfang wollte ich unbedingt wissen, was ich bin; aber inzwischen habe ich es damit nicht mehr eilig - ich warte einfach ab, was passiert. In der Stunde gestern hat sie mich bei den Übungen bis zum b2 gekriegt (oder war das sogar ein h? weiß ich gar nicht mehr) - und dann in der Literatur habe ich mal wieder beim e Schwierigkeiten gehabt.... :roll:


DM-Lady hat geschrieben:
Der Gedanke, dass die Familie meines Lehrers Gesangsschüler gewöhnt ist, hilft mir leider gar nicht. Ich versuche, zu ignorieren, dass da noch jemand im Haus rumschleicht, aber spätestens wenn ich Schritte oder Stimmen höre, ist meine wenige Entspannung flöten. ..


So ist das bei mir zuhause - sogar wenn mein Bruder da ist, und als er noch hier gewohnt hat, hat man seine E-Gitarre immer im ganzen Haus gehört, wenn er im Keller seine Verstärker aufgedreht hat.... (er würde sich also kaum an Gesangsübungen stören; oder wenn ich etwas ausprobiere, das noch nicht so toll klingt). Bei meiner Lehrerin ist das komischerweise anders. Allerdings sind wir meistens tatsächlich alleine im Haus - aber einmal war z.B. ein Handwerker da; zwar im Garten, aber hören konnte der mich natürlich trotzdem. Das hat mich nicht gestört - aber als wir kurze Zeit vorher Handwerker hier hatten, mochte ich nicht singen, so lange die da waren.


DM-Lady hat geschrieben:
Hast du vorher gesangstechnisch schon was gemacht?.


Nicht wirklich.... mal kurze Zeit im Kinderchor (aber nur ein paar Monate, dann sind wir umgezogen), und in der 9. Klasse mal kurz in der Musical-AG (aber auch nicht lange; wieder ein Umzug). Ansonsten nur zuhause; mal mehr, mal weniger. Und gerade die Monate, bevor ich mit dem Unterricht angefangen habe, waren so eine "Weniger"-Zeit... das hat sich dann natürlich schnell geändert. :n3:

DM-Lady hat geschrieben:
Und auch, dass du noch immer nach anderthalb Jahren Ängste und Verspannungen hast, beruhigt mich ein wenig. --- Äh, okay, das klingt jetzt komisch. :lol: Aber das zeigt mir, dass ich doch nicht unnormal bin.


Ich glaube, ich weiß, wie Du das meinst.... :lol: Allerdings bin ich da in manchen Dingen etwas empfindlicher als andere Leute.... andererseits war ich selbst überrascht, wie schnell ich mich im GU und bei meiner Lehrerin wohlgefühlt habe (normal wäre gewesen, wenn die ersten paar Stunden Zitterpartien gewesen wären - aber das war nichtmal die erste Stunde (d.h. die ersten paar Minuten schon, aber dann war es okay)).

Das mit dem schalldichten Raum habe ich auch schon mal überlegt.... ich meine, im Moment wohne ich in einem Haus; aber in einer Wohnung, wo die Nachbarn mich hören können, würde ich auch die Krise kriegen. Aber vielleicht ändert sich das ja noch.... (vielleicht sollte ich mitten in eine Großstadt ziehen; da ist ja immer Lärm *gg*).


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 03.06.2007, 09:28 
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Wie wäre es wenn du dann immer gleich deine Antworten schreibst? :n151:

Als ich am Donnerstag beim Unterricht war, hat mich die Anwesenheit der Frau meines Lehrers zum ersten Mal nicht wirklich gestört. Viel mehr war es so, dass sie mir geholfen hat. Während ich versuchte, auch noch die letzten Verspannungen in meinem Hals los zu werden, hörte ich sie unten mit Geschirr hantieren. Mir ging durch den Kopf, dass sie wohl Abendbrot macht und was es wohl schönes gibt. Das hat mich einen Moment lang so abgelenkt, dass die Verspannungen von allein weg waren. Daher dann auch das lässige b2. :lol:

Da fällt mir ein, woran merkt man denn, dass man sein Ende erreicht hat von der Tonhöhe her? Weil die Stimme partout nicht höher will oder weil man sehr kräftig drücken muss um wenigstens eine Nuance weiter zu kommen oder weil nichts als heiße Luft rauskommt und nicht mal mal der Hauch eines Tones? Wenn man trotzdem mit aller Macht weiter hoch will, kann es passieren, dass die Stimmbänder einfach reißen?

