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 Betreff des Beitrags: Lehrer wechseln ja oder nein?
BeitragVerfasst: 03.09.2012, 11:35 
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Das Thema Lehrerwechsel ist immer wieder aktuell und die Frage lautet: Auch wenn ich einen guten Lehrer habe, sollte ich trotzdem mal zu einem anderern wechseln?

Was für Nach- und was für Vorteile würde das bringen?

Ich habe es auch gemacht, obwohl ich eine gute Lehrerin hatte, die mich so weit brachte, an der Oper erfolgreich vorzusingen. Trotzdem habe ich gewechselt und sehr viel dazugelernt. Manches im Unterricht ist eingefahren, festgefahren, was Neues kommt nicht, doch es gibt viel mehr zu entdecken und manchmal versteht man auf einmal irgend etwas besser, andere Bilder, anders erklärt, obwohl es eigentlich immer dasselbe ist.

Das konnte man im diesjährigen Workshop gut erkennen, alle haben ihre eigenen Lehrer und doch machte es "klick" und auf einmal verstand man das, was eigentlich schon längst da sein sollte.

Meine erste Lehrerin sagte immer,"geh mal zu einem anderen Lehrer, das ist gut und du siehst und hörst mal aus einem anderen Mund das, was ich versuche dir beizubringen, ich habe das auch gemacht!

Und ich habe es gemacht und war überrascht, was ich noch lernen konnte.

Ich kenne keinen Sänger, ob Profi oder Semiprofi, der in seinem Sängerleben nur einen Lehrer hatte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Lehrer wechseln ja oder nein?
BeitragVerfasst: 03.09.2012, 15:28 
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Doch, liebe musika - mich !
Natürlich kann es sinnvoll sein, sich nach jemand Anderem umzuschauen, wenn ich den Eindruck habe, gemeinsam auf der Stelle zu treten. Zu häufig spielt da allerdings die Ungeduld hinein, und man sucht die Fehler nicht bei sich selbst sondern beim Lehrer. Dabei ist Stagnation in der sängerischen Fortentwicklung hin und wieder ganz natürlich. Ich habe bei Kollegen erlebt, dass sie nach einem Wechsel total gescheitert sind. Die Ambitionen, welche der eine Lehrer nicht gutheißen konnte, blieben beim neuen genauso unerfüllt. Konkret : Er, ein lyrischer Tenor mit glänzenden Aussichten im Mozartfach, hatte sich den Stolzing in den Kopf gesetzt. Er ging zu einem renommierten Heldentenor, der ihm die Flausen nicht vertrieb sondern das sinnlose Unterfangen zu unterstützen vorgab und nur zu gern das Geld kassierte. Nach einem Jahr saß der Kollege sängerisch zwischen allen Stühlen und war froh, wenigstens bei den Mainzer Hofsängern für ein Jahr in der dritten Reihe zu stehen. Er schaffte es nicht einmal, in die zweite Reihe vorzurücken und landete schließlich in dem Gesangverein, aus dem er vor Jahren hervorgegangen war...

Ciao. Ospite big_wut1


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 Betreff des Beitrags: Re: Lehrer wechseln ja oder nein?
BeitragVerfasst: 03.09.2012, 16:04 
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Dann gehörst du zu den Ausnahmen big_denken

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 Betreff des Beitrags: Re: Lehrer wechseln ja oder nein?
BeitragVerfasst: 03.09.2012, 18:47 
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Was Du natürlich nicht wissen konntest, liebe musika : ich hatte zwischenzeitlich meine kurze Antwort um weitere Anmerkungen zu diesem Thema ergänzt und den ersten, kleinen Satz um zusätzliche erweitert, die sich konkret mit der Thematik befassen.

Ciao. Ospite


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 Betreff des Beitrags: Re: Lehrer wechseln ja oder nein?
BeitragVerfasst: 03.09.2012, 19:04 
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Hallo ospite,
Ausnahmen gibt es immer, ob bei dem einen oder bei dem anderen Lehrer, manche Schüler können sehr schlecht umsetzen und manche lernen es nie.

Es auch Lehrer, die den Schülern das blaue vom Himmel versprechen, so dass sie das selber glauben, manche sind unbelehrbar, du und ich wir kennen da einen Sänger, der auch bei keinem anderen Lehrer mehr lernen würde.

Aber das sind Ausnahmen, grundsätzlich finde ich es nicht verkehr mal woanders reinzuschnuppern, auch wenn der eigene Lehrer gut ist.

