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 Betreff des Beitrags: Ständig mach ich was falsch im Chor
BeitragVerfasst: 28.10.2014, 01:37 
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Hallo, heute ist für mich ein ganz schlimmer Tag. Ich traue mich nicht mehr, im Chor mitzusingen. Eigentlich singe ich gut und habe eine sehr gute Stimme (sopran) Seit ich vor zwei Jahren anfing im einem anspruchsvollen Leien(kirchen)Chor zu singen, nehme ich Gesangunterricht. Fast jeden Tag übe ich auch zuhause. Mein Gesanglehrer ist mit mir zufrieden, nur im Chor wird ständig gemeckert. Du singst immer zu tief, zu laut, zu spitz..... Heute waren ganz wenige Sopranistinnen da. Ich habe in den letzten Tagen auch darauf geachtet, die ganz hochen Stellen leiser hinzukriegen (g un a). In der Pause sagte mein Chorleiter zu mir "Versuche es vielleicht etwas leiser zu singen, du bist lauter als die Anderen". Dabei war das lauter forte und forte fortissimo und ich habe mich richtig bemüht. Saß aber in der zweiten Reihe und konnte die meisten Kolleginnen nicht hören. Ich kann nicht mehr leiser. Gibt es da eine Lösung oder muss ich auf das Singen verzichten. Es macht mir so viel Freude und ich habe ja so viel Arbeit investiert.
Bitte um guten Rat oder Trost
lela


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BeitragVerfasst: 28.10.2014, 07:56 
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o je, das ist schon herb für Dich. Ich merke, wie enttäuscht Du bist, dass du trotz Deiner Mühen und dem Gesangsunterricht Kritik vom Chorleiter einstecken musst.
Da wir weder deinen GL noch deinen CL kennen, noch wissen , wie (gut) du singst, ist es schwierig, hier ein Rat zu geben.

Eine mögliche Erklärung ist, dass du im GU lernst, Deine Stimme richtig auszufalten und dadurch im Chor wirklich lauter singst als früher, und auch noch lauter als es für deine Stimmgruppe an dieser Stelle im Stück passend wäre.
Es kann auch sein, dass Dein GL in Deinem Unterricht (den Du ja bezahlst) viel mit Lob arbeitet und Du dadurch die etwas strengere Art des CL, der für den Gesamtklang zuständig ist (Du sagst ja, es ist ein anspruchsvoller Laienchor), als unangenehm empfindest. Zumindest kritisiert er Dich nicht vor allen andern, sondern sagt es taktvoll in der Pause.
Was auch sein kann, ist dass es Dir leichter fällt, ein Solostück mit Begleitung (im GU) mit den richtigen Tönen zu singen, als Deine Stimme im Chorgesang richtig nach zu folgen. - Das ist etwas, was ICH schwierig finde und weswegen mein CL mir ein Vierteljahr Wartezeit auferlegte und mich zuerst zu GU schickte, bevor ich im Chor singen durfte!
Ich hoffe, das war ein wenig Trost oder Rat...


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BeitragVerfasst: 28.10.2014, 08:02 
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... immer diese ambitionierten Chöre ...
Ich bin ja auch in einem 'ambitionierten' Laien-Kirchenchor. Aber - Gott sei Dank! - hat mir noch niemand gesagt, daß ich generell zu laut singen würde. An einer Stelle vielleicht mal, dann weist der Chorleiter darauf hin, daß da piano ist oder so, das kann vorkommen. Aber ehrlich gesagt, wenn mir das passieren würde, wie du es schilderst - da wär ich weg aus dem Chor! Und zwar nicht, weil der Chorleiter das so will, sondern weil ich keinen Bock auf sowas habe.
Aber, ich möchte dazu sagen, daß ich ein ganz gutes Gehör für Intonation und zu tief und zu hoch habe. Kommt sicher mal vor, daß ich falsch singe, bei einem neuen Stück oder so, aber dann merke ich das auch selbst und der Chorleiter wird gut daran tun, nicht mich persönlich darauf hinzuweisen.
Intonation ist eine wichtige Sache, gerade bei einem Chor. Aber die kannst du üben.

