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 Betreff des Beitrags: Literatur einstudieren
BeitragVerfasst: 08.02.2006, 13:38 
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Hallo,

es würde mich mal interessieren wie ihr neue Literatur einstudiert. Man hört ja immer wieder von div. Varianten, hmmm und wie macht ihr das?

Liebe Grüße
Chero


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BeitragVerfasst: 08.02.2006, 14:10 
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Mischung aus vom Blatt lesen und mit dem Klavier vorspielen ;-) Sich Aufnahmen anzuhören, schadet auch nicht :mrgreen:


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BeitragVerfasst: 08.02.2006, 14:47 
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Hmm ja. ich mache das wohl ähnlich wie Fliu und Aufnahmen anhören hilft mir immens. Leider bin ich ja ein wahnsinnig ungeduldiger Mensch, der immer alles gleich können will und ich muss mich sozusagen dazu zwingen, dass ich schwierige Passagen wirklich explizit übe und nicht nur so über sie "hinweghudel".

Liebe Grüße

Octaviane


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BeitragVerfasst: 08.02.2006, 16:08 
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Ich gehe an neue Literatur oft ziemlich umfangreich ran: erst einmal spiele ich mir das Stück auf dem Klavier vor und versuche die Melodie vom Blatt zu singen, dann höre ich mir auch oft eine cd mit diesem stück an, wobei man das wirklich nur unter Vorbehalt machen sollte. Zu groß ist doch die Gefahr, sich einen Stil oder irgendwelche Manierismen des Sängers/der Sängerin anzueignen. ABer um mal einen ersten Gesamteindruck zu bekommen ist es ganz hilfreich. Dann beschäftige ich mich auch ausführlich mit dem Text: Welche Interpretation lässt er zu ? In welcher Epoche und von wem wurde er geschrieben...
Wenn ich das Stück einigermaßen einstudiert habe, setze ich es meinem Korrepetitor vor, der mir dann auch noch Mal die Sicht des Stückes von der musikalischen oder musiktheoretischen Seite näher bringt...schließlich und endlich studiere ich es so lange, bis ich es auswendig kann und feile dann noch an einzelnen Passagen oder Betonungen und an der Interpretation.

Gruß,

Silje


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BeitragVerfasst: 09.02.2006, 08:43 
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Von einem Gesangsprofessor bekam ich folgenden Ratschlag:
Zuallererst den Text auswendig einstudieren. Dann diesen rhythmisch (wie im Stück) mit einem Metronom sprechen lernen. Und erst dann die Melodie hinzuzunehmen.
Da ich meine Stücke aber meistens selbst aussuche und sie dann irgendwo schon mal gehört habe, ist meine Vorgehensweise also eher genau anders herum :roll:
Ich finde, dass es sehr hilft, sich Aufnahmen des Stückes anzuhören. Darf man nur nicht zu laut sagen. Das ist bei vielen Sängern verpönt, obwohl es - glaube ich - fast alle machen...
LG
Leechen


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BeitragVerfasst: 09.02.2006, 10:41 
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Hmm. man (in diesem Fall ich) könnte ja auch einfach mal versuchen, andere Vorgehensweisen anzuwenden, und sei es nur zum Ausprobieren. Daran, den Text zuerst zu lernen, habe ich noch nicht gedacht, wahrscheinlich auch deswegen, weil ich ihn eh meistens schon (größtenteils)auswendig kann, nachdem ich das Stück 3x gehört habe. Abert das mit dem rhythmischen Sprechen ist vielleicht eine gute Idee, ich bin nämlich manchmal etwas schwerfällig, wenn es um etwas kompliziertere Rhythmen geht :oops: (mit ein Grund, warum ich mir so gerne Aufnahmen anhöre - die Töne am Klavier vorzuspielen, ist nicht das Problem, aber im richtigen Zeitmaß .... )


Liebe Grüße

Octaviane


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BeitragVerfasst: 09.02.2006, 14:00 
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Wenn irgend möglich, dann höre ich mir das einzustudierende Stück erst einmal an, vielleicht sogar von verschiedenen Sängern, um die musikalische Intention auf mich wirken zu lassen und es emotional und insgesamt zu erfassen.

In der nächsten Phase bemühe ich mich den Text inhaltlich zu verstehen, notfalls mit Übersetzung.

Dann verfolge ich das Hörbeispiel anhand der Noten, und versuche, deren Verbindung, speziell auf Besonderheiten (Cresc., Rit., Fermaten, usw.) zu erfassen.

Dann singe ich mit la, la das Stück, später mit erlerntem Text.

Na, ja - jeder hat eben so seine Art, sich die Stücke zu erarbeiten.


