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 Betreff des Beitrags: Re: Stehen zu dem was man singt?
BeitragVerfasst: 22.06.2017, 12:25 
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Hallo SparklingC,

das ist eine spannende Frage :)

Ich habe gerade überlegt; es gibt in meinen Chören nur wenige Lieder, die mir nichts sagen oder die ich nicht vertreten kann. Es gab schon einige Lieder, die waren interpretatorisch eine Herausforderung. Aber im Chor ist das weniger wichtig, erstens gibt es da einen Chorleiter, der die Verantwortung für die Interpretation hat und zweitens sind es ja viele Stimmen, die den Gesamtklang ausmachen.

Bei Solo ist das etwas anders, aber da muss ich ja nicht jedes singen.

Ich rätsel gerade, was für Texte Ihr singt, dass sie Deiner Einstellung nicht entsprechen können?

Ich sehe singen als Geschichten erzählen an. Ich versuche, die Geschichte zu verstehen und entsprechend umzusetzen. Kann ich mit etwas nicht wirklich etwas anfangen, kann ich es vielleicht durch etwas anderes ersetzen, gedanklich. Nehmen wir z.B. "Diamonds Are a Girls Best Friend". Ich hab's nicht wirklich mit Diamanten, also könnte ich das Schmachten danach normalerweise nicht rüberbringen. Macht nichts, dann bedeutet in diesem Lied "diamond" für mich halt "Kuchenstück" oder so, das habe ich dann vor meinem geistigen Auge, wenn ich nach diamonds schmachten will.

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Viele Grüße
Monika


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 Betreff des Beitrags: Re: Stehen zu dem was man singt?
BeitragVerfasst: 22.06.2017, 15:32 
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Hallo,

ich finde es super, dass du dir über Texte im Lied Gedanken machst, ich muss ehrlich sagen, das habe ich in meiner früheren Chor Zeit nie wirklich gemacht. Der Chorleiter hat manchmal den Inhalt erklärt und die Interpretation praktisch vorgegeben. Jeder empfindet einen Text, ein Lied anders und interpretiert auch dementsprechend anders, aber nicht im Chor, das wäre ein heilloses Durcheinander. Wichtig ist die Textverständlichkeit, die oft in Chören zu wünschen übrig lassen.

Ich kann mich an manche Literatur erinnern, die ich sehr ungerne gesungen habe, sie gefiel mir einfach nicht, fand sie manchmal albern und kindisch, aber das ist nun mal so in Chören, was dem einen gefällt, möchte der andere nicht gerne singen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Stehen zu dem was man singt?
BeitragVerfasst: 25.06.2017, 11:50 
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Vor 25 Jahren war ich in einem Chor einige Jahre.Manchmal hat mir der Text nicht gefallen. Habe daneben regelmäßig Gesangsstunden genommen und hatte immer Solo Gesangsabende in der Musikischule und in einer VHS.Weil ich mir beim Solosingen die Lieder aussuchen kann und auch weil das Chorsingen meine Technik, die ich mühsam erarbeitet habe, beieinträchtig hat, trat ich vom Chor aus.Heute kann ich ja kleine Textänderungen vornehmen wenn mir etwas nicht gefällt.zB dz aktuell.Kaiserwalzer- die Stelle wo der Bär tanzen soll.So kleine Änderungen kann man ja machen wenn ansonsten das Lied gut gefällt.Lieder aber zB Mozart Arien .
wo der Tod vorkommt, singe ich niemals

Hilde45


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 Betreff des Beitrags: Re: Stehen zu dem was man singt?
BeitragVerfasst: 25.06.2017, 20:05 
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SparklingC hat geschrieben:
Ich mag mich an ein Mozart-Stück erinnern, das ich textlich sowas von lächerlich fand. Ich sagte dem immer nur "das Pastetenlied". (vielleicht kennts sogar jemand?).

