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 Betreff des Beitrags: Stress im Gesangsunterricht?
BeitragVerfasst: 13.04.2006, 10:24 
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Hallihallo,

ich hab mein "Problem" einmal in dieses Forum gestellt, wobei sich die werten Damen und Herren Gesangslehrer natürlich auch darüber auslassen können.

Die Situation ist folgende: Meine Gesangslehrerin möchte mit ihren Schülern Anfang Mai ein Konzert veranstalten. Ich soll da Cherubino (Non so più), die Gräfin im Briefduett und das "Erbarme Dich" aus der Matthäuspassion singen. Besonders Bach ist ja nun nicht gerade etwas, dass man locker flockig vom Blatt singt (ich tue es zumindest nicht *g*) Es klappt aber trotzdem schon ganz gut, ist aber nach 3 Gesangsstunden halt noch nicht perfekt.

Jetzt setzt mich meine Lehrerin aber schon so unter Druck (bzw. überträgt den Druck, den sie auf sich selbst ausübt, auf ihre Geangsschüler), dass es mir die Freude auf das Konzert schon fast verleidet hat. Ich kann ja verstehen, dass sie ein besonders schönes Konzert machen möchte und wir geben ja auch alle unser Bestes. Nur ist es meiner Meinung nicht hilfreich, wenn sie schon, bevor man den ersten Ton gesungen hat (etws übertrieben ausgedrückt), einem sagt, was man alles falsch macht. Ich habe eigentlich kein Problem, vor Publikum zu singen, bin aber im Gesangsunterricht vor solchen Konzerten immer tierisch nervös, weil ich erwarten muss, dass sie mir bei jedem kleinen Fehler wieder den Kof abreißt.. was nicht gerade zu einer gelösten Stimme führt.
Das Problem habe auch nicht nur ich, andere hat sie mit ihrer Art sogar schon zum Weinen gebracht.

Fachlich halte ich ja recht viel von ihr (sonst wäre ich nicht seit über 5 Jahren da) und sie hat mich stimmlich auch weiter gebracht. Aber so langsam bekomme ich wirklich gravierende Zweifel an ihren didaktischen Fähigkeiten. Es ist auch etwas schwierig, mit ihr zu reden, da sie sehr temperamentvoll ist .. jetzt überlege ich, ob es hilft, einmal "zurück zu schießen" ... vielleicht lasse ich mir einfach zuviel gefallen ..aber ich bin eben nicht der Typ, der gerne laut wird (außer beim Singen ;-))

Eure Meinungen dazu würden mich interessieren

LG

Octaviane


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BeitragVerfasst: 13.04.2006, 11:00 
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Liebe Octaviane,

heikles Thema ...

ich kenne das selbst noch zu gut und habe mich damals auch nicht gewehrt, aber Du kennst meine Story ja. Wenn es dazu führt, dass es einem deswegen mental schlecht geht oder sogar irgendwann die Stimme anfängt, zu leiden (was bei Dir ja gottseidank nicht der Fall ist), muss man dringend die Notbremse ziehen.

Ich würde es aus heutiger Sicht erst einmal diplomatisch versuchen, indem Du ihr genau erklärst, dass sie zuviel Druck aufbaut und warum Du damit Probleme hast. Das kann man ja in einem ruhigen und auch durchaus konstruktiven Gespräch versuchen.

Sollte das nichts bringen, MUSS man eindeutiger werden, so schwer es fällt. Dann würde ich ihr sagen, dass Du Deiner Ausbildung gegenüber bestimmt nicht gleichgültig, kritikfähig und auch leistungsbereit bist, dass Du aber einfach nicht bereit bist, Dich DESTRUKTIVER Kritik zu stellen. Letzten Endes hat das auch Auswirkungen auf Deine Leistungsfähigkeit, und das muss sie bitte akzeptieren.

Sollte das alles nichts nützen, würde ich aus heutiger Sicht ernsthaft über eine Trennung nachdenken.

LG, Epo

P.S.: Wie kannst Du das "Erbarme Dich" singen, ohne dabei in Tränen auszubrechen? Mir geth das immer so nah, da konnte ich noch nie genug innere Distanz zu aufbauen, ganz furchtbar. Und das, obwohl ich eigentlich kein großer Bach-Fan bin ...


