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BeitragVerfasst: 30.07.2007, 18:22 
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DM-Lady hat geschrieben:
Na ja, letztens meinte er dann aber, als ich mal irgendeine CD zu laufen hatte, dass die das wenigstens können im Gegensatz zu mir.


HM HM, sag mal, wie alt ist das Jungchen ? Wer sowas sagt, macht auf mich aber noch einen ziemlich kindlichen Eindruck. sorry, ich will weder dir noch ihm zu nahe treten.
Ok, er mag vielleicht diese Art der Musik nicht, aber du solltest ihm klar machen, wieviel dir daran liegt, Singen zu lernen und dass er das respektieren sollte.
Und falls er das nicht kann ... :n166:

Liebe Grüße
Uralt ( deren Mann auch keine klassische Musik mag, sich aber "todesmutig" alle klassischen Konzerte und Opern anhört, bei denen ich mitsinge, einfach nur mir zuLIEBE.)


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BeitragVerfasst: 31.07.2007, 19:55 
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DM-Lady hat geschrieben:
Und dazu kommt, dass mein Lehrer in den letzten beiden Stunden daran arbeiten wollte, der Stimme mehr Klangvolumen zu verleihen. Allerdings führt das bei mir mal wieder dazu, dass ich mich total verkrampfe im Hals, wie sonst bei der Höhe. Wenn ich richtig entspannt und richtig warm bin, tritt ganz von selbst ein schönes Vibrato hervor, aber ich finde, das allein reicht nicht aus um klassischen Gesang gut klingen zu lassen.


Hallo DM-Lady

Ich glaube, wir alle haben es Dir jetzt schon immer und immer wieder gesagt: Du musst Geduld haben!
Du hast gerade mal seit einem knappen halben Jahr Gesangsunterricht und erwartest bereits eine "klassische Stimme?" :kaffee

Also hör mal, selbst wenn Du ein Wahnsinns Naturtalent wärest, das sämtliche Grundschwierigkeiten innert ein paar Wochen überfliegt (was ich aufgrund Deiner Berichte nicht annehme), braucht es uuuuungeheuer viel Zeit, bis Deine Stimme endlich mal ein wenig nach "klassisch" tönt, etwas gereift ist und Du ein "Vibrato" hinkriegen kannst, was auch immer Du Dir darunter vorstellst.
Dass Dein Lehrer bereits nach wenigen Wochen mit Dir mehr "Klang-Volumen" erarbeiten will, finde ich etwas seltsam. In Deinem Anfangs-Stadium wird doch erst mal am Stimmsitz und der Technik gearbeitet, aber doch noch lange nicht am "Klang-Volumen" (bitte korrigiert mich, wenn ich hier falsch liege).

Deshalb setze bitte Dich und Deinen Lehrer nicht dermassen unter Druck, sondern rechne zuerst mal in Monaten und Jahren:
In zwei Jahren hast Du hoffentlich mal eine sichere Intonation, d.h. Du singst nicht mehr zu tief oder zu hoch. Vielleicht kommt das auch schon eher oder Du hast eine leichte Stimme, die mit der Intonation schneller klarkommt.
Ich brauchte mit meiner schweren, grossen Stimme 5 Jahre, bis ich sie endlich mal im Griff hatte und nicht mehr zu tief sang. Mag sein, dass dies bei Dir schneller geht. Ich wünsche es Dir! :n2:

Nach diesem Anfang kommt dann langsam die "klassische Stimme" zum Vorschein, d.h. man kann Kopf- und Bruststimme mischen, es entwickelt sich ein Timbre, die Stimme klingt rund und schön. Auch das dauert nochmals 3 - 4 Jahre, bis das alles wirklich sitzt und zwischen 50 - 80% abrufbar ist (zu 100% abrufbar kriegen es vermutlich nicht mal Berufssänger hin, auch die haben gute und schlechte Tage).

