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BeitragVerfasst: 10.05.2007, 08:56 
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Octaviane hat geschrieben:
mezzo hat geschrieben:

...es ist übrigens ein h am Schluss....zumindest in meiner Ausgabe! Soweit nochmal zum Thema "Mezzos müssen ja nicht so hoch".
LG
mezzo
(die auf keine Fall ein Koloraturmezzo ist)


Hallo mezzo,
ich weiß auch nicht, wer dieses Gerücht in die Welt gesetzt hat. Mezzis singen durchschnittlich natürlich in tieferer Tessitur, aber ich habe durchaus einige Arien daheim, die bis zum b/h2 oder auch mal c3 gehen.


Kommt immer mal wieder vor - hauptsächlich von Sopranen, die meinen, die hohen Töne wären ihren vorbehalten :lol: . Wenn ich da nur an meine Eboli denke - ces''' und reihenweise b'' am Schluss - und das mit entsprechende Schmackes zu singen..... Oder die Eglatine aus Webers Eurydante (oder so ähnlich...)....

LG
mezzo


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BeitragVerfasst: 12.05.2007, 13:32 
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Nochmal zu den Counters :
Gerade habe ich auf einer CD mit Handel-Arias and Duets den Counter David Daniels gehört. Der kanns !! Hat ein etwas helleres Timbre als Andreas Scholl ( finde ich ), aber das klingt alles wunderbar.

Auf seiner website sind die Aufnahmen irgendwie rauschig, aber man hört schon einiges von seiner Koloraturfähigkeit und Wärme in der Stimme :
http://www.danielssings.com
unter "recordings" sind kurze Hörbeispiele von der verschiedenen CDs.

Liebe Grüße
Uralt

P.S. @ Orphenica :
warst du schon im Scholl-Konzert ? Was hat er gesungen, wie wars ?


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BeitragVerfasst: 12.05.2007, 21:54 
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Hallo Uralt,

ja, das Konzert war schon (am Donnerstag). Gesungen hat er Buxtehude, Schütz, J.C. Bach, Erlebach u.a. - das Repertoire gibt es auch auf CD.

Meine Begeisterung hält sich etwas in Grenzen, was auf keinen Fall an den Musikern liegt, sowohl der Sänger als auch das Ensemble waren top, aber leider passte der Raum nicht zur Musik! Das Konzert fand im Dom zu Lübeck statt, und der ist definitiv zu groß für solch filigrane Musik. Das Haus war ausverkauft, den Veranstalter wird's gefreut haben (die Karten waren auch nicht gerade billig), aber ich hätte dasselbe Konzert in einer kleineren Kirche oder einem kleinen Konzertsaal 1000mal mehr genossen. Ich habe Andreas Scholl schon mal in der Hamburger Musikhalle gehört, das war grandios.

LG, Orphenica
:hearts:


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BeitragVerfasst: 12.05.2007, 22:40 
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Ich hab Andreas Scholl auch mal live erlebt, ist aber schon ein paar Jahre her, es hat mir damals ganz gut gefallen, aber was mich doch etwas gewundert hat, war, dass er die ganze Zeit im Sitzen gesungen hat. :grübel
Und er hat sich total oft zwischendurch geräuspert, das werd ich auch nicht vergessen, war echt witzig, keine Ahnung ob er vielleicht etwas indisponiert war, aber das war schon sehr auffällig. Trotzdem ist er gleichzeitig cool geblieben, als obs ihm egal wär.


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BeitragVerfasst: 26.05.2007, 12:06 
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mezzo hat geschrieben:



Auch tiefe Altistinnen werden nie eine "fast männliche Tiefe" ereichen - wenn - dann max. Tenormittellage.

LG
mezzo


Hallo Mezzo,

da blicke ich auf andere Erfahrungen zurück. Hohe Tenorstimmem gehen unten häufig nur bis As (nicht as, nicht as') oder G - das gibt es auch bei wirklich tief basierten Frauenstimmen.
Es reicht also auch für "Nessun Dorma".

