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 Betreff des Beitrags: Unsicherheit im Unterricht
BeitragVerfasst: 08.02.2015, 15:49 
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Hallo ihr,
Oft passiert es im Gesangsunterricht dass ich mich so unsicher fühle bei dem was ich mache, aufgrund ständiger Korrektur von den unterschiedlichsten Sachen, dass ich gar nichts mehr hin bekomme und meine GL dann auch nicht mehr so richtig weiss was sie machen soll. Sollte man das Problem ausdiskutieren, oder wieder auf bessere Zeiten hoffen? Es ist ja auch echt schwer so ein Gespräch zu führen...
Und woran liegt es dass das Unterbewusstsein sich so quer stellt dass man nix mehr machen kann??
Liebe Grüße,
A.M.


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 Betreff des Beitrags: Re: Unsicherheit im Unterricht
BeitragVerfasst: 08.02.2015, 16:13 
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Dieses Gefühl kennen viele Gesangsschüler, auch ich habe es so erlebt. Im Unterricht war alles weg, alles war falsch, zuhause war ich die große Sängerin. Wenn ich dann zu ihr sagte "zuhause klappt das aber immer..." dann sagte sie "ja, dann mach es doch hier genauso". Ich dachte immer ich mache es genauso, scheinbar war es dann zuhause auch falsch.

Das gibt sich aber mit der Zeit, je sicherer die Technik wird, umso weniger muss die Lehrerin einschreiten. Sie sollte dir aber schon genau sagen was du falsch machst, damit du es auch verstehst. Auch Du musst lernen falsch und richtig zu unterscheiden um dann zu sagen was du gerade gemacht hast, wie du dich dabei fühlst usw. Oft ist es auch so, dann kommen viele Sachen auf einmal und du weißt überhaupt nichts mehr. Gespräche sind wichtig, sonst kommst du nicht weiter.

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 Betreff des Beitrags: Re: Unsicherheit im Unterricht
BeitragVerfasst: 08.02.2015, 16:37 
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Zwischendurch gibt es ja immer Momente, 1-2 Tage wo alles klar ist und die Stimme sitzt und ist schön gestützt und kommt natürlich, aber dann, plötzlich solche Situationen wo man wieder da steht wie ein nasser Sack..
Wie lange sollte es im Normalfall dauern (sicher ist es bei jedem anders, aber so im Durchschnitt) bis man sich seiner Technik sicherer ist?


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 Betreff des Beitrags: Re: Unsicherheit im Unterricht
BeitragVerfasst: 08.02.2015, 16:46 
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annamarili hat geschrieben:
Zwischendurch gibt es ja immer Momente, 1-2 Tage wo alles klar ist und die Stimme sitzt und ist schön gestützt und kommt natürlich, aber dann, plötzlich solche Situationen wo man wieder da steht wie ein nasser Sack..
Wie lange sollte es im Normalfall dauern (sicher ist es bei jedem anders, aber so im Durchschnitt) bis man sich seiner Technik sicherer ist?


Das kann man nicht sagen, jede Stimme ist anders, kommt auch darauf an wie gut DU das umsetzen kannst, was deine Lehrerin sagt, auch WIE sie es erklärt DAMIT du es verstehst. Du musst Vertrauen zu dir selber haben und zur Lehrerin, nach vorne schauen, fleißig sein und nicht direkt die Flinte ins Korn werfen, wenn es mal nicht klappt. Auch als Profi gibt es Tage wo nichts klappen will beim Üben, es ist auch von der Tagesform abhängig, nicht jeder Tag ist wie der andere.

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 Betreff des Beitrags: Re: Unsicherheit im Unterricht
BeitragVerfasst: 08.02.2015, 16:55 
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Du hast Recht..schätze dass Geduld zu haben das wichtigste ist. Mal schauen wie es morgen ist! :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Unsicherheit im Unterricht
BeitragVerfasst: 09.02.2015, 09:02 
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Ansonsten würde ich die Lehrerin bitten, erstmal an *einem* Punkt intensiv zu arbeiten und erst dann, wenn das in Ordnung ist, an den nächsten Punkt zu gehen. Das ist zwar am Anfang vielleicht etwas nervig, aber auf die Dauer dürfte sich eine solche Lernstrategie für beide Seiten auszahlen.

