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 Betreff des Beitrags: Re: Spieglein an der Wand!
BeitragVerfasst: 05.06.2008, 10:14 
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Ich finde das auch ganz grausig, denke aber es hat mit meiner leicht introvertierten Art zu tun. Singen an sich ist einem Teil meiner Psyche schon sehr "suspekt" ("aaaah nach aussen oeffnen!!!") und dann auch noch dabei angucken, oh je... meine aktuelle GL arbeitet ohne Spiegel, jedenfalls grossteils, aber da ich weiss, dass ich viele Fehler die ich mache einfach sehen MUSS, werd ich mir demnaechst einen Spiegel ueberm Klavier aufhaengen. Man muss ja nicht Arieninterpretataionen damit ueben, aber da ich eh nur ganz leichte Stuecke singe, hoffe ich dass mir das weiterhilft (und mich ein bissl abhaertet :D).


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 Betreff des Beitrags: Re: Spieglein an der Wand!
BeitragVerfasst: 05.06.2008, 11:19 
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Hallo allerseits,

beim Lesen Eurer Antworten (DANKE!) ist mir gerade eine Idee gekommen: Ich und mein GL stellen uns etwas seitlich versetzt vor den Spiegel und ich schaue beim Singen nicht mich selbst sondern meinen GL an, der seinerseits MICH anschaut und dabei stumm "mitsingt". Das werde ich jetzt mal ausprobieren. Hat jemand diesen "Umweg" schon mal selbst getestet?

Spiegel-phobische Grüße, :n30:
AK-Kontraalt

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 Betreff des Beitrags: Re: Spieglein an der Wand!
BeitragVerfasst: 05.06.2008, 11:34 
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also, wenn ich abwäge, wie blöd ich einerseits in diesen Spiegel schaue und andererseits, welch immensen Lern- und Selbstkontrolleffekt das hat, entscheide ich mich freudig:-) dafür und ignoriere ersteren Umstand. Keiner außer dem GL sieht mich, und der sieht mich eh die ganze Zeit.

Für mich ist es eine effiziente Kontrolle der Mundstellung, ich sehe jede unnötige Spannung - Z. B. am Unterkiefer - und kann das sofort ändern.

Und letztlich stelle ich erstaunt fest, dass ich bei richtiger Gesichtshaltung schon viel weniger blöd schaue. Besonders selbstkritische Eigenbetrachtung kann ich gut nachvollziehen, zu dieser Spezies gehöre ich auch, aber letztlich bringt der Spiegel einfach zu viel Nutzen, als dass ich dieses Mittel außer Acht lassen würde.

LG

dola


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 Betreff des Beitrags: Re: Spieglein an der Wand!
BeitragVerfasst: 05.06.2008, 11:42 
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Hallo AK-Kontraalt,

das verstehe ich nicht so recht - wenn es nur darum geht, dass der GL Dich und Du den GL anschaust, braucht ihr doch keinen Spiegel! Das ganze Spiel wird ja gemacht, damit man eine zusaetzliche Kontrollmoeglichkeit bekommt. Sprich dem inneren Gefuehl ein aeusseres Bild zuordnen und ueber dieses dann falsche Angewohnheiten usw. angreifen, die man ohne Spiegel nicht "sieht".

Gruss
Lux


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 Betreff des Beitrags: Re: Spieglein an der Wand!
BeitragVerfasst: 10.03.2010, 22:22 
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meine gesangslehrerin hat keinen spiegel. (bis jetzt weiß ich zumindest von keinem).
mein erster hatte einen, ich habe mich aber grade vor ihm nicht richtig den mut gehabt rein zu schauen.

seit einiger zeit nutze ich hier zuhause öfter mal zur kontrolle den einen oder anderen spiegel.
mundform, haltung und das lächeln sind die dinge bei denen er mir viel hilft.
ich bin früher sehr sehr schlecht auf spiegel zu sprechen gewesen, freunde mich nun aber damit an- und grade zu diesem zweck ist dein bisschen konrontation dann eben nötig. was tut man nicht alles. ;)

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 Betreff des Beitrags: Re:
BeitragVerfasst: 04.04.2010, 16:59 
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Nein, also ich werde sicherlich nie ein Freund des Singens mit dem Spiegel.