Liebe Grüsse Desdemona


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 Betreff des Beitrags: Re:
BeitragVerfasst: 09.04.2017, 19:22 
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Orphenica hat geschrieben:
Was aber ist mit Frauen - Mezzi, Altistinnen - die Hosenrollen singen, als Frau also auf der Bühne einen Mann verkörpern? Warum nehmen wir daran keinen Anstoß? Könnte es nicht genauso "schockierend" sein, wenn wir Frauen hören mit fast männlicher Tiefe?


Ich singe als Kontraalt Tenor und Bariton/hohen Baß.

Orphenica hat geschrieben:
Was ist am Counter so anders, dass die Stimmlage immer noch häufig als "nicht normal" und irgendwie anstößig empfunden wird? Dass die Stimmlage "nicht natürlich" sei, kann man ja auch nicht so sagen, denn was ist sie dann? Künstlich? Jeder Mann hat dieses Register ja offensichtlich AUCH zur Verfügung, und es ist seine Wahl, ob er es weiter ausbaut oder nicht.


mezzo hat geschrieben:
Bei den Hosenrollen die ich kenne, handelt es sich überwiegend (mal abgesehen von Barockopern) um Knaben (ich nehme mal den schönen alten Begriff), die an der Schwelle zum Mannsein stehen. Insofern ist der Effekt der höheren Stimme bewusst gewählt. Zudem bleibt die Sängerin in diesen Rollen im "erwarteten" Klangbild - man weiß, es ist eine Frau und sie singt auch so. Deswegen No-Shocking!

Es gibt einige moderne Counterpartien wie z.B. den Oberon in Brittens Sommernachsttraum. Bei einem solchen "Fabelwesen" ist der Effekt einer sicher auch gewollt (und da finde ich den Counter auch absolut passend).

mezzo hat geschrieben:
Auch tiefe Altistinnen werden nie eine "fast männliche Tiefe" ereichen - wenn - dann max. Tenormittellage.


DOCH!!! Ich singe als Kontraalt Tenor und Bariton/hohen Baß.

mezzo hat geschrieben:
Ich finde die Counterstimme tatsächlich in gewisser Weise künstlich erzeugt. Auch wenn das Register jedem Mann zur Verfügung steht - man muss sich bewusst dafür entscheiden. Und es ist nicht die ursprünglich Singstimme - man sagt ja, die meisten Counter wären "normalerweise" Baritöne.

LG
mezzo


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 Betreff des Beitrags: Re: Countertenor
BeitragVerfasst: 09.04.2017, 19:29 
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Das es aber laut Aussage mehrerer Sänger/Gesangslehrer so wenige Altistinnen- ich meine echte Altistinnen und nicht tiefe Mezzosoprane- gibt, wird man Countertenöre weiterhin einsetzen. Teilweise werden Countertenöre auch in romantischen Werken eingesetzt, da es so wenige Altistinnen gibt. Tiefe Mezzosoprane sind keine Altistinnen. Altistinnen sind anscheinend wirklich sehr selten.
Ungerecht aber, daß man Countertenöre in den Alt läßt und Kontraaltistinnen nicht in den Tenor oder Baß.
Das gilt meiner Meinung nach für den Amateurbereich in selbem Maße wie für den professionellen Gesang.


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 Betreff des Beitrags: Re: Countertenor
BeitragVerfasst: 09.04.2017, 19:35 
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Wenn Andreas Scholl seine angeborene, eigentliche Stimmlage , nämlich Bariton singt, räuspert er sich auch oft.
Da merkt man, wie untrainiert seine eigentliche Stimmlage ist.
https://www.youtube.com/watch?v=_3W-61_DX4A


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 Betreff des Beitrags: Re: Countertenor
BeitragVerfasst: 09.04.2017, 19:38 
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Weiblicher Kontraalt im Bereich Tenor und Baß ist eine angeborene Stimmlage, während die Countertenorstimmlage antrainiert ist. ich hörte auch schon in romantischen Werken einen Countrentor als Alt. Kontraaltistinnen läßt man, wenn sie professionell singen, dann nur in den Chansonbereich und Bereich der Unterhaltungsmusik. In Klassik-Chören und als Solisten haben sie nicht szu suchen.
LG,
contraalta