Auch die Auswahl der Literatur spielt oft eine große Rolle, neuer Lehrer, andere Literatur, oft passender. Manchmal ist auch die Kontrolle des Stimmfachs wichtig, 4 Ohren hören mehr als 2. Ich weiß es von mir selber, viel zu lange habe ich im falschen Stimmfach gesungen bis ich zu meiner Professorin kam und dann ging es aufwärts.

Aber es ist nun mal so, jeder Lehrer hält sich für den besten und sie tun sich schwer loszulassen und die Chance vielleicht bei einem anderen Lehrer noch etwas dazuzulernen, was bisher verborgen blieb.

big_lala

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 Betreff des Beitrags: Re: Lehrer wechseln ja oder nein?
BeitragVerfasst: 03.09.2012, 20:07 
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Meine Erfahrung nach 20 Jahren ist daß ich immer zulange geblieben bin. zuerst 9 Jahre-die GL wurde meine Freundin und da geht man nicht gerne weg. dann und zugleich im Gruppenkurs 9 Jahre und zuletzt 6 Jahre auch viel zu lang.Es fällt mir immer sehr schwer eine andere GL zu suchen, deshalb ,blieb ich immer zu lange.in Wien gibt es auch keine bekannte Gesangslehrer bes. nicht für Amateure.Grundsätzlich bin ich aber schon der Meinung man sollte öfters wechseln.
Hilde45


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 Betreff des Beitrags: Re: Lehrer wechseln ja oder nein?
BeitragVerfasst: 03.09.2012, 21:37 
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Ich habe auch mittlerweile - mehr oder weniger unfreiwillig - die GLs gewechselt.

Im Großen und Ganzen sehe ich es als Bereicherung an, da durch die verschiedenen Blickwinkel und Ansätze vieles deutlicher wurde. Gerade als Anfänger habe ich zwar die Übungen teilweise nach Wunsch des GL ausgeführt, aber es hat nicht immer richtig "klick" gemacht, was damit nun gemeint war. Durch die verschiedenen Lehrer habe ich mehr Zugang dazu gefunden, als wenn ich bei meiner ersten GL geblieben wäre. Allerdings erfolgten meine Wechsel innerhalb zu kurzer Zeit. Dadurch habe ich oft wieder mehr oder weniger von vorne angefangen (zumindest gefühlt) und stehe vielleicht nicht da, wo ich bei durchgängigem Unterricht wäre. Und man muss natürlich mehr innerlich sortieren, ob es nur ein anderer Blickwinkel ist oder aber eine ganz andere Technik ist, die im Widerspruch zum bereits gelernten steht.

Mir ist es auch wichtig geworden, einen GL zu haben, der mit der Stimme arbeitet und sie nicht in ein Fach schiebt, sondern sie wirklich zu 100 % entwickeln lässt.

Mein Fazit ist, dass man (zumindest wenn man anfängt) ein paar Jahre den Lehrer möglichst nicht wechseln sollte, bis ein Grundstock da ist. Danach kann man mal über den Tellerrand gucken und eventuell auch wechseln.

Viele Grüße

Raupe

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"Musik ist die Kurzschrift des Gefühls."

(Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi)


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 Betreff des Beitrags: Re: Lehrer wechseln ja oder nein?
BeitragVerfasst: 04.09.2012, 00:42 
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Hallo,

ich hatte in meiner sängerischen Entwicklung 2 männliche und 2 weibliche Lehrer.
Alle haben mich geprägt, die erste Station, ich gebe es zu, hat mich zu lange festgehalten oder ich habe mich festhalten lassen.
Ein Wechsel findet oft statt, wenn man sich unverstanden fühlt oder erkennt, dass neue Perspektiven winken.
Ich habe die Wechsel nie bereut und alle Stationen hatten ihre Bedeutung.
Manchmal hätte ich mir den 3.Lehrer vor dem 1. Lehrer gewünscht, vieles wäre dann anders gelaufen.
Ein Wechsel muss kein Fehler sein, er sollte aber gut überlegt werden.

Liebe Grüße rugero


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 Betreff des Beitrags: Re: Lehrer wechseln ja oder nein?
BeitragVerfasst: 04.09.2012, 07:37 
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Hi,

also ich hatte in meinem Sängerleben einen Lehrerwechsel.
Die Entscheidung fiel jedoch nicht, weil ich einen anderen Lehrer gesucht hätte, sondern, weil mein Lehrer aus beruflichen Gründen wegzog.
(zum damaligen Zeitpunkt war ich noch nicht so weit, dass ich gesagt hätte, ich fahre dem Lehrer zwecks Unterricht hinterher... ;o) )

Ich hatte dann einen Traumkandidaten, bei dem ich gerne Unterricht haben wollte - und mit etwas "Geduld und Spucke" hat es dann tatsächlich geklappt und wir sind noch heute ein "Dreamteam" big_knuddel Und ich wüsste (nach nunmehr 10 Jahren) keinen vernünftigen Grund für mich zu einem anderen Gesangslehrer zu wechseln.

