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BeitragVerfasst: 18.06.2018, 22:51 
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musicissima hat geschrieben:

Brahms: Requiem bis f

Schubert: Der Tod und das Mädchen zum Schluß bis d:
http://hz.imslp.info/files/imglnks/usim ... 4dchen.pdf
http://www.eduhi.at/dl/SchubertF-D531_D ... hen-a4.pdf
http://www.classical-sheet-music.eu/col ... adchen.pdf
http://hz.imslp.info/files/imglnks/usim ... 1950_3.pdf
Hier singt eine (echte?) Altistin bei Zeit 2:07 dieses d:
https://www.youtube.com/watch?v=vVOYjaMvVvM

Desprez: Magnus es tu domine Takt 64 bis d und 103 und 108 bis e hinab
http://www1.cpdl.org/wiki/images/f/ff/J ... Magnus.pdf
Sollten diese Tööne nicht wie aus dem letzten Loch klingen, sollte eine Altstimme also durchaus bis c singen können. Aber vielleicht ist es ja gut, daß es noch Countertenöre/Männeralti gibt, wenn Altistinnen nicht bis c singen können.
Unter Sopranistinnen gibt es anscheinend mehr Höhenrekord als unter Altistinnen Tiefenrekord. Weshalb nur sind echte Altistinnen so rar?
Zumindest im Profibereich sollte es doch mehr tiefe Frauenstimmen geben...Karin Pagmar und Zarah Leander (s. Youtube) haben auch tiefe Stimmen (hinsichtlich der Tessitur oder bzw. und des Klangs).

Schubert: Ave Maria (Leander)
https://www.youtube.com/watch?v=dxGu5R3R_Lg


Also, beim Schubert ist das d oktaviert mit angegeben, sprich, die Sängerinnen können wählen. Und zwar in allen verlinkten Ausgaben. Spannend wäre jetzt noch die Urschrift von ihm selber :)

f ist ein Terzlein höher als d, das kann einen ganz gewaltigen Unterschied machen. Somit ist der Brahms raus, f finde ich z.B. noch bequem zu singen.

Die links von Zarah Leander sind nett, aber weit von alter Musik entfernt. Selbst das Ave ist doch das von Bach/Gounod (oder bin ich jetzt schon total konfus?). Und das ist an sich für Klavier, Cello und Orgel geschrieben und selbst für einen Sopran dort sauber/zu hoch. https://imslp.org/wiki/Special:Imagefro ... 60984/qrol

Bleibt des Prez. Und der ist aus einer Zeit, zu der Frauen meines Wissens noch nicht wirklich singen durften, schon gar nicht in Kirchen. Da vermute ich eher, dass das wirklich ein Altus gesungen hat.

Als Untermauerung dafür, dass ein Alt das c können muss, ist mir das ehrlich gesagt zu dünn :)

Es geht dabei ja auch, wie schon von AK-Kontraalt bemerkt, um die Wohlfühllage. Mir nutzt es nichts, wenn ich zwar bis zum c''' komme, aber z.B. bei der Schubertschen (:) ) G-Dur-Messe scheitere, weil ich bei den ständigen e'' bis g'' schon den Hals eng mache. Während ich in den unteren Lagen stundenlang singen kann...
(und vom Thema weichen wir auch schon wieder ab...)

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Monika


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BeitragVerfasst: 20.06.2018, 00:43 
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moniaqua hat geschrieben:
Es geht dabei ja auch, wie schon von AK-Kontraalt bemerkt, um die Wohlfühllage. Mir nutzt es nichts, wenn ich zwar bis zum c''' komme, aber z.B. bei der Schubertschen (:) ) G-Dur-Messe scheitere, weil ich bei den ständigen e'' bis g'' schon den Hals eng mache. Während ich in den unteren Lagen stundenlang singen kann...
(und vom Thema weichen wir auch schon wieder ab...)


Bei e´´wird der Hals eng?
Bist Du eine Alt oder Mezzosopran? e´´ sollte im Alt nicht eng werden, schon gar nicht für eine Mezzo, denke ich. Sagt man nicht, Sopran ohne Tiefe ist zu einseitig? Ebenso müsste auch gelten, daß Alt ohne Höhe nicht ideal ist.


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BeitragVerfasst: 20.06.2018, 07:39 
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Nein, wenn einem in der Lage der Hals eng wird, hat das nichts damit zu tun, welche Stimmlage man genau hat. Das ist allgemein die Lage für den hohen Registerwechsel bei Frauenstimmen (gut, beim Alt kann er auch beim d" liegen). Und wenn man sich dort lange aufhalten muß, ist das extrem anstrengend. Da geht es mir absolut genau so wie moniaqua, und ich bin definitiv ein hoher Sopran (mit Registerbruch auf fis").

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Gruß, Astrid

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BeitragVerfasst: 20.06.2018, 09:52 
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musicissima hat geschrieben:
moniaqua hat geschrieben:
weil ich bei den ständigen e'' bis g'' schon den Hals eng mache.


Bei e´´wird der Hals eng?
Bist Du eine Alt oder Mezzosopran? e´´ sollte im Alt nicht eng werden, schon gar nicht für eine Mezzo, denke ich. Sagt man nicht, Sopran ohne Tiefe ist zu einseitig? Ebenso müsste auch gelten, daß Alt ohne Höhe nicht ideal ist.