Ciao :grin: Principe


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BeitragVerfasst: 09.02.2006, 15:31 
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Ich versuche mir immer zuerst einen Höreindruck zu verschaffen - also entweder eine Aufnahme oder ein Midifile. Habe ich weder noch, geht es gleich zu Punkt 2: Melodie am Klavier, evt einzelne Harmonien dazu (zu mehr reichen meine Fähigkeiten nicht). Ist es sehr einfach, kommt der Text gleich dazu, sonst wird der erst im Rhythmus gesprochen. Singstimme erst auf nono oder lulu, notfalls mit Metronom, klatschen usw. Technische Klippen identifizieren und üben. Wenn das einigermassen geht, übe ich mit Midifile weiter, dann erschrecke ich mich nicht mehr so, wenn die Klavierbegleitung hinzukommt. :n198: Parallel habe ich natürlich schon die Interpretation im Hinterkopf, aber ich muss sehr darauf achten, das Stück erst stur technisch richtig zu singen, sonst falle ich nachher mit zig Dingen auf die Nase, die ich eigentlich längst wissen sollte. Nach Möglichkeit probiere ich es auch mit Klavierbegleitung, bevor ich mich damit zum Unterricht wage, aber meine Klavierpartnerin hat leider auch nicht unbegrenzt Zeit für mich. Fühle ich mich mutig genug, nehme ich mich auf und bin dann regelmässig ziemlich geknickt. :sad: Dann geht es an die Fehlerkorrektur.... gesterne

Gruss
lucicare sonne


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BeitragVerfasst: 10.02.2006, 19:00 
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Wenn man kein Instrument kann wie ich, gestaltet sich das durchaus schwierig. Ich stelle allerdings fest, dass ich mit viel Übung durchaus schneller geworden bin. Das Anhören einer Aufnahme ist hilfreich, wenn ich gerade eine habe. Zum Besorgen komme ich kaum, ich habe wenig Zeit. Meistens setze ich mich mit meinen Noten erst mal in den Übungsraum und klimpere (welche Tasten welche Töne sind, weiß ich ja zum Glück) mit, während ich schon versuche, zu singen. ich muss es wirklich richtig singen, mit markieren komme ich nicht zurecht. Dann kommt die Vorstellung über die Phrasenführung eigentlich recht bald. Das wird dann so lange gemacht, bis ich die Melodieführung drin habe. Dann erst gehe ich zur Korrepetition oder probe zusammen mit meiner Duo - Partnerin. Oft höre ich dann erst die Gesamtmusik und analysiere, wo die bBgleitung hilft und wo sie (zunächst) "stört". Letztere Bestandteile präge ich mir dann, wenn wir es noch nicht zusammen hinkriegen, nochmal alleine ein, es sind ja meist nur noch die weniger eingängigen Sachen. Am meisten kämpfe ich zuweilen mit der Rhythmik; da brauche ich doch hin und wieder die Hilfe der Pianisten. Aber auch das bessert sich mit Übung.
Ich sage das, um denen Mut zu machen, die vielleicht ähniche Mühen bei der Einstudierung haben.
Grüße,
dola


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BeitragVerfasst: 07.01.2007, 13:50 
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Hallo Ihr Lieben,

ich möchte an diesen älteren Thread noch mal anknüpfen, weil ich gerade eine kleine Schwierigkeit habe mit neuer Literatur. Ich habe eine - wie mir scheint schöne und zu mir passende - Alt-Kantate von Händel gefunden, die aus zwei Arien und einem Rezitativ besteht. Ich habe von dem Stück KEINE Aufnahme, habe auch nicht die entsprechende Software, um das Teil als Midi-file einzuspeichern.

Das Rezitativ und die zweite Arie sind kein Problem, beides eher schlicht, kann ich fast vom Blatt singen. Aber die erste Arie hat es rhythmisch total in sich! Normalerweise würde ich schon vor so einem Notenbild gleich die Kehrtwende machen und mir was einfacheres aussuchen. Nun reizt es mich aber, mich da mal durchzuwühlen. Das Stück ist ein Largo, steht im 4/4 Takt, enthält aber Koloraturen mit 32stel Triolen, wilden Punktierungen, hin und wieder sind noch 64stel eingestreut... Kurzum, es ist für mich erst mal eine intellektuelle Herausforderung, rauszufinden, wieviele von diesen drei- bis vierfach Balken, Punktierungen etc. auf eine Viertel gehören und in welcher Einteilung sie dann auf diese Zählzeit zu singen sind :pfeif: . Statt auf Viertel zu zählen, bietet es sich allerdings der Vereinfachung halber an, die Achtel zu nehmen und eben noch mal zu unterteilen, aber es bleibt immer noch ein schwieriges Unterfangen. Hat jemand von euch weitere Tipps, wie man die Nuss knacken kann?

