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 Betreff des Beitrags: Bach h-moll Messe
BeitragVerfasst: 27.04.2006, 08:57 
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Ihr Lieben, ich bin nächste Woche drei Tage in Amsterdam und habe unter anderem Karten für die h-moll Messe.
Da ich das Werk wenig kenne, mal die Frage:
Ist da etwas Interessantes für mich zu singen drin, dass ich besonders beim Zuhören beachten sollte? Solo oder Duett/Ensemble?
Hat jemand von euch daraus oder das ganze Werk mal gesungen und mag etwas erzählen?
Lieben Gruss
Cantilene :hearts:


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Verfasst: 27.04.2006, 08:57 


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BeitragVerfasst: 27.04.2006, 09:15 
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Hallo cantilene,
ich habe bisher das "Qui sedes .." und das "Agnus Dei" gesungen. Beides nicht das einfachste, was ich von Bach gesungen habe. Die komplette Messe kenne ich nur von der CD.
Wenn niemand es besser kennt, kann ich mir die nochmal anhören und nochwas dazu schreiben.
Wenn ich mal von den beiden Alt-Arien auf den Rest schließen will : Es ist ziemlich zeitaufwändig zu lernen, aber ( für mich als Liebhaberin Alter Musik ) suuuuuperschön.

Liebe Grüße
Uralt


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BeitragVerfasst: 27.04.2006, 09:39 
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Hallo cantilene,
ich habe das Werk noch nicht gesungen und interessiere mich ja sowieso immer eher für den Chor...

Aber vielleicht ist dies für den einen oder anderen interessant: Cantus Cölln hat vor ein paar Jahren die h-moll-Messe solistisch besetzt aufgenommen mit 2 Sängern pro Chorstimme. Leider hab'ich die CD nicht, aber was ich im Radio davon hörte, war sehr schön.
Vielleicht auch für Dich, Uralt, interessant.

Gruß v. Emmy


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BeitragVerfasst: 27.04.2006, 10:23 
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Hallo Cantilene,

so etwas sollte man sich nicht entgehen lassen und gehört eigentlich zum Grundwissen einer Sängerin, die auch sacrale Musik macht.
In dieser Messe ist allerdings keine Superarie für Sopran drin. Das einzige wäre das "Laudamus te", ist für 2. Sopran, aber sehr interessant mit vielen "Kurven", lange Phrasen in denen man viel Luft braucht, wie es bei Bach üblich ist.
Dann ist ein Duett dabei, ist aber m.E. nicht so super schön, ist aber Geschmacksache.
Die anderen Arien sind für Alt und sehr schön, besonders das bekannte Agnus dei.

Trotzdem ein Erlebnis wenn man die Möglichkeit hat es zu hören.

Liebe Grüsse

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Wirklich gute Freunde sind Menschen, die uns genau kennen und trotzdem zu uns halten.


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BeitragVerfasst: 27.04.2006, 18:13 
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Danke für eure Antworten!
Ich habe mir schon gedacht, dass der liebe Bach mal wieder(wie im WO!) die Altistinnen bevorzugt hat denn mir hat bisher niemand je ein Stück aus diesem Werk zum Singen vorgeschlagen.
Das Agnus Dei kenne und liebe ich auch(besonders mit Kathleen Ferrier, da fliessen wirklich Tränen) und erst Recht das Crucifixus und Kyrie des Chores!
Ich habe eine Aufnahme mit Maria Stader und Herta Töpper gehört und fand selbst da die Duette wirklich nicht besonders ansprechend.
Also freue ich mich auf dieAufführung na¨chste Woche, aber ohne den Gedanken, selbst für mich sängerisch ein Stûck besonders ins Visier zu nehmen.
Reiner Genuss mit Zurücklehnen, :dafür: ich werde berichten.
Lieben Gruss Cantilene :hearts:


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BeitragVerfasst: 27.04.2006, 18:26 
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Hallo, cantilene,
den mit Abstand größten Part hat der Chor. Ich hätte es vor ca. 12 jahren mal mit dem PhilChor München singen können, wurde aber kurz vorher ganz heftig krank und ich weiß auch noch, dass ich damals ganz arge Probleme mit diesem Chor hatte. Insofern sind einige Erfahrungen damit recht ambivalent, was aber rein gar nichts mit dem Werk zu tun hat. ich fand damals die Einstudierung sehr mühsam, aber das dürfte inzwischen relativiert sein. Ich hatte damals noch wenig Erfahrung mit solcher Musik und brauchte entsprechend lang (ausserdem war halt diese verkrampfte Stimmung im Chor)

