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BeitragVerfasst: 12.01.2007, 23:19 
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UI das Na und <<< smiley wollte ich aber so nicht haben...

Hm das wusste ich in der Tat nicht ich dachte es wäre festgelegt für einen Mezzo. Aber grade die Vielfalt ist ja das schöne :dafür:
Trotzdem gefällt mir ein Mezzo (lieblingsbesetzung horne + sutherland) sehr gut in dieser Rolle, aber es sind wirklich ungeheure Anforderungen...
Allerdings ist der Sopran 2 im weitesten Sinne ja ein Mezzo..
Caballé kann ich mir schlecht als Adalgisa vorstellen, vor allem neben Sutherland. Ich finde es wichtig das durch unterschiedliche Timbre (tembri, Tembres lol) auch die unterschiedlichen Charaktere hervorgehoben werden.Natürlich hat Sutherland nicht das gleiche Timbre wie Caballé aber der Stimmklang ist schon (vorsichtig) ähnlicher.
Aber allem in allen ist wes wirklich einfach eine wunderbare Opr und Duette dieser beiden Frauen sind wirklich einer der schönsten die man Finden kann (Mira o Norma :hearts: ).

Ichhabe erst heute mit einem Freund darüber gesprochen, ob die Tenor Partien der italienischen Literatur denn höher als c2 geschrieben sind. Ist das so?

Lg Leila


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BeitragVerfasst: 13.01.2007, 00:11 
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Ja, liebe Carmencita,
bei Donizetti, Bellini und Rossini gibt es etlcihe Partien, die sind höher als c2. Es gibt sogar ein f2, i h glaube in den Puritani, bin mir aber nicht ganz sicher, kann auch eine andere Oper sein. Alfredo Kraus konnte das Alles singen, heute kann es Diego Florez! :bravo:
Ich suche schon ewig Partner fûr Bellini Duette, leider machen mir alle Tenöre bisher schlapp........ :kaffee
nun habe ich wnegistens mal ienen Nadir (Bizet) gefunden, vielleciht kann ich den noch italienisch weitererziehen :dafür: :dafür: :dafür:
Canti :hearts:


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BeitragVerfasst: 13.01.2007, 17:01 
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Ein klein bisschen Aufklaerung:

2 1/2 Oktaven Umfang ist bei einem Sopran, vor allem bei leichten Sopranen eigentlich an der Tagesordnung. Zwei sehr gaengige Partien als Beispiel:

Susanna aus Le Nozze di Figaro von Mozart muss bis zum a satt runter, ueber ihre Hoehenausfluege brauchen wir nicht reden- man muss als gute Susanna einen durchgehend guten Stimmumfang von 2 1/2 Oktaven haben. Um ein tiefes a zu singen brauche ich ein g mindestens darunter, jeder Spitztenton braucht einen, besser zwei Toene darueber um souveraen zu sein.
Noch mehr braucht ein Blondchen aus der Entfuehrung: die Arie geht bis e''', das Duett mit Osmin bis zum tiefen g. Hat sie in der Tiefe keine Power, hat sie keine Chance. Das sind mehr als 2 1/2 Oktaven, man braucht fuer ein Blondchen 3 !!! Oktaven.
Nicht zu vergessen die grosse Messe vom Wolferl: die Sopranarie braucht 2 1/2 Oktaven.
Auch fuer Orffs Carmina Burana sollte ein Sopran 2 1/2 Oktaven im Gepaeck haben

R. (leichter Lyrischer )


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BeitragVerfasst: 14.01.2007, 20:59 
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Robin hat geschrieben:
Ein klein bisschen Aufklaerung:

2 1/2 Oktaven Umfang ist bei einem Sopran, vor allem bei leichten Sopranen eigentlich an der Tagesordnung. Zwei sehr gaengige Partien als Beispiel:

