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BeitragVerfasst: 31.03.2012, 13:58 
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na dann, noch ein persönlicher Beispiel:

ich habe in meiner Jugend in Sopran gesungen. Und da ich jung war, haben mich die älteren Mitglieder des Chores immer in die erste Reihe gedrängt (un da ich ja eine Rampensau bin, war mir das auch recht... :D)
Bei einer Studioaufnahme passierte das ähnlich. Bei einem Lied hat die Musik eher die helle Sopran gewünscht, und da ich eine vollere Stimme habe, hat mich die Chorleiterin gebeten, nach hinten zu stehen. Habe ich auch getan, habe aber gleichzeitig ihre Aussage völlig falsch verstanden, und nach dieser Aufnahme ihr gesagt, dass ich eigentlich ja auch die Tiefe habe, dann setze ich mich zu den Alti. Und sie hat das so zugelassen. Ab dem Zeitpunkt habe ich fest daran geglaubt, dass ich eine Alti bin mit einer - für Alti ungewöhnliche - Höhe...
Erst in den letzten Jahren, als ich zunehmend Gesangunterricht genommen habe, ist es mir klar geworden, dass ich alles andere als ein Alt bin. :D :D

Übrigens: in unserem Chor war damals gerade "chick" Alt zu sein, weil wir gesagt haben: na ja, die Sopranmelodie kann jeder lernen, aber um die Nicht-Hauptmelodie zu lernen brauchst du doch mehr Intelligenz... :D :D
Bitte, liebe Soprani, das ist nicht als Beleidigung gemeint, wahr höchstwahrscheinlich eher als Sebstschutz gemeint, damit wir für uns plausibel gemacht haben, Alti seien doch genauso wertvoll wie Soprani. :)

schöne Grüße,
Petronella

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It's the possibility of having a dream come true that makes life interesting. (Paulo Coelho, The Alchimist)


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BeitragVerfasst: 31.03.2012, 19:56 
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petronellaiz hat geschrieben:
Übrigens: in unserem Chor war damals gerade "chick" Alt zu sein, weil wir gesagt haben: na ja, die Sopranmelodie kann jeder lernen, aber um die Nicht-Hauptmelodie zu lernen brauchst du doch mehr Intelligenz... :D :D
Bitte, liebe Soprani, das ist nicht als Beleidigung gemeint, wahr höchstwahrscheinlich eher als Sebstschutz gemeint, damit wir für uns plausibel gemacht haben, Alti seien doch genauso wertvoll wie Soprani. :)

schöne Grüße,
Petronella


Ich fürchte, das kommt häufiger vor. Ich kenne eine Sängerin, die wegen ihrer Sicherheit mit genau diesem Argument im Jugendchor in den Alt gesetzt wurde ("kann 2. Stimme singen..."). Und dort blieb sie dann erst einmal, auch im nächsten Chor. Erst die dritte Chorleiterin hat festgestellt, daß sie "eigentlich" hoher (!!!) Sopran ist...
Die Leiterin von besagtem Jugendchor war übrigens pensionierte Opernsängerin... auto004 sie hätt's eigenlich wissen müssen

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Der Sänger singt am Weiher leise, doch singt er etwas leierweise.


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BeitragVerfasst: 06.02.2013, 19:13 
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Ich selber singe als Frau im Tenor und kann auch den Bariton singen. Ich glaube auch nicht das es weniger Tiefe Frauenstimmen gibt. Es ist eher so, dass die meisten Frauen hoch singen WOLLEN, was man sich ja auch antrainieren kann im Gegensatz zum tiefen singen. Wenn eine Frau in den Tenor geht, dann ist das auch nicht immer einfach (was ich aus eigener Erfahrung weiß). Es ist also ein Vorurteil, nämlich das Frauen hoch singen, das viele Frauen dazu bewegt hohe Stimmen zu singen.

