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 Betreff des Beitrags: Das Klavier ...
BeitragVerfasst: 29.03.2007, 15:40 
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Schon wieder ich :lol:

Da habe ich mich doch letztens schwarz geaergert. Macht mich doch eine Mutter (am Telefon, zu einem Kennenlernen kam es gsd dann nicht mehr!) doof von der Seite an. Zur Story:

Ihr Toechterlein ist ja sooooo begabt (mag ja stimmen) und soll jetzt endlich mal die naechsten ABRSM-Pruefungen in Angriff nehmen (so Art Musikschulpruefungen, 8 verschiedene Leistungsstufen). Ja, der letzte Gesangslehrer war so richtig nichts, und sie suchen jetzt jemand anderes. So weit so gut. Als dann die Sprache darauf kam, wurde ganz schnell klar, dass ich die Tochter in den Pruefungen auch begleiten soll, damit man keinen extra Begleiter suchen und bezahlen muss. Kann ich nicht mit dienen, sagte ich, da ich Gesangslehrerin und nicht Pianistin bin.

Den Aufschrei der Entruestung haettet Ihr hoeren sollen! Wie, ein Gesangslehrer muesse ja wohl auch immer perfekt Klavier spielen koennen, das waere ja wohl nicht zu halten! Ich sagte ihr, dass ich auch Klavier spielen kann, allerdings kein Korrepetitor sei und schon gar nicht komplizierte Literatur begleiten koenne - wenn ich so gut darin waere, waere ich wahrscheinlich Pianistin und nicht Saengerin :roll:
Ich wuerde meine Aufgabe darin sehen, der Schuelerin Singen beizubringen. Zum Einstudieren und (verienfachten) Begleiten der Stuecke im Unterricht reicht es ja auch.
Nein, sah sie alles ganz anders, und damit war das Gespraech dann irgendwann auch beendet.

Ich weiss, dass es Gesangslehrer gibt, die auch recht gut Klavier spielen, m.E. sind die aber doch eher in der Minderheit. Dafuer gibt es Korrepetitoren. Ich koennte mich darueber hinaus auch gar nicht mehr auf den Gesang des Schuelers konzentrieren, wenn ich zu sehr ins Klavierspiel vertieft bin. Und besonders aergert mich, dass die dann auch noch meinen, der Gesangslehrer muesse v.a. deswegen perfekt Klavier spielen, damit sie sich das Geld fuer den Begleiter sparen ...

Ich hatte 3 Jahre Klavierunterricht als Schuelerin und habe das dann noch mal wahrend der Ausbildung "aufgefrischt". Ich weiss, dass es bessere Pianisten gibt als mich, allerdings auch schlechtere. Und ganz ehrlich: Ist das unsere Aufgabe? Und wenn ja, bis zu welchen Gad? Muessen wir perfekte Pianisten sein? Ist es aber legitim, GAR NICHT Klavier spielen zu koennen?

Wo sind wir da angesiedelt und was wird von uns erwartet? :roll:


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BeitragVerfasst: 29.03.2007, 15:57 
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Nur kurz aus Sicht einer Schülerin..

ich erwarte in keiner Weise, dass mein GL perfekt Klavier spielen muss - dass mein jetziger mich ganz gut begleiten kann, freut mich natürlich, da ich die Literatur dann auch einmal aussigen kann, aber es wäre mir nie in den Sinn gekommen, das zu erwarten :d_neinnein:
Und dass meine vorherige GL es nicht so gut konnte hat mich auch nicht gestört.. wie Du schon richtig sagst, dafür gibt es Korrepetitoren.

Und er Hintergedanke mit dem Geldsparen ist einfach nur unverschämt....

