Aktuelle Zeit: 17.11.2019, 16:52

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 5 Beiträge ] 
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 03.12.2012, 13:08 
Offline
junges Mitglied
junges Mitglied

Registriert: 28.11.2012, 18:05
Beiträge: 28
Vorname: Badewannen
Nachname: Callas
Naja, Sänger die sich mehr oder weniger oft vergallopieren gibt es in vielen Laienchören.
Das Publikum im Konzert hört normalerweise nicht wenn im Chor eine Sängerin die Töne nicht immer sauber trifft, erst recht wenn die Sängerin aufpasst und sich an den problematischen Stellen ein bißchen zurückhält. Das Problem ist also eher, daß man seine Mitsänger irritiert.
Ich denke, eine wirklich elegante Lösung gibt es da nicht. Einen Sänger der ohnehin um sein Problem weiß und damit hadert ständig daran zu erinnern macht die Sache nicht besser und verunsichert ihn m.E. zusätzlich.
Eigentlich gibt es nur zwei Möglichkeiten: versuchen, sich von schrägen Tönen nicht irritieren zu lassen, oder sich in der Probe neben einen anderen Chorsänger setzen der dieses Problem nicht hat.
Da meine Ohren nicht in Ordnung sind und ich nicht immer höre wie ein gesunder Mensch mit zwei gesunden Ohren, kommt es auch bei mir gelegentlich vor, daß ich mich nicht höre und unsicher bin ob ich auf dem Ton bin. Ich spreche das Problem offen an und bitte meine Nachbarin, es mir ruhig zu sagen wenn ich Amok singe :pfeif:

_________________
People may say I can’t sing, but no one can ever say I didn’t sing.
(Florence Foster Jenkins)


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 03.12.2012, 18:39 
Offline
Oberratgeber
Oberratgeber
Benutzeravatar

Registriert: 17.10.2008, 15:24
Beiträge: 666
Haja, das Problem kennt vermutlich jeder, der schon mal in einem Chor gesungen hat.... vor allem, wenn er irgendwann als bevorzugter Nachbar interessant zu werden beginnt... *bg*
Vor vielen Jahren hab' ich mal in einem Chor ausgeholfen, da stand ich dann im Konzert neben jemand, der permanent hinter dem Schlag hergedackelt ist, immer ein paar Sekundenbruchteile zu spät. Hat gewartet, bis alle den Ton hatten, bevor er dann selber damit kam. Ich hab' gemeint, ich werd' wahnsinnig! Irgendwann war ich mir nicht mal mehr sicher, ob ich das nicht überkompensiere, und selber schon vor dem Schlag... War eine ziemlich traumatische Erfahrung, seinerzeit!

Also, meine ganz private Meinung: Ihr singt doch alle just for fun, leichte Kost, wie Du schreibst. Wenn Du sie wirklich magst, und ihr den Spaß am Singen nicht verderben willst, dann laß es. Stell Dich unauffällig woanders hin. Töne treffen hat auch was mit Sicherheit zu tun, und das wird nicht besser, wenn man falsche Töne permanent thematisiert, ganz im Gegenteil. Das wird nur besser mit Anleitung, Übung, Methodik und Geduld. Und daß es Menschen geben soll, die es grundsätzlich und ohne Aussicht auf Besserung nicht wahrnehmen können, wenn sie falsch singen (sofern sie nicht taub sind), halte ich persönlich für ein unfrommes und bösartiges Gerücht.
Wenn es Dir aber egal ist, dann weis' sie immer wieder mal darauf hin. Vielleicht hört sie dann auf im Chor, und das Problem hat sich erledigt.
Andere Optionen gibt es eigentlich nicht, oder? Allenfalls mal mit der Chorleitung reden, von wegen Aufstellung - Schwache nach vorn in die Mitte, Starke nach hinten und außen, und auch mal einen guten Sänger zwischen die Schwachen. (Das beschleunigt auch die Probenarbeit!) Und hoffen, daß der/die Chorleiter/in das bei ausreichender Durchsetzungsfähigkeit genügend einfühlsam macht und daß es keinen Zickenkrieg auslöst: manche Frauen sind bei Aufstellungsfragen manchmal etwas problematisch... :n129:

_________________
Der Sänger singt am Weiher leise, doch singt er etwas leierweise.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 03.12.2012, 21:13 
Offline
Mitglied
Mitglied