Vielleicht, wenn Du uns den richtigen Titel sagst? So komme ich nicht drauf.
Zitat:
Oder der grössere Brocken, an dem ich häufiger anstehe sind religiöse Stücke. Ich kann mit Religion und dergleichen nix anfangen. Und ich komme immer wieder in den Konflikt, wenn mir die Musik sehr gefällt (ich schmachte heute noch wenn ich an Gabriel Faurés Requiem denke), aber ich mit dem ewigen glaube ans Jesu-Kinderlein, Engelsülz usw konfrontiert bin.
Auch die vielen Ave Maria die es gibt! Enorm viele und schöne habe ich schon gehört und gesungen. Aber wenn ich dann denke, wen man da besingt, kann ich für mich nur kopfschütteln.
Grad wenn dann unser Dirigent noch voll einen drauf gibt: Stellt euch vor, ihr seid jetzt im Fegefeuer! Also singt es auch so!
Und ich steh dann da, glaub nicht ans Fegefeuer... tja. Was nu?

Bist Du sicher, dass Du im richtigen Chor bist? Es klingt mir (auch nach dem Rest) so, als ob Du im Kirchenchor wärst. Das als Atheistin? Finde ich fraglich, wenn Du Dich wirklich so gar nicht damit identifizieren kannst.
Zitat:
Das mit dem stellvertretenden Denken ist eine gute Idee. (Für Fegefeuer fällt mir jetzt grad nix ein, aber für das Jesukinderlein in der Krippe hab ich mir auch schon mal einfach ein x beliebiges niedliches Baby vorgestellt - das ist aber dann auch eher ein einfacheres Beispiel.) Was mich aber zum nächsten Punkt bringt: ich denke an was anderes beim Singen, das Publikum meint aber, ich besinge das, was im Text vorkommt. Heisst, ich verarsche dann das Publikum... oder nicht?

Wofür singst Du? Du willst eine bestimmte Stimmung vermitteln. Für mich ist die Intension wichtig - willst Du das Publikum denn veräppeln? Oder brauchst Du nur einfach die Vorstellungshilfe? Ich sehe z.B. kein Problem, wenn ich von Diamanten singe und mir dabei Kuchenstücke vorstelle. Weil das Gefühl, das transportiert werden soll, das wichtige ist. Ich erzähle eine Geschichte. Das Publikum interpretiert sie dann eh nach seinem Gusto. Da sehe ich jetzt keine Vera... drin.
Zitat:
Erstmals aufgefallen ist mir das übrigens, als ich mal einem Chor aushalf, weil die zu wenig Leute waren für eine bestimmte Messe bei einem Festgottesdienst. Ich kannte die Messe gut, da ich sie schon mehrmals gesungen hatte - halt nicht mit diesem Chor. Aber jedenfalls machte es mir nichts aus, mir gefiel die Messe von der Musik her sehr gut und habe die gerne mitgesungen.
Jedenfalls lief dann da der Gottesdienst, und ich hab halt bei dem ganzen Drumrum nicht mitgemacht. Mej, wurden mir da Blicke zugeworfen... da wurde es mir erstmals bewusst, dass ich als Person mich oft gar nicht mit dem Gesungenen identifizieren kann. Vorher hab ich da auch gar nie so drüber nachgedacht...

Grad bei den lateinischen Messen lasse ich mich oft in die Musik fallen und achte weniger auf den Text :oops: Aber, ich bin christlich erzogen und folge dem Ritus, somit falle ich auch nicht auf :) Allerdings - die Messen haben für mich nicht unbedingt viel mit dem Glauben zu tun; ungefähr genauso viel wie die Kirche als Institution. Hmm, das klingt jetzt irgendwie blöde. Ich denke gerade daran, dass Messen oft Auftragsmusik waren.

Andererseits habe ich persönlich auch keinerlei Problem, bei anderen Riten teilzunehmen, wenn der Grundzug des Glaubens stimmt. Ich singe, um den Leuten eine Freude zu machen. Das Verbindende in der Kirche ist schon der Glaube an eine Schöpferkraft, die glauben halt einfach anders. Für mich persönlich ist Gott auch Allah und Innana und Watonka und was es noch alles für Namen dafür gibt.