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BeitragVerfasst: 13.04.2006, 11:26 
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Hallo oktaviane,

ein Gesangslehrer, der bei Fehlern gleich ungehalten wird, hat meines Erachtens seinen Beruf verfehlt (außer es ist offensichtlich, dass der Schüler einfach nicht übt- da hätte ich dann auch kein Verständnis für).
Fehler sind im Lernprozess normal und der Lehrer sollte einem HELFEN, diese auszubügeln. Kein Schüler ist perfekt - sonst bräucht man ja keine Lehrer :mrgreen: .
Gerade "Erbarme Dich" ist richtig schwer, hat so viele "Stolperstellen" und ist aus meiner Sicht ein echter Prüfstein für jede Sängerin.
Bei dem was Du schilderst, würde ich mit einem furchtbar unguten Gefühl in den Schülerabend gehen - und das kann nicht Sinn der Sache sein. :d_neinnein: Nur wer sich wohlfühlt, kann auch entsprechende Leistung bringen - ist ja nicht anders als im Sport.
Da ist ein klärendes Gespräch wohl dringend notwendig und wenn Deine GL dazu nicht in der Lage ist, frage ich mich, ob Sie einfühlsam genug ist, überhaupt mit Schülern zu arbeiten.
Das mag jetzt ein hartes Urteil sein, aber Singen sollte doch bei allem Anspruch an sich und andere immer noch Spaß machen.

LG
mezzo


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BeitragVerfasst: 13.04.2006, 11:56 
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Liebe Octaviane, ich habe auch einmal ein ähnlichesProblem mit einer Lehrerin gehabt, von der ich mich sehr unter Druck gesetzt fühlte. allerdings in einem anderen sinne als Du, aber die Situation ist durchaus vergleichbar.
In einem Kurs letzten Sommer war es dann so schlimm, dass ich mehr geweint habe als sonst was und am ende des Kurses sollte ein grosses Konzert stattfinden, bei dem die im Kurs gearbeiteten Stücke gesungen werden sollten
Leider war ich dazu psychisch nicht in der Lage, da ich jedes SElbstvertrauen verloren hatte während der woche und habe statt dessen Sachen gesungen, die ich vorher konnte und die nichts mit dem Kurs zu tun hatten. traurig, aber eine gute Lösung.
Leider hatte ich nicht den Mut klar mit ihr zu reden und habe mich einfach dann getrennt. Da sie meine Zweit-Lehrerin war und ich sie nur alle vier Wochen in Paris aufgesucht habe, war es nicht ganz so tragisch, aber in Sachen Atemarbeit war sie absolut genial und das fehlt mir sehr. :sad:
Ich habe ihr einen langen Brief geschrieben und sie hat wunderbar geantwortet, dennoch ist die Trennung im Moment weiter nötig für mich,denn
sie wollte etwas aus mir machen, das ich nicht bin und nicht sein will.
Aber der Briefwechsel mit ihr hat mir sehr viel gegeben und ich werdesicher eines Tages wieder bei ihr vorsingen.Sie ist eine sehr besondere und renommierte Frau. Aber erst wenn sich meinsängerisches Selbst-vertrauen konsolidiert hat und ich weiss, was mein Weg ist.
Manchmal trifft man die richtigen Leute zu früh oder zu spät.
Ich kann und will Dir nichts konkret raten, dazu kenne ich Dich zu wenig und finde das immer sehr verantwortlich.
Aber die Erfahrung, die Andere machen, hilft manchmal auch weiter.
Alles Gute und ganz lieben Gruss! :kuss:
Cantilene :hearts:


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BeitragVerfasst: 14.04.2006, 10:05 
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Hallo ihr,

vielen Dank für eure Ratschläge. Ich werde einmal abwarten, wie die nächsten Stunden laufen (jetzt sind ja erst einmal ohnehin Osterferien) und wenn es wieder so wird wie in den letzten Stunden, werde ich doch einmal versuchen, mit ihr zu reden.

