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BeitragVerfasst: 14.06.2009, 22:24 
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Ja, es ist war,
oftmals fragt man sich, ob der Aufwand wirklich lohnt.

Aber, was sind das für Fragen, was ist der Maßstab.
Das Ziel ist der Auftritt vor Publikum, für jeden Künstler.

Vorspielabende oder Aufnahmeprüfungen sind Auftritte, die wenig erstrebenswert sind aber wohl oftmals notwendig, um in professionelle Spuren einbiegen zu können.

Ich selber spreche hier von Auftrittsmöglichkeiten als Amateur und den Aufwand den man finanziell und organisatorisch damit in Einklang bringen muß. Vielfach müssen fiannzielle Opfer gebracht werden aber welches Hobby ist umsonst ?
Macht sich jeder Fußballfan ernsthaft Gedanken über die jährlichen Kosten, Jahreskarte und/oder Stadioneintritt, Fanartikel, Fahrtkosten, Tippgemeinschaften ?
Von Köln nach München ist es für Fußball-Fans der Weg von Köln nach München, für Opernfans, Gesangenthusiasten, Kulturinteressierte - immer der gleiche Weg und somit die gleichen Kosten und ähnlicher Aufwand.

Zu wenig macht man sich diese Tatsache bewußt.

Viele Künstler erwarten ein Mehr an Zuschauer und Anerkennung.
Der Fußballfan erwartet einen Sieg.
Wir als Amateure siegen, wenn wir unsere Stücke fehlerfrei und atmosphärisch sauber rüber bringen, wenn wir abseits vom Kommerz, durch Funk und Fernsehen in unserer "kleinen" Welt unsere Interpretationen und Empfindungen direkt auf der Bühne darbieten dürfen.

Ist meine Einschätzung korrekt ?

LG rugero


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BeitragVerfasst: 15.06.2009, 08:37 
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Hallo Rugero
Ich denke schon. Zwar habe ich Situation noch nicht am eigenen Leib erfahren, denke aber doch, dass viele private Opfer bringen. Natürlich, wenn man es als Hobby betrachtet, ist man wohl auch bereit, das eine oder andere Opfer zu bringen. Aber irgendwo ist mal eine Grenze erreicht, wo man sich nach dem Sinn fragt.
Es ist heute schwer-diese Erfahrung habe ich schon gemacht, eine adäquate, finanzielle Forderung durchzusetzen.
Was bleibt, ist die Liebe zum Gesang.
Viele Grüße
Joachim


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BeitragVerfasst: 15.06.2009, 10:46 
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Hallo Rugero,

ich teile Deine Einschätzung auch. Natürlich überlegt man sich, ob man wirklich 1000 km (insgesamt) Autofahrt für 2 oder 3 Stücke auf sich nehmen möchte, aber andererseits: Mir macht schon das Üben aufs nächste Konzert hin Spaß, das Auswählen der Literatur (wenn ich mich dann mal endlich entschieden habe haushalt__005.gif ) - und dann ist der Auftritt an sich bei allem Lampenfieber auch immer eine Bereicherung. Da denke ich dann nicht mehr an irgendwelche Kosten, die ich hatte und es ist mir prinzipiell auch egal, ob ich vor 30 oder 300 Leuten singe. Wie du sagst, für mich ist es ein "Gewinn", wenn ich ein Stück zu meiner Zufriedenheit gesungen habe und das Publikum mit meinem Gesang hoffentlich irgendwie erreichen konnte.

Dennoch gibt es natürlich auch (finanzielle) Grenzen, wie Joachim ganz richtig sagt, und die werden bei jedem anders liegen. Aber zum Glück kann man sich ja aussuchen, wie weit man fahren möchte.