Ich will Dir damit nicht den Mut nehmen, aber Dir etwas die Dimensionen aufzeigen, die ein Amateur einrechnen muss, um eine annehmbare, klassische Stimme zu entwickeln.
Natürlich gibt es Stimmen, die schneller so weit sind, ich kann Dir hier nur aus meiner eigenen Erfahrung berichten, da ich wirklich eine "faule Schülerin" war... na ja, ich war zu 100% berufstätig mit vielen Auslandsreisen, vielen Hobbys, Sport, usw.
Wenn ich fleissiger gewesen wäre, hätte ich bestimmt schnellere Fortschritte erzielt, aber ich will Dir damit nur zeigen, dass wir im Gesangsunterricht von Monaten und Jahren reden, nicht von ein paar popeligen, wenigen Tagen oder Wochen.

Also, mach weiter fleissig Deine Gesangsübungen, verzweifle nicht, sondern arbeite an Deinem Körper, damit der sich entwickelt und die Abläufe sich automatisieren.
Aber hadere nicht ständig mit Dir, weil Du nach ein paar wenigen Gesangsstunden noch keine Königin der Nacht singen kannst.

Viel Glück und alles Gute!
Romilda


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BeitragVerfasst: 02.08.2007, 09:39 
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@Uralt:
Er ist 30. Sein Problem ist, dass er nicht versteht, dass es nicht ausreicht, einmal die Woche zum Unterricht zu gehen und sonst gar nichts zu machen. Er hat mich auch schon mal gefragt, wie lange mein "Gesangs-Kurs" noch geht. Er hält das ganze scheinbar für einen Volkshochschulkurs. Als ich ihm von euch erzählt habe, dass ihr teilweise schon seit vielen Jahren Unterricht nehmt, hat er ganz schön blöd gekuckt.
Andererseits hat er schon ein paar mal zu mir gesagt, dass er froh ist, dass ich endlich ein Hobby gefunden habe, bei dem ich länger bleibe.
Ich weiß, dass es hier rüber kommt als wäre er ein totaler Idiot und ihr wahrscheinlich nicht versteht, wie ich mit ihm auskomme. Also es kommt höchst selten vor, dass er irgendwas in der Richtung sagt. In dem ganzen halben Jahr war es vielleicht 5 oder 6 mal. Das muss ich schon zu seiner Verteidigung sagen. Aber mich bedrückt das eben sehr, weil ich dabei ziemlich empfindlich bin.

@Romilda:
Dass ich die Königin der Nacht nicht singen kann, weiß ich selber. Das werde ich wohl nie können, weil ich kein ganz hoher Sopran bin. :n152:
Mein Lehrer hat mal zu mir gesagt, er unterrichtet niemals strikt nach "Lehrbuch", da Gesang und Stimme nicht nach Schema F einzusortieren sind, sondern alles völlig individuell ist. Somit stimmt er seine Unterrichtsstunden auch einfach darauf ab wie der Schüler drauf ist.
Da ich ihn nun schon ein bißchen kenne, denke ich, dass es auch einfach daran liegt, dass er generell eher ein chaotischer Mensch ist und in seinem Leben selten einer festen Struktur gefolgt ist. Und so läuft auch sein Unterricht ab. Er entscheidet relativ spontan was wir machen wollen. Wenn ich ihm sage, ich bin heute so aufgebracht, dann machen wir einfach ein paar Entspannungsübungen. Wenn wir beim Einsingen merken, dass ich super drauf bin, versucht er, meine Stimme, um es mal zu testen, so weit wie möglich in die Höhe zu treiben. Und wenn ich ihm sage, hoch singen ist mir heute zu anstrengend, arbeiten wir in tieferen Bereichen an unterschiedlichsten Details. Es ist allerdings nicht so, dass ich reingehe und sage: "Ich will so schnell wie möglich vorwärts kommen und will heute das machen." :d_neinnein: Er ist der Lehrer und nicht ich.

