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BeitragVerfasst: 13.05.2018, 23:38 
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hat sich schon eingelebt
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musicissima hat geschrieben:
Einen Halbton höher/tiefer erkenne ich auch ohne absolutes Gehör.

Also, jemand stimmt ein Lied an (auch transponiert), oder spielt Töne auf dem Klavier / der Geige / ... und Du benennst die Töne richtig?

Ich denke, dass ich inzwischen ein recht gutes tonales Gedächtnis habe und wenn in einem Chor bei einem Lied, das wir mit Noten singen, transponiert wird, ohne dass ich es weiß, und sei es nur um einen oder einen halben Ton, bin ich erstmal reichlich irritiert. Trotzdem würde ich nicht behaupten, ein absolutes Gehör zu haben.

musicissima hat geschrieben:
Es gibt Menschen, die sehr fixiert auf die Stimme und v.a. deren Andersartigkeit ("Kontraalt") sind. Jede Stimmlage, auch Kontraalt oder Countertenor, ist auf natürliche Weise vonm Stimmapparat produziert. Daß Männer ihren sehr hohen Stimmbereich nicht nutzen oder Frauen ihre Tiefe nicht nutzen, bedeutet ja nicht, daß man, wenn man diese Bereiche nutzt, das als besondern diskussionswürdig erachten müsste.


Ich glaube, Du lässt da einiges außer Acht.

Übrigens mag ich es gar nicht, wenn ich einem aktiven Forenmitglied per PN eine Frage beantworte und dann auch auf wiederholte Nachfrage kein piep und pap und mäh kommt, ob die Nachricht überhaupt angekommen ist und die Beantwortung der Frage hilfreich war. Da entsteht bei mir der Eindruck, dass nach ganz etwas anderem gesucht wurde.

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Viele Grüße
Monika


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BeitragVerfasst: 14.05.2018, 00:44 
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Das ist heutzutage leider so üblich, vor allem bei jüngeren Menschen - ich finde das auch nicht gut :n111:

In manchen Gegenden gilt zudem das Motto: "Nicht geschimpft ist Lob genug" - sprich, wenn keine Kritik oder zumindest weitere Nachfrage kommt, dann wird's schon recht gewesen sein...

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Das Vergänglichste, wenn es uns wahrhaft berührt,
weckt in uns ein Unvergängliches.

(Friedrich Hebbel)


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BeitragVerfasst: 14.05.2018, 08:25 
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@AK-Kontraalt: Entschuldige bitte, aber ich glaube nicht, dass man ein absolutes Gehör erwerben kann. Denn dann müsste eigentlich jeder (Berufs)Musiker darüber verfügen. Und tatsächlich habe ich außer der o.a. Violinistin *keine/n einzige/n* Musiker/in mit absolutem Gehör kennengelernt - und durch die Konzerte, die mein Mann organisieren musste, kenne ich viele. Viel mehr würde ich bei Dir wirklich vermuten, dass Du diese Fähigkeit immer besessen hast und sie nur durch das Musizieren (wieder) entdeckt hast. Über ein gutes relatives Gehör verfügen dagegen alle, die sich intensiver mit Musik beschäftigen (was in der Natur der Sache liegt).

Was das Transponieren angeht: Ich merke es auch, ob ein Stück transponiert wird oder nicht. Mich stört es allerdings nicht im geringsten, aber ich bin das auch gewohnt. Schließlich ist man gerade in der Alten Musik oft in anderen Stimmungen von 392 bis 466 Hz unterwegs. Und manchmal kommen echt erstaunlich schöne Sachen dabei raus, wenn man z.B. ein Stück aus C-Dur nach H-Dur transponiert und das Stück einen Glanz erhält, den es vorher nicht gehabt hat...

Was die Violinistin angeht: Nach einer gewissen Zeit hatte sie sich daran gewöhnt, alles etwas anders zu hören, als es ihrem inneren Ohr entsprach. Aber die gleiche Anpassungszeit brauchte sie dann auch vor dem Konzert.

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Gruß, Astrid

Es gibt zwei Möglichkeiten, vor dem Elend des Lebens zu flüchten: Musik und Katzen. (A. Schweitzer)


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BeitragVerfasst: 14.05.2018, 08:54 
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Donna Elvira hat geschrieben:
Was das Transponieren angeht: Ich merke es auch, ob ein Stück transponiert wird oder nicht. Mich stört es allerdings nicht im geringsten, aber ich bin das auch gewohnt. Schließlich ist man gerade in der Alten Musik oft in anderen Stimmungen von 392 bis 466 Hz unterwegs. Und manchmal kommen echt erstaunlich schöne Sachen dabei raus, wenn man z.B. ein Stück aus C-Dur nach H-Dur transponiert und das Stück einen Glanz erhält, den es vorher nicht gehabt hat...

