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 Betreff des Beitrags: Tiefe Stimme
BeitragVerfasst: 26.02.2016, 22:43 
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Hallo,

seit meiner Kindheit habe ich eine tiefe Stimme. Das war in der Schulzeit vor der Pubertät teilweise so ausgeprägt, dass ich in der Klasse kaum etwas sagen mochte.

Mit der Pubertät hat sich das etwas geändert, aber beim Chorgesang merke ich immer mehr, dass für mich eigentlich der zweite Bass die ideale Stimme wäre. Nun singt unsere Kantorei kaum Stücke, wo dies gefordert wird. Ab dem zweigestrichenen E/F wird es für mich schwer, wenn dann vor einem Auftritt auch noch länger als 30 Minuten geübt wird, kann ich beim Auftritt selbst die hohen Töne vergessen, das klingt nicht mehr.

Diese Woche haben wir mit unserem Männerchor (a capella) Seemannslieder für unser anstehendes Stiftungsfest geübt. Es ist ein graus für mich, fast alle Lieder zu hoch und damit Quälkram.

Grade beim Männerchor ist es so, dass meine Tonlage 3-4 Töne zu tief ist. Wenn also das F gesungen werden soll, kommt bei mir ein C raus. Naürlich kann ich höher singen, aber nur kurze Zeit.

Irgendwie habe ich das Gefühl, zwischen allen Stühlen zu sitzen. Wie ergeht es denn den anderen Sängern, besonders den 2. Bässen (Frauen dürften wohl kaum betroffen sein ?) ? Bei der Kantorei geht es, da steige ich bei zu hohen Stellen aus. Aber beim Männerchor fällt ein falscher Ton viel schneller auf.

Es grüßt frustriert

Andreas


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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefe Stimme
BeitragVerfasst: 27.02.2016, 09:07 
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AndreasHL hat geschrieben:
> (Frauen dürften wohl kaum betroffen sein ?)

Täusche Dich da mal nicht. Ich glaube, es war dieser Thread:
20934508nx591/stimme-f45/frauenchor-und-kontraalt-t3153.html

Da geht es genau um die Probleme einer tiefen Frauenstimme. Der einzige Unterschied ist, dass Frauen vielleicht noch die Chance haben, in eine Männerstimme zu wechseln. Unter dem Bass kommt halt einfach nichts mehr.

Nimmst Du GU? Dein GL kann Dir am besten eine Einschätzung geben, wo Du singen solltest. Wenn Du wirklich so tief liegst und in Deinem derzeitigen Chor die Literatur zu hoch für Dich ist, kannst Du entweder mit dem Chorleiter sprechen (ich fürchte nur, da wird wenig gehen, weil sonst vermutlich die anderen Bässe nicht runterkommen) oder einen anderen Chor suchen, der passendere Sachen singt. Oder Du gründest selber ein Ensemble oder singst solistisch. Auf Dauer tut es jedenfalls nicht gut, in einer zu hohen Stimmlage zu singen, schon gar nicht mit den Auswirkungen, die Du hier ansprichst. Nach 30 min Einsingen darf die Stimme nicht weg sein, da ist etwas faul. Oktaviere notfalls zu hohe Stellen beim Üben nach unten und spare Dir die Höhen für den Auftritt.

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Viele Grüße
Monika


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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefe Stimme
BeitragVerfasst: 27.02.2016, 12:00 
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Lieber Andreas,

ich kann dir das gut nachfühlen, mein Göttergatte ist ganz tiefer Bass und hat so seine Probleme im Chor. Gottseidank macht die Chorleiterin beim Einsingen spezielle Übungen für die Tiefe und wer nach oben oder unten aussteigen will/muss, macht das eben. Auch in der Literatur kommen hohe Töne im Bass vor, er überlässt sie einfach den Bässen, die diese Höhe haben und so ist es eben auch umgekehrt. Im reinen Männerchor von 180 Sängern hatte er nie Probleme, aber in den gemischten Chören schon. Er hat sich daran gewöhnt und singt halt die Töne, die er schafft in der Höhe, dafür hält ihn unten kein Ton zurück.

big_lala

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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefe Stimme
BeitragVerfasst: 13.03.2016, 00:31 
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Zitat von Andreas HL: "Ab dem zweigestrichenen E/F wird es für mich schwer, ..."

Lieber Andreas, ein ZWEIgestrichenes E/F können nicht mal Tenöre singen, selbst für manche Frauenstimme ist dies unerreichbar.