Später habe ich mal in einer Kirche für die Altsoli vorgesungen und dies war eine der Dinge in dieser Richtung, die nicht geklappt haben. Ich habe das Qui sedes gewählt. Die Kantorin hat es mit einem Affenzahn durchgehetzt und das war absolut nicht mein Ding, sind hektische Tempi sowieso nicht und ausserdem finde ich das für diese Stücke unangemessen. trotzdem war ich mächtig frustriert und danach keine Gelegenheit mehr, es mal wieder anzufassen, obwohl ich sehr großes Interesse daran hätte.
Das sind meine - zugegeben sehr persönlichen - Erfahrungen mit der H -Moll - Messe. Aber: Das Werk ist in jeder Hinsicht ein Knüller.
Liebe grüße,
dola


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BeitragVerfasst: 27.04.2006, 18:37 
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O je dola, das klingt nach einem echten Trauma in H-moll. ( war jetzt wieder ein Scherz)

Aber ich hab ja schon geschreiben, die beiden Alt-Arien sind echte Hämmer.

Wenn ichs richtig bedenke, das könnt ich ja mal wieder rauskramen ...

@cantilene
Freu dich drauf, genieß es und grüße mir Amsterdam.

Liebe Grüße
Uralt


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BeitragVerfasst: 27.04.2006, 20:27 
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cantilene hat geschrieben:
Danke für eure Antworten!
Ich habe mir schon gedacht, dass der liebe Bach mal wieder(wie im WO!) die Altistinnen bevorzugt hat
Lieben Gruss Cantilene :hearts:


Da kennt wohl wieder jemand nur die Kantaten I-III des WO, in IV-VI sind zwei wunderschöne Sopranarien :schlaumeier: und beim Terzett Sopran/Tenor/Alt kommt der Alt auch eher schlecht weg.

Aus der H-Moll-Messe kenne ich auch nur die Altarien - ich hab zwar eine Aufnahme des Werkes, aber irgendwie geht es nicht an mich ran. Bin mal gespannt, wie es Dir gefällt.

Gruß
mezzo


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BeitragVerfasst: 27.04.2006, 20:40 
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Liebe Mezzo, ich habe das WO mit ALLEN Kantaten vor vielen Jahren x-mal in verschiedenen Chören und als "Echo" mitgesungen und kenne die Sopranarien. Aber was ist das schon gegen "Bereite dich Zion" oder"Schliesse mein Herze"????
Nein, ich bleibe dabei: Bach hat in diesem Werk die Altistinnen besonders geliebt und das muss ja auch mal sein, gel??? ;-)
Aber dass es wunderbare Sopranarien in den diversen Kantaten und Passionen gibt, versöhnt mich durchaus. Nur will die hier leider kein Mensch hören..... :sad:

Liebe Uralt,
werde ich tun. Wir fahren vor allem wegen der Rembrandt-Caravaggio-Ausstellung und ich finde Amsterdam auch genial. Nur schade, dass Hojotoho nicht bei uns im Forum ist, mit ihr hätte ich zu gerne ein Mini-User-Treffen gemacht!
Lieben Gruss Canti :hearts:


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BeitragVerfasst: 27.04.2006, 20:53 
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hat sich schon eingelebt
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Liebe cantilene,

ich bin absolut deiner Meinung. Bach hat im WO dem Alt jede Menge wunderschönster Arien gegeben. -seufz- Ich habe jedoch jede Menge seiner Kantatenwerke gesungen. Dort hat uns Bach nicht ausgespart: dort können wir uns austoben!!! Auch die Duette in diesen Werken sind absolut klasse!!! Aber du hast scheinbar ein Problem: in Frankreich werden sie wohl nicht so aufgeführt wie hier in Deutschland... Schade, gell?

Liebe Grüße.

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cornettina


Zwischen den Schwingungen der singenden Stimme und dem Pochen des vernehmenden Herzens liegt das Geheimnis des Gesangs.

Khalil Gibran, libanesischer Dichter, Philosoph und Maler (1883-1931)


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BeitragVerfasst: 27.04.2006, 22:50 
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Ich habe auch ein h-moll-Trauma, allerdings nur als Zuhörerin erlebt. Das war ein Konzert in Paris mit einem sehr kleinen, aber recht guten Chor und dem schlechtesten Berufsorchester, das ich je gehört habe. Sie machten sich ein Vergnügen daraus, den Dirigenten zu ignorieren und bei jedem Trompeteneinsatz wusste man, dass es gleich grauenhaft falsch tönt! :n27: :ruhe: Welche Erholung, wenn nur die Streicher sehr heterogen winselten.... Die Sänger haben tapfer ihr Bestes gegeben, aber das Orchester hat sie mühelos ausmanöveriert. :n140: :n69:


Gruss
lucicare sonne


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BeitragVerfasst: 27.04.2006, 23:12 
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EmmyNoether hat geschrieben:
Hallo cantilene,
ich habe das Werk noch nicht gesungen und interessiere mich ja sowieso immer eher für den Chor...