Noch mehr braucht ein Blondchen aus der Entfuehrung: die Arie geht bis e''', das Duett mit Osmin bis zum tiefen g. Hat sie in der Tiefe keine Power, hat sie keine Chance. Das sind mehr als 2 1/2 Oktaven, man braucht fuer ein Blondchen 3 !!! Oktaven.
Nicht zu vergessen die grosse Messe vom Wolferl: die Sopranarie braucht 2 1/2 Oktaven.
Auch fuer Orffs Carmina Burana sollte ein Sopran 2 1/2 Oktaven im Gepaeck haben

R. (leichter Lyrischer )


na, da sieht man doch, dass sogar ne soubrette (blondchen) ne gute tiefe braucht, und ihre bruststimme sehr wohl auch einsetzen können muss, und nicht nur in der theorie in den gesangstunden irgentwie singen kann, sondern auch über ein orchester hinweg! :schlaumeier:
nichts anderes hat mein GL gesagt, er meinte, dass es nicht automatisch heißt, dass eine soubrette keine gute tiefe hat, auch wenn das oft der falle ist, heißt das ja noch nicht, dass es so sein SOLLTE, oder?
und ausserdem liegt die kraft, die man in der höhe braucht, in der tiefe, mein GL vergleicht das immer mit seiltänzern, die stehn erst mal nur auf dem seil, aber dafür brauchen die ganz schön viel kraft, und die muss man sich erst antrainieren, und die kraft liegt in der tiefe, weil man die muskulatur erst mal stärken muss, bevor man sie in die länge ziehn kann(--> höhe)

anmerkung: das sagt mein GL, mein name ist hase, ich weiß von nix... :n66:


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BeitragVerfasst: 15.01.2007, 00:21 
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Es hat ja auch niemand gesagt, dass Soprane keine Bruststimme haben (die hat JEDE/R!). Ich wehre mich aber ganz entschieden gegen die Behauptung (und die vfiel frueher in diesem Thread), die Bruststimme der Soprane sei "besser" oder "ausgepraegter", das ist in meinen Augen ausgemachter Kaese (sorry ob der direkten Worte :kuss: ).

Dass sie manchen Sopranen "abtrainiert" wird, ist unstrittig - dass das nicht gut und richtig ist auch ...


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BeitragVerfasst: 15.01.2007, 11:16 
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Hmm, nochmal zum Abtrainieren der Bruststimme.

Glücklicherweise sind da sowohl meine ehemalige GL als auch mein neuer GL dagegen und finden es immer traurig, wenn eine Sängerin zwar eine gute Höhe hat, unten (und nicht mal unbedingt nur in der extremen Tiefe) dann aber nur noch heiße Luft kommt. Dass es auch anders geht, sehe ich ja an uns vier Quartettdamen, bei denen wir alle (außer vielleicht unser 4. Sopran/2. Alt) eher Sopran sind, unsere Tiefe aber auch nicht unbedingt verstecken müssen. (Ich würde sogar sagen, die anderen drei kommen noch besser in die Tiefe als ich und unser 1. Sopran ist definitiv höher gelagert als ich - ich singe 2. Sopran.)

Jetzt habe ich mir überlegt, ob das auch daran liegen kann - neben der Tatsache, dass wir anscheinend mit unseren GLs Glück hatten - dass wir alle vier nicht nur Klassik singen. Zwar ist die Klassik zumindest bei mir definitiv das Hauptstandbein, aber wir "wildern" halt alle auch mal im U-Musik-Bereich und unser 1. Sopran hat sogar eine richtige Musical-Ausbildung absolviert. Und da muss man die Tiefe/Bruststimme ja häufiger anwenden als ein Sopran, der ausschleßlich Klassik singt, oder?

Kann dadurch nicht auch ein Trainingseffekt zustande kommen?

