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 Betreff des Beitrags: Kammermusik - wie sag ich's
BeitragVerfasst: 29.03.2007, 14:57 
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Ihr Lieben,

durch eine Anfrage über ein Cafe in dem ich mal gesungen habe, bin ich zu einem Klarinettisten gekommen, der besonderes Interesse an Hirt und der Felsen und Co. bekundete.

Wir haben dann auch begonnen zu proben, und nach und nach ein recht interessantes Programm zusammengestellt, ich habe verschiedene CD's mit diesem Thema entdeckt (davor hatte ich schon mal Sopran und Horn gemacht - auch sehr hübsch).

Bislang war ich selbst noch mit meinen Tönen recht beschäftigt, doch jetzt habe ich mir mal genauer den Mitschnitt unserer letzten Probe angehört und empfinde sein Spiel als "unmusikalisch" (was auch immer das heissen mag). Sprich, mir gefällt nicht, was er macht, er spielt zwar die Töne recht virtuos, aber er spielt sie "runter" und alles im mf-f Einheitsbrei. Nun kann ich mir kein Urteil zur Technik des Instrumentes anmassen, aber das ewige Blättchennachstellen etc. geht mir etwas auf den Geist.
Meine Pianistin empfindet das genauso - fühlt sich da aber nicht bemüssigt, was zu sagen.

Ich hab aber keine Lust, 2 Konzerte oder mehr mit ihm zu machen, wenn es musikalisch nicht harmoniert. Nun sind wir aber schon auf dem Wege dahin, der Termin ist reserviert - und eigentlich habe ich ja auch schon viel Arbeit investiert.

Habt Ihr Erfahrungen ? Wie sag ich's meinem Kinde ? Darf ich ihm "vorschlagen", wie er phrasieren und interpretieren möge ? Wir haben etliche Phrasen gemeinsam, mal der eine mal der andere die Oberstimme. Ich war jetzt schon gemein und habe ihm eine Zusammenstellung der Sachen von grossen Kollegen interpretiert auf CD gebrannt und ich habe mich weitgehend bei der Wahl der Tempi durchgesetzt !

Wie krieg ich einen Klarinettenmuckel dazu, nicht zu muckeln, sondern "schön" mit mir zu musizieren ?

Bin für jedliche Anregung und Ermutigung dankbar.

Frustrierte Grüsse von Casta

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BeitragVerfasst: 29.03.2007, 15:11 
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hallo Casta,

blöde Situation, aber es geht um dein Konzert und es ist schon wichtig, ein Miteinandermusizieren. Es kann bei einem Trio nicht jeder für sich spielen, es braucht eine Linie. Es ist doch genau so wie im Ensemlbe, wenn jeder nur für sich sein Dinge macht, passt nichts zusammen.

Ich würde ihm das schon sagen auf eine nette Art, sonst wirst du keine Freude im Konzert haben. Gerade der Hirt auf dem Felsen, das muss harmonisch abgestimmt sein, auch in den Pianotönen.

Also, trau dich und sag ihm deine Meinung.

LG

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BeitragVerfasst: 29.03.2007, 15:28 
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Liebe Musika,

ich werde auf alle Fälle etwas sagen, ich neige ja leider ohnehin ein bißchen dazu, mich aus dem Fenster zu lehnen.

Wir haben inzwischen 45 minuten Programm, z.T. recht charmante Sachen von Kreutzer (ja, dem Konradin mit dem Nachtlager von Granada), Lachner, Schubert - und auch die wunderschöne Vitellia Arie "Non piu di fiori" - dieser Muckel ist nämlich auch im Besitz eines Bassetthornes. Die Töne sind bisher auch da... nur die Musik, die fehlt noch.

Ich habe mir überlegt, unsere Klarinettenlehrerin zur Technik des Instrumentes zu befragen. Vielleicht verlange ich ja Dinge, die unmöglich sind - z.B. auch mal piano zu spielen.

Liebe Grüsse von Casta

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BeitragVerfasst: 29.03.2007, 16:13 
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Also, liebe Casta,
es gibt genügend Klarinetten - Literatur, die leise Töne verlangt. Man denke nur an den zweiten Satz des Klarinettenkonzerts von Mozart, an dessen Klarinettenquintett oder jenes von Brahms ! :schlaumeier:
Wie wär`s, wenn du bei einer Probe einmal so singen würdest wie er spielt ?
Der nachfolgende Dialog dürfte Klarheit bringen....

Ciao. Gioachino :dafür:


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BeitragVerfasst: 29.03.2007, 16:19 
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gioachino hat geschrieben:
Wie wär`s, wenn du bei einer Probe einmal so singen würdest wie er spielt ?
Der nachfolgende Dialog dürfte Klarheit bringen....

Ciao. Gioachino :dafür:


na ob er das dann merkt?

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BeitragVerfasst: 29.03.2007, 16:26 
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ICh würde erstmal das Positive sehen: er ist technisch in der Lage die Sachen zu spielen und das ist schon iene ganze Menge!
Wenn da das Problem lâge hättest D ukeine Chance, so aber gibt es wirklich Hoffnung auf Erfolg.
Heikel ist das allerdings, das kenne ich nur zu gut!

Aber es hilft ncihts, man muss da durch und verscuhen so offen wir nötig und so freundlcih wie möglcih zu sein. Humor ist in jedem Fall gut.
Schlimmstenfalls kracht es mal, aber dann ist die Luft wenigstens sauber.
Unterdrückte Konflikte nutzen niemandem.
Ich habe es ja auch mit einer Klarinettistin in der Kammermusikklasse derzeit zu tun und auch Noten mit Casta ausgetauscht :bravo: aber wir sind eben in der Schule, dazu noch im ersten KammermusikstudienjahR, da is tynatürlcih weit wengioer Druck als vor Konzerten.
Sie hat mich aber durch rytmische "Eigenwilligkeit" auch schon zur Verzweiflung gebracht und die Pianistin ebenso..... Gut, dass da der Professor was sagt.
Als kleine Ermutigung also: wenn er richtig spielt ist das schon viel... auch das hat man leider nciht immer...... :lol:
Nein im Ernst: ich würde zusammen mit der Piansitin(zu zweit geht das viel besser) ihn freundlcih zur Brust nehmen ihm am besten sogar Aufnahmen eurer Proben vorspielen und fragen, was er zur Verbesserung vorschlägt.
Vieleleciht kommt er ja so von selbst auf den Trichter?
Bonne chance
:hearts: Canti


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