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 Betreff des Beitrags: Kontraalt/Contralto
BeitragVerfasst: 01.08.2008, 09:23 
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Guten morgen allerseits,

unter einer anderen Rubrik tauchte soeben die Frage auf was eigentlich ein Kontraalt sei, ob dies vielleicht eine andere Bezeichnung für Mezzosopran sei. Daher nun nachstehende Erläuterung.

Der deutsche Begriff "Kontraalt" entspricht NICHT dem italienischen/englischen/französischen usw. "Contralto", sondern ist die Bezeichnung für eine sehr tiefe weibliche Stimmlage zwischen Alt und Tenor, in Stimmlage und -umfang (fast) einem hohen Tenor entsprechend sowie dunklerem Stimmklang und tiefer liegender Tessitur als bei einer Altistin.

Angeblich ist dies eine sehr seltene Stimmlage, immerhin so selten dass sie in fast keinem Lexikon verzeichnet und erläutert ist. Irgendwo hab' ich aber mal gelesen dass ca. 5 % aller Frauen diese Stimmlage haben - also doch nicht so ganz wenige.

Wenn Ihr am Telefon mit einem "Mann" sprecht der sich als Frau zu erkennen gibt, dann handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine Kontraaltistin. (Es sei denn sie wäre erkältet, logisch...)

Hört Euch mal Zarah Leander an und achtet auf die Tonlage in der sie singt, damit ist der Begriff "Kontraalt" bestens erklärt.

Die Verwechslung mit dem Begriff "Contralto" kommt daher, weil "Alt" (alto) eigentlich "hoch" heißt, aber als eine TIEFE (Frauen-)Stimme bezeichnet wird. Also hieße es eigentlich korrekt "das Gegenteil von hoch", nämlich "contra alto" und somit "contralto". Contralto entspricht somit dem ganz normalen Alt. Der Kontraalt wäre demnach auf Italienisch ein "contralto profondo" (tiefer Alt).

Dass "Contralto" auch mit "Mezzosopran" gleichgesetzt wird kommt daher dass die italienischen Partien für eine Frauenstimme unterhalb des Soprans meist in der Mezzo-Lage liegen. Einen "Alt" im Sinne einer richtig tiefen Frauenstimme scheint es im Bewusstsein italienischer Komponisten gar nicht gegeben zu haben. Oder gibt es in Italien wirklich so wenige derartige Frauenstimmen dass es sich nicht "lohnt" für diese Stimmlage zu komponieren?

Der Mezzosopran als klangliches Gegenstück zum Sopran in italienischen Stücken, sei es Oper oder geistliche Musik, lässt sich in diesem Sinne völlig zu recht als "contra alto" bezeichnen. Ich finde dies auch insofern stimmiger als dass Mezzos in der Regel ja deutlich dunkler klingen als Soprane, von daher die Bezeichnung Mezzo-SOPRAN eigentlich gar nicht zutrifft (zumal die Damen mit dieser Stimmlage in Soloquartett und Chor nicht Sopran sondern Alt singen).

Einen schönen Tag Euch allen wünscht "contralto profondo" (NICHT Mezzosopran)
AK-Kontraalt

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(Friedrich Hebbel)


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 Betreff des Beitrags: Re: Kontraalt/Contralto
BeitragVerfasst: 01.08.2008, 10:55 
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Hallo AK-Kontraalt,

vielen Dank für diesen Beitrag, es ist doch immer mal wieder interessant, auch etwas über andere Stimmlagen zu erfahren.

Noch eine Überlegung zum Mezzosopran: So wie ich das sehe, wird dieser ja durchaus unterschiedlich eingestuft- die einen sehen ihn eben eher als eine (höhere) Alt-Stimme an, die anderen als tiefen oder dunkleren Sopran.
Was die Einteilung für "unentschlossene Stimmen" manchmal schwer macht, da sich auch die (Solo-)Literatur einmal mehr in Richtung Sopran orientiert (Beispiel Cherubino, Dorabella, Octavian), ein anderes Mal mehr in Richtung Alt (Beispiel Carmen, Dalilah)

Vielleicht kann man aber sagen, dass in der Regel der lyrische Mezzo eher zum Sopran tendiert, während sich der dramatische Mezzo in Richtung Alt orientiert? Ich merke das auch daran, dass mir einige Arien aus dem lyrischen Mezzobereich noch recht gut liegen, da die Tessitur hoch genug ist (ich meine eh, dass lagentechnisch zwischen dem lyrischen Mezzo und dem, sagen wir, jugendlich-dramatischem Sopran kein soooo großer Unterschied besteht, der erstere ist meistens (nicht immer) aber dunkler gefärbt und im Grunde die beweglichere Stimme), während ich dramatische Mezzoarien dann besser anderen überlasse.