Die Frage ist irgendwie durchaus kompliziert :)

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Viele Grüße
Monika


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 Betreff des Beitrags: Re: Stehen zu dem was man singt?
BeitragVerfasst: 27.06.2017, 23:25 
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mal knallhart: wenn Du nicht zu der Handvoll Topstars gehörst, die sich ihr Repertoire aussuchen können, oder falls Du nicht Solo-Programme singst, die Du selbst zusammenstellst oder Du der Chef von Deinem eigen Chor bist, wird es immer wieder Momente geben, in denen Du was singen sollst, was Dir IRGENDWIE nicht zur Nase steht. Da gibt's genau 2 Optionen, damit umzugehen: Sich damit arrangieren (das wäre wohl der professionelle Ansatz) - oder aufhören. Dazwischen gibt's nix. Und wenn Du im Chor singst, wirst Du nicht darum herumkommen, daß gefühlte 90% der westlichen Chormusik der letzten 1000 Jahre Musikgeschichte geistliche Musik ist, mindestens aber die meisten prominenten, großen Chorwerke. Eine Antwort, wie Du Dich entscheiden sollst, wird Dir da niemand geben können: Das mußt Du schon ganz allein für Dich entscheiden, das kann Dir niemand abnehmen und da kann Dir auch niemand raten. Außer vielleicht: Werde Instrumentalist, die haben keine Texte zu interpretieren, nur Noten. Und es sind ja wohl die Texte, die Dir Schwierigkeiten machen.

Opernplots und -Texte sind bis auf wenige Ausnahmen auch ziemlich hirnrissig, das aber nur nebenbei.

Im übrigen mußt Du nicht die Gefühle HABEN, die die Musik oder der Text nahelegen, sondern Du sollst sie dem Publikum VERMITTELN. Das ist aber ein völlig anderer Ansatz, und das zu verwechseln ein Missverständnis.

sorry für die Offenheit

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Der Sänger singt am Weiher leise, doch singt er etwas leierweise.


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 Betreff des Beitrags: Re: Stehen zu dem was man singt?
BeitragVerfasst: 28.06.2017, 08:19 
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SparklingC hat geschrieben:
Das Lied heisst glaub "Essen, Trinken, das erhält den Leib" (so, oder ähnlich). Finds auch heute noch ganz furchtbar und hoffe, das nie wieder singen zu müssen. :pfeif:


Ah, danke. Das scheint eines seiner Trinklieder zu sein, ohne großen Anspruch, einfach nur zur Gaudi. Furchtbar finde ich es jetzt wieder nicht. Furchtbar finde ich eher die todernste, zu langsame Interpretation über die ich auf der Suche gestolpert bin.

Zitat:
Gesangstechnisch bin ich denke ich also schon am richtigen Ort. Schade ist halt wirklich, dass sehr viele Werke wo meine gesangliche Stärke drin liegt bieblische Hintergründe haben. Womit ich mich mit den Texten halt wirklich gar nicht identifizieren kann.


Hmm. Du glaubst an gar nichts? Kannst Du die Bibel vielleicht als Geschichtenbuch sehen, dass Du dem Publikum einfach die Geschichte von ... erzählst?

Mich wundert noch ein bisschen, dass die Leute so geschaut haben. Sind die so streng bei Euch? Wir haben schon ein paar (nicht im Kirchenchor, aber im anderen) die mit Kirche wenig anfangen können und den Ablauf nicht so mitmachen. Da die meisten aber eh den Ritus mitmachen, wird da nichts gesagt; hinknien etc muss der Chor ja sowieso nicht. Meist singen wir aber eh auf der Empore, da fällt es nicht auf.

Zitat:
Denn wie gesagt, die Musik an sich gefällt mir sehr oft. Es sind die Texte die mich stören.


Kannst Du Latein? Oder sind Eure Messen auf Deutsch? Bei Konzerten werden sowieso die meisten eh weniger wegen des Textes kommen, sondern wegen der Musik. Wenn die Musik gut komponiert ist, braucht man den Text zur Interpretation weniger.

edit, da zu spät gesehen:
T M Pestoso hat geschrieben:
Im übrigen mußt Du nicht die Gefühle HABEN, die die Musik oder der Text nahelegen, sondern Du sollst sie dem Publikum VERMITTELN. Das ist aber ein völlig anderer Ansatz, und das zu verwechseln ein Missverständnis.

sorry für die Offenheit

Da muss man sich nicht für entschuldigen, finde ich. Das sehe ich genauso. Mit der kleinen Einschränkung, dass man finde ich die Gefühle schon nachempfinden können muss, wenn man sie vermitteln will. Nur warum man das Gefühl grad hat, sehe ich eher offen.

