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 Betreff des Beitrags: Gibt es wirklich so wenige Tenöre?
BeitragVerfasst: 25.01.2010, 18:31 
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Hallo,

nach längerer Chorpause nun wieder in selbigen zurück gekehrt, bietet sich das selbe Bild wie eh' und je: Der Tenor ist die quantitativ am schwächsten besetzte Stimmgruppe. Das ist in allen Laien-Chören so. Und immer wieder frage ich mich, warum ist das so?

Gäbe es tatsächlich so wenige Tenöre, dann hätte doch kein Komponist Chorstücke mit eben dieser Stimmlage komponiert wenn sie kaum ein Mensch überhaupt singen kann. Die übliche Chorbesetzung wäre dann doch eher Sopran - Alt (Mezzo) - Bariton - Bass. War der Tenor schon immer so schwer zu besetzen, oder liegt der Mangel an Tenor-Sängern schlichtweg in der heutzutage höheren Stimmung begründet?

Tenorale Grüße,
AK-Kontraalt

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BeitragVerfasst: 25.01.2010, 20:52 
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Ja, das ist schon eine komische Sache, das Thema ist immer aktuell und ändert sich auch nicht. Die Chöre sind oft überaltert und ein Chor von 25 Sängern hat vielleicht 2 Tenöre, wehe es fehlt einer.

Oft wird der Tenor mit Tenösen besetzt, finde ich ganz schrecklich, man hört es auch.

Warum das so ist? Keine Ahnung, es ist meist eine unbequeme Höhe, tiefer ist bequemer. Viele Bässe in den Chören könnten durchaus auch höher singen, aber dann muß man sich anstrengen und das will keiner.

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BeitragVerfasst: 25.01.2010, 21:42 
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Wie Sand am Meer, so viele gibts (siehe Belcantoensemble - Solisten), aber traun tun wir uns halt nicht.
LG
alfredo

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BeitragVerfasst: 26.01.2010, 01:31 
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Hallo,
ich glaube alfredos Einschätzung ist sehr treffend - so sehe ich es auch.
Ich traue mich ==> kein Tenor. big_gaehn


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BeitragVerfasst: 26.01.2010, 10:24 
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Hallo Rugero
Nach meiner unmaßgeblichen Meinung, schließe ich mich deiner Auffassung an. Ein Tenor ,wird nach meinen Erfahrungen beim Gesang am meisten gefordert, wie ein Sprinter in der Leichtathletik. Ein Sprinter könnte wohl immer noch, wenn er älter wird, die 400 Meter laufen. So ähnlich geht es m.E. auch dem Tenor, er könnte immer noch Bariton singen.
Viele Grüße
Joachim


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BeitragVerfasst: 26.01.2010, 13:10 
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Vielleicht sind manche Bässe und Baritöne in Laienchören ja auch eigentlich Tenor und wissen es nur nicht... Um die höhere Lage bequem singen zu können muss die Stimme auch einigermaßen trainiert sein - das könnte auch noch ein Grund für den Mangel an Tenorstimmen in Laienchören sein. Denn unter den (Semi-)professionellen Sängern kenne ich zumindest mehr Tenöre als echte tiefe Stimmen. (Ähnliches gilt für Frauenstimmen - oftmals sitzen da auch verkappte Soprane, die einfach ihre Höhe noch nicht richtig entdeckt haben, im Alt - auf dem Niveau, auf dem die Belcanto-Solisten singen, sind dann aber die Soprane ja eindeutig in der Überzahl)

LG

Octaviane (im Augenblick nur für stumme Rollen zu gebrauchen :abgelehnt )

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BeitragVerfasst: 26.01.2010, 15:53 
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Hallo Octaviane
Das ist eine sehr interessante Theorie und deckt sich mit meinen Feststellungen.
Viele Grüße
Joachim


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BeitragVerfasst: 26.01.2010, 23:19 
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Ja, es könnte zutreffen, dass in Profichören mehr Tenöre anzutreffen sind, als in Laienchören, weil deren Stimmen durfchtrainiert sind.
Es könnte aber auch eine andere Theorie zutreffen, nämlich dass die Länge der Stimmbänder in Abhängigkeit der Größe des Kehlkopfes ist und dieser wiederum von der Körpergröße abhängig ist.
Da die Menschen, dank unserer guten Ernährung, um nicht Design-Ernährung zu sagen, im Laufe der Generationen immer größer werden, werden die Stimmbänder, einschließlich dem Kehlkopf enstprechend länger bzw. größer.
Überlegen wir einmal, wie klein die deutschen Männer noch vor 100 Jahren waren! - Von anderen Ländern ganz zu schweigen! - Interessant ist ja auch die tatsache, dass in den skandinavischen Ländern mehr große Menschen anzutreffen sind, als in den südlichen Ländern.
Wir haben 12 Tenöre in unserem Chor. Mit Ausnahme eines Tenors sind alle diese Männer relativ klein! - Aus dieser Beobachtung entnehme ich diese meine Erkenntnis.