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Gruß, Astrid

Es gibt zwei Möglichkeiten, vor dem Elend des Lebens zu flüchten: Musik und Katzen. (A. Schweitzer)


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 Betreff des Beitrags: Re: Unsicherheit im Unterricht
BeitragVerfasst: 09.02.2015, 12:51 
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Also ich finde das seltsam. Wenn ich mich andauernd unsicher fühlen würde, würde ich mir überlegen, ob das der richtige Lehrer für mich ist. Ich bin keine 12 mehr und will nicht mehr behandelt werden wie eine 12-jährige. Mit 12 hätte ich das vielleicht mitgemacht.
Aber jetzt würde ich dem Lehrer sagen, daß ich mich verunsichert fühle und nicht verstehe, was er von mir will. Er möchte das noch einmal anders ausdrücken, und zwar so lange, bis ich das verstanden habe. Ansonsten soll er es lassen und mir nicht Dinge vorwerfen, die er mir nicht richtig erklären kann.
Wenn ich mit diesem Lehrer bisher eine extrem steile Lernkurve gehabt hätte, die ich so gefühlt mit keinem anderen Lehrer haben könnte, würde ich mir das vielleicht noch einmal überlegen. In allen anderen Fällen würde ich mich von diesem Lehrer trennen. big_bye .
Denn Unsicherheit empfinde ich inzwischen als ziemlich unangenehm. Und aus Hobby muß ich mich doch nicht in für mich unangenehme Situationen bringen ...

Gruß,
Silvieann


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 Betreff des Beitrags: Re: Unsicherheit im Unterricht
BeitragVerfasst: 09.02.2015, 20:33 
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Ich kann das auch gut nachvollziehen mit der Unsicherheit.

Das hat bei mir auch nichts mit der Frage zu tun, ob das nun der richtige GL ist oder nicht (ich bin mir sicher, er ist für meine Stimme genau der richtige).

Wenn man die Technik neu lernt (weil man noch gar keine konnte oder eine "falsche" hatte), dann klappt vieles einfach nicht mehr so, wie man es sich wünscht. Da kommt z. B. der Ton auf Anhieb nicht mehr in der richtigen Höhe raus oder er klingt grauselig. Wenn das gehäuft auftritt (und das ist leider bei mir öfters der Fall in den Stunden), dann wird mir das - zugegebener Maßen - unangenehm. Ich will im Grunde doch schön singen und vor meinem Lehrer eine gute Leistung bringen, alles gleich auf Anhieb möglichst genau umsetzen :kaffee - kurz: man/ich stehe mir mit falscher Eitelkeit, Ehrgeiz und sonst noch was selber im Weg. Und je mehr ich mich in so einer Situation bemühe, umso schlimmer wird es natürlich, desto weniger kann ich an bereits erlernter Technik anwenden. Das was ich noch nicht wirklich verinnerlicht habe (also im Schlaf könnte), hat Potential schief zu gehen.

Ich fürchte, da muss man mit Geduld irgendwie durch. Jede Stunde ist ein Neubeginn, weder mein GL noch ich erwarten, dass plötzlich eine bühnenreife Leistung da ist. Und es wird ja auch besser! Die (ohrenmäßigen) "Misstöne" führen ja letztendlich dazu, dass die Stimme sich dahin entwickelt, wo sie hin soll. Kinder "eiern" mit dem Fahrrad ja auch erst mal rum, bevor sie ganz gerade aus fahren können - so ähnlich ist das mit der (meiner) Stimme. Ich bin sehr zuversichtlich, dass sich das irgendwann, wie musica schrieb, legen wird.

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"Musik ist die Kurzschrift des Gefühls."

(Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi)


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 Betreff des Beitrags: Re: Unsicherheit im Unterricht
BeitragVerfasst: 09.02.2015, 21:10 
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Ich sehe das eigentlich so wie Raupe, möchte aber zu silvieann noch etwas anmerken.
Ich denke, man muss unterscheiden, woher die Unsicherheit kommt. Ist es eine generelle Unsicherheit, die einen hemmt, überhaupt zu singen, oder ist es so, dass man beim Singen wegen fehlender technischer Routine über seine eigenen Füße bzw. die eigene STimme stolpert. Ist ersteres der Fall, würde ich heute auch eher über einen Lehrerwechsel nachdenken. Ist letzteres der Fall, hilft wahrsch. wirklich nur Augen zu und durch. An dem Punkt stehe ich auch gerade. Und ich hoffe bzw. bin mir sicher, dass auch wieder bessere Zeiten kommen. Wie heißts so schön: Es gibt keine Höhen ohne Täler.

Liebe Grüße

Rotkehlchen


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 Betreff des Beitrags: Re: Unsicherheit im Unterricht
BeitragVerfasst: 10.02.2015, 09:24 
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Ich bin immer noch der Ansicht, daß Unsicherheit wenig hilfreich ist.
Verunsicherung des Schülers kann ein Mittel des Lehrers sein, Autorität aufzubauen, nur leider ist das nicht gut für das Selbstbewußtsein des Schülers, das geht dabei unter.
Vielleicht kann Selbstbewußtsein später wieder mühsam aufgebaut werden - aber muß das sein?

Sicherlich muß man ausprobieren, Neues versuchen, dabei kommt es zu schiefen Tönen, Missstimmungen und so weiter. Aber das hat mit Verunsicherung doch nichts zu tun. Vielmehr sollte doch ein guter Lehrer den Schüler in seinen Versuchen bestärken. Klar anerkennend, dass das Ziel nicht sofort erreicht wird, sondern auch zwischendurch die Töne so kommen, wie sie nicht sollen. Aber mit Verunsicherung hat das meiner Ansicht nach nicht viel zu tun.
Natürlich dauert es eine Weile, bis man die Töne sicher so singen kann, wie man sich das wünscht. Wenn man die Zeit bis dahin als Unsicherheit bezeichnet, diese Unsicherheit finde ich jetzt ganz normal. Aber das ist nicht wirklich unsicher, weil man das Ziel doch vor Augen hat, weiß, wie man es auch kann oder können möchte, und weiß, dass man viel üben muß, um dahin zu kommen. Man merkt doch auch, dass es immer besser und sicherer wird. So meine ich das bei mir zumindest. Ja klar, es klappt vieles nicht. Aber das würde ich nicht unter Unsicherheit zählen, sondern darunter, dass ich noch viel lernen muß.


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 Betreff des Beitrags: Re: Unsicherheit im Unterricht
BeitragVerfasst: 10.02.2015, 10:20 
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Also sicher ist es so, dass in erster Stelle ich MEINEN Erwartungen nicht genüge und mich darüber ärgere dass ich so viel nicht hin bekomme, aber ich hab das Gefühl, dass egal wie ich was mache, es immer etwas auszusetzen gibt..Mag ja sein, so ist es nun mal, aber sollte der Lehrer einen nicht eher loben, wenn man dem Ziel näher kommt, anstatt zu sagen das es noch nicht richtig ist?
Nun ist es so, dass mir diese GL auch unheimlich viel gegeben hat, doch manchmal bin ich tatsächlich von ihr eingeschüchtert schätze ich, da sie auch generell sehr laut und dominant ist..Aber sie hat mich ja auch so viel weiter gebracht. Ich weiss noch nicht genau.
Nun stecke ich auch in einer Ausbildung, und nur zum Spaß ist es nicht, da steckt Ernst dahinter. Doch will ich trotzdem nicht die Freude an der ganzen Sache verlieren.

Generell denke ich dass es keine unangenehmen Gefühle im Unterricht geben sollte, denn letztendlich geht es ja ums Singen, was einem Spaß machen sollte und nicht traurig. Wenn das ein Lehrer nicht erreicht, hat er sowieso versagt denke ich..


