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 Betreff des Beitrags: Was zuerst singen?
BeitragVerfasst: 13.11.2012, 14:42 
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Hallo zusammen,

ich werde am Donnerstag bei einem großen Wiener Chor vorsingen und werde zwei Stücke dort mit hinnehmen.
Für die Arie habe ich mich schon entschieden - das wird Porgi amor.
Dann habe ich noch zwei Lieder zur Auswahl - Brahms "sapphische Ode" oder "von ewiger Liebe".
Ich fühle mich eigentlich bei der Ode besser, weil ich dort wirklich sicher bin - aber andererseits denke ich, dass ich im anderen Stück einfach auch mehr zeigen kann, evtl auch die Dramatik, die zumindest im Ansatz in meiner Stimme enthalten ist. Was würdet ihr singen?

Und was meint ihr, ist besser als Anfang? Arie oder Lied?
Wenn ich mir sicher wäre, dass sie wirklich beide anhören werden, würde ich mit dem Lied anfangen - aber wenn sie sich nur eins anhören und das ist dann z.B. die sapphische Ode, dann konnte ich von meiner Sopranstimme ja nicht besonders viel zeigen.

Was meint ihr? Erst Sapphische Ode (oder von ewiger Liebe) und dann Mozart? Oder anders herum?


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 Betreff des Beitrags: Re: Was zuerst singen?
BeitragVerfasst: 13.11.2012, 15:50 
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Du traust Dich was, Dani - Kompliment ! Da der Mozart höllisch schwer ist, würde ich das Porgi Amor nicht zuerst singen. Also : Sapphische Ode und danach - mit reduziertem Lampenfieber - die Contessa !

Ciao. Ospite big_ok


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 Betreff des Beitrags: Re: Was zuerst singen?
BeitragVerfasst: 13.11.2012, 16:02 
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Liebe Ospite,

Danke :)

Naja, es war eigentlich so. Ich habe die Einladung für das Vorsingen bekommen und meiner Gesangslehrerin eine Mail geschrieben und sie nach ihrer Meinung gefragt und sie hat, ohne zu zögern gesagt: Na, Porgi amor und einen Brahms (womit sie meine Gedanken genau widergespiegelt hat).
Porgi amor liegt mir einfach. Natürlich ist es schwer und man kann sich festsingen, etc. Aber ich hab einfach das Gefühl, dass meine Stimme da genau rein passt. Ich bin keine gute Koloratursängerin, ich bin auch nicht ausgestattet mit einer riesigen Höhe - aber der Mozart liegt mir.
Bei der sapphischen Ode ist es ähnlich - da denke ich mir nur, dass es halt schon fast ein wenig tief ist, um als Sopran vorzusingen. Es ist ja nicht so, dass ich nicht höher singen kann. Mir wurde schon einmal bei einem Vorsingen gesagt, ob ich nicht in den Alt gehen will - aber: Ich bin kein Alt. Ich habe ein wenig Tiefe, ja, aber deshalb bin ich weder Mezzo- noch Alt (obwohl ich es ja gern wäre ;) ). Ich will nicht, dass mir das noch mal passiert.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was zuerst singen?
BeitragVerfasst: 13.11.2012, 21:26 
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Hallo Dani,

ich kann dein Dilemma sehr gut nachvollziehen. :92 Trotzdem würde ich mit dem Stück anfangen, bei dem du dich absolut sicher fühlst, das du quasi rückwärts im Schlaf singen kannst, und dem auch ein bisschen Lampenfieber nicht viel ausmacht. Wenn deine Technik einigermaßen sitzt, sollte jemand, der ein bisschen mehr Ahnung von Stimmen hat eigentlich auch hören, dass du Sopran bist, auch wenn du keinen sonderlich hohen Töne singst. (wobei es natürlich Stimmen gibt, bei denen die Zuordnung für den Hörer schwerer ist)

Ansonsten viel Glück fürs Vorsingen

Octaviane (die gerade ihre koloraturige Seite entdeckt big_lala )

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 Betreff des Beitrags: Re: Was zuerst singen?
BeitragVerfasst: 14.11.2012, 10:51 
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Danke für die aufmunternden Worte...