Zuletzt geändert von contraalta am 11.04.2017, 17:55, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Countertenor
BeitragVerfasst: 09.04.2017, 19:40 
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Countertenor im Sopran oder Alt und Kontraalt im Tenor oder Bariton oder Baß sind eben leider nicht gleichberechtigt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Countertenor
BeitragVerfasst: 11.04.2017, 10:46 
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contraalta hat geschrieben:
Das es aber laut Aussage mehrerer Sänger/Gesangslehrer so wenige Altistinnen- ich meine echte Altistinnen und nicht tiefe Mezzosoprane- gibt, wird man Countertenöre weiterhin einsetzen. Teilweise werden Countertenöre auch in romantischen Werken eingesetzt, da es so wenige Altistinnen gibt. Tiefe Mezzosoprane sind keine Altistinnen. Altistinnen sind anscheinend wirklich sehr selten.
Ungerecht aber, daß man Countertenöre in den Alt läßt und Kontraaltistinnen nicht in den Tenor oder Baß.
Das gilt meiner Meinung nach für den Amateurbereich in selbem Maße wie für den professionellen Gesang.

Ich kann das nicht nachvollziehen. Bei uns im Chor singt kein Mann im Alt, dafür mehrere Frauen im Tenor. Und die können das auch richtig gut, so tief singen.
Solistisch ist es natürlich noch einmal eine ganz andere Nummer. Da geht vieles mit persönlichem Geschmack der entscheidenden Personen, und natürlich, inwieweit der entscheidende Chorleiter oder Dirigenten oder Regisseur diese Solisten kennt oder inwieweit die Solisten durch Bekannte empfohlen werden.

Ich singe z.B. normalerweise im Alt. Ich singe nicht so gerne tief, komme aber, wenn es denn sein muss, bis d.

Außerdem sind Chansons doch auch schön!
Es ist einfach so, dass nicht jeder, der sich als Opern- oder Oratoriensänger berufen fühlt, auch die entsprechenden Rollen bekommt. Das Angebot an Sängern ist groß.


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 Betreff des Beitrags: Re: Countertenor
BeitragVerfasst: 11.04.2017, 18:13 
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Die Alt-Frauen in Deinem Chor: Haben die Gesangsunterricht? Tiefe kann man auch im Unterricht bißchen ausbauen. Wie gesagt lande ich an tiefen Tagen bei DIS in der großen Oktav seitdem ich unterricht nehme.
Ich kenne in allen meinen Chören immer sehr schmale Altistinnen, es sei denn sie sind im fortgeschrittenen Alter, aber alte Stimmen mag auch nicht jeder Chor. Die Altistinnen im Chor ächzen und "föhnen" schon bei a und normalerweise geht Alt ja bis g und bei Brahms im Dt. Requiem sogar bis f. Da kommt seltenst gescheiter Klang, eher ein "Föhnen" als "Schmackes" im Ton. Das ist meine Erfahrung in verscheidenen Chören. Manch ein Chorleiter läßt EINEN Countertenor in den Alt und lehnt EINEN Kontraalt im tiefen Tenor/hohen Baß ab, obwohl man beides bei einm 80-köpfigen CHor nicht heraushört. Das waren ja keine kleinen Chöre.
Countertenor ist in aller Regel- abgesehen von Hormonstörungen- eine antrainierte Stimmlage, während Kontraalt eine natürliche Stimmlage ist.
Ich meinte auch nicht Oratorien-Solo-Gesang, sondern das Singen von Oratorien im Chor.
Aber als Solist nimmt man oft- abgesehen von der Alten Musik- eher einen Countertenor im Alt oder evtl. Sopran als eine Kontraaltistin im Tenor oder Baß. ich hörte mehrere Romantikauffühungen mit genau einem Mann im Alt.
Auch, wenn ich vielleicht irgandwann in den Alt hochkomme, ohne, daß es unangenehm ist, lege ch trotzdem weiterhin Wert darauf, ALLE Register zu singen, d.h. in einem Chor Baß, im anderen Tenor und in einem nächsten Alt, um nicht einen bereich zu vernachlässigen. Ob ich paralell in mehrere Chöre gehe oder phasenweise einmal ein halbes jahr im Alt probe und danach im Baß, kann ich ja selbst entscheiden. Nur wird es problemantisch, wenn mancher Chorleiter micht ausschließlich im hohen Beriech singen lässt, also ausschließlich Alt. Ich ließ mich sogar wegen meiner stimmlichen Tiefe vom Endokrinologen testen, aber es liegt keinerlei hormonelles Problem vor.

