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 Betreff des Beitrags: deutliche Aussprache
BeitragVerfasst: 24.11.2015, 00:32 
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Dieses Thema ist ja eigentlich immer aktuell, leider muss ich immer wieder feststellen, dass die Aussprache, besonders in einer Halligen Kirche, zu undeutlich, verwaschen war, das ist besonders bei den hohen Sopranen der Fall, man versteht kein Wort.

Ich weiß nicht ob die Lehrer nicht genug auf die Aussprache achten, ich bin da sehr streng und versuche den Schülern das von Anfang an beizubringen.

In den Chören ist es sehr verbreitet, da hört man kein t am Ende eines Wortes oder beim Kyrie hört man nur ein "ürie". Es ist sehr wichtig auch den Text eines Stückes zu verstehen, erst dann ist die Interpretation, der Inhalt des Stückes verständlich.

In einem unserer letzten Konzerte sang als Gast ein Tenor, er hat super deutlich gesprochen, jedes Wort war zu verstehen und komischerweise ist es den anderen Sängern auch aufgefallen. Als ich ihn darauf ansprach sagte er, er habe sich mal auf Band gehört und feststellen müssen, dass selbst er kein Wort verstehen konnte. Von da an ließ ihn das nicht mehr los und heute ist seine Aussprache perfekt.

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 Betreff des Beitrags: Re: deutliche Aussprache
BeitragVerfasst: 24.11.2015, 08:59 
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Liebe Musica,

das ist wohl immer wieder Thema - überall beim Singen ;)

Ab einer bestimmten Höhe ist deutliche Aussprache eigentlich nicht mehr machbar, das finde ich und hab ich auch schon öfter gelesen, weil viele Wörter einfach tiefere Töne dazu brauchen.
Das End-T im Chor ist auch so eine Sache: Wenn es nicht alle ganz präzise gleich absprechen, wird daraus ein th th th th th ttt - von daher lassen wohl viele Chorsänger so ein End-T einfach weg - ist ja auch verständlich, wenn der Chorleiter einen dauern bös anschaut ...
Bei uns im Chor wird auch ständig festgesetzt, wann welches 's' abzusprechen ist.

Aber ich habe auch schon Solisten gehört, die so überdeutlich gesprochen haben, dass ich dies als affektiert / manieriert empfand. Hier gilt es wohl - wie bei fast allem - ein gutes Mittelmaß zu treffen, denn auch die Musik spricht für sich und bedarf nicht immer vieler Worte ;)

Liebe Grüße,
Silvieann


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 Betreff des Beitrags: Re: deutliche Aussprache
BeitragVerfasst: 24.11.2015, 09:43 
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Viele Sänger beachten die Konsonanten nicht so sehr, bzw. mildern sie sogar ab, weil immer die Gefahr besteht, dass sie den Klang der Vokale beeinflussen. Die Vokale sind der Träger des Stimmklangs und ein Großteil des Gesangsstudiums kümmert sich nur um sie; die Stimme soll größer, ausgeglichener, präsenter etc. werden. Es ist nicht einfach den Text deutlich und auch in größeren Räumen verständlich auszusprechen und gleichzeitig noch den mühsam trainierten Klang der Vokale beizubehalten, isb. wie Silvieann schon geschrieben hat in der hohen Lage einer Frauenstimme.
Ich bin aber sehr wohl der Meinung, dass eine klare Ausprache möglich ist, sowohl solistisch als auch im Chor. Allerdings sind die stimmtechnischen Schwierigkeiten dabei nicht zu unterschätzen und im Zweifel ist im Konzert die Tragfähigkeit und Ausgeglichenheit der Stimme wichtiger. Ziel sollte natürlich immer beides sein, auch weil die Konsonanten nicht nur für die Textverständlichkeit wichtig sind, sondern vor allem auch Träger der Emotion und der Farbigkeit der Vortrags sind.


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 Betreff des Beitrags: Re: deutliche Aussprache
BeitragVerfasst: 24.11.2015, 11:26 
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Das End T im Chor muss nicht so stotternd kommen, wenn denn alle zum Dirigenten schauen würden, der letztendlich abwinkt.
Das ist sowieso ein Problem im Chor, viele Sänger hängen an den Noten und was der Dirigent vorne macht, naja....er rudert mit seinen Armen.....aber das ist wohl nicht so wichtig.

Beim Solisten ist es mir sehr wichtig jedes Wort zu verstehen. Im Sopran in schwindelnder Höhe kann es nicht deutlich sein, aber es spielt sich nicht alles in der Höhe ab. Übertrieben muss es nicht sein, aber wenn alles verwischt....