Eine Frage: Wie entdeckt man seine "koloraturige Seite"? Auf das warte ich schon ein paar Jahre, aber es will nicht kommen big_hihi


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 Betreff des Beitrags: Re: Was zuerst singen?
BeitragVerfasst: 14.11.2012, 10:54 
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Jetzt wird es noch schwieriger... ich soll nur ein Stück vorsingen... Ich glaube, dann muss ich es wagen und nehme "Porgi, amor".
Augen zu und durch!


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 Betreff des Beitrags: Re: Was zuerst singen?
BeitragVerfasst: 14.11.2012, 12:30 
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Dani hat geschrieben:
Danke für die aufmunternden Worte...

Eine Frage: Wie entdeckt man seine "koloraturige Seite"? Auf das warte ich schon ein paar Jahre, aber es will nicht kommen big_hihi


Glaub mir, ich habe auch viele, viele Jahre gewartet big_lala (Und ich würde mich immer noch nicht als Koloratursopran bezeichen, selbst wenn die Stimme immer beweglicher wird und plötzlich Dinge wie "Vien diletto" (Bellini/I Puritani) nicht nur in den Bereich des Möglichen rücken, sondern sogar beginnen Spaß zu machen big_prost )

Was mir geholfen hat ist, unter der behutsamen und geduldigen Anleitung meines Lehrers meine Technik auf Vordermann zu bringen und somit Ballast von der Stimme zu nehmen, von dem mir gar nicht so recht bewusst war, dass er da war haushalt__005.gif (z. B. merkt man oft gar nicht, dass man die Stimme doch noch ganz subtil einfärbt und somit durchaus ein falsches Stimmfach vortäuschen kann - ich kann mich auch super für kurze Zeit als Mezzo tarnen, nur irgendwann geht das auf den Hals) . Das heißt die Stimme ist ausbalancierter und somit auch beweglicher geworden. Und dann bin ich einfach dran geblieben, habe zwischendurch immer mal wieder Koloraturarien ausprobiert und gesehen wie es mittlerweile läuft.

Was auch hilft ist einen Lehrer zu haben, der einem grundsätzlich erst einmal sehr viel zutraut (oft mehr als ich mir selbst) und einen (fast) alles ausprobieren lässt (selbstverständlich unter der Prämisse, dass man sich damit nicht schadet) und nicht gleich von vornherein sagt, "du kannst das nicht, du hast eine schwere Stimme". Wenn's nicht klappt, lässt man's halt wieder und probiert es in ein paar Monaten noch mal.

Liebe Grüße

Octaviane

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 Betreff des Beitrags: Re: Was zuerst singen?
BeitragVerfasst: 14.11.2012, 12:48 
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Das hört sich ja super an... Sowas von Bellini zu singen ist bei mir in weiter, weiter Ferne ;) Also schonmal Glückwunsch dazu, da bist Du sicher auf dem richtigen Weg!

Aber auch ich hab schon Fortschritte gemacht und meine Lehrerin meint auch, mit der richtigen Technik kann ich das irgendwann. Aber es dauert soooooo lange und ich bin nicht gerade geduldig. Und dann hört man immer mal wieder Leute, die einfach so, ohne es zu üben Koloratur singen können - das ist einfach gemein.

