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 Betreff des Beitrags: Zweitlehrerin?
BeitragVerfasst: 03.04.2007, 20:57 
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Hallo zusammen

Soviel ich bis jetzt mitbekommen habe, hat doch jede/r "seine" GL, d.h. nur einen einzigen Lehrer, oder?
Ich fand das bisher selber auch völlig normal, man stellt sich doch aufeinander ein und mehrere Lehrer würden ja nur verwirren.

Jetzt erlebe ich aber morgen eine Stunde mit einer anderen GL, worauf ich mich freue. Das kam so...
Eigentlich hätte ich diese Woche gerne zwei Gesangsstunden genommen, da ich Zeit habe und die Stunde letzte Woche ausfallen musste aus Termingründen. Meine GL hat jedoch selber Konzerte und deshalb keine Zeit für allzuviele Stunden.
Deshalb hat sie mir angeboten, dass ich morgen eine Stunde bei einer Kollegin von ihr erhalten könne, welche die gleiche Ausbildung durchlaufen habe und teilweise auch bei denselben Lehrern war wie sie selber auch.
Ich müsste daher nicht befürchten, dass diese mir plötzlich irgendetwas völlig anderes erzählen würde.
Ich habe dieses Angebot freudig angenommen und bin nun gespannt, was ich morgen zu hören kriege. Dazu kann ich sagen, dass ich beide schon singen gehört habe und deshalb weiss, worauf ich mich da einlasse.

Trotzdem habe ich mich gefragt, ob es eigentlich selbstverständlich sei, dass "man" nur zu einem einzigen GL geht oder ob das jemand auch kennt, dass man eben vielleicht sogar abwechslungsweise zu zwei gehen könnte.
Wie haltet Ihr denn das so im allgemeinen?

Liebe Grüsse,
Romilda


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BeitragVerfasst: 03.04.2007, 21:14 
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Sagen wir's mal so: Allgemein halte ich es auch mit dem schoenen Sprichwort: "Zu viele Koeche verderben den Brei".

Ich hatte allerdings heimlich mal parallel bei zwei Lehrern Unterricht, das hatte aber den Grund, dass man, wenn man an der MHS ist, oft keine andere Chance hat (Lehrerwechsel ist da nicht so einfach). Die Lehrerin, mit der ich sozusagen "fremdging", wusste davon, die andere natuerlich nicht. Mich hat das damals gerettet und auch zum Abbruch der Ausbildung gefuehrt - zum Glueck, kann ich heute nur rueckblickend sagen, wenn es damals natuerlich schon irgendwie tragisch war.

Was anderes ist es, wenn man auf Meisterkurse oder Workshops geht. Das sind ja oft nur ein paar Tage, da verdirbt man nicht viel, neue Impulse koennen aber sehr nuetzlich sein.

Parallel bei zwei Lehrern Unterricht haben halte ich aber fuer keine gute Idee, selbst oder gerade aufgrund der Erfahrungen, die ich gemacht habe.


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BeitragVerfasst: 03.04.2007, 21:22 
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Hallo Romilda,

ich denke, da kann nicht viel passieren, deine Lehrerin würde es sicher nicht machen, wenn sie ihre Kollegin nicht kennen würde und nicht wüßte, wie sie unterrichtet.

Ich war auch einige Zeit bei zwei Lehrerinnen, da ich Schiß hatte meiner Lehrerin zu sagen, dass ich eine andere nun hätte, obwohl sie mir immer gesagt hat, "geh mal woanders hin, habe ich auch gemacht, da kommen neue Dinge und es ist kein Fehler". Ja, als erstes war ich dann im Opernstudio wovon sie nichts wußte und habe an der Oper vorgesungen, wovon sie nichts wußte. Erst als ich die Mitteilung bekam ich könne an der Oper anfangen, sagte ich es ihr und sie fiel mir um den Hals.

Dann bin ich einige Wochen zweigleisig gefahren und zwar zu einer Professorin, die meine Lehrerin kannte. Irgendwann musste ich es ihr gestehen und sie war nicht sauer.

Wir haben heute noch guten Kontakt.

