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 Betreff des Beitrags: Hoch singen lernen?
BeitragVerfasst: 29.06.2017, 12:30 
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Hallo ihr Lieben, ich bin neu hier.
Folgendes Problem: ich bin gerade im zweiten Semester in meinem Musikstudium, also noch relativ frisch dabei.
Ich bin gerade ein wenig am verzweifeln... Ich habe über die Ferien mehrere wirklich tolle Stücke bekommen, darunter zum Beispiel “Mein Herr Marquis“ aus der Fledermaus. Mein Lehrer meinte, ich habe die Höhe auf jeden Fall und müsste sie technisch nur “freischalten“. Bisher habe ich mich selber eher als Mezzosopran eingestuft und auch eher Stücke gesungen die nur so bis g“ oder höchstens zum a gehen. Auch da hatte ich teilweise schon angst und Probleme die hohen Töne zu kriegen, manchmal ging es auch gut.
Meine Frage jetzt: gibt es irgendwelche Übungen mit denen man die Höhe erweitern kann? Ich komme beim Einsingen bis c''' (es klingt natürlich nicht immer so schön aber naja). Kann man es irgendwie hinkriegen, dass einem die Höhe leichter fällt? Ich traue mich meistens nicht so dieses Thema anzusprechen, da ich das Gefühl habe, Probleme in der Höhe zu haben ist irgendwie bei Sängern ein Tabu...:/
Jetzt sind ja auch leider Semesterferien und ich habe keinen Unterricht mehr, bin also mit dem Üben der Stücke auf mich alleine gestellt.

Danke für eure Hilfe! :*


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 Betreff des Beitrags: Re: Hoch singen lernen?
BeitragVerfasst: 29.06.2017, 13:46 
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Liebe Musica20,

erst einmal herzlich willkommen hier :)

Ja, es gibt Übungen, um die Höhe zu trainieren ,aber die sollte dir dein/e GL zeigen, übers Forum ist so etwas immer heikel, da wir dich und deine Stimme ja nicht kennen, jeder Jeck ist anders, wie man so schön sagt.
Was ich aus meiner Erfahrung heraus sagen kann (und hier auch schon häufiger im Forum geschrieben habe): Wichtig ist Geduld und bloß nichts erzwingen wollen. Ich gebe da deinem GL ganz recht. Ich bin der Meinung - solange die Veranlagung für die Höhe da ist und keine ernsthaften gesundheitlichen Faktoren entgegen stehen, wird sich die Höhe bei richtigem Training und guter Technik irgendwann tatsächlich "freischalten". So war es zumindest bei mir. Ich hatte früher auch Höhenangst und jetzt freue ich mich über jeden hohen Ton (ok, über fast jeden, manche sind auch einfach blöd komponiert *g* big_lala).
Wie ich in einem anderen Thread schon schrieb - mir hat es sehr geholfen, mich eine Weile auf die Mittellage (und meine Technik) zu konzentrieren, das hat sehr dabei geholfen, die Höhe zu erschließen.

Hoffe, ich konnte dir ein wenig Mut machen :)

Liebe Grüße

Octaviane

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„Die Verpflegungslage ist für den Kulturmenschen eigentlich das Wichtigste.“
(T. Fontane)

"When you have that perfect match between voice, personality, repertoire and style, art happens" (Anonym)

http://www.sopranodrama.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Hoch singen lernen?
BeitragVerfasst: 29.06.2017, 22:09 
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Hallo Musica20,
auch ich kenne das Problem mit der Höhe. Allerdings hat sich das bei mir schon fast zu einer Art "Höhenangst" manifestiert. Vielleicht magst du ja mal in dem Thread "Sopran mit Höhenangst" quer lesen. Da wurde schon einiges zum Thema Höhe geschrieben. Vielleicht hilft dir das weiter...

LG Rotkehlchen


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 Betreff des Beitrags: Re: Hoch singen lernen?
BeitragVerfasst: 01.07.2017, 21:12 
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Musica20 hat geschrieben:
Ich traue mich meistens nicht so dieses Thema anzusprechen, da ich das Gefühl habe, Probleme in der Höhe zu haben ist irgendwie bei Sängern ein Tabu...:/

Ne, eigentlich ist es, soweit ich es blicke, recht normal. Kommt auch öfter, die Frage ;) Eine gesunde Mitellage hilft viel und Lockerheit. Angst ist ungünstig, da verspannt man leicht. Wenn Du die Höhen hast, kommen sie schon mit der Zeit. Es braucht auch einfach ein gewisses Training, rein körperlich; einen Marathon läufst Du auch nicht von Null, das baust Du auf.