Musikalische Abendgrüße,

vox clara :hund

P.S. Liebe Oktaviane, mit dem heutigen Tag feierst du deine 5jährige Mitgliedschaft in diesem Forum. - Ist dir das schon aufgefallen? - Gratulation! big_applaus


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BeitragVerfasst: 26.01.2010, 23:21 
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Habe mich um ein Jahr vertan! Pardon! - Aber trotzdem big_applaus


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BeitragVerfasst: 27.01.2010, 00:59 
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Hallo Rugero, liebe Runde,
vielleicht trauen wir Tenöre, uns gut erkennend, zurecht nicht?
So weit, wie du, Joachim, gehst, wenn du meinst, ein "ausgesungener" Tenor könnte jedenfalls noch als Bariton tadellos weitermachen, will ich nicht gehen. Welcher Stimmgattung gehörst du denn an?
Aber die Baritone getrauen sich halt wenigstens.
Sonst nichts Neues im Süden.
LG alfredo haushalt__005.gif

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BeitragVerfasst: 27.01.2010, 02:10 
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Lieber alfredo,
sicherlich ist das Problem komplexer.
Aber humoristisch darf man es trotzdem beobachten.

Schade, wenn es denn so ist, kann man nur angehende oder schlummernde Tenöre
ermuntern, sich der Herausforderung zu stellen und schleunigst mit dem Gesangsunterricht anzufangen.

Den Bariton wurmt es oft, dass der Tenor so im Rampenlicht steht aber was will man denn:
Kaiser und Könige sind oft Bässe
Die Bösewichter und Gegenspieler oft Baritone
Die Tenöre ewige Liebhaber und Helden

Was ist abwechslungsreicher, was reizvoller?

Tamino und Papageno in der Zauberflöte sind wohl gleichauf beliebt.

Liebe Grüße rugero
big_baden

P.S.:
Ähnlich wird es wohl bei den weiblichen Stimmen verteilt sein.


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BeitragVerfasst: 27.01.2010, 02:53 
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rugero hat geschrieben:
Den Bariton wurmt es oft, dass der Tenor so im Rampenlicht steht aber was will man denn:
Kaiser und Könige sind oft Bässe
Die Bösewichter und Gegenspieler oft Baritone
Die Tenöre ewige Liebhaber und Helden

Was ist abwechslungsreicher, was reizvoller?

Tamino und Papageno in der Zauberflöte sind wohl gleichauf beliebt.
P.S.:Ähnlich wird es wohl bei den weiblichen Stimmen verteilt sein.
Liebe Grüße rugero
big_baden


ja, das ist beim Mezzo nicht anders. In geistlicher Literatur haben die Mezzi meist die traurigen Lieder, in der Oper oft das Biest...so ist es nun mal.

Ich bin aber sehr zufrieden mit der traurigen Literatur.

big_bye

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BeitragVerfasst: 27.01.2010, 16:03 
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Hallo Vox clara.
Das ist eine interessante Theorie. Dass die Köpfte und Gesichter der Menschen immer länger wird, ist wissenschaftlich untermauert. Das führt zunehmend beispielsweise, bei der Ausbildung der Zähne zu Problemen. Ob auch die Stimmbänder anteilig wachsen weiß ich nicht -wäre aber möglich. Die Männer haben, im Schnitt eine Stimmbandlänge von 25 Millimeter, die Frauen von 18. Es kommt aber nicht nur auf die Länge der Stimmbänder, sondern auch auf das Schwingungsverhalten an. Sicherlich gab es viele kleine Tenöre. Fritz Wunderlich-den ich Mal in Kusel getroffen habe, gehörte nicht dazu. Er war eine stattliche Erscheinung. Ich denke es muss noch andere Gründe geben, wenn es stimmt, dass es zu wenig Tenöre gibt.
Hallo Alfredo
Als Kind hatte ich einen Kindersopran. Ich war in der Lage, so hoch wie ein Kastrat zu singen. Und musste zu Weihnachten in der Kirche vorsingen. Deswegen interessieren mich die Kastraten sehr und ich habe, dem Kastraten "Valentino", in meinem neuen Buch ein großes Kapitel gewidmet. Ich habe die Länge meiner Stimmbänder nicht nachgemessen-das ist für mich auch nicht wichtig. Ich komme mit den Gesangstücken von Quasthoff gut klar, sodass ich denke, dass ich ein Bariton (kein Bassbariton) bin.
Viele Grüße
Joachim


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BeitragVerfasst: 27.01.2010, 22:15 
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Das Thema - Stimmlage in Abhängigkeit der Körpergröße - hatten wir doch schon mal?