Aber vielleicht ist dies für den einen oder anderen interessant: Cantus Cölln hat vor ein paar Jahren die h-moll-Messe solistisch besetzt aufgenommen mit 2 Sängern pro Chorstimme. Leider hab'ich die CD nicht, aber was ich im Radio davon hörte, war sehr schön.
Vielleicht auch für Dich, Uralt, interessant.

Gruß v. Emmy


Ich habe die CD, finde sie auch sehr schön. Allerdings die wunderschönen Altarien klingen hier sehr schlank, ich war sie bis dahin etwas voluminöser gewöhnt. Hat aber durchaus auch was.

Liebe Grüße,
Orphenica


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BeitragVerfasst: 28.04.2006, 00:07 
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Uralt hat geschrieben:
O je dola, das klingt nach einem echten Trauma in H-moll. ( war jetzt wieder ein Scherz)
Liebe Grüße
Uralt


:grin: :grin:
Liebe Uralt, das ist wirklich eine sehr liebenswerte Bemerkung. Inzwischen sehe ich das wirklich nicht mehr tragisch, aber damals hat mich dieser Chor - Ärger (persönliches Mobbing durch den Chorleiter) schon ziemlich mitgenommen. hat aber gar nchts mit dem Stück zu tun.

Liebe Cantilene und Cornettina,
Nachdem Amadeus uns schon völlig ignoriert hat, hat zumindest Johann Sebastian ein größeres Herz für uns Kellerkinder entdeckt, an das Uralt und ich uns vertauensvoll werfen können.... :kuss: :love: 085
:razz:
Liebe grüße,
dola


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BeitragVerfasst: 28.04.2006, 08:36 
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Tja liebe Dola...bei Amadeus ward ihr leider keine echten Frauen sondern bestenfalls "Kastraten-Ersatz" oder Transvestiten :mrgreen: :razz:
-der liebte besonders die zwitschernden Nachtigallen, nachdem er sich in eine solche unglücklicherweise verguckt hatte......
Aber bei Bach sind wir letztlich ja alle nur "Knabenersatz" ob Alt oder Sopran!
Erst bei Verdi ist ein Alt , was er wirklich ist, nämlich ein echtes Rasse-Weib! :dafür: :hearts:

P.S. Liebe Cornettina, was die Bach-Kantaten-Duette angeht, hatte ich vor ein paar Tagen ein sehr bewegendes Erlebnis. Ein neues Belcanto-Ensemble-Mitglied und ich haben auf ganz seltsame und wunderbare Weise entdeckt, dass uns beiden seit Jahren schon dasselbe Duett im Herzen arbeitet und wir es bisher nie einstudiert haben. U.A. auch mangels Partner und Gelegenheit.Nun haben wir uns hier über das Ensemble gefunden und werden das Duett beide lernen und vielleciht irgendwann mal Gelegenheit haben es aufzuführen, obschon das gar nicht in erster Linie wichtig ist. Wir haben erstmal nur die beglûckende Erfahrung gemacht, dass das UNSER Duett ist. Gottes Wege sind wunderbar und Bach hat für mich eine Menge mit Gottes Wegen zu tun!
Lieben Gruss von Deiner Canti :kuss:


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BeitragVerfasst: 28.04.2006, 13:57 
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Liebe Canti... Gottes Wort, das trüget nicht... :love:

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BeitragVerfasst: 28.04.2006, 14:10 
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dola hat geschrieben:

Kellerkinder

dola


:welcome: :bravo: :n2: appl lach 085

Liebe Grüße
Uralt, das fröhliche Kellerkind


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BeitragVerfasst: 28.04.2006, 16:58 
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Ihr Lieben,
selbst auf die Gefahr hin, dass ich der Inkompetenz und / oder Ignoranz geziehen werde, stelle ich immer wieder fest : Vieles von dem, was unser hoch gelobter Thomaskantor komponiert hat, lässt mich kalt und langweilt mich :_schlaf: . Als ich kürzlich besagte H- moll Messe, optimal live musiziert, hörte, ertappte ich mich bei der Sehnsucht nach dem Brahms - Requiem
( " Ihr habt nun Traurigkeit " ) bzw. dem von Mozart oder Verdi, dem zweiten Satz aus Schuberts Streichquintett C - Dur, dem letzten Satz aus Mahlers 2. Sinfonie ( Auferstehung ), der Preghiera aus Rossinis " Mose " oder gar Wotans Abschied und der Todverkündigung aus Wagners " Walküre ".
Dies alles und noch viel mehr trifft mich mitten ins Herz, was Bach nur sporadisch gelingt ( z. B. " Aus Liebe will mein Heiland sterben " ).
Was eigentlich in meinem Herzen oder besser : Bauch ankommen soll, landet sehr häufig unweigerlich in meinem Kopf, was natürlich auch ganz nützlich ist, weil mein Blutdruck im grünen Bereich bleibt....
Ciao. Gioachino