Liebe Grüße

Octaviane


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BeitragVerfasst: 15.01.2007, 12:48 
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ja, aber wenn nicht schon eine sichere klass. grundlage vorhanden ist, besteht die gefahr, daß man sich die technik versaut und dann im klass. bereich manches nicht mehr gut singen kann.

man kann tiefe (und höhe) ja sehr gut mit klass. stücken trainieren. es macht auch durchaus spaß, mal in den randbereichen zu wildern. ich singe z.b. manchmal eine sopranarie und eine baritonarie (beides in der originallage) hintereinander (natürlich NICHT im konzert :n32: ) und auch meinen schülern macht sowas spaß, sobald sie mir glauben, daß es geht und sich in den randlagen nicht verkrampfen.

sobald die klass. technik dann einigermaßen sitzt, singen sie dann auch stücke, die man nicht klass. oder halbklass. singen kann, wobei ein beliebiger wechsel zwischen sehr unterschiedlichen genres erst nach längerer zeit wirklich perfekt möglich ist. wenn ein schüler z.b. einige sehr heftige rocksongs hintereinander singt und dann dalla sua pace oder die nebensonnen mit einem schwebend leichten anfang singen will, geht das erst mal längere zeit nicht unbedingt immer sofort gut, das erfordert doch ein längeres training der versch. techniken. sonst wird entweder die klassik zu "fett" und manches damit unmöglich oder man singt z.b. songs von john denver mit opernstimme, wie ich es mal von domingo gehört habe (und das auch noch teils im duett mit john denver, das war echt etwas grausig :ruhe: ) oder rocksongs o.ä. klingen wie schubertlieder :n118: o.ä., also da gibt es die merkwürdigsten sachen, wobei etliche profisänger keineswegs davor zurückschrecken, sowas öffentlich und auf cd zu präsentieren :ruhe: :gesterne :n139: :n86: .

liebe grüße
kaja


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BeitragVerfasst: 15.01.2007, 13:05 
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Moechte da zustimmen. Belt zu trainieren, ohne klasssiche Grundlagen zu haben, scheint mir ziemlich gefaehrlich.

Andererseits kann man vom (vorsichtigen!) Einsatz der Bruststimme auch im klassichen Bereich sehr profietieren, mir hat das ueber manche Probleme, die ich frueher hatte, sehr weggeholfen.

Was ich fuer die Klassik weitaus gefaehrlicher finde als den Einsatz der Bruststimme, ist das mittelstimmige Singen. Wenn man das staendig macht, kommt man irgendwann naemlich weder in die Tiefe noch in die Hoehe. Da muss ich selbst auch aufpassen, wenn ich zu lang das Eine oder Andere gemacht habe.