Deiner Meinung über Operntexte muss ich zustimmen. Ich wiederhole doch im wahren Leben nicht x mal einen einzigen Satz. Aber sehr ressourcenschonend, das :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Stehen zu dem was man singt?
BeitragVerfasst: 28.06.2017, 10:55 
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T M Pestoso hat geschrieben:
mal knallhart: wenn Du nicht zu der Handvoll Topstars gehörst, die sich ihr Repertoire aussuchen können, oder falls Du nicht Solo-Programme singst, die Du selbst zusammenstellst oder Du der Chef von Deinem eigen Chor bist, wird es immer wieder Momente geben, in denen Du was singen sollst, was Dir IRGENDWIE nicht zur Nase steht. Da gibt's genau 2 Optionen, damit umzugehen: Sich damit arrangieren (das wäre wohl der professionelle Ansatz) - oder aufhören. Dazwischen gibt's nix. VERMITTELN. Das ist aber ein völlig anderer Ansatz, und das zu verwechseln ein Missverständnis.


Da bin ich mit T M Pestoso einer Meinung. Im Chor musst du dich anpassen und das singen, was vorgegeben wird, auch wenn dir etwas nicht gefällt oder du dich damit nicht identifizieren kannst. Ein Chor ist eine Gemeinschaft, da wird kein einzelner Sänger gefragt ob ihm dies oder jenes gefällt. Wenn du damit nicht klar kommst, musst du den Chor verlassen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Stehen zu dem was man singt?
BeitragVerfasst: 28.06.2017, 23:24 
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hm....
wie will man Gefühle vermitteln, die man nicht kennt?
Eine Vorstellung kannst Du doch entwickeln? Du liest doch vielleicht auch Bücher, hast als Kind Märchen gehört, schaust Dir Filme an... Das kannst Du doch auch gefühlsmäßig nachvollziehen? (Es gäbe allerdings auch die Möglichkeit, daß Du auch da Probleme damit hast. Aber ich nehme an, daß Du in diesem Fall die Ursache kennst)
muß der Darsteller des Don Carlo in Verdis "Forza" Mordgelüste gegenüber dem Darsteller des Don Alvaro haben, um zu überzeugen? Muß er überhaupt schon mal Mordgelüste gehabt haben, oder - noch einen Schritt weiter - muß er es überhaupt verstehen, daß jemand Mordgelüste haben kann? In Echt natürlich, nicht nur so dahingesagt?
Muß die Darstellerin der Azucena in echt schon mal ihr Kind umgebracht haben, um die Gefühle der Figur glaubwürdig rüberzubringen? Müssen die Pilger im Tannhäuser (die, die sie spielen) religöse Menschen sein?
Nööö...
Du mußt nicht nur die Gefühle nicht haben, Du mußt die Gefühle, Überzeugungen, Motive und was es hier sonst noch gibt, auch nicht TEILEN.

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 Betreff des Beitrags: Re: Stehen zu dem was man singt?
BeitragVerfasst: 30.06.2017, 14:18 
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Jetzt wird's, glaub' ich, kompliziert... oder auch nicht.

Ich glaube wirklich, daß Du zu viel denkst. Ich versuch's mal anders:

Wenn Du ein Märchen liest (gilt auch für jeden anderen fiktionalen Text, aber im Märchen ist es am deutlichsten), dann ist das ein Produkt der Phantasie. Völlig irreal. Da kommen Hexen, Zauberer, gute und böse Feen, Gespenster, Riesen, Zwerge, Drachen und anderes Volk mit ungewöhlichen Begabungen und Eigenschaften vor, fliegende Teppiche und -Koffer, Lampen, bei denen ein dienstbarer Geist erscheint, wenn man an ihnen reibt, oder Töpfe, die auf Kommando beliebig das Nahrungsproblem der gesamten Menschheit lösen, Orte, die einen Übergang zu einer Parallelwelt darstellen (der Brunnen in "Frau Holle" z.B.) und ähnlicher Mumpitz. Gibt's im realen Leben alles nicht. Die zu erwartende rationale Reaktion darauf sollte doch sein: "So ein Quatsch. Was soll das? Völliger Blödsinn!" Ist aber nicht. Tatsächlich sind diese Dinge nämlich durchaus vorstellbar, auch wenn es sie in der echten Welt nicht gibt. Solange das Märchen dauert, solange muß ich mich darauf einlassen, sie quasi als existent zu akzeptieren, sonst funktioniert das Märchen nicht.
(Das gilt, wenn Du AtheistIn bist, wortwörtlich auch für religiöse Inhalte, die Du dann in gleicher Weise nicht glaubst, wie an die Existenz von Hexen im Märchen)

Oper dto.: Es ist völlig ausgeschlossen, daß, wenn ich mir im echten Leben einen falschen Bart umhängte und einen Turban aufsetzte, mich meine Frau nicht mehr erkennen würde. Genau das wäre die zentrale Idee von Cosi fan tutte. Darauf kommt es aber gar nicht an. Es kommt auch nicht darauf an, daß das Publikum von Cosi das für möglich hält, sondern einzig und allein darauf, daß die beiden Damen in der Oper darauf reinfallen, wie wahrscheinlich oder unwahrscheinlich das auch immer sein mag. Auch da wieder: Ist so - ich muß mich darauf einlassen, sonst ist die Oper a priori unsinnig.

Du wirst sicher auch entsprechende Beispiele aus Filmen finden, und vielleicht sogar in Deinen Romanen. Das sich-darauf-Einlassen ist DIE zentrale Voraussetzung für das Funktionieren von Fiktion.

Langer Rede kurzer Sinn: Es ist völlig egal, ob Du (als AusführendeR) irgend etwas "nachvollziehen" kannst, oder blöde oder lächerlich oder was auch immer findest - das gilt selbstverständlich auch vom Gegenteil! - entscheidend ist, daß das "Produkt" in sich stimmig ist, und die "Stimmung" richtig rüberkommt. Und im Chor bist Du für beides ohnehin nicht verantwortlich. Also: wo ist das Problem? Alles eine Frage der Einstellung. Das Publikum wird Dich nicht dafür zur Rechenschaft ziehen (nicht mal als Solist oder sonstigeR exponierteR EinzelaktivistIn), daß irgend etwas bei rationaler Betrachtung unsinnig erscheint, oder - noch mal eins weiter - daß DU der Meinung bist, daß es unsinnig wäre (letzteres weiß das Publikum schon gar nicht). Oder bist Du der Meinung, daß einer, der im Film den Bösewicht spielt, tatsächlich ein Bösewicht ist? Eben. Und keiner geht aus Cosi und hält die Darsteller für Vollidioten, weil sie so einen Schwachsinn produzieren. Genauso wenig wird das Publikum glauben, daß Du ein Volltrottel bist, weil Du etwas in deinen Augen Lächerliches von Dir gibst, oder von Dir annehmen, daß Du ja wohl voll heilig sein mußt, weil Du ein geistliches Werk (mit)singst.

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 Betreff des Beitrags: Re: Stehen zu dem was man singt?
BeitragVerfasst: 01.07.2017, 10:12 
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Liebe SparklingC,

willkommen im Forum und danke für diese spannende Frage.

Vielleicht könnte Dir "so tun als ob" weiterhelfen, um Emotion zu finden. Du bist sicher einig, dass Gesang ohne Emotion eine Dimension fehlt (ich erinnere mich mit Grauen an irgendeine Opernaufführung, als die Solistin sang, als wäre sie damit beschäftigt, im Geist die Einkaufsliste für das Diner am nächsten Abend zusammenzustellen) und ich glaube, der Punkt mit dem "Schauspielern" oder "Reinfühlen" in die Persönlichkeit fällt vielen Gesangschülern am Anfang schwer.