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BeitragVerfasst: 28.04.2006, 17:33 
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gioachino hat geschrieben:
Ihr Lieben,
selbst auf die Gefahr hin, dass ich der Inkompetenz und / oder Ignoranz geziehen werde, stelle ich immer wieder fest : Vieles von dem, was unser hoch gelobter Thomaskantor komponiert hat, lässt mich kalt und langweilt mich :_schlaf: . Ciao. Gioachino


Liegt vielleicht daran, dass Bach oft nicht gerade "packend" musiziert wird. Hatte vor kurzem das große Vergnügen, die Johannes-Passion mit klein besetztem (25 Leute) aber toll aufgelegtem Chorzu hören. Das war richtig aufwühlend!!
Aber generell gebe ich Dir recht, mir sind die "jüngeren" Komponisten auch lieber - und gegen Brahms Requiem kann Bach natürlich nicht "anstinken" :dafür: - auch wenn die WO-Arien noch so schön sind.
LG
mezzo


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BeitragVerfasst: 28.04.2006, 18:18 
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Lieber giochino,
zum Teil gebe ich dir bez. Bach recht, aber nicht ganz. Meistens verbindet man ja eine Art kühles, mathematisches Musizieren damit und einige, die sich von der kulturellen nordeuropäischen Kopflastigkeit nicht trennen können, meinen, man müsse ihn mit der Rechenmaschine überkontrolliert, eng und klein aufführen. Man hört Bachkantaten ja so oft Knabenchören und -solisten, und damit kann ich auch nix anfangen, das erreicht mich auch nicht.
Ich habe mir das auch mal einreden lassen und als Konsequenz ihn lange aussen vor gelassen, weil das damit verbundene knabenhafte Singen für meine Stimme einer Kastration gleichkommt.
Als ich mal gebeten wirde, in einer Kirche "Bereite dich, Zion " zu singen, war meine erste Probenversion vor der Vorstellung der Dünnfisteligkeit geprägt und ich musste mir sagen lassen (zu Recht), dass man die Unnatürlichkeit spürt. Erst, als ich meine Emotionalität reingelegt habe, waren meine Mitmusiker angetan.
Es ist bei aller Exaktheit dieser Musik sehr wohl Leben drin und sie lässt in gewissem Rahmen auch stimmliche und instrumentale Farbgestaltung - von der Barockmusik keinesfalls unbeleckt ist - zu und berührt dann auch.
Ausserdem hat er auch Musik geschrieben, die richtig losgeht, wie die Toccata und Fuge. Das reißt einen doch voll vom Hocker!!!! :bravo:
Liebe grüße, dola


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BeitragVerfasst: 28.04.2006, 18:27 
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Gott sei Dank kann man über Geschmack nicht streiten, ansonsten würde ich jetzt zu einer wahren Cicero-Rede ansetzen, denn DAS will mir nun nicht in den Kopf :roll:
Ich persönlich habe mich schon so furchtbar beim Brahms-Requiem gelangweilt,dass ich fast eingeschlafen bin und das, obschon ich alle Soli SEHR schön finde....und die Chorstücke in und auswendig kenne! Es kommt eben in jedem Fall auf die Qualität der Aufführung an und auch ich hatte mal das Glück, in der Kölner Philharmonie das WO mit Mini-Besetzung(2 Sänger pro Stimme, die dazu noch alle Soli übernahmen!) zu hören. Daher kann ich dich, liebe Mezzo bestens verstehen!

Aber Bach ist und bleibt für mich einer der Grössten und ich hätte gut und gerne der Herr Goldberg sein können und meine Schlaflosigkeit und allen weiteren Lebens-Kummer mit Bach geheilt! Oder mit Mozart natürlich. Aber sonst letztenfalls noch mit Schubert , denn die Spâteren sind zwar schön zu hôren und auf Opernbühnen zu sehen, aber viel zu aufregend und bombastisch, um zur Seelen-Ruhe zu taugen(aber um den Blutdruck in die Höhe zu treiben sicherlich.... :d_neinnein: ).
Alban Bergs Violinkonzert und die lyrische Suite nehme ich mal für mich aus, aber darin nimmt er ja,oWunder, auch einen Bach-Choral zum Motiv.

Allen Bach-"Ignoranten" empfehle ich die Bücher des Niederländers Maarten t'Haart. Wenn man die gelesen hat, kann man gar nicht mehr anders als zu konvertieren :dafür: ;-)
Lieben Gruss
Cantilene
Wie gut, dass man über Geschmack nicht streiten kann..... :love:


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