Wobei hier auffällt, dass der Mezzo ja nur in 2 Fächer unterteilt wird, nämlich lyrischer Mezzo und dramatischer Mezzo, manchmal noch Koloraturmezzo, wobei der meistens zum lyrischen Mezzo gezählt wird. während es beim Sopran da eine weitaus größere Differenzierung (von Soubrette bis hochdramatischem Sopran) gibt. Der Alt wird dann meines Wissens in Spielalt (dem lyrischen Mezzo gleichgesetzt), dramatischem Alt (wobei sich das auch oft mit dem dramatischem Mezzo überschneidet) und dem von Dir beschriebenen tiefen Alt oder Kontraalt unterteilt.

Eine Freundin hat mich auf einen Link aufmerksam gemacht, der für euch Tieftöner unter Umständen interessant sein könnte. http://www.voiceteacher.com/contralto.html.


Liebe Grüße

Octaviane

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Zuletzt geändert von Octaviane am 01.08.2008, 11:09, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kontraalt/Contralto
BeitragVerfasst: 01.08.2008, 11:07 
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Hallo AK- Kontraalt
ich finde deinen Beitrag auch sehr gut und hatte die gleichen Schwierigkeiten wie du. Der Duden spricht von Kontraalt-Contralto und Meyers Großes Konversationslexikon sagt Kontra-Alt, siehe Alt.
Wenn man deine Ausführungen lies und Kontraalt trennt, in Kontra-alt, wird einem schon eher klar, was gemeint sein könnte. Es gibt wohl nur sehr wenige Aufnahmen, mit Kontra- Alt denke ich.
Viele Grüße
Joachim


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 Betreff des Beitrags: Re: Kontraalt/Contralto
BeitragVerfasst: 17.10.2008, 17:05 
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Nochmal zum Begriff “Contralto”:

Das ganze stammt aus der Zeit der beginnenden Mehrstimmigkeit. Da gab es zunächst einmal eine Stimme, die den cantus firmus des Gregorianischen Chorals sang, ihn also „hielt“. „Halten“ heißt auf Latein „tenere“ – daraus wurde – Überraschung! - der Tenor. Dazu gesellte sich jeweils eine obere und/oder eine untere Begleitstimme, die „dagegen“ sangen: der contratenorus altus und der contratenorus bassus. Aus letzerem wurde verkürzt der Bass(o), aus ersterem der „Contralto“ (Kontraalt, nochmals verkürzt „Alt“, franz. „haute contre“ ) und der „Kontratenor“. Das hatte mit der Stimmlage zunächst allerdings noch nichts zu tun, das kam erst viel später, das konnten durchaus alles veritable Männerstimmen sein. Das erklärt auch, warum die tatsächliche Stimmlage heute nicht in allen Sprachen konsistent mit den gleichen Bezeichnungen beschrieben wird. Relativ bald gab es dann auch noch eine 4. Stimme „darüber“ – sopra, dessus….

Viele Grüße
T M Pestoso

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Der Sänger singt am Weiher leise, doch singt er etwas leierweise.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kontraalt/Contralto
BeitragVerfasst: 17.10.2008, 19:59 
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Hallo T M Pestoso,

herzlich Willkommen im Forum :welcome: und danke für den interessanten Beitrag. Ich hoffe noch viel von dir zu lesen. :n171:
Viele Grüße

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 Betreff des Beitrags: Re: Kontraalt/Contralto
BeitragVerfasst: 17.10.2008, 23:19 
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Toll, dein Beitrag, T M Pestoso! Ich blicke schon sehr fasziniert auf deine nächsten Beiträge!

LG.

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cornettina


Zwischen den Schwingungen der singenden Stimme und dem Pochen des vernehmenden Herzens liegt das Geheimnis des Gesangs.

Khalil Gibran, libanesischer Dichter, Philosoph und Maler (1883-1931)


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 Betreff des Beitrags: Re: Kontraalt/Contralto
BeitragVerfasst: 18.10.2008, 09:33 
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Ay ja !
wieder was gelernt und das auf so charmante Weise.
Danke für den Beitrag T M Pestoso.
Liebe Grüße
eine, die "dagegen" singt.

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Sing und finde gut, was du machst. ( D. B.)


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 Betreff des Beitrags: Re: Kontraalt/Contralto
BeitragVerfasst: 18.10.2008, 10:58 
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Hallo,

wenn Defintionen immer so interessant zu lesen wären und leicht zu verstehen wären, dann würde lernen mehr Spaß machen. Ich hoffe wir werden noch mehr von dir lesen.....


Viele Grüsse
Chero


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 Betreff des Beitrags: Re: Kontraalt/Contralto
BeitragVerfasst: 20.10.2008, 14:35 
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Danke für die Blumen, werd' mich weiter bemühen :-)

viele Grüße
TM Pestoso

(einer, der auch 'dagegegen' singt...)

