Aktuelle Zeit: 17.06.2019, 09:16

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 74 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4  Nächste
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Höher Singen gleich schöner?
BeitragVerfasst: 15.02.2012, 13:42 
Offline
hat sich schon eingelebt
hat sich schon eingelebt
Benutzeravatar

Registriert: 29.09.2007, 23:59
Beiträge: 256
Wohnort: Hardheim / Odw.
Vorname: Manfred
Nachname: Troll
Hallo alfredo,

oh da freue ich mit Dir!!!Das wird sicher toll, und ich wünsche Dir sehr viel Freude!!!

Ich habe einen Livemitschnitt von Die schöne Müllerin mit J. Kaufmann, die mir ungeheuerlich gut gefällt; auch andere Lieder gefallen mit von Ihm.......und eigentlich bin ich nicht sooo sehr der Tenorfan!....

Also schönen Abend! :n015

_________________
Liebe Grüße...und:

nur weiter, denn nur weiter ! - Mein treuer Wanderstab.

Manne


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Höher Singen gleich schöner?
BeitragVerfasst: 15.02.2012, 14:45 
Offline
Ratgeber
Ratgeber
Benutzeravatar

Registriert: 28.02.2011, 18:25
Beiträge: 545
Vorname: Dietmar
Nachname: Vollmert
Von Jonas Kaufmann wirst Du mir bzw. uns bestimmt nur Gutes berichten, Caro. Ich bin ein Fan von ihm.

Ciao. Ospite big_super


Nach oben
 Profil Position des Users auf der Mitgliederkarte  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Höher Singen gleich schöner?
BeitragVerfasst: 15.02.2012, 14:53 
Offline
Moderatorenanwärter
Moderatorenanwärter
Benutzeravatar

Registriert: 27.01.2006, 00:14
Beiträge: 1356
Wohnort: Wiesbaden *31.01.
Vorname: F.
Nachname: L.
ospite hat geschrieben:
Höher singen wird grundsätzlich dann schön, wenn das lauschende Gegenüber dazu bereit ist, Defizite in der Textverständlichkeit zu tolerieren. Je weiter die Tessitura von der Sprechlage entfernt ist, desto schwieriger wird die inhaltliche Vermittlung. Es gilt, einen tragbaren Kompromiss zwischen Klangschönheit und verständlicher Artikulation zu finden. Nicht von ungefähr sind die mittleren Stimmen besonders geeignet für das Kunstlied, bei dem der Text überaus wichtig ist. Mezzo und Bariton sind der Sprechlage grundsätzlich am nächsten, was sie für diese Gattung ( Lied ) geradezu prädestiniert. Sie brauchen der Klangschönheit die Verständlichkeit der inhaltlichen Aussage nicht zu opfern, wozu die " Hochtöner " leider notgedrungen immer wieder gezwungen sind. Es sei denn, sie riskieren unschöne, schrille und / oder flache Extremlagentöne.

Ciao. Ospite :n66:


Dass ein perfekter Vokalausgleich in der dreigestrichenen Lage nicht mehr möglich ist, stimmt vollkommen.
Nun bewegt sich aber auch die Liedliteratur für hohe Stimmlagen aber zumeist in moderaten Gefilden, was die Tessitur angeht, weswegen ich meine, dass auch Soprane (und Tenöre) hier weitestgehend textverständlich singen können. Selbst hohe Koloratursoprane singen ja nicht nur in der dreigestrichenen Lage (soll heißen, ich finde, auch die Opernliteratur kann - von den Extremlagen einmal abgesehen - textverständlich gesungen werden und zwar von jeder Stimmlage) . Ich meine, es gibt und gab auch genug Hochtöner, die sich im Kunstlied (und im Operngesang) neben dem schönen Klang auch durch eine gute Textverständlichkeit hervorgetan haben. Als Beispiele seien hier z. B. Barbara Bonney oder Elisabeth Grümmer genannt.