Die Noten Deiner Chorstimme sind ja sicherlich im Bass-Schlüssel notiert, und da befinden sich alle Töne ab der ersten oberen Hilfslinie in der EINgestrichenen Oktave. Meinst Du dasjenige E, das sich in der zweiten oberen Hilfslinie befindet, und das F direkt oberhalb dieser zweiten Hilfslinie? Das ist ein EINgestrichenes E und F. Für ein ZWEIgestrichenes F brächte man bei einer Notation im Bass-Schlüssel 6 (!) Hilfslinien oberhalb der eigentlichen Notenlinien, das könnte ja kein Mensch mehr lesen.

Und, doch: Auch Frauen mit einer sehr tiefen Stimme können im Chor wirklich happige Probleme haben. Und nicht nur da. Ich habe schon an verschiedenen Stellen davon geschrieben.

LG AK-Kontraalt

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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefe Stimme
BeitragVerfasst: 13.03.2016, 08:44 
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Hallo,

ja, da war ein Schreibfehler, Entschuldigung.

Am liebsten singe ich (nach dem Baßschlüssel) vom einfachen tiefen E eine Oktave höher, danach wird es kritisch, ab e/f winke ich dankend ab. Naürlich schaffe ich auch mal einige wenige hohe Töne, aber nicht dauerhaft. Derzeit üben wir von Bach "Brich den Hungrigen Dein Brot", das ist wirklich schwer, besonders die Coloraturen.

Natürlich treibe ich mich lieber in den tiefen Notenregionen rum, wenn ich das einmal so salopp sagen darf.

Viele Grüße

Andreas


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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefe Stimme
BeitragVerfasst: 04.03.2018, 22:38 
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Es passt nirgendwo so richtig, deshalb schreibe ich es mal hier rein.

Heute im Gottesdienst hörte ich eine Männerstimme hinter mir singen, die mir vom Klang her bekannt vorkam. Doch als ich mich beim Friedensgruß umdrehte, war eine FRAU hinter mir.

Meistens erkennt man eine Frauenstimme klanglich auch dann als solche, wenn sie in einer Männerstimmlage singt, in diesem Fall also, wenn sie die Gottesdienst-Lieder eine Oktave tiefer singt, eben so wie sie (die Lieder) von Männern gesungen werden, aber sie klang tatsächlich genau so wie derjenige Mann den ich vermutet hatte, der aber weit und breit nicht zu sehen war. Da hab' ich schon ganz schön gestaunt - auch über das tiefe H das zuvor in einem der Lieder gesungen worden war, so wie diese "Männin" bringt das normalerweise auch eine wirklich tiefe Frauenstimme nicht hin. Wow! :n151:

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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefe Stimme
BeitragVerfasst: 05.03.2018, 00:19 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:
Es passt nirgendwo so richtig, deshalb schreibe ich es mal hier rein.

Heute im Gottesdienst hörte ich eine Männerstimme hinter mir singen, die mir vom Klang her bekannt vorkam. Doch als ich mich beim Friedensgruß umdrehte, war eine FRAU hinter mir.

Meistens erkennt man eine Frauenstimme klanglich auch dann als solche, wenn sie in einer Männerstimmlage singt, in diesem Fall also, wenn sie die Gottesdienst-Lieder eine Oktave tiefer singt, eben so wie sie (die Lieder) von Männern gesungen werden, aber sie klang tatsächlich genau so wie derjenige Mann den ich vermutet hatte, der aber weit und breit nicht zu sehen war. Da hab' ich schon ganz schön gestaunt - auch über das tiefe H das zuvor in einem der Lieder gesungen worden war, so wie diese "Männin" bringt das normalerweise auch eine wirklich tiefe Frauenstimme nicht hin. Wow! :n151:



Wenn die "Männin" das H tatsächlich männlich singen konnte, könnte man eine Kontraaltstimme vermuten, wobei mir nicht klar ist, was Du mit "wirklich tiefe Frauenstimme" bezeichnest. Möglicherweise nutzt sie das Bruststimmregister in männlicher Weise aus. Als weibliche "Tenorin" klingt man i.d.R. verglichen mi den Männern auch etwas dünner, selbst wenn die Tiefe locker ausreicht, um Tenor zu singen.
Dazu kommen nich die zu normalem Alt u.U. tiefer liegenden Register.
Ich singe problemlos Tenor 2, könnte aber nicht um g herum so tief klingen, wie die Altistin hier, da g schon, relativ gesehen, recht hoch liegt:

https://www.youtube.com/watch?v=2jvJqdbR7ZQ

Diese Art des Klangs, abgesehen davon, daß ich kein Profi bin, kann ich erst unter c entfalten. In den Noten geht es doch häufig zum g hinunter.
Daher würde ich mich in der Lage, die die Altistin hier singt, nicht wohlfühlen, dann ist mir die Höhe in Richtung Mezzosopran wirklich lieber; oder Tenor 2.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefe Stimme
BeitragVerfasst: 05.03.2018, 10:37 
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Was passiert eigentlich, wenn eine transsexuelle Frau, die bis zum 50. Lebensjahr im Körper eines Mannes gelebt hat, in einem gemischten Chor im Alt singen möchte? Kann sie ihre ehemals männliche Stimme irgendwie "umtrainieren", damit sie im Alt singen kann? Ich habe von einem solchen Fall gehört, weiß aber nicht, was in der Praxis daraus geworden ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefe Stimme
BeitragVerfasst: 05.03.2018, 11:27 
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Ich habe eine kleine Suche gestartet - und bin dabei über diesen interessanten Artikel dazu gestolpert: https://www.welt.de/kultur/buehne-konze ... batte.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefe Stimme
BeitragVerfasst: 05.03.2018, 17:21 
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Hopeful hat geschrieben:
Was passiert eigentlich, wenn eine transsexuelle Frau, die bis zum 50. Lebensjahr im Körper eines Mannes gelebt hat, in einem gemischten Chor im Alt singen möchte? Kann sie ihre ehemals männliche Stimme irgendwie "umtrainieren", damit sie im Alt singen kann? Ich habe von einem solchen Fall gehört, weiß aber nicht, was in der Praxis daraus geworden ist.



Der (genetische) Mann kann doch mit Falsett im Alt singen. Das machen Countertenöre auch, manche singen auch Sopran (z.B. Philipp Mathmann).


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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefe Stimme
BeitragVerfasst: 06.03.2018, 08:29 
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contraalta hat geschrieben:
Hopeful hat geschrieben:
Was passiert eigentlich, wenn eine transsexuelle Frau, die bis zum 50. Lebensjahr im Körper eines Mannes gelebt hat, in einem gemischten Chor im Alt singen möchte? Kann sie ihre ehemals männliche Stimme irgendwie "umtrainieren", damit sie im Alt singen kann? Ich habe von einem solchen Fall gehört, weiß aber nicht, was in der Praxis daraus geworden ist.



Der (genetische) Mann kann doch mit Falsett im Alt singen. Das machen Countertenöre auch, manche singen auch Sopran (z.B. Philipp Mathmann).

Liebe Contraalt,
laienhaft ausgedrückt, wie würde es klingen, wenn die Transfrau im Falsett singen würde? Eher wie eine "normale" Alt oder eher "unnatürlich"? In dem Artikel, den Donna Elvira beigesteuert hat (Vielen Dank dafür, liebe Donna Elvira!), ist von einem ehemals professionellen Sänger (Bariton) die Rede, aus der eine professionelle Opernsängerin geworden ist. Diese Sängerin singt auf der Bühne weiterhin Bariton, daraus entnehme ich, dass sie nicht im Falsett singt.

In meinem Beispiel geht es um eine potenzielle Chorsängerin. Könnte die Transfrau in einem gemischten Chor vielleicht auch statt Alt mit Falsett im Tenor oder Bass singen?

Gruß
Hopeful


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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefe Stimme
BeitragVerfasst: 06.03.2018, 08:43 
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Ich denke, der Artikel gibt darauf die entscheidende Antwort: Da sich an den Dimensionen der Stimmbänder nichts ändert, kann auch die Gesangsstimme nicht "umtrainiert" werden, sodaß sie natürlich höher wird (obwohl der Tonumfang sich bei der Bariton-Transgender nach oben erweitert (!) hat). Wenn eine Transgender also Alt singen *will*, muß sie das im Falsett mit allen klanglichen Konsequenzen tun. Die Sprechstimme kann höher trainiert werden; dafür gibt es sogar einige spezialisierte Logopäden. Es gab letztens einen sehr interessanten Doku-Abend über Transgender auf VOX, den ich mir (trotz der nervigen Werbung) angesehen habe. Ich finde es jetzt nicht auf Anhieb; wenn jemand Interesse hat, muß ich noch mal explizit danach suchen.