LG

Octaviane


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BeitragVerfasst: 29.03.2007, 16:02 
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Mein GL ist auch kein großer Künstler am Klavier (er hatte auch nur wenige Jahre Unterricht). Falls die Begleitung zu schwierig ist, begnügt er sich auf die wichtigen Akkorde. Singen hab ich bei ihm trotzdem gelernt und um die Arien im Unterricht zu singen reicht sein Klavierspiel allemal (auch wenn ich dann schonmal etwas flexibel beim Zählen sein muss :lol: ).
Ich hab lieber einen Klavierlehrer, der sich nicht zu sehr mit dem Klavier beschäftigt, dafür umso mehr mit meiner Stimme.

Bei Schülerabenden haben wir dann eh einen Profi am Klavier....

LG
mezzo


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BeitragVerfasst: 29.03.2007, 16:10 
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Es gibt eine Menge Gesangslehrer, die nicht begleiten können, wie ich auch. Meine Schüler haben es nie vermißt, wenn es drauf an kam, war ein Pianist zur Stelle.

So wie auch Epo sagt, könnte ich mich nicht so auf den Schüler konzentrieren. Ich meine auch, dass es für den Schüler besser ist auch Übungen ohne Begleitung zu singen, da es das Gehör schult.

Dann habe ich noch die Erfahrung gemacht, dass, wenn auch im Unterricht ein Lied nicht begleitet wird, der Schüler viel sicherer ist, wenn z.B. der Begleiter mal patzt. Sie sind nicht so hilflos und singen weiter.

LG

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BeitragVerfasst: 29.03.2007, 16:26 
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Ich hab zwei GL, von denen eine perfekt Klavier und Cello spielen kann(mit Konzertexamen), aber sie käme nicht im entferntesten darauf, mich bei der Gesangsstunde zu begleiten. Sie konzentriert sich voll und ganz auf mich . Und darüber bin ich heilfroh und das finde ich absolut richtig.
Natürlich ist es schön, wenn ein GL Klavier spielen kann und auch mal begleiten kann. Dies darf man dann aber nicht mit Korrepetitionsstunden verwechseln. Das eine ist die Gesangsstunde, das andere die Korre mit Pianist. :piano1 Grundsätzlich würde ich es aber bei einem GL voraussetzen, daß er a bisserl Ahnung vom Klavierspiel hat.

Silje


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BeitragVerfasst: 29.03.2007, 17:16 
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Ich bin auch für die klareTrennung Korrepetition und Gesangsunterrciht, habe allerdings das Glück, dass meine Lehrerin erst ein Klavierstudium gemacht hat, ehe sie zum Gesang kam und quasi ALLES begleiten kann. Fûr Leute die sich einfach keinen Korrep leisten können oder wollen, ist das natürlich ein Riesenvorteil. Und sie hat etlcihe Privatschüler, die nciht zuletzt deshalb bei ihr sind, weil sie einfach auch Musik machen wollen udn nciht nur singen lernen. Das gibts, jeder nach seinem Geschmack und wer keinen Pianisten an der Hand hat, ist vielleicht froh drum.
Ich selbst bringe es auch nur noch zu Grundkenntnissen auf dem Klavier,so etwa das, was Epo beschreibt. Für Liedbegleitung etc wird das nie mehr was, das ist klar. Aber übungen werde ich meinen späteren Schülern scho nvorspielen können und vieleleciht auch dei Vaccais, wenn ich fleissig bin. Aber warum ist Klavier Pflichtfach an den MH und PH? Das muss doch seinen Sin haben???????
Wenn ichs so recht überlege: von den Lehrern, bei denen ich bisher war, hat nur eine so schlecht wie ich selbst :oops: Klavier gespielt. Alle anderen konnten richtig begleiten, wenn es sein musste. Haben es aber natürlich nur dann getan, wenn wir mirt ienem Stück schon soweit waren.
Bei dieser Einen habe ich dann wirklich nur Stimmbildung und Übungen gemacht und kaum Literatur. Ob das daran lag, weiss ich nciht. sie hat dann auf ienem Finger den Bass gespielt, das fand ich aber eher irritierend.
Setzen Lehrer ohne Klavierkenntnis dann Begleit-Cds ein oder geht das alles immer a cappella?
Für Gehör sciher gut, das glaube ich auch.
Beides hat Vor und Nachteile, je nachdem, was man vom Unterricht möchte und erwartet.
Canti :hearts:


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BeitragVerfasst: 29.03.2007, 18:05 
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Tipp: Doppelte Gage

Einmal als Vocalcoach, eimal als Korrepetitor

Es ist nirgends die Pflicht, dass ein Gesangslehrer am Klavier begleiten koennen muss und ich rede jetzt ja nicht von "Alle meine Entchen"

Meine eine Prof konnte hervorragend Klavier spielen und war eine miserable Gesangslehrerin. Die andere Prof hat immer erklaert "Maedel - ich kann das nicht spielen, denk es Dir einfach." Aber von ihr habe ich das Singen gelernt. Vom Klavier aus gab sie mir die Toene, so wie ich es bei meinen Schuelern auch mache: hier und da wichtige Toene aus dem Orchester spielen, Rhythmus und vorallem Einsaetze kontrollieren, das sollte man als Gesangslehrer vom Klavier aus hinbringen.

Ein Pianist sollte schliesslich auch nicht Gesangsunterricht geben

Robin


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BeitragVerfasst: 29.03.2007, 18:38 
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Also, sagen wir 's mal so:

Uebungen: Sowieso kein Problem, weder melodisch noch harmonisch (da reicht ja meist Tonika, Subdominante, Dominante :lol: ).

Stuecke einueben: Melodisch kein Problem, harmonisch in aller Regel auch nicht (gut, manche Tonarten mag man lieber als andere :lol: ). Wie dann begleitet wird, haengt auch sehr vom Schueler und seinen Beduerfnissen ab. Manche erfordern eben so eine Art "Klanteppich", weil sie sich "nackt" gar nicht trauen. Den kann man spaeter wieder entziehen, aber zum Aufbau des Selbstbewustseins ist das manchmal erst mal hilfreich.
Andere sind besser bedient, wenn man ihnen nur Stichnoten gibt und sie eben acapella singen laesst.

Und wenn das Stueck dann schon im "fortgeschrittenen" Stadium ist, gibt es Playbacks oder MIDIs, so dass der Schueler dort, wo ich pianistisch an meine Grenzen komme, zumindest eine Idee davon bekommt, wie das Stueck in Gaenze aufgebaut ist. Fuer Konzerte und Pruefungen gibt es dann eben professionelle Korreps und Begleiter.

Alle meine Gesangslehrer waren eher maessige Pianisten (tw. sogar schlechter als ich), gesangstechnisch gelernt habe ich bei ihnen sehr unterschiedlich. Aber dass ich erwartet heette, dass sie mich perfekt begleiten, waere mir echt nie in den Sinn gekommen. Ich glaube, cih habe da frueher nicht mal ernsthaft drueber nachgedacht, dass das so sein sollte, war fuer mich eigentlich nie ein Thema. Offensichtlich gibt es ja aber Schueler, die das tun :roll:


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BeitragVerfasst: 29.03.2007, 21:23 
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Also würdet ihr konkret dazu sagen: ein Gesangslehrer soll/muss Grundkenntnisse auf dem Klavier haben, um wenigstens ein Gerüst geben zu können oder kann er auch mit null Klavier unterrcihten?
Dass er kein toller Pianist sein muss, darüber sind wir uns wohl alle einig. :n2:
Aber wieviel muss man nun kônnen?
Mich interessiert das persönlich auch wirklich, da ich heute wieder Klavierunterricht hatte und nciht eben ein Genie bin...... :ruhe:
und nochmal: warum ist Klavier Pflichtfach für Gesangsstudenten?????
Canti :hearts:


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BeitragVerfasst: 29.03.2007, 21:47 
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hallo,


zwei Sachen:

1. Um auf den Ausgangspunkt zurückzukommen: Wer als Kind solche Eltern hat, braucht keine Feinde mehr. Warum gibt es keine Lizenz zum Kindererziehen (Achtung: Provokation!!!) :n95:


2. Korrep und GU sind zwei völlig verschiedene Paar Stiefel, aber für SchülerInnen in den eher anfänglichen Ausbildungsstadien nur sehr schwer unter einen Hut zu bringen. Arbeitet man zuerst musikalisch, bevor man mit dem Stück zum GL geht, sitzt zwar die Musik, aber auch jeder erdenkliche Stimmfehler fest und beharrlich. Zieht man es andersherum auf, kriegt man die Musik "nie wieder" gebacken, weil der GU und die damit verbundene Suche nach dem richtigen Stimmsitz ein Stück vor allem rhytmisch atomisieren.

Wenn die Technik sich stabilisiert hat, kann der GU mehr die Phrasenbildung und den Einsatz der Stimme unter den vorgegebenen musikalischen Voraussetzungen bearbeiten.

Ergo: Gerade zum Aufbau der Grundlagen ist m. E. klavierbezogen im GU nicht mehr erforderlich als Intonationskontrolle. Natürlich erleichtert es vieles, wenn der/die GU Klavier spielen kann, aber eine komplette Begleitung braucht es nicht. Die GL müssen sich ja auf die Tonbildung der Schüler konzentrieren.

Grüße,

dola


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BeitragVerfasst: 29.03.2007, 21:47 
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ich finde es absolut richtig, daß Klavier Pflichtfach für Gesangsstudenten ist. Es erleichtert doch das eigene Erarbeiten der Gesangsstücke enorm und es vermittelt ein Verständnis für Harmonie , Rhythmus und Takt.


silje


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BeitragVerfasst: 29.03.2007, 22:06 
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Hm, ganz ohne Klavier kann ich mir das auch schwer vorstellen.... ich finde auch, daß es schon ein Unterschied ist, ob man mit oder ohne Begleitung singt; deswegen finde ich es ganz gut, daß meine Lehrerin mich auch begleitet - einfach, damit ich auch da ein bißchen Übung bekomme. Außerdem macht es Spaß, mit Begleitung zu singen (und ich bin ja noch totale Anfängerin und singe nur zuhause und im GU).

Meine GL begleitet mich aber nicht bei allem; bei den Übungen gibt sie mir nur am Klavier die Töne vor (aber das mache ich zuhause beim Üben auch selbst), und wenn wir an der Literatur arbeiten, dann fangen wir meistens damit an, daß ich einmal mit Begleitung singe (meistens bis zu der ersten Stelle, an der sie etwas zu verbessern hat). Dann wird - größenteils ohne Begleitung - an der Technik gearbeitet und gefeilt; und zum Abschuß der Stunde dann nochmal mit Begleitung (und ich wahrscheinlich wieder mit den gleichen Fehlern, die ich anfangs gemacht hatte :roll: ).

Ich kann jetzt auch nicht toll Klavier spielen (hatte als Kind ein paar Jahre lang Unterricht; aber inzwischen spiele ich eher selten), aber zum Singen üben brauche ich es schon. Manche Übungen mache ich inzwischen ohne Klavier, aber bei manchen muß ich mir doch die Töne vorspielen; oder manchmal will ich einfach kontrollieren, wie hoch oder tief ich wirklich gerade bin. Und ich wüßte gar nicht, wie ich neue Literatur ohne Klavier üben sollte - d.h. sonst müßte ich die Melodien ja komplett im GU lernen; so kann ich sie mir auch zuhause selber mal vorspielen (und wenn mal wieder eine Stelle kommt, bei der ich eine besonders lange Leitung habe, spiele ich die Melodie und singe dabei mit, um wirklich kontrollieren zu können, ob ich richtig bin). Deswegen denke ich schon, daß Klavier zum Singen wichtig ist (toll wäre es auch, sich selbst begleiten zu können - meine GL kann das) - aber irgendwie motiviert mich das trotzdem nicht, mehr zu üben.