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Viele Grüße
Monika


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 Betreff des Beitrags: Re: Hoch singen lernen?
BeitragVerfasst: 03.07.2017, 00:54 
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Von Null auf Marathon hat bei mir 4 Jahre gedauert :mrgreen
Bei meinem zweiten Marathon hab' ich's dann schon auf's Treppchen geschafft für den 3. Platz in meiner Altersklasse :n171:
So viel mal zum "langsamen Aufbau".

Das Höhen-Training selbst betreffend, bin ich nun wirklich der aller letzte der dazu "allgemeingültig" antworten könnte. Aber spontan denke ich, dass gerade "Mein Herr Marquis" dazu prima geeignet wäre. Musica20, probier' doch die Stellen, in denen es heißt "Wenn ich lache, ha ha ha ha ha ha" mal in verschiedenen Tonlagen aus. Da kannst Du sogar eine Einsingübung daraus machen.

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Das Vergänglichste, wenn es uns wahrhaft berührt,
weckt in uns ein Unvergängliches.

(Friedrich Hebbel)


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 Betreff des Beitrags: Re: Hoch singen lernen?
BeitragVerfasst: 28.07.2017, 20:27 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:
Von Null auf Marathon hat bei mir 4 Jahre gedauert :mrgreen
Bei meinem zweiten Marathon hab' ich's dann schon auf's Treppchen geschafft für den 3. Platz in meiner Altersklasse :n171:
So viel mal zum "langsamen Aufbau".

Das Höhen-Training selbst betreffend, bin ich nun wirklich der aller letzte der dazu "allgemeingültig" antworten könnte. Aber spontan denke ich, dass gerade "Mein Herr Marquis" dazu prima geeignet wäre. Musica20, probier' doch die Stellen, in denen es heißt "Wenn ich lache, ha ha ha ha ha ha" mal in verschiedenen Tonlagen aus. Da kannst Du sogar eine Einsingübung daraus machen.


Liebe AK-Kontraalt,
Wie hoch singst Du denn jetzt maximal und wie tief? Nicht nur Wohlfühllage, sondern gesamter Stimmumfang, meine ich. Ich konnte auch noch recht gut Höhe gewinnen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hoch singen lernen?
BeitragVerfasst: 31.07.2017, 00:33 
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Gesamt-Umfang ansonsten - will ich eigentlich gar nicht verraten. Glaubt mir eh' keiner. An wirklich guten Tagen ist oben maximal ein d2, aller-allerhöchstens vielleicht auch noch ein es2 antippbar. Das ist dann aber wirklich eine Gewaltaktion. Ich sage immer, das ist mein Mount Everest. SINGEN würde ich das nicht nennen, und es fühlt sich an als würden die Stimmlippen dabei fast zerreißen. Das gefällt denen definitiv überhaupt nicht. Im Gesangsunterricht war stets bei a1, allerhöchstens b1 Schluss. Höher ging es einfach nicht. Da konnten meine beiden Lehrer sich einfallen lassen was sie wollten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Hoch singen lernen?
BeitragVerfasst: 31.07.2017, 09:32 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:
Gesamt-Umfang ansonsten - will ich eigentlich gar nicht verraten. Glaubt mir eh' keiner. An wirklich guten Tagen ist oben maximal ein d2, aller-allerhöchstens vielleicht auch noch ein es2 antippbar.

Das wären dann, wenn ich mich an Deine anderen Posts recht erinnere, ca. 3 bis 3,5 Oktaven? Und warum sollte Dir das keiner glauben?

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 Betreff des Beitrags: Re: Hoch singen lernen?
BeitragVerfasst: 01.08.2017, 19:17 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:
Gesamt-Umfang ansonsten - will ich eigentlich gar nicht verraten. Glaubt mir eh' keiner. An wirklich guten Tagen ist oben maximal ein d2, aller-allerhöchstens vielleicht auch noch ein es2 antippbar. Das ist dann aber wirklich eine Gewaltaktion. Ich sage immer, das ist mein Mount Everest. SINGEN würde ich das nicht nennen, und es fühlt sich an als würden die Stimmlippen dabei fast zerreißen. Das gefällt denen definitiv überhaupt nicht. Im Gesangsunterricht war stets bei a1, allerhöchstens b1 Schluss. Höher ging es einfach nicht. Da konnten meine beiden Lehrer sich einfallen lassen was sie wollten.