Ich hoffe ich konnte dir behilflich sein :)


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BeitragVerfasst: 07.02.2013, 00:19 
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Hallo Pianoplaymate,
bin hingerissen. Dass endlich eine Elfe sich in die Männerdomäne wagt! Gerechtigkeit! Wenn schon die Männer als Wölfe im Schafspelz sich über die Sopran- und Altrollen hermachen, warum sollte man auch die andere Wange hinhalten und nicht auch im anderen Revier wildern?
Herzliche Grüße und die besten Wünsche zum Erfolg!
alfredo

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BeitragVerfasst: 07.02.2013, 07:44 
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Hm, ich für meinen Teil möchte hauptsâchlich in der Stimmlage singen, in der sich meine Stimme wohl fühlt. Und das ist nun mal Sopran mit gelegentlichen Ausflügen ins Mezzofach. Das hat aber nichts damit zu tun, dass ich hoch singen irgendwie für was tolleres halte,nein, ich mag tiefe Stimmen sogar sehr gern, sondern dass meine natürliche Veranlagung eben Sopran sagt.
Ich möchte ja gar nicht bestreiten, dass es Frauen gibt, die mühelos in Tenorlage singen können (ich hab da schon ganz wunderbare Stimmen erlebt und bewundert), halte das aber eher für die Ausnahme. Meiner Erfahrung nach ist es doch eher so, dass viele in einer zu tiefen Stimmlage singen oder fälschlicherweise dafür gehalten werden (been there, done that), weil die höheren Register aus was für Gründen auch immer - Höhenangst, mangelnde Körperspannung, Passaggioprobleme - noch nicht erschlossen sind. Und damit oft schlicht nicht wissen welches Potential sie nach oben noch haben. Ich hab ja früher auch nicht geahnt, dass der Spaß ab f'' eigentlich erst wirklich anfängt. big_lala

Liebe Grüße

Octaviane

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BeitragVerfasst: 07.02.2013, 15:20 
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Liebe Octaviane, soweit ich dich kenne wäre es natürlich schade wenn du dich in Sphären mit der kleinen Acht unterm Violinschlüssel bewegen würdest. Aber scheinbar geht es doch, wenn man Playmates Ausführungen Glauben schenken mag. Jedenfalls würde ich gerne einmal so ein "Mäderl" mit Tenorstimme singen hören.
Nach frischen Nächten wunderschönes sonniges und warmes Wetter bei uns.
Lieben Gruß ins Land wo (noch) Milch und Honig fließt (Brüssel braucht wieder mehr Geld, wie ich höre).
alfredo

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BeitragVerfasst: 07.02.2013, 19:18 
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Ich bin auch eine erste Tenöse im Männerchor. Macht mächtig Spass: Melodie singen in bequemer Lage mitten unter absolut formvollendeten Kavalieren, entspannte Stimmung, kein Gezicke.


Bei mir hat leider beim f" der Spass schon einige Zeit aufgehört, auch wenn es da ist.

big_herz


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BeitragVerfasst: 08.02.2013, 12:24 
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Lieber alfredo,

machbar ist das sicher. Wie gesagt, ich hab's ja auch schon erlebt (wenn auch eher im modernen/ Chanson-Bereich) und finde es faszinierend, wenn ein Alt, wie etwa dola, so schön in der Tiefe rumorgelt. Mir ging es ja auch eher darum, der Aussage zu widersprechen, dass viele Frauen Sopran singen, weil sie (nur) hoch singen wollen. Das würde, wenn man tatsächlich eine tiefere Stimmlage haben sollte, ja auch auf Dauer kaum gut gehen. Aber ich denke doch, dass es unter den Frauen im Schnitt mehr Hoch- bis Mitteltönerinnen gibt als echte Tieftönerinnen, die diese Lage wirklich über längere Zeit ohne Ermüdungserscheinungen durchstehen können. Man muss sich ja nur mal bei uns im Ensemble umsehen und es kommt mE auch nicht von ungefähr, dass die Mehrheit der weiblichen Rollen im klassischen Bereich für Sopran und eben nicht für tiefen Alt oder weiblichen Tenor geschrieben ist.

