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 Betreff des Beitrags: Literaturvorschläge des Lehrers
BeitragVerfasst: 15.10.2007, 13:51 
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Hallo ihr

Analog zu rugeros letztem Thema ist mir noch eine weitere Frage eingefallen, die sich auf die Literaturauswahl im Unterricht bezieht.

Im Idealfall sollte man ja mit den Literaturvorschlägen des Lehrers einverstanden sein oder man sucht sie eh zusammen aus. Was aber, wenn dem nicht so ist? Wie verhaltet ihr euch dann?

Bei mir ist der Fall so, dass mein GL und ich die Sachen zusammen aussuchen, er fragt, was ich gerne singen möchte (wobei ich mich dann meistens nicht entscheiden kann, so dass er doch wieder einen Vorschlag macht *g*) oder ich frage, ob wir an der und der Arie mal arbeiten können. Und in den meisten Fällen bin ich mit seinen Vorschlägen auch vollkommen einverstanden. Dann gibt es aber immer wieder Momente, in denen er mir Sachen vorschlägt, die ich (noch) für zu schwer halte oder bei denen ich einen anderen Stimmtyp im Kopf habe als den meinen. (Er besetzt halt alles gerne mit größeren Stimmen, was mir ja entgegen kommt, aber irgendwo muss man auch mal eine Grenze ziehen)

Oder solche, bei denen ich denke, ok, um Höhe/Tiefe/Geläufigkeit/Dramatik/Legato/whatever zu trainieren singe ich die gerne im Unterricht, aber ich muss damit nicht unbedingt an die Öffentlichkeit gehen.

Ich gehe dann den Weg der sanften Weigerung, will sagen, ich singe sie im Unterricht, versuche dann aber auch zu sagen, wenn ich mich wirklich unwohl fühle, und ich schlage solche Stücke natürlich nicht von mir aus vor.

Wie handhabt ihr das?

LG

Octaviane

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„Die Verpflegungslage ist für den Kulturmenschen eigentlich das Wichtigste.“
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 Betreff des Beitrags: Re: Literaturvorschläge des Lehrers
BeitragVerfasst: 15.10.2007, 16:21 
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Liebe Octaviane,

das ist sicher eine heikle Situation. Eigentlich denke ich schon, dass man dem Lehrer vertrauen sollte (besonders als Anfänger) und als fortgeschrittener Schüler dann eben nachhaken, nachfragen und ggf. diskutieren sollte. Andererseits sollten einen die eigenen Vorurteile auch nicht blockieren - vielleicht sieht der Lehrer ja Möglichkeiten, die Dir (noch) nicht bewusst sind.

Ich bin inzwischen überzeugt, dass man an jeder Arie was lernen kann und lasse mich nun auch auf Dinge ein, die ich mir selbst gar nicht zutrauen würde - und bin dann überrascht, dass es besser klappt, als ich je gedacht hätte. Allerdings vertraue ich meinem Lehrer auch 150 prozentig - und bin sicher, dass er genau weiss, wo er hin will. Im 1. Jahr war ich davon allerdings nicht so überzeugt wie jetzt, im 3. Jahr der Zusammenarbeit mit ihm.

Generell fährt man wohl am besten, wenn man weniger nachdenkt und in Frage stellt, sondern einfach macht und ausprobiert.

Liebe Grüsse sendet Casta

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La chance d'avoir du talent ne suffit pas ; il faut encore le talent d'avoir de la chance.
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 Betreff des Beitrags: Re: Literaturvorschläge des Lehrers
BeitragVerfasst: 15.10.2007, 16:52 
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LaCastafiore hat geschrieben:

Generell fährt man wohl am besten, wenn man weniger nachdenkt und in Frage stellt, sondern einfach macht und ausprobiert.

Liebe Grüsse sendet Casta


Liebe Casta

Oh, das tue ich, ich singe eigentlich erst einmal alles, was er mir vorsetzt (oder versuche es, manche Arien singt man halt doch nicht mal so locker flockig runter, wenn man sie bis dahin nur auf CD gehört hat :oops: ) Trotzdem behalte ich mir das Recht vor, es zu sagen, wenn ich merke, dass mich eine Arie stimmlich noch überfordert. Da gehen mit meinem GL nämlich manchmal etwas die Pferde durch, aber zum Glück kann ich ihn dann auch wieder zügeln. Und im Allgemeinen vertraue ich seinem Rat ja auch.

LG

Octaviane

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 Betreff des Beitrags: Re: Literaturvorschläge des Lehrers
BeitragVerfasst: 15.10.2007, 23:44 
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hallo,

also bei meiner ersten gl, bei der ich einige jahre war, konnte ich von anfang an singen, was ich wollte, was nicht immer gut war, weil auch einige lieder und arien dabei waren, die damals für mich eigentlich noch nicht geeignet waren und die ich mir damit erst mal versaut habe.

allerdings waren die lieder und arien, die mir meine gl ab und zu mal vorgeschlagen hat, fast alle viel zu schwierig und wenn es dann nicht gut genug war, gab es blöde bemerkungen (obwohl sie sonst sehr nett war).

nachdem sie von hier wegging, weil sie an einer anderen mhs unterrichtet hat, war ich noch bei versch. gl, die aber alle mir überlassen haben, was ich singe und nie einen vorschlag gemacht haben.

bei meinen schülern mache ich es so, daß ich den anfängern vorschläge mache, die auch fast immer gern angenommen werden.
wenn mal ein lied nicht so gut gefällt, gibt es eben ein anderes, das den gleichen zweck erfüllt.

so nach und nach kehrt sich das um. dann bringen die schüler lieder bzw. arien mit und ich habe "mitspracherecht".
die vorschläge, die ich in dieser phase mache, werden immer gern angenommen, weil ich dann ja schon weiß, was dem jeweiligen schüler gefällt und entsprechendes aussuche, das aber eben auch geeignet ist, um weitere musikalische oder stimmtechnische dinge zu lernen oder zu perfektionieren.
und für die fortgeschrittenen gibt es auch ab und zu mal ein stück, das ihnen zwar eigentlich gefällt, das aber in erster linie dazu dient, besondere schwierigkeiten zu bearbeiten oder grenzbereiche zu trainieren o.ä. da verdrehen sie dann erst mal die augen :roll: :n55: , machen es aber dann doch gern, weil sie zu diesem zeitpunkt ja schon wissen, daß es sie weiterbringt. diese stücke singen sie aber meist nur im unterricht.
ich finde es gut, daß meine schüler auch selbst viele neue stücke mitbringen, ich habe dadurch schon einige schöne lieder kennengelernt, die dann teilweise in meinem eigenen repertoire gelandet sind. :n30:

liebe grüße
kaja


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