Liebe Grüße

Octaviane

_________________
„Die Verpflegungslage ist für den Kulturmenschen eigentlich das Wichtigste.“
(T. Fontane)

"When you have that perfect match between voice, personality, repertoire and style, art happens" (Anonym)

http://www.sopranodrama.de


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Höher Singen gleich schöner?
BeitragVerfasst: 15.02.2012, 15:10 
Offline
Administrator
Administrator
Benutzeravatar

Registriert: 13.11.2005, 19:26
Beiträge: 1224
Wohnort: Starnberg/London *21.12.
Vorname: A
Nachname: N
Seh ich genau so wie Octaviane !! big_applaus

LG SIlje

_________________
...Letztlich ist Gesang ein in Klang gegossenes Gebet -
--------------------------- -----------------------------

www.angelikasopran.de


Nach oben
 Profil Position des Users auf der Mitgliederkarte  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Höher Singen gleich schöner?
BeitragVerfasst: 15.02.2012, 16:55 
Benutzeravatar
Hallo Ospite,
herzlichen Dank für Deinen Mut dieses heisse Eisen anzufassen, nämlich das Thema Textverständlichkeit.
Ich weiss dass ich mir jetzt den Unmut vieler Lerchen zuziehen werde, aber für mich ist Gesang bei dem man den Text nicht verstehen kann, ohne ihn zu kennen, sinnlos.
Finde es sehr schade, dass es selbst bei Wagner-Opern Übertitel geben muss. Und gerade beim Liedgesang finde ich es unerträglich wenn soviel Wert auf Klangschöhnheit gelegt wird dass man den Text nur mit viel Mühe verstehen kann. Dann doch lieber gleich eine Vokalise.
Mein Motto: Lieber nicht ganz schön und rein aber dafür Textverständlichkeit.

Hoffe ich werde jetzt nicht gleich von allen Hoch- und Schöntönern gesteinigt!

Ein bekennender textverliebter Tieftöner
big_engel


Zuletzt geändert von Graduale am 15.02.2012, 16:58, insgesamt 1-mal geändert.

Nach oben
  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Höher Singen gleich schöner?
BeitragVerfasst: 15.02.2012, 17:23 
Offline
Moderatorenanwärter
Moderatorenanwärter
Benutzeravatar

Registriert: 27.01.2006, 00:14
Beiträge: 1356
Wohnort: Wiesbaden *31.01.
Vorname: F.
Nachname: L.
Lieber Graduale,

gesteinigt wirst du von mir zumindest nicht, ich deutete ja oben schon an, dass mE nach eine höhere Stimmgattung nicht als Entschuldigung dazu herangezogen werden sollte, nicht so textverständlich wie möglich zu singen.

Meines Erachtens hat eine schlechte Diktion also nicht in erster Linie etwas damit zu tun, ob jemand eine hohe oder tiefe Stimmlage hat. Eine schlechte Verständlichkeit rührt oft auch daher, dass versucht wird beispielsweise eine größere (oder auch tiefere) Stimmgattung darzustellen als man ist, indem Vokale bis zur Unkenntlichkeit abgedunkelt werden. (In der Tat klingt die Stimme im Nahbereich oder in kleinen Räumen dann oft größer, trägt aber oft nicht sehr weit)

Ich denke, dass ist auch oft das eigentliche Problem beim Wagnergesang. Denn eigentlich hat Wagner in seinen ja eher die Mittellage als die extreme Höhe in seinen Kompositionen bevorzugt, Olympia schrieb jüngst in einem anderen Thread darüber, insofern müsste die Textverständlichkeit ja eher gegeben sein. Wenn aber nun eine im Prinzip zu leichte (und damit oft höher gelagerte Stimme) eine dramatische Wagnerpartie übernimmt, steht sie vor dem Problem, in einer Lage, die ihr für eine mühelose optimale Stimmkraftentfaltung schlicht zu tief liegt, über ein gewaltiges Orchester zu müssen. Viele greifen dann nach dem oben genannten Mittel des Vokalabdunkelns, was oft mit einer künstlich heruntergedrückten Kehle einhergeht - mit den genannten Folgen.