Mein vormaliger GL hat es irgendwann aufgegeben mich vor dem Spiegel singen zu lassen. Ich konnte einfach nicht reinschauen. Dann hat er irgendwann seinen Unterrichtsraum umgeräumt und den Spiegel so zentral gestellt dass man zwangsläufig immer davor stand. Da ist mir innerlich schon alles "zu" gegangen wenn ich den Spiegel nur gesehen habe. So kann man aber wirklich nicht singen. Also musste mein GL den Spiegel mit einem großen Tuch verhängen.

Als ich später auf GL-Neusuche war fand ich Unterrichtsräume mit variabel stellbarem Spiegel, Räume mit fest montierten Spiegeln oder gar mit Spiegel-Kacheln (ganz gemein!!!) vor, aber auch solche ohne Spiegel.

Bei meiner jetzigen GLn war in der Schnupperstunde kein Spiegel vorhanden. Erst ein paar Stunden später entdeckte ich doch so ein Teil - sie hatte ihn zuvor eben fort geräumt gehabt. Als ich ihn entdeckte stand er aber zunächst so im Eck dass ich gar nicht hätte rein schauen können, selbst wenn ich gewollt hätte.

Im Verlaufe weiterer Stunden stellte ich allerdings fest dass der Spiegel zentimeterweise immer weiter in Richtung Wandmitte wanderte, immer noch "ungefährlich", aber ich hab's eben doch gemerkt. Da wurde es mir schon wieder ungehaglich.

Der "lieben" Nachbarn wegen kann meine GLn inzwischen nicht mehr zu Hause unterrichten. Nun ist sie in den Gemeindesaal einer Kirche ausgewichen, und da gibt es keinen Spiegel, Gott sei Dank!!!!! Statt dessen gibt es eine Hallen-Akustik, und die hilft mir hundertmal mehr als wenn ich mein Tun im Spiegel beobachten würde.

Mal ganz "doof" gefragt: Kinder erlernen jegliches Tun doch auch ohne Spiegel, warum soll das bei Erwachsenen anders sein?

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 Betreff des Beitrags: Re: Spieglein an der Wand!
BeitragVerfasst: 05.04.2010, 10:14 
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Liebe Ak-Kontraalt,

mal anders rum gedacht: Kinder hätten nie ein Problem, sich vor einen Spiegel zu stellen und zu singen.....
Allein die Tatsache, dass das Singen vor einem Spiegel Dir Unbehagen bereitet, solltest Du hinterfragen.
Was befürchtest Du denn, wenn Du in den Spiegel schaust ?? Ich selbst bin auch keine, die liebend gerne vor dem Spiegel singt, aber ab und zu zur Kontrolle sollte man es schon wagen. Man sieht da Dinge, die man nicht für möglich gehalten hätte und die einem während des Singens eben nicht bewußt sind: Krause Stirn, schiefer Mund, zu wenig Mundöffnung, irgendwelche Art von Grimassen usw...
Der Spiegel hilft uns, unsere Körper- und Sängerhaltung zu kontrollieren und "entspannt" zu singen. Denn wir singen ja fürs Publikum, und das will sicherlich keine übertriebenen Grimassen, permanentes Augenzwinkern und ähnliche Tics sehen.
Auf einem Gesangskurs habe ich mit den Sängern mal eine Videoanalyse gemacht.. So etwas ist sehr hilfreich , und selbst sehr versierte Sänger finden da Dinge an sich, die durchaus verbesserungswürdig sind..

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 Betreff des Beitrags: Re: Spieglein an der Wand!
BeitragVerfasst: 06.04.2010, 21:20 
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...und manchmal auch Dinge, die gar nicht so unrecht sind.....[Optimismus - Modus ein]

Ich weiß nicht, ob es so gut ist, mit "Trick 17" verschiedenster Art an den Spiegel zu gewöhnen, aber auch ich würde zuraten, denn man kann die Dinge schnell verbessern und somit auch dann das "Gefühl" einer neuen, organischeren Mundstellung mit dem vorigen vergleichen. Beim Singen "lernt" eben der Körper.