Ich bin nicht praktizierend, spüre aber zum Beispiel beim Singen in Kirchen (besonders in den großen, alten Kathedralen) ganz stark den Glauben derjenigen, die diese erbaut haben - Empathie? Deshalb singe ich gerne geistliche Musik. Ich finde, es ist eine ganz besondere Situation und diese Distanz zwischen Glaube und Nichtglaube bereichert mich im Gegenteil.

Empathie hilft auch bei sonstigen Texten - es geht ja nicht darum, wie Du persönlich Dich fühlst, sondern wie sich die Person gefühlt haben könnte, die da verkörpert wird. Da muss man oft lange suchen - wieder ein Beispiel aus der Oper: Ich möchte gerne "Un bel di" singen, bin aber blond und übergewichtig - wie kann ich mich in eine Geisha verwandeln und die Emotion, die so wunderbar komponiert ist, übermitteln.

Und was absurde Texte angeht - es gibt immer die Möglichkeit, sich einen Sub-Text unterzulegen (aber natürlich den absurden Text zu singen), um auch damit umzugehen. Vielleicht einfach ein bisschen Augenzwinkern und Akzeptanz der "Üblichkeiten" in bestimmten Momenten der Geschichte - man denke an die Dadaisten. Auch bei zu schwülstigem Kram funktioniert das sehr gut.

Ob es Dir weiterhilft, kann ich nicht beurteilen, aber finde es eine sehr interessante Frage. Und es erinnert mich, dass man mir ganz zu Anfang immer wieder sagte - Don't think - Sing !!!!

Liebe Grüße aus West-Afrika
von Casta

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La chance d'avoir du talent ne suffit pas ; il faut encore le talent d'avoir de la chance.
Hector Berlioz


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 Betreff des Beitrags: Re: Stehen zu dem was man singt?
BeitragVerfasst: 01.07.2017, 21:07 
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SparklingC hat geschrieben:
Hm, also Mordgelüste nachvollziehen gelingt mir schon eher. Ich mein jetzt nicht nen Mordantrieb per se, sondern wenn man gereizt wird bis aufs Äusserste. Das Gefühl umsetzen ist dann auch einfacher, weil bekannt. big_wut1

Ich finde es noch interessant, dass du Bücher lesen erwähnst. Also ich lebe in Büchern teilweise schon richtig mit den Emotionen mit.

Dann verstehe ich Dein Problem wirklich nicht, beim Singen ist das doch nicht anders.

Du wirst doch ausser Wut noch andere Gefühle kennen?! Es gibt ja eigentlich nur sieben Grundgefühle:
Freude, Wut, Ekel, Furcht, Verachtung, Traurigkeit und Überraschung. Die anderen leiten sich daraus ab. Dann kann man das auch zurückführen auf die Grundgefühle, wenn man ein übergeordnetes Gefühl hat.

Ich schließe mich TM Pestoso und LaCastafiore an - Du denkst zu viel.

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Viele Grüße
Monika


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 Betreff des Beitrags: Re: Stehen zu dem was man singt?
BeitragVerfasst: 02.07.2017, 09:10 
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Ich möchte dieses Problem auch mal von einem anderen Aspekt kommentieren. Vor ca. 40 Jahren gab es einen offiziellen Aufschrei, als der evangelische Windsbacher Knabenchor unter Karl-Friedrich Behringer das "Ave Maria" von Brückner in einem Konzert aufführen wollte. Ein evangelischer Christ könne nicht die Mutter Gottes anrufen, als sei sie eine Mittlerin zwischen Gott und den Menschen, weil das nicht zum evangelischen Glauben gehöre, so hieß es damals.
Eigentlich hat sich nichts an der offiziellen Einschätzung der evangelischen Kirche geändert, oder? Aber viele Chöre aller Glaubensrichtungen singen offensichtlich ohne Gewissensbisse Marienlieder.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wieso das so ist. Es geht hier nicht darum, wie ich persönlich dazu stehe, sondern um die Frage, ob Sänger, Chorleiter, Zuhörer usw. inzwischen vielleicht eine geänderte Form von Toleranz, eine Art Ökumene in der Repertoire zeigen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Stehen zu dem was man singt?
BeitragVerfasst: 03.07.2017, 00:33 
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Liebe Hopeful,