Wegen Deines d in der kleinen Oktav:
Ich hörte von mehreren Seiten, daß man, um komod eine Stimmlage singen zu können, eher unten und oben noch eine Terz Spielraum haben sollte, damit es nicht nach dem Ende der Fahnenstange oder wie aus dem letzten Loch klingt. Das würde bedeuten, daß Du, wenn Du maximal bis d kommst, im Alt optimal aufgehoben wärst. Velleicht ist das auch der Unterschied zum tiefen Mezzo. Angeblich sind fast alle Chor-Altistinnen eher tiefe Mezzi, da g in der kleinen Oktav schon eher ZU TIEF ist.
Wenn ich Baß singe, gehe ich wirklich bis an die Untergrenze, aber es geht.

Die Wohlfühllage spielt ja auch noch eine große Rolle. Wie gesagt: Ich komme zwar durchaus mehr schlecht als recht in Althöhe, könnte aber nicht eine ganze Stunde oder zwei Stunden Messe oder Oratorium im Alt singen, wiel es sehr grenzwertig ist, oben zu singen und wenn er in normaler Alttiefe liegt, kann ich überhaupt keine oder nur sehr wenig Bruststimme hineinbekommen, da das nicht tief genug ist. Ich kann schon Bruststimme singen, aber nicht in normaler Alttiefe.
Es gibt ab und zu schon Altsängerinnen, deren g auch tief klingt, aber meiens klingt nicht tief, das es für mich nicht tief ist.

Musste man in deinem Chor vorsingen? Ich wurde bei jedem Vorsigen mit dem Kommentar, ich sänge in der "falschen" Oktav, hinausgeworfen udn sogar zum HNO-Arzt geschickt. Ich solle mal meine Stimmbänder untersichen lassen. Ich ging dann doch einmal zum Arzt, er war erstaunt wegen der Tiefe, aber alles war OK.


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 Betreff des Beitrags: Re: Countertenor
BeitragVerfasst: 12.04.2017, 11:40 
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contraalta hat geschrieben:
Die Alt-Frauen in Deinem Chor: Haben die Gesangsunterricht? Tiefe kann man auch im Unterricht bißchen ausbauen. Wie gesagt lande ich an tiefen Tagen bei DIS in der großen Oktav seitdem ich unterricht nehme.
Ich kenne in allen meinen Chören immer sehr schmale Altistinnen, es sei denn sie sind im fortgeschrittenen Alter, aber alte Stimmen mag auch nicht jeder Chor. Die Altistinnen im Chor ächzen und "föhnen" schon bei a und normalerweise geht Alt ja bis g und bei Brahms im Dt. Requiem sogar bis f. Da kommt seltenst gescheiter Klang, eher ein "Föhnen" als "Schmackes" im Ton. Das ist meine Erfahrung in verscheidenen Chören.
Wie schon geschrieben, kann ich das nicht bestätigen. Vielleicht ist das einfach in jedem Chor anders. Soweit ich bisher gehört habe, gibt es in dem Chor, bei dem ich bisher mitgesungen habe, viele kräftige Altstimmen.

contraalta hat geschrieben:
Manch ein Chorleiter läßt EINEN Countertenor in den Alt und lehnt EINEN Kontraalt im tiefen Tenor/hohen Baß ab, obwohl man beides bei einm 80-köpfigen CHor nicht heraushört. Das waren ja keine kleinen Chöre.
Countertenor ist in aller Regel- abgesehen von Hormonstörungen- eine antrainierte Stimmlage, während Kontraalt eine natürliche Stimmlage ist.
Ich meinte auch nicht Oratorien-Solo-Gesang, sondern das Singen von Oratorien im Chor.
Dann mußt Du Dir noch den richtigen Chor suchen - oder selbst aufbauen!

contraalta hat geschrieben:
Ich ließ mich sogar wegen meiner stimmlichen Tiefe vom Endokrinologen testen, aber es liegt keinerlei hormonelles Problem vor.
Na, das ist doch prima, wenn alles in Ordnung ist!