Ja, mir ist auch aufgefallen, dass ich bei den reinen Übungen besser klar komme mit der Höhe als wenn ich dann richtige Lieder singe. Da kommt dann ins Spiel, dass ich den Eindruck habe, beim Formen der Worte verschließt sich auch mein Rachen ein wenig, wodurch es irgendwie abgehackt klingt. Wenn ich Lieder höre, die sehr in die Höhe gehen, achte ich am genauesten auf die Artikulierung der Sängerinnen. Bei denen habe ich auch manchmal den Eindruck, dass sie ein wenig zu kämpfen haben. Oder habe ich einfach eine falsche Vorstellung davon wie die Stimme klingen muss wenn sie hoch ist und gleichzeitig nicht nur ein Vokal sondern ein komplettes Wort gesungen werden muss?

Ich glaube, Großstädter sind genau so pingelig was die Ruhe angeht wie Leute vom Land. Vieles können sie zwar nicht beeinflussen, aber bei dem, wo es geht, sind sie sehr hinterher. :roll:


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 03.06.2007, 10:31 
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DM-Lady hat geschrieben:
Wie wäre es wenn du dann immer gleich deine Antworten schreibst? :n151:


:lol: Naja, immer geht das nicht - wenn ich z.B. schnell nochmal ins Forum schaue, bevor ich weg muß, und dann ist da ein Beitrag, auf den ich eine längere Antwort schreiben könnte.... dann denke ich, okay, dazu schreibe ich heute abend was, wenn ich Zeit habe - und dann vergesse ich es (oder bin zu müde, um etwas gescheites zusammenzukriegen). :lol: Und dann antworte ich irgendwann Tage später, oder gar nicht mehr..... :pfeif:

DM-Lady hat geschrieben:
Als ich am Donnerstag beim Unterricht war, hat mich die Anwesenheit der Frau meines Lehrers zum ersten Mal nicht wirklich gestört.


Hey, das ist doch schön! Vielleicht funktioniert das ja jetzt öfter, und wenn nur, weil Du sie inzwischen auch ein bißchen kennst; Du kennst die Atmosphäre in dem Haus etc. - ich glaube, das ist es bei mir auch ein bißchen. Und daß meine Lehrerin drei kleine Kinder hat - und ich fühle mich immer wohl, wenn ich in ein Haus komme und man sieht, daß da Kinder wohnen.

Ablenken ist aber glaube ich auch ganz gut - ich versuche das manchmal mit Bewegung; also beim Singen ein bißchen herumlaufen; oder irgendeine Handbewegung; beim höchsten Ton ein Stück in die Knie gehen - sowas eben, damit man nicht mehr so viel denkt. Funktioniert aber auch nicht immer (allerdings denke ich sowieso immer zuviel; nicht nur beim singen).

DM-Lady hat geschrieben:
Ja, mir ist auch aufgefallen, dass ich bei den reinen Übungen besser klar komme mit der Höhe als wenn ich dann richtige Lieder singe.


Meine Lehrerin sagt, das Problem hat jeder.... ich habe ja so die ersten vier Wochen nur Übungen gesungen, und dann hat meine Lehrerin ein einfaches Stück rausgesucht - "We shall overcome". Und ich bin erstmal verzweifelt - meine Atmung hat kaum für eine Zeile gereicht (das war wohl einfach eine Frage der Kondition), den höchsten Ton habe ich auch nicht gut hinbekommen (obwohl ich in Übungen doch etwas höher kam) - echt, zuhause beim Üben habe ich die Krise gekriegt und dachte, was mache ich denn jetzt schon wieder alles falsch. Dann habe ich das in der nächsten Stunde meiner Lehrerin erzählt - und sie meinte, sowas ist am Anfang ganz normal.

Hm, mit Höhen kenne ich mich auch nicht so gut aus. Bei mir ist es in der Höhe (also so ab a2) manchmal so, daß ich das Gefühl habe, irgendetwas in mir "will" nicht - und meine Lehrerin meint, das liegt daran, daß diese Höhe einfach ungewohnt ist. Eine Grenze habe ich da wohl noch lange nicht - aber ich glaube schon, daß man das irgendwie merkt..... und dann gibt es ja auch noch den Unterschied zwischen Tönen, die man "kriegt" - und Tönen, die man wirklich singen kann.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 03.06.2007, 12:17 
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Sista Valsen hat geschrieben:

DM-Lady hat geschrieben:
Ja, mir ist auch aufgefallen, dass ich bei den reinen Übungen besser klar komme mit der Höhe als wenn ich dann richtige Lieder singe.