Ich habe Erfahrungen mit anderen Lehrern durch Workshops und Masterclasses, was sicherlich auch eine Bereicherung sein kann, aber in mir auch nie den Wunsch aufkommen ließ, mich nach einem anderen Lehrer umzusehen.

Habe mal versucht in meiner Nähe einen Lehrer/Coach zu finden (ich pendle für meine Gesangsstunden immer Bremen - Berlin ! ) - aber nur zusätzlich, um evtl. auch mal schnell jemanden zu haben, falls etwas gaaanz dringendes anliegt und ich nicht mal eben schnell nach Berlin fahren kann... aber das habe ich auch gaaanz schnell wieder aufgegeben, weil (Himmel, dass klingt jetzt evtl. eingebildet...) aber, weil diejenigen, bei denen ich war, einfach nicht meinen Ansprüchen genügt haben... (traurig aber wahr!)

Gesamt gesehen, weiß ich, dass der unfreiwillige Wechsel bei mir das Beste war, was mir passieren konnte.

Grundsätzlich jedoch denke ich, dass ein "ständiger" Wechsel von Lehrern nicht notwendig ist, solange man sich mit seinem Lehrer wohl fühlt.

Auch ich habe mal einen Stillstand oder gar einen Rückschritt in meiner gesanglichen Entwicklung gehabt, aber eigentlich nur, um dann festzustellen, dass es mich ein paar Wochen später einen ganzen Meilenstein weiter nach vorne gebracht hat...


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 Betreff des Beitrags: Re: Lehrer wechseln ja oder nein?
BeitragVerfasst: 04.09.2012, 08:01 
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Da ich nach erst fast 5 Jahren privatem Unterricht noch nicht ganz so viel mitreden kann, trotzdem meine Einschätzung....
Ich habe erst einmal meine GL gewechselt und das war aber auch erst nach langem Überlegen ( ich kann mich auch so schlecht trennen ). Jetzt fühle ich mich gut betreut, habe mir jedoch in diesem Jahr verschiedene Einblicke in die Arbeitsweise anderer Dozenten gegönnt und muß sagen....das war gut so....
Manchmal muß man aus dem Trott heraustreten, neue Blickwinkel bekommen, einfach eine andere Beobachtung und auch andere Unterrichtsmethoden erfahren.
Die Entscheidung, zu bleiben oder zu wechseln, bleibt einem dann ja selbst überlassen ( es sei denn, der GL zieht weg oder hört auf zu unterrichten ) hier zählt immer noch die freie Entscheidung...
Mit hat das auf jedenm Fall gut getan, durch Kurse und Workshops, mal einen anderen input zu bekommen und auch neue Motivation.
Was weiter geschieht....mal sehen...
Grüße von Sorpresa big_bye

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" Und plötzlich weißt du: Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen." Meister Eckhart


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 Betreff des Beitrags: Re: Lehrer wechseln ja oder nein?
BeitragVerfasst: 04.09.2012, 19:24 
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Ich kann meine Wechsel gar nicht mehr zählen. Manchmal lag es an irgendwelchen Umzügen, aber meistens wollte ich immer beizeiten woanders hin. Gut in Erinnerung ist mir noch meine erste Lehrerin, die mir gerade anfangs schon weiterhelfen konnte. Als sie allerdings allein vom Unterrichten leben musste aufgrund ihrer Scheidung, nahm sie zu viele Schüler und entsprechend veränderte sich der Unterricht.

Es waren einige Irrwege dabei, die ich zwar, je länger ich Unterricht nahm, desto früher erkannte, aber wahrscheinlich hätte ich mir mit etwas mehr Kontinuität in dieser Frage Zeit und auch Geld gespart. Die Historie meiner Gesangsunterrichte würde hier den Rahmen jedenfalls sprengen. Gelegentlich konnte ich mich auch eine Weile lang nicht entscheiden und fuhr zweigleisig; dies allerdings erst, als ich die Grundlagen schon hatte.

Zum Glück bin ich nicht stimmlich verbogen worden, aber oft wurde mir etwas versprochen, was nicht eingehalten wurde. Ich glaube nicht, dass dieser Weg zum Nachahmen einlädt, aber ich hatte Gelegenheit, viele technische Ansätze kennenzulernen. Insgesamt, denke ich, bin ich doch vorwärts gekommen.