Liebe Grüße

Octaviane

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BeitragVerfasst: 15.06.2009, 12:00 
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Also, gemessen an den Preisen für diverse Instrumente und deren Wartungskosten ist Singen immer noch vergleichsweise ziemlich günstig... :-)

Und ja: selbstverständlich Zustimmung! Wenn der Fußballfan nach Barcelona fahren kann, um dort ANDERE spielen zu sehen, sollte das der Musikamateur auch können, um dort SELBER zu spielen...

Das Problem, das ich sehe, ist eher das, daß viele für sich im stillen Kämmerlein Musik machen, z.T. auf durchaus hohem Niveau, aber nicht den Schritt wagen, mal vor einem fremden Publikum aufzutreten (das muß ja noch nicht mal ein größeres sein!) Dazu fehlt es einfach auch an geeigneten Plattformen, die das erleichtern oder überhaupt erst einmal ermöglichen.

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Der Sänger singt am Weiher leise, doch singt er etwas leierweise.


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BeitragVerfasst: 15.06.2009, 12:20 
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T M Pestoso hat geschrieben:
Das Problem, das ich sehe, ist eher das, daß viele für sich im stillen Kämmerlein Musik machen, z.T. auf durchaus hohem Niveau, aber nicht den Schritt wagen, mal vor einem fremden Publikum aufzutreten (das muß ja noch nicht mal ein größeres sein!) Dazu fehlt es einfach auch an geeigneten Plattformen, die das erleichtern oder überhaupt erst einmal ermöglichen.


Darum habe ich das Ensemble gegründet, damit Gesangsschülern, Hobbysängern und Profis die Gelegenheit haben, öffentlich zu singen und schöne Konzerte zu machen, so wie gestern im Stadttheater von Kaufbeuren.

Jeder von den Belcanto-Solisten kann sich aussuchen wo er gerne mitmachen möchte. Bei der Vielzahl an Konzerten findet sich immer ein Termin der günstig ist und nicht so hohe Kosten verursacht. Manchmal bekommen sie auch Gage big_engel

Und doch schaffen es viele Sänger auch ins Ausland zu fahren um dort zu konzertieren, wie Paris, Spanien und Österreich.

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BeitragVerfasst: 15.06.2009, 13:30 
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hallo,

wenn es nur darum geht, mal vor publikum zu singen, um das zu üben oder einfach so, weil es spaß macht, ist das doch weder mit hohen kosten noch mit weiten wegen verbunden.

da meine gl ihren schülern damals dahingehend nur sehr wenig geboten hat, habe ich mir schon von anfang an selbst gelegenheiten gesucht.
zuerst natürlich nicht öffentlich, sondern nur bei bekannten bei geburtstagsfeiern o.ä. (teils auch a capella, wenn kein klavier oder gitarrist da war. aber auch a capella kommt bei den leuten gut an, wenn es gut gesungen ist und die stücke sich dafür eignen. es gibt ja von einigen opernsängern sogar auf cd lieder a capella).

und dann etwas öffentlicher, aber noch ohne bezahlung bei gelegenheiten, wo ich damit garantiert niemandem einen bezahlten auftritt weggenommen habe (z.b. bei ganz normalen gottesdiensten, wo nie jemand engagiert wurde). durch diese übungsauftritte kam ich dann auch schon während der ausbildung an die ersten bezahlten auftritte.

für meine schüler organisiere ich regelmäßig klassensingen usw., wo sie erste auftrittserfahrungen sammeln können.
teilweise wurden sie auch von den da anwesenden zuhörern schon für hochzeiten etc. engagiert. ansonsten gebe ich ihnen tips, wie sie auch während der ausbildung (sobald sie bei auftritten streßresistent genug sind) schon an bezahlte auftritte kommen und bei denen, die mehr machen möchten als nur gelegentlich mal hobbymäßig vor publikum zu singen, wird das meist schon nach kurzer zeit zum selbstläufer, d.h. sie werden quasi "herumgereicht", singen bei div. großen feiern, hochzeiten, firmenveranstaltungen etc. (kosten entstehen dabei nicht, weil bei auftritten, die nicht am wohnort sind, ja die fahrtkosten vom veranstalter bezahlt werden) bis sie dann soweit sind, daß sie "richtig öffentlich", d.h. mit plakaten, presse usw. singen können.

lg
kaja


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BeitragVerfasst: 15.06.2009, 13:56 
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ich denke, es ist ein Unterschied für Schüler, wenn sie nur in Schülerkonzerten auftreten oder mal eine Hochzeit singen.