Dein ungefähres Zeitschema ist sehr interessant, muss ich sagen. Obwohl es sich um Jahre handelt, beruhigt es mich irgendwie, denn so weiß ich wieviel noch vor mir liegt. Ich lebe gern in Zeitfenstern. :n110:
Aber ich sag's noch mal: Bei meinem Posting von vor ein paar Tagen ging es nicht darum, dass meine Stimme so schnell wie möglich voluminös klingen soll, sondern dass ich sie so unschön fand und dass ich wieder mit Verkrampfungen zu kämpfen hatte, obwohl ich das nun eigentlich hinter mir gelassen hatte - dachte ich zumindest.


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BeitragVerfasst: 02.08.2007, 10:26 
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DM-Lady hat geschrieben:
@Uralt:
Er ist 30. Sein Problem ist, dass er nicht versteht, dass es nicht ausreicht, einmal die Woche zum Unterricht zu gehen und sonst gar nichts zu machen. Er hat mich auch schon mal gefragt, wie lange mein "Gesangs-Kurs" noch geht. Er hält das ganze scheinbar für einen Volkshochschulkurs. Als ich ihm von euch erzählt habe, dass ihr teilweise schon seit vielen Jahren Unterricht nehmt, hat er ganz schön blöd gekuckt.
Andererseits hat er schon ein paar mal zu mir gesagt, dass er froh ist, dass ich endlich ein Hobby gefunden habe, bei dem ich länger bleibe.
Ich weiß, dass es hier rüber kommt als wäre er ein totaler Idiot und ihr wahrscheinlich nicht versteht, wie ich mit ihm auskomme. Also es kommt höchst selten vor, dass er irgendwas in der Richtung sagt. In dem ganzen halben Jahr war es vielleicht 5 oder 6 mal. Das muss ich schon zu seiner Verteidigung sagen. Aber mich bedrückt das eben sehr, weil ich dabei ziemlich empfindlich bin.
.


Liebe DM-Lady,
ich denke nicht, dass er ein Idiot ist, er scheint nur nicht zu verstehen, dass singen lernen kein "Hobby" ist, wie andere. Alle Hobbys, bei denen man eine Technik lernen muß, brauchen mehr Zeit und Geduld.

Liebe Grüße
Uralt


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BeitragVerfasst: 02.08.2007, 14:39 
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DM-Lady hat geschrieben:
Aber ich sag's noch mal: Bei meinem Posting von vor ein paar Tagen ging es nicht darum, dass meine Stimme so schnell wie möglich voluminös klingen soll, sondern dass ich sie so unschön fand und dass ich wieder mit Verkrampfungen zu kämpfen hatte, obwohl ich das nun eigentlich hinter mir gelassen hatte - dachte ich zumindest.


Hi DM-Lady

Oh nein, diese Verkrampfungen wirst Du so schnell nicht hinter Dir lassen können...

Soll ich Dir kurz von meinen beiden letzten Gesangsstunden erzählen?

- vor drei Wochen der totale Höhenflug... nach ausgiebiger Technik, viel Arbeit in den tiefen Bereichen und ganz kurzem Antippen in die Höhe, bekam ich plötzlich Lust, auf die Frage meiner GL (sie überlässt die Auswahl der Literatur mir), mich nochmals an der Gräfin zu versuchen, "Dove sono i bei momenti", eine Arie, die es in sich hat, kann ich Dir sagen!
Ich hatte sie seit mind. 3 Jahren nicht mehr gesungen.
Zum Glück konnte ich sie mehr oder weniger noch auswendig, da ich keine Kopie für die Lehrerin mitgenommen hatte (wusste ja nicht, dass ich in meinem Wahnsinn auf die Idee käme, diese Arie zu singen)...
Es war einfach göttlich... die Arie floss mir von den Lippen wie Honig, mühelos in die Höhe, mühelos in die Tiefe, richtige Intonation, keine Anstrengung, keine Verkrampfung, nichts.
Am Ende meinte meine GL, dass ich wohl für die Gräfin geboren sei. :lol:

- Darauffolgende Stunde, also vor zwei Wochen, der völlige Tiefschlag:
Wieder Technik, sogar viel in der Höhe, dann nochmals die Gräfin: Meine Güte... schon beim E verkrampfte sich alles. Dank meiner Technik konnte ich mich zwar halbwegs retten, aber wir brachen die Uebung sehr schnell wieder ab.

