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 Betreff des Beitrags: Mädchen & Stimmbruch
BeitragVerfasst: 05.07.2008, 07:36 
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Hier ein netter Artikel aus dem neuen Spiegel: Gruss R.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/wiss ... 91,00.html

Wissen
04.07.2008

1000 FRAGEN
Kommen Mädchen auch in den Stimmbruch?

Wenn die Stimme zum Flummi wird: Manch Junge würde gerne monatelang gar nichts sagen, bis das Stimmbruch-Quietschen zum männlichen Brummen geworden ist. Die Mitschülerinnen finden's amüsant und kichern darüber. Aber - kommen Mädchen eigentlich nie in den Stimmbruch?

Dass ein Junge gerade zum Mann wird, hört man genau an der Stimme: Eben piepste er noch wie "Micky Maus", das nächste Wort vibriert wie ein tiefes "E" von Pavarotti und das Satzende bricht ab wie das Krächzen einer Krähe. Die Frauen kichern meist drüber - doch ob sie es wollen oder nicht: Auch Mädchen kommen in den Stimmbruch.



Getty Images
Teenager-Star Bill Kaulitz: Nach dem Stimmbruch mussten seine Songs umgeschrieben werden.

Sie klingen dann zwar nicht so, als hätten sie einen kompletten Heliumballon eingeatmet, aber die Stimme verändert sich trotzdem - um eine Terz oder Quarte, also drei bis vier Tonstufen nach unten. Nachdem Bill Kaulitz, Sänger der Band Tokio Hotel, mit 16 Jahren in den Stimmbruch gekommen war, mussten seine Songs umgeschrieben werden - er sang sie nun anderthalb Töne tiefer.
Der kleine Unterschied: Die Stimmen der Jungs überwinden im Stimmbruch die Doppelte Spanne, also eine Oktave. Michael Fuchs, Leiter der Abteilung für Stimm-, Sprach- und Hörstörungen am Universitätsklinikum Leipzig, spricht deshalb lieber vom "Stimmwechsel" als von "Stimmbruch": "Es geht nichts kaputt, sondern es ist ein ganz normaler Prozess, der in der Regel auch ohne Probleme verläuft", sagt er.

Testosteron als Stimmgerät

Verantwortlich für die plötzlichen Kurzschlüsse in der Stimme ist das Hormon Testosteron. Es ist ein Vorurteil, dass nur Jungs es im Körper haben - tatsächlich wird es auch bei Mädchen in der Pubertät ausgeschüttet und regt den Kehlkopf zum Wachsen an. Mit ihm vergrößern sich die Stimmlippen - bei den Mädchen allerdings mit drei bis vier 4 Millimetern aber nur knapp halb so viel wie bei Jungen. "Der Grund für diesen Unterschied liegt in der geringeren Testosteronkonzentration im Blut der Mädchen", sagt Forscher Fuchs.

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Stimmbruch Tonleiter Uni Leipzig Testosteron
zu SPIEGEL WISSENIm Vergleich mit den Jungs kommen die Mädchen also glimpflich davon: Symptome und Risiken des Stimmwechsels sind bei ihnen deutlich geringer - trotzdem kommen auch sie in den Stimmbruch, sie merken es nur meist gar nicht. Nur selten besteht bei einem Mädchen das Risiko, dass die Stimme in der Phase des Stimmwechsels überbeansprucht oder sogar nachhaltig geschädigt wird.
Im Normalfall geschieht die Veränderung hin zur runderen Stimme einer erwachsenen Frau problemlos und so nebenbei. "Bei Problemen sollte man zusammen mit dem Arzt entscheiden, wie weit sich das betroffene Mädchen schonen sollte", sagt Michael Fuchs. Für Mädchen, die ihre Kleinmädchenstimme auf gar keinen Fall verlieren wollen, bedeutet dies: Der Stimmbruch schlägt auch bei euch zu. Ganz bestimmt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mädchen & Stimmbruch
BeitragVerfasst: 06.07.2008, 20:15 
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Registriert: 29.03.2008, 14:25
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Hallo,
im Alter von 13 Jahren war ich ein halbes Jahr heiser. Meine Eltern machten sich schon Sorgen, daß die Heiserkeit jetzt chronisch werden könnte. Ohne irgend eine Behandlung verschwand sie wieder. Ein Arzt sagte damals, daß es ein Stimmbruch gewesen sein könnte, da diesen auch Mädchen haben könnten. Soviel zu diesem Thema.
LG
dalila