Schüler haben kaum oder garnicht die Gelegenheit mit einem Profi auf der Bühne zu singen. In einem Ensemble wir Belcanto lernen sie von den Profis was alles dazu gehört, auf dem Konzertpodium zu stehen. Vom Lampenfieber angefangen über Kleidung, Schminke, Auftreten, sich Verbeugen usw., was man alleine oder bei einer Hochzeit nicht lernen kann. Sie fühlen sich in der Gemeinschaft nicht alleine, sie fühlen sich gut. Man sieht den Fortschritt der Stimme und der Persönlichkeit, Bühnenpräsenz bei den Konzerten, die Selbstständigkeit und dass ist jedes Mal auch für den Schüler eine Selbstbestätigung.

Der Rahmen der Konzerte ist schon ein gravierender Unterschied, mal auf einer großen Bühne zu stehen oder in einer Aula oder sonst wo. Darauf zu warten bis vielleicht mal jemand kommt und den Schüler für eine Hochzeit engagiert oder für eine Messe. Wo können sie sonst Oper, Operette singen, dazu gibt es nur Gelegenheit im Schülerkonzert.

Und, wie schon gesagt, wer ein Hobby hat muss auch schon mal in die eigene Tasche greifen und Anfahrt und Hotel selber bezahlen. Doch die Atmosphäre auf einer Bühne zu stehen, wie gestern im Stadttheater, ist für alle Sänger ein Erlebnis.

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BeitragVerfasst: 15.06.2009, 14:44 
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kaja hat geschrieben:
hallo,

wenn es nur darum geht, mal vor publikum zu singen, um das zu üben oder einfach so, weil es spaß macht, ist das doch weder mit hohen kosten noch mit weiten wegen verbunden.



Liebe kaja,

bitte keine Pauschasierungen.

"hohe Kosten" wird jeder natürlich anders definieren, als reiche Erbin oder mit einem großen Einkommen (vorzugsweise des Gatten, denn dann hat frau mehr Zeit zum Singen big_engel - umgekehrt gilt das Gleiche) werde ich mich in der Tat nicht darum scheren, wieviel der Flug/die Bahnfahrt/der Sprit und das Hotel kosten. Wenn man aber nur mit einem durchschnittlichen Einkommen gesegnet ist (oder vielleicht noch studiert) überlegt man sich verständlicherweise doch, ob man nun die Flugkosten nach Paris, die Bahnfahrt von Bonn nach München oder was weiß ich auf sich nimmt. Außerdem kommen da ja noch die Kosten für die Garderobe hinzu, da wir durchaus in Abendrobe singen - und frau vielleicht nicht immer im selben Kleid auftreten möchte.
(das soll bitte jetzt nicht als Kritik aufgefasst werden, wir machen das ja alle freiwillig)

Daher ist es ja gut, dass musikas Ensemble Konzerte in ganz Deutschland (und im Ausland) anbietet, dann ist für jeden mal was "in der Nähe" dabei.

In der eigenen Stadt beim Schülerkonzert mitzusingen, ist natürlich mit verschwindend geringen Kosten verbunden.