Verstehst Du, was ich meine? Und dies nach 12 Jahren Unterricht! Vor solchen Tiefschlägen bist Du nie gefeit!

Es ist übrigens sehr wichtig, dass Du sofort abbrichst, wenn Du merkst, dass Du Dich verkrampfst ("Festsingen" nennt man das). Dann musst Du sofort etwas anderes machen, und ich hoffe, Dein Lehrer achtet ebenfalls darauf.

Uebrigens versuche ich jetzt ebenfalls herauszufinden, woher dieses Desaster in der letzten Stunde kam und was der Unterschied zur vorherigen Stunde war.
Momentan konzentriere ich mich auf die Bruststimme, da ich gemerkt habe, dass ich damit seltsamerweise eine mühelose Höhe erreiche, vermutlich, weil ich damit einen sehr guten Tiefstand des Kehlkopfes erreiche.

Ich hatte noch keine nächste Stunde, die kommt dann am Samstag...

Liebe Grüsse,
Romilda


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BeitragVerfasst: 02.08.2007, 15:30 
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Hallo, Romilda,

sowas kann ganz banale körperliche Ursachen haben: Weibliche Indisposition oder das Ausbrüten einer Erkältung. In diesen Fällen bestehen Einschränkungen, die mit Technik nicht voll zu beheben sind. In ersterem Fall sind ganz leichte Geläufigkeitsübungen angesagt, da überall Wasseransammlungen sind und der Stimmapparat schlecht durchblutet ist. Damit bessert sich das.

Grüße,

dola


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BeitragVerfasst: 02.08.2007, 23:19 
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hallo,

es kann auch ganz banale psychische ursachen haben.

ich erlebe es bei meinen fortgeschrittenen schülern immer wieder mal, daß sie genau dann, wenn irgendwas gut geht, es plötzlich viel schlechter singen.

es ist halt dieser effekt, daß man etwas, was gut geht beim nächsten mal genauso gut machen will.

und da man es "will" und etwas "macht", geht es nicht.
auch wenn man besonders gut singen will, geht es ja oft schief.

liebe grüße
kaja


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BeitragVerfasst: 04.08.2007, 15:54 
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@Uralt:
Na dann bin ich ja beruhigt, dass du nicht so schlecht über ihn denkst. :n110:

@Romilda:
Ist sowas nicht super deprimierend? Vor allem nach so langen Jahren des Unterrichts. Na ja, singen ist leider nicht wie Fahrrad fahren oder lesen. Wenn man das einmal kann, kann man es immer. Ich weiß bei mir leider auch nie so richtig woran es liegt. Es gibt Tage, an denen bin ich voll abgenervt und lege die tollsten Leistungen hin. Und an anderen, wo ich super drauf bin, geht gar nichts.

@kaja:
Ja, das ist irgendwie leider immer der gleiche Kreislauf - sei's im großen oder im kleinen. Aber wie ich eben an Romilda schrieb, muss ich wohl weg vom dem Gedanken, dass man beim Singen immer gleich gut ist.


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BeitragVerfasst: 05.08.2007, 22:04 
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DM-Lady hat geschrieben:
@Romilda:
Ist sowas nicht super deprimierend? Vor allem nach so langen Jahren des Unterrichts. Na ja, singen ist leider nicht wie Fahrrad fahren oder lesen.


Hi DM-Lady

Ja klar, ist das frustrierend... wenn ich fleissiger wäre und mehr üben würde, könnte ich das vermutlich auch noch mehr begrenzen, aber ganz vermeiden kann man solche Abstürze meist nicht.
Ich weiss unterdessen, woran es lag... erstens hatte ich Heuschnupfen und zweitens hatte ich meinen Kehlkopf durch ein paar blöde Uebungen vorher hochsteigen lassen, statt ihn schön dort unten zu behalten, wo er hingehört.