Soweit ich mich erinnere, war es unten mindestens A, wäre also A bis d´´oder es´´, mit Wohlfühllage bis a´. A bis a´ ist doch gut! Es ist halt, wie bei Kontraalt normal, tiefer als Alt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hoch singen lernen?
BeitragVerfasst: 04.08.2017, 22:52 
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Zitat von Moniaqua: "Das wären dann, wenn ich mich an Deine anderen Posts recht erinnere, ca. 3 bis 3,5 Oktaven? Und warum sollte Dir das keiner glauben?"

Ui ui ui, ich glaube da hast Du Dich verzählt mit den Oktaven - 3 Oktaven schaffen Profisänger, aber nicht ich :n111:
Vom d2 eine Oktave abwärts wäre d1, zwei Oktaven tiefer das kleine d und drei Oktaven tiefer das große D, dreieinhalb Oktaven tiefer wären wir beim Kontra-A - ups... :kaffee
Ich habe bisher noch keinen Bass gehört der so weit runter kommt - das klappt, glaube ich, nur in DIESEM Modus: :n117:

Die Aussage, was mir keiner glaubt, die bezog sich auf den "Höhen"-Umfang. Dass es tatsächlich Frauenstimmen gibt die keinen einzigen Ton der zweigestrichenen Oktave singen können, das glaubt einem keiner. c2 und d2 sind für mich Königin-der-Nacht-Töne - nur kurz antippbar, aber an "richtig" singen ist da überhaupt nicht zu denken. Und auch dieses Antippen geht, wie bereits schon geschrieben, nur an wirklich guten Tagen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Hoch singen lernen?
BeitragVerfasst: 04.08.2017, 23:04 
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@Contraalta: Nein, a' ist für mich absolut keine Wohlfühllage! Ich habe diesen Ton als Tenor-Chorsänger(in) sehr oft zu singen, aber mir würde f' oder fis' eigentlich auch reichen... :n30:

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 Betreff des Beitrags: Re: Hoch singen lernen?
BeitragVerfasst: 05.08.2017, 21:52 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:
Ui ui ui, ich glaube da hast Du Dich verzählt mit den Oktaven - 3 Oktaven schaffen Profisänger, aber nicht ich

Eh. Stimmt. 2,5 bis 3 hätte es sein sollen :oops:
Zitat:
Die Aussage, was mir keiner glaubt, die bezog sich auf den "Höhen"-Umfang. Dass es tatsächlich Frauenstimmen gibt die keinen einzigen Ton der zweigestrichenen Oktave singen können, das glaubt einem keiner. c2 und d2 sind für mich Königin-der-Nacht-Töne - nur kurz antippbar, aber an "richtig" singen ist da überhaupt nicht zu denken. Und auch dieses Antippen geht, wie bereits schon geschrieben, nur an wirklich guten Tagen.

Jajenu, wenn Du so weit runter wie ein Tenor kommst, wieso solltest Du dann weit raufkommen, wenn ein gewöhnlicher Choralt beim e'' schon die Stirn runzelt, beim f'' das Jammern anfängt und beim g'' schon gut meckert? Die Tenöre jammern ja auch ab dem a' :n66:

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 Betreff des Beitrags: Re: Hoch singen lernen?
BeitragVerfasst: 07.08.2017, 14:47 
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moniaqua hat geschrieben:
AK-Kontraalt hat geschrieben:
Ui ui ui, ich glaube da hast Du Dich verzählt mit den Oktaven - 3 Oktaven schaffen Profisänger, aber nicht ich

Eh. Stimmt. 2,5 bis 3 hätte es sein sollen :oops:
Zitat:
Die Aussage, was mir keiner glaubt, die bezog sich auf den "Höhen"-Umfang. Dass es tatsächlich Frauenstimmen gibt die keinen einzigen Ton der zweigestrichenen Oktave singen können, das glaubt einem keiner. c2 und d2 sind für mich Königin-der-Nacht-Töne - nur kurz antippbar, aber an "richtig" singen ist da überhaupt nicht zu denken. Und auch dieses Antippen geht, wie bereits schon geschrieben, nur an wirklich guten Tagen.

