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BeitragVerfasst: 06.09.2012, 14:00 
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ohne Worte, und viel Spaß beim Lesen:

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte ... /37795/1/1

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Der Sänger singt am Weiher leise, doch singt er etwas leierweise.


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BeitragVerfasst: 06.09.2012, 15:04 
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Danke....Danke ....Danke..... big_herz

Ich komme eben von meiner Gesangsstunde big_haare und bin nicht in Hochstimmung, da es nicht so lief wie ich es mir dachte.... big_denken

Nun hat es dieser geniale Artikel geschafft, dass es mir wieder gut geht..... big_ok

Ich werde ihn mir ausdrucken, damit ich ihn immer gleich zur Hand habe....

Grüße von Sorpresa

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" Und plötzlich weißt du: Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen." Meister Eckhart


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BeitragVerfasst: 06.09.2012, 15:10 
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Ich sag nur - Herrlisch!!!! big_applaus big_ok

Octaviane

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„Die Verpflegungslage ist für den Kulturmenschen eigentlich das Wichtigste.“
(T. Fontane)

"When you have that perfect match between voice, personality, repertoire and style, art happens" (Anonym)

http://www.sopranodrama.de


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BeitragVerfasst: 06.09.2012, 18:33 
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Kann man es besser auf den Punkt bringen ? Nein ! Kompliment !

Ciao. Ospite big_applaus


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BeitragVerfasst: 06.09.2012, 21:10 
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Cooool big_applaus

Jene intrinsischen "Sümpfe der Dummheit" entfallen zwar leider nicht vollends und suchen mich besonders dann heim, wenn ich eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs in mein Hirn hineinpfeifen muss, aber die Holzbrücken der Konpensation werden durch den sängerischen Ausgleich erheblich verlässlicher. (oder, bayrisch: Wenn i guad gsunga hob, na geht wieda mehra in´Deez nei).

Sehr unterhaltsam werden viele Phasen der Wahrnehmung aufgezeigt, die man im Gefolge des Gesangsunterrichts so durchläuft, auch die Veränderungen der Zuhörgewohnheiten, die teilweise, zumindest vorübergehend, auch das schlichte Geniessen bisher für makellos gehaltenen Stimmen beeinträchtigen. Sie könnte ruhig noch mehr dazu schreiben.

big_ok

LG


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BeitragVerfasst: 31.10.2012, 18:31 
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Herrlich!!!!!
So eine Couch zum Draufplumpsen wünschte ich mir auch manchmal! Ich finds immer wieder erstaunlich, wie sich der Stimmklang durch die bloße Vorstellung verrückter Bilder zum Positiven verändert. (und sei es bloß die Vorstellung, dass man ganz entspannt irgendwo in luftigen Höhen im Kletterseil hängt und winkt...) Vielleicht sollte ich mir mal wirklich Montserrats Hintern vorstellen, damit meine Stimme mal etwas mehr nach Frau und nicht nach "Ich bin klein, mein Herz ist rein..." klingt... :pfeif:
Jedenfalls ist der Artikel wirklich klasse.

Gruß, Rotkehlchen


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BeitragVerfasst: 15.11.2012, 00:16 
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Aha, jetzt weiß ich warum in (fast) jedem Gesangs-Unterrichtsraum eine Couch steht! Ich kenne es allerdings bisher umgekehrt: Im Sitzen etwas singen sollen und sich dabei vorstellen, man würde AUFSTEHEN. Da kam allerdings auch keine Couch (vermutlich weil zu weich für diesen Zweck) sondern ein Stuhl oder Hocker zum Einsatz.

Tja, und überhaupt, dieser besagte Bericht, ob derartiges wohl jemals auch ein Instrumentalschüler geschrieben hat, oder ob der Instrumentalunterricht einem einfach nicht so nahe geht und so intensive und komplexe Gefühle auslöst wie der Gesangsunterricht? Haben Instrumentalschüler jemals an sich selbst als Person gezweifelt, oder zweifeln die "nur" an ihrer "technischen" Begabung? Wäre interessant da mal einen Vergleich zu erfahren.

Viele Grüße,
AK-Kontraalt

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Das Vergänglichste, wenn es uns wahrhaft berührt,
weckt in uns ein Unvergängliches.

(Friedrich Hebbel)


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BeitragVerfasst: 15.11.2012, 11:13 
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Den kann ich liefern - habe erst Klavier und Oboe gespielt, bis ich zum Gesang gekommen bin...

Und: Doch, man zweifelt auch dort an sich als Person! Und man macht auch da komische Sachen. Am Klavier nicht so sehr, aber wenn man Oboe lernt, dann versucht man erstmal Töne nur auf dem Mundstück zu erzeugen - und dann ist man fast so flexibel wie ein Sänger und kann alle lustigen Sachen machen. Z.B. sich auf einen Tisch legen, Bücher auf den Bauch und dann mal einen langen Ton halten... wundervoll :D

Ich glaube, Selbstzweifel hat fast jeder Musiker - bei Sängern ist es nur ausgeprägter, weil man sich nie an seinem Instrument "festhalten" kann, sondern immer ganz allein dort steht.