Viele Grüße

Octaviane

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BeitragVerfasst: 15.06.2009, 15:38 
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????

es ging doch hier um auftrittsmöglichkeiten für amateure und hobbysänger.

rugero hat geschrieben:
Ich selber spreche hier von Auftrittsmöglichkeiten als Amateur und den Aufwand den man finanziell und organisatorisch damit in Einklang bringen muß. Vielfach müssen fiannzielle Opfer gebracht werden aber welches Hobby ist umsonst ?
LG rugero



und die singen doch normalerweise nicht gleich in paris oder sonstwo, wo flug und hotel und teure abendkleider zu zahlen sind.

wenn meine schüler so weit sind, daß sie da singen, wo besondere kleidung oder reisekosten notwendig sind, bekommen sie die auftritte eh bezahlt (da gibt es auch durchaus auftritte, wo oper etc. gefragt ist, weil bei diesen großen veranstaltungen ansonsten auch opernsänger engagiert werden) und sie singen dann normalerweise auch noch bei den klassensingen mit, so daß die anfänger auch mit profis auf einer bühne stehen.

lg
kaja


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BeitragVerfasst: 15.06.2009, 15:46 
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kaja hat geschrieben:
????

es ging doch hier um auftrittsmöglichkeiten für amateure und hobbysänger.


Amateure und Hobbysänger sind doch die, die einer geregelten Arbeit irgendwo nachgehen und, wie der Name schon sagt, das Singen als Hobby betreiben.Sie alle haben eine Gesangsausbildung.

Zitat:
und die singen doch normalerweise nicht gleich in paris oder sonstwo, wo flug und hotel und teure abendkleider zu zahlen sind.


Das machen unsere Hobbysänger eben doch, wenn sie die Gelegenheit geboten kriegen.

Zitat:

wenn meine schüler so weit sind, daß sie da singen, wo besondere kleidung oder reisekosten notwendig sind, bekommen sie die auftritte eh bezahlt (da gibt es auch durchaus auftritte, wo oper etc. gefragt ist, weil bei diesen großen veranstaltungen ansonsten auch opernsänger engagiert werden) und sie singen dann normalerweise auch noch bei den klassensingen mit, so daß die anfänger auch mit profis auf einer bühne stehen.
kaja
[/quote]

Wenn du deinen Schülern das vermitteln kannst, alle Achtung, das ist sehr schön und selten, dass ein Lehrer die Verbindungen hat.

Liebe Grüße

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BeitragVerfasst: 15.06.2009, 16:02 
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kaja hat geschrieben:
????

[...]
es ging doch hier um auftrittsmöglichkeiten für amateure und hobbysänger.


und die singen doch normalerweise nicht gleich in paris oder sonstwo, wo flug und hotel und teure abendkleider zu zahlen sind.


kaja



Hallo kaja,

dann war das wohl ein Missverständnis. Jetzt ist ja alles klar :-)

Beste Grüße

Octaviane

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BeitragVerfasst: 15.06.2009, 18:29 
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musika hat geschrieben:
Wenn du deinen Schülern das vermitteln kannst, alle Achtung, das ist sehr schön und selten, dass ein Lehrer die Verbindungen hat.
Liebe Grüße

meinen schülern auftritte direkt zu vermitteln, mache ich nicht, ich sage ihnen nur, wie und wo sie an bezahlte auftritte kommen können usw., wenn sie soweit sind.

sie sollen nicht durch vitamin b irgendwo reinrutschen, sondern so selbständig werden, daß sie auch ohne direkte vermittlung genug auftritte usw. bekommen, wenn sie soweit sind, daß sie mit singen geld verdienen können. das erhöht mit sicherheit ihre chancen, auch auf lange sicht mit dem singen genug geld zu verdienen.

die meisten wollen zwar nicht hauptberuflich singen, aber auch als semiprofi stehen sie ja in direkter konkurrenz zu den profis (vor allem bei den großen veranstaltungen, bei denen auch oft opernsänger engagiert werden) und wenn sie in ihrem hauptberuf wegen des singens nur noch teilzeit arbeiten, muß ja durch das singen genug geld in die haushaltskasse kommen.