Tja, meine Gesangslehrerin meint, daß nicht alle Stimmen 'chorkompatibel' sind, insbesondere große Stimmen. Wenn du also eine große, schwere Sopranstimme hast, kann das gut sein, daß du damit den Knapenchorsopranklang kaputt machst ... - aber da würde ich mich eher über meine eigene Stimme freuen!
Wenn es an der Intonation liegt, die kann man üben, daß es besser wird. Vielleicht gibt es Stimmgruppenübungen? Oder vielleicht kannst du dich mit ein, zwei anderen zusammen tun und die entsprechenden Passagen üben? Oder auch mit einem Klavier oder ähnlichen Instrument die Töne überprüfen?
Ansonsten wäre meine Frage: wie weit kommst du nach unten?
Könntest du auch die Altstimme mitsingen? Dann würde ich dir vorschlagen, einen Wechsel in den Alt zu probieren.
In den tieferen Lagen des Alt fallen lautere Töne zumeist nicht so auf. Meine Gesangslehrerin meinte, wenn sie im Chor sänge, würde sie vermutlich auch Alt singen, obwohl sie Sopran ist.

Gruß,
Silvieann


Zuletzt geändert von Silvieann am 28.10.2014, 08:31, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 28.10.2014, 08:19 
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Irgendwie kommt mir das alles sehr bekannt vor...

Bei mir hat ein intensives Gespräch mit dem Chorleiter über Stimmveranlagung geholfen, in dem ich ihm klar gemacht habe, daß ich eine größere Stimme von Natur aus (und nicht nur durch den Unterricht entwickelt) habe und dementsprechend ein piano bei mir eher wie ein forte der anderen (bis auf eine sämtlich unausgebildeten) Stimmen klingt. Außerdem stärkt mir mein GL immer den Rücken: "Die anderen müssen sich an Sie anpassen." Wenn Du Dich immer zurücknimmst, schadet das Deiner Stimme mehr als daß es dem Chorklang nützt. Von daher würde ich so vorgehen: Erstmal ein intensives Gespräch mit Deinem GL über Deine Stimmveranlagung und die Auswirkungen (damit Du wirklich eine gute Argumentationsgrundlage hast), dann ein weiteres Gespräch mit dem CL, in dem Du mit ihm gemeinsam nach einer Lösung suchst. Dabei auch ruhig betonen, wie sehr Du es liebst, in seinem Chor zu singen, aber eben mit der Technik, mit der Deine Stimme sich wohl fühlt - mit allen Konsequenzen.

Von einem Wechsel in den Alt würde ich im Gegensatz zu Silvieann abraten, wenn Du wirklich ein hoher Sopran bist. In der falschen Stimmlage zu singen ist mindestens genauso schädlich wie sich ständig zurückzunehmen, meine ich.

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Gruß, Astrid

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BeitragVerfasst: 28.10.2014, 09:44 
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Ich kann mich Donna Elvira hier nur anschließen.

Und zum Singen im Alt als Sopran: Ich habe zwar schon von Sängerinnen mit (hoch-)dramatischer Veranlagung gehört, die im Opernchor (der ja ohnehin nur aus voll ausgebildeten Stimmen besteht) 2. Alt singen, aber solche Soprane sind auch von Natur aus oft schon nah am Mezzo und nicht so hoch gelagert. Da kann das funktionieren, ansonsten würde ich davon aber auch eher abraten. Man läuft mE einfach zu sehr Gefahr, dass die Stimme aus der Balance gerät, wenn man ständig in der falschen Stimmlage singt. Und mir persönlich macht es auch keinen Spaß, wenn sich die Stimme nie richtig entfalten kann.