In der letzten Stunde ging es so so la la... nicht so ein Höhenflug wie vor drei Wochen, aber auch kein Absturz. Ich bin jetzt vorsichtig geworden, was natürlich auch wieder falsch ist! :d_neinnein:

Also, DM-Lady, mach unverdrossen weiter und verzweifle nicht... auch alte Hasen haben ihre Hochs und Tiefs!

Liebe Grüsse,
Romilda


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BeitragVerfasst: 16.08.2007, 17:38 
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Am Dienstag hatte ich wieder Unterricht, nachdem ich 5 Tage lang überhaupt keinen Ton gesungen habe. Nicht mal gesummt oder sonst was. Anfangs klang es etwas eingerostet :lol: und ich habe etwas länger gebraucht, um warm zu werden. Aber danach lief es ziemlich gut. Die Schwankungen zwischen tollen und schlechten Tagen scheinen nicht mehr ganz so extrem zu sein, also nicht mehr ein toller Tag und danach 4 Wochen lang Flaute. Es wechselt so von Woche zu Woche. Damit kann ich schon viel besser umgehen. Aber dadurch kommt bei mir so langsam ein anderer Gedanke auf. Eigentlich habe ich ja immer viel zu viel Angst gehabt, aber mittlerweile überlege ich, dass es mir zu aufwändig und auch zu teuer ist, Gesangsunterricht zu nehmen und dann nur im dunklen Kämmerlein vor mich hin zu singen. Ich bekomme irgendwie Lust, mehr zu machen. Vielleicht in einem Chor mitzusingen. Noch nicht sofort, denn ich habe das Gefühl, dass ich noch viel zu unsicher bin - sowohl innerlich als auch von der Verfügbarkeit der Stimme her. Ich kann auch nur mit Hängen und Würgen Noten lesen. Aber vielleicht klappt es in einem halben Jahr oder so schon besser. Ging es jemandem von euch ähnlich?
Muss man bei Chören sowas wie ein Vorsingen machen?


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 16.08.2007, 20:51 
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Das kommt auf den Chor an :
bei Profi-Chören oder Ensembles sicher, aber bei Laienchören meisten nicht.
Ruf den Chorleiter an, geh hin und hör dir den Chor an, dann wirst du schon merken, wenn der Funke überspringt und es dir Spaß macht.

Liebe Grüße
Uralt


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 21.08.2007, 13:43 
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Uralt hat recht, bei Laienchören gibt es normalerweise kein Vorsingen. Da geht es oft mehr um die Gemeinschaft und nicht so sehr um das Können jedes Einzelnen. Daher musst du auch nicht unbedingt Noten lesen können, denn das können viele Chorsänger nicht. Trotzdem ist es natürlich sehr hilfreich, es zu lernen :n3:


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 21.08.2007, 14:04 
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Hallo,

wag doch einfach den Schritt und hör dir einfach Chorproben div. Chöre an. Du wirst dann durch dein Bauchgefühl schon merken, wo du dich wohl fühlst und ob Dinge, die dir evt. wichtig sind, wie einsingen, Probenablauf, Gemeinschaft, Altersstruktur, wie du aufgenommen wirst, was der Chor so anbietet etc., von dem Chor erfüllt wird.

Du kannst nichts verlieren, nein nur gewinnen. Also informiere dich welche Chöre in Fragen kommen könnten und dann ab ans Telefon und rausfinden wann die Chorproben sind......

Gerade ist doch ein toller Moment, denn nach den Ferien fangen immer einige neu an bzw. die Chöre haben durch Studienbeginn o.ä. Leute verloren!