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BeitragVerfasst: 15.01.2007, 13:20 
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Ic h frage mcih was ihr mit ABTRAINIEREN der Bruststimme meint?
Das Verbot sie zu benutzen?
Bei mir war es eher so, dass niemand sie mir AN-trainiert hat,und von selbst habe ich sie intuitiv, automatisch gar nciht erst benutzt.
Erst in einem Meisterkurs hat mir eine Lehrerin gezeigt, welcheTöne ich damit produzieren kann und das war ganz schön gewöhnungsbedürftig zuerst. Es klang in meinen Ohren im Vergleich zur übrigen Stimme absolut unorganisch und vulgär.
Die übergänge zur resstlcihen Stimme müssen auf jeden Fall geglättet sein, ehe ein hoher heller Sopran da in isolierter Bruststimme was macht. Das kann man als komischen Effekt beim Duett Boldchen -Osmin problemlos bringen und es ist sogar ein tolles Stilmittel, aber in der Rosenarie z.B. wäre es furchtbar(habe ich leider aber schon oft so furchtbar gehört)
Wenn die Bruststimme nciht organische Übergänge hat, dann mische ich inder Klassik auch in der Tiefe so gut es eben geht, denn bei einer NICHT-dramatischen Sopran-Stimme klingt es für mich ansonsten scheusslich und wie abgebrochen. einfach schlechte Technik, sonst ncihts.Bei Mezzi und Altistinnen sehe ich das ganz anders und daher verstehe ich genausowenig wie Epo das Statement von Califonias Lehrer: Soprane hätten iene bessere Bruststimme als Mezzi. :roll:
Aus meiner Erfahrung im Hôren von vielen Sängerinnen stimmt das einfach.
Ich singe lieber nur die Stücke, in der Klassik, die ich mit meiner bisherigen klassischen Technik organisch und registerbruchlos machen kann. Bei nichtklassischer Unterhaltungsmusik singe ich zwar auch nicht mit anderer Technik aber gestehe mir eher zu, in der Tiefe (kleinere) Brüche zu akzeptieren. Da gehe ich dann auch unter das System. In der Klassik nur im äussersten Notfall und eben da, wo es komisch wirken darf.
Die umstrittene Susanna hatten wir ja schon oft.
Mozart hat das für Nancy Storace komponiert und das war endeutig kein Koloratursopran à la Aloysia und Josepha sondern ein leichterer lyrischer Sopran mit sehr viel Schauspieltalent aber ohne exorbitante Höhe.(im Vergleich zu anderen Mozart-Vorbildern dieses Fachs)
Das lâsst sich bestens daran sehen und musikhistorisch erklären, welche Konzertarien er für sie geschrieben hat.
Vor allem das Wunderwerk "Ch'io mi scordi di te" für Klavier, Orchester und Sopran. :bravo: Ganz anders als in den Aloysia- oder sonstigen hohen Konzert-Arien geht es da maximal bis zum a2, aber es wird viel satte Mittellage verlangt und lyrischer Schmelz.
Eine hohe Soubrette ist die Susanna für mich nur im Bezug auf ihre Spielfähigkeit und den Rollencharakter, aber nicht, was die Tessitur angeht.
Es sei denn man unterscheidet da nochmal nach Soubrette und Koloratur-Soubrette, wird ja oft auch so gemacht.
Canti :hearts:


Zuletzt geändert von cantilene am 15.01.2007, 18:43, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 15.01.2007, 14:34 
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Hallo ihr,

vielleicht hatte ich mich missverständlich ausgedrückt - zumindest wir drei Unterstimmen im Quartett belten nicht (ich wüsste auch gar nicht, wie das geht und lasse es deswegen!) , aber wir bemühen uns schon, z.B. unser modernes Repertoire mit anderem Stimmklang als die klassischen Stücke zu singen. Ich finde Rocksongs, die nach Schubertlied klingen, nämlich auch nicht erstrebenswert.

Da wir aber (bis auf den 1. Sopran, der jetztaber auch klassischen Unterricht hat) allle aus der Klassik kommen klingt das natürlich etwas anders als bei einem reinen Belter-Quartett. Wir singen also, um kajas Worte zu nutzen, eher halbklassisch, wenn wir modern singen (oder zumindest tue ich das und ich dneke/hoffe, dass sich meine Technik mittlerweile auch soweit gefestigt hat, dass mir gelegentliche Ausflüge in die "Moderne" nicht schaden)

Denn belten ohne klassische Gruundlage (oder ohne kompetente Anleitung) stelle ich mir, wie Epo ja auch sagt, schon problematisch vor.

@ cantilene

ich glaube auch, dass es eher ein Nicht-AN-Trainieren als ein AB-Trainieren ist oder einfach die Tatsache, dass man sie als (hoher) Sopran eben auch nicht so oft braucht.

Auch wenn mir die Ausflüge ins Musical etc. sehr viel Spaß machen und ich hin und wieder die Abwechslung brauche, so singe ich ähnlich wie Du, doch auch lieber Klassik, einfach weil ich die Übergänge weicher hinbekomme und es stimmlich für mich ökonomischer ist. Und auch sonst halte ich es beim nicht-klassichen Singen ähnlich wie Du (wobei wir uns da ja beide noch nicht gehört haben :kuss: ) Aber irgendwie kommt da (sofern das Stück in einer angemessen tiefen Lage liegt - geht es zu sehr in die Höhe klingt es oft doch zu opernhaft) dann doch ein etwas anderer Stimmklang bei rum, ohne dass ich groß drüber nachdenken würde.