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(T. Fontane)

"When you have that perfect match between voice, personality, repertoire and style, art happens" (Anonym)

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BeitragVerfasst: 28.10.2014, 10:27 
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lela hat geschrieben:
Hallo, heute ist für mich ein ganz schlimmer Tag. Ich traue mich nicht mehr, im Chor mitzusingen.


Das fände ich schade. Vielleicht ist einfach der Chor nicht der richtige für Dich?

Zitat:
Eigentlich singe ich gut und habe eine sehr gute Stimme (sopran) Seit ich vor zwei Jahren anfing im einem anspruchsvollen Leien(kirchen)Chor zu singen, nehme ich Gesangunterricht. Fast jeden Tag übe ich auch zuhause. Mein Gesanglehrer ist mit mir zufrieden, nur im Chor wird ständig gemeckert. Du singst immer zu tief, zu laut, zu spitz.....


Sind das Chormitglieder oder auch der Chorleiter, die das sagen?

Zitat:
Heute waren ganz wenige Sopranistinnen da. Ich habe in den letzten Tagen auch darauf geachtet, die ganz hochen Stellen leiser hinzukriegen (g un a). In der Pause sagte mein Chorleiter zu mir "Versuche es vielleicht etwas leiser zu singen, du bist lauter als die Anderen".


Gesetzt dem Fall, dass die anderen zwar ambitioniert sind, aber keinen GU haben, halte ich das für vollkommen normal. dass Du etwas lauter bist. Zusätzlich kann da bei den anderen Mitgliedern schon mal Neid aufkommen, wenn jemand scheinbar leicht mit einer Lautstärke vor sich hinträllert, die sie ohne Training halt einfach nicht sauber erreichen. Das kann dann schon mal so weit gehen, dass eine an sich fähige Solistin mal eben stillgelegt wird, auf unfeine Art und Weise und entgegen der Meinung des Chorleiters.

Zitat:
Dabei war das lauter forte und forte fortissimo und ich habe mich richtig bemüht. Saß aber in der zweiten Reihe und konnte die meisten Kolleginnen nicht hören. Ich kann nicht mehr leiser. Gibt es da eine Lösung oder muss ich auf das Singen verzichten. Es macht mir so viel Freude und ich habe ja so viel Arbeit investiert.
Bitte um guten Rat oder Trost


Guter Rat ist schwierig, dazu wissen wir viel zu wenig. :) Es kann sein, dass Du tatsächlich neben dem Ton liegst. Dann hilft weiter Gesangsunterricht, Gehörbildung und darauf achten, dass Du nicht auf die Stimme drückst. Es kann aber genauso gut sein, dass Du halt einfach mit Deiner ausgebildeten Stimme lauter bist als die anderen und die das nicht mögen. Eventuell hilft es, wenn Du Dich in die erste Reihe setzt. Der Ton geht nämlich eher nach vorne und eigentlich sollten schon die sicheren Sängerinnen hinten sitzen, eben weil sie gehört werden und man hinten außen von den anderen eher weniger mitbekommt. Aber wenn das nur zu bösem Blut führt...

Die Idee mit dem Alt finde ich, vorausgesetzt, Du bist kein Hochsopran sondern eher Richtung Mezzo, auch nicht schlecht. Ich selber singe in einem Chor Alt, im anderen Sopran und wenn Projektchöre dazukommen, Alt. Bisher fühle ich mich recht wohl damit.

An Deiner Stelle würde ich mir gut überlegen, ob Du in dem Chor richtig bist. Es gibt so viele Chöre, da sollte sich doch etwas finden lassen, das passt :) Wenn Du zu dem Entschluss kommst, dass der Chor dennoch passt, brauchst halt ein dickeres Fell. Am besten redest Du wirklich einmal in aller Ruhe mit dem Chorleiter, wie er denn die Sache sieht.

Falls es Dich tröstet, Du bist nicht alleine mit diesem Problem und man kann es überleben ;)

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Viele Grüße
Monika


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BeitragVerfasst: 28.10.2014, 11:13 
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ich würd' den Chor wechseln.
Denn egal, was Du machst, es wird das falsche sein - entweder für den Chor/Chorleiter, die's anyhow nicht akzeptieren werden, oder für Deine Stimme.

