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BeitragVerfasst: 25.12.2017, 00:33 
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Oberratgeber
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Es ist schlichtweg eine Binsenweisheit: Ein und derselbe Ton kann für den einen Sänger "hoch", für einen anderen als "bequeme Mittellage" und für wieder einen anderen als "tief" empfunden werden, je nachdem welche Stimmlage diejenigen haben. Aber ich habe immer wieder festgestellt, dass es dazu gar nicht verschiedene Sänger braucht. Ich bin z. B. immer wieder verblüfft darüber, wie "hoch" sich ein d1 und erst recht ein e1 anfühlt, wenn ich die Bass-Chorstimme mitsinge - für einen Tenor sind solche Töne doch noch überhaupt nicht hoch, und innerhalb des Tenorparts fühlt es sich auch nicht "hoch" an. Dass es in diesem Falle eher an der Noten-Optik liegt - im Bass-Schlüssel sieht ein e1 eben wirklich hoch aus - glaube ich eigentlich nicht, denn dieses Phänomen erlebe ich auch dann wenn ich auswendig singe. Welche "Tücke" der Natur ist denn das nun wieder? :grübel

fragt sich
AK-Kontraalt

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Das Vergänglichste, wenn es uns wahrhaft berührt,
weckt in uns ein Unvergängliches.

(Friedrich Hebbel)


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BeitragVerfasst: 26.12.2017, 14:01 
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Liebe AK-Kontraalt,

ein wirklich interessantes Thema hast du da aufgemacht!
Zunächst möchte ich etwas zu der "Binsenweisheit" sagen, die offenbar gar nicht so selbstverständlich ist wie angenommen: Ich hatte doch tatsächlich vor einigen Jahren eine Diskussion mit einem Musiker genau über dieses Phänomen, dass ein c' nicht für jede Stimmlage gleich hoch /tief ist. Ich konnte meinen Ohren kaum trauen, dass es offenbar Menschen gibt, die sogar komponieren(!), ohne sich über diese Tatsache bewusst zu sein. Als ich ihm klarzumachen versuchte, warum ich als hoher Sopran nicht bequem taktelange laute c' singen kann, warf er mich alle ernstes aus seinem Studio raus. War mir dann auch recht, wenn er so ahnungslos ist!

Zum Thema "gleicher Ton selbe Stimme" gibt es ja viele Bedingungen zu nennen, die sich darauf auswirken: Tagesform, Anspannungsgrad der Muskulatur (vor allem Nacken), Energie (Fitness /Müdigkeit), aber auch die Tessitur des Stückes (Bruchlage ist für viele anstrengender als drunter oder drüber) und Intervalle (welche Sprünge, vielleicht auch noch auf einen Bruchton, oder eher kleinschrittig). Ist es eher im Schwung oder ist der schwierige Ton auf betonter Zählzeit? Vielleicht sogar am Phrasenende (mit am schwierigsten)?
Und dann nicht vergessen: Die Vokale bzw Konsonanten!
Die Tonlänge hat natürlich auch ihren Einfluss...

Kenn ich alles ;-)
Liebe Grüße,
Olympia

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