Liebe Grüße,

Orphenica


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BeitragVerfasst: 07.01.2007, 14:23 
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ohje das hört sich wirklich kompliziert an... :roll: da wüsst ich glaub ich auch nicht, wie ich da ohne fremde hilfe rangehn würde... für sowas habe ich aber zum glück immer meinen GL der mir erst mal alles vorspielt, wozu ich mit meinem schlechten klavierspiel deppenalarm nicht klarkomme...
wenn ich s im ohr habe ,gehts dann..
ich habe vor nem jahr auch ne barocke arie gesungen und zwar aus buxtehudes "jüngstem gericht", und zwar sollte ich da die piano-stellen der ersten sopranistin aus dem off singen, die auch ganz schön komplizierte verzierungen hatten :gesterne und da musste ich mich leider auch ohne hilfe durchbeißen... war aber dann doch irgentwie machbar..

dazu fällt mir auch eine frage ein: wie macht ihr dass eigntlich, meine sopran-kolleginnen, wenn ihr ein stück einstudiert, was sehr hoch ist? beim üben hat man ja noch nicht die volle power dabei, übt ihr das gleich in der original-tonart oder tiefer? ich habe ja mit der einen sängerin zusammen auch ein paar stücke einstudiert, und da sie nicht eingesungen war, hat sie mir dann z.b. das blondchen ne oktave tiefer vorgesungen, und da war ich richtig baff erstaunt, weil ich dachte, sie könnte das auch uneingesungen in der originaltonart, weil sie ja koloratursopranistin ist :oops: und hätte ihr auch garnicht so eine tiefe zugetraut (sie musste dann auch ein tiefes d singen :n129: ...

wie macht ihr anderen das, singt ihr dann auch erst mal ne oktave tiefer, oder übt ihr gleich in der originaltonart?und wie macht ihr das bei koloraturen, müsst ihr die auch erstmal langsam üben? mir fällt das schnelle ablesen dann etwas schwer...


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BeitragVerfasst: 07.01.2007, 14:50 
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Liebe califonie,

sehr hohe Stellen übe ich meistens auch erst eine Oktave tiefer, weil das einfach stimmschonender ist. Uneingesungen bekomme ich die Originaltonart zwar auch irgendwo hin, aber gut fühlt sich das nicht an - meien Stimme muss erstmal in Fahrt kommen. Wenn sie das erstmal aber ist, singe ich lieber in Originallage, außer bei den extrem hohen Stellen - ich muss nicht ständig in der dreigestrichenen Lage rumturnen.

Koloraturen muss ich definitv erstmal langsam lernen, leider bin ich mit mir selbst da oft zu ungeduldig. :oops:

Ein Trick, der mir ganz gut hilft, ist vielleicht, Koloraturen von hinten zu lernen, d.h. sich das ganze zu unterteilen und dann eben hinten anzufangen und immer stückweise nach vorn zu gehen.

LG

Octaviane


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BeitragVerfasst: 07.01.2007, 18:21 
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Liebe Orphenica, hast Du mal mit Metronom in ganz langsamem Tempo versucht? Die fraglichen Takte mit den schwierigen Rhytmen würde ichde-composieren(sagt unsere Solfège-Lehrerin so) also dreimal so langsam üben und dann wen Du den Rhyrmus drin hast, schneller werden.
Ic hhabe für solche Extremfälle meinen Korrep. und wenn es gar nciht alleine klappt, kannst du Dir evtl mal eine Stunde bei einem solchen gönnen? Bon courage!

Liebe Cailifonia, Koloraturen übe ich in Päckchen, also immer ienen Takt oder noch weniger erstmal langsam und im punktierten Rhytmus, bis ich alle musikalisch kann und setze sie dann zusammen und werde schneller im Tempo.
Was hohe Stücke angeht: da ich fast nur solche singe, ist es wenn ich eingesungen bin, bis zum c3 normal alle Töne auszusingen; darüber muss man sich als leichter Sopran auch regelmâssig üben, sonst "rostet" die Lage ein, aber solange ich da die Noten noch nciht kann,mache ich das auch in tieferen Lagen.
Allerdings singe ich mich mit der Höhe in Koloraturen weniger ab und übe sie daher meist im Original, als mit sehr langsamen Stücken in Passagio-Lage und Haltenoten ab a2 . Die vermeide ich beim üben dann eher zu oft zu machen, weil mich das wirklich mehr ermüdet.Da hat jeder wohl eigen Schon-Mechanismen und Sachen, wovon er/sie eben müde wird.
:hearts: Canti


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BeitragVerfasst: 08.01.2007, 13:02 
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Also bei rhythmisch schwierigen Passagen male ich mir erstmal Striche drüber, um die Schläge zuzuordnen. Dann versuche ich den Rhythmus gedanklich zu erfassen, also erstmal ohne Melodie und Text.
Ich übe dann auch erstmal mit der kleinsten machbaren Zählzeit (@orphenica: Wenn es ein Largo ist, ist es nicht unwahrscheinlich, dass in 8teln gezählt wird, auch wenn 4/4 notiert ist. Der Verdacht drängt sich sogar bei den von Dir beschriebenen Figuren auf.)