Ich wünsch Dir weiter viel Erfolg! Aber wenn Du "Vien diletto" schaffst, dann ist alles möglich! big_ok


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 Betreff des Beitrags: Re: Was zuerst singen?
BeitragVerfasst: 14.11.2012, 13:25 
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Gut, öffentlich würde ich den Bellini wohl noch nicht unbedingt singen, aber dann bin ich ja auch erst die zweite Woche an dem Stück dran (speaking of Ungeduld, hm? haushalt__005.gif )

Und ja, es gibt eben Sängerinnen, denen ist das Koloratursingen in die Wiege gelegt (das, was ich dann als "natürlichen Koloratursopran" bezeichnen würde), dafür haben wir anderen, denen das erstmal nicht so leicht fällt, andere Qualitäten. :n154: Und mit Training und einer gewissen Veranlagung kann man da auch viel wett machen, denke ich. Letztendlich sollte ja jede Stimme in einem ihr angemessenen Rahmen beweglich sein. (Ich frage mich manchmal auch, wie viel da "verbildet" wird, etwa durch die zu schnelle Zuordnung zu einem bestimmten Stimmfach)

Grüße

Octaviane

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 Betreff des Beitrags: Re: Was zuerst singen?
BeitragVerfasst: 14.11.2012, 15:21 
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Hihi, zwei Wochen kann ja je nach Stück schon lang sein :D Aber der Bellini braucht wohl etwas mehr big_lala

Diese Zuordnung zu Stimmfächern ist mir irgendwie auch ganz fremd. Meine erste Gesangslehrerin hat nicht mehr gesagt, als dass ich eben ein Sopran bin und jetzt meine zweite sagt: Ja, wohl am ehesten ein Spinto, aber eigentlich ist das auch egal, die Technik musst Du sowieso lernen big_ok

Das finde ich auch ziemlich ok. Keiner meiner Lehrer hat jemals zu mir gesagt, dass ich etwas nicht schaffen kann, sondern nur, dass ich es noch mal weglegen und später versuchen soll. Und bei meiner Lehrerin sing ich jetzt auch so schwierige Stücke, bei denen ich vor einem Jahr noch gesagt hätte "neeeee" big_hilfe.

So sollte das ja auch sein. Du, ich lese gerade, Du wohnst in Bonn! Ich komm ja eigentlich aus Leverkusen, bin im Moment für 3,5 Jahre in Wien. In etwa 1,5 Jahren geht's wohl aber wieder Richtung Rheinland und dann such ich einen neuen Gesangslehrer. Vielleicht kann ich mich ja dann mal an dich wenden (dauert noch was, aber bin schon ganz panisch, wenn ich daran denke, meine super tolle Lehrerin hier verlassen zu müssen)... big_cry


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 Betreff des Beitrags: Re: Was zuerst singen?
BeitragVerfasst: 14.11.2012, 16:08 
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Vergesst nicht, dass Ihr ja hauptberuflich keine Opernsängerinnen seid, sondern in sämtlichen Gefilden wildern könnt ! Solange Ihr Euch dabei nicht weh tut, habt Ihr alle Freiheiten !
Und selbst unsere Workshops sind quasi " geschützte Räume ", in denen Ihr unbekanntes Terrain beackern könnt.

Ciao. Ospite big_ok


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 Betreff des Beitrags: Re: Was zuerst singen?
BeitragVerfasst: 14.11.2012, 16:51 
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Sehr richtig, lieber ospite, es ist natürlich ein gewaltiger Unterschied, ob man eine gesamte Partie mit Orchester singt oder eine einzelne Arie mit Klavier. Und die Workshops bieten in der Tat einen schönen Rahmen, um auch mal unbekanntes Terrain zu erkunden. big_ok

Dennoch kann es ja auch vorkommen, dass eine Stimme sich in eine andere Richtung entwickelt als ursprünglich angenommen oder, wozu ich in meinem Fall tendiere, die ursprpüngliche Linie mehr oder weniger beibehält, aber durch verbesserte Technik ihr Repertoire noch in andere Bereiche erweitern kann. Ich sehe die Gefahr (auch aus eigener Erfahrung) eben darin, dass man sich zu früh festlegt oder festlegen lässt.

