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 Betreff des Beitrags: Beckenboden
BeitragVerfasst: 23.09.2007, 16:44 
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Hallo,

wie wichtig ist für das Singen der Beckenboden, oder ist er überaupt nich gefragt?

Liebe Grüsse

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BeitragVerfasst: 23.09.2007, 17:55 
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Ich würd mal so sagen: Ich singe ohne Beckenboden , hatte aber einen Gesangslehrer, der mir die Technik vermittelt hat. Konnte ich aber eh vorher schon, da man sowas auch in der Schwangerschaftsgymnastik lernt :lol:
Da scheiden sich auch wieder die Geister: manche meinen, ohne Stütze durch den Beckenboden klappt es nicht so gut mit dem Singen oder dem Atemvolumen, andere vertreten wieder andere Gesangstechniken.
Ich kann nur von meinen Erfahrungen sprechen: Duch Stütze mit dem Beckenboden verbessert sich mein Gesang, mein Stimmsitz , mein Atmung usw. n i c h t ! Nichtsdestotrotz singe ich im Idealfall mit Stütze, die bei mir aber eher durch die Imagination der Luftsäule und des schwingenden Zwerchfells entsteht.


LG

Silje

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BeitragVerfasst: 24.09.2007, 10:02 
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Ich habe die Frage deshalb gestellt, weil ich sie selber erleben. Seitdem ich nicht mehr singe, haben die Muskeln des Beckenbodens nachgelassen und ich müsste sie wieder neu trainieren.
Vielleicht liegt es aber auch am Alter, das ist eben die Frage, da werden die Muskeln eben lätschert.
Ich denke der Beckenboden ist schon wichtig zum Singen, doch oft wird da nicht viel Wert draufgelegt.

Liebe Grüsse

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BeitragVerfasst: 24.09.2007, 21:51 
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hat sich schon eingelebt
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Hallo musika,

der Beckenboden ist eigentlich immer beteiligt während man die Stimme einsetzt, ob im Sprechen oder im Gesang, ob Männlein oder Weiblein.

Im Gesang müsste der Einsatz dieser Muskel noch bewusster gemacht werden. Der Einsatz dieser Muskel ist so fein abgestimmt, dass man sie häufig garnicht so deutlich fühlt. Bei meinen Frauen hat dieses jedoch die Wirkung gezeigt, sofern diese Schwäche vorhanden war, dass eine Gebärmuttersenkung verschwand...

Der Stimmklang wird grösser, ausladender. Der Kehlkopf wird weniger eingeengt, somit wird auch die Tonerzeugung als angenehm empfunden.

Es sind natürlich noch andere Muskeln beteiligt beim Sprechen/Singen, die die Stimme ebenfalls stützen, z.B. die Rippenzwischenmuskeln, die Unterbauchmuskeln, erstmal als kleiner Vorschlag...

LG! :n2:

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cornettina


Zwischen den Schwingungen der singenden Stimme und dem Pochen des vernehmenden Herzens liegt das Geheimnis des Gesangs.

Khalil Gibran, libanesischer Dichter, Philosoph und Maler (1883-1931)


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BeitragVerfasst: 24.09.2007, 22:42 
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Hallo Ihr Lieben,
ich will mich garnicht auf das Becken "stützen" oder gar von ihm,
ich will nur anmerken, das der Gedanke "weg vom Kehlkopf" und sich "nach unten ausbreiten" eine Entspannung bringt und es toll ist, relaxt auf einem Stuhl zu sitzen (nicht Sessel, ist zu weich!) und in locker abgestützter Beinhaltung eine Arie zu singen. Ich nenne es die Klo-Stellung !
Drücken könnte gefährlich werden, also nicht drücken.
Bei aller Entspanntheit im Becken, bleibt bitte fokusiert auf die Abstrahlung und auf die Verbindung von Becken über den Rücken zur Stirn.

Jetzt laßt Euch mit dem Stuhl engagieren, viel Spaß.