@Epo: Tja, eigentlich kann ich das Erbarme Dich auch nicht ohne zumindest einen Kloß im Hals singen - zumindest, wenn ich es im Stillen Kämmerlein übe- aber dummerweise stresst mich meine GL im Unterricht ja so, dass mein Gefühl eigentlich eher mit entnervtem Frust gleichzusetzen ist.... und dann meint sie noch "Lass dich mehr auf die Musik ein" :roll:

LG

Octaviane


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 14.04.2006, 10:38 
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Die ergreifendste Variante die ich je gehört habe, ist mit Kathleen Ferrier. Vielleicht nicht ganz perfekt in der Technik, aber das ist da gerademal sch...egal! :d_neinnein: Werde sie heute abend nochmal hören, auch wenn es hier ja keinen Karfreitag gibt. :sad:
Ich hoffe, liebe Octaviane, Du singst uns das mal :dafür: und wir stressen dich ganz sicher nicht! :schlaumeier:
Alles Liebe
Cantilene :hearts:


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 Betreff des Beitrags: Re: Stress im Gesangsunterricht?
BeitragVerfasst: 14.01.2017, 14:55 
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Ich hatte oft Streß wegen meiner Kontraaltstimmlage sowohl in Chören als auch bei Lehrern/Lehrerinnen und immer mussten wir den Unterricht beenden, da das nicht akzeptiert wurde. daher suche ich weiter und gehe immer wieder zu probestunden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Stress im Gesangsunterricht?
BeitragVerfasst: 14.01.2017, 23:03 
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Bei wie vielen Lehrerinnen und Lehrern warst Du denn schon?

Dass die Kontraalt-Stimmlage nicht akzeptiert wird, ja, da habe ich auch so meine Erfahrungen. Wobei dies bei den beiden GL, bei denen ich Unterricht hatte, noch gar nicht mal DAS Problem war, oder zumindest nicht das Hauptproblem. Aber was ich diesbezüglich bei einigen anderen GL erlebt habe, bei denen ich Probestunden genommen habe, das war wirklich haushalt__005.gif Das reichte vom altbekannten, geradezu klassischen Nur-glauben-nicht-höher-singen-zu-können bis hin zu dem Urteil, mit so einer Stimmlage sei überhaupt kein Gesangsunterricht möglich, ich solle mir lieber ein anderes Hobby als einen anderen Lehrer suchen. Und dann noch das: "Sie sprechen wahnsinnig tief, so tief spricht keine Frau, das ist nicht normal!" Da ist man dann wirklich "bedient".

Den Stress im GU gab es hauptsächlich dann, wenn meine GLs mal wieder meinten, dass ich nicht zeige was ich eigentlich könne. Wenn etwas einmal wirklich gut war und ich es daraufhin gleich nochmal machen sollte - ja, dann wusste ich schlichtweg nicht wie ich es denn gemacht habe, es war eben nur zufällig richtig. Beim zweiten Mal klappte es dann oft nicht mehr, woraufhin es dann prompt z. B. hieß: "Aber Sie haben das doch gerade gemacht, Sie haben das doch gekonnt!" Nein, gekonnt war das eben nicht, können tut man nur was IMMER funktioniert. Und so kam es, dass mich ein Lob irgendwann nicht mehr gefreut und aufgebaut, sondern regelrecht eingeschüchtert hat, weil ich dann Angst bekam, das soeben "gekonnte" gleich wieder nicht zu können und dann wieder kritisiert zu werden. Gespräche haben nicht wirklich etwas genützt, und das Ende vom Lied war eben - das Ende. Seither: :n129:

_________________
Das Vergänglichste, wenn es uns wahrhaft berührt,
weckt in uns ein Unvergängliches.

(Friedrich Hebbel)


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 Betreff des Beitrags: Re: Stress im Gesangsunterricht?
BeitragVerfasst: 15.01.2017, 12:44 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:
Bei wie vielen Lehrerinnen und Lehrern warst Du denn schon?

Dass die Kontraalt-Stimmlage nicht akzeptiert wird, ja, da habe ich auch so meine Erfahrungen. Wobei dies bei den beiden GL, bei denen ich Unterricht hatte, noch gar nicht mal DAS Problem war, oder zumindest nicht das Hauptproblem. Aber was ich diesbezüglich bei einigen anderen GL erlebt habe, bei denen ich Probestunden genommen habe, das war wirklich haushalt__005.gif Das reichte vom altbekannten, geradezu klassischen Nur-glauben-nicht-höher-singen-zu-können bis hin zu dem Urteil, mit so einer Stimmlage sei überhaupt kein Gesangsunterricht möglich, ich solle mir lieber ein anderes Hobby als einen anderen Lehrer suchen. Und dann noch das: "Sie sprechen wahnsinnig tief, so tief spricht keine Frau, das ist nicht normal!" Da ist man dann wirklich "bedient".