Sicher - Bässe sind oft groß und schlank, Tenöre eher klein und untersetzt. Allerdings kenne ich auch genügend Tenöre (mit einem lebe ich sogar zusammen :92 ), die eher hochgewachsen sind. Und ich selbst bin ja auch groß und trotzdem Sopran - kein extrem hoher vielleicht, aber dennoch Sopran. Kann man wohl also doch nicht verallgemeinern.

LG

Octaviane

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BeitragVerfasst: 28.01.2010, 00:50 
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Ja, Oktaviane, das Thema hatten wir schon einmal. - Solange mir niemand das Gegenteil stichhaltig beweisen kann, glaube ich an diese Theorie. - Dass es Ausnahmen bezüglich der Körpergröße und der Größe des Kehlkopfes bzw. der Länge der Stimmbänder gibt, ist auch klar. - Es gibt sie in allen Bereichen.
Und es ist richtig, Oktaviane, dass bei Frauen diese Theorie nicht zutrifft. - Warum dies so ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

Sangesfreudige Grüße,

vox clara :hund


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BeitragVerfasst: 28.01.2010, 22:48 
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@Musika:

"Schreib' nichts gegen die Tenös',
denn sonst werd' ich wirklich bös'!" big_wut1

@alle:

Ihr meint also, es gibt gar nicht so wenige Tenöre, sondern es singen viele nur deshalb im Bass mit weil sich nie mal jemand die Mühe gemacht hat, sich die Stimme genauer anzuhören?

Zu dieser These kann ich auch etwas beisteuern.

Eine Lehrerin wollte mit unserer Schulklasse mal etwas Vierstimmiges einstudieren. Und sie gedachte das "Problem" der Tenor-Besetzung dergestalt zu lösen dass sie einfach ein paar Jungs die ihr "musikalisch" erschienen zum Tenor abkommandierte. Das funktionierte dann aber gar nicht. Die haben sich allesamt geweigert diesen Part in der nächsten Stunde wieder zu singen.

Daraufhin fragte ich die Lehrerin dann, warum sie denn nicht den X und den Y im Tenor singen lasse - zwei Jungs bei denen ich gehört habe dass sie Tenöre sind. Okay, das wurde ausprobiert, sie stellten fest dass ein g1 ja gar kein so hoher Ton und überhaupt die Tenorlage ja viel angenehmer sei - und sangen fortan nie wieder im Bass mit, sondern bildeten mit mir die Tenor-Troika. :n110:

Bei meinem ehemaligen GL ist ein Schüler der ursprünglich als Bariton tituliert wurde. Bei dem habe ich aber immer gedacht das müsse doch ein Tenor sein. Beim letzten Schülerkonzert sang er dann erstmals als Tenor vor. Ich bin gespannt auf die weiteren Vorsingen dieses "Aufsteigers".

Nochmals zu den Laienchören: Ich habe gelegentlich Wechsel zwischen Sopran und Alt erlebt, aber noch keinen einzigen zwischen Tenor und Bass!

@Octaviane: :n114:

Viele Grüße,
AK-Kontraalt

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(Friedrich Hebbel)


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BeitragVerfasst: 29.01.2010, 00:25 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:
@Musika:

"Schreib' nichts gegen die Tenös',
denn sonst werd' ich wirklich bös'!" big_wut1



big_hihi

Ich werde nicht direkt bös, aber schimpfe natürlich auch nicht über etwas, was ich selber gelegentlich mache im Kirchen - Männerchor.

Allerdings eignen sich die wenigsten Stimmen, die sonst im Alt sitzen (ich sags mal so) wirklich dafür, sondern ruinieren sich damit eher, weil für sie die Tessitur doch zu tief ist oder sie nicht wissen, wie das technisch am besten anzugehen ist.

Ich bin kräftig genug da unten und kann die Stimme so führen, dass sie sich mit den Herren mischt, was sogar in der tiefen Lage besser klappt, als es in den anderen Chören jemals ging. Solo singe ich hier ja nicht, das könnten einige der Jungs selber.