Jajenu, wenn Du so weit runter wie ein Tenor kommst, wieso solltest Du dann weit raufkommen, wenn ein gewöhnlicher Choralt beim e'' schon die Stirn runzelt, beim f'' das Jammern anfängt und beim g'' schon gut meckert? Die Tenöre jammern ja auch ab dem a' :n66:


Hohe Tenöre kommen gut in die zweigestrichene Oktav, sind aber in Amateurchören selten, aber ich kenne ein paar. Und Baritone, die Tenor singen, jammern natürlich ab ca. f´oder sogar darunter bereits.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hoch singen lernen?
BeitragVerfasst: 01.10.2017, 14:17 
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Octaviane hat geschrieben:
Wichtig ist Geduld und bloß nichts erzwingen wollen. Ich gebe da deinem GL ganz recht. Ich bin der Meinung - solange die Veranlagung für die Höhe da ist und keine ernsthaften gesundheitlichen Faktoren entgegen stehen, wird sich die Höhe bei richtigem Training und guter Technik irgendwann tatsächlich "freischalten". So war es zumindest bei mir. Ich hatte früher auch Höhenangst und jetzt freue ich mich über jeden hohen Ton (ok, über fast jeden, manche sind auch einfach blöd komponiert *g* big_lala).
Wie ich in einem anderen Thread schon schrieb - mir hat es sehr geholfen, mich eine Weile auf die Mittellage (und meine Technik) zu konzentrieren, das hat sehr dabei geholfen, die Höhe zu erschließen.
Octaviane


Liebe Musica20,

Dein Post könnte auch von mir sein... Ich gebe Octaviane auf jeden Fall Recht! Wobei ich mich leider (noch) nicht über jeden hohen Ton freue, aber es wird besser. Ich singe jetzt seid ca. 3 Jahren mit mal regelmäßigem, mal unregelmäßigem Unterricht und vielen Krisen zwischendurch, in denen ich schon öfter alles hinwerfen wollte. Besonders jetzt zum Schluß war es mir einfach egal und ich hatte schon geplant nur noch zum Spaß für mich selbst zu singen. Ich habe in dieser Zeit viel Sport gemacht, Stressbewältigung (Yoga) in Angriff genommen und viel in der Mittellage gesungen. Und plötzlich klappt es mit der Höhe und das Singen fällt mir so leicht wie noch nie. Und ich mag meine Stimme endlich. Es ist wirklich so als hätte jemand einen Schalter umgelegt.
Ich drücke dir die Daumen!

Liebe Grüße!


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 Betreff des Beitrags: Re: Hoch singen lernen?
BeitragVerfasst: 02.10.2017, 13:11 
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Ich halte nichts von Höhentraining.
Solange beim Singen der leiseste Zweifel existiert, ob man den kommenden Ton schaffen kann, wird die Stimme nie völlig frei sein. Dann misslingt der Ton einmal oder zweimal und die Abwärtsspirale beginnt. Und so entsteht die Höhenangst. Wenn man bereit für eine Arie ist, wird sie einem leicht vorkommen - "zu schwer" ist immer auch "zu früh".
Meine Schüler lernen die Höhe "nebenbei". Mit wachsender Sicherheit und mehr Routine kommen die hohen Töne nach und nach immer mehr dazu. Und was beim Einsingen sicher läuft, geht als nächster Schritt auch in der Literatur, aber nur, wenn ich mich auch dort sicher fühle. Und eben erst als nächster Schritt. Wer ein c"' antippt, muß deswegen noch lange nicht Literatur in der Lage singen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hoch singen lernen?
BeitragVerfasst: 02.10.2017, 13:25 
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Carrie hat geschrieben:
Ich halte nichts von Höhentraining.
Solange beim Singen der leiseste Zweifel existiert, ob man den kommenden Ton schaffen kann, wird die Stimme nie völlig frei sein. Dann misslingt der Ton einmal oder zweimal und die Abwärtsspirale beginnt. Und so entsteht die Höhenangst. Wenn man bereit für eine Arie ist, wird sie einem leicht vorkommen - "zu schwer" ist immer auch "zu früh".
Meine Schüler lernen die Höhe "nebenbei". Mit wachsender Sicherheit und mehr Routine kommen die hohen Töne nach und nach immer mehr dazu. Und was beim Einsingen sicher läuft, geht als nächster Schritt auch in der Literatur, aber nur, wenn ich mich auch dort sicher fühle. Und eben erst als nächster Schritt. Wer ein c"' antippt, muß deswegen noch lange nicht Literatur in der Lage singen.



Liebe musica20
genau so ist es, wie Carrie schreibt, zunächst ist es wichtig die Mittellage zu beherrschen, darauf kann die Höhe aufgebaut werden. Mit Druck erreicht man nichts.

