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 Betreff des Beitrags: Stolz auf den Lehrer
BeitragVerfasst: 14.01.2007, 20:28 
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Ihr Lieben, wie ist das bei euch , wenn ihr euren eigenen Lehrer singen hört und das ein tolles Konzert ist?
Ich hatte heute das Glück, Gast bei einer Uraufführung eines japanischen Märchen-Sing- und Tanzstücks sein zu können, in dem meine Lehrerin einfach toll war. Japanische und frz. Lieder, arrangiert und extra für dieses Stück komponiert. Dazu eien japanische Tänzerin, Pianist, Violinist und Percussion(Xylophon, Glockenspiel , Gong etc) ein Erzähler , der das Märchen"Tsuru" dazu rezitierte-total originell und wunderschön gemacht.
Dazu sah sie noch einfach märchenhaft aus, mit weiss geschminktem Gesicht und in eienm echten Glitzer-Kimono. Da sass ich mit stolz geschwellter Brust und habe mit ihr gezittert,dass Alles gut geht und diese Weltpremiere im ausgebuchten Saal gut ankommt.
Es ist schon ein besonderes Gefühl zu wissen, dass man von dieser Person unterichtet wird.
Umgekehrt finde ich es auch sehr sehr belastend, meinen Lehrer schlecht singen zu hören. Auch das habe ich schon (in einem anderen Fall) erlebt und konnte das ganze Konzert über kein bisschen entspannen oder loslassen.
Geht euch das beim eigenen Lehrer auch so viel näher als bei anderen Sängern?
Canti :hearts:


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BeitragVerfasst: 15.01.2007, 08:48 
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Leider werde ich wohl nicht mehr in den Genuss kommen meine GL auf einem Konzert zu hören :n66: , aber ab und an komme ich in den Genuss ihr " Stimmchen " zu vernehmen, wie zB gestern als wir mal Nessun Dorma angestimmt haben, weil ich auf einmal diese Höhe hatte.

Da gibts nur eins zu sagen, 82 und diese Stimme, meine Güte! :devot


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BeitragVerfasst: 15.01.2007, 10:19 
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Oberratgeber
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Registriert: 22.04.2006, 11:29
Beiträge: 689
Wohnort: Rheinland-Pfalz, 14.11.**
Hm ja, ich kenne auch beides :
bei Auftritten einer frühreren GL wäre ich mal am liebsten im Boden versunken. Das war dann auch letztlich ein Baustein zum Wechsel.

Meine jetzige GL höre ich relativ häufig. Wir singen ja manchmal zusammen ( sie im Opernchor, ich im Extra-Chor unseres Theaters) und sie hat auch die ein oder andere Nebenrolle ( Altistin halt :roll: ) solistisch. Bei Traviata war das die Anina und ich habe bei jeder Vorstellung auf der Seitenbühne gestanden und Daumen gehalten. Und natürlich war ich stolz und hab mich mit ihr gefreut, wenns besonders schön war. Und hab mit ihr gezittert, wenn ich schon vorher wußte, dass das "nicht ihr Tag" war.

Liebe Grüße
Uralt


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BeitragVerfasst: 15.01.2007, 11:55 
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Ja, das im Boden versinken ist schlimm, denn man leidet ja mit und schämt sich obendrein auch noch. Aber bei mir war es dann so, dass ich immer Entschuldigungen gefunden habe und lange bracuhte, bis ich vor mir selbst auch eingestehen konnte, dass es einfach an schlechter Technik lag; Schlimm ist nur, wenn diePerson menschlich so nett ist und einem nahe steht. Da objektiv zu bleiben, ist für mich nicht einfach und ich bin dann lieber zu keinem Konzert mehr hingegegangen.

Die Annina habe ich ja einmal auch in der Traviata erlebt und weiss jetzt, wo Du gelandet bist, liebe Uralt! :bravo:
Wenn ich mich richtig erinnere, ein richtig satter Opern-Alt und das tut einer richtigen Altstimme sicher gut, bei einer kompetenten Fach-Kollegin Untericht zu haben.