Zum Thema "Wie übe ich Koloraturen" gebe ich den Rat eines Freundes wieder, der ein wunderbarer Rossini-Tenor ist:
Erst langsam auf "na,na,na" oder "ta, ta, ta" oder mit einem anderen Konsonanten, mit deutlicher Trennung der Töne. Dann immer schneller. Wenn man sich sicher ist, lässt man den Konsonanten weg. Schließlich kann man die Töne auch binden. Ist mühselig, aber mir hat's geholfen (und ich hasse Koloraturen). Ist aber wahrscheinlich nur was für Leute, die sich - wie ich - unendlich damit schwertun.

LG
mezzo


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BeitragVerfasst: 08.01.2007, 13:12 
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mezzo hat geschrieben:
Ist aber wahrscheinlich nur was für Leute, die sich - wie ich - unendlich damit schwertun.


Ich mache das genau so und tu' mich auch sehr schwer :lol:


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BeitragVerfasst: 08.01.2007, 14:40 
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Ich kritzel das Notenblatt, wenn ich so halbwegs erarbeitet habe (mit Hilfe von einer Aufnahme, kann kein Klavier spielen und bin nicht die begabteste Notenleserin) voller Hinweise, Pfeile, Rhythmusstriche usw. Ich muss sagen mir fällt es nicht so schwer meine Interpretation von der der Aufnahme zu trennen, zumal ich erst ganz zum Schluss interpretiere, vorher schaue ich mir nach den Noten erst noch mal die Aussprache des Textes an , wenn er nicht zufällig deutsch ist. Ich habe gestern die Ariette des Cherubinos erarbeitet, welche ja sehr einfach ist und somit ein wunderbarer Anfang das Einstudieren von Literatur zu üben. Dummerweise habe ich mir die Aufnahme von Magdalena Kožená mit Sir Simon Rattle gekauft und sie singt dort eine bearbeitete, schwerere Version. Also musste ich ihre extra Schnörkel usw von dem geschriebenen trennen, was aber letztendlich eine recht gute Übung war, sich noch mehr auf die Noten auf dem Blatt zu konzentrieren...


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BeitragVerfasst: 08.01.2007, 15:15 
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@lacarmesita: Dann warte mal, bis Du Rosina machen darfst, da kannst Du bei einigen Aufnahmen gar nichts mehr vom eigentlichen Notentext erkennen.....
PS: Ich finde die Verziehungen von Frau Kozena in "Voi che sapete" absolut überflüssig und unorganisch :n32:

LG
mezzo


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 08.01.2007, 19:12 
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Mezzo : Oh ja ich freu mich schon drauf *gg* :roll: Allerdings ist mir das schon öfter aufgefallen, dass vor allem bei den belcanto opern stellenweise etwas ganz anderes gesungen wird. Ich habe letztens Cruda sorte von einem spanischen Mezzo gehört, da war an manchen Stellen wirklich einfach eine komplett andere Koloratur zu hören, wie ich sie zum Beispiel von marilyn Horne kenne...

Die Verziehrungen fand ich auch bescheuert. Das Lied ist genauso schlicht wie es ist schön... Um zu beweisen, dass man es drauf hat muss man ja nicht dieses hübsche Lied verunstalten...


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BeitragVerfasst: 08.01.2007, 20:02 
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Rossini sitzt mit einem Freund im " La Fenice " um sich seinen Tancredi anzuhören. Der Altkastrat stürzt sich koloraturgewandt in die Auftrittsarie des Tancredi " Di tanti palpiti ". Verdutzt fragt der erstaunte Komponist seinen Nachbarn : " Von wem stammt denn diese Arie ? " " Von Ihnen, caro maestro! " antwortet der. " Niemals ! " erwidert Rossini, stürmt aus dem Theater nach Hause, wo er unverzüglich alle Kadenzen und Verzierungen so notiert, wie er sie sich vorgestellt hat.
Die musikalisch hoch gebildeten Kastraten verzichteten von nun an auf ihre höchst eigenwilligen Ergänzungen und sangen - wenn auch widerwillig -, was Rossini komponiert hatte. Und wenn sie nicht gestorben sind...... :pfeif:

Ciao. Gioachino


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BeitragVerfasst: 09.01.2007, 12:23 
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:pfeif: ...naja, an ihre Kinder konnten sie es nicht weitergeben.....

R.


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