Ich drück dir die Daumen


Liebe Grüsse
Chero


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 21.08.2007, 15:40 
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Okay, danke für die Hinweise. Ich werd mal schauen was hier so angeboten wird. Da gibt es sicher einiges.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tricks zum Abgewöhnen
BeitragVerfasst: 17.10.2007, 10:35 
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So, nach langer Abstinenz bin ich mal wieder da. :n84: Ich hatte letztens ein eigenartiges Phänomen, wo ich euch mal fragen wollte, ob ihr das auch kennt. Mein Lehrer wollte ein neues Stück anfangen: "Panis Angelicus" von César Franck. Kennt das einer von euch? Er legte mir die Noten vor und ich sah (ein wenig zu meiner Erleichterung - bin noch immer etwas ängstlich), dass es in bequemer Mittellage ist, die eigentlich in den letzten Wochen kein Problem mehr für mich darstellte. Dann fragte er mich ob ich es gern mal anhören würde und spielte mir eine Aufnahme vor, die von Kiri Te Kanawi (oder so ähnlich heißt die Dame) gesungen wurde. Und da ist es passiert: Obwohl deutlich zu hören ist, dass sie sehr offen singt und keinerlei Anspannungen im Hals hat, schnürte sich mir die Kehle zu, so dass ich richtige Halsschmerzen bekam, die sich später, im Laufe des Abends, in kräftige Nackenverspannungen und Kopfschmerzen reinsteigerten. Na ja, ich versuchte jedenfalls dieses Lied zu singen, aber es war als würde ich gerade wieder meine erste Stunde nehmen. Ich war völlig verkrampft, es war in meinem Hals alles angespannt, nur die Stimmlippen nicht. Die wenige Stimme, die zu hören war, wurde total überlagert von dem Rauschen der ungenutzt entweichenden Luft. Das war vor 3 Wochen. Seitdem habe ich wieder Probleme mit allem was etwa über g2 hinaus geht. Nur zu Hause, wo ich mir ja so viel Zeit nehmen kann zum Einsingen wie ich will, löst sich nach etwa 30 bis 40 Minuten "der Knoten" und meine normale Leistung ist wieder hergestellt. Doch versuche ich mich an diesem Lied, muss ich regelrecht darum kämpfen, weiterhin so entspannt zu bleiben und meistens gelingt es mir nicht. Eigentlich finde ich das Lied sehr schön und die Sängerin singt auch sehr schön. Ich weiß nicht was passiert ist in mir, dass sich irgendwas so in mir sträubt. Habt ihr sowas auch schon mal erlebt?
Und noch eine andere Frage: Wieso funktionieren die "Trockenübungen" im Unterricht so gut, aber wenn ich dann "echte" Lieder singen will, klappt es kaum. Ich tendiere dabei dazu, den Hals eng zu machen und die Zunge anzuspannen und muss mich immer wieder darauf besinnen, locker zu lassen. Auch klingt alles sehr angestrengt und dadurch irgendwie unschön.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tricks zum Abgewöhnen
BeitragVerfasst: 18.10.2007, 23:15 
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DM-Lady hat geschrieben:
Ich hatte letztens ein eigenartiges Phänomen, wo ich euch mal fragen wollte, ob ihr das auch kennt. Mein Lehrer wollte ein neues Stück anfangen: "Panis Angelicus" von César Franck. Kennt das einer von euch? Er legte mir die Noten vor und ich sah (ein wenig zu meiner Erleichterung - bin noch immer etwas ängstlich), dass es in bequemer Mittellage ist, die eigentlich in den letzten Wochen kein Problem mehr für mich darstellte. Dann fragte er mich ob ich es gern mal anhören würde und spielte mir eine Aufnahme vor, die von Kiri Te Kanawi (oder so ähnlich heißt die Dame) gesungen wurde. Und da ist es passiert: Obwohl deutlich zu hören ist, dass sie sehr offen singt und keinerlei Anspannungen im Hals hat, schnürte sich mir die Kehle zu, so dass ich richtige Halsschmerzen bekam, die sich später, im Laufe des Abends, in kräftige Nackenverspannungen und Kopfschmerzen reinsteigerten. Na ja, ich versuchte jedenfalls dieses Lied zu singen, aber es war als würde ich gerade wieder meine erste Stunde nehmen. Ich war völlig verkrampft, es war in meinem Hals alles angespannt, nur die Stimmlippen nicht. Die wenige Stimme, die zu hören war, wurde total überlagert von dem Rauschen der ungenutzt entweichenden Luft. Das war vor 3 Wochen.