Volumen und Lautstärke sind halt nicht notwendigerweise das selbe. Mei, wenn Chor oder Chorleiter einen Altweiberklang haben möchten (das ist jetzt natürlich nur eine Annahme von mir!), dann soll er ihn halt haben, sie haben kein Alleinstellungsprivileg. Es gibt auch andere... Wie groß ist denn der Chor, und worin besteht denn sein "Anspruch"?

Wobei gerechtigkeitshalber angemerkt werden sollte, daß eine richtig fette, ausgebildete Stimme in einem Ensemble, das beim Singen nur den Mund auf und zu macht, ohne Spannung und Volumen, wirklich aus dem Rahmen fällt und den Klang "stört", wie immer man das definieren möchte. Es hängt auch vielleicht mit dem Repertoire zusammen: großangelegte romantische Orchestermesse verlangt (und verträgt) eine andere Stimme als Palestina oder andere "Burgunder". Die Stimmen sollten sich da schon gut mischen - wie auch immer: Maria Callas in der Missa Papae Marcelli hätte kein befriedigendes Ergebnis geliefert und wäre komplett untragbar gewesen. Was jetzt nicht bedeutet, daß Maria Callas eine schlechte Sängerin gewesen wäre.

Was Du daher in jedem(!) Ensemble vermeiden solltest, ist die Einstellung, "ich habe Gesangsunterricht, ich zeig' euch jetzt mal, wie's geht". Mitverantwortung für's Ergebnis übernehmen ja (Intonation, Artikulation, Dynamik, Einsatz...), aber keine Allüren, das gibt immer Ärger - und Führung in der Stimme nur dezent und nur gegebenenfalls übernehmen, ausser, der Chorleiter gibt Dir ein ausdrückliches Mandat. Ich hab's in letzter Zeit mehrfach erlebt, daß Solisten bei der (Chor-)Zugabe mitgesungen haben, und daß es jeweils eine/r dabei "getötet" hat - nicht weil seine/ihre Stimme nicht in den Chorklang gepasst hätte und sie sich stimmlich hätten verbiegen müssen, sondern weil sie`s mit der offensichtlichen Einstellung getan haben "ich bin Solist, man muß mich über dem Chor hören". Das gilt allenfalls in der Oper. In einem Fall hat's auch die Kritik bemerkt und abgestraft... (Du siehst: auch Profis haben gelegentlich so ein Problem...)

Es hat halt alles zwei Seiten, und ohne Beweis des Gegenteils kann auch die Sichtweise von Chor/Chorleiter durchaus berechtigt sein.

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Der Sänger singt am Weiher leise, doch singt er etwas leierweise.


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BeitragVerfasst: 28.10.2014, 12:20 
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Hallo, Allerseits. Danke, danke für die Aktive Teilnahme. Dazu noch: mein Chorleiter ist auch mein Gesanglehrer und er ist selbst Sänger. Und ja, ich habe eine große Stimme. Dafür lobt mich der GL und meint, ich müsste daran nur ganz wenig arbeiten. Seiner Meinung nach intoniere ich grundsätzlich richtig. Die Kritik ist oft unberechtigt, manchmal aber kann ich das Lied einfach noch nicht so gut, wie die Anderen. Dan ist sie hilfreich. Die Chorlieder sind teilweise (eigentlich meistens) schon von den meisten Mitgliedern gesungen, nur für einige, mich dazu gezählt, neu.

Ich übe zuhause mit einem Stimmanalyse Program. Da kann ich sehen, wie genau ich den Ton treffe und auch die Stimmqualität einschätzen.

Es fällt mir nicht leicht den Chor zu wechseln, weil ich nicht mehr jung bin. Ich gehe rasant auf das Rentenalter zu.