nein, das Repertoire katholischer und evangelischer Chöre unterscheidet sich nach wie vor ganz erheblich. Ich singe in Chören beider Konfessionen. Dass ein evangelischer Chor Messen singt, das ist inzwischen keine Seltenheit mehr, allerdings geht das nur im Rahmen eines Konzertes, nicht aber im Gottesdienst. Ein katholischer Chor jedoch würde nie z. B. eine Bach-Kantate singen oder Choräle nach Texten von Martin Luther oder Paul Gerhardt. Ein evangelischer Chor wiederum kann z. B. mit Marienliedern, Stabat mater- und Kreuzweg-Vertonungen oder Gregorianischer Musik nichts anfangen.

@SparklingC:

Ich habe die ersten 30 Jahre meines Lebens mit Kirche rein gar nichts am Hut gehabt, und trotzdem habe ich mit Hingabe und Begeisterung geistliche Chormusik gesungen. Die Musik an sich war es einfach, die mich berührt hat und die irgendwie zu mir "gepasst" hat. Solche Musik kann eben nur zu geistlichen Texten komponiert werden - mit anderen Texten wäre sie so nie entstanden. Ich hab' es also einfach hingenommen und mich sehr wohl gefühlt dabei.

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Das Vergänglichste, wenn es uns wahrhaft berührt,
weckt in uns ein Unvergängliches.

(Friedrich Hebbel)


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 Betreff des Beitrags: Re: Stehen zu dem was man singt?
BeitragVerfasst: 03.07.2017, 08:35 
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Das kann ich so nicht stehen lassen! Auch in den katholischen Chören sind Bachkantaten im Repertoire zu finden; ich selber habe unter anderem schon den Actus tragicus mit musiziert - und zwar am Karfreitag in der katholischen Kirche mit einem katholischen Chor unter der Leitung eines katholischen Kirchenmusikers. Auch BWV 61 ist Standardrepertoire und vieles andere aus seinem Werk auch, wie z.B. Jesus bleibet meine Freude / Wohl mir, daß ich Jesum habe, viele Choräle aus seinen Passionen usw usf. Und ganz selbstverständlich gehen wir auch nicht an Martin Luther und Paul Gerhardt vorbei. Ich brauche nur mal das Gotteslob aufzuschlagen, und das erste Lied, das nach den Psalmen steht, ist Lobet den Herren von Paul Gerhardt. Da könnte ich noch einiges finden, wenn ich das Gotteslob jetzt durchforsten würde. Und solche Choräle sind auch oft als Sätze in den Fundi der Chöre zu finden. Von daher stimmt die Behauptung nicht, katholische Chöre gehen an Bach, Luther, Gerhardt vorbei. Im Gegenteil!

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Gruß, Astrid

Es gibt zwei Möglichkeiten, vor dem Elend des Lebens zu flüchten: Musik und Katzen. (A. Schweitzer)


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 Betreff des Beitrags: Re: Stehen zu dem was man singt?
BeitragVerfasst: 03.07.2017, 16:43 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:
Ein katholischer Chor jedoch würde nie z. B. eine Bach-Kantate singen oder Choräle nach Texten von Martin Luther oder Paul Gerhardt. Ein evangelischer Chor wiederum kann z. B. mit Marienliedern, Stabat mater- und Kreuzweg-Vertonungen oder Gregorianischer Musik nichts anfangen.

Sorry, das ist völliger Unsinn.
DonnaElvira hat ja dazu schon etwas ausgeführt.

Mal davon abgesehen, daß EG und GL im jeweiligen Stammteil mittlerweile 90 (neunzig!) Lieder gemeinsam haben und 35 weitere Lieder des Stammteils zumindest in Teilen identisch sind (von denen auch einige auf Texte Gerhardts sind) und noch einige weitere in den Regionalteilen zu finden sind (alles, was mit "ö" kekennzeichnent ist): Das kirchenmusikalische Kernrepertoire ist schon identisch. Selbstverständlich singen auch katholische Kirchenchöre Bach oder Mendelssohn oder Praetorius et alias, das ist genauso tauglich, wie eine Schubertmesse mit "angepasstem" Credo-text oder eine Mozart- oder Haydn-Brevis mit (eigentlich unliturgischer) Polytextur oder eine beliebige Missa solemnis mit (ebenfalls unliturgischen) Textwiederholungen.
Et vice versa. Stabat Mater am Karfreitag in evangelischer Kirche ist alles andere als ungewöhnlich.