Zitat:
Meine erste Gesangslehrerin hat nicht mehr gesagt, als dass ich eben ein Sopran bin und jetzt meine zweite sagt: Ja, wohl am ehesten ein Spinto, aber eigentlich ist das auch egal, die Technik musst Du sowieso lernen big_ok


Recht hat sie!

Mein GL (bei dem ich jetzt seit ca. 2 Jahren bin) hat anfangs auch kein Wort über mein "Stimmfach" verloren und das auch diplomatisch abgebogen, wenn ich nachgefragt habe big_lala Und auch jetzt fällt höchstens mal das Wort "schwerere Stimme" ohne sich genau festzulegen, auch das Übungsrepertoire ist breit gefächert, von Bach und Händel über Rossini, Bellini (hätte nie gedacht, dass mir "Oh quante volte" so gut liegt :92 ) und Spontini bis hin zu Verdi, Weber und dem "leichteren" Wagner. Und dazwischen immer mal wieder Lied. So was hält die Stimme ja auch flexibel (das soll nun allerdings keine Aufforderung sein, ungefiltert alles zu singen- ich werde nach wie vor die Finger von einer Turandot lassen und auch die Adele singe ich eher nur für mich zum Spaß - das wäre auch rein optisch .... interessant *g*)

Und du kannst dich dann, wenn es dich wieder ins schöne Rheinland verschlagen sollte, gerne an mich wenden. Allerdings wird es mich und meinen Mann Anfang nächsten Jahres voerst nach Wiesbaden verschlagen.

LG

Octaviane

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 Betreff des Beitrags: Re: Was zuerst singen?
BeitragVerfasst: 14.11.2012, 17:29 
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Na, mit dem Repertoire halte ich es eigentlich genauso. Ich singe fast "alles"... Lieder von Brahms, Schumann, Schubert, Wolff, Cornelius, Arien von Händel, Purcell, Mozart, Beethoven, Puccini, Verdi, Dvorak, Rossini, etc... Aber Du hast mich inspiriert - ich sollte mal wieder nach Bach und Wagner schauen big_super
Meine Lehrerin unterstützt das breite Repertoire auch sehr und würde mir eben höchstens mal mitteilen, wenn es zu schwierig wird (bisher hat sie aber eher mir schwierige Sachen vorgesetzt und nicht umgekehrt!). Es ist ja auch nicht so, dass man alles, was man übt mal vorsingen muss - wichtig ist ja eher, dass man dabei was lernt. Und wenn man einfach, um die Koloratur mal zu testen, eine Rosina singt, ist das denke ich auch als Sopran ok. Wenn es die Stimme belastet - lässt man es eben!

Naja, bei mir steht auch nichts hundertprozentig fest - aber ich würd gern ins Rheinland und brauche dann bestimmt einen neuen Lehrer - und bin im Moment noch völlig ratlos, wie ich den mal finden werde. Danke also schon einmal für das Angebot :)

Wiesbaden ist schön!


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 Betreff des Beitrags: Re: Was zuerst singen?
BeitragVerfasst: 14.11.2012, 19:34 
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In fremden Revieren zu jagen ist sicher mal schön, doch es kommt immer auf die Beute an. Ich würde keinem leichten Sopran eine Wagnerarie oder ähnliches aufbürden im Unterricht. Auch im Workshop sollten Sänger das erarbeiten, was sie tatlächlich im Konzertleben brauchen, für Experimente, nur zum Spaß und Ausprobieren, finde ich diese Zeit zu kostbar.