Für mich gehört ein End T, ein ST wie Sch und Anfangskonsonenten unbedingt zur Aussprache und muss nicht der Tragfähigkeit oder der Technik zum Opfer fallen. Es bringt Ausdruck und Herz in die Literatur und in der Kirche darf ein Solist auch mal übertreiben, es kommt sowieso beim Publikum durch den Hall nicht so übertrieben an.

big_lala

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 Betreff des Beitrags: Re: deutliche Aussprache
BeitragVerfasst: 24.11.2015, 13:09 
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musica hat geschrieben:
... und in der Kirche darf ein Solist auch mal übertreiben, es kommt sowieso beim Publikum durch den Hall nicht so übertrieben an.


Da hast Du wohl recht, in der Kirche darf man die Aussprache sehr wohl übertreiben, damit überhaupt noch etwas beim Zuhörer ankommt.
Die meisten Chöre proben die Stücke nicht so oft, dass alle Sänger auswendig singen können, deshalb müssen wohl viele in ihre Noten schauen. Bei uns im Chor tragen wir uns immer besondere Stellen noch zusätzlich ein, wann wir unbedingt nach vorne schauen müssen. Aber jeder Chorsänger hat auch immer nur das direkt im Ohr, was er selbst bzw. seine Nachbarn singen. Deshalb wäre da eine Aufnahme zur Überprüfung der Aussprache durchaus sinnvoll, möglichst noch vor dem Konzert.


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 Betreff des Beitrags: Re: deutliche Aussprache
BeitragVerfasst: 24.11.2015, 19:53 
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musica hat geschrieben:
Dieses Thema ist ja eigentlich immer aktuell, leider muss ich immer wieder feststellen, dass die Aussprache, besonders in einer Halligen Kirche, zu undeutlich, verwaschen war, das ist besonders bei den hohen Sopranen der Fall, man versteht kein Wort.

Ich weiß nicht ob die Lehrer nicht genug auf die Aussprache achten, ich bin da sehr streng und versuche den Schülern das von Anfang an beizubringen.

Ich war bisher eigentlich nur in Chören, in denen viel Wert auf Aussprache gelegt wurde/wird und mein GL ist in dieser Hinsicht auch recht streng. Bisher war noch jede/r Chorleiter/in der Meinung, dass der Text sehr wichtig ist und ich teile diese Meinung - wie soll sonst die Geschichte rüberkommen? Daher versuche ich immer, deutlich zu sprechen, stoße aber gerade, wenn ich Sopran singe, auch oft genug an meine Grenzen.

Wegen der Aussprache manieriert wirkende SängerInnen habe ich noch nie erlebt, undeutliche aber tatsächlich schon viele.

Die s und t müssen kein Problem sein, wenn sauber gezählt oder zum Chorleiter geschaut wird - was leider auch sehr schwierig zu sein scheint. Und ja, dass sich die ChorsängerInnen in die Noten vergraben, kenne ich gut. Die Abhilfe bei uns: es wird viel auswendig gesungen ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: deutliche Aussprache
BeitragVerfasst: 24.11.2015, 23:53 
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1. Wer singt, transportiert Text, sonst könnte sie/er ja z. B. Flöte spielen.
2. Je weiter von der Sprechstimmlage entfernt, desto schwieriger die deutliche Artikulation. Es gilt, einen Kompromiss zu finden zwischen schönem Klang und optimaler Textverständlichkeit, was eine gediegene Technik voraussetzt.
3. Die Konsonanten sind die Masten, an denen die Segel der Vokale hängen! (Leider nicht von mir..... )

Ciao. Ospite big_gruebel


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 Betreff des Beitrags: Re: deutliche Aussprache
BeitragVerfasst: 25.11.2015, 07:42 
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ospite hat geschrieben:
3. Die Konsonanten sind die Masten, an denen die Segel der Vokale hängen! (Leider nicht von mir..... )


Aber schön big_ok

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 Betreff des Beitrags: Re: deutliche Aussprache
BeitragVerfasst: 25.11.2015, 11:42 
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Da muß ich dann doch mal was zu sagen...

ospite hat geschrieben:
1. Wer singt, transportiert Text, sonst könnte sie/er ja z. B. Flöte spielen.