Mein letzter Lehrer, Kammersänger F. J. Kapellmann, verdient besonderer Erwähnung. Die Erfahrungen eines Sängers, der auf den wichtigsten Opernbühnen gestanden ist, übermittelt zu bekommen, stellt eine eigene Dimension dar.

Ergänzt wurde das Ganze immer durch Korrepetition. Meinen Pianisten blieb ich grundsätzlich länger treu. Ich habe auch ziemlich viele Workshops und Meisterkurse mitgemacht. Das ist, wie wir ja erst im August erlebt haben, eine ganz hervorragende Ergänzung sängerischer Fortbildung, auch wenn das allein nicht genügt. Derzeit mache ich nur noch Korrepetition und gelegentlich Workshops mit. Irgendwann muss Schluss sein mit Schülerstatus.

Nun, Karriere habe ich nicht gemacht:-), aber das war auch nicht zu erwarten. Für mich ist es am wichtigsten, auch ohne dies so gut wie möglcih aufgestellt zu sein und bei Bedarf gleich loslegen zu können.

LG


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 Betreff des Beitrags: Re: Lehrer wechseln ja oder nein?
BeitragVerfasst: 04.09.2012, 19:43 
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Hallo Dola,

ja, mit KS Kapellmann hast Du einen Glücksgriff getan und, gerade weil er auf allen Bühnen der Welt gestanden hat, konnte er auch diesbezüglich viel weitergeben. Ich kenne ihn nun seit 52 Jahren und in seinen Anfängen haben wir gemeinsam auf der Bühne gestanden.
Auch Vera hat lange auf der Bühne gestanden und die Auswirkungen auf die Teilnehmer waren enorm.

Es ist nicht nur die Technik im Gesangsunterricht, die eine wichtige Rolle spielt. Hat man erst den Grund, geht es an die Bühnenpräsenz, das Spielen, die Interpretation.

Man kann nur das weitergeben, was man selber gelernt und erfahren hat.

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 Betreff des Beitrags: Re: Lehrer wechseln ja oder nein?
BeitragVerfasst: 05.09.2012, 09:43 
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Einige, m. E. sehr wichtige Kriterien sind hier noch nicht erwähnt oder nur angedeutet worden:
Der geographische Aspekt. Was kostet die Unterrichtsstunde ( 45 oder 60 Minuten ) ? Wie zeitlich flexibel ist die / der neue GL, was für Schichtarbeiter inmmens wichtig ist ? Wie singen ihre / seine Leute ? Wie steht es um ihre / seine Fortbildung ? Muss sie / er vom Unterrichten leben oder nicht , was Einfluss auf den Preis und evtl. das persönliche Engagement hat ? Ermöglicht sie / er öffentliche Auftritte ? Bezahle ich lediglich die jeweils erteilte Unterrichtseinheit oder muss ich - auch in den Schulferien - zahlen ? Singt sie / er noch selbst und schnappt sich die lukrativen Angebote, anstatt diese ihren / seinen fortgeschrittenen Leuten zu überlassen ? Fragen über Fragen, die alle einer Anwort harren.....

Ciao. Ospite :n66:


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 Betreff des Beitrags: Re: Lehrer wechseln ja oder nein?
BeitragVerfasst: 05.09.2012, 12:29 
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Ja lieber ospite, da gibt es ja einige Antworten drauf.

Wenn man nicht gerade in der Walachei wohnt, finden sich auch gute Gesangslehrer, die sich oft aus dem Trubel des Alltags in ruhigere Orte zurückziehen, so z.B. auch Kapellmann. Auch meine Dozentin wohnt außerhalb und, naja, zu Fuß sicherlich nicht zu erreichen.

Es gibt Lehrer, die auf Geld aus sind, sie schauen auf die Uhr und das war es. Wenn Jemand Freude am Unterrichten hat, ist das anders. Verträge finde ich selber nicht gut, Ferien durchbezahlen muss nicht sein. Oft habe ich für die Unterrichtsstunden nichts genommen, weil es mir halt Spaß gemacht hat, aber ich musste auch nicht davon leben.

Für mich war es selbstverständlich, Schüler, die weit genug waren, in meine eingen Konzerte einzubauen oder auch dem Konzertveranstalter vorzuschlagen, das hat immer geklappt. Es war ein schönes Gefühl für mich und den Schüler, brachte ihm Sicherheit und Erfahrung. Wenn man dann in der Zeitung las...Lehrer und Schüler...war das schon super, zumal die Kritiken sehr positiv waren. Auch bei den ersten Hochzeiten meiner Schüler war ich dabei, ich habe sie nie alleine gelassen, bis sie eines Tages auf eigenen Füßen stehen konnten.