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BeitragVerfasst: 28.10.2014, 12:51 
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Octaviane hat geschrieben:
...
Und zum Singen im Alt als Sopran: Ich habe zwar schon von Sängerinnen mit (hoch-)dramatischer Veranlagung gehört, die im Opernchor (der ja ohnehin nur aus voll ausgebildeten Stimmen besteht) 2. Alt singen, aber solche Soprane sind auch von Natur aus oft schon nah am Mezzo und nicht so hoch gelagert. Da kann das funktionieren, ansonsten würde ich davon aber auch eher abraten. Man läuft mE einfach zu sehr Gefahr, dass die Stimme aus der Balance gerät, wenn man ständig in der falschen Stimmlage singt. Und mir persönlich macht es auch keinen Spaß, wenn sich die Stimme nie richtig entfalten kann.


Du mußt ja nicht nur im Chor singen, singen darfst du auch zu hause, im Bad, unter der Dusche oder wo auch immer ...
Und da kannst du dann so hoch und laut singen, wie du willst :92
Nur im Chor ist tatsächlich der Chorleiter maßgeblich ...

Und sei mal ehrlich: Eine ausgebilgete Stimme kann in de Regel im Standard-Laienchor doch Sopran und Alt singen, nur nicht beides gleichzeitig. Der Tonumfang einer ausgebildeten Stimme ist doch meist viel größer als bei Laien.
Einem hohen Koloratursopran würde ich allerdings auch nicht unbedingt empfehlen, Alt zu singen, selbst wenn er bzw. sie es könnte.


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BeitragVerfasst: 28.10.2014, 12:53 
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lela hat geschrieben:
Hallo, Allerseits. Danke, danke für die Aktive Teilnahme. Dazu noch: mein Chorleiter ist auch mein Gesanglehrer und er ist selbst Sänger. Und ja, ich habe eine große Stimme. Dafür lobt mich der GL und meint, ich müsste daran nur ganz wenig arbeiten. Seiner Meinung nach intoniere ich grundsätzlich richtig. Die Kritik ist oft unberechtigt, ...

Wer kritisiert dich denn dann, dass du zu laut oder zu tief singen würdest?


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BeitragVerfasst: 28.10.2014, 13:12 
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Hallo, es sind immer die Gleichen. Ambitionierte Sopranistinnen, die neben mir sitzen. Eigentlich ist eine dabei, die mir hilft, neu Lieder besser zu lernen. Da ist die Kritik/Hilfe immer berechtigt. Ich bin dankbar und kann dann die Fehler schnell ausmerzen. Die andere aber meint auch dann, dass ich zu tief bin, wenn ich höher als sie singe. Sie singt manchmal selber nicht mit, um mich "abzuhören". Das grenzt bei ihr manchmal an Mobbing. Der CL hat es nur einmal gestern gesag. Wenn ich mal falsch singe oder schlicht etwas noch nicht kann, wird es im Gesangunterricht geübt und daheim nachgearbeitet.
Viele liebe Grüße.
lela


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BeitragVerfasst: 28.10.2014, 13:24 
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Oh je!
Ich glaube, du brauchst ein dickeres Fell ... und nicht drei oder mehr Gesangslehrer(innen) big_denken
Also ich würde mir das erst einmal verbieten, dass andere mich während der Chorprobe 'abhören' - das geht irgendwie gar nicht. Und auch die andere, soll sie doch sehen, dass sie selbst richtig singt!
Wenn etwas nicht paßt, dann probst du das mit dem Chorleiter und/oder zu hause, und damit sollte dann auch gut sein. Wann soll man denn auch mal was falsch machen dürfen, wenn nicht bei der Probe? Weise doch bei deiner nächsten Gesangsstunde den Chorleiter mal darauf hin, dass die eine dich öfter 'abhört' und die andere dir ungefragte Tipps gibt, er findet sicher eine Möglichkeit, das bei der nächsten Probe geschickt anzusprechen ...