Auch, wer ein Instrument spielt, transportiert "Text". Jedes Stück besteht aus einer Einleitung, einem Höhepunkt und einem Schluss. Und je besser ein Komponist mit Texten und Rhetorik umgehen kann/konnte, desto interessanter die Musik (siehe z.B. Telemann, der wohl ein glänzender Rhetoriker war). Aber das muß auch ein Instrumentalist erstmal verstehen, um das transportieren zu können, was oftmals schwieriger ist als bei einem Gesangsstück, wo der Text und dessen Struktur vorgegeben ist.

ospite hat geschrieben:
2. Je weiter von der Sprechstimmlage entfernt, desto schwieriger die deutliche Artikulation. Es gilt, einen Kompromiss zu finden zwischen schönem Klang und optimaler Textverständlichkeit, was eine gediegene Technik voraussetzt.
3. Die Konsonanten sind die Masten, an denen die Segel der Vokale hängen! (Leider nicht von mir..... )

Ciao. Ospite big_gruebel


Ich glaube nicht, daß es nur an der Entfernung zur Sprechstimmenlage liegt. Vielmehr halte ich die Formung des jeweiligen Konsonanten für einen wichtigen Faktor. Ein bilabialer Konsonant wie das m erfordert eine zur weiten Kehlöffnung in der Höhe absolut kontraproduktive Stellung, nämlich die vollständige Geschlossenheit des Mundes. Das muß mir erstmal jemand vormachen, wie ich auf einem b2 ein sauberes m hinbekomme und anschließend so schnell die vollständige Öffnung hinkriegen soll, daß Tonqualität und Intonation nicht leiden. Ein l ist da ein anderes Kaliber.

Meine Erfahrung deutet tatsächlich in eine andere Richtung, und ich nehme das auch deutlich wahr. Mein Gatterich ist auch so ein Chorleiter, der auf einer deutlichen Aussprache besteht, unabhängig von der Höhe. Ich kriege jedes Mal den absoluten Horror, wenn ich dann die Sopranöse (nimmt keinen Unterricht) links neben mir wahrnehme - jeder Ton über d2 hängt bei der drunter und wird spitz und schrill. Grausam! Bei mir selber mache ich eine ähnliche Erfahrung, wenn ich die Konsonanten nicht schleifen lasse, die das brauchen. Mir sind aber ein schöner, runder und weicher ("kuppeliger") Stimmklang und eine saubere Intonation wichtiger.

Allerdings stellt sich mir auch immer noch die Frage, ob es bei der Konsonantenformung einen Unterschied zwischen leichten und schweren Stimmen gibt. Mein Eindruck ist, daß leichtere Stimmen sich in der deutlichen Konsonantenformung in der Höhe, ohne daß darunter die Tonqualität leidet, leichter tun als schwerere Stimmen.

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 Betreff des Beitrags: Re: deutliche Aussprache
BeitragVerfasst: 25.11.2015, 14:05 
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Wir sind uns hoffentlich darin einig, liebe Donna Elvira, dass sich die instrumentale Klangrede grundlegend von der verbal artikulierten Botschaft durch den singenden Menschen unterscheidet. Und dass das Kunstlied, zumeist basierend auf wertvoller Lyrik, bei den mittleren Stimmfächern grundsätzlich am besten aufgehoben ist ( Sprechlage! ), steht m. E. außer Frage.

Ciao. Ospite big_hand


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 Betreff des Beitrags: Re: deutliche Aussprache
BeitragVerfasst: 25.11.2015, 16:57 
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Nicht unbedingt. Man kann auch mit instrumentaler Musik eine Botschaft rüberbringen, nur wesentlich indirekter als beim Singen, weil mehr über die Gefühlsebene geht. Allerdings hängt das instrumentale Musizieren nicht von der Artikulation ab, da sind wir uns einig. Obwohl: Ich gestalte bei der Blockflöte sehr viel durch Artikulation mit verschiedenen Vokalen (a, o, ü) und Konsonanten (d,t, g, r, k). Bauartbedingter Sonderfall halt; andere Instrumente können das nicht (vielleicht abgesehen von Travers- bzw. Querflöten).

Daß Lied bei den mittleren Stimmen am besten aufgehoben ist, denke ich aber auch. Ich finde es als hoher Sopran sehr schwierig, Lied adäquat zu singen und fühle mich entsprechend bei Oper viel wohler. Aber ich singe halt auch gerne Barockes, und die größte Herausforderung dabei sind die Rezitative. Die gehen aber Gott sei Dank im Regelfall nicht ganz so hoch, sodaß ich da auch einen guten Mittelweg zwischen deutlicher Artikulation und schöner Tongebung gehen kann.