Die Hallenakustik ist zwar u. U. Balsam für geschundene Gesangsschülerseelen, aber vom lerneffekt her mit Vorsicht zu genießen. Dabei wird einem manchmal ein geschöntes Bild vorgegaukelt, weil man meint, nun die optimale Klangausnutzung zu beherrschen. Eine maue Akustik gibt da oft ein ehrlicheres Feedback.

Grüße,
Dola


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 Betreff des Beitrags: Re: Spieglein an der Wand!
BeitragVerfasst: 08.04.2010, 17:51 
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Ja ja, liebe Silje, mit diesem Wissen ausgerüstet sehe ich die Chorsänger nun wirklich mit ganz anderen Augen. Die haben noch nie vor einem Spiegel gesungen, und ich wundere mich immer wieder darüber was Chorleiter so alles durchgehen lassen... haushalt__005.gif

Wenn der ganze Chor mal vor einer Spiegelwand proben würde wäre es gewiss erheiternd. Aber alleine vor diesem Ding fühlt man sich eben so "vorgeführt". Von "entspanntem" Singen ist da wirklich keine Rede!

Es ist vielleicht so wie mit der Wirkung eines Arzneimittels. Auch dieses ja wirkt nicht bei jedem in gleicher Weise: Dem einen hilft es, beim anderen bewirkt es schlichtweg NICHTS und beim dritten bewirkt es das Gegenteil dessen was es eigentlich hätte sollen. Wissenschaftlich ist das nicht zu erklären. Aber erfahrungsgemäß IST es eben so.

@Dola: "Hallenakustik" heißt nicht "Überakustik", es heißt nur dass ich jetzt überhaupt mal ein Raum-Gefühl und Raum-Erlebnis habe und nicht nur gegen irgend eine Wand singe.

Viele Grüße,
AK-Kontraalt

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 Betreff des Beitrags: Re: Spieglein an der Wand!
BeitragVerfasst: 08.04.2010, 21:50 
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Liebe AK-Kontraalt,

aber der Witz ist ja, dass man bei einem Konzert, egal ob Chorkonzert oder Solo, von Hunderten von Augenpaaren angestarrt/angeschaut wird... Ist sich dessen denn jeder Sänger bewußt, wenn er singt ? Und wenn man den Spiegel mehr fürchtet, als die vielen Augenpaare der fremden Menschen, ist das dann nicht absurd ??? Hat man mehr Angst vor sich selbst und seinem Spiegelbild als vor dem Singen auf der Bühne ?? Mir wäre es furchtbar unangenehm, wenn ich zum Beispiel im Nachhinein gesagt bekommen würde, dass mein Mund immer schief war beim Singen, oder der Lippenstift verrutscht war oder ich ständig die Augen zusammengekniffen habe während ich sang.... Also, da fass ich doch lieber allen Mut zusammen und kontrolliere mich lieber selbst vorher im stillen Kämmerlein oder eben während der Gesangstunde, bevor ich mich sozusagen in die Arena begebe..

LG silje

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 Betreff des Beitrags: Re: Spieglein an der Wand!
BeitragVerfasst: 08.04.2010, 23:28 
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Ich persönlich habe nichts gegen einen Spiegel im Unterricht.
Ich habe dies einmal erlebt und fand es ganz spaßig.
Ich will mal sagen, ich würde ihn nicht immer einsetzen, nur kurzzeitig, um bestimmte Analysen zu tätigen.
Mir hat der Spiegel nicht geschadet - geholfen, nun ja vielleicht !
Eine permanente Konfrontation mit dem Spiegel könnte eine Verkrampfung bewirken, die nicht sein muss.
Es gab und gibt berühmte Sänger, die man optisch nicht ansehen kann, da sie ihre Mundpartie doch sehr verzerrt und mit schiefen Mundwinkeln etwas verkrampft darboten/darbieten - die Stimmen waren/sind aber super.
Diese haben wohl nie in den Spiegel geschaut, um ihre wunderbare Stimme nicht zu gefährden! Optik war wohl sekundär.
Die Natur vergiebt nichts doppelt, Schönheit oder Stimme.
Aber, wenn ausnahmsweise mal doch - braucht man keinen Spiegel!