Was ist denn das für ein Ding, mit dem man die Stimme prüfen kann?
Das hab ich noch nie gehört. Ich meine, wenn es sinnvoll ist, brauch ich sowas vielleicht auch?


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BeitragVerfasst: 28.10.2014, 13:38 
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lela hat geschrieben:
Ambitionierte Sopranistinnen, die neben mir sitzen.


Ach Gottale. Ob die wohl genauso viel Energie in ihre Stimme stecken? big_gruebel

Zitat:
Eigentlich ist eine dabei, die mir hilft, neu Lieder besser zu lernen. Da ist die Kritik/Hilfe immer berechtigt. Ich bin dankbar und kann dann die Fehler schnell ausmerzen.


Das klingt ja soweit ok. Das sehe ich wohl anders als Silvieann; wenn sie den Song schon kennt, kommt man mit gezielten Hinweisen einfach schneller weiter. Ist auch immer die Frage, wie es rübergebracht wird.

Zitat:
Die andere aber meint auch dann, dass ich zu tief bin, wenn ich höher als sie singe.


:lol: Das nimmst Du dann ernst? Weghören, was anderes kann man in so einem Fall nicht machen. Hilft auch der eigenen Intonation big_engel

Zitat:
Sie singt manchmal selber nicht mit, um mich "abzuhören".


Wie bitte?! Das passiert aber nicht zufällig bei Stellen, an welchen der Dame ihr Hinterteil a weng "zu weit unten hängt", um die Stelle selber sauber zu kriegen? Da bin ich jetzt voll bei Silvieann, das geht ja wohl gar nicht!

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Viele Grüße
Monika


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BeitragVerfasst: 28.10.2014, 13:39 
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Noch eine kleine Anmerkung zur Chortauglichkeit:
Ich habe mich gerade an meine Zeit als Jugendliche erinnert, als ich in einem Jugendorchester gespielt hatte. Da hatten wir ein Konzert mit einer gealterten Operndiva, vermutlich dramatischer Sopran. Sie hat diverse Arien gesungen, ich hab leider keine Ahnung mehr, welche. Aber eine große, damals leider schon etwas gealterte Stimme.
Auf jeden Fall, wenn ich mir die im Chorsopran vorstelle: No Way!
Das ginge wirklich gar nicht ...


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BeitragVerfasst: 28.10.2014, 13:48 
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Hallo, und danke nochmals.

Ich glaube, es steht ein ernstes Gespräch mit dem CL/GL an. Soll er mir helfen. Möglicherweise war er gestern schlecht drauf und ich durch das Alleinsein (ohne meine Nachbarinnen) etwas verunsichert und habe einige Fehler reingesungen. Meine Schwäche liegt beim Einsatzfinden. Da muss ich viel arbeiten.

Ich arbeite mit dem OVERTON ANALYZER von sygyt software. Kostete 100 €. Bin davon begeistert. Ich kann nicht nur die Tonhöhe aufzeichnen und sehen, sondern auch den gesamten Stimmverlauf (Vibrato oder flach) und alle unter, neben und obertöne. So kann ich beispielweise den Gesang guter Sänger analysieren und mich danach richten. Jede kleine Änderung ist sichtbar. Habe ein gutes Micro und so entstehen auch sehr gute Aufnahmen.

Viele liebe Grüße
lele


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BeitragVerfasst: 28.10.2014, 14:25 
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ich hatte jetzt eigentlich hier einen längeren Post verfasst - der hat sich aber irgendwie mittlerweile erübrigt...

Also: ich kann jetzt gerade nix Ungewönnliches mehr an diesem Chor feststellen - die übliche Zickerei und Stutenbissigkeit halt...

Kann es sein, daß besagte Dame schon sehr viel länger als Du in diesem Chor singt? Hast Du Dich vielleicht gar auf den Platz ihrer Lieblingsnachbarin gesetzt?

Entspann' Dich. Mit sowas mußt Du im Chor leben - das muß man nicht ernst nehmen. OberlehrerInnen gibt's in jedem Chor.