Hallo DM-Lady,

ich habe das, was du beschreibst, zwar so noch nicht erlebt, aber ich kenne schon das Phänomen, dass man Sängerinnen hört und unbewusst versucht, den Klang nachzuahmen - das geht meistens nach hinten los. Man muss sich schon auf sich selber besinnen und mit der eigenen Stimme singen, die eigene Stimme akzeptieren und diese "gesund" führen, sonst geht's nicht. Panis angelicus ist nun auch einer dieser Klassiker, die einem schon allein deshalb den Hals zuschnüren können, weil sie so bekannt und solche Tränendrüsenstücke sind. Vielleicht ist es das? Zu emotional? Hast du mit deinem Lehrer über deine Probleme mit dem Stück gesprochen? Ich würde es an deiner Stelle erst mal zur Seite legen, vielleicht etwas Bewegteres, Schnelleres singen, um dich wieder zu entspannen. Es ist grundsätzlich doch überhaupt kein Drama, wenn man sich mal bei einem Stück festsingt, besonders, wenn man noch so relativ am Anfang ist.


DM-Lady hat geschrieben:
Seitdem habe ich wieder Probleme mit allem was etwa über g2 hinaus geht.


G2 und darüber ist für mich aber keine bequeme Mittellage mehr!!! Das ist schon Sopranlage, und du brauchst dich überhaupt nicht zu grämen, wenn das mal nicht klappt, selbst wenn du Sopran bist. Man kann das nicht erzwingen, und Ungeduld hilft am allerwenigsten. Panis angelicus ist nun auch ein sehr getragenes Stück, wie hoch geht denn deine Fassung? Jedenfalls sind getragene, lange hohe Töne immer schwieriger als in Koloraturen oder Läufe eingebundene hohe Töne.

DM-Lady hat geschrieben:
Und noch eine andere Frage: Wieso funktionieren die "Trockenübungen" im Unterricht so gut, aber wenn ich dann "echte" Lieder singen will, klappt es kaum. Ich tendiere dabei dazu, den Hals eng zu machen und die Zunge anzuspannen und muss mich immer wieder darauf besinnen, locker zu lassen. Auch klingt alles sehr angestrengt und dadurch irgendwie unschön.


Das liegt m.E. daran, dass du Übungen immer nur auf einzelnen Silben (no, na, du, ... oder sowas) singt, während du in der Arie immer auch Text zu bewältigen hast, will heißen: alle möglichen bequemen und unbequemen Vokale und Konsonanten auf allen möglichen und unmöglichen Tönen. Das braucht viel Zeit und Übung und Erfahrung, bis man jeden Ton auf jedem Vokal mit jedem Konsonanten davor und danach singen kann.

Also mein Rat: Kopf nicht hängen lassen, ein anderes (bewegteres) Lied vornehmen und fleißig weiterüben.

Liebe Grüße,

Orphenica


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 Betreff des Beitrags: Re: Tricks zum Abgewöhnen
BeitragVerfasst: 19.10.2007, 10:17 
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Hallo Orphenica,

upps ... mir ist grad aufgefallen, dass ich einen Fehler gemacht habe. Ich meinte nicht g2 sondern g1 (oder auch g) ... Na ja, Noten lesen gehört leider nicht zu meinen Stärken. :n66: Aber deswegen habe ich auch von der Mittellage gesprochen. Also ab g bekomme ich Probleme.