contraalta hat geschrieben:
Wegen Deines d in der kleinen Oktav:
Ich hörte von mehreren Seiten, daß man, um komod eine Stimmlage singen zu können, eher unten und oben noch eine Terz Spielraum haben sollte, damit es nicht nach dem Ende der Fahnenstange oder wie aus dem letzten Loch klingt. Das würde bedeuten, daß Du, wenn Du maximal bis d kommst, im Alt optimal aufgehoben wärst.
Mag sein. Ich habe auch keine Ambitionen, im Chor-Tenor zu singen. Manchmal würde ich lieber im Sopran singen. Von der Lautstärke her: die nimmt bei mir nach unten hin ab, was meines Erachtens nach ganz normal ist. Brahms Requiem haben wir im Chor gesungen. Ist mir nicht aufgefallen, dass der Alt da unten herum geschwächelt hätte, aber ich habe ja auch mitgesungen, und wenn man selbst mitsingt, bekommt man ja nicht so gut den Gesamtklang mit.

contraalta hat geschrieben:
Die Wohlfühllage spielt ja auch noch eine große Rolle. Wie gesagt: Ich komme zwar durchaus mehr schlecht als recht in Althöhe, könnte aber nicht eine ganze Stunde oder zwei Stunden Messe oder Oratorium im Alt singen, wiel es sehr grenzwertig ist, oben zu singen und wenn er in normaler Alttiefe liegt, kann ich überhaupt keine oder nur sehr wenig Bruststimme hineinbekommen, da das nicht tief genug ist. Ich kann schon Bruststimme singen, aber nicht in normaler Alttiefe.
Bei unserem Chor wünscht sich der Chorleiter größtenteils 'Kopfstimme'. Sogesehen müßtest Du da gar nicht in der Bruststimme singen. Aber, wie ich auch schon schrieb, bei uns könntest Du einfach im Tenor singen, wenn das denn Deiner Stimmlage eher entspricht. Ich glaube, Du mußt Dir den richtigen Chor suchen, bei dem das geht.

contraalta hat geschrieben:
Musste man in deinem Chor vorsingen?
Nein, ich mußte nicht vorsingen und habe nicht vorgesungen, bei bisher keinem Chor, wo ich mitgesungen habe. Aber - ehrlich gesagt - fände ich auch ein Vorsingen nicht schlimm.


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 Betreff des Beitrags: Re: Countertenor
BeitragVerfasst: 12.04.2017, 19:24 
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Kurz off topic:
Die Tatsache, dass frau bis zum kleinen d kommt, ist keineswegs ein Garant dafür, dass der Alt die ideale Lage wäre. Ich komme auch bis zum d, wenn ich gut drauf bin (wobei da meistens wirklich Ende der Fahnenstange ist, andererseits geht es hin und wieder sogar bis zum cis oder gar c, aber das kommt eher selten vor), bin aber definitiv Sopran (was eher was mit der Wohlfühllage und dem Passaggio zu tun hat und nichts mit dem Stimmumfang) und kenne andere Soprane, die ebenfalls so tief kommen und sich im Alt keineswegs (auf Dauer) wohl fühlen würden. Wenn ich länger in zu tiefer Lage singe, strengt mich das an (bzw. ich muss da viel mehr auf meine Technik achten, damit es mich eben nach Möglichkeit nicht anstrengt). Und meine Stimme ist normalerweise relativ belastbar.

Im Übrigen glaube ich, dass so tiefe Altstimmen wie deine, contraalta, in der Tat ziemlich rar gesät sind. Ich finde das aber total spannend :)

_________________
„Die Verpflegungslage ist für den Kulturmenschen eigentlich das Wichtigste.“
(T. Fontane)

"When you have that perfect match between voice, personality, repertoire and style, art happens" (Anonym)

http://www.sopranodrama.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Countertenor
BeitragVerfasst: 13.04.2017, 18:29 
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Octaviane hat geschrieben:
Im Übrigen glaube ich, dass so tiefe Altstimmen wie deine, contraalta, in der Tat ziemlich rar gesät sind. Ich finde das aber total spannend :)

Das denke ich auch, so eine tiefe Frauenstimme ist sehr selten. Da würde ich sehr gerne auch mal eine Hörprobe hören.

Diese Sängerin hier in der Nähe soll auch so eine tiefe Stimme haben:
http://www.birgit-breidenbach.com/
Hat Musica ja schon gepostet.


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