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BeitragVerfasst: 05.05.2009, 11:02 
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Hallo,

ich habe in den letzten Tagen sehr viel über meine Zeit des Unterrichtens nachgedacht und viele Schüler hatte ich vor Augen.

Es gibt von der Mentalität der Einzelnen sehr viele Unterschiede, so auch Fleiß, Üben, Neueinstudierung von Literatur.

Ich habe sofort bemerkt, ob ein Schüler zuhause geübt hat, das versucht hat umzusetzen, was ich von ihm verlangte, oder ob da überhaupt nichts gemacht wurde. Die Letzteren blieben auf der Stelle und kamen kaum weiter, man predigte gegen taube Ohren.

Ein User in gesang.de hat einmal gesagt, wer singen möchte muß brennen. Ich habe mich darüber amüsiert, doch es stimmt. Er nicht brennt, hat keine Zukunft.

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BeitragVerfasst: 05.05.2009, 16:36 
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Naja, es hat ja auch nicht jeder immer die Zeit und die Gelegenheit dafür, besonders unter den berufstätigen Erwachsenen. Ist ja nicht so, daß die Menschheit nur aus Leuten besteht, die ausschließlich für ihr Hobby leben können (es fängt ja schließlich jeder als Amateur an...)

Mancher brennt dann halt auf kleiner Flamme, so wie die Kerze, oder gar die Restglut im Kamin. Bring da mal die Gardine in die Nähe. Könnte sein, daß dann das Haus abbrennt... Aber wenn die Gardine weit weg ist...

Faule gibts natürlich auch. Aber so wie oben formuliert, ist mir die Aussage zu apodiktisch.

viele Grüße
TMPestoso

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BeitragVerfasst: 05.05.2009, 16:45 
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Wenn man sich entschließt eine Sängerlaufbahn anzutreten, auch wenn sie nur als Hobby ist, sollte man abwägen, ob die Zeit neben dem eigentlichen Beruf ausreicht, um das Ziel eines Solisten zu erreichen, wenn das nicht der Fall ist, sollte man sich lieber einem Chor anschließen.

Der Beruf eines Sängers ist mit vielen Entbehrungen gespickt und nur mit Ausdauer, Fleiß, Geduld und starkem Willen zu erreichen.

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BeitragVerfasst: 05.05.2009, 17:22 
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Da magst Du recht haben, musika, aber das ist Deine Sicht der Dinge. Andere setzen ihre Prioritäten im Leben vielleicht etwas anders, oder müssen sie sogar anders setzen. Es ist doch ihre Entscheidung, was und wieviel sie auf welchem Gebiet auch immer machen. Würdest Du jemand ernsthaft, der nur selten Auto fährt (z.B. weil der Ehemann das für sich reklamiert) sagen, er solle besser mit dem Bus fahren? Jemand, der nur hin und wieder in den Bergen wandert und nicht klettert, sagen, er solle gefälligst mit der Seilbahn rauf und runter fahren, und den Berg ansonsten denen überlassen, die auch klettern können? Was ist dann mit denen, die NUR einen Zweier klettern, aber keinen Sechser? Wie grenzt Du das ab?

Die haben ihren Spaß daran. Bedeutet das , daß sie darauf verzichten müssen, weil andere andere, "ernsthaftere" Maßstäbe anlegen?

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BeitragVerfasst: 05.05.2009, 17:34 
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Man muss keine Opernbühne erklimmen wollen, wenn man solistisch singen möchte. Ich muss keinen Dreitausender erklimmen wollen, wenn ich das Klettern nur als Hobby möchte, beides ist jedoch verbunden mit Übung und Ausdauer. Es kommt immer darauf an, welches Ziel man erreichen will.

Ein Hobbysänger präsentiert sich in der Öffentlichkeit, um dahin zu kommen, braucht er eben einen starken Willen, viel Fleiß und Selbstbewußtsein.

Wenn jemand nur aus Spaß an der Freude singen möchte, hat er kein Ziel und kann das Ganze als Freizeitbeschäftigung sehen.