LG rugero

P.S.: Das waren die ersten Gehversuche als "Gesangsflüsterer"


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BeitragVerfasst: 25.09.2007, 08:51 
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Gruess Euch,

"Du musst Dich fuehlen , wie auf dem ........."
Ja, ja, diese Anleitung zum Singen ist schon alt oder besser gesagt alt bewaehrt.
Der Gedanke: "Weg von der Kehle- der ganze Koerper ist die Stimme" ist ebenso eine der wichtigsten Regeln.
Zwar sollten am Ende keine "Klo-toene" herauskommen, aber die Stimme braucht einen Boden, ihre Wurzeln sitzen da.
Mein lieber Professor E. fuers Sprechen zustaendig, erklaerte mir einmal, dass wir zwei Schliessmuskeln haben, die in allem zusammenhaengen. Funktioniert einer nicht, ist auch der andere in Mitleidenschaft gezogen. Den einen Schliesmuskel kennt jeder, dass die Stimmbaender, bzw. das Muskelensemble, das sie bedient, auch einer ist, machen sich die wenigsten klar. In der Natur haben sich die Stimmbaender zuerst durch ihre Verschlussfunktion durchgesetzt, da unsere Atmung und unsere Nahrungsaufnahme (Luft- und Speiseroehre) ja ueberkreutz gehen und offen sind. Unsere Stimmbaender verschliessen den Zugang zur Lunge, wenn wir trinken oder essen. Erst spaeter kamen, dadurch, dass wir ausatmen und die Baender schwingen koennen, Toene heraus.
Dies einfach zur Ergaenzung, aber wichtig, um die Verbundung nach unten zu bekommen.

Robin


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BeitragVerfasst: 25.09.2007, 15:04 
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Theoretisch hat sich mir das alles, was ihr sagt, erschlossen. Trotzdem kann ich es nicht nachvollziehen, wie der Beckenboden "aktiv" am Singen beteiligt sein soll. Er ist ein 3-schichtiger Muskel, der am Steißbein, am Schambein und jeweils am rechten und linken Sitzknochen "befestigt" ist. Er stützt die Organe und beeinflußt eben auch die Funktion, bzw. die Verschlusskraft der Blase. Wenn also der Beckenbodenmuskel schlapp macht, macht u.U. auch die Blase schlapp !
Aber wie kann ich singen, mit dem Gefühl auf dem Klo zu sitzen ?(oder meint ihr mit "auf dem K.. sitzen" nur die entspannte Haltung, von der auch Rugero schreibt ?) Das meine ich ernst: Wenn ich den Muskel anspanne (also reinziehe), dann entsteht zu viel Spannung und es wird eher alles fest im Unterbauch. Wenn ich locker lasse (wie aufm K..), dann hat das auch nicht den Wow-Effekt und ich kann gar nicht richtig atmen. Probiert es aus: K.. sitzen und gleichzeitig locker, entspannt einatmen.
Ich stimme mit Robin und Cornettina überein, wenn die Rede von "den Wurzeln" ist, also dem "Ganzkörpersingen", und mit der Anspannung , bzw. dem Lockerlassen des Bb. spürt man eben genau, wo der Ton hin soll. Aber was darüber hinaus geht, z.Bsp. Singen unter aktiver Zuhilfennahme des Bb. und dass auf einmal aus einer Piepsmaus eine Caballe wird, all das halte ich eher für Käse. Sorry.

Lg


Silje

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BeitragVerfasst: 25.09.2007, 16:27 
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Liebe Silje

Du solltest Dir keine Gedanken ueber etwas machen, was bei Dir eh da ist. Es ist vielleicht eher so, dass Du es schon merken bzw. hoeren wuerdest, wenn Du ohne Beckenboden saengest. Allein - im Unterricht haette Dir im Prinzip jeder Deiner Lehrer das beigebracht, wenn es nicht von alleine da waere. Wie Du schon sagtest, Du stellst Dir etwas anderes vor als beim Singen "Beckenboden" zu denken. Muss man auch nicht und mache ich uebrigens auch nicht, da ich sonst anfange zu druecken. Dann kommen die "Klotoene", die alles andere als schoen sind.
Letztendlich ist auch beim Denken an den Beckenboden das Ziel, die Durchlaesigkiet zu erreichen und die Stimme nicht nur auf den Kehlkopf zu reduzieren.
Unser Philipp, 3. Klasse sol jetzt das schriftliche addirern und subtrahieren ganz anders lernen als wir. Egal wie er auf das Ergebnis kommt, wenn es nur richtig ist am Ende.......

Gruss
Robin


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BeitragVerfasst: 25.09.2007, 20:56 
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Liebe Robin,

ich stimme dir voll und ganz zu. Ich wills halt immer ganz genau wissen und alles auseinanderfieseln, aber letzten Endes ist es nicht wirklich entscheidend für meinen Gesang.
Trotz allem: So ein paar Klo-töne habe ich immer mal... :lol: ob mit oder ohne Beckenboden. :n152:

LG

Silje

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