Den Stress im GU gab es hauptsächlich dann, wenn meine GLs mal wieder meinten, dass ich nicht zeige was ich eigentlich könne. Wenn etwas einmal wirklich gut war und ich es daraufhin gleich nochmal machen sollte - ja, dann wusste ich schlichtweg nicht wie ich es denn gemacht habe, es war eben nur zufällig richtig. Beim zweiten Mal klappte es dann oft nicht mehr, woraufhin es dann prompt z. B. hieß: "Aber Sie haben das doch gerade gemacht, Sie haben das doch gekonnt!" Nein, gekonnt war das eben nicht, können tut man nur was IMMER funktioniert. Und so kam es, dass mich ein Lob irgendwann nicht mehr gefreut und aufgebaut, sondern regelrecht eingeschüchtert hat, weil ich dann Angst bekam, das soeben "gekonnte" gleich wieder nicht zu können und dann wieder kritisiert zu werden. Gespräche haben nicht wirklich etwas genützt, und das Ende vom Lied war eben - das Ende. Seither: :n129:



Was meinten sie denn damit, daß Du "wahnsinnig tief" sprichst?
Wenn Du Doch bis d in der kleinen Oktav unten wohlfühlst, kann die Sprechstimme doch nicht so angsteinflößend tief sein.
Daß jemand behauptet, mit einer sehr tiefen Stimme sei kein Unterricht möglich, ist eine reisige Unverschämtheit. Bei mir hieß es, ich solle wiederkommen, wenn ich ein unangstrengtes (!!!) d2 singen könne, dann sei ich tenortauglich. d2 ist aber sehr hoch für micht. das dauerte lange, bis d2 irgendwie ging. Ich könnte inzischen bis f2 quietschen, aber wie gesagt, quietschen.
Mich nahm ein Chor nur auf, wiel ich mich in die Höhe bis c2 treiben ließ inklusive Halsschmerzen, aber es war eher im oberen bereich des Halses, daher vermute ich, daß es eher "Stimmbandschmerzen" waren. Daß ich c2 erreiche, war Voraussetzung für das Singen im Tenor. Daß ich das singen oder quietschen kann, bedeutet aber noch lange nicht, daß ich mich da oben dauerhaft bei langem Chorsingen wohlfühle.
Kann es bei Dir einen Zusammenhang mit Wechseljahren oder so geben? Also sank Deine Stimme irgendwann? Oder sangst Du in der Jugend auch schon so tief?
Meine Eltern meinten auch öfters, ich hätte `ne Männerstimme.


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 Betreff des Beitrags: Re: Stress im Gesangsunterricht?
BeitragVerfasst: 16.01.2017, 19:04 
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contraalta hat geschrieben:
wenn ich ein unangstrengtes (!!!) d2 singen könne, dann sei ich tenortauglich. d2 ist aber sehr hoch für micht. das dauerte lange, bis d2 irgendwie ging. Ich könnte inzischen bis f2 quietschen, aber wie gesagt, quietschen.
Mich nahm ein Chor nur auf, wiel ich mich in die Höhe bis c2 treiben ließ inklusive Halsschmerzen, aber es war eher im oberen bereich des Halses, daher vermute ich, daß es eher "Stimmbandschmerzen" waren. Daß ich c2 erreiche, war Voraussetzung für das Singen im Tenor.

Irgendwie komme ich mit den Bezeichnungen nicht klar. d2 wäre D, d3 d, weder dieses noch jenes wäre für einen Tenor exorbitant hoch. Auch ein d4, also d' oder 293,665 Hz sollte ein handelsüblicher Chortenor m.E. noch locker drauf haben.

Schau doch mal bitte auf http://www.sengpielaudio.com/Rechner-notennamen.htm, welche Noten Du meinst.

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 Betreff des Beitrags: Re: Stress im Gesangsunterricht?
BeitragVerfasst: 16.01.2017, 20:11 
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moniaqua hat geschrieben:
contraalta hat geschrieben:
wenn ich ein unangstrengtes (!!!) d2 singen könne, dann sei ich tenortauglich. d2 ist aber sehr hoch für micht. das dauerte lange, bis d2 irgendwie ging. Ich könnte inzischen bis f2 quietschen, aber wie gesagt, quietschen.
Mich nahm ein Chor nur auf, wiel ich mich in die Höhe bis c2 treiben ließ inklusive Halsschmerzen, aber es war eher im oberen bereich des Halses, daher vermute ich, daß es eher "Stimmbandschmerzen" waren. Daß ich c2 erreiche, war Voraussetzung für das Singen im Tenor.