Ansonsten vielleicht nur noch der Rat (ich stochere da natürlich gerade im Nebel), nicht zu versuchen, besonders dominant zu klingen, wenn Du selber unsicher bist. Auch nicht, wenn Ihr nur wenige seid. Und WEIL Dein CL auch Dein GL ist: Wenn er das Ansinnen an Dich heranträgt, an der einen oder anderen Stelle etwas zurückhaltender zu sein, würde ich das ernstnehmen. Wenn Du da Zweifel hegst, läge nämlich der Schluß nahe, daß er in der einen oder anderen Rolle (oder in allen beiden) nichts taugt. Alternativ - alles hat zwei Seiten! - daß Dir die gebotene Disziplin fehlt... (nix für ungut: für einen Aussenstehenden existiert unbekannterweise natürlich auch diese Option!)

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BeitragVerfasst: 28.10.2014, 15:43 
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*Wenn* er Dich "zurückpfeift", dann sollte er aber auch direkt bzw. im Unterricht die Hinweise zur korrekten Technik geben, meine ich. Bezüglich der Kritikfreude Deiner Nachbarin: Verlaß Dich auf Dich und Dein musikalisches Gespür / Gehör. Ein dickes Fell hilft da häufig...

Wenn Du magst, lies doch mal nach, wie sich bei mir das eine oder andere im Vocalensemble entwickelt hat: 20934508nx591/chor-f3/austreten-nein-danke-t2867.html . Das ist nämlich eine ziemlich typische Geschichte, wie ich die Sache so einschätze.

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Gruß, Astrid

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BeitragVerfasst: 28.10.2014, 16:23 
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Silvieann hat geschrieben:

Du mußt ja nicht nur im Chor singen, singen darfst du auch zu hause, im Bad, unter der Dusche oder wo auch immer ...
Und da kannst du dann so hoch und laut singen, wie du willst :92
Nur im Chor ist tatsächlich der Chorleiter maßgeblich ...


Danke, ich habe durchaus genug Gelegenheit so "hoch und so laut zu singen wie ich will" und das nicht nur unter der Dusche. :92

Ich wollte damit nur sagen, dass wenn ich in einem Chor singen würde (was ich nicht tue) keine Lust hätte dauernd in einer Stimmlage zu singen, die nicht für meine Stimme geeignet ist. Dann lieber gar kein Chor und ich schließe mich T M Pestoso an, dass es letztendlich für alle Beteiligten besser ist, sich einen Chor zu suchen, der mit der eigenen Stimme kompatibel ist.

Und ja, sicher könnte ich als ausgebildete Stimme rein vom Stimmumfang alle Frauenstimmen eines generischen Laienchors (mehr oder weniger gut) mitsingen. Aber darum geht es nicht. Noch einmal: Nicht der absolute Tonumfang ist entscheidend, sondern in welcher Lage eine Stimme sich über längere Zeit am wohlsten fühlt und ohne Anstrengung bleiben kann. Das kann natürlich jeder so handhaben wie er möchte, und wenn man sich damit wohl fühlt, ist doch alles bestens. Und keiner macht sich die Stimme kaputt, wenn er als Sopran mal (!) in etwas tieferen Gefilden wildert, nur auf langfristige Sicht halte ich das für keine gute Lösung.

@Lela: Klingt wirklich eher danach, dass deine Chorkolleginnen neidisch auf dich sind …

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BeitragVerfasst: 28.10.2014, 17:21 
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@Octaviane: Ich hatte ja nicht dich gemeint, sondern die Threaderstellerin.

Aber wie es jetzt aussieht, ist da nur ein dickes Fell notwendig und vielleicht noch mehr Selbstvertrauen.

Gruß,
Silvieann


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BeitragVerfasst: 28.10.2014, 17:27 
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Ah, ich dachte ich sei gemeint, da du mich ja zitiert hattest. ;)

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