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BeitragVerfasst: 15.11.2012, 11:16 
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Zugegeben. Aber welcher Instrumentalschüler hat jemals vergleichbar traumatische Versagenserlebnisse? Kein Mensch käme auf die Idee, jemanden, der nicht z.B. Violine spielen kann, öffentlich vor versammelter Mannschaft Violine spielen zu lassen, und das Ergebnis auch noch zu bewerten. Im Instrumentalunterricht finden die Versagenserlebnisse, die es dort natürlich auch gibt, im geschützten Raum des Unterrichts statt oder in den eigenen vier Wänden. Und man ist auf der Basis des jeweils bereits Erlernten prinzipiell im Besitz einer Methodik, wie man seine Performance verbessern kann - oder wenigstens könnte. Tritt der Instrumentalschüler vor anderen auf, ist er in der Regel vorbereitet, und das, was er vorträgt, entspricht normalerweise auch seinem Leistungsstand: Keiner wird erwarten, daß ein sechsjähriger Blockflötenspieler Telemann oder van Eyck virtuos und stilsicher interpretiert.
Beim Singen glaubt man aber immer noch, daß das sozusagen gottgegeben wäre und jeder von sich aus könnte - bis auf jene Kreaturen, die das eben grundsätzlich nicht könnten. Methodik? Übung? Vorbereitung? Fehlanzeige! Wer's nicht kann, der kann's halt nicht - basta! Wegen der allfälligen Versagenssituationen glauben es die meisten dann sogar selbst - lebenslang. Die versuchen es gar nicht mehr.
Wie gesagt: Man würde niemandem eine Violine in die Hand drücken und sagen: "Mach mal!"

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BeitragVerfasst: 15.11.2012, 11:25 
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Ja, dem muss ich zustimmen, man wird selten "gezwungen" einfach mal so zu spielen - aber:
Diese Versagensmomente gibt es eben doch, ja, richtiggehend Verzweiflungsmomente. Wenn die Klarinette quietscht, wenn das Rohr auf der Oboe so schwer ist, dass kein Ton kommt, etc.
Leider stimmt es, dass der Gesang oft bei jedem vorausgesetzt wird - aber ich glaube, was den Unterricht angeht und das Stehen auf der Bühne: dort zweifelt jeder Musiker mal an sich selbst.


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BeitragVerfasst: 15.11.2012, 14:24 
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Selbstzweifel oder Einsicht in die eigenen Schwächen? Ist nicht dasselbe...

ist nicht das, was Du "Verzweiflungsmomente" nennst, nicht oft nur ("nur") ein Scheitern am eigenen Anspruch? Klar braucht es immer wieder auch mal eine gehörige Portion Frustationstoleranz, weil das, was man sich vorgenommen hat können zu wollen, als nicht realisierbar erscheint oder nicht so realisierbar erscheint, oder zumindest nicht so schnell, wie man sich das vorgestellt hat. Und ja: Viele bringen die nötige Fustrationstoleranz nicht auf oder es fehlt ihnen an Einsicht, daß man u.U. auch etwas Schweiß investieren muß, akzeptieren dieses Scheitern am eigenen Anspruch und werfen die Flinte ins Korn.

Das hat aber meiner Ansicht nach eine andere Qualität, als das öffentliche Scheitern beim typischen Vorsingen an der schule: Der SZ-Artikel thematisiert das sehr schön. Etwas nicht zu können ist eine Sache, etwas für alle sichtbar nicht zu können, etwas, was andere sehr wohl beherrschen, und man deswegen vielleicht auch noch ausgegrenzt wird eine andere...

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BeitragVerfasst: 15.11.2012, 14:31 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:

Tja, und überhaupt, dieser besagte Bericht, ob derartiges wohl jemals auch ein Instrumentalschüler geschrieben hat, oder ob der Instrumentalunterricht einem einfach nicht so nahe geht und so intensive und komplexe Gefühle auslöst wie der Gesangsunterricht? Haben Instrumentalschüler jemals an sich selbst als Person gezweifelt, oder zweifeln die "nur" an ihrer "technischen" Begabung? Wäre interessant da mal einen Vergleich zu erfahren.

AK-Kontraalt


Ich habe mich auf folgendes Zitat von Kontraalt bezogen - und ich denke, dass man durchaus Selbstzweifel (und ich meine nicht Einsicht in Schwächen) hat, wenn man ein Instrument spielt. Einsicht in Schwächen sollte man immer haben, davon lernt man. Selbstzweifel kennt aber meiner Meinung nach jeder Instrumentalist und Sänger, der professionell Musik macht. Davon ausnehmen kann man vielleicht einige wenige Wunderkinder.


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BeitragVerfasst: 05.12.2018, 10:39 
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Dani hat geschrieben:
AK-Kontraalt hat geschrieben:

Tja, und überhaupt, dieser besagte Bericht, ob derartiges wohl jemals auch ein Instrumentalschüler geschrieben hat, oder ob der Instrumentalunterricht einem einfach nicht so nahe geht und so intensive und komplexe Gefühle auslöst wie der Gesangsunterricht? Haben Instrumentalschüler jemals an sich selbst als Person gezweifelt, oder zweifeln die "nur" an ihrer "technischen" Begabung? Wäre interessant da mal einen Vergleich zu erfahren.

AK-Kontraalt


Ich habe mich auf folgendes Zitat von Kontraalt bezogen - und ich denke, dass man durchaus Selbstzweifel (und ich meine nicht Einsicht in Schwächen) hat, wenn man ein Instrument spielt. Einsicht in Schwächen sollte man immer haben, davon lernt man. Selbstzweifel kennt aber meiner Meinung nach jeder Instrumentalist und Sänger, der professionell Musik macht. Davon ausnehmen kann man vielleicht einige wenige Wunderkinder.



Wundervoller Artikel! Hier schrieb die Zeitung ja auch einmal etwas wahres Witziges.
Um besonders hohe Noten klanglich und technisch gut (!!!) zu treffen, läßt sich meine Lehrkraft allerhand Übungen einfallen.
Trotz nicht vollendeter Technik zweifle ich nicht an mir als Person. Ich zweifle auch nicht an meiner technischen Begabung, sondern bin immer guter Dinge, mich zu verbessern. Berufssänger fielen i.d.R. auch nicht vom Himmel.


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