und bei denen, die hobbysänger bleiben wollen, dienen die bezahlten auftritte eh nur zur finanzierung von fahrgeld, noten etc. (und natürlich für den spaß und die anerkennung etc.) und da sind ja nicht so viele erforderlich. außerdem haben diese schüler auch garnicht genug zeit, um oft aufzutreten, da sie voll berufstätig sind und teilweise nebenbei noch familie oder andere verpflichtungen haben.

lg
kaja


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BeitragVerfasst: 16.06.2009, 00:01 
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kaja hat geschrieben:
meinen schülern auftritte direkt zu vermitteln, mache ich nicht, ich sage ihnen nur, wie und wo sie an bezahlte auftritte kommen können usw., wenn sie soweit sind.


Kaja, das ist ja herrlich, ein Schlaraffenland für die, die soweit sind.
Was machen wir alle falsch, kein Vitamin B, kein direkter Draht zu bezahlten Auftritten. Amateure, die nicht deutlich machen, welche professionelle Ausbildung sie genossen haben sind eben schwer zu vermitteln und sollten
sich als ausgebildete Amateure deutlicher artikulieren.

Die Wahrnehmungen und Erfahrungen sind eben unterschiedlich.

LG rugero


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BeitragVerfasst: 16.06.2009, 01:46 
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für die ersten bezahlten auftritte muß man noch nicht besonders weit sein, das ist ja meist nur irgendwas einfaches, z.b. eine hochzeit in der kirche o.ä.
für meine schüler gibt es auch keineswegs ein schlaraffenland. sie haben ja kein vitamin b, sondern bekommen von mir nur tips und müssen alles andere selbst machen und auch genauso wie jeder andere vorsingen usw.
die meisten müssen auch erst mal sehr viel tun bis sie soweit sind, daß sie genug gut bezahlte auftritte bekommen, um z.b. im hauptberuf nur noch teilzeit arbeiten zu können.
nur wenige hatten glück, daß schon bei den ersten (unbezahlten) auftritten oder bei vorsingen zufällig jemand da war, der ihnen nicht nur einen bezahlten auftritt, sondern etwas längerfristiges mit etlichen auftritten angeboten hat.

wer gut singen kann, eine schöne stimme und eine angenehme ausstrahlung etc. hat usw. usw. und oft da singt, wo viele leute ihn hören, dazu noch vielen kantoren, agenturen etc. vorsingt usw. usw., muß schon sehr viel pech haben, wenn er dadurch nicht einige gut bezahlte auftritte bekommt. und durch diese bekommt man eigentlich immer auch noch weitere.
es ist anfangs furchtbar viel arbeit (die aber spaß macht, weil sie ja zum großen teil darin besteht, daß man schöne lieder singt) und man kann in seiner freizeit erst mal lange zeit nichts anderes mehr machen als singen, vorsingen etc. (aber wenn man für`s singen brennt, will man ja auch nichts anderes mehr machen), aber es lohnt sich und die zunehmenden erfolge machen echt happy.

lg
kaja


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BeitragVerfasst: 16.06.2009, 09:17 
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Jetzt bin ich etwas verwirrt: um was geht es? Geht es um bezahlte Auftritte oder geht es um Auftrittsmöglichkeiten überhaupt und sowieso?

Ganz ehrlich: Wenn ein Amateur für sein Engagement Geld bekommt ist das zweifellos erfreulich, besonders, wenn es junge Leute sind, die eh' kein Geld haben. Aber ist DAS das ZIEL? Hat das schon mal jemand, der dieses Ziel verfolgt, betriebswirtschaftlich gerechnet? (ok, Musiker und rechnen…)

das Problem ist übrigens ein generelles und keineswegs auf Sänger beschränkt. Genaugenommen haben die noch die größten Möglichkeiten auf öffentliche (Solo) Auftritte, gemessen an Instrumentalisten...