Ja, ich habe meinem Lehrer gleich gesagt, dass sich mir der Hals zuschnürt schon beim Hören. Wir haben es trotzdem wenigstens mal probiert. Doch es ging überhaupt nicht und ich merkte, dass ich richtig bockig wurde und mir schon Tränen in den Augen brannten weil ich solche Abneigung dagegen empfand. Ich weiß leider überhaupt nicht warum. Na ja, dann meinte mein Lehrer, wir lassen es halt und probieren es vielleicht ein ein paar Monaten noch mal.
Die Version, die er mir vorgelegt hat, geht übrigens bis e2 oder f2 hoch. Ich weiß aber nicht ob das Stück, das er mir vorgespielt hat, auch in dieser Lage ist. Es erschien mir ein wenig höher.
Jetzt habe ich ihm jedenfalls ein Lied von Nightwish aufgeschwatzt, bzw. sogar zwei ("Creek Mary's Blood" und "Nemo"). Die kenne ich wenigstens und habe sie schon öfter gesungen. Da stürmt nicht mehr so viel neues auf einmal auf mich ein und ich kann mich ganz auf die Feinarbeit konzentrieren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tricks zum Abgewöhnen
BeitragVerfasst: 20.10.2007, 22:33 
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Hallo DM-Lady

Also, wenn das so ist und sich Dir bereits ab g der Hals zuschnürt, dann sollte Dir Dein Lehrer wirklich vorerst mal leichte Stücke vorlegen, begrenzt auf die untere Mittellage und vor allem viele Stimmbildungs-Uebungen mit Dir machen, obwohl das halt schon eher "langweilig" ist.
Du überforderst Dich selber total, wenn Du Dich bereits mit viel zu schwerer Literatur herumschlägst.
Wenn man sich eine Arie anhört, dann machen die Stimmlippen und der Kehlkopf unwillkürlich die Spannungszustände mit... von daher kommt wohl Deine Abneigung gegen eine Arie, die für Deinen momentanen Ausbildungsstand noch zu hoch ist.

Ich kann mich aus meinen Anfangszeiten daran erinnern, dass ich das e2 bereits furchtbar hoch fand. Das war lange sozusagen meine obere Grenze, an die ich mich jedoch hielt und meine Literatur danach aussuchte, ob ich über das e2 "hinausklettern" musste oder nicht.
Heute kann ich natürlich darüber lächeln, aber damals war mir nicht zum Lachen zumute...

Viel Glück und vor allem viel Geduld für Deinen weiteren Gesangsweg!

Liebe Grüsse,
Romilda


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 Betreff des Beitrags: Re: Tricks zum Abgewöhnen
BeitragVerfasst: 21.10.2007, 13:59 
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Hallo Romilda,

wir haben in den letzten 3 bis 4 Stunden fast nur in der Mittellage gearbeitet (c bis a etwa), weil die Stimmbänder dort recht unbeweglich sind und einen sehr stark ausgeprägten "Umschalter" habe (bei g oder h etwa). Die Trockenübungen haben ganz gut funktioniert. Doch bei der Arie war's dann aus und seitdem stolpere ich noch mehr über den Umschalter. Langsam bessert es sich aber wieder.
Aber deine Idee mit der tieferen Mittellage hatte ich auch, einfach weil's auch angenehmer und entspannter für mich ist. Deshalb habe ich die beiden o. g. Lieder ausgesucht.

@all:
Jetzt habe ich mal noch eine ganz andere, etwas persönliche Frage, auf die ich lieber ein paar Sängerinnen ansprechen möchte, nicht meinen Lehrer. :oops: Ich habe diese Woche erfahren, dass ich schwanger bin in der 6. Woche. Deshalb wollte ich nur zur Sicherheit wissen ob ich irgendwie aufpassen muss beim Singen, vielleicht nicht jetzt aber später wenn die Sache fortgeschritten ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tricks zum Abgewöhnen
BeitragVerfasst: 21.10.2007, 14:09 
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Hallo Romilda,

ich mache einen extra thread auf, das Thema ist interessant und da gibt es sicher einiges drauf zu schreiben.

Liebe Grüsse

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