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 Betreff des Beitrags: Re: Mädchen & Stimmbruch
BeitragVerfasst: 28.07.2008, 14:35 
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Registriert: 04.06.2008, 16:25
Beiträge: 574
An irgend welche "Brüche" oder auch Heiserkeiten kann ich mich nicht erinnern - wohl aber daran dass ich der erste in unserer Schulklasse war der beim Singen mit dem Hinunteroktavieren anfing. Das tat ich noch vor unseren Jungs - die "überholten" mich dann aber bald... :mrgreen Ein gänzlich unmerklicher Stimmwechsel also, von dem ich nur das Ergebnis bemerkte: Höhe weg und sehr viel Tiefe dazu (die ich fortan als Tenor-Sängerin natürlich ausgiebig nutzen konnte :n110: ).

_________________
Das Vergänglichste, wenn es uns wahrhaft berührt,
weckt in uns ein Unvergängliches.

(Friedrich Hebbel)


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 Betreff des Beitrags: Re: Mädchen & Stimmbruch
BeitragVerfasst: 28.07.2008, 21:04 
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Ich hatte es merkbar und so richtig lustig war das nicht.

Ich habe immer recht munter in Kinder - Kirchenchor geträllert und plötzlich ging das definitiv nur noch ziemlich schwer, so knapp mit 12, wo man die Kids eigentlich eher unterstützen sollte. Echt peinlich, es kamen krächzige und intonatoinsunsichere Töne und ich stand Weihnachten im Kinderchor als Große und sang dann lieber nicht mehr zu Ende, sondern hörte mir notgedrungen hinterher die Schimpfe an. :n111:

Das dauerte so paar Monate, keiner konnte sich erklären, was da los war, jedoch hatte ich so eine gewisse Ahnung, weil ich mitbekam, wie die Buben sich so vor sich hin quälten.

Irgendwann kam die Tonsicherheit wieder, die Stimme war sogar kräftiger - logisch - und tiefer.

Wahrscheinlich haben ich - und offensichtlich andere auch - das nur gemerkt, weil ich ständig gesungen habe, aber keiner konnte sich die partielle stimmloiche Formschwäche erklären, bis der Kinderarzt mal sagte, dass Mädchen auch einen kleineren Stimmwechsel haben und manche sogar einen fühlbaren.

LG

dola


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 Betreff des Beitrags: Re: Mädchen & Stimmbruch
BeitragVerfasst: 17.04.2017, 18:58 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:
An irgend welche "Brüche" oder auch Heiserkeiten kann ich mich nicht erinnern - wohl aber daran dass ich der erste in unserer Schulklasse war der beim Singen mit dem Hinunteroktavieren anfing. Das tat ich noch vor unseren Jungs - die "überholten" mich dann aber bald... :mrgreen Ein gänzlich unmerklicher Stimmwechsel also, von dem ich nur das Ergebnis bemerkte: Höhe weg und sehr viel Tiefe dazu (die ich fortan als Tenor-Sängerin natürlich ausgiebig nutzen konnte :n110: ).


Ja, das muste ich auch. Wann war das denn bei Dir? Bei mir so ungefähr mit 13 Jahren, vielleicht auch schon mit 12. Also spätestens in der 7.Klasse war dauerhafte Höhe qualvoll. Zu dieser Zeit sang ich aber weder im Schulchor noch im Jugendchor, da ich ausschließlich Alte und Klassische Musik sang/singe/spiele. Daher musste ich mich nur durch das referendarbedingte gelegentliche Singen im schulischen Musikunterricht quälen. Meine Schule war Referendarschule in Musik.


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