Beste Grüße

Octaviane

_________________
„Die Verpflegungslage ist für den Kulturmenschen eigentlich das Wichtigste.“
(T. Fontane)

"When you have that perfect match between voice, personality, repertoire and style, art happens" (Anonym)

http://www.sopranodrama.de


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Höher Singen gleich schöner?
BeitragVerfasst: 15.02.2012, 17:26 
Offline
Hilfestellender
Hilfestellender
Benutzeravatar

Registriert: 22.02.2007, 10:45
Beiträge: 337
Wohnort: grüne mark
Vorname: s
Nachname: t
Köpfen tu ich dich nicht, ist nicht mehr modern, aber ich tu mir halt meinen Teil denken wenn du lieber "nicht ganz so schön und rein aber dafür textverständlich" genießen willst. Vielleicht bist du im falschen Film und solltest im Theater statt in der Oper oder im Konzertsaal sitzen.
Jedenfalls kann ich dir berichten, dass ich in der letzten Woche einen Liederabend von Krassimira Stoyanova erlebte, in dem die Sieben Frühen Lieder von Berg punkto Textverständlichkeit nicht ganz entsprachen (die Puccini- und Tschaikowskylieder jedoch sehr wohl), aber allein diese prächtige volle Mezzostimme zu hören war purer Genuss.
Die Geschmäcker sind verschieden, deshalb viel Vergnügen, auch wenn´s nicht ganz so rein und schön, jedoch textverständlich klingt,
meint
alfredo

_________________
...du holde Kunst, ich danke dir.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Höher Singen gleich schöner?
BeitragVerfasst: 15.02.2012, 17:38 
Offline
Moderatorenanwärter
Moderatorenanwärter
Benutzeravatar

Registriert: 27.01.2006, 00:14
Beiträge: 1356
Wohnort: Wiesbaden *31.01.
Vorname: F.
Nachname: L.
Hmmm, seit wann ist Frau Stoyanova denn ein Mezzosopran? big_gruebel

Nichts für ungut ;-)

Octaviane

_________________
„Die Verpflegungslage ist für den Kulturmenschen eigentlich das Wichtigste.“
(T. Fontane)

"When you have that perfect match between voice, personality, repertoire and style, art happens" (Anonym)

http://www.sopranodrama.de


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Höher Singen gleich schöner?
BeitragVerfasst: 15.02.2012, 18:11 
Offline
Administrator
Administrator
Benutzeravatar

Registriert: 10.11.2005, 01:00
Beiträge: 3485
Wohnort: Diessen am Ammersee
Vorname: Erika
Nachname: Sommer
Ob schöne oder nicht schöne Stimme, ich muss doch verstehen was gesungen wird. Ich frage mich, warum ist das oft nicht der Fall? Was wird an den Hochschulen gelehrt? Wird da zu wenig Wert drauf gelegt?

Wenn ich mir einen Liederabend anhöre, die Lieder vielleicht nicht kenne und sie auch nicht im Programm stehen, muss ich doch den Text verstehen. Musik und Text sollte "Eins" sein, beides gehört zusammen.

Wenn ich nur Musik haben möchte, gehe ich in ein Symphoniekonzert...

_________________
musica
bel-voce-gesangssolisten







Wirklich gute Freunde sind Menschen, die uns genau kennen und trotzdem zu uns halten.