Irgendwie komme ich mit den Bezeichnungen nicht klar. d2 wäre D, d3 d, weder dieses noch jenes wäre für einen Tenor exorbitant hoch. Auch ein d4, also d' oder 293,665 Hz sollte ein handelsüblicher Chortenor m.E. noch locker drauf haben.

Schau doch mal bitte auf http://www.sengpielaudio.com/Rechner-notennamen.htm, welche Noten Du meinst.



Ich meinte d2 in der zweigestrichenen Oktav, also d´´oder gemäß Scientific Pitch Notation D5:
https://en.wikipedia.org/wiki/Scientific_pitch_notation
D in der großen Oktav wäre gemäß Scienific Pitch Notation D2.ich tiele immer ie oktav mit, die ich meine., Leider wissen viele aber nicht, was die große, kleine oder eingestrichene Oktav ist. Gut, die eingetsrichene ist schon nich bekannt, aber selbst Musizierende kennen die Begriffe "kleine" und "große Oktav" nicht immer, was mich sehr erstaunt. Also für mich ist d2 oder d´´oder D5 hoch. ich weiß, weshlb ich nie Striche schreibe: Weil ich mich immer verzähle. Daher wahrscheinlich die Verwirrung für Dich, wenn ich d2 schreibe und die zweigestricheen Oktav, also D5 gemäß Scientific Pitch Notation, meine.
Ich sollte wirklich diese Strichlein schreiben. Ich kenne die Scientific PitchNotation nicht gut, da ich immer in Oktavbeeiehcn denke und dann die Notation
D große Oktav,
d kleine Oktav,
d´eingetsrichene Oktav,
d´´zwiegestrichene Oktav,
d´´´dreigestrichene Oktav
logisch ist. Ich benenne Töne nämlich auch gemäß der Oktav, in der sie liegen, also nicht gemäß der Scientific Pitch Notation.

Für mich als Kontraalt ist d´´tatsächlich hoch. Bereits f´ist hoch. Ich komme zwar bis f´´, aber es ist nicht angenehm.


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 Betreff des Beitrags: Re: Stress im Gesangsunterricht?
BeitragVerfasst: 16.01.2017, 22:30 
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@Moniaqua:

Mit d2 ist nicht D2 gemeint, sondern d''. Aber die Schreibweise d2 ist für die Augen mittelalter Personen eben leichter zu lesen als d''. :mrgreen :les

@Contraalta:

Nein, meine Sprechstimme ist gewiss nicht "angsteinflößend" tief, aber eben doch deutlich tiefer als wie man es sonst bei Frauen gewohnt ist. Und da ich weder groß noch breit gebaut bin, "passt" meine Stimme auch nicht zu dem was die Leute von der Optik her erwarten würden.

Soweit ich mich zurück erinnern kann, hatte ich auch als Kind schon eine tiefe, auf jeden Fall dunkle Stimme. In der 6. Schulklasse ging es damit los, dass ich die Lieder, die wir im Musikunterricht gesungen haben, stellenweise oktavieren musste. Mit 13 Jahren bin ich dem Schulchor beigetreten, zunächst als Alt, aber nach wenigen Wochen in den Tenor gewechselt und fortan dort geblieben. Die Wechseljahre haben sich auf Stimmlage und -umfang bisher nicht ausgewirkt.

Aber bitte, was ist denn das für ein Chor, wovon Du berichtest hast, dass dort das Erreichen des zweigestrichenen c verlangt wird??? Und das, wenn man TENOR singt????? Natürlich ist es wünchenswert, dass man noch etwas "Reserve" nach oben und unten hat und man nicht schon bei dem, was die jeweilige Chorstimme üblicherweise zu singen hat, an die Grenze seines Stimmumfanges kommt, aber von einem Tenor-Sänger, zumal einem Laien(!), ein c'' zu verlangen, um überhaupt in den Chor aufgenommen zu werden, das finde ich wirklich zu viel verlangt. Männer können das zur Not ja im Falsett singen, der Schwindel fällt ja vielen Leuten (auch Chorleitern) gar nicht auf, aber wir?

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 Betreff des Beitrags: Re: Stress im Gesangsunterricht?
BeitragVerfasst: 17.01.2017, 05:32 
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contraalta hat geschrieben:
Daher wahrscheinlich die Verwirrung für Dich, wenn ich d2 schreibe und die zweigestricheen Oktav, also D5 gemäß Scientific Pitch Notation, meine.