Meine Lehrerin sagt, das Problem hat jeder.... ich habe ja so die ersten vier Wochen nur Übungen gesungen, und dann hat meine Lehrerin ein einfaches Stück rausgesucht - "We shall overcome". Und ich bin erstmal verzweifelt - meine Atmung hat kaum für eine Zeile gereicht (das war wohl einfach eine Frage der Kondition), den höchsten Ton habe ich auch nicht gut hinbekommen (obwohl ich in Übungen doch etwas höher kam) - echt, zuhause beim Üben habe ich die Krise gekriegt und dachte, was mache ich denn jetzt schon wieder alles falsch. Dann habe ich das in der nächsten Stunde meiner Lehrerin erzählt - und sie meinte, sowas ist am Anfang ganz normal.

Hm, mit Höhen kenne ich mich auch nicht so gut aus. Bei mir ist es in der Höhe (also so ab a2) manchmal so, daß ich das Gefühl habe, irgendetwas in mir "will" nicht - und meine Lehrerin meint, das liegt daran, daß diese Höhe einfach ungewohnt ist. Eine Grenze habe ich da wohl noch lange nicht - aber ich glaube schon, daß man das irgendwie merkt..... und dann gibt es ja auch noch den Unterschied zwischen Tönen, die man "kriegt" - und Tönen, die man wirklich singen kann.


@sista: Deine Lehrerin scheint eine gute Lehrerin zu sein...., auch mein GL sagt immer, dass sich die Muskulatur eben an gewisse Arten der "Tonproduktion" erst gewöhnen muss und die Höhe ist eben besonders gewöhnungsbedüftig.

Dass Töne, die in den Übungen klappten, noch lange nicht im "Ernstfall", also im Stück, funktionieren - damit kämpft sicher jeder Gesangsschüler. Und es frustriert auch alle gleich :sauf: Singt man ein Lied oder eine Arie, ist man eben mit viel mehr beschäftigt, als bei Übungen. Man beschäftigt sich mit dem Text, muss Worte in eine sinnvolle Reihenfolge bringen, kämpft mit lästigen Konsonanten, sieht im Notenbild, wie hoch man tatsächlich ist usw. usw. Abgesehen davon habe ich die Erfahrung gemacht, dass die "gefühlte" Tonhöhe auch von der Tonart abhängt, von dem zu singenden Vokal, von den zu bewältigenden Intervallen uvm.

LG
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BeitragVerfasst: 03.06.2007, 13:23 
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@Sista:
Mein erstes Lied war "The Salley Gardens". Das ist ein irisches Volkslied, glaube ich. Auf jeden Fall ein Volkslied. Falls du es nicht kennst, der höchste Ton ist ein c2, was ja bereits ein wenig außerhalb meines "Alles-okay-Bereichs" liegt. Daran bin ich auch schier verzweifelt. Denn nur kurz vorher war ich ja schon eine halbe Oktave weiter oben gewesen und hier hatte ich schon mit g und h zu kämpfen. Ich habe so besessen versucht, die richtigen Töne zu treffen, dass ich mich dabei total verkrampft habe, wodurch es erst recht daneben ging.

Mein Lehrer meinte auch schon öfter zu mir, ich soll mir abgewöhnen so viel nachzudenken beim singen. Er kann förmlich sehen wie es hinter meiner Stirn arbeitet. :lol: Absichtlich ablenken klappt leider nicht so gut. Das muss ich wohl noch trainieren. Nur wenn es überraschend ist, wie das Klappern des Geschirrs, funktioniert es einige Augenblicke lang.
Du gehst in die Knie bei hohen Tönen? Ich stelle mich dann immer auf die Zehenspitzen um den Ton noch etwas weiter zu schieben. *lach*

@mezzo:
Ja, mein Lehrer hat mir auch gesagt, dass die Muskulatur sich erst an diese fremden Bewegungen gewöhnen muss und ich nicht immer so ungeduldig sein soll :oops: Ist ja auch irgendwie logisch. Jemand, der mit Gewichte stämmen anfängt, kann auch nicht gleich 50 kg anheben. :schlaumeier: Aber bis diese Einsicht mal durchdringt ... :n95:
Also muss sich mein Gehör erst daran gewöhnen, dass ein gesungenes Wort nicht genau so aus dem Hals "heraus schwebt" wie ein Vokal, denn durch das Formulieren der Konsonanten verändert sich ja auch der Mundraum immer wieder, was den ganzen Klang verändert.


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