Nach oben
 Profil Position des Users auf der Mitgliederkarte  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Höher Singen gleich schöner?
BeitragVerfasst: 15.02.2012, 18:53 
Offline
Administrator
Administrator
Benutzeravatar

Registriert: 13.11.2005, 19:26
Beiträge: 1224
Wohnort: Starnberg/London *21.12.
Vorname: A
Nachname: N
Sehe ich so wie Musika; gerade bei Liederabenden, wo der Text ja im Vordergrund der Kunstgattung liegt, geht es ja nun gar nicht, mit Genuschel, Vokalverfärbung usw... zu singen. Auch Worte, die auf einem recht hohen Ton liegen, kann man, bis zu einer gewissen Lage, doch noch noch recht gut artikulieren.
M.E. ist das alles eine Sache des unaufhörlichen Übens und des sehr guten Gehörs. Und die meisten Komponisten machen es einem doch auch recht leicht... Gibt es in irgend einer Arie ein hohes C auf ein Wort mit vielen Konsonanten ? :kaffee

LG Silje (Hochtönerin)

_________________
...Letztlich ist Gesang ein in Klang gegossenes Gebet -
--------------------------- -----------------------------

www.angelikasopran.de


Nach oben
 Profil Position des Users auf der Mitgliederkarte  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Höher Singen gleich schöner?
BeitragVerfasst: 15.02.2012, 19:22 
Offline
hat sich schon eingelebt
hat sich schon eingelebt
Benutzeravatar

Registriert: 29.09.2007, 23:59
Beiträge: 256
Wohnort: Hardheim / Odw.
Vorname: Manfred
Nachname: Troll
bin ja kein Hochsänger ..... aber ich finde es auch schade, dass es so viele "Hochsinger" gibt, die man kaum oder gar nicht versteht....nebenbei, die gibts auch bei den tiefen Stimmen sehr oft: big_denken

wenn ich meine wenigen Aufnahmen von Tenören und Sopranen anhöre fallen mir da krasse Unterschiede auf.....die wirklich guten und sehr verständlich singenden Stimmen sind sicher durch eine sehr gute Ausbildunggelaufen und ich denke, das üben und noch mal üben hier "das gewisse etwas" bringt.

Wenn ich da von meiner GL ausgehe, die mir immer wieder aufzeigt, wie ein Text verständlich und auch noch schön klingt, kann ich in etwa nachvollziehen, welche enorme Arbeit dahintersteckt, diese Kunst wirklich perfekt zu beherrschen zu wollen.

Denen es dann in Schönheit und Textverständlichkeit gelingt, ist der Erfolg auch sicher!

_________________
Liebe Grüße...und:

nur weiter, denn nur weiter ! - Mein treuer Wanderstab.

Manne


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Höher Singen gleich schöner?
BeitragVerfasst: 15.02.2012, 20:07 
Offline
Administrator
Administrator
Benutzeravatar

Registriert: 10.11.2005, 01:00
Beiträge: 3485
Wohnort: Diessen am Ammersee
Vorname: Erika
Nachname: Sommer
manchmal reicht auch schon den Mund weiter zu öffnen.

Ja manne, ich kenne auch tiefe Stimmen die man kaum versteht, sie nuscheln und sprechen nicht, wofür hat man das Werkzeug Mund? Aber das ist dann nicht nur beim Singen so, man versteht sie auch sonst sehr schlecht.

big_lala

_________________
musica
bel-voce-gesangssolisten







Wirklich gute Freunde sind Menschen, die uns genau kennen und trotzdem zu uns halten.


Nach oben
 Profil Position des Users auf der Mitgliederkarte  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Höher Singen gleich schöner?
BeitragVerfasst: 16.02.2012, 00:15 
Offline
hat sich schon eingelebt
hat sich schon eingelebt
Benutzeravatar

Registriert: 29.09.2007, 23:59
Beiträge: 256
Wohnort: Hardheim / Odw.
Vorname: Manfred
Nachname: Troll
Genau, musika, diese Erfahrungen habe ich auch schon oft gemacht.

Am Anfang meines GU und zugegeben auch manchmal heute, wenn es mir nicht so gut geht verfalle ich in ein Nuscheln, das im nicht weit genug geöffneten Rachen- und Mundraum liegt.

Ich denke aber auch, dass es ein große Rolle spielt welche Sprache man als Muttersprache und welchen Dialekt man hat.

Heute verstehe ich sehr gut, warum viele Lehrer aus meiner anfänglichen Schulzeit, das "Schriftdeutsch" zu lehren versuchten.