EDIT: Und bevor mir das jemand um die Ohren haut: Das gilt nur für die "späten" Transgender. "Frühe" Transgender, bei denen schon die Pubertät in andere Bahnen geleitet wird, haben natürlich ganz andere Voraussetzungen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefe Stimme
BeitragVerfasst: 06.03.2018, 11:23 
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Hallo,

derzeit übt die Kantorei "Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit", BWV 106.

Notenausschnitt siehe

https://www.bing.com/images/search?view ... ajaxhist=0

Der Baß hat viele hohe Noten zu singen. So nach 30-40 Minuten habe ich das Gefühl, meine Stimmbänder schwellen an, einfach unangenehm. Es gibt auch einige sehr tiefe Stellen, die für mich einfach zu singen sind, daher möchte ich schon das ganze Stück mitsingen. Fragt sich, ob das für meine Stimmbänder wirklich gut ist, wenn ich mich ständig in die Höhe quäle. Nach einiger Zeit treffe ich die Töne auch nicht mehr exakt.

Viele Grüße

Andreas


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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefe Stimme
BeitragVerfasst: 06.03.2018, 12:05 
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Kann das sein, daß Du die Töne nach oben drückst? Heißt: Den Kehlkopf nach oben drückst und das Zwerchfell ebenso?

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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefe Stimme
BeitragVerfasst: 06.03.2018, 13:20 
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Donna Elvira hat geschrieben:
Ich denke, der Artikel gibt darauf die entscheidende Antwort: Da sich an den Dimensionen der Stimmbänder nichts ändert, kann auch die Gesangsstimme nicht "umtrainiert" werden, sodaß sie natürlich höher wird (obwohl der Tonumfang sich bei der Bariton-Transgender nach oben erweitert (!) hat). Wenn eine Transgender also Alt singen *will*, muß sie das im Falsett mit allen klanglichen Konsequenzen tun. Die Sprechstimme kann höher trainiert werden; dafür gibt es sogar einige spezialisierte Logopäden. Es gab letztens einen sehr interessanten Doku-Abend über Transgender auf VOX, den ich mir (trotz der nervigen Werbung) angesehen habe. Ich finde es jetzt nicht auf Anhieb; wenn jemand Interesse hat, muß ich noch mal explizit danach suchen.

EDIT: Und bevor mir das jemand um die Ohren haut: Das gilt nur für die "späten" Transgender. "Frühe" Transgender, bei denen schon die Pubertät in andere Bahnen geleitet wird, haben natürlich ganz andere Voraussetzungen.



Vielen Dank! Jetzt habe ich verstanden, um was es geht!


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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefe Stimme
BeitragVerfasst: 06.03.2018, 14:17 
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Donna Elvira hat geschrieben:
Kann das sein, daß Du die Töne nach oben drückst? Heißt: Den Kehlkopf nach oben drückst und das Zwerchfell ebenso?


Ähem, ja...aber was kann ich dagegen tun? Ich kenne niemanden, der da Rat und/oder Hilfe geben kann.

Viele Grüße

Andreas


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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefe Stimme
BeitragVerfasst: 06.03.2018, 15:36 
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AndreasHL hat geschrieben:
Donna Elvira hat geschrieben:
Kann das sein, daß Du die Töne nach oben drückst? Heißt: Den Kehlkopf nach oben drückst und das Zwerchfell ebenso?


Ähem, ja...aber was kann ich dagegen tun? Ich kenne niemanden, der da Rat und/oder Hilfe geben kann.

Viele Grüße

Andreas



Rat und Hilfe könnte eine Gesangslehrkraft geben. Dafür sind Gesangslehrer/innen da.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefe Stimme
BeitragVerfasst: 06.03.2018, 16:03 
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Exakt, da kann nur ein/e versierte/r Gesanglehrer/in helfen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefe Stimme
BeitragVerfasst: 08.03.2018, 09:10 
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Die wohl momentan einzige Frau, die früher ein Mann war und im Opernbusiness unterwegs ist, ist Lucia Lucas. Sie singt Bariton, denn sie hat natürlich ihre männliche Stimmlage behalten.
http://www.oper-wuppertal.de/oper/ueber ... ble%5D=658


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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefe Stimme
BeitragVerfasst: 18.03.2018, 20:02 
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Benötigen tiefe Frauenstimmen mehr Zeit zum Reifen als hohe?


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