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 Betreff des Beitrags: Re: Unsicherheit im Unterricht
BeitragVerfasst: 10.02.2015, 10:28 
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Das kenne ich alles von meiner ersten Lehrerin, die auch sehr dominant war und oft stand ich heulend da und musste singen. Lob bekam ich nie, im Gegenteil, sie äffte mich nach und das war schlimm. Oft dachte ich zuhause, warum mache ich das eigentlich, warum gehe ich denn da hin....dachte auch nicht weiterzukommen. Sie selber war sehr träge und konnte mich nicht animieren. Aber das stimmte nicht, ich merkte es nicht bis ich eines Tages den Lehrer wechselte. Da erst merkte ich wie weit ich schon war, es kam Lob, was ich garnicht kannte. Die Augen der Lehrerin sprühten vor Freude und Temperament, sie feuerte mich an. Eines Tages machte ich den Sprung und sang am Opernhaus vor und wurde genommen. Meine erste Lehrerin fiel mir um den Hals, als sie das hörte. Eigentlich war sie ein Kumpel und privat kam ich gut mir ihr aus, so dass wir auch zusammen in den Skiurlaub fuhren, aber eben im Unterricht nicht.

Also, halt die Ohren steif und hab Vertrauen zu dir und Geduld mit dir und der Lehrerin
big_lala

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 Betreff des Beitrags: Re: Unsicherheit im Unterricht
BeitragVerfasst: 10.02.2015, 12:03 
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Hab mich gerade an meinen früheren Geigenunterricht erinnert. Das empfand ich damals auch oft als schwierig. Aber damals war ich Teenager, und ich mußte sehr viel üben, um besser zu werden. Eigentlich war das klar.
Aber auch die Lieblinge des Lehrers, die damals sehr viel geübt haben, auch mit Druck der Eltern, sind manchmal weinend aus der Stunde gekommen.
Eine hab ich gerade im Internet wiedergefunden. Wahrscheinlich kennt sie mich aber nicht mehr, ist ja schon sehr lange her. Damals war sie ungefähr so alt wie ich und unglaublich ehrgeizig. Und gut war sie damals schon.
https://www.youtube.com/watch?v=tKlfkxboduE
Und der war auch dabei, der Friedemann ;)
https://www.youtube.com/watch?v=tgVyA7wC80c

Na, aus denen ist dann ja auch was geworden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Unsicherheit im Unterricht
BeitragVerfasst: 10.02.2015, 12:45 
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Ich denke, es kommt immer auch auf die eigene Persönlichkeit an. Es mag Menschen geben, die gerade unter Druck erst zu Höchstleistungen fähig sind, ich gehöre allerdings zu denen, die besser mit wohlwollender Motivation zurecht kommen. Was nicht heißt, dass ich nicht kritisiert werden möchte, im Gegenteil, es kommt nur auf das "wie" an. Harsche (und womöglich auch noch fiese Kritik wie das Nachäffen in Musikas Beispiel) führt bei mir eher dazu, dass ich blockiere. (Oder ich werde irgendwann so wütend, dass ich dadurch aus mir herauskomme und etwa die fürs Singen nötige Körperspannung entwickele, aber das kann mE ja irgendwie auch nicht die Lösung sein.) Denn wir Schüler machen Dinge ja nicht mit Absicht falsch, sondern ärgern uns schon selbst genug.^^ Und wir sind alles erwachsene Menschen, also behandele ich meine GL mit Respekt, erwarte im Gegenzug aber auch dasselbe von ihr. Und ich bin aus diesem Grund sehr froh über meine derzeitige GL, die mir zwar auch genau auf den Kopf zusagt, was alles noch nicht stimmt oder verbessert werden kann, das aber auf eine so nette und aufbauende Art, dass eigentlich überhaupt keine Unsicherheit aufkommt und ich mich auf jede Gesangstunde freuen kann.