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Der Sänger singt am Weiher leise, doch singt er etwas leierweise.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kontraalt/Contralto
BeitragVerfasst: 10.11.2008, 11:16 
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Liebe Octaviane,

hast Du von dem Link, den Du in Deinem Beitrag eingestellt hast, zufällig eine deutsche Übersetzung, oder kennst Du eine technische Möglichkeit diesen Text zu verdeutschen? Ich muss so vieles im Wörterbuch nachschlagen dass ich Jahre bräuchte um den Text selbst zu übersetzen. :les (Ja, es gibt tatsächlich Leute die kein Englisch können.)

Kannst Du (oder jemand anderes) mir weiter helfen?

Viele Grüße
AK-Kontraalt

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 Betreff des Beitrags: Re: Kontraalt/Contralto
BeitragVerfasst: 10.11.2008, 11:41 
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Hallo AK-KontraAlt,

ich bin zwar nicht Octaviane, kann aber vielleicht ein bißchen weiterhelfen.

Christian Halseband hat viele von David L.Jones Artikeln ins Deutsche übersetzt und auf seiner Website veröffentlicht.
http://www.gesanglehrer.de/de/de_fra_voiceteacher.html
http://www.gesanglehrer.de/index.php?la ... unter=davi

Da ist zwar nicht explizit der von Octaviane gelinkte Artikel dabei, den scheint es nur auf Englisch zu geben,
aber einiges andere, was interessant sein könnte.

Ich habe für meinen Browser (Mozilla Firefox) übrigens die "google toolbar" runtergeladen, die mir die Übersetzungsmöglichkeit anbietet. Da musst Du vielleicht mal spielen, es kommen bei diesen maschinellen Übersetzungen zwar gruslige Dinge heraus, aber für einen groben Überblick dürfte es kein Problem sein.

Liebe Grüsse sendet Casta

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 Betreff des Beitrags: Re: Kontraalt/Contralto
BeitragVerfasst: 10.11.2008, 12:29 
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Hallo AK Kontraalt

ich habe Dir eine pn geschrieben :-)

Und als Übersetzerin bin ich natürlich vehemeht gegen solche Tools, wie google sie anbietet :n31: :kaffee
Aber zum Glück ist die Technologie eben doch noch nicht so weit, dass die Arbeit von menschlichen Übersetzern vollkommen überflüssig wird. Wobei ich Tools, die mir die Arbeit erleichtern, natürlich begrüße.

Aber das nur am Rande ;-)

LG

Octaviane

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 Betreff des Beitrags: Re: Kontraalt/Contralto
BeitragVerfasst: 10.11.2008, 12:49 
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Octaviane hat geschrieben:
Und als Übersetzerin bin ich natürlich vehemeht gegen solche Tools, wie google sie anbietet :n31: :kaffee
Aber zum Glück ist die Technologie eben doch noch nicht so weit, dass die Arbeit von menschlichen Übersetzern vollkommen überflüssig wird. Wobei ich Tools, die mir die Arbeit erleichtern, natürlich begrüße.



ein kleiner OT-Exkurs:

Liebe Octaviane,

ich denke, wenn man das z.T. wirklich schrille Ergebnis betrachtet, das bei maschinellen Übersetzungen entsteht, so braucht sich kein Übersetzer zu sorgen. Letztlich ist ja jede Übersetzung auch Interpretation, vieles lässt scih ja in verschiedener Weise übertragen. Aber - diese Tools sind ein Hilfsmittel, um sich einen raschen Überblick zu verschaffen.

Liebe Grüsse von Casta

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 Betreff des Beitrags: Re: Kontraalt/Contralto
BeitragVerfasst: 29.11.2009, 15:49 
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Beiträge: 561
Hallo zusammen,

habe kürzlich wieder einmal festgestellt dass es sich lohnt, sich die Noten genauer anzuschauen und sich nicht nur auf die angegebene Stimmbezeichnung zu verlassen.

In der Bücherei fand ich von Händel "Dreißig Gesänge für eine Frauenstimme". Ich guck' da rein, finde im Inhaltsverzeichnis bei jedem Stück die Stimmlage angegeben, und man lese und staune: Bei immerhin acht Stücken steht "Kontraalt"!

Doch ich habe mich zu früh gefreut. Was da an "Tiefe" verlangt wird kann jeder Sopran singen, beim kleinen b ist Schluss. In der Höhe wird dafür d2, es2, einmal sogar f2 (!) verlangt. Kopfschüttelnd sehe ich mir das an - und lege das Buch wieder ins Regal zurück. Ihr Altistinnen, verratet mir doch mal, wo fängt für einen "normalen" Alt die tiefe Lage an?