Im Übrigen kann man meiner Meinung nach an Lied- und Rezitativkompositionen oft ablesen, ob sich ein Komponist mit den Stimmen und ihren Erfordernissen gut auskannte oder nicht. Beispiel: Telemann und sein "Harmonischer Gottesdienst" - die Rezitative finde ich teilweise für einen Sopran unsingbar (während die Soloinstrumente im Regelfall unschlagbar gut und virtuos geführt werden). Von Bach dagegen ist eigentlich alles gut singbar, weil die Verbindung Text - Melodie/Tonhöhe stimmt.

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 Betreff des Beitrags: Re: deutliche Aussprache
BeitragVerfasst: 17.12.2015, 03:23 
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Meiner Meinung nach ist die Aussprache vor allem ein Produkt der weniger guten oder besseren Gesangstechnik. Ich glaube nicht, dass irgend ein Sänger mit undeutlicher Aussprache deutlicher wird weil er denkt: jetzt muss ich aber auf eine gute Aussprache achten.
Wenigstens hatten wir einen Gast - Tenor mit hervorragender Aussprache, meines Erachtens also mit adäquater Technik.
HG
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Zuletzt geändert von alfredo am 17.12.2015, 20:05, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: deutliche Aussprache
BeitragVerfasst: 17.12.2015, 08:32 
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Da bin ich, lieber Alfredo, anderer Meinung. Viele "Weltsänger" haben eine gute Technik, aber man versteht kein Wort von dem, was sie singen. Die Aussprache kann auch gut sein, wenn die Technik nicht 100% ist. Wenn ein Lehrer von Anfang an darauf achtet, seine Schüler immer wieder korrigiert wie auch die Technik, ist das überhaupt kein Problem.

Meine Lehrerin hat das so gemacht, sie hat mich richtig getrimmt auf die Aussprache und es ist mir in Fleisch und Blut übergegangen, darum fällt es mir auch bei anderen Sängern so sehr auf.

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 Betreff des Beitrags: Re: deutliche Aussprache
BeitragVerfasst: 17.12.2015, 13:18 
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Meine Lehrerin achtet auch im Moment zumindest sehr auf die Aussprache. Da geht es dann im Detail um Zungenposition und Mund- und Lippenstellung für einzelne Vokale und natürlich auch für Konsonante.
Ich mag das zwar nicht besonders, aber es scheint sehr wichtig zu sein.
Und die Stars, die ich bisher gehört habe, haben auch alle eine deutliche Aussprache.

Die Aussprache ergibt sich meiner Meinung nach kaum aus der Musik, manchmal läuft sie richtig verquer zur Musik - trotzdem muß man verständlich singen. Mir fällt das manchmal (oder im Moment fast immer) schwer ...


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 Betreff des Beitrags: Re: deutliche Aussprache
BeitragVerfasst: 17.12.2015, 13:40 
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Die Aussprache ergibt sich aus dem Inhalt des Stückes, wenn ich es richtig interpretieren will, etwas deutlich zur Sprache bringen möchte, geht das eigentlich von alleine.

Wenn man kleinen Kindern eine Geschichte vorliest, betont man den Inhalt was da gerade passiert und das ist für die Kids besser verständlich, als wenn man einfach nur runterliest. Auch Gedichte liest man so, warum dann nicht im Gesang? Ich möchte doch etwas rüberbringen, etwas zu verstehen geben, das geht nur, wenn es deutlich gesungen wird.

Viele große, deutsche Sänger, die z.B. Wagner singen, sind oft nicht zu verstehen....

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 Betreff des Beitrags: Re: deutliche Aussprache
BeitragVerfasst: 18.12.2015, 18:23 
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Viele große, deutsche Sänger, die z.B. Wagner singen, sind oft nicht zu verstehen....


Nicht nur deutsche. Ich habe früher in der Oper nie etwas verstanden. Inzwischen gibt es Untertitel, bzw. Übertitel, das finde ich schrecklich. Ich habe aber den Eindruck, dass diejenigen, die Wert auf eine saubere und verständliche Aussprache legen, mehr werden.

Silvieann hat geschrieben:
Die Aussprache ergibt sich meiner Meinung nach kaum aus der Musik, manchmal läuft sie richtig verquer zur Musik - trotzdem muß man verständlich singen. Mir fällt das manchmal (oder im Moment fast immer) schwer ...

Mir fällt es im Alt leichter als im Sopran, hatte ich ja auch schon geschrieben. So denke ich jetzt einfach einmal, dass Dir die Aussprache u.a. wegen der Literaturauswahl so schwer fällt ;)

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