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BeitragVerfasst: 23.10.2012, 00:23 
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Hallo,
ich singe seit drei Jahren in einem sehr guten, anspruchsvollen Kirchenchor und bekomme seit 2 Jahren auch dort Stimmbildung (inzwischen bei einer neuen Gesangslehrerin). "Daneben" übe ich einen typischen Sprechberuf aus, der durch den Wechsel der Arbeitsstelle (ich arbeite mit z. T. schwer mehrfachbehinderten Kindern) zu einer Erhöhung des Sprechanteils geführt hat (ich muss nicht nur die Kinder ruhig halten, sondern nebenbei das Personal anleiten/koordinieren). Infolge dessen und infolge falschen Stimmgebrauchs beim Sprechen hatte ich im letzten halben Jahr 2 mal eine Laryngitis, wobei die erste sich sehr lange hingezogen hat, weil ich auf die Diagnose meines Hausarztes "Halsentzündung" vertraut habe und erst nach 4 Wochen zum HNO geschickt wurde.
Die zweite Laryngitis war gerade aktuell, ist inzwischen aber ausgeheilt bis auf ein leichtes Kloßgefühl im Hals, wenn der Arbeitstag recht anstrengend war. Jetzt stellt sich für mich aber die Frage, wie ich gesanglich weiter verfahren soll. Bisher habe ich immer Sopran gesungen (meistens Sopran I). In der Stimmbildung komme ich auch unter meiner arbeitsbedingten Stimmbelastung bis h'' rauf, runter bis zum kleinen as.
Wenn ich mir die Sopran-Stimme in den Stücken, die wir für unser Weihnachtskonzert einstudieren so anhöre bzw. ansehe, bin ich mir aber absolut nicht sicher, ob ich in diesem Ausmaß in dieser Höhe singen soll (durchweg zwischen e" und h"). Ich hatte zwar bei der Stimmbildung bisher nicht das Gefühl, dass da viel Druck dahinter ist, aber im Chor diese Höhen zu singen, ist noch mal was anderes. Jedenfalls habe ich bei speziell einem Stück das Bedürfnis, lieber die Alt I-Stimme mit zu singen. (Gibt leider keinen Sopran II)
Macht es aus eurer Sicht Sinn, (vorübergehend, bis die Stimmbänder belastbarer sind) von der hohen Lage in die "bequeme" Mittellage zu wechseln?
Die Antwort meiner Gesangslehrerin zu diesem Thema steht leider noch aus...

Gruß

Rotkehlchen


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BeitragVerfasst: 23.10.2012, 14:41 
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Stimmbildung in Chören ist etwas ganz anderes als die Technik im Gesangsunterricht zu erlernen. Da ist der Lehrer ganz bei dir, kann dich kontrollieren und hört wo du Probleme hast. Jeder Schüler kommt in den Übungen höher als in der Literatur, darüber musst du dich nicht wundern.

Wenn du deine Stimme im Alltag so belastest, indem du viel sprechen musst und, wie du selber schreibst, falsch belastest ist es klar, dass deine Stimme nach getaner Arbeit nicht mehr so geschmeidig ist.

Die akute Laryngitis wird überwiegend durch Virusinfekte der oberen Luftwege oder selten auch durch starke Stimmbelastung in Räumen mit trockener, evtl. rauchiger Luft verursacht.

Ich würde an deiner Stelle mal einen Facharzt für Phonatrie aufsuchen, um ganz sicher zu sein, dass da sonst nichts vorliegt.

Sicher ist es für die Bequemlichkeit der Stimme besser in der Sahnelage zu singen, um die Stimme nicht in der Höhe zu überfordern.

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BeitragVerfasst: 23.10.2012, 18:03 
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Hallo musika,
wie gesagt, beim HNO war ich bereits, der hat mich auch gleich, nbachdem die erste Laryngitis abgeheilt war, weiter geschickt zur Logopädin, was auch noch nebenbei läuft, weil wohl die Stimmlippen nicht ganz schließen.
Inzwischen hat sich auch meine Stimmbildnerin dazu geäußert.Sie rät mir eigentlich eher ab, zu wechseln, weil sie mich definitiv als höheren Sopran einschätzt. Sie hätte eher die Befürchtung, dass ich meine STimme überlaste, wenn ich in die tiefen Sopran-/Alt-Lagen wechsle, weil ich dann möglicherweise mit mehr Druck singe, um runter zu kommen. Ihre Empfehlung war jetzt, erst mal dort, wo der Sopran eh geteilt ist, Sopran II zu singen und die einstimmigen extrem hohen Sopran-Stellen erst mal auszulassen, zumal es bis zum Konzert noch gut zwei Monate sind und sich bis dahin an der Stimme und an der Technik noch viel zum positiven tun kann. Das beruhigt mich erst mal. Zumal die Sahnelage definitiv (auch für mein Empfinden) im Sopran liegt. Von daher fällt es mir jetzt erst ma leichter, mich in den Proben so lange aufs Zuhören zu beschränken, bis ich mir sicher bin, dass die Stimme den augenblicklichen BElastungen auch wirklich standhält. Und das technische Know-how kommt mit der Stimmbildung.

Gruß, Rotkehlchen


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