Beste Grüße

Octaviane

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BeitragVerfasst: 08.02.2013, 12:30 
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ich habe es genau umgekehrt erlebt, von 150 Frauen waren mehr im zweiten Sopran als im ersten Sopran, da, wie sie selber sagten, die Lage bequemer ist als oben irgendwo in Sphären rumzusingen.

Doch es gibt tatsächlich Soprane, die eigentlich keine sind aber meine, ohne sie geht es nicht. Das kann in der Höhe sehr spitz und schrill sein.

Frauen im Tenor habe ich auch schon erlebt und zwar bei einem Männerchor. Ich habe damals die Altrhapsodie mit diesem "Männerchor" gesungen, aber auf der Aufnahme hört man es....

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BeitragVerfasst: 08.02.2013, 13:49 
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musika hat geschrieben:
ich habe es genau umgekehrt erlebt, von 150 Frauen waren mehr im zweiten Sopran als im ersten Sopran, da, wie sie selber sagten, die Lage bequemer ist als oben irgendwo in Sphären rumzusingen.


Das war aber zumindest ein seminprofessioneller Chor, oder? Es kommt ja auch auf die Literatur an, die gesungen werden soll.

Vielleicht kann man ja auch sagen, dass die Extreme einfach seltener vertreten sind, also sehr hoher Sopran und sehr tiefer Alt, respektive hoher Tenor und tiefer Bass. Die Mehrheit tummelt sich halt irgendwo dazwischen.

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BeitragVerfasst: 08.02.2013, 14:39 
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Liebe Octaviane,
aber du weißt schon, dass die in der Tiefe gurgelnden Frauen, wie unsere tolle Dola, so tief es auch klingt, trotzdem noch so ca. ein Oktaverl höher singen als die (Normal-) Tenöre, die mit der kleinen 8 unterm Violinschlüssel.
Sagen wollte ich damit, dass in Wirklichkeit die Tenöre u n e r s e t z l i c h sind, aber das weißt besonders du ja ohnehin bereits ganz genau!
Liebe Grüße
alfredo

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BeitragVerfasst: 08.02.2013, 15:51 
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Octaviane hat geschrieben:
Das war aber zumindest ein seminprofessioneller Chor, oder? Es kommt ja auch auf die Literatur an, die gesungen werden soll.


Hallo Octaviane, nein, das war ein Laienchor und keiner von Ihnen hatte jemals Gesangunterricht. Aber sie hatten professionelle Stimmbildung und der Prof. Chorleiter hat es verstanden, den Chor rund singen zu lassen, besonders die Soprane. Er sagte immer "dunkel meine Damen..." und die "iiii" wurden runder und nicht mehr so spitz, er wollte keinen Kinderchor.

Literatur war sehr gehoben, Brahms Requiem und Bruckner Te deum usw., wo auch dann der aus 180 Männern bestehende Männerchor dabei war. Die beiden Chöre, Frauen- und Männerchor sind durch die ganze Welt gereist und hatten einen Bombenerfolg.

Aber, was ich dazu sagen muss, der Professor war seeehr streng, es gab kein "Zuspätkommen", Quatschen, auch kein Flüstern oder sich zum Nachbarn wenden, er sah alles und hörte alles, aber gerade die Disziplin brachte diese Chöre zum Erfolg.