Fortbildungen, Meisterkurse sind sehr wichtig und das machen das auch die "Großen", denn schnell kann sich etwas einschleichen was schwer wieder auszubügeln ist.

Es gibt Lehrer, die profitieren von jedem Auftritt ihrer Schüler prozentual....war für mich nie eine Frage. big_denken


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 Betreff des Beitrags: Re: Lehrer wechseln ja oder nein?
BeitragVerfasst: 05.09.2012, 15:13 
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Tja – diese Fragen können klar als Auswahlkriterium herangezogen werden, wobei sicherlich für jeden die Gewichtung der einzelnen Punkte höchst unterschiedlich ist.

Nur mal so rausgepickt:
Für mich z. B. ist es keine Frage, ob ich permanent zwischen Bremen und Berlin hin und her pendle. Und wenn es ich weiß nicht wie viele Gesangslehrer hier gibt… ich nehme den Weg gerne auf mich. Ebenso die evtl. hohen Kosten für eine Unterrichtsstunde, wenn ich weiß, was ich bekomme. Was nützt es mir, wenn ich evtl. 10 € weniger bezahle, bei einem Lehrer, der evtl. auch noch etwas näher wohnt, aber ich nicht die Qualität bekomme, die ich haben möchte… ?

Interessant finde ich den Ansatz, ob der Gesangslehrer öffentliche Auftritte ermöglicht. Ich bin noch nie auf den Gedanken gekommen, dass mein Lehrer dafür sorgen sollte, dass ich eine Auftrittsmöglichkeit bekomme… da kümmere ich mich schon selber drum!


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 Betreff des Beitrags: Re: Lehrer wechseln ja oder nein?
BeitragVerfasst: 05.09.2012, 15:29 
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Unexpected hat geschrieben:

Interessant finde ich den Ansatz, ob der Gesangslehrer öffentliche Auftritte ermöglicht. Ich bin noch nie auf den Gedanken gekommen, dass mein Lehrer dafür sorgen sollte, dass ich eine Auftrittsmöglichkeit bekomme… da kümmere ich mich schon selber drum!


Schön, dass Du Dir selber Deine Auftrittsmöglichkeit suchst, das kann aber nicht jeder Schüler, besonders am Anfang, wenn die Ausbildung so weit ist, dass der Schüler in die Öffentlichkeit kann, denn immer steht auch der Name des Lehrers dahinter.

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 Betreff des Beitrags: Re: Lehrer wechseln ja oder nein?
BeitragVerfasst: 05.09.2012, 21:04 
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Mir geht es ähnlich wie Dola, ich hatte auch schon einige Lehrer, einigen bin ich durchaus lange (sprich, mehrere Jahre) treu geblieben, andere waren eher ein kleines Intermezzo. Die Gründe für die Wechsel waren mannigfaltig - Umzug, die Erkenntnis, dass eine Anfahrt von 600 km als Vollzeit-Berufstätige doch nicht wirklich praktikabel ist, zumindest dann nicht, wenn man noch kontinuierlichen Unterricht braucht oder möchte oder eben die Erkenntnis, dass es doch nicht gepasst hat. Und trotzdem möchte ich behaupten, dass ich von jedem Lehrer irgendetwas (Positives) mitgenommen hat, das mich in meiner sängerischen Entwicklung - mal mehr und mal weniger - vorangetrieben hat. Und manchmal kann es in der Tat sehr hilfreich sein, neue Impulse zu erhalten, denn manchmal meinen 2 Lehrer haargenau das Gleiche, aber der eine drückt es in einer für diesen betreffenden Schüler verständlicheren Sprache aus.


Liebe Grüße

Octaviane

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 Betreff des Beitrags: Re: Lehrer wechseln ja oder nein?
BeitragVerfasst: 06.09.2012, 00:09 
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Ach ja ! Eine Frage habe ich doch tatsächlich vergessen : Behauptet sie / er, im Besitz der allein selig machenden Methode zu sein, das Rad quasi neu erfunden zu haben ? Vorsicht !

Ciao. Ospite big_gruebel


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 Betreff des Beitrags: Re: Lehrer wechseln ja oder nein?
BeitragVerfasst: 06.09.2012, 10:43 
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ospite hat geschrieben:
Ach ja ! Eine Frage habe ich doch tatsächlich vergessen : Behauptet sie / er, im Besitz der allein selig machenden Methode zu sein, das Rad quasi neu erfunden zu haben ? Vorsicht !

Ciao. Ospite big_gruebel


Lieber ospite,

so etwas soll es geben... big_denken

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