Was ein Schüler zuhause macht, ob ein Alt die Königin der Nacht singt, oder sich in anderen Fächern austobt, finde ich ganz gut, da sieht man seine eigenen Grenzen, ich denke, das hat jeder Schüler schon gemacht. big_engel

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 Betreff des Beitrags: Re: Was zuerst singen?
BeitragVerfasst: 15.11.2012, 08:35 
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Natürlich, bei solchen Ausflügen sollte der Gesunde Menschenverstand (TM) nicht auf der Strecke bleiben und die gewählte Literatur der eigenen Stimme nicht vollkommen zuwider laufen. Dem erwähnten Alt die KdN zum ernsthaften Üben zu geben wäre wohl genau so sinnfrei wie der Soubrette die Brünhilde. Und man sollte sich darüber klar sein, dass man in den seltensten Fällen alles gleich gut singen kann, auch wenn es scheinbar leicht fällt, bzw. dass es immer Literatur geben wird. die dann noch etwas besser zur Stimme passt als andere :d_neinnein: Wobei das oft auch Geschmackssache ist.

Also experimentieren ja, aber klug. :n154:



@Dani :Die Rosina habe ich im Unterricht auch schon gemacht, in der "Mezzo-Fassung". Also, mir hat sie nicht geschadet ;). Das ist aber auch schon wieder fast zwei Jahre her, wäre spannend zu sehen, wie sie mittlerweile läuft.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was zuerst singen?
BeitragVerfasst: 15.11.2012, 11:09 
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Ja, ich meinte auch nicht, dass man wild einfach alles singt - aber eben das, was noch zur Stimme passt, aber eventuell fachfremd ist. Ich habe zum Beispiel auch mal Santuzza ausprobiert oder eben Rosina (ebenfalls Mezzo-Fassung) - beides ist nun ja eher nicht für einen Sopran, aber um bestimmte Sachen zu üben ist es ideal. Aufführen würde ich das selbstverständlich nicht! Ich finde nur, man braucht sich auch nicht nur auf ein bestimmtes Fach "reduzieren" zu lassen, wenn man noch nicht so weit ist. Wenn man nach wenigen Stunden jemandem sagt: "Du bist ein dramatischer Koloratursopran" und dann werden nur Stücke aus dem Repertoire gesungen, dann ist das meiner Meinung nach eher kontraproduktiv und behindert die Entwicklung.
Aber all das sollte in einem bestimmten Rahmen passieren! ein Alt lernt vermutlich wenig von der Königin der Nacht, eine Soubrette nichts von Wagner usw. Das schadet dann wohl eher, das ist mir klar.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was zuerst singen?
BeitragVerfasst: 15.11.2012, 11:56 
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Ich sehe wir verstehen uns :-)

Ja, mir ging es bei dem Ganzen auch eher um die Sache, dass man bisweilen zu schnell auf eine bestimmte Kategorie "reduziert" wird. Da wird einem dann suggerriert, man könne als "schwerere" Stimme keinen Bach singen oder eben keine Koloraturen, bis man es dann selber glaubt und vielleicht gerade deswegen damit Schwierigkeiten hat. Eine selbsterfüllende Prophezeihung also. Dann braucht es erst einmal seine Zeit, bis man diese Blockaden überwunden hat - und dann stellt man mitunter sehr überrascht fest, dass einem Dinge viel besser in der Stimme liegen, als man je vermutet hätte, dass die Leute sich nicht entsetzt abwenden, wenn man es wagt als dramatisch angehauchte Stimme Bach zu singen (ausgenommen einige Puristen vielleicht big_engel ) und dass Koloraturen eben kein Buch mit sieben Siegeln sind, sondern es in erster Linie wieder darauf hinausläuft, dass man zusieht, eine gute Stimmtechnik zu entwickeln und dann sieht, was möglich ist und was nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was zuerst singen?
BeitragVerfasst: 16.11.2012, 14:00 
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Ich hab das Vorsingen bestanden. Sie wollten nur ein Stück und ich hab mich an "Porgi amor" gewagt - und es hat geklappt!

Viele Grüße big_lala


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 Betreff des Beitrags: Re: Was zuerst singen?
BeitragVerfasst: 16.11.2012, 15:45 
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Herzlichen Glückwunsch! big_super

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 Betreff des Beitrags: Re: Was zuerst singen?
BeitragVerfasst: 16.11.2012, 15:57 
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