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BeitragVerfasst: 29.03.2007, 22:34 
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Pflichtfach Klavier: Da bin ich absolut Siljes Meinung. Es geht dabei ja nicht darum, perfekte Pianisten heranzuzuechten, aber sowohl beim Unterrichten wie auch und v.a. zum eigenen Einstudieren ist das schon sehr hilfreich. Ausserdem hilft es einem auch, aus dem Elfenbeinturm "Melodieinstrument" herauszukommen, was sehr wichtig ist, um musikalische Ablaeufe und Gesetzmaessigkeiten ueberhaupt zu verstehen.

In Essen aber z.B. ist es so, dass man nicht mal bei der AP (Sologesang) Klavier spielen muss, schizophrenerweise dann zur Zwischenpruefung allerdings schon eine Pruefung hat. Man hat also, je nach Studiengeschwindigkeit, ungefaehr 2 bis 3 Jahre Zeit, auch als Totalanfaenger irgendwie auf das gewuenschte Niveau zu kommen (und dann natuerlich danach noch bis zum Abschluss). Der obligatorische Klavierunterricht ist dort pro Woche uebrigens genau 30 Minuten :roll: Das wiederum finde ich auch panne, da kann man es so halten wie an anderen Hochschulen auch und direkt bei der AP eine Klavierpruefung obligatorisch machen. Andererseits war deren Logik schon immer, dass ob jemand Klavier spielt oder nicht, nicht darueber entscheidet, ob er angenommen wird. Hmmm, die Theoriepruefung muss man aber schon machen, so ganz logisch ist das dann fuer mich auch nicht.

Ich haette auch keine Probleme damit, wenn ein wirklich guter Gesangslehrer ueberhaupt nicht Klavier spielen kann, obschon es natuerlich einiges erleichtert (Toene mit der Stimmgabel suchen muss ja nun auch nicht sein :lol: ).

Sagen wir mal so: Natuerlich ist es toll, wenn mein GL mich auch begleiten kann. Wenn ich aber das Gefuehl habe, er konzentriert sich mehr auf eine tolle Begleitung denn auf meine Technik, wuerde ich das nicht so prickelnd finden.


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BeitragVerfasst: 29.03.2007, 22:57 
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Hallo,

ein G.lehrer/in ist doch auch nur ein Mensch oder :grübel .

Ich hatte wohl auch schon eine G.leherin, die mich wohl nicht perfekt aber doch gut bis sehr gut während der Arie begleiten konnte hmmm aaaaaber....

Was erwarte ich denn von der G.lehrerin? Sie soll mir die Technik beibringen, Fehler und Macken erkennen und sie beheben, mir Tipps geben wie ich Hürden besser nehmen kann, erkennen warum irgendwas nicht umsetzen kann, mich immer wieder aufmerksam machen an dies und das etc. etc.

Wie kann sie das denn, wenn sie nicht hmm sagen wir mal bildlich in mich reinkriecht und genau beobachtet was ich wann, wie und warum mache. Dann Wege finden und auch mal einen Weg wieder verlassen und neue Bilder geben um es zu verstehen. Ohne die komplette Konzentration auf die Schülerin geht das nun einmal nicht. Klar Übungen vorspielen, Passagen aus der Arie vorspielen etc. sollte sie schon können und das konnten bisher auch alle anderen G.lehrer die keine "Pianisten" waren.

Was passiert denn, wenn eine G.lehrerin keine perfekte Pianistin ist und nicht alle Arien der kompletten G.schüler auswendig spielen kann (wer kann das schon............oder hat die Zeit sich das noch neben G.stunden, Konzerten, Aufführungen etc. einzustudieren), sie konzentriert sich auf die Noten bzw. auf das Klavierspielen und vergisst die Schülerin. Diese fällt dann nach erfolgreichen Übungen in alte Macken und singt die Arie durch.......meist erfolgt dann keine direkte Korrektur, weil G.lehrerin ja nicht 100 %ig bei der Schülerin..........