Liebe Grüsse

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BeitragVerfasst: 03.04.2007, 21:50 
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Ich hatte, meist notgedrungen, diese Zweigleisigkeit öfter mal. Zuweilen durch Umzüge und dergleichen, wo es mir einfach zu umständlich wurde, einen weiteren Weg auf mich zu nehmen, aber auch, weil ich irgendwann merkte, dass mich ein Unterricht nicht weiterbrachte und ich einige Zeit brauchte, jemand anderes zu finden.

In der Regel liess man mich nicht gerne ziehen und darum finde ich es wichtig, letztlich einen sauberen Abschluss zu finden und sowas geht manchmal nicht von gleich auf sofort, die neue Zusammenarbeit muss erst ausprobiert sein.

Ich habe sowohl mal wegen Opernschule den GU unterbrochen, was mein Lehrer wusste, habe auch immer wieder mal Meisterkurse etc. dazwischengeschoben (sehe das so wie Epo), aber irgendwann kam immer bei einem Wechsel dabei heraus, die Sache vorher geordnet abzuschließen.

Wenn nicht Umstände, wie eine gesanglich unbefriedigende MHS - Ausbildung, vorliegen, halte ich es auf jeden Fall für besser, sich zumindest über eine längere Strecke nur auf eine Lehrerperson einzulassen.

LG

dola


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BeitragVerfasst: 04.04.2007, 05:20 
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Liebe Romilda, ich denke, je mehr man noch am Beginn einer Ausbildung steht, desto wichtiger ist es, erstmal iene klare Linie der Gesangstechnik reinzubekommen.
Wenn man seiner Technik noch sehr unsicher ist, kann ein weiterer Lehrer wirklich grosse Verwirurung stiften und sogar kontraproduktiv sein.
Es sei denn, beide Lehrer arbeiten nach denselben Grundprinzipien und widersprechen sich im Tenor ihrer Ziele/Fundamente nciht.
Ich habe selbst verschiedene Erfahrung mit Parallelunterricht gemacht.
Es gibt seit drei Jahren eine Haupt-Lehrerin, von der ich, selbst wenn iches wollte(was nciht der Fall ist) nicht mehr weg könnte, da sie mich am Conservatoire unterrcihtet .
Bevor ich dort hinkam hatte ich bei ihr Privatunterrciht und parallel bei iener anderen Lehrerin einmal im Monat zwei Stunden in Paris.Ich hatte sie bei ienem Kurs kennengelernt und war dort serh begeistert von ihr gewesen.
Leider hat mich das im damaligen absoluten Technik-Anfangsstadium sehr verwirrt, denn Beide hatten recht unterschiedliche Meinungen zu meiner Stimme und dem, was ich an Literatur singen sollte; und auch nicht denselben Methoden-Ansatz und so musste ich die Pariser Lehrerin leider verlassen.Das war nicht vereinbar und hat eher zu Rückschritten geführt, obschon sie auf ihre Art eine tolle Professorin ist. Aber ich war zu früh bei ihr, denke ich heute.

Nun habe ich aber trotzdem wieder zwei Lehrerinnen allerdings auf eine ganz andere Weise.
Bei meiner "Haupt"-Lehrerin hier lerne ich(hoffentlcih) deren Technik und möchte bei ihr das Konservatorium durchziehen. Wir verstehn uns auch persönlch wunderbar und sie weiss selbstverständlich, dass ich bei meinen Besuchen in Deutschland etwa alle sechs Wochen sowie im Sommer im Kurs noch eine weitere Lehrerin sehe.
Sie befürwortet das, da sie selbst bei sehr vielen Lehrern Unterricht hatte und Anregungen aus anderen Ecken nur positiv findet, solange die Grundtechnik nciht infrage steht.
Meiner Zweitlehrerin habe ich das ebenfalls deutlich gesagt und von ihr möchte ich zwar auch Hinweise zu nötigen Korrekturen schlechter Angewohnheiten im technischen Bereich ,aber ansonsten Hilfe und Rat in sehr speziellen Literaturfragen.
Das funktioniert nun gut und ich fühle mich wirklich bereichert und nciht verwirrt.
Daher würde ich subjektiv aus eigener Erfahrung sagen:
Zweitlehrer in Sachen Technik am Anfang einer Ausbildung kann sehr schwieirg werden, es sei denn man denkt sowieso an Wechsel.
Zweitlehrer, mit dem man an ganz bestimmten Aspekten arbeiten will und ien zweites Auge und Ohr für Korrekturen sucht, kann bereichernd sein, solnge er sich nicht in die Grundtechnk einmischt.
Aber ich halte es für sehr vertrauensbildend, wenn BEIDE Lehrer voneinander wissen und sich darauf einstellen können.
Bei eifersüchtigen und selbstherrlichen Lehrern wird es da wohl zu Konflikten kommen, aber dann weiss man auch , woran man ist. :n2: Den Zweit-Lehrer langfristig verheimlichen würde ich nciht, oder nur in äussersten Notfällen wenn es um einen Studienabschluss und begrenzte Zeit geht.
Cantilene :hearts:


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BeitragVerfasst: 04.04.2007, 21:11 
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cantilene hat geschrieben:
Liebe Romilda, ich denke, je mehr man noch am Beginn einer Ausbildung steht, desto wichtiger ist es, erstmal iene klare Linie der Gesangstechnik reinzubekommen.


Hallo Cantilene

Nein, ich stehe nicht am Anfang meiner Ausbildung, sondern habe bereits seit mehr als 12 Jahren Gesangsunterricht, von daher habe ich eigentlich bereits eine recht weit entwickelte Technik.

Meine Stunde heute verlief sehr intensiv und inspirierend, und da die Zweitlehrerin teilweise die gleiche Ausbildung durchlaufen hat wie meine "Haupt-GL", gab es zum Glück keine grundlegenden Unterschiede.

Sie erkannte sehr schnell meine grösste Schwäche :kaffee , mein Legato, an dem ich seit Jahren leide :d_neinnein: und mich abrackere und zeigte mir andere Ansätze, wie ich auch noch üben könnte.
Von daher war dieser Zweitunterricht eine echte Bereicherung oder Ergänzung zu meinem normalen Gesangsunterricht.
Nur kamen wir vor lauter Ueben und Technik kaum dazu, etwas an meiner Literatur zu arbeiten, was natürlich Frust war... :n55: aber ich wusste ja schon vorher, dass GU in der Regel nicht Friede, Freude, Eierkuchen ist, sondern leider "in Arbeit ausartet..." :roll:

Nächste Woche nehme ich nochmals eine Stunde bei dieser Zweitlehrerin und mache dann weiter mit meiner Erstlehrerin. Ich habe nicht vor, dauerhaft zu zwei Lehrerinnen zu gehen, aber ich fand diese Erfahrung ganz interessant.

Ich stimme Dir aber zu, dass man so ein Experiment wohl besser nicht am Anfang der Gesangsausbildung machen sollte, sonst wäre die Verwirrung wohl vorprogrammiert.

Liebe Grüsse,
eine Legato-übende Romilda


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 Betreff des Beitrags: Re: Zweitlehrerin?
BeitragVerfasst: 04.04.2007, 21:48 
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Romilda hat geschrieben:
Soviel ich bis jetzt mitbekommen habe, hat doch jede/r "seine" GL, d.h. nur einen einzigen Lehrer, oder?
Ich fand das bisher selber auch völlig normal, man stellt sich doch aufeinander ein und mehrere Lehrer würden ja nur verwirren.

Hallo Romilda,
ich befinde mich in der gleichen Situation wie du.
Auch ich werde mich Mitte April einer neuen Gesangslehrerin vorstellen. Trotzdem werde ich meinen alten GL nicht sofort aufgeben. Ich freue mich zwar sehr auf diese Vorstellung und hege große Hoffnung, dass ich durch sie dazulerne/weiterkomme, aber man weiss ja nie, vielleicht ist es auch eine Enttäuschung und wir kommen nicht miteinander zurecht.
Meinem jetzigen GL habe ich nichts davon gesagt. Bevor ich nicht weiss, wie sich diese "neue Beziehung" entwickelt, werde ich zweigleisig fahren. Sollte die neue GL gut für mich sein, werde ich sicherlich den Unterricht bei meinem jetzigen GL aufgeben - schon aus Kostengründen. Leicht ist das aber nicht, denn irgendwie ist man nach 7 Jahren ein bischen wie verheiratet (obwohl wir bis heute "per Sie "sind!!) und ein wenig kommt mir die Situation vor, als würde ich mir ein Verhältnis zulegen.