@ Kaja Zu Übungszecken (und aus Spaß) singe ich auch hin und wieder den Papageo und dann die Pamina, ich finde, das schult auch ein wenig den Stimmausgleich.

LG

Octaviane


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BeitragVerfasst: 15.01.2007, 15:25 
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Mit "Abtrainieren" meine ich das komplette Vernachlaessigen der Bruststimme, gerade bei der Ausbildung von Sopranen.

Cantilene, Du schreibst es ja selbst: In der Klassik vermeidest Du Noten "unter dem System", im moderneren Bereich nimmst Du Brueche in Kauf. Nun ist es fuer einen hohen Sopran wie Dich nicht zwangsweise noetig, permanent unter dem System singen, daher kann man sich um diese Problematik elegant herumlavieren. Und letztens Endes: Wenn ich mich als Sopran entscheiden muesste zwischen einer sicheren Hoehe und einer sicheren Tiefe, wuerde ich auch ZUERST die Hoehe angehen.

Trotzdem: "Herumlavieren" und "in Kauf nehmen" ist natuerlich suboptimal, denn spaetestens, wenn z.B. die von Robin genannten Arien oder etwas Aehnliches gemacht werden, tritt es ja wieder auf.

Entweder, man lernt auch als Sopran, in der Klassik gut einzumischen und ohne fetten Bruch runterzukommen, oder man hat halt immer noch ein Problem. Wenn der Bruch da ist, ist die Ursache FAST immer eine unbalancierte Mittellage: Zu massig oder zu duenn. Als tiefere und schwerere Stimme hat man vorrangig ersteres Problem, als hoehere und leichtere meist zweiteres (allerdings auch hier keine Regel ohne Ausnahme).

Wenn ich als leichter Sopran Probleme habe, ohne Bruch runterzukommen, liegt das Problem meist daran, dass die Mittellage durchweg zu kopfig genommen wird. Das geht so lange gut, wie der persoenliche "Knackpunkt" nicht erreicht ist. Ich muss als Sopran aber in aller Regel (wenn ich weiss, es geht deutlich abwaerts, also unter h) schon bei ungefaehr f1 WESENTLICH mehr Substanz und "Brust" einmischen, sonst kommen die tiefen Toene entweder gar nicht oder aber eben roh.

Dass wir uns nicht missverstehen: Ich habe diese Probleme ja selbst, wenn auch aus anderen Gruenden. Ich hatte das Problem in der Klassik uebrigens auch immer absteigend, also den Bruch beim abwaerts Singen um a/h rum - weil ich zu kopfig runtergangen bin. Umgekehrt nie - aufsteigend, selbst aus der absoluten Tiefe, hatte ich nie hoerbare Brueche.
Seit ich vornehmend Musical mache, hat sich dieses Problem weitgehend geloest. Dafuer ist das obere Passagio (bei mir um d2) jetzt haariger, weil ich eben mit mehr Gewicht hochgehe. In 95 Prozent der Faelle brauche ich keine hoeheren Toene, da macht das dann nix.
Wenn ich aber doch mal wieder Klassik singe, muss ich schon um b1 rum deutlich leichter werden, damit ich noch hochkomme. Klappt auch nicht immer, wenn man eben monatelang nur gebeltet hat oder zumindest im "halklassischen Mix" gesungen. Alles sehr mittelstimmig mit recht viel Masse ...