Was nutzt denn das alles? Meiner Meinung nach gar nichts, dann lieber so meine Meinung nach meinen Erfahrungen, mit der G.lehrerin Technik und an der Arie arbeiten und wenn sie dem Ausbildungsstand entsprechend sitzt, dann einen Pianist zur G.stunde dazu nehmen oder zum Korrepetitor.........

Ich habe viiiiiiiiiiiiiiel mehr gelernt bei G.lehrer/innen welche sich auf mich konzentrieren und die Tasten denjenigen überlassen die sich nicht um meine Technik kümmern müssen. Für mich steht fest, meine G.lehrerin muß mich nicht begleiten können, denn ihr Beruf heißt Gesangspädagogin


Liebe Grüsse
Chero


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BeitragVerfasst: 30.03.2007, 00:29 
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hallo,

warum klavier pflichtfach ist, weiß ich auch nicht. es ist zwar sicher ganz praktisch, aber es gibt auch bekannte sänger, die überhaupt nicht klavier spielen können (quasthoff z.b.).

fürs unterrichten finde ich es auch nicht notwendig.
zum einen konzentriere ich mich lieber 100 %ig auf meine schüler, weil ich es wichtig finde, nicht nur zu hören, sondern auch ganz genau zu sehen, was sie machen.
zum anderen sollen die schüler sich 100 %ig darauf konzentrieren, was sie machen, was sie dabei im körper spüren, was sie von ihrer stimme und den veränderungen bei korrekturen so alles hören können etc.

außerdem fördert a capella singen die saubere und sichere intonation, das rhythmusgefühl usw.

zum lernen der melodie (das machen fast alle von anfang an allein zuhause, bis auf die ohne jegliche musikalische vorbildung, denen bring ich das im unterricht erst mal bei) klimpern sie sich die auf einem keyboard vor, dafür muß man nicht klavier spielen können.
und im unterricht geb ich ihnen den anfangston, alles andere singen sie so und ich höre, ob es stimmt (sowohl stimmtechnisch als auch musikalisch).

wenn die schüler soweit sind, daß einige stücke so gesungen werden, daß keine groben stimmtechnischen oder musikalischen fehler mehr vorhanden sind, kommt mein rep dazu und übernimmt die begleitung. bei etwas fortgeschritteneren schülern wird daraus auch schon mal eine korrepetitionsstunde, bei der ich ganz im hintergrund bleibe, sehe und höre, was die schüler machen und daraus meine schlüsse ziehe für die nächsten unterrichtsstunden.

mein rep arbeitet gern mit meinen schülern, weil sie nicht nur schön singen, sondern auch immer gut vorbereitet sind und ihn nicht mit falschen tönen, schlechter intonation und rhythmischen ungenauigkeiten nerven. ausgenommen davon sind natürlich gelegentliche kleinere ungenauigkeiten und (bei bedarf) das erarbeiten von schwierigen stellen, dafür ist ja die korrepetitionsstunde da. bei schon gut erarbeiteten stücken dient die stunde dann überwiegend zum vergnügen, da es allen schülern spaß macht, mit einer so tollen prof. begleitung zu singen.

meine schüler finden die methode gut, da sie dadurch schon von anfang an mit einem ganz hervorragenden rep zusammenarbeiten, ohne dafür etwas extra bezahlen zu müssen und der sie auch bei klassensingen etc. begleitet. und außerdem können sie auch problemlos a capella singen, was bei manchen stücken sehr wirkungsvoll ist. ich hatte schon während meiner ausbildung einige lieder von versch. opernsängerinnen gehört, die sie a capella auf cd gesungen hatten und war beeindruckt, weil es so schön klang.

liebe grüße
kaja


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BeitragVerfasst: 30.03.2007, 08:47 
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Fuer alle, die nicht Musik studiert haben :

Selbstverstaendlich ist Klavier Pflicht und Pruefungsfach im Hauptfach Gesang (uebrigens fuer alle anderen Instrumente auch)

Richtig ist auch, dass man in der Regel Klavier schon mit dem Vordiplom ablegt.