Liebe Grüße
Leonora


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 04.04.2007, 23:02 
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Hallo,

ich gehöre auch zu denjenigen, die zwei Gesangslehrerinnen haben. Bei mir ist es jedoch so, daß ich einen regelmäßigen wöchentlichen G.unterricht bei der einen Lehrerin habe und einen wohl intensiven aber leider mit kleiner oder größeren zeitlichen Abständen Gesangsunterricht bei Musika habe.

Total wichtig ist jedoch, daß meine G.lehrerin vor Ort davon weiß und noch wichtiger, daß sie am gleichen Strang ziehen, sonst geht es überhaupt nicht. Ich meine damit, gleiche Technik, abgestimmt untereinander etc.

Ich von mir kann nur sagen, daß ich heilfroh und dankbar bin, daß mein Weg mich zu einem hmm ich sag es mal so "schnuppern in einen anderen Unterricht" geführt hat. Warum?? So hatte ich einen für mich wirklich abgestimmten und für mich anderen G.unterricht erlebt und gemerkt, daß meine damalige G.lehrerin (die ich stimmlich noch immer total toll finde) mich anders und für mich nicht so effektiv unterrichtet. Es hat noch ewig lange gedauert, bis ich den Schritt des Lehrerwechsels gemacht hatte. Warum? Zum einen hatte ich sehr an ihr als G.lehrerin gehangen (ähnlich wie Leonora) und zum anderen war mir nie bewußt, daß ich immer größere Schritte in der Ausbildung machte, nachdem ich einem längeren Aufenthalt und somit intensiven Unterricht bei Musika hatte.

Irgendwann kam es dann soweit, daß ich nicht mehr Fleisch noch Fisch mehr war, denn ich vermisste soooooooo viel in meinem wöchentlichen Unterricht und da war nach einem besonderen Unterricht für mich klar. Meine damalige G.lehrerin ist eine tolle Sängerin und auch G.lehrerin aber nicht für mich und somit war der Abschied gekommen. Damals schmerzlich aber heute gesanglich gesehen einer meiner besten und wichtigsten Entscheidungen überhaupt.

Also für mich steht fest, zwei G.lehrer ist kein Problem, solange sie gemeinsam mit dem Schüler in einem Boot sitzen...........und zumindest für mich ist es eine tooooooootale Bereicherung und hat mich bisher nur weiter gebracht.

Regelmäßig und dann noch wöchentlich zu zwei verschiedenen G.lehrern zu gehen, die ncihts voneinander wissen und evt. dann noch verschiedene Techniken haben, daß käme für mich nur dann in Frage wenn es kurzfristig wäre und sich um einen evt. Lehrerwechsel handeln würde. Sonst ist toooooooooootale Verwirrung angesehen und warum sich noch zu den "normalen" Steinen noch weitere in den Weg legen. Nö brauch ich nicht ...... und würde es somit auch nicht machen.


Liebe Grüsse
Chero


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BeitragVerfasst: 05.04.2007, 00:02 
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Ratgeber
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Man sollte sich innerhalb eines Zeitabschnitts für einen Lehrer entscheiden.
In zeitlicher Abfolge sind Lehrerwechsel hilfreich.
Man muß sich mit der Methode, der Menschlichkeit und den Idealen des Gesangslehrers vertraut machen, um zu wissen ob man da hingehört.
Die Chemie muß stimmen, kann aber dazu führen, daß man geblendet, von der Aura des Lehrers, sich an ihn klammert und das wirkliche Ziel verpaßt.
Manchmal ist ein Weiterdenken und Weitergehen wichtig und notwendig.