Als Badener und im speziellen als Kurpfälzer kann ich sagen: der Badische Dialekt ist in der Regel sehr b r e i t und hat extreme "Zischlaute bei "sch" und macht beim Singen manchmal enorme Probleme....man kann natürlich darüber auch lächeln. big_hihi ....

ich bin heute froh, dass ich viel in der Schule für das Sprechen gelernt habe, denn es hilft mir beim Singen ungemein.

Wie schwer muss es für fremdspracheler in Deutscher Sprache oder Italienisch oder Französisch ohne auffallenden Akzent zu sprechen und gar zu singen?!!!......auch hier denke ich, dass nur viel Üben zum Ziel führen kann.

_________________
Liebe Grüße...und:

nur weiter, denn nur weiter ! - Mein treuer Wanderstab.

Manne


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Höher Singen gleich schöner?
BeitragVerfasst: 16.02.2012, 10:16 
Offline
Ratgeber
Ratgeber
Benutzeravatar

Registriert: 28.02.2011, 18:25
Beiträge: 545
Vorname: Dietmar
Nachname: Vollmert
Ich bleibe bei meiner Einschätzung : Je weiter die Tessitura von der Sprechlage entfernt ist, desto schwerer ist es, einen Text verständlich zu artikulieren, was natürlich nicht ausschließt, dass dies auch Hochtönern zufriedenstellend gelingt :92 . Selbstverständlich spielen auch andere Faktoren eine zuweilen große Rolle, z. B. schlechte Sprachdisziplin, landsmannschaftliche Unarten, lispeln usw.
Gute Erfahrungen bei meiner Unterrichtstätigkeit mache ich immer wieder mit mit der Aufforderung an meine Schüler /-innen, aus " Der kleine Hey " ( " Bibel" der Schauspielschüler ) zu rezitieren.
Hier nun noch eine Probe auf`s Exempel. Es handelt sich um den Beginn von " Der Doppelgänger " aus Schuberts Schwanengesang : Still ist die Nacht, es ruhen die Gassen ( a`` - f`` - d``- a`` ).
Es gilt, den Text möglichst unverfälscht, dazu legato ( ! ), zu artikulieren. Viel Spaß, liebe Hochtönerinnen ! Erfahrene Soprane wie Silje, Octaviane, Olympia, Casta, Tahalena, um ein paar zu nennen, werden der Quadratur dieses Kreises möglichst nahe kommen - Kompliment !

Ciao. Ospite big_herz


Nach oben
 Profil Position des Users auf der Mitgliederkarte  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Höher Singen gleich schöner?
BeitragVerfasst: 16.02.2012, 10:54 
Offline
Administrator
Administrator
Benutzeravatar

Registriert: 10.11.2005, 01:00
Beiträge: 3485
Wohnort: Diessen am Ammersee
Vorname: Erika
Nachname: Sommer
Vor allen Dingen ist es wichtig, dass ein Anfänger von Beginn an mit der Aussprache konfrontiert wird. Es gehört zu jeder Stunde dazu, so wie Kaffee beim Frühstück. Meine Schüler haben sich schnell daran gewöhnt und sind bei Vorsingen deshalb auch immer gelobt worden. Mir ging es genau so. Beim Vorsingen am Opernhaus wurde das als Kompliment gewertet, aber da wurde auch alles noch in deutscher Sprache gesungen und das war für mich selbstverständlich. Wenn ein Schlüler schlampig mit der Sprache umgeht, ist es sehr schwer das später zu korrigieren.

Ein guter Lehrer weiß die Soprane auch in der Höhe noch gut textverständlich zu unterrichten, doch hier ist auch jeder Schüler anders "gebaut" und ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass z.B. die Asiaten ganz anders als die Russen sind, hört man schon an der normalen Sprache. Die Russen sind dunkler gefärbt als die Asiaten.

_________________
musica
bel-voce-gesangssolisten







Wirklich gute Freunde sind Menschen, die uns genau kennen und trotzdem zu uns halten.