Da meine Klavierlehrerin und ich das fuer Unsinn hielten, hat sie mich fuer die Klavierabschlusspruefung bis es nicht mehr ging zurueckstellen lassen, denn so hatte ich weiter guten Klavierunterricht, den ich nach der Klavierpruefung ja nicht mehr gehabt haette.
Da ich seit meiner Kindheit Klavier spiele, kann ich behaupten, fuer einen Saenger sehr gut Klavier spielen zu koennen. Ich wuerde ausserhalb meines Unterrichts trotzdem keine Schueler oeffentlich begleiten.
Und von Epo wurde ja verlangt, dass sie die Schuelerin bei ihrem oeffentlichen Vorsingen begleitet. Kein vernuenftiger Gesangslehrer macht das - egal wie gut er /sie spielt. Es gibt so viele profe :piano1 ssionelle Pianisten. Keiner nimmt einem Kollegen, einem Profi am Klavier die Arbeit weg, um selbst sich das anzumassen (sorry - meine amerikanischer PC hat kein Scharf-S)

Robin


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 30.03.2007, 09:15 
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Liebe Kaja, ist bei Dir der Korrep dann automatisch mit im Unterrcihtspreis drin oder wie ist das zu verstehen????
Das ist ja super für die Schüler, besser kann man es wohl kaum haben!
Wir haben nur für Konzerte und Prüfungen einen Extra-Pianisten, der auch nichts kostet.
Meine Lehrerin hat das "Pech", einfach auch ein Klavierexamen zu haben und so bekommt sie für die Klasse im normalen Unterrciht keinen Pianisten gestellt. Da wird es sogar zum Nachteil , wenn man zu gut Klavier spielt! Frechheit, aber ist leider so.

Bei Konzerten begleitet sie natürlich auch nciht(allenfalls mal bei iener Klassenfeier, wenn wir ein paar Duette machen) und sieht das sicher wie Robin. Die Klavierlehrer kommen ja auch nicht auf die Idee zu singen....... :ruhe:


Jedenfalls zu der Frage, ob man als Sänger/Gesangslehrer Grundkenntnisse in Klavier haben muss oder auch mit null antteten kann, gibt es doch sehr verschiedene Meinungen......
Canti :hearts:


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BeitragVerfasst: 30.03.2007, 10:14 
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Nachname: Sommer
kaja hat geschrieben:
hallo,

fürs unterrichten finde ich es auch nicht notwendig.
zum einen konzentriere ich mich lieber 100 %ig auf meine schüler, weil ich es wichtig finde, nicht nur zu hören, sondern auch ganz genau zu sehen, was sie machen.
zum anderen sollen die schüler sich 100 %ig darauf konzentrieren, was sie machen, was sie dabei im körper spüren, was sie von ihrer stimme und den veränderungen bei korrekturen so alles hören können etc.

außerdem fördert a capella singen die saubere und sichere intonation, das rhythmusgefühl usw.

kaja


das könnte mein Beitrag sein..... :n2:

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 30.03.2007, 11:40 
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....meiner auch ! Wobei ich mich gern der diversen Playback - Möglichkeiten bediene, von Coach me über MMO bis cantolopera. Das Singen zum Orchester ist besonders spektakulär. Wer von den Amateuren hat schon die Gelegenheit, live mit Orchester zu musizieren ? :dafür:

Ciao. Gioachino


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BeitragVerfasst: 30.03.2007, 11:50 
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Ja, ich mache es genau so....Gioachino :tanzen

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