Hach, es is a Kreuz ... :lol:


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BeitragVerfasst: 15.01.2007, 15:37 
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Doppelpost


Zuletzt geändert von cantilene am 15.01.2007, 15:49, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 15.01.2007, 15:38 
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So, nun habe ich alles doppelte, Unnötige gelöscht. Das kommt davon, wenn man zwischen Tür und Angel hier Beiträge schreibt: nichts als Fehler und Bockmist...... :oops:


Zuletzt geändert von cantilene am 15.01.2007, 18:47, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 15.01.2007, 15:46 
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Keine Ahnung was ich da gemacht habe, wollte nur ein paar Fehler verbessern, ich lösche dann den ersten Beitrag.
Noch zu Epo: da ich mir meiner technischen Unzulänglichkeiten sehr bewusst bin und nie gesagt, habe, dass ich kein Problem mit der Tiefe habe, im Gegenteil, lasse ich eben Stücke weg, die ich noch nicht kann.
Ich singe das, wo die Tessitur zu meiner Stimme und meinen Ausbildungsstand passt und das ist schon mehr als genug.
Die von Robin genannte Rosenarie kommt für mich als Konzertstück nicht in Frage und das Blondchen kann man komisch interpretieren, auch wenn die übergänge zur Brusttstimme nicht optimal sind. Wer weiss wie das mal in ein paar Jahren aussieht?
Wenn es ncihts mehr zu lernen gäbe, wäre ja auch langweilig......
Im Moment ist eben noch allerlei suboptimal und wird es vielelicht auch ewig bleiben..... :kaffee
Canti :hearts:


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BeitragVerfasst: 15.01.2007, 15:52 
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cantilene hat geschrieben:
Wenn es ncihts mehr zu lernen gäbe, wäre ja auch langweilig......


Ausserdem: Wer will uns schon ohne unsere hysterischen Ausbrueche, wenn mal wieder was nicht klappt? Ich scheine immer ungeheuer erheiternd zu wirken, wenn ich hier meine Wutausbrueche kriege. Ist ja auch was wert :lol: :kuss:


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BeitragVerfasst: 15.01.2007, 18:33 
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Eponine hat geschrieben:
Wenn ich als leichter Sopran Probleme habe, ohne Bruch runterzukommen, liegt das Problem meist daran, dass die Mittellage durchweg zu kopfig genommen wird. Das geht so lange gut, wie der persoenliche "Knackpunkt" nicht erreicht ist. Ich muss als Sopran aber in aller Regel (wenn ich weiss, es geht deutlich abwaerts, also unter h) schon bei ungefaehr f1 WESENTLICH mehr Substanz und "Brust" einmischen, sonst kommen die tiefen Toene entweder gar nicht oder aber eben roh. [...] Ich hatte das Problem in der Klassik uebrigens auch immer absteigend, also den Bruch beim abwaerts Singen um a/h rum - weil ich zu kopfig runtergangen bin. Umgekehrt nie - aufsteigend, selbst aus der absoluten Tiefe, hatte ich nie hoerbare Brueche.

Danke für diesen Beitrag, liebe Epo :hearts: Ich hab mich auch schon des öfteren gewundert, wieso ich eigentlich recht tief singen kann, in klassischer Literatur aber schon beim c1 fast "verhungere", wenn es von oben runtergeht. Ich vermute mal, bei mir liegt es auch an zu kopfig gesungener Mittellage. Jetzt werde ich mal deinen Tipp ausprobieren, schon ab f1 o.ä. mehr Brust reinzumischen, und schauen, wie das funktioniert :love: Ist schon schwierig, ohne GL solche Sachen rauszufinden :mrgreen Aber wir sind grad mit unserm Ensemble auf Sponsorensuche und sobald wir welche gefunden haben, nehmen wir ALLE (Einzel-)GU! Juhu! Hoffentlich diesmal wirklich :roll:


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BeitragVerfasst: 15.01.2007, 19:04 
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@ canti: "Ch'io mi scordi di te" kann sogar als Beispiel für einen "Über-Zwei-Oktaven-Arie" herhalten (as - b''). Ich bezeichne sie gerne als Mozarts einzige Konzertarie für Mezzo :bravo: (er kannte den Begriff ja noch nicht, sonst hätte er sie sicher auch zu bezeichnet :pfeif: )...