Registriert: 22.10.2012, 23:00
Beiträge: 80
Vorname: Sabine
Nachname: S.
Hallo MAMAP,
ich oute mich mal als jemand, der auch (gerade in tiefen Passagen) leicht mal "Amok singt" (coole Beschreibung übrigens, Mina). Allerdings merke ich das selbst und mir tuts dann auch selbst in den Ohren weh. Und wenn mir das öfter an der gleichen Stelle passiert, ich also das Gefühl habe, diese Stelle geht mir partout nicht in den Kopf, kann mich das ziemlich fuchsen. Noch blöder finde ich es aber dann, wenn mir jemand promt genau diese Fehler unter die Nase reibt. Ich mach es ja schließlich nicht mit Absicht. Ich könnte mir vorstellen, dass es deiner Chorkollegin ähnlich geht. Insofern wäre ich vorsichtig damit, sie auf falsche Töne hin zu stupsen. Wenn es dich wirklich arg irritiert, würde ich an deiner Stelle schauen, ob du dich nicht unauffällig umsetzen kannst. Es gibt doch bei euch im Chor jemand, der sich grundsätzlich sehr sicher ist. Vielleicht kann die sich neben besagte Chorkollegin stellen und sie somit unterstützen.
Sollte das Gespräch durch Zufall auf das "Verhauen von Tönen" kommen, kann man ja dann möglicherweise den Tipp anbringen, dass man sich an den STellen, an denen man nicht sicher in der Intonation ist, zurückhält und leiser singt. So mach ich das jedenfalls.
Zum Wahrnehmen können, ob man richtig liegt: Das Problem kenne ich von mir auch aus den tiefen Lagen. Deswegen singe ich die auch äußerst ungern. Es gibt Bereiche, in denen ich mich weder hören noch fühlen kann, besonders dann nicht, wenn der Alt neben mir nur einen Halbton tiefer hat als meine Stimme und der Sopran 1 mir von der anderen Seite bspw. ein hohes a oder b ins Ohr "plärrt". Da weiß ich dann tatsächlich nicht mehr, wo ich "hingehöre". Insofern kann ich mir gut vorstellen, dass die Kollegin tatsächlich nicht merkt, wenn sie falsch liegt. Da hilft dann aber auch nur Üben, Üben, Üben. Notfalls spielt man sich wirklich mit der Blockflöte sog. Stolperstellen so oft vor und singt sie nach, bis man sie auswendig kann. Oder man hat so eine liebe Stimmbildnerin wie ich, die mit einem solche Stellen so lange beackert, bis sie sitzen.
Der Spaß am Singen sollte aber niemandem durch falsche Töne genommen werden!

Gruß,
Kehlchen


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 06.12.2012, 10:40 
Offline
junges Mitglied
junges Mitglied

Registriert: 28.11.2012, 18:05
Beiträge: 28
Vorname: Badewannen
Nachname: Callas
Mich haut es manchmal aus dem 2. Sopran wenn neben mir der 1. Sopran auf dem Trapez turnt und sich auf der anderen Seite der Alt tummelt.
Es passiert nicht immer, aber öfter als mir lieb ist.
Das ist dann allerdings kein medizinisches Problem (sprich krankes Ohr) sondern "nur" ein muskalisches. Ich habe in diesem Fall also leider nicht die Ausrede daß mein Ohr ja mehrfach operiert ist und ich armes, armes Mädchen gar so übel dran bin und nix dafür kann :pfeif:
Ich mag daher bei Konzerten die Aufstellung S-T-B-A und sehe zu, daß ich neben einem (sicheren) Tenor stehe, da ich dann irgendwie schneller wieder in die Harmonie finde wenn es mich aus der Kurve gehauen hat.

_________________
People may say I can’t sing, but no one can ever say I didn’t sing.
(Florence Foster Jenkins)


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 10.12.2012, 10:25 
Offline
hat sich schon eingelebt
hat sich schon eingelebt
Benutzeravatar

Registriert: 23.08.2011, 22:10
Beiträge: 287
Wohnort: München
Vorname: Petronella
Nachname: I.
Eine konstruktive Idee wäre, wenn Du ihr sagen würdest, du würdest gerne vor oder nach der Chorprobe eine kurze Zeit alleine noch proben, oder bei Euch treffen oder ähnliches, und so die schwachen Stellen durchproben.

Du könntest es theoretisch sogar so vorstellen, dass Du gerne üben möchtest, aber alleine macht es kein Spaß, und ob sie Lust hätte. Da sie selber weiß, dass sie Schwachstellen hat, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie evtl. zusätzliches Üben mit einer befreundeten Kollegin ablehnen würde. So zu zweit könntet ihr die Sachen einüben, und wenn mann da nur zu zweit sitzt, und es doch nicht hinhaut, kann man sich einigen - z.B. du kannt vorschlagen - dass man an der einen oder anderen stelle nur mit dem Mund imitieren soll, nicht aber singen, erst wo man wieder sicher ist.

Auf jeden Fall wünsche ich Euch entspannte und gut gelungene Konzerte zum Weihnachten
Petronella

_________________
It's the possibility of having a dream come true that makes life interesting. (Paulo Coelho, The Alchimist)


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 5 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

0 Mitglieder


Ähnliche Beiträge

Warum ist ein d2 nicht immer gleich?
Forum: GesangslehrerIn
Autor: Mama2009
Antworten: 8
Immer noch aufgeregt!
Forum: Sängerseele
Autor: Hopsidrolli99
Antworten: 6
"Frauenstimmen werden immer tiefer"
Forum: Stimme
Autor: AK-Kontraalt
Antworten: 47
Weihnachtslieder, die uns berieseln / immer begleiten
Forum: Allgemeines
Autor: Anonymous
Antworten: 20

Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Gehe zu:  
cron




Hosted by iphpbb3.com

Impressum | Datenschutz