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 Betreff des Beitrags: Stimme "wackelt"
BeitragVerfasst: 16.12.2005, 22:46 
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Ich habe mal eine Frage an die Gesangslehrer:
ich hatte heute eine Probe mit meiner Duettpartnerin für ein Mozart-Konzert im Januar. Wir kennen uns von einem Meisterkurs , sie war damals(vor 1 1/2Jahren) ein leichter Mezzo und hat seither Unterricht bei einer Spitzenprofessoorin in Paris, die schon echte Stars herausgebracht hat und ist auf dem Weg zum dramatischen Sopran. Ich finde ihre Fortschritte beeindruckend, die Stimme ist rund und voll, die Höhe funktioniert jetzt, aber mir ist aufgefallen, dass die Stimme manchmal "wackelt", d.H. sie liegt nicht genau auf dem Ton, sondern knapp daran vorbei, so als wenn es leicht unsauber wäre. Das liegt NIcht am Gehör, sondern muss ein technisches Problem sein. Dasselbe habe ich auch bei einer anderen Sängerin, die in kurzer Zeit deutlich an Volumen zugenommen hat, bemerkt. Woran kann das liegen? reicht die Kraft noch nicht ganz für das, was plöttzlich da an Stimme möglich wird?
Gibt sich das von selbst?
Kennt ihr dieses Phänomen auch?
Danke für alle antworten und liebe grüsse Cantilene


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BeitragVerfasst: 17.12.2005, 00:25 
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Liebe cantilene, mit dem " Volumen " ist das so eine Sache : Ist der Bruststimmanteil dominant ( wie oft bei Männern ), detoniert die Stimme häufig ( zu tief ). Wird auch nur andeutungsweise forciert, distoniert sie oft ( zu hoch ). Die " leichten " Stimmen sind da eindeutig im Vorteil ! Ciao. Gioachino


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BeitragVerfasst: 17.12.2005, 13:28 
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Hallo Cantilene,

wenn sie von einem leichten Sopran ins dramatische Fach wechselt, braucht sie in der Tat mehr Kraft und Stütze. Die Umstellung ist für sie sehr schwer, weil bisher ja alles leicht ging, das wird sich im Laufe der Zeit von selber geben, da würde ich mir keine Sorgen machen.
Ich denke, ihre Lehrerin wird das auch hören und mit ihr daran arbeiten.

Liebe Grüsse

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BeitragVerfasst: 18.12.2005, 01:42 
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Liebe cantilene,

Körperspannung, Atemspannung und tonale Spannung stimmt dann nicht überein, und somit auch der Stimmsitz nicht. Der Ton rutscht weg und der Sänger fängt an zu drücken. Eine damatische Stimme hat am meisten Probleme, diese Bereiche in Einklang zu bringen. Übung macht den Meister... wie Musika ja schon gesagt hat, wird es sich im Laufe der Zeit mit viel Übung von selber geben.

Liebe Grüße, :lol:

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Zwischen den Schwingungen der singenden Stimme und dem Pochen des vernehmenden Herzens liegt das Geheimnis des Gesangs.

Khalil Gibran, libanesischer Dichter, Philosoph und Maler (1883-1931)


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BeitragVerfasst: 18.12.2005, 08:23 
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Danke für alle Antworten :kuss:
Da sie ja bereits sehr gut singt und lehrermâssig in allerbesten Händen ist, mache ich mir keine Sorgen, dass das nicht behoben wird. Ich war nur interessiert, woran es liegen kann, denn ich habe dieses Phänomen in letzter Zeit mehrmals gehört .
Leichte und schwere Stimmen funktionieren so unterschiedlich, dass ich manchmal nur stauen kann.
Liebe Grüsse Cantilene


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BeitragVerfasst: 26.12.2005, 21:21 
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Kleine Bemerkung dazu:
Das vertrackte zumindest am Distonieren ist, dass man es selbst nicht hört, obwohl man normalerweise ein gutes Intonationsgehör hat. Durch die falschen Spannungsverhältnisse wird das Ohr sozusagen "umgestimmt", was die selbstproduzierte Tonhöhe betrifft ("conditioned", ein sonst auch bekanntes Phänomen aus der Wahrnehmungs-Psychophysiologie, man denke nur z.B. an die veränderte Farbeinschätzung bei längerwährender "einseitiger" Darbietung einer Farbe), und man hält den Ton für richtig intoniert. Ich hab das selbst mal während des Studiums erlebt, es gab zu meiner großen Überraschung entsprechende Bemerkungen meiner Mitstreiter...
- Wen hör ich jetzt an meinem Intonationsgehör zweifeln?? Ich schau böse. Frechheit!! :-) :-)


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BeitragVerfasst: 27.12.2005, 19:11 
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In diesem Zusammenhang hätte ich auch noch eine Frage.
Mir passiert es gelegentlich - wenn ich nicht 200%ig bei der Sache bin-, dass ich in absteigenden Linien oder Schritten nach unten zu hoch lande. Dass ich überstütze kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, neige eher zum Minimalismus. Aber seit mehr als 20 Jahren höre ich Chorleiter predigen, alle Schritte nach unten klein zu machen. Kann es sein, dass sich mir da eine falsche Intervallvorstellung automatisiert hat? Wenn ich technisch wirklich dran bleibe, stimmt die Intonation wieder. ?)

Gruss
lucicare


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BeitragVerfasst: 30.12.2005, 19:40 
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Hallo Lucicare,

es kann durchaus sein, dass sich das aus deiner Chorzeit das "ewige predigen" ton hochdenken, von oben ansetzen usw. so eingeprägt hat, dass du automatisch immer ein wenig zu hoch bist.
Im allgemeinen ist es ein Überstützen, was du aber ausschließt. Mach doch mal Übungen am Klavier, Tonleiter runter spielen und dann singen, schau wo du landest. Wenn deine Atmung richtig ist, wirst du es mit Übungen hinkriegen.

Liebe Grüsse :n138:

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BeitragVerfasst: 30.12.2005, 23:41 
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Ja Musika, genauso übe ich wenn mir das passiert. Wenn Atemführung und Stimmsitz stimmen, stimmt auch die Intonation wieder. :n110: Trotzdem seltsam...


Beste Grüsse
lucicare :n9:


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