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BeitragVerfasst: 17.06.2009, 11:02 
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keine ahnung.

die akustik ist es jedenfalls nicht. ich habe während meiner ausbildung in -zig versch. räumen gesungen und geübt und räume mit viel hall waren mir dabei aber eher unangenehm, da ich nicht gerade leise gesungen habe und die stimme dann sehr laut in die ohren zurückknallt, vor allem, wenn die räume nicht sehr groß sind.

die lautstärke der orgel ist es auch nicht. da habe ich damals auch alles mögliche erlebt, sehr laut spielende pianisten genauso wie kantoren, die um die anfängerin nicht platt zu machen, so leise wie möglich gespielt haben. wobei mich laute orgeln aber auch nicht gestört haben, da ich mich beim singen immer schon mehr am körpergefühl orientiert habe als an dem, was ich während des singens höre.

aber ich hatte schon am anfang meiner ausbildung beim ersten mal mit orgel, zu einer zeit als mich die klavierbegleitung eher noch irritiert als unterstützt hat, das gefühl, daß es bei der orgel irgendwie so etwas wie einen klangteppich gibt, auf dem die stimme wie von selbst dahingleitet.
seit der zeit habe ich die orgel eigentlich geliebt, aber da ich mich mit der kirchenmusik bis auf wenige ausnahmen nicht so recht anfreunden konnte, blieb es bei gelegentlichen kurzen ausflügen in diesen bereich.

lg
kaja


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BeitragVerfasst: 17.06.2009, 14:56 
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hallo,

zwei Sachen:

Im Oratorienbereich ist die Orgel m. E. für vieles (nicht alles) insofern angenehmer, weil sie Liegetöne prodiziert, was das Klavier nicht kann. Wie schon von meiner Vorrednerin gesagt, ergibt sich damit ein Klangteppich, der einen trägt.

Zum Thema bezahlt singen und die Abgrenzungen Schüler, Hobby, Profi:

Ich denke doch, dass wir darauf hinarbeiten sollten, dass zumindest Teil - Aufwandsentschädigungen herauskommen. Dass das nicht immer möglich und bei jedem kostendeckend ist, muss man, denke ich, in Kauf nehmen.

Trotzdem: Was wir machen, ist eben kein Hobby - Bauchtanz, Studentenklamauk, Laien - Brettlbühne oder Karaoke - Gekrähe, sondern ich denke doch, dass ein Niveau erreicht ist, dass "Hobby" übersteigt und wo bei jedem eine Menge Arbeit dahintersteckt.

Die Stücke, die wir machen, sind oft große Oper bzw. aus den großen Oratorien, also anspruchsvolles Repertoire, und um dieses einem Publikum zu präsentieren, braucht es die gleiche Intensität der Vorbereitung wie bei Profis. Schüler im Sinne von Anfängern machen bei uns schon lange nicht mehr mit, obwohl wir so ziemlich alle Lehrer haben und auch immer wieder brauchen.

Auch auf den kleinen Bühnen darf man nicht so singen, dass es spürbar ist, wenn eine Stimme noch einen Ausbildungsstand im Aufbau hat. Das Publikum möchte Stimmen genießen können, die der Literatur gewachsen sind und soll eben nicht gleich drauf gestoßen werden, dass das ja "nur" Amateure sind.

Wenn kein Sponsor aufzutreiben ist oder kein volles Haus zustandekommt, geht es eben auf Einnahme (Spenden oder Eintritt), und wenn das nach allen Abzügen nicht reicht, kommt eben nichts heraus. Ist in diesem Umfeld die gerechteste Methode und wird auch - außer bei Benefiz - so praktiziert.

Ich möchte hier nicht auf Anfängern herumhacken o. ä. - das waren alle mal und zu dieser Phase hätte ich mich gar ncht auf solche Bühnen getraut - nur dem Kleinreden von wegen Laien, Hobby, Amateure entgegenwirken.

Wir tun nichts anderes als diejenigen, die davon leben, dass sie hier und da engagiert werden, nur in der Regel wegen unserer Hauptjobs vielleicht seltener.

LG

:n99:

dola


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BeitragVerfasst: 17.06.2009, 15:06 
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Hallo Dola,

das hast du sehr schön geschrieben, dem ist fast nichts hinzuzufügen, nur dass wir auch noch zumindest einen Anfänger/Schüler im Moment haben, der in der Ausbildung ist und auch im workshop fleißig arbeitet. Doch auch er wird seinem Ausbildungsstand entsprechend, in unsere Konzerte eingebaut.

big_bye

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Wirklich gute Freunde sind Menschen, die uns genau kennen und trotzdem zu uns halten.


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BeitragVerfasst: 17.06.2009, 15:31 
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Liebe dola,

Du triffst die Sache mal wieder genau auf den Punkt big_applaus

[edit] überflüssig haushalt__005.gif


Liebe Grüße

Octaviane

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„Die Verpflegungslage ist für den Kulturmenschen eigentlich das Wichtigste.“
(T. Fontane)

"When you have that perfect match between voice, personality, repertoire and style, art happens" (Anonym)

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