Doch es ist in fast allen kleinen Chören so, sie sind überaltert,Tenöre sind rar, bekommen keinen Nachwuchs und greifen dann müssen die Frauen ran. big_lala

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BeitragVerfasst: 08.02.2013, 17:09 
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Lieber alfredo,
Ein paar Erfahrungswerte, resultierend aus meiner gelegentlichen Experimentierlust:

ein Oktaverl ist das zum Glück nicht mal annähernd. Der Eindruck mag bei Opernarien entstehen, weil dort ziemlich hohe Spitzentöne auch beim Alt verlangt sind, aber die Durchschnittslage (tessitur) ist wesentlich näher zusammen. Im Chor bei zweiter und dritter Stimme liegt die Tessitur meist nur etwa eine Terz auseinander. Aber auch hier muss der Alt gelegentlich weiter hoch (d oder e2), das aber nicht dauernd, sondern nur selten. Bei vierstimmigen Frauenchorsätzen ist die Lage des Alt II wie die des Tenor. Da jedoch die Chorkomponisten, deren Stücke gängiges Repertoire sind, was von Stimme verstehen, ist die weibliche Bassfunktion so geschrieben, dass unsere Stimmen in die tiefen Töne besser hineingleiten können als es bei Tenorsätzen ist (ich beschreibe den mir gut in der Ausübung bekannten Vergleich mal so).
Im Männerchor manipuliere ich an der Farbe ein wenig durch strenge Fokussierung der Stimme, weniger Vibrato und etwas häufigerem Hochziehen des Brustregisters in die tenorige Höhe, um klanglich dazuzupassen. Das fällt mir aber wesentlich leichter als das krampfhafte Drosseln in anderen Chören früher, weil ich sonst immer zu bemerkbar war.Es diszipliniert mich eher auf eine gesunde Weise. ich mache es auch schon jahrelang mit und es hat die Stimme keinesfalls geschädigt. Möglicherweise ist es sogar förderlich, die Tiefe konsequent zu aktivieren.

M. E. muss man bei diesem Wildern im fremden Revier wissen, was man tut. Es haben sich schon leider einige Altistinnen im Chor als Tenoraushilfen die Stimme plattgesungen, weil ohne technisch geprägtes Singen die Versuche, sich dem Klang der Männerstimmen anzupassen, oft schiefgehen.

Ich habe eine nicht unerhebliche Zeit lang parallel in gemischten Chor die Tenorstimme, den Alt II im Frauenchor und Solo gesungen. Das ging recht organisch nebeneinander, weil der ganze Stimmumfang regelmäßig trainiert war. Eine (dauerhafte) Aushilfe im Sopran ginge hingegen gar nicht, würde zur Überanstrengung führen.

LG


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BeitragVerfasst: 08.02.2013, 21:52 
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Liebe Musika, liebe Dola,

danke jeweils für eure Erläuterungen :92

Meine Erfahrung in Laienchören war eher, dass viele Sopran singen wollen, weil "das einfacher ist" -sprich, man hat die Melodie. Aber da war die Literatur bei weitem nicht so anspruchsvoll und auch der Sopran lag weitestgehend in einer eher moderaten Lage.

Und natürlich, lieber alfredo sind Tenöre unersetzlich - wer hätte das je bestreiten wollen big_engel

Liebe Grüße

Octaviane

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BeitragVerfasst: 08.02.2013, 23:58 
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Caro Alfredo,

meinst Du nicht u n e r s ä t t l i c h.......?

Ciao. Ospite :n71: :n26:


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BeitragVerfasst: 09.02.2013, 00:15 
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Liebe Dola!
Schön, von dir zu hören! Gebe dir freilich Recht wenn du meinst dass die Stimmen näher zusammenreichen als eine Oktave. Aber:
wenn du natürlich ein A (110 Hz) zu singen hättest, was doch dann und wann im Tenorrepertoire vorkommt, wirst du wohl kaum hinunter gelangen, ergo musst du in dem Fall mit einem a (220 Hz) substituieren und da haben wir dann das Oktaverl.
Hoffe, bald wieder einmal von dir zu hören, deine Tenorlage ist in meinen Ohren legendär und dich auch zu sehen (bist du im Marienmonat in Hammelburg?)!
Herzlichst
alfredo