Ich habe den Eindruck, dass Du weder diese Schubert-Messe kennst noch genau gelesen hast.
Von einem einzelnen e'' natürlich nicht.

@Donna Elvira, tröstlich, dass es einem Sopran genauso geht. Ich habe nur schon den Eindruck, dass die wirklichen Soprane sich da doch etwas leichter tun. Ui, Bruch auf fis'', das wäre ja himmlisch!

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BeitragVerfasst: 20.06.2018, 11:52 
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Ist aber auch nicht immer toll. Kreuztonarten sind deshalb immer etwas anstrengender, besonders ab drei Kreuzen. Und wenn dann ein Halteton auf fis" kommt - auweh!!! big_lala

Apropos: Hat noch jemand Lieblingstonarten? Ich liebe B-Dur / g-Moll...

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BeitragVerfasst: 20.06.2018, 12:49 
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Donna Elvira hat geschrieben:
Apropos: Hat noch jemand Lieblingstonarten? Ich liebe B-Dur / g-Moll...

Es-Dur/c-moll :) Zum Singen.

Zum Spielen dann doch lieber C-Dur ;)

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BeitragVerfasst: 20.06.2018, 13:04 
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moniaqua hat geschrieben:
musicissima hat geschrieben:
moniaqua hat geschrieben:
weil ich bei den ständigen e'' bis g'' schon den Hals eng mache.


Bei e´´wird der Hals eng?
Bist Du eine Alt oder Mezzosopran? e´´ sollte im Alt nicht eng werden, schon gar nicht für eine Mezzo, denke ich. Sagt man nicht, Sopran ohne Tiefe ist zu einseitig? Ebenso müsste auch gelten, daß Alt ohne Höhe nicht ideal ist.

Ich habe den Eindruck, dass Du weder diese Schubert-Messe kennst noch genau gelesen hast.
Von einem einzelnen e'' natürlich nicht.

@Donna Elvira, tröstlich, dass es einem Sopran genauso geht. Ich habe nur schon den Eindruck, dass die wirklichen Soprane sich da doch etwas leichter tun. Ui, Bruch auf fis'', das wäre ja himmlisch!




Doch, ich kenne das Werk, da ich es bereits sang. Ich sang mehrere Stimmlagen (von tiefem Alt bis normalem Sopran (a´´)).


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BeitragVerfasst: 28.06.2018, 13:42 
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Zitat:
Meines Wissens gibt es den Begriff "Kontraalt" eigentlich nicht, sondern Zarah Leander erfand ihn, um sich zu vermarkten.


Natürlich gibt's den. Die Bezeichnung ist nur ziemlich uneinheitlich und Kontaralt ist in dieser Bedeutung eher neueren Datums. In der fünstimmigen Renaissance- und Früh-/Hochbarockliteratur ist das die mittlere Stimme. Wurde damals (und auch üblicherweise noch heute) je nach tatsächlicher Lage von Tenor oder hohem Tenor gesungen. Zu finden z.B. in Banchieris 5stimmigen Zabaione Musicale in der Introduzione "Già che ridotti siamo": Dort fragt der Tenor T14-42, wer welche Stimme singt "Chi fa il soprano?" (Antwort vom Sopran: "Io che lo ten go in mano"), und weiter: "questo contralto?" - es antwortet hier die Mittelstimme "ecco di fouri salto". Bei der Frage nach dem Tenor antworten die drei Oberstimmen "voi [...]" und bei der, wer Falsetto (sic! Nicht: Alto!) singt, antwortet die "Alt"-Stimme. Bass ist ohnehin klar "io cantero, io cantero, io cantero per spasso!"
Originalbezeichnung in der frühen Mehrstimmigkeit: Contra tenorus altus - die Stimme über dem Tenor. Die darunter war der contra tenorus bassus. Hatte aber nichts mit der Stimmhöhe zu tun, sondern wer den cantus firmus "hielt" und wer dagegen gehalten hat.

Zitat:
Desprez: Magnus es tu domine Takt 64 bis d und 103 und 108 bis e hinab

wie schon oben erwähnt: garantiert nicht für Frauenstimmen geschrieben. Never, never ever! Der Altus-Part ist stimmlich Tenor. Genaugenommen ist das dort als Spitzenton geforderte f' auch noch von jedem Bariton und jedem (ausgebildeten) Bass zu erreichen. Und auch die Oberstimme ist eigentlich noch hoher Tenor.
Ich bin allerdings mittlerweile so weit, daß ich bei Musik vor ca. 1600 modernen Ausgaben (vor allem solchen, die auf Ausgabe zwischen grob 1820 und 1980 beruhen) erst einmal gar nichts glaube, was die Notation betrifft. Da sehe ich gerne im Original nach, wenn verfügbar.

Zitat:
Schubert: Der Tod und das Mädchen zum Schluß bis d

ned ganz... Die Erstausgabe bei Diabelli läßt d und d' als Schlußton zu. Und die Schubertlieder sind ja "eigentlich" ursprünglich eh' ned für Frauenstimme. Man hat sich damals nur die Oktavierungs-Acht gespart (mir fällt auch kein Beispiel ein, in dem sie damals tatsächlich verwendet worden wäre)

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Der Sänger singt am Weiher leise, doch singt er etwas leierweise.


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