@epo: Dass frühzeitiges Einmischen des Brustregisters beim Abwärtsgehen hilft, kann ich gerade bei "Amour, viens aider" aus Samson und Dalila feststellen. Die Schlussphrase geht runter auf as - wenn ich da nicht früh genug anfange zu mischen, kommt unten keine Substanz mehr. Und nur Bruststimme klingt zu brutal.

LG
mezzo


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BeitragVerfasst: 15.01.2007, 19:49 
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Liebe Mezzo, da musst du Dich aber trotzdem mit allen Sopranfächern drum prügeln: denn so wie auch Susanna eine Mezzo-Tessitur hat und Von Soubretten besetzt wird, ist es genauso bei dieser Arie:
Von Elly Ameling, Barbara Hendricks, Schwarzkopf usw gibt es Aufnahmen.
Sie ist einfach so schön, das wollen alle singen.
Mir hat das auch schon ein Pianist vorgeschlagen, denn das Klaviersolo ist auch traumhaft, aber wie gesagt: nix für mcih! Leider!!!!!!
Eine komplette Liebeserklärung von Mozart an Nancy Storace zum Abschied von Wien. "Wie ich mich nach Dir sehnen werde"
Sie ist nach London gegangen und es wird behauptet, er habe sie ernsthaft geliebt. Sie hat die Arie gesungen und mit dieser Tessitur war sie eben auch seine Susanna.
Mozart hat seinen Damen immer die Rollen in die Kehle komponiert und je mehr er ihnen gewogen war, desto mehr wollte er sie natürlich mit allen Vorzügen ins rechte Licht rücken. :n2:
Von daher kann man sehr gut nachverfolgen, welche Rollenvorstellung Mozart für seine Partien hatte.
Ich fand Harnoncourts letzte Figaro-Besetzung in Salzburg da z.B wirklich gut durchdacht und sehr effektiv. Wenn auch erstmal ungewohnt.
Canti :hearts:


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BeitragVerfasst: 15.01.2007, 20:56 
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Es gilt festzuhalten, dass das unbenutzte Register auch trainiert werden muss, das heißt für die Frauenstimme generell das Brustregister ebenso wie das Flötenregister ( auch wenn es für`s Repertoire stimmlich nicht notwendig ist), und für die Männerstimme das Falsett, dessen Existenz zweifellos für die Ganzheit der Männerstimmfunktion wichtig ist.
Ich teile diese Ansicht des bedeutenden Pädagogen Rudolf Piernay, der zudem feststellt, dass die ablehnende Haltung mancher deutscher Pädagogen gegenüber der weiblichen Bruststimme sich auch darauf zurückführen lässt, dass das deutsche ästhetische Gesangsideal sehr viel mit dem Lied- und Oratorienrepertoire zu tun hat, das aufgrund des sprachlichen Zugangs für deutsche Sänger das nächstliegende Studienmaterial darstellt.
Wegen seiner grundlegenden Intimität will es zu der agressiveren Emotionalität des weiblichen Bruststimmklanges nicht recht passen.
Ein dem deutschen vergleichbar großes kammermusikalisches Repertoire existiert z. B. für den italienischen Sänger in seiner Muttersprache nicht.
Es kann nicht bestritten werden, dass dynamische Stärkegrade über mezzopiano in der unteren Mittellage und Tiefe grundsätzlich unmöglich sind, ohne die Bruststimmfunktion mit einzubeziehen.

Ciao. Gioachino

:schlaumeier:


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BeitragVerfasst: 16.01.2007, 00:42 
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Und als wichtiger Nachtrag : Der wohl dosierte Einsatz des Bruststimmregisters verleiht j e d e r Frauenstimme den so wichtigen sinnlichen " Touch ", der z. B. einem Knabensopran versagt bleiben muss ! Und sänge er auch noch so schön.

Ciao. Gioachino


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