Wenn ich auch in der Praxis stolz auf die eigene Lehrerin sein kann, habe ich gleich mehr Vertrauen, dass das, was sie mir beibringt, zu ienem guten Ergebnis führt.
Der Nachteil bei sehr aktiven Künstler-Lehrern ist leider, dass sie wenig Zeit für ihre Schüler haben und auch viel unterwegs sind.
Das muss man auch mittragen können und wollen.
Canti :hearts:


Zuletzt geändert von cantilene am 15.01.2007, 22:04, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 15.01.2007, 17:33 
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Mein GL hilft im Chor in Notfällen schonmal noch im Tenor aus - und das ist für einen 70jährigen noch sehr beeindruckend.
Solistischaufgetreten ist er in der Zeit, in der wir uns kennen, nie. Es heißt, er hätte viel zu viel Lampenfieber und wäre deswegen nie an die Bühne gegangen.
Im Unterricht schmettert er bei den Übungen immer noch die höchsten Töne :bravo:

Stolz bin ich eher, dass er mit mir seit vielen Jahren hart arbeitet und dass er mit mir auch die schwierige Zeit der "Umschulung" von Sopran zum Mezzo durchgemacht hat. Ich war da nämlich sehr unleidlich und das hätte wohl nicht jeder Lehrer durchgestanden. :pfeif:


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BeitragVerfasst: 15.01.2007, 19:54 
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Registriert: 11.11.2005, 14:28
Beiträge: 352
Wohnort: Hamburg
Vorname: Roland
Nachname: Schwantes
Hi,

stolz sein auf den Lehrer? Das fällt mir bei meiner letzten und jetztigen Lehrerin nicht schwer. Beide sind großartige Sängerinnen und ich habe sie oft gehört oder, im Falle von cornettina, mit ihr im Ensemble gesungen.

:hearts: Rolando

_________________
Und plötzlich weißt du:
Es ist an der Zeit, etwas Neues zu beginnen, und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.(Meister Eckhart)


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BeitragVerfasst: 15.01.2007, 20:57 
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Hm, das klingt jetzt vielleicht doof, aber ich weiß gar nicht, ob ich mich in ein Konzert von meiner Lehrerin trauen würde.... manchmal denke ich, ich will gar nicht wissen, was sie *wirklich* drauf hat; sonst würde ich mich ein paar Tage später nicht in den Unterricht trauen mit meinem Anfängerkram.....

Ich habe nur zweimal relativ kurze Auftritte von ihr bei Benefizkonzerten erlebt. Beim ersten Mal war sie noch gar nicht meine Lehrerin (das war ein Jahr, bevor ich angefangen habe - aber schon da habe ich gedacht, falls ich doch irgendwann mal Unterricht nehmen will, könnte ich ja bei ihr anfragen); das zweite Mal war vor ein paar Monaten. Da habe ich dann auch vorher gedacht, soll ich oder soll ich nicht...... aber es war okay; am Ende hat mich sogar die Sängerin der Blues-Band (war ein Benefizkonzert mit Beiträgen aus vielen Stilrichtungen) noch mehr beindruckt als meine Lehrerin - klar, dachte ich später; die andere Sängerin hatte ich noch nie gehört; aber daß meine Lehrerin singen kann, wußte ich ja schon vorher. :n110:
Kann natürlich auch sein, daß ich bei dem Auftritt meiner Lehrerin irgendwie dicht gemacht habe und mich gar nicht darauf einlassen konnte, einfach entspannt zuzuhören..... :roll:

So die ersten paar Monate im Unterricht war ich jedes Mal hin und weg, wenn sie mir im Unterricht etwas vorgesungen hat - und wenn es nur eine kleine Übung war; ich dachte jedes Mal, WOW! Das ist inzwischen nicht mehr so; mich haut nicht mehr jeder Ton um, den sie mir im Unterricht vorsingt; außer vielleicht, wenn wir ein neues Stück anfangen und sie es mir einmal ganz vorsingt..... aber dann höre ich nicht einfach nur zu, sondern versuche schon mitzudenken, in den Noten mitzuschauen und mich darauf einzustellen, es gleich selbst zu singen.

Was ich auch wirklich an ihr bewundere, ist, daß sie sich auf mich (und meine verrückten Ideen; wenn ich z.B. schwedische Musicals singen will) einläßt. Ich ticke in manchen Dingen etwas anders als andere Menschen, und es kann sein, daß ich sie vor allem am Anfang manchmal irritiert habe oder daß sie sich immer noch über das eine oder andere an meinem Verhalten wundert.


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BeitragVerfasst: 15.01.2007, 22:01 
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Meinen Lehrer der ja der Sohn der (des) Mezzo ist, arbeitet ja fast ausschließlich als Dirigent, so dass es mich wirklich immer wieder mit Stolz erfüllt, wenn er vor einem 70 Mann Konzertchor plus Orchester steht (Solisten nicht zu vergessen, zu denen ja oft unser Forums Mezzo zählt). Sich immer wieder bewusst zu werden, dass dieser Mann auf den alle Schauen, nicht nur die Musiker, sondern auch eine vollbesetzte Kirche ist wirklich ein tolles Gefühl.
Jetzt bin ich ja selbst im Chor dabei und werde wohl für eine lange Zeit nicht mehr auf der Seite der Zuhörer sitzen. Beides ist eine gute Erfahrung.

LG Leila


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