LG rugero


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BeitragVerfasst: 05.04.2007, 07:13 
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Hallo zusammen

Da stimme ich Euch voll und ganz zu, dass es "gefährlich" sein kann, zwei GL gleichzeitig zu haben.
Bei mir ist der Fall jedoch etwas anders... meine beiden GL sind gute Freundinnen, die sogar gemeinsame Konzerte veranstalten, auf der gleichen Linie liegen und ich sogar von meiner "Haupt-GL" zu der anderen "geschickt" wurde.
Auch der Unterricht findet am gleichen Ort statt wie mein regulärer, was ich sehr wichtig finde, um mich wohl zu fühlen.
Von daher gesehen, glaube ich, ist das ideal, sozusagen von zwei Seiten "geführt" zu werden, jedoch in der gleichen Richtung.

Das wird nicht ein Dauerzustand, sondern ist eher eine Ergänzung zu meinem regulären Unterricht, eine Zweit-Intensivstunde sozusagen.

Die zweite ist sehr streng und unerbittlich und büffelt richtiggehend Technik mit mir. Die Haupt-GL hingegen ist äusserst motivierend und beflügelt mich zu Höchstleistungen. Von daher empfinde ich diese Kombination sehr gut und richtig für mich.

Liebe Grüsse,
Fränzi


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BeitragVerfasst: 05.04.2007, 09:47 
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nicht mehr zu rettender
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Wohnort: Zwischenstop in Westafrika *20.1.
Vorname: I.
Nachname: K.
Liebe Romilda,

ich bin ein bißchen spät dran mit diesem Thema, möchte aber noch einiges dazu sagen.

Ich habe fast 10 Jahre meines Lebens mit einer privaten Lehrerin neben dem Lehrer im Conservatoire zugebracht. Als ich merkte, dass die beiden nicht passen (das war zu Beginn der Fall), habe ich nach einem Examen, das auf departementaler Ebene stattfand, 2 Kolleginnen angesprochen, deren Art zu singen zu der meiner (heimlichen) Lehrerin passte und bin dann zu deren Lehrer gewechselt (mit den entsprechenden Nachteilen - die Conservatoires sind nur günstig, wenn Du in Deinem Wohnort bleibst, sonst kriegst Du einen nichtsubventionierten Platz).
Das war für mich eine gute Lösung - meine Lehrerin war für den emotionalen, kuscheligen und aufbauenden Teil zuständig, mein Lehrer im Conservatoire war Technik-Freak, erzählte mir lauter Details (die ich gar nicht hören und verstehen wollte) und ich profitierte vom Leben einer grossen Gesangsklasse. Da die Technik der beiden in die gleiche Richtung ging und die Art zu unterrichten komplementär war (so wie Du es jetzt auch beschreibst), ging das für mich sehr gut.
Meine private Lehrerin wusste vom Conservatoire, der Kollege dort wusste nicht von meinem "Fremdgehen". Er wunderte sich wohl nur manchmal über Fortschritte oder Repertoirevorschläge. :pfeif:

Ich bin sogar nach meinem bestandenen Examen 1 Jahr am Conservatoire geblieben, weil ich mich dort gut fühlte. Dann ging allerdings mein Lehrer in den Ruhestand - und ich nahm das zum Anlass, auch anderswo zu suchen.

Inzwischen habe ich nur noch einen Lehrer, da ich von dem, was ich lerne, so überzeugt bin, dass ich es am liebsten mit der ganzen Welt teilen würde. Und da hat eine "Zweitbeziehung" keinen Platz.
Nach einem sehr konfusen ersten Jahr, da mein Lehrer nur 1-2 Mal im Monat in Paris unterrichtet, habe ich nun meinen Rhythmus gefunden - statt wöchentlichem Unterricht leiste ich mir einen wöchentlichen Korrepetitor und in den kostbaren Unterricht komme ich optimal vorbereitet.

Manchmal kann - nicht muss - ein Lehrerwechsel ein riesengrosser Motivationsschub sein - ebenso wie ein Kurs.

Und wenn die beiden Damen zusammenarbeiten und sich ergänzen, nimm mit, was Du kriegen kannst. Das ist doch super.

Liebe Grüsse von Casta

_________________
La chance d'avoir du talent ne suffit pas ; il faut encore le talent d'avoir de la chance.
Hector Berlioz


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