Das ist eigentlich eine interessante Frage. Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob es mich bei leicht stimmbaren Instrumenten stört. Ich singe nur oft begleitet von Klavier oder Orgel, und die sind ja - in sich - relativ fix.

Wenn ich weiss, dass ich transponieren soll, juckt mich das nicht, dann mache ich mir einen Vermerk in den Noten und gut ist's. Oder ich singe eh auswendig.

Von einer Orgel auf eine andere wechseln juckt mich auch nicht weiter.

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Viele Grüße
Monika


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BeitragVerfasst: 14.05.2018, 10:26 
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Na ja, eine Blockflöte kriegst Du ja nicht mal eben runtergestimmt - das macht im Regelfall maximal 3 Hz aus. Mehr geht nicht, weil dann die Mensuren nicht mehr stimmen und die Flöte in sich nicht mehr stimmt. Ein Halbton macht aber rund 25 Hz aus. Für jede größere Stimmungsabweichung braucht es also ein eigenes Instrument. Streichinstrumente sind da etwas einfacher, da kann man auch mal eben (etwas ironisch gemeint) einen Halbton tiefer oder höher stimmen. Man sollte sie dann nur 24 Stunden ruhen lassen, damit sie sich angleichen können und natürlich nicht innerhalb der nächstfolgenden 24 Stunden wieder die Stimmung zurückdrehen.

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Gruß, Astrid

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BeitragVerfasst: 15.05.2018, 20:25 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:
Ich habe soeben dieses entdeckt:

https://www.swr.de/swr2/musik/frauensti ... index.html

So wie ich diesen Bericht verstehe, bezieht sich dieses "immer tiefer" lediglich auf die Sprechstimme sowie auf die bevorzugte Tonlage, in welcher gesungen wird. Es hat aber meines Erachtens nichts damit zu tun, wie die Stimme tatsächlich gelagert ist und auch nicht damit, welche gesamte Reichweite die Stimme hat. Mit anderen Worten: Der Stimm-Gebrauch hat sich verändert, nicht aber die Stimm-Lage.

Was meint Ihr dazu?


Das ist ein interessanter Bericht! Die Sprechstimmen, die ich höre, sind aber nicht alle tief, es gibt auch viele, die in hoher, aber angenehmer Tonlage sprechen. Und neulich war ich ganz erstaunt: Eine recht hohe, sehr angenehme, Sprech-, aber sehr tiefe Gesangsstimme einer Frau. Sie konnte locker Alt und Tenor singen, wurde nach eingener Aussage auch als Tenorin eingesetzt, singt in meinem jetzigen Chor mit mir zusammen im Tenor.
Daß Frauen tief sprechen und hoch singen, kann ich mir so erklären, daß man im Gesang- im Gegensatz zum Sprechen- das Kopfstimmregister nutzt, bei Sprechen normalerweise nicht so intensiv. Die Sprechstimmlage würde sich also eher am unteren Ende des Gesantstimmumfangs befinden. Das würde also gut zusammenpassen, bei mir stimmt es genau.


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BeitragVerfasst: 17.05.2018, 15:56 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:
Zum Thema "Absolutes Gehör" wurde schon an anderer Stelle geschrieben:

20934508nx591/allgemeines-f1/das-absolute-gehoer-t2680.html

Nach meiner Erfahrung am eigenen Leib ist absolutes Gehör erlernbar - möglicherweise muss aber die Fähigkeit dazu, dieses erlernen zu können, angeboren sein.


1. Ja.
2. Ja. Ist aber bei allen angeboren, wie die Fähigkeit zum Erlernen der Sprache. Verkümmert nur bei den meisten.
3. siehe zitierten Faden.

_________________
Der Sänger singt am Weiher leise, doch singt er etwas leierweise.


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BeitragVerfasst: 18.05.2018, 00:11 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:
Zum Thema "Absolutes Gehör" wurde schon an anderer Stelle geschrieben:

20934508nx591/allgemeines-f1/das-absolute-gehoer-t2680.html

Nach meiner Erfahrung am eigenen Leib ist absolutes Gehör erlernbar - möglicherweise muss aber die Fähigkeit dazu, dieses erlernen zu können, angeboren sein.

@Musicissima: Ich habe nicht wissenschaftlich testen lassen ob ich Absoluthörer bin, aber da ich sowohl Tonhöhen ohne vergleichenden Referenzton benennen als auch definierte Töne "freihändig" angeben kann, dürfte ich tatsächlich ein Absoluthörer sein. Ich habe beides mit sehr viel Übung GELERNT - und das erst im Erwachsenenalter.



@AK-Kontraalt: Weshalb lerntest Du das absolute Gehör denn? Wie lange und wie hast Du denn trainiert?


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