Nach oben
 Profil Position des Users auf der Mitgliederkarte  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Höher Singen gleich schöner?
BeitragVerfasst: 16.02.2012, 13:35 
Offline
Moderatorenanwärter
Moderatorenanwärter
Benutzeravatar

Registriert: 27.01.2006, 00:14
Beiträge: 1356
Wohnort: Wiesbaden *31.01.
Vorname: F.
Nachname: L.
Ja, ich glaube auch, dass es wichtig ist, von Anfang an auch auf die Aussprache zu achten. Ich erinnere mich noch genau, wie meine allererste GL mich immer das klare /a/ trainieren ließ. Nun stamme ich ja aus dem Raum Hannover, wo man angeblich das reinste Hochdeutsch spricht, aber wir tendieren manchmal auch dazu etwas mundfaul zu sein. haushalt__005.gif

Dank meiner (amerikanischen) Korrepetitorin ist mir noch etwas klar geworden, nämlich dass man gerade auch in seiner Muttersprache mitunter dazu tendiert nachlässig zu werden und z. B. Endsilben verschluckt, weil man eben so singt, wie man normalerweise auch spricht. Also z. B. "singn" statt "singen".

Was den Legatogesang angeht, so stellt die deutsche Sprache dank ihres Konsonantenreichtums den Sänger natürlich noch einmal vor eine besondere Herausforderung. Das ist dann manchmal in der Tat eine Quadratur des Kreises.

Octaviane

_________________
„Die Verpflegungslage ist für den Kulturmenschen eigentlich das Wichtigste.“
(T. Fontane)

"When you have that perfect match between voice, personality, repertoire and style, art happens" (Anonym)

http://www.sopranodrama.de


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Höher Singen gleich schöner?
BeitragVerfasst: 16.02.2012, 15:40 
Offline
Hilfestellender
Hilfestellender
Benutzeravatar

Registriert: 22.02.2007, 10:45
Beiträge: 337
Wohnort: grüne mark
Vorname: s
Nachname: t
Liebe Oktaviane,
freilich singt Frau Stoyanova dramatische Sopranrollen weil sie auch eine glänzende leichte Höhe hat. Beim letzten Liederabend kam aber ihre Tiefe so schön, dass ich sie als Mezzo empfand. Du bist auch so ein Fall.
Dass mein Anflug leichter Kritik an: "mir ist lieber textdeutlich a l s schön und r e i n " von euch allen als eher unrichtig betrachtet wird, macht mich ratlos. Ich nehme an, dass wir mit " rein" dasselbe meinen. Was die Textverständlichkeit betrifft: bei den meisten Liedern wird ja ohnedies in der (nichtdeutschen) Originalsprache gesungen, bei diesen Liedern kann man ja auch nur die Übersetzung aus dem Programm erfahren, wobei natürlich eine prägnante Artikulation auf gute Technik hinweist. Die Stoyanova hat z. B. nur einen kleinen Teil in Deutsch zu Gehör gebracht, das andere war russisch, bulgarisch und italienisch. J. Kaufmann gestern sang einige Lieder von Henri Duparc in französischer Sprache.... Der Vollständigkeit halber möchte ich euch noch mitteilen, dass das Konzert traumhaft schön gestaltet war (Begleitung Helmut Deutsch), der frenetische Applaus wurde mit sechs Zugaben belohnt, die letzte war "Dein ist mein ganzes Herz".
Habe keine Lust mehr zu singen.
Bis zum hoffentlich baldigen Wiedersehen
Grüße von
alfredo

_________________
...du holde Kunst, ich danke dir.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Höher Singen gleich schöner?
BeitragVerfasst: 16.02.2012, 16:05 
Offline
Moderatorenanwärter
Moderatorenanwärter
Benutzeravatar

Registriert: 27.01.2006, 00:14
Beiträge: 1356
Wohnort: Wiesbaden *31.01.
Vorname: F.
Nachname: L.
alfredo hat geschrieben:
Liebe Oktaviane,
freilich singt Frau Stoyanova dramatische Sopranrollen weil sie auch eine glänzende leichte Höhe hat. Beim letzten Liederabend kam aber ihre Tiefe so schön, dass ich sie als Mezzo empfand.