Es ist eine Variante, mit der ich mit der Stimme arbeite. Die Jungs wollten mich nach Einlösung der dahinterstehenden Wette behalten:-)

Grüße


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BeitragVerfasst: 27.09.2010, 20:46 
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Octaviane hat geschrieben:
Vielleicht sind manche Bässe und Baritöne in Laienchören ja auch eigentlich Tenor und wissen es nur nicht...


...und die Hälfte der Sopräne sollte eigentlich im Alt singen (tun wir nicht, ist nicht chic genug! Da hören wir lieber beleidigt auf, wenn einem das nahegelegt wird!) und dafür die Hälfte der "Alten" im Sopran (ist halt einfacher so) und im "Tenor" gibts auch - doch, doch! - so "Mann-chen", der besser im (hohen) Baß aufgehoben wäre, weil er die Höhe nicht wirklich hat. Aber was soll's: Des Menschen Wille ist sein Himmelreich...

Ich glaub', ich krieg grad schlechte Laune...

Nee, ernsthaft: bei vielen Bässen ist es einfach Faulheit. Aus diesem Grund singen in vielen schlechten Chören ja auch die "besseren", vielleicht sogar ausgebildeten Bässe den hohen Bass, weil: die können das, sogar wenn sie eine wummernde Tiefe hätten, mit dem sie zu zweit oder gar allein dem ganzen Chor Paroli bieten könnten, da die anderen gleich von vorneherein den einfacheren Weg gehen und lieber irgendwo rumgrummeln.

Und so sind halt viele Chöre nicht so gut, wie sie eigentlich sein könnten.

Das mit der Körpergröße ist Quatsch, aber ich mag's hier nicht nochmal aufwärmen, das ist in verschiedenstenen Foren schon ad extenso breitgetreten worden.

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Der Sänger singt am Weiher leise, doch singt er etwas leierweise.


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BeitragVerfasst: 27.09.2010, 21:36 
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Jaja, dazu fällt mir nur der erstaunte Kommentar meiner Schwiegermutter ein (begeisterte Laienchorsängerin - im Alt), als ich ihr erklärte, dass es aus rein wirtschaftlichen Erwägungen besser für mich gewesen wäre, Alt zu sein, da die Konkurrenz da im Profi- und Semiprofibereich nun einmal nicht so groß ist wie bei den Sopranen (allein, die Natur hatte nun mal anderes mit mir vor big_engel ) :"Ach, das sind also nicht nur die, die nicht hoch singen können"

Liebe Tieftöner - bevor ihr nun - zu Recht - empört aufbegehrt: Ich habe meiner lieben Schwiegermama (hoffentlich erfolgreich) versucht, die Sachlage zu erläutern :92

Wobei ich es schon interessant finde, warum es so wenig wirklich tiefe (Frauen-)Stimmen zu geben scheint. Im Bereich der ausgebildeten Stimmen kommt es mir nämlich eher so vor, als seien die Tieftöner Mangelware.

Liebe Grüße

Octaviane

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BeitragVerfasst: 27.09.2010, 22:47 
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Hallo, Octaviane,

naja, wenn man so ein Dinosaurier ist wie ich, behandelt einen die Literatur auch als solchen und bleibt sehr überschaubar, sodass ich mir immer, wenn mit belcanto was ist, überlegen muss, ob ich nicht schon letztes jahr dasselbe am gleichen Ort gesungen habe. big_gruebel

Den besagten Spruch deiner Schwiegermama kenne ich sehr wohl, ja, in meinem Kirchenchor war das für viele Standard und drum wollte ich überhaupt nicht in den Alt zunächst. Die spinnen wohl, die Römer... Mein Vater, der viele Jahre Chordirigent war, hat allerdings immer gesagt, dass er nur wenige schöne Altstimmen gehabt hat.

Die Herren waren so eine Sache für sich. Meistens gab es einen weitgehend sicheren Tenor, gelegentlich flankiert von paar Buben mit noch nicht beendetem Stimmbruch (die irgendwann erstmal wieder aufgaben) und mindestens fünf gestandene Mannsbilder rumpelten mehr oder weniger im Bass rum, einige mit recht wohlklingenden Stimmen, aber reichlich unmusikalisch. Es klang einigermaßen unterhaltsam:-). Die halbe Probe ging für die meistens drauf und Vatern kriegte sich hinterher oft stundenlang nicht mehr ein vor Frust über das Gegröle.

LG
dola


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