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Wirklich gute Freunde sind Menschen, die uns genau kennen und trotzdem zu uns halten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hoch singen lernen?
BeitragVerfasst: 02.10.2017, 18:36 
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Hallo ihr Lieben :)
Danke erstmal für die vielen Antworten. Ich bin jetzt ja zwischendurch beim Üben und kann tatsächlich einige Fortschritte in der Höhe sehen aber leider sind sie verschwindend gering und es ist teilweise echt frustrierend :/
Es ist ganz merkwürdig, das lange c"' am ende bereitet mir gar nicht mal so viele Probleme wie gedacht (also wenn man wirklich niedrige Ansprüche stellt) aber dafür ist stellenweise ein angetipptes h" oder a" manchmal schon fast unmöglich. Da verstehe ich meine Stimme momentan einfach nicht. Beim Einsingen bin ich jetzt knapp bei e"', es klingt nicht so schön aber getroffen ist es immerhin meistens. Aber es kommt so oft vor dass die Stimme beim Üben wegbricht das frustriert mich auch immer unglaublich...
Naja dagegen diese Stücke zu singen kann ich ja schlecht was machen, wenn mein Lehrer mir sie über die Ferien gegeben hat. Ich bin auch wirklich sehr motiviert aber ich bin leider sehr ungeduldig und unglaublich kritisch mit meiner Stimme


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 Betreff des Beitrags: Re: Hoch singen lernen?
BeitragVerfasst: 20.10.2017, 17:30 
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Liebe Musica20,

jede Stimme ist unterschiedlich. Vermutlich hat das was mit der Masse der Stimme zu tun, ob ihr Staccato oder Legato bzw länger ausgehaltene Töne besser bzw leichter bewältigen kann. Außerdem wird es immer bevorzugte Tonbereiche geben ("Sahnelage"), was u.a. vom Passagio (Registerwechsel) abhängig ist. Es gibt ja nicht nur zwischen der Mittel- und Kopfstimme einen Übergang (bei den meisten Sopranen zwischen e" und fis"), sondern auch zwischen der Kopfstimme und dem Pfeifregister (h"-cis'"), das"von bis" zeigt schon, dass es interindividuelle Unterschiede gibt, wo genau das liegt. In der Übergangslage fällt der leichte Stimmansatz manchen (schwereren Stimmen) schwieriger als drunter oder drüber. Das kann ein Grund für dein Problem mit der Adele-Arie sein. Am Phrasenende kommt noch das Problem mit der ausreichenden Körperbeteiligung (Unterstützung) dazu.

Ohne dich gehört live zu haben fällt es schwer eine brauchbare Lösung zu geben, aber du kannst experimentieren mit Übungen, die nicht in der Problemlage enden oder diese als Schwerpunkte haben (z.B. bei gebrochenen Dreiklängen).
Was mir geholfen hat, sind übungen von oben nach unten (nicht höher als h") um den leichten Ansatz zu trainieren. Gut funktionieren Übungen auf "guckuck", wo man sich auf den Stammschluss (g) fokussiert und die Lautstärke und Kraft vernachlässigt (um nicht zu drücken). Staunende Einstellung ist bei der Einatmung sinnvoll.

Ich hoffe, dir wenigstens ein bisschen weiter geholfen zu haben ;)

Liebe Grüße,
Olympia

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 Betreff des Beitrags: Re: Hoch singen lernen?
BeitragVerfasst: 20.10.2017, 17:58 
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Nachtrag:
Am besten nicht zu weit oben anfangen (hohe Mittellage), dann erstmal abwärts (je tiefer, desto höher die Entspannungswirkung für die Stimme), dann ungefähr eine Terz höher fortsetzen, wieder runter gehen (ganzer Stimmumfang), immer weiter bis h".

Bsp: 1. Runde: d"-h'-g'-h'-d"-h'-g'-d'-g'
des"-b'-ges'...
c"-a'-f'....
...
a-f-d-f-a-f-d-A-d

2. Runde: fis"-dis"-h'...
f"-d"-b'...
e"-cis"-a'...
...
a-f-d...
3. Runde: as"-f"-des"...
g"-d"-h'...
fis"-dis"-h'...
...
a-f-d...
4. Runde: h"-gis"-e"...
...
a-f-d...



ich hoffe, das Schema ist in etwa nachvollziehenbar? Auf jeden Ton Staccato "gu(ck)" singen, dann ist für maximalen Stimmschluss gesorgt bei gleichzeitiger maximalen Feinmassigkeit der Stimmbänder --> ideale Vorbereitung für hohen Stimmansatz. Wichtig ist, immer bis in die tiefste Tiefe mit DERSELBEN Leichtigkeit zugehen, dass die Stimmbänder zwischendurch wieder entspannen können.


Viel Spaß beim Ausprobieren :D

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