Lieber alfredo,

mir scheint, wir haben da einfach eine etwas unterschiedliche Definition dessen, was einen Mezzosopran und was einen Sopran ausmacht. Für mich ist in erster Linie entscheidend, in welcher Lage eine Stimme sich hauptsächlich wohl fühlt und wo die Übergänge liegen. Frau Stoyanova ist mE eben ein exzellenter Beweis dafür, dass man auch als Sopran eine gute und volle Mittellage und Tiefe haben kann (so wie auch ein Alt mit schönen hohen Tönen aufwarten kann). Freilich gibt es natürlich auch immer wieder Stimmen, die quasi "zwischen den Welten" pendeln.

Aber die Hauptsache ist doch, dass die Stimme gefällt, egal als was man sie nun bezeichnet. Und das:
Zitat:
Du bist auch so ein Fall.
nehme ich aus deiner Feder eindeutig als Kompliment :92

Liebe Grüße

Octaviane

_________________
„Die Verpflegungslage ist für den Kulturmenschen eigentlich das Wichtigste.“
(T. Fontane)

"When you have that perfect match between voice, personality, repertoire and style, art happens" (Anonym)

http://www.sopranodrama.de


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Höher Singen gleich schöner?
BeitragVerfasst: 24.04.2012, 21:07 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 19.04.2012, 16:25
Beiträge: 16
Wohnort: München
Vorname: Karin
Nachname: Wettig
Höher ist keineswegs schöner, sondern für viele Menschen unbequemer. Vielleicht hat die Kantorin ja das TRansponieren am Instrument nicht gelernt und spielt einfach nur von den Noten ab anstatt die Tonart für den Chor anzupassen...


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Höher Singen gleich schöner?
BeitragVerfasst: 25.04.2012, 00:37 
Offline
Hilfestellender
Hilfestellender
Benutzeravatar

Registriert: 22.02.2007, 10:45
Beiträge: 337
Wohnort: grüne mark
Vorname: s
Nachname: t
Liebe Karin,
Deinen ersten Satz finde ich stimmig, danach aber geht´s nicht gleich so weiter. In den meisten Fällen wird ja nicht acapella gesungen, kann man nicht schwups a bisserl transponieren. Orchester weigert sich wehrhaft, alles schon erlebt.
Dass die hohen Grenztöne den Stimmen schwer fallen ist autent, da kommt es neben der Veranlagung aber auch auf die sogenannte Technik an, die zu beherrschen wir ja alle wie wild suchen. Und mit dieser Kenntnis geht´s auch leicht(er) in die Höhe.
Außerdem suche ich mir die Stücke nach meinem zugegebener Maßen nicht gerade üppigen Stimmumfang aus und vermeide, ausgenommen Lieder, Transpositionen. Schade, dass ich vielleicht meine eigene Regel demnächst nicht werde einhalten können.
Du bist ziemlich neu bei uns, willkommen in der Gemeinschaft der "Ganzen Menschen".
alfredo

_________________
...du holde Kunst, ich danke dir.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 74 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

0 Mitglieder


Ähnliche Beiträge

Duette hoher Mezzo/Alt
Forum: Literatur
Autor: cantilena
Antworten: 6
Warum ist ein d2 nicht immer gleich?
Forum: GesangslehrerIn
Autor: Mama2009
Antworten: 8
Duette hoher (Mezzo-)Sopran/ Bariton
Forum: Literatur
Autor: Octaviane
Antworten: 7
Stimmtraining -> höher!
Forum: Stimme
Autor: Anonymous
Antworten: 11
Russell Oberlin - Countertenor und höher...
Forum: Stimme
Autor: Anonymous
Antworten: 4

Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Gehe zu:  
cron




Hosted by iphpbb3.com

Impressum | Datenschutz