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BeitragVerfasst: 09.02.2013, 00:39 
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Ospite, auch caro!
Jetzt spielst du wohl auf meinen Appetit an und wirklich, er ist enorm. Aber ich bin ein Kulturmensch und halte die Signatur Octavianes für vorbildlich. Musst nächstens aber langsam und genau lesen, meinte nämlich unersetzlich. Weil irgendwer muss ja schließlich versprechen was ihr Baritone halten wollt, so ihr könnt. Von Mal zu Mal lässt auch meine Sehschärfe nach, warum soll es dir besser ergehen?
Herzlichen Gruß nach K.
alfredo
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BeitragVerfasst: 09.02.2013, 10:21 
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alfredo hat geschrieben:
Aber:
wenn du natürlich ein A (110 Hz) zu singen hättest, was doch dann und wann im Tenorrepertoire vorkommt, wirst du wohl kaum hinunter gelangen, ergo musst du in dem Fall mit einem a (220 Hz) substituieren und da haben wir dann das Oktaverl.


Normalerweise kommt es ja eher in Laienchören vor, dass Tenöre durch Altos ergänzt werden müssen. Und in diesen Chören ist eigentlich, meiner Erfahrung nach, die Liedauswahl dann doch eher so, dass die Stimmumfänge begrenzt sind. Die (wenigen) paar Male, als ich bisher im Tenor ausgeholfen habe , lagen die tiefsten Töne so um es, d herum, als Einzeltöne. Das geht gerade noch, halt nicht so durchsetzungsfähig. Da unten sind aber dann die Stammtenöre eh stärker und ich war eher für die "Höhen" verantwortlich.

Ich kenne das aus meiner Erfahrung mit den Stimmen so, dass
a) gravierender Tenormangel herrscht; eigentlich Männermangel überhaupt, aber Bass ist dann doch besser besetzt (warum auch immer)
b) im Alt viele verkappte (Mezzo)Sopräne sitzen, die halt gut herunterkommen
c) im Sopran mitunter Altos oder Mezzos sitzen, die sich halt nicht trauen, Harmonie zu singen. Die Altos sitzen da nur nicht lange ;)

Hohe Sopräne, die wirklich leicht in die höheren Sphären kommen, sind m.E. genauso selten wie richtige Altstimmen. Die mehreren tummeln sich schon in der Mitte und singen dann halt entsprechend ihres Geschmacks.

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Viele Grüße
Monika


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BeitragVerfasst: 19.02.2013, 09:14 
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moniaqua hat geschrieben:
alfredo hat geschrieben:
Hohe Sopräne, die wirklich leicht in die höheren Sphären kommen, sind m.E. genauso selten wie richtige Altstimmen. Die mehreren tummeln sich schon in der Mitte und singen dann halt entsprechend ihres Geschmacks.

Den Eindruck habe ich auch. Gerade in den letzten beiden Chören, in denen ich war, gab es zu wenige Sopräne. Viel mal einer aus, gab großes Chaos :(


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BeitragVerfasst: 03.01.2017, 16:42 
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Pianoplayer hat geschrieben:
Ich selber singe als Frau im Tenor und kann auch den Bariton singen. Ich glaube auch nicht das es weniger Tiefe Frauenstimmen gibt. Es ist eher so, dass die meisten Frauen hoch singen WOLLEN, was man sich ja auch antrainieren kann im Gegensatz zum tiefen singen. Wenn eine Frau in den Tenor geht, dann ist das auch nicht immer einfach (was ich aus eigener Erfahrung weiß). Es ist also ein Vorurteil, nämlich das Frauen hoch singen, das viele Frauen dazu bewegt hohe Stimmen zu singen.

Ich hoffe ich konnte dir behilflich sein :)


Du singst als Frau im Tenor und kannst sogar auch Bariton singen? Welchen Stimmumfang hast Du denn?
Bist Du auch ein Kontraalt?


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