Vor allem, wenn in einem Chor von einem Tenor verlangt wird, diesen Ton, bzw. c'' zu singen.

Es ist für mich sowieso schon so, dass D2, D3 etc der amerikanischen Notation entsprechen und sonst halt Striche da sein müssen. Aber dass ein Tenor im Laienchor ein c'' singen muss, um überhaupt aufgenommen zu werden, habe ich noch nie erlebt.
AK-Kontraalt hat geschrieben:
Aber die Schreibweise d2 ist für die Augen mittelalter Personen eben leichter zu lesen als d''.
Leichter zu lesen schon, aber verwirrend ;)

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Viele Grüße
Monika


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 Betreff des Beitrags: Re: Stress im Gesangsunterricht?
BeitragVerfasst: 18.01.2017, 12:33 
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Mädels, es ist doch ganz einfach:

ENTWEDER
sind Striche dran mit Groß-und Kleinbuchstaben (Helmholtz-Schreibweise)

ODER
Großbuchstaben mit Zahlen (wissenschaftlich bzw. angelsächsisch)

ODER
Groß- und Kleinbuchstaben mit Zahlen statt den Strichen, die dann aber ab kleiner Oktave (c=C3) und höher mit Kleinbuchstaben und hochgestelltem Index und ab ,H=H1 (Kontraoktave) und tiefer mit Großbuchstaben und tiefgestelltem Index geschrieben werden, um nicht mit der wissenschaftlichen Schreibweise verwechselt zu werden (Indexschreibweise, ebenfalls Helmholtz) - UNÜBLICH (und hier im Forum nicht anwendbar, weil keine Hoch- und Tiefstellung möglich). Die Striche durch Zahlen ohne Hoch- oder Tiefstellung zu ersetzen und dann auch noch wahllos Groß- und Kleinbuchstaben zu verwenden ist absoluter UNFUG!

Es bleiben hier mit den Möglichkeiten des Editors nur z.B. entweder c" oder C4. c2 dafür zu schreiben wäre falsch, weil Index nicht hochgestellt und C2 wäre zusätzlich auch noch von Großschreibung her falsch.

Bleibt doch bitte mal dabei! Ansonsten gibt es jedesmal wieder die gleiche endlose Diskussion, was denn nun gemeint sein könnte. Ist ja nicht das erste Mal.

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Der Sänger singt am Weiher leise, doch singt er etwas leierweise.


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 Betreff des Beitrags: Re: Stress im Gesangsunterricht?
BeitragVerfasst: 18.01.2017, 13:08 
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Da die Schreibweisen scheinbar verwirrend und deshalb nicht eindeutig sind, wäre es im Zweifel vielleicht angebracht, einzelne Töne mit ihren Schwingungszahlen zu präzisieren. wie ich es in einem anderen Thread schon angewandt habe. (Kammerton a1 = 440 Hz, demnach a= 220 Hz, a2= 880 Hz usw.). Dann aus die Maus, alles eineindeutig.
HG
alfredo
:kaffee

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...du holde Kunst, ich danke dir.


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 Betreff des Beitrags: Re: Stress im Gesangsunterricht?
BeitragVerfasst: 18.01.2017, 18:26 
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würde es Dir helfen, wenn ich jetzt schreibe, daß ich letztens bei 65,4 Hz war..? Welcher Ton..? *bg*

wie rechnest Du z.B. die Frequenz vom Fis (=Fis2) oder b" =B5 aus? (ich weiß es, aber wissen es die anderen)? Und wie kommst Du von der Frequenz ohne Tabelle wieder rückwärts auf den Tonnamen?
big_hand

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 Betreff des Beitrags: Re: Stress im Gesangsunterricht?
BeitragVerfasst: 18.01.2017, 20:39 
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T M Pestoso hat geschrieben:
würde es Dir helfen, wenn ich jetzt schreibe, daß ich letztens bei 65,4 Hz war..? Welcher Ton..? *bg*

Ja :D Das ist nämlich wenigstens eindeutig. Den Ton verrate ich nicht ;) Ausrechnen muss ich da nichts - wenn ich im Forum lese, geht mein Internet, dann weiß ich auch, wo ich nachschauen muss big_herz

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Monika


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 Betreff des Beitrags: Re: Stress im Gesangsunterricht?
BeitragVerfasst: 18.01.2017, 22:23 
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Natürlich mit Tabelle, Klaviatur ist auch dazu skizziert. Meist geht es ja um die "Standortbestimmung" für eine Stimme. Wenn die wahre Lage "eingemessen" ist, kennt man sich schon aus. Tenören geht es gut, es wird da einfach unter den Violinschlüssel eine kleine 8 gesetzt, d. h. sie singen objektiv eine Oktave tiefer als die Notation es zeigt.
Beste Grüße
alfredo
:n26:

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 Betreff des Beitrags: Re: Stress im Gesangsunterricht?
BeitragVerfasst: 18.01.2017, 22:26 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:
@Moniaqua:

Mit d2 ist nicht D2 gemeint, sondern d''. Aber die Schreibweise d2 ist für die Augen mittelalter Personen eben leichter zu lesen als d''. :mrgreen :les

@Contraalta:

Nein, meine Sprechstimme ist gewiss nicht "angsteinflößend" tief, aber eben doch deutlich tiefer als wie man es sonst bei Frauen gewohnt ist. Und da ich weder groß noch breit gebaut bin, "passt" meine Stimme auch nicht zu dem was die Leute von der Optik her erwarten würden.

Soweit ich mich zurück erinnern kann, hatte ich auch als Kind schon eine tiefe, auf jeden Fall dunkle Stimme. In der 6. Schulklasse ging es damit los, dass ich die Lieder, die wir im Musikunterricht gesungen haben, stellenweise oktavieren musste. Mit 13 Jahren bin ich dem Schulchor beigetreten, zunächst als Alt, aber nach wenigen Wochen in den Tenor gewechselt und fortan dort geblieben. Die Wechseljahre haben sich auf Stimmlage und -umfang bisher nicht ausgewirkt.

Aber bitte, was ist denn das für ein Chor, wovon Du berichtest hast, dass dort das Erreichen des zweigestrichenen c verlangt wird??? Und das, wenn man TENOR singt????? Natürlich ist es wünchenswert, dass man noch etwas "Reserve" nach oben und unten hat und man nicht schon bei dem, was die jeweilige Chorstimme üblicherweise zu singen hat, an die Grenze seines Stimmumfanges kommt, aber von einem Tenor-Sänger, zumal einem Laien(!), ein c'' zu verlangen, um überhaupt in den Chor aufgenommen zu werden, das finde ich wirklich zu viel verlangt. Männer können das zur Not ja im Falsett singen, der Schwindel fällt ja vielen Leuten (auch Chorleitern) gar nicht auf, aber wir?



Also, wenn Tenor bis a´geht, sollte man, laut einiger Chorleiter und Gesansglehrkräfte, zwei oder drei Töne drüber noch gerade irgendwie singen können, also- wie Du genau richtig sagtest- als Reserve haben. Sonst hört sich a´wie aus dem letzten Loch an. Das war ein Unichor. Ich hatte mehrere Referendare in Musik in der Schule und da fiel mir die Höhe auch nicht leicht, da sang ich auch immer, wenn wir sangen, Tenor. In den Frauen im hohen Baß werden eben nich von allen Chören akzeptiert. Und ehe ich mich im Alt quäle, versuche ich doch lieber c´´zu erreichen, um dann wenisgetns Tenor singen zu dürfen. Wie gesat, ich komme schon irgendwie bis f´´, aber auch erst seitdem ich bißchen Unterricht nehme. Das waren eben keine Dorfchöre, in die jeder mit auch nch so schrecklicher Stimme aufgenommen wird. Singen kann ja jeder- nur ist die Frage, WIE. Und in machen Werken, z.B. Mahler: Auferstehungssymphonie, geht der 1.Tenor bis b´. Frauen dürfen oftmals nicht 2.Tenor singen. Da warf ich gleich im Projektchor vor ein paar Jahren das handtuch mit dem b´ im 1.Tenor. Baß und 2.Tenor als Frau zu singen, war tabu. 1.Tenor zu singen, war erlaubt, weil sich Frauen in der Höhe angeblich leichter tun, ich als Kontraalt aber nicht- ich bevozuge 1.Baß.
Jeder, der gesunde Stimmbänder hat, kann singen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Stress im Gesangsunterricht?
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Oratorienchöre nehmen gar keine Frauen im Tenor oder Baß. Ich wurde von allen Chören abgelehnt. Und das bei meiner Oratorienliebe.


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