Und wo steht, daß Marienverehrung (sic: Verehrung, nicht Anbetung oder gar "Vergöttlichung") in den lutherischen Kirchen "verboten" oder zumindest "unüblich" wäre? Luther hat selbst das Magnificat vertont. Und selbstverständlich gibt es Lukas 1,26 ff auch bei den Prostestanten, da ist der Bibeltext nicht geschwärzt.. Nichts anderes als dieser Bibeltext ist das "Ave Maria", nur vertont. Genaugenommen soll Luther das dazugehörige Datum im Kirchenkalender (24. März, Verkündigung des Herren) als "eins der fürnehmsten Feste" bezeichnet haben. Insofern: Diejenigen Lutheraner, die sich seinerzeit über die Windsbacher echauffiert haben (wen sie es denn haben), kannten wohl ihre eigenen Quellen nicht.

Zitat:
Wenn ich da den Post von AK-Kontraalt durchlese ürks. Wenn schon intern so ein striktes Regime darüber herrscht, was gesungen werden darf und was nicht... puh.

Sogar wenn es so ein Reglement gäbe (ES GIBT ES NICHT! GANZ OFIZIELL!), dann wäre das jeweilige Repertoire immer noch groß genug, um Jahrzehnte (Jahrhunderte?) lang Musik zu machen, ohne sich zu wiederholen. Und wenn's nicht die Matthäus-Passion ist, dann ist es halt Cherubini-Requiem. SO WHAT!
Dem Chorsänger kann das letztlich eh' egal sein., er muß es nicht vertreten und normalerweise sucht er das Repertoire auch nicht aus. Und ich glaube nicht, das es da irgend einen Kirchenmusiker gibt, der an sowas auch nur einen Gedanken verschwendet. Im Konzert sowieso nicht, und in der Kirche muß es nur inhaltlich und umfänglich zum Anlaß passen - mehr nicht.

ok: OT.

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BeitragVerfasst: 04.07.2017, 16:51 
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SparklingC hat geschrieben:
Wenn ich da den Post von AK-Kontraalt durchlese ürks. Wenn schon intern so ein striktes Regime darüber herrscht, was gesungen werden darf und was nicht... puh. Scheint da ja recht streng gehandhabt zu werden (evtl. regional-bedingt?)

Den Post kann ich ebenso wenig nachvollziehen wie Donna Elvira und TM Pestoso. Ich habe schon öfter in evangelischen Kirchen bei evangelischen Gottesdiensten mitgesungen, ebenso singen Evangelische bei uns in der katholischen Kirche, auch in Gottesdiensten. Ich war auch schon (auf Konzerten allerdings) in einer Baptisten-Gemeinde. Das scheint eher von der Gemeinde und den Menschen dort abzuhängen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Stehen zu dem was man singt?
BeitragVerfasst: 07.07.2017, 23:05 
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Zitat von TM Pestoso: "Sorry, das ist völliger Unsinn."

Nein, nicht Unsinn, sondern eigene jahrzehntelange Kirchenchor-Erfahrung. Genau deshalb hab' ich ja auch geschrieben, dass ich in Chören BEIDER Konfessionen (rk und ev) singe. Aber es könnte tatsächlich sein dass es regional unterschiedlich gehandhabt wird. Das kann ich jedoch mangels eigener Vergleichsmöglichkeiten nicht beurteilen. Jedenfalls gibt es bei uns eindeutig und klar erkennbar katholisches und evangelisches Chor-Repertoire. Dass die Gesangbücher für den Gottesdienst sich inhaltlich ein Stück weit angeglichen haben hat nichts damit zu tun.

_________________
Das Vergänglichste, wenn es uns wahrhaft berührt,
weckt in uns ein Unvergängliches.

(Friedrich Hebbel)


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