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BeitragVerfasst: 16.06.2009, 10:29 
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nun, wenn man solo singen will, ist der auftritt vor publikum natürlich ein ziel. um unter der dusche zu singen, braucht man doch keine lange und teure gesangsausbildung.
es ist natürlich nicht das einzige ziel, aber doch ein sehr wichtiges. und wenn die auftritte bezahlt werden, ist das für hobbysänger nicht nur ganz nett, sondern auch eine weitere bestätigung, daß sie doch so einiges erreicht haben, auch wenn sie selbst oder andere anfangs daran gezweifelt haben.

wenn man ganz oder teilweise vom singen leben will, muß man bezahlte auftritte haben, es sei denn, man hätte einen reichen ehepartner oder den jackpot im lotto, aber wer hat das schon?

betriebswirtschaftlich sollte man das besser nicht betrachten, sonst wird einem schlecht, vor allem, wenn man sehr wenig geld hat. auch wenn man während der ausbildung schon "für geld" singt, steht das doch in keinem verhältnis zu den kosten für gu, meisterkurse usw., vor allem, wenn man schon nach kurzer zeit feststellt, daß man das beruflich machen will und daher mehr gu nimmt, um mehr zu lernen.

aber wenn man bei einem hochschulstudium (egal in welchem beruf) mal die tatsächlichen kosten berechnen würde (den weitaus größten teil zahlt ja der staat, d.h. die steuerzahler), würde man auch feststellen, daß jemand schon lange in dem erlernten beruf arbeiten muß, damit sich das auch finanziell lohnt.

bei hobbysängern spielt das eigentlich keine so große rolle, da jedes hobby geld kostet und manche auch sehr viel (golf, tennis, ski laufen, klavier spielen usw.).

lg
kaja


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BeitragVerfasst: 16.06.2009, 11:54 
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kaja hat geschrieben:
für die ersten bezahlten auftritte muß man noch nicht besonders weit sein, das ist ja meist nur irgendwas einfaches, z.b. eine hochzeit in der kirche o.ä.

Ist Hochzeit etwas einfaches?
Ich denke, da erinnert man sich ein Leben lang daran und es ist sicher schön, wenn man auch an die Sängerin eine angenehme Erinnerung hat. Also ein bißchen sollte sie dem, was sie singt, schon gewachsen sein.
Bei Schülerkonzerten weiß man ja, daß die Schüler in der Ausbildung sind. Da sieht man das Gebotene aus einem anderen Blickwinkel.

LG
dalila


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BeitragVerfasst: 16.06.2009, 17:01 
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natürlich muß man gut singen können, wenn man bei einer hochzeit oder sonstwo gegen bezahlung singt, aber das hatte ich als selbstverständlich vorausgesetzt.

aber 2-3 lieder bei einer hochzeit zu singen ist wesentlich einfacher als ein ganzes konzert oder eine oper o.ä.

außerdem empfinden manche leute (ich gehör dazu und auch die schüler von mir, die schon mit orgel gesungen haben) das singen mit orgelbegleitung einfacher als mit klavier etc.

lg
kaja


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BeitragVerfasst: 17.06.2009, 08:50 
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Zitat:
außerdem empfinden manche leute (ich gehör dazu und auch die schüler von mir, die schon mit orgel gesungen haben) das singen mit orgelbegleitung einfacher als mit klavier etc.



klar: die ist lauter! ausserdem hat's mehr Hall in der Kirche big_engel



Ernsthaft: kannst Du das mal näher erläutern, warum und wieso...? Ist es tatsächlich die Orgel (warum? was ist da anders?) oder sind es die akustischen Randbedingungn in der Kirche?

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BeitragVerfasst: 17.06.2009, 09:32 
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Also ich empfinde das Singen zur Orgel immer als unangenehm, da die Orgel akustisch immer ein bisschen "nachhängt". Mich würde aber Kajas Argumentation "pro Orgel" auch sehr interessieren..

LG Silje

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