Jeder Schüler, der schon mal solistisch in der Öffentlickeit gesungen hat, hat Blut geleckt und er weiß, wie er weiterkommt, ohne Fleiß kein Preis.

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BeitragVerfasst: 05.05.2009, 17:37 
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Ein spannendes Thema und sehr nett formuliert...

Suzuki (einer der Geigenpädagogen) soll zu seinen Schülern immer gesagt haben, man müsse nur an den Tagen üben an welchen man auch isst. Das würde ich jederzeit so unterschreiben.

musika hat geschrieben:
Wenn man sich entschließt eine Sängerlaufbahn anzutreten, auch wenn sie nur als Hobby ist, sollte man abwägen, ob die Zeit neben dem eigentlichen Beruf ausreicht, um das Ziel eines Solisten zu erreichen, wenn das nicht der Fall ist, sollte man sich lieber einem Chor anschließen.
Der Beruf eines Sängers ist mit vielen Entbehrungen gespickt und nur mit Ausdauer, Fleiß, Geduld und starkem Willen zu erreichen.

Für mich stellt sich da die Frage ob jeder ein Solist werden muss. Oder vielleicht muss man "Solist" erst definieren. Ich habe zur Zeit keinerlei solistische Ambitionen, vielleicht kommt das ja noch, und übe trotzdem jeden Tag mind. 45 Min.
Mit dem Üben ist es doch wie mit Zähneputzen, man hat zwar nicht immer Lust dazu, es ist aber notwendig. Wer nicht übt, der kann sein Geld ja eigentlich gleich zum Fenster rausschmeißen.
Aber wo fängt "fleißig" an? Mir hat man gesagt, man könne auch zu viel üben. Ist ein Schüler der täglich übt schon fleißig?


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BeitragVerfasst: 05.05.2009, 17:42 
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Hallo chrissi,

ein Schüler, der täglich sein Übepensum absolviert, ist in meinen Augen normal.

Natürlich muss nicht jeder der Unterricht nimmt auch Solist werden. Doch aus meiner Erfahrung kommt der Appetit bei Essen, wer einmal solistisch gesungen hat, möchte mehr.


Liebe Grüße big_bye

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BeitragVerfasst: 05.05.2009, 17:47 
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musika hat geschrieben:
Hallo chrissi,
ein Schüler, der täglich sein Übepensum absolviert, ist in meinen Augen normal.


Und wann ist ein Schüler fleißig?


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BeitragVerfasst: 05.05.2009, 22:31 
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Liebe musika!
Fleiß und Ehrgeiz sind, wie du schreibst, sicherlich Grundlagen für eine Karriere schlechthin. Freilich, beim Singen gelten meiner Meinung nach diese Regeln in eingeschränktem Maße: Man muss schon eine(n) gute(n) Lehrer(in) haben, dass der Fleiß beim Üben auch zum Ziel führt. Meine erste Lehrerin war eine sehr gute Sängerin, alle jedoch die sich ihr mit Fleiß ergaben verloren früher oder später die Stimme.... Ich selber dachte mir damals schon, dass Halsschmerzen nach jeder Stunde doch nicht zum Ziel führen könnten und die folgende Faulheit rettete meine Stimme.... In diesem Zusammenhang gelte vor allem: Trau, schau wem.
Trotzdem gebe ich dir recht, besonders die Gegenstände rund ums Singen, wie Klavier, Italienisch, Musiklehre usw. können auch fanatisch geübt werden, da sind die, die brennen, bevorteilt.
Herzliche Grüße dir und allen von
alfredo

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...du holde Kunst, ich danke dir.


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BeitragVerfasst: 06.05.2009, 10:41 
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musika hat geschrieben:
Wenn man sich entschließt eine Sängerlaufbahn anzutreten, auch wenn sie nur als Hobby ist, sollte man abwägen, ob die Zeit neben dem eigentlichen Beruf ausreicht, um das Ziