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 Betreff des Beitrags: Noten - was ist legal und was nicht
BeitragVerfasst: 31.05.2015, 02:40 
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Ich kaufe meine Noten ausschließlich in unserem Chor und bin angesichts des Trägers davon ausgegangen, dass alles korrekt gehandhabt wird.
Bei Original-Ausgaben ist mir das klar, dass es legale Noten sind. Gemietete Noten eines Konzertveranstalters, die nicht beschriftet werden durften, hatte ich auch schon mal in Händen.
Wie verhält es sich mit vom Chor kopierten und Spiralbindung verkauften Noten? Sind diese grundsätzlich nicht legal oder könnten da Lizenzrechte erworben sein. Aufgefallen ist mir jetzt, dass mir die Kopie einer als "Mietmaterial" gekennzeichneten Ausgabe verkauft wurde. Jetzt befürchte ich, dass alle kopierten Werke und Einzelstücke zeitgenössischer Komponisten nicht legal sind.


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BeitragVerfasst: 31.05.2015, 09:35 
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Hallo MaRita,

erst einmal willkommen hier.

Kopierte Noten können, soweit ich weiß, legal sein, da es Kopierlizenzen gibt, gerade auch von zeitgenössischen Komponisten.

Wenn allerdings "Mietmaterial" darauf steht, kommt es mir seltsam vor. Es könnten Noten sein, die aus dem Urheber-/Lizenzrecht herausgefallen sind wegen des Alters, aber Euch dann Geld dafür abknüpfen?

_________________
Viele Grüße
Monika


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BeitragVerfasst: 31.05.2015, 14:23 
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Gerade Kirchen und Musikschulen haben oftmals Sondervereinbarungen.
Ob es bei Euch im Chor zutrifft, weiß ich natürlich nicht.
Vielleicht war der Preis nur der Beitrag für die Kopier- und Bindekosten?
Frag doch bei Euch im Chor die Verantwortlichen mal danach.


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BeitragVerfasst: 31.05.2015, 19:44 
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moniaqua hat geschrieben:
Hallo MaRita,

erst einmal willkommen hier.

Kopierte Noten können, soweit ich weiß, legal sein, da es Kopierlizenzen gibt, gerade auch von zeitgenössischen Komponisten.

Wenn allerdings "Mietmaterial" darauf steht, kommt es mir seltsam vor. Es könnten Noten sein, die aus dem Urheber-/Lizenzrecht herausgefallen sind wegen des Alters, aber Euch dann Geld dafür abknüpfen?


Hallo Monika,
neben "Mietmaterial" gibt es da noch weitere Belehrungen, u. a. in strafrechtlicher Hinsicht. Da der Komponist noch lebt und kaum davon auszugehen ist, dass er seine Urheberrechte nicht geschützt hat, kann ich mir nicht vorstellen, dass es da kein Urheber- bzw. Lizenrecht gibt.
Der usprüngliche Verleger war ein DDR-Verlag, jetzt käme da ein namhafter westdeutscher Verlag in Betracht.
Das Problem ist einmal, dass in Kürze die beiden Werke des besagten Komponisten zur Aufführung kommen, wobei dann mit diesen Kopien gesungen würde, aber auch, dass ich diese Noten u. U. nicht für weitere Konzerte benutzen kann.


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BeitragVerfasst: 31.05.2015, 19:51 
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Silvieann hat geschrieben:
Gerade Kirchen und Musikschulen haben oftmals Sondervereinbarungen.
Ob es bei Euch im Chor zutrifft, weiß ich natürlich nicht.
Vielleicht war der Preis nur der Beitrag für die Kopier- und Bindekosten?
Frag doch bei Euch im Chor die Verantwortlichen mal danach.


Wir sind kein Kirchenchor und auch kein Musikschulchor - eher ein ganz normaler Chor.
Das Entgelt wird für die Noten gezahlt, ob wir nun richtige Originalnoten oder eben Kopien bekommen. Bisher habe ich die Noten auch als legal angesehen, aber jetzt müsste ich es ziemlich genau wissen - wenn ich denn "nachfragen" wollte.


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BeitragVerfasst: 31.05.2015, 20:44 
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MaRita hat geschrieben:
Wir sind kein Kirchenchor und auch kein Musikschulchor - eher ein ganz normaler Chor.
Das Entgelt wird für die Noten gezahlt, ob wir nun richtige Originalnoten oder eben Kopien bekommen. Bisher habe ich die Noten auch als legal angesehen, aber jetzt müsste ich es ziemlich genau wissen - wenn ich denn "nachfragen" wollte.


Wieso müßtest Du es ganz genau wissen, wenn Du nachfragst?
Die, die es kopiert haben, die müßten es wissen ...

Aber auch mit noch lebenden Komponisten gibt es Sondervereinbarungen.
Unser Chor hat demnächst einen Singtag mit einem lebenden Komponisten und wir wollen mit ihm aus seinen Werken singen. Da werden wir auch vorher die Noten bekommen, aber da unser Chorleiter mit dem Komponisten diesbezüglich auch zur Stückeauswahl Kontakt hatte oder noch hat, gehe ich davon aus, dass da alles mit rechten Dingen zugeht und mit dem Komponisten, gegebenenfalls auch mit dem Verlag, abgesprochen ist.
Insbesondere (noch) lebende Komponisten haben ja auch ein Interesse daran, dass ihre Werke aufgeführt werden und sie dadurch bekannt(er) werden.

Bei der Aufführung kommt dann ja eventuell noch die GEMA ins Spiel, oder welche Gesellschaft war das mit den Aufführungsrechten?

Also ich denke weiterhin, Du solltest beim Notenwart/Chorleiter fragen, wie das ist mit den Noten. Und gegebenenfalls kannst Du ja auch anmerken, dass Du bereit bist mehr für legale/weiterbenutzbare Noten zu zahlen, wenn das bisher nicht der Fall sein sollte. Vielleicht schätzt da der Notenwart/Chorleiter oder wer auch immer die Zahlungsbereitschaft der Sänger falsch ein ...


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BeitragVerfasst: 01.06.2015, 09:04 
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wie Silvieann geschrieben hat: Es gibt oft Sondervereinbarungen, z.B. auch über den Sängerbund, wenn Euer Chor darin organisiert ist. Kopien von Mietmaterial lebender Komponisten sind allerdings schon etwas verdächtig - da kann man schon mal fragen, ob es eine konkrete Vereinbarung dazu gibt.

_________________
Der Sänger singt am Weiher leise, doch singt er etwas leierweise.


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BeitragVerfasst: 02.06.2015, 17:51 
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Erst mal vielen Dank für alle Bemühungen. Aber es ist schon ziemlich irre.

Unser Chor ist in keinem Chorverband.
Ich habe den Chor für eine Einrichtung einer juristischen Person des öffentlichen Rechts gehalten, zumal einiges dafür sprach.
Weil wir keine Satzung haben, auch keinen gewählten Vorstand, scheidet die Rechtsform Verein aus.
Es brennt also - wegen der Haftung.

So etwas wie einen Notenwart gibt es nicht, aber eine Verantwortliche für Druck/Kopie im Probenbetrieb und Verantwortliche für den Notenverkauf.

Für das anstehende Konzert mit zwei Werken eines noch lebenden Komponisten habe ich eine Kopie mit dem kopierten Stempelabdruck "Mietmaterial ..." und eine weitere Kopie, die auf das Kopieren aus einer gebundenen Ausgabe schliessen lässt.

Die Rechte liegen inzwischen bei einem der bekanntesten Musikverlage, die auch Leihnoten dieses Komponisten anbieten. Dabei müsste es sich m. E. um Original-Ausgaben und nicht um Kopien handeln.
Kopier-Lizenzen kommen nach meiner jetzigen Information wohl nur für Musikschulen etc. in Betracht, aber nicht für große Chöre, die damit bis auf wenige Ausnahmen Einnahmen erzielen.
Online kann man noch Noten per Download erwerben, aber die dürften nicht als Kopien aus gebundenen Ausgaben erkennbar sein.

Kopien von Handabschriften habe ich auch, ob es eigene Arrangements sind, ist nicht erkennbar.
Dann habe ich noch Noten mit dem Vermerk "Authorized for use by .......... (Name des Chorleiters)" Hat hier evtl. nur der Chorleiter die Nutzungsrechte - und eben nicht sein gesamter Chor.

Daneben habe ich noch etliche Original-Ausgaben, weshalb ich mich dann auch in Anbetracht der jPdöR hinsichtlich der Noten sicher fühlte.

Wenn ich denn etwas sage, dann müsste ich ziemlich sicher sein, dass die Noten nicht legal sind.
Um das Konzert zu retten, bliebe eigentlich nur, schnellstens Original-Ausgaben zu kaufen oder zu mieten, wenn sie denn so schnell noch verfügbar wären. Da werden ca. 150 Notensätze benötigt!
Und das wäre nicht eine Frage des Geldes, sondern der Einsicht der Verantwortlichen.

Genau erfahren könnte ich es durch eine Anfrage beim Verlag :-(






.


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BeitragVerfasst: 02.06.2015, 18:19 
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Na, dann frag doch mal die Verantwortliche für Druck/Kopie im Probenbetrieb und Verantwortliche für den Notenverkauf, auf welcher Basis sie die Kopien angefertigt hat.
Und wenn es da keine Sondervereinbarung gibt, dann handelt es sich wohl um unauthorisierte Kopien.

Das wird wohl selbst bei den meisten Konzerten nicht auffallen, da die Noten doch meist in schwarzen Mappen gesammelt und gehalten werden.

Ich bin ja auch eher dafür, legale Noten zu verwenden, davon wird idR niemand arm.
Vielleicht weiß jemand anderes hier, wie man sowas noch vor einer Aufführung 'heilen' kann, wenn es notwenig sein sollte. Ich hab da leider keine Ahnung, da ich mich noch nie um Aufführungsrechte, etc. gekümmert habe.


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BeitragVerfasst: 02.06.2015, 20:33 
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Silvieann hat geschrieben:
Na, dann frag doch mal die Verantwortliche für Druck/Kopie im Probenbetrieb und Verantwortliche für den Notenverkauf, auf welcher Basis sie die Kopien angefertigt hat.
Und wenn es da keine Sondervereinbarung gibt, dann handelt es sich wohl um unauthorisierte Kopien.


Gute Idee, das so zu formulieren - sie wird eh ausflippen und alle anderen "Verantwortlichen" werden ihr zu Hilfe eilen.

Silvieann hat geschrieben:
Das wird wohl selbst bei den meisten Konzerten nicht auffallen, da die Noten doch meist in schwarzen Mappen gesammelt und gehalten werden.

Ich bin ja auch eher dafür, legale Noten zu verwenden, davon wird idR niemand arm.
Vielleicht weiß jemand anderes hier, wie man sowas noch vor einer Aufführung 'heilen' kann, wenn es notwenig sein sollte. Ich hab da leider keine Ahnung, da ich mich noch nie um Aufführungsrechte, etc. gekümmert habe.


Nur ist das jetzt ein ganz spezielles Konzert aus besonderem Anlass, da könnte der Verlag schon schauen, wer jetzt alles die Werke dieses Komponisten aufführt - und da kann er sich leicht ausrechnen, dass so viele Exemplare von einem Chorleiter mit zwei Chören nirgends bestellt wurden. Beim Googlen erscheinen exakt die beiden Chöre - und dann erst mal nichts.

Ich habe diese Kopien bezahlt, neben einer weiteren Gebühr, für die es keinen Rechtsgrund gibt. Dafür hätte ich vielleicht die Original-Ausgaben bekommen und auch gern noch etwas hinzugezahlt, wenn es nicht gereicht hätte.
Wenn sich nicht klären lässt, ob die Noten legal sind, werde ich unser Konzert nicht mitsingen und auch nicht das des anderen Chores unseres Chorleiters.


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BeitragVerfasst: 03.06.2015, 14:33 
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Sage ja immer dass es genügend alte schöne Stücke gibt die man machen kann. Kein Kopfweh, kein Stress kein Streik keine Strafe. Weiß schon was jetzt kommt. Auf auf zum fröhlichen Jagen.
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BeitragVerfasst: 03.06.2015, 20:39 
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alfredo, Streik ist das eher nicht. Zunächst gab es einen Vertrauensverlust und dann habe ich Abstand gewonnen. Und wenn die Noten nicht legal sind, kann mich auch keine für 18000 € gesponserte Riesenbühne mit 1700 Zuhörern locken. Nicht dabei zu sein, ist für die allermeisten unvorstellbar. Es werden immer noch mehr als genug mitsingen - zumal nur zwei befreundete Chormitglieder von meinen Bedenken hinsichtlich der Noten wissen. Die haben sich auch darauf verlassen, dass ihnen legale Kopien verkauft wurden.

Ich bin jetzt noch von einem Chor gefragt worden, in dem hauptsächlich Kompositionen vergangener Jahrhunderte gesungen werden, die Noten noch selbst von einem Chormitglied gesetzt werden. Wunderschön, aber sehr speziell. Das überlege ich mir, wenn ich mir zeitlich einen weiteren Chor leisten kann.


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BeitragVerfasst: 10.06.2015, 18:28 
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Silvieann hat geschrieben:
Na, dann frag doch mal die Verantwortliche für Druck/Kopie im Probenbetrieb und Verantwortliche für den Notenverkauf, auf welcher Basis sie die Kopien angefertigt hat..


Heute Vormittag habe ich dann die Betreffende per email gefragt, sie ist auch die offizielle Ansprechpartnerin des Chores. Ingesamt habe ich auf meine Nachfragen hintereinander die nachfolgenden Antworten erhalten:
1. Warum willst du das wissen?
2. Schwarze Druckfarbe auf Tintenbasis (wasserecht) auf 80g holzfreiem Papier.
3. Keine Ahnung, da musst du (Name des Chorleiters) fragen.
4. Ich kenne mich mit der rechtlichen Grundlage nicht aus, und es interessiert mich auch nicht. Würdest du bitte (Name des Chorleiters) direkt fragen?
Ich habe ihr geantwortet, sie wäre nachvollziehbar die Verantwortliche und sollte sich bitte um Klärung bemühen.
"Druck/Kopie von Noten" ist m. E. nicht Bestandteil eines Chorleitervertrages und wenn sie diese Aufgabe übernommen hat und auch tatsächlich ausübt, sehe ich zunächst mal keine Berechtigung, den Chorleiter zu befragen.
Ob ihr ein entsprechender Auftrag erteilt wurde, hat sie nicht beantwortet, obwohl sich das durch meine Fragestellung auch anbot.


.


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BeitragVerfasst: 10.06.2015, 18:45 
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big_super - zumindest hat sie holzfreies Papier benutzt! Auch chlorfrei gebleicht? big_denken
Druckfarbe auf Tintenbasis kann ich mir jetzt nicht so recht vorstellen ... das ist meist Toner :92
Und darauf erst mal nen Kaffee ... :kaffee

Aber, warum fragst du nicht tatsächlich den Chorleiter? big_engel
Zugegeben, bei uns ist das ein anderer Chor, aber da bestimmt der Chorleiter, was wir singen. Und er kümmert sich tatsächlich auch um die Noten big_knuddel


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BeitragVerfasst: 11.06.2015, 09:03 
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Zitat:
Ich kenne mich mit der rechtlichen Grundlage nicht aus, und es interessiert mich auch nicht

ROFL!!!! big_rofl
Gute Antwort! Das nächste Mal gehe ich im Kaufhaus klauen, und wenn ich erwischt werde, dann sage ich genau DAS! Vielleicht akzeptierts der Richter ja, wer weiß......??

_________________
Der Sänger singt am Weiher leise, doch singt er etwas leierweise.


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BeitragVerfasst: 11.06.2015, 10:40 
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Na ja, da sagt man ja meist "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht", aber auch "wo kein Kläger, da kein Richter!"

Ich kann mir immer noch gut vorstellen, dass das in den meisten Fällen nicht auffällt - oder zumindest nicht geahndet wird.

Ich nehm mal was anderes aus dem Straßenverkehr: Früher gab es da mal einen Mindestabstand, den man zu anderen Fahrzeugen halten mußte, wenn man daran vorbei fuhr. Und bei Baustellen sind manche Spuren auch für eine Maximalbreite ausgeschrieben. Also ich bin gestern seit längerer Zeit mal wieder Auto gefahren - und ich fühlte mich von diversen anderen Fahrern bedrängt, auch in der Baustelle. Da kamen die dann neben mir auf meine Spur beim schnellen Vorbeirauschen. Und ich würde wetten, dass einige davon auch die zulässige Maximalbreite der Autos auf der linken Baustellenfahrspur überschritten. Ganz zu schweigen natürlich von der Geschwindigkeitsübertretung. Nun ja, ich zucke dann manchmal zusammen, ärgere mich - aber gemacht hab ich bisher noch nichts. Aber vielleicht nehme ich das da ja auch zu genau, die meisten anderen scheint es nicht zu stören ... ich bin bisher nur froh, dass ich noch nicht mit einem dieser Fahrzeuge zusammengestoßen bin.


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BeitragVerfasst: 11.06.2015, 17:09 
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Vielen Dank für die hilfreichen Kommentare, ganz besonders an Silvieann.

Mit diesen beiden emails habe ich die Verantwortliche für "Druck/Kopie von Noten" dann noch zur Beantwortung meiner Frage aufgefordert,
zumal ich davon ausging, dass man mich auflaufen lässt.

"Auf welcher rechtlichen Basis Du die Notenausgaben gedruckt hast, solltest Du inzwischen wissen
und mir auch baldmöglichst mitteilen, schon in Anbetracht des bevorstehenden Chorwochenendes und des Konzertes.
Eine solche Antwort sollte umgehend möglich sein.
Ich erwarte von Dir eine positive Beantwortung bis 18.30 Uhr, weil Du die nachvollziehbar Verantwortliche für "Druck/Kopie von Noten" bist."

und

"wenn Du meine Frage nicht konkret beantworten kannst und es bisher nicht Erfahrung bringen konntest, heute Abend solltest Du es geklärt haben und mich bis morgen, 11.06.2015 10.00 Uhr, darüber konkret informiert haben.

Wenn Du Dich weiterhin einer konkreten Auskunft enthältst, muß ich davon ausgehen, dass Du in großer Anzahl unauthorisierte Kopien angefertigt hast."

Die letzte Formulierung sehe ich als zulässigen Umkehrschluss. Die Betreffende soll gesagt haben ' will die mir drohen'

Inzwischen ist die Antwort des Chorleiters eingegangen:

"A hat Dein Anliegen an mich weiter geleitet. As Aufgabe war lediglich, die Kopiervorlage, die sie von mir erhalten hat, zum Copyshop zu bringen und die Kopien wieder abzuholen.
Die Kopien, mit denen wir arbeiten, sind Arbeitskopien. Selbstverständlich habe ich bei den Verlagen Original-Chorpartituren in ausreichender Anzahl bestellt. Sie lagern bei mir zu Hause und sind jederzeit vorzeigbar. Arbeitskopien sind legal und natürlich praktischer, weil man sie behalten kann und Eintragungen nicht wieder ausradieren muss. Aber das wird Dir als erfahrene Chorsängerin, die auch schon oft mit Kopien gearbeitet hat, nicht neu sein.

Soviel dazu. Aber: Deinen Stil und Deinen Tonfall empfinde ich als völlig unangebracht und indiskutabel. Deine Formulierungen, Fristsetzungen und Dein Kommandierton sind respektlos und erinnern mich eher an Dienstanweisungen verärgerter Dezernenten. Einen solchen Tonfall hat im xxxchor niemand verdient, erst recht nicht jemand wie A die eines der engagiertesten Mitglieder überhaupt ist.

Was mich am meisten interessiert: wozu dient Deine Anfrage? Das Thema "Kopien" ist in allen Chören ein heikles Thema. Möchtest Du uns Schwierigkeiten machen? Möchtest Du uns vor Schwierigkeiten bewahren? Was ist Deine Absicht?
Dazu bitte ich Dich um eine offene und vor allem verständliche Antwort - auch im Hinblick auf die Frage, ob Du überhaupt noch zum xxxchor gehörst. Nicht zuletzt, weil Du in den letzten Proben gefehlt hast, habe ich den Eindruck, dass Deine Mitwirkung im xxxchor beendet ist. Insofern erneut die Frage: warum Dein störrisches Nachhaken bzgl. der Kopien?"


Arbeitskopien sind m. E. nicht erlaubt, weder für die Probe, noch für Konzerte.
Er hat nicht gesagt, dass er Original-Chorpartituren für den ...chor bestellt hat.
Der ...chor hat ganz aktuell ca. 160 aktive Chorsänger/innen, sein zweiter Chor, ein e. V., hat 90 lt. Homepage und probt zur Zeit synchron und wird bei unserem Konzert in der hiesigen Philharmonie dabei sein. Der ...chor wird dann das Konzert des anderen Chores in einer Stadthalle unterstützen.
Wieso wir als Chorsänger die Noten nicht ausgehändigt bekommen, zumal wir für die Noten auch gezahlt haben, ist mir nicht klar.
Wieviele Originalausgaben will er denn zu Hause lagern - das sind jetzt ca. 160 x 2 allein für unseren Chor und das diejährige Sommerkonzert.
Ich habe insgesamt ca. 32 € für Noten und Semestergebühr (15 €) gezahlt, hätte für die Originalnoten auch mehr aufgewendet. Hinsichtlich der Semestergebühr gibt es keine Rechtsgrundlage - und auch keine Quttung oder dergleichen.

Meine Formulierungen sind inzwischen bewusst noch sachlicher und überaus korrekt geworden. Wie der Ton im Chor ist, lässt die email des Chorleiters ja noch etwas nachempfinden. Ich bin die letzten Wochen schon geringschätzig angesprochen worden, persönlich oder choröffentlich. Der Chorleiter und ein Subalterner haben mehrfach für Lacher während der Chorproben gesorgt, indem sie indirekt auf mich Bezug nahmen,
weil ich auf die Haftungsrisiken einer GbR hingewiesen, die Gründung eines rechtsfähigen Vereins empfohlen und aus aktuellem Anlass auf die vom Deutschen Chorverband angebotenen Gruppenversicherungen aufmerksam gemacht habe.
Ich hatte zuvor erfahren, dass der ...chor eine " lose Gruppe" ist, keine Einrichtung der juristischen Person des öffentlichen Rechts (jPdöR) sei - und daher automatisch eine Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR) ist, mit dem Haftungsrisiko aller Chorsänger/innen als Gesellschafter !
mit unbeschränkter, persönlicher Haftung.
Das verstehen nicht alle, wollen auch nicht alle hören - die 5 maßgeblichen geschäftsführend Tätigen haben schon mehrheitlich erklärt, warum sie einen rechtsfähigen Verein ablehnen, der blanke Unverstand.

Ich werde den Chor verlassen, nach Möglichkeit will ich mir keine Gedanken mehr über evtl. Haftungsrisiken machen. Bei einem Verein erklärte ich den Austritt, aber das ist der ...chor nicht, bei einer GbR ist es nicht ganz so leicht, zumal die Haftung noch 5 Jahre besteht.
D. h. zunächst, ich will kein weiteres Haftungsrisiko als "Gesellschafterin" der ...chor GbR eingehen, und sei es durch unauthorisierte Noten.
Insgesamt wäre es mir angenehmer, wenn die 5 geschäftsführenden Personen als Gesellschafter der ...chor GbR angesehen werden können, die Chormitglieder hingegen nur als Teilnehmer der veranstaltete Proben und Konzerte. Das gesamte Chormanagement ist von good will geprägt, aber leider auch sehr laienhaft und fast vollkommen intransparent. Alt Teilnehmerin wäre ich mit Ende des Sommersemesters automatisch draußen.

Wie seht Ihr die email des Chorleiters?

Beantworten, auffordern, die Originalnoten den Chorsänger/innen beim Chorwochenende aushändigen.
Oder eine solche Ansprache erst einmal ignorieren und weitermachen.


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BeitragVerfasst: 11.06.2015, 17:34 
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Liebe MaRita,

ich habe Deinen Text bisher nur überflogen,
aber ich denke, ich würde da nicht mehr mitsingen, und für mich wäre die "Zusammenarbeit" mit diesem Chorleiter gelaufen. Du hast natürlich recht mit Deinen haftungsrechtlichen Ausführungen, aber die meisten "Bürger" kennen doch nur noch ihre "Rechte", nicht mehr ihre Pflichten...
Aber ich glaube auch kaum, dass ein 'normaler' Chorsänger hier als "Verbraucher" gerichtlich tatsächlich bestraft werden würde.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand 160 Exemplare von Noten kauft und die dann bei sich zu hause lagert - der Mensch muß ja Geld und Platz ohne Ende haben, wenn er das tatsächlich tut.
Ich sehe das natürlich ganz wie Du, es wäre sehr wünschenswert, wenn jeder Chorsänger die Originalnoten kauft und daraus singt. Die fassen sich auch meist besser an als schlechte Kopien ...

Nun ja, den Chor kannst Du wohl abhaken - auf, und einen neuen suchen! :92


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BeitragVerfasst: 11.06.2015, 19:48 
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Tut mir leid, MaRita, aber ich finde Deine Mail an den Chorleiter vom Ton her auch sehr "unpassend". Ich frage mich auch, was Du mit diesen Fristsetzungen erreichen wolltest ? Eine Antwort erpressen ? Möchtest Du deren Richter sein, möchtest Du Unrecht aufdecken, sie anschwärzen, um was geht es Dir, falls Du in diesem Chor mitsingen möchtest ?(was sich aber ja wohl nun für dich erledigt hat). Darum, aus "sauberem" Notenmaterial zu singen oder darum, aufzudecken, dass da jemand , bewußt oder unbewußt , einen Fehler gemacht hat ??
Es ist sicherlich berechtigt, nachzufragen, aber warum ist Dir das so wichtig und dominiert, so wie ich es lese, alles und verdirbt dir letzen Endes somit auch irgendwie die Freude, dort mitzusingen ?

Ist es Deine Aufgabe, in diesem Chor für Recht und Ordnung zu sorgen ? Dies sollte ja eigentlich die Aufgabe des Chorleiters sein. Wie und ob er diese Verantwortung wahr nimmt, mußt Du ihm überlassen, und er wird letzten Endes dafür gerade stehen müssen.
Mir erschließt sich das alles nicht wirklich.Nichtsdestotrotz erkenne ich, dass es Dir wichtig ist, nach Deinem Verständnis, verantwortlich zu handeln und kritisch zu hinterfragen. Das finde ich positiv.

Und, diese Bemerkung sei mir erlaubt, bewegst Du Dich auch auf sehr dünnem Eis, indem Du die Mail des Chorleiters, bzw. Auszüge davon, hier veröffentlichst.

LG Silje

_________________
...Letztlich ist Gesang ein in Klang gegossenes Gebet -
--------------------------- -----------------------------

www.angelikasopran.de


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BeitragVerfasst: 11.06.2015, 23:50 
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Ja, ja. Vurschrift is Vurschrift.
Ich denke, ihr solltet anstatt alle Arien aufzuzählen, was äußerst lobenswert und sehr wichtig ist, im Opern- und Operettenhandbuch sind ja ziemlich alle Opern angeführt und auch hunderte, wenn nicht gar tausende Arien, einmal alle Stücke aufzählen die bereits frei und solche, die noch geschützt sind und für wie lange noch. Das wäre was! Könnten uns, wenn darauf die Literatur für ein Konzert richtig ausgesucht würde, dann vielleicht die diversen Diskussionen sparen. Vielleicht gibt es sowas ja schon, müsste die GEMA ja haben.
Leider, für diesen Fall aber gottseidank, hören sich die heutigen Konzertbesucher ja ohnedies viel lieber ältere Kompositionen an, meist werden Stücke mit neuer Musik nur so am Rande zugeteilt, weil von der Mehrheit unerwünscht.
Und wieso tritt so ein Chor nicht einer, meines Wissens landesweiten Vereinigung bei, die mit der GEMA ein Pauschalabkommen hat?
Und wieso bitte, sollte eine Arbeitskopie illegal sein? Alle Lieder, die auf einem Video für z. B. Classica aufgezeichnet sind, werden vom Begleiter von Arbeitskopien abgespielt und nicht von Originalbüchern.
Wünsche allen eine gute alte einwandfrei erlaubte Musikantentätigkeit! Die, die sich unsicher fühlen, sollten vielleicht zu malen beginnen. Ist auch sehr schön.
Beste Grüße
alfredo
:n015

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