Viele Grüße
AK-Kontraalt

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 Betreff des Beitrags: Re: Kontraalt/Contralto
BeitragVerfasst: 10.08.2014, 00:11 
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Vielen Dank für die Erklärungen zum "Contralto". Durch die Suchfunktion bei Google nach diesem Wort bin ich auf diese Seite gestoßen.
Unser Chor "Vocales de la Vallée de la Lémance" singt am 11. August 2014 im Château de Bonaguil die Messa di Gloria von Puccini. Ich bin stolz darauf und freue mich, eine von den 80 Sängerinnen und Sängern (eine Contralti) zu sein.

big_lala


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 Betreff des Beitrags: Re: Kontraalt/Contralto
BeitragVerfasst: 17.05.2015, 23:19 
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Ich bin mit einem Stimmumfang von FIS/G in der großen Oktav bis f1 oder mit Mühe a1 auch eher im Bereich des Kontraalt anzusiedeln und sang immer tiefen Tenor und hohen Bass.
Mich würde interessieren,wie es bei euch Kontraalti mit dem Übergang von Bruststimme zu Mittel- und Kopfstimme ist.Bei mir ist der Übergang zur Kopfstimme bei h/c1.
Wie ist das bei Euch?


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 Betreff des Beitrags: Re: Kontraalt/Contralto
BeitragVerfasst: 18.05.2015, 08:56 
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Ist zwar schon älter, der Beitrag, aber die Frage wurde noch nicht beantwortet.

AK-Kontraalt hat geschrieben:
In der Bücherei fand ich von Händel "Dreißig Gesänge für eine Frauenstimme". Ich guck' da rein, finde im Inhaltsverzeichnis bei jedem Stück die Stimmlage angegeben, und man lese und staune: Bei immerhin acht Stücken steht "Kontraalt"!

Doch ich habe mich zu früh gefreut. Was da an "Tiefe" verlangt wird kann jeder Sopran singen, beim kleinen b ist Schluss. In der Höhe wird dafür d2, es2, einmal sogar f2 (!) verlangt. Kopfschüttelnd sehe ich mir das an - und lege das Buch wieder ins Regal zurück. Ihr Altistinnen, verratet mir doch mal, wo fängt für einen "normalen" Alt die tiefe Lage an?


Im normalen Choralt geht es bei der Literatur, die ich bisher kenne (viele Mozart-Messen, etwas Schubert, etwas Haydn und noch ein paar modernere), meist nicht weiter runter als c', h, maximal a. g oder gar f ist schon Tiefenflug und eher ungewöhnlich. Da hören aber auch die meisten (Laien-) Altstimmen in den Chören schon so langsam auf. Die jammern dann auch beim f'' schon wieder, das eigentlich schon gehen sollte und durchaus auch noch verlangt wird.

Die Sopran-Stimmen jammern dafür gern bei allem, was unter dem c' ist, so von wegen "kann jeder Sopran singen" ;)

_________________
Viele Grüße
Monika


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 Betreff des Beitrags: Re: Kontraalt/Contralto
BeitragVerfasst: 18.05.2015, 09:57 
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Für mich fängt die tiefe Lage unter c' an.
Wie gut ich unterhalb singen kann, hängt auch immer davon ab, wie ich eingesungen bin.
Ach so, wenn Du Bruststimme meinst, so ab g, ist aber auch verschieden.
Übergang zur Kopfstimme weiß ich gar nicht. Wie merke ich das am besten?


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 Betreff des Beitrags: Re: Kontraalt/Contralto
BeitragVerfasst: 19.05.2015, 22:21 
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Habt ihr denn Gesangsunterricht?
Wie gehen Eure Lehrer mit Eurer Kontraalttimme um?Werdet ihr in die Höhe getrieben,weil so tiefe Stimmen ja sehr ungewöhnlich sind?Dieses Problem hatte ich so oft,daß ich aufhört,nach passendem Unterricht zu suchen.Ich möchte mich nicht in einer Lage quälen,die ich eigentlich nicht gut singen kann.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kontraalt/Contralto
BeitragVerfasst: 19.05.2015, 23:15 
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Hallo contraalta,
singst du wirklich in der großen Oktav? (C = 66 Hz) Meines Wissens beginnen sehr tiefe Bässe mit ca. 75 Hz (bis 330 Hz), Baritone 90 -400 Hz, Tenöre 130 -450 Hz (ca. Kammerton), dann Alte 190 - 700 Hz, was hieße, dass du, um in der großen Oktave zu sein, zwischen C und c (132 Hz) singst. Wenn ja, dann möchte ich dich bitten, etwas von dir hören zu lassen. Habe nämlich ein Faible für tiefe Frauenstimmen.
Erwartungsvoll grüßt dich
alfredo
:n26:

_________________
...du holde Kunst, ich danke dir.


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