_________________
„Die Verpflegungslage ist für den Kulturmenschen eigentlich das Wichtigste.“
(T. Fontane)

"When you have that perfect match between voice, personality, repertoire and style, art happens" (Anonym)

http://www.sopranodrama.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Unsicherheit im Unterricht
BeitragVerfasst: 11.02.2015, 18:02 
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Nur weil jemand eine einschlägige Ausbildung hat, vielleicht sogar etwas selber gut kann, heißt das noch lange nicht, daß er auch zum Lehrer taugt, nicht mal, wenn er ansonsten ein netter und sympathischer Mensch ist....
(und, wie es ein ehemaliger Lehrer von mir mal ausgedrückt hat: es gibt verschiedene Motive, Lehrer zu werden, und nicht alle sind die besten...)

keiner lernt Radfahren (Schwimmen, Mathematik, Latein, Tangotanzen, Singen [...]), wenn der, der's ihm beibringen soll, sich ausschließlich darauf fokussiert, was sein Schüler gerade nicht kann und von einem einmal diagnostizierten Fehler auch dann nicht weggeht und das Thema wechselt, wenn sich herausstellt, daß es gerade gar nicht gehen will... haben wir da nicht alle einschlägige Erfahrungen aus der Schulzeit?

Es bringt in so einer Situation überhaupt nichts, die Stelle (oder was auch immer - es ist ja nicht auf Musik oder gar nur Singen beschränkt!) immer und immer zu wiederholen, wenn man feststellt, daß sich nichts bewegt - ganz im Gegenteil: sowas erzeugt nur Frust - und der blockiert. Genauer: der Sachverhalt wird angstbehaftet und im einschlägigen Hirnareal abgespeichert. Und dort ist es erst einmal festbetoniert und steht für kreative Problemlösungen und Weiterentwicklung nicht mehr zur Verfügung. Es verliert ja auch niemand, der daran leidet, seine Spinnenphobie, wenn man ihm ständig Spinnen vor die Nase hält.

An manchen Sachen muß man halt (im stillen Kämmerlein) arbeiten und manches erledigt sich auch mit Abstand von ganz alleine. Und ab und zu ein Erfolgserlebnis ist für den Lerneffekt auch nicht ganz ohne Wirkung.

_________________
Der Sänger singt am Weiher leise, doch singt er etwas leierweise.


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 Betreff des Beitrags: Re: Unsicherheit im Unterricht
BeitragVerfasst: 17.06.2016, 01:47 
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Vorname: Franz
Nachname: Ladda
Liebe Sänger und Mitsänger, Angst haben darf man vor seinen eigene Stimme nicht, Es mag sein das ein der eine oder andere mal kritisiert. Es mag sein das es der Gesangslehrer, oder zu hause die Familie ist. Meine Gesangslehrerin ist ein Sophran, ich ein Bass, Kritik sollte konstruktiv sein, da kann ich mich auf meine Familie und auch der Gesangslehrerin ganz verlassen. Meine zukünftige Gesangslehrerin (morgen das erste mal für mich, ansonsten sind schon meine Frau und auch einer meiner Töchter bei Ihr) sagt jeder kann singen! Ist die ideale Einstellung. Viele liebe Grüße Franz


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 Betreff des Beitrags: Re: Unsicherheit im Unterricht
BeitragVerfasst: 17.06.2016, 14:15 
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Schaut öfter vorbei
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Registriert: 24.12.2009, 20:47
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Vorname: Hilde
Nachname: Maurer
Habe erst seit 3 Jahren eine GL die sehr gut erklärt und die ich sofort verstehe Seither macht mir der Unterricht viel mehr Spaß..Vorher war ich bei einer GL die sehr viel geredet hat sehr schnell und unverständlich( und auch nicht gut Deutsch konnte).Bei der war ich 6 Jahre und immer nach der Stunde deprimiert-dachte es liegt an mir.im Laufe der 24 Jahre Gesangsunterricht war nur eine zweite von 9 GL die sehr gut erklärt hat- die hat aber dann keine Gesangskurse in der VHS gemacht.
Ich würde eine andere GL suchen.Manche GL können zwar selber sehr gut singen aber nicht gut unterrichten.Leider geht meine dzt.GL nächstes Jahr in Pension dann müßte ich sieder suchen- wenn mir die Stime erhalten bleibt.de45


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