Es gibt viele Hilfsmittel und Metaphern im Gesang die helfen das vom Gesangspädagogen Gesagte praktisch umzusetzen und einzubringen.
Ich würde den Spiegel nicht als Abschreckung, sondern nur als Teil der Anwendung sehen, einen Gesangsunterricht unterstützend zu begleiten und ihn da einzubauen,
wo er akzeptiert wird.

LG rugero


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 Betreff des Beitrags: Re: Spieglein an der Wand!
BeitragVerfasst: 09.04.2010, 08:57 
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Bei meiner GL ist der Spiegel in einer Ecke fest an der Wand, so dass man immer seitlich davon steht. Man steht also immer vor dem Spiegel, sie sieht einen auch seitlich, aber reingucken muss man nur manchmal.
Mich stört das Singen vor dem Spiegel nicht und ich war eher verwundert, dass sie es nur so selten fordert. Anfangs habe ich nur mit Spiegel geübt (er steht eh da), jetzt übe ich aber meist ohne und schaue nur manchmal zur Kontrolle rein.
Ich glaube, dass das Üben vorm Spiegel eine reine Gewöhnungssache ist. Beim Geigen ist es anfangs auch nicht wirklich toll vorm Spiegel zu üben, aber nach ein paar Wochen kann man gar nicht mehr ohne optische Kontrolle üben. Man hat sich ganz schnell daran gewöhnt sich auf die Augen zu verlassen. Und die Augen sind oft viel zuverlässiger als das subjektive Gefühl ob man bspw. gerade steht oder nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Spieglein an der Wand!
BeitragVerfasst: 09.04.2010, 12:20 
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Ein Spiegel gehört einfach zur Gesangsstunde dazu. Natürlich schaut man nicht ständig in den Spiegel, doch es gibt viele Situationen, in denen der Lehrer den Schüler hineinschauen lässt, damit sich irgendwelche Dinge von vorneherein nicht setzen. Auch für die Haltung ist es sehr, sehr wichtig. Wenn ein schüler wie ein Mäuschen da steht, krumm und klein, muss der Lehrer korrigieren und ihn zur Königin machen. Dieser Ausspruch vom Mäuschen zur Königin hat mich mein ganzes Sängerleben begleitet.

Unarten wie auf den Boden oder an die Decke schauen, sind unbedingt richtig zu stellen.
Wenn man es nicht von Anfang an korrigiert, ist es schwer nachher rauszukriegen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Spieglein an der Wand!
BeitragVerfasst: 09.04.2010, 17:48 
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Sehe ich genauso....

ich bin jetzt auch nicht gerade die Miss World, sondern eher die die Schönheitskönigin von Schneitzelreuth (Persiflage von Tieftönerin Bally Prell, geil gesungen:-), aber ich finde, da muss man durch und man gewöhnt sich dran.

Wenn man sich vorne hinstellt und singt, schauen einen ja auch alle an. Da wird man, wenn nam es so denn sagen will, mehr "vorgeführt" als im GU allein mit dem/der GL.

Letztlich sind jene Macken im Gesicht, die einen vom organischen Singen abhalten, auch die Dinge, die unäthetisch sind (meist irgendwelche Verkrampfungen). Wenn man das beseitigen kann, werden Stimme und Gesicht schöner.

LG
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 Betreff des Beitrags: Re: Spieglein an der Wand!
BeitragVerfasst: 12.04.2010, 09:35 
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Dann dürfte aber kein Kirchenchor, Gesangverein oder sonstiger Laienchor überhaupt öffentlich auftreten! Was sieht man bei solchen Konzerten nicht alles an Grimassen und sonstigen "Unarten". Dem Publikum das in SOLCHE Konzerte geht fällt das garantiert gar nicht auf. Und wozu ein Spiegel bei Gesangschülern die ohnehin nur im Chor und nicht solistisch singen? Da kommt es doch auf die "Außenwirkung" ohnehin nicht an, oder?

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 Betreff des Beitrags: Re: Spieglein an der Wand!
BeitragVerfasst: 12.04.2010, 09:39 
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hallo,
ich denke, das gilt nur für Gesangsschüler, die Profichöre haben eh eine Ausbildung. Man sehe sich nur einen Profichor an, da ist niemand mit irgendwelchen Gesichtsmacken, :92

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 Betreff des Beitrags: Re: Spieglein an der Wand!
BeitragVerfasst: 12.04.2010, 12:08 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:
Dann dürfte aber kein Kirchenchor, Gesangverein oder sonstiger Laienchor überhaupt öffentlich auftreten! Was sieht man bei solchen Konzerten nicht alles an Grimassen und sonstigen "Unarten". Dem Publikum das in SOLCHE Konzerte geht fällt das garantiert gar nicht auf. Und wozu ein Spiegel bei Gesangschülern die ohnehin nur im Chor und nicht solistisch singen? Da kommt es doch auf die "Außenwirkung" ohnehin nicht an, oder?


Nichts für ungut, aber ich glaube, damit macht man es sich etwas zu einfach. Und ich bin sehr wohl der Meinung, dass auch bei Auftritten von Laienchören die Außenwirkung eine Rolle spielen sollte. Vielleicht muss nicht alles so "perfekt" (was ist schon perfekt?) sein wie bei Profichören, aber es schadet auch nichts, sich Gedanken zu machen, wie man nach außen hin wirkt. Schließlich achten auch die meisten Laienchorleiter(innen) doch bei Auftritten z. B auf die Kleidung.
Natürlich sollte der Gesang das Wichtigste sein und vielleicht ist das Publikum bei solchen Konzerten wirklich nicht so kritisch. Wobei ich mir da auch nicht so sicher wäre - die Optik spielt oft eine größere Rolle als man wahrhaben will und ich ertappe mich als Zuschauerin auch dabei, zu denken "war ja toll gesungen, aber warum hat die und die (oder der und der) immer so komische Grimassen gezogen"

Liebe Grüße

Vitellia

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 Betreff des Beitrags: Re: Spieglein an der Wand!
BeitragVerfasst: 12.04.2010, 12:46 
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Vitellia? Octaviane?

Nur es macht kein Chorleiter, das wirst du nirgendwo finden in Laienchören.Es ist ja schon ein großes Plus wenn in Laienchören Stimmbildung gemacht wird. Ob jemand mit schiefen Mund singt oder sonstige Gesichtsmasken gemacht werden, das kann man nicht in der Menge der Chorsänger korrigieren, dafür ist Einzelunterricht nötig und viel Geduld.

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 Betreff des Beitrags: Re: Spieglein an der Wand!
BeitragVerfasst: 12.04.2010, 15:09 
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Irgendwann musste ich mit meinen Nicknames ja mal durcheinander kommen .... :hund

Ja, musika, da hast Du natürlich recht. Aber wenn nun zumindest die, die Einzelunterricht haben, an ihrer Mimik beim Singen arbeiteten, wäre doch schon etwas gewonnen. Aber letztendlich muss natürlich jeder wissen, was für ihn selbst das Beste ist und wie er sich am wohlsten fühlt.

LG

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 Betreff des Beitrags: Re: Spieglein an der Wand!
BeitragVerfasst: 12.04.2010, 16:24 
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ich glaube nicht, dass der Spiegel im Unterricht allein als "kosmetisches" Instrument Sinn macht. Wie will ich denn allein sonst meine Mundstellung etc. beurteilen, um meine Stimmbildung voranzubringen?. Ich und mein Spiegel - wir können in aller Vertrautheit üben - Mund, Lippen, Rachen, Zunge, Körperhaltung - was fühlt sich gut an etc. und wie klingt es für mich, diese Ergebnisse kann ich dann mit GL abgleichen, da mein Eigengehör mich subjektiv auch oft falsch führt. Ich betrachte den Spiegel als Instrument der Stimmbildung, nicht als Krücke für bessere optische Aufbereitung möglicher Auftritte. Und zu möglichen Hemmungen: der Auftritt vor Publikum ist doch für fast jeden mit einem gerüttelt Mass an Hemmung verbunden, vielleicht dient hier der Spiegel auch zur ersten Konfrontation im Vorfeld mit dieser Befindlichkeit.

mit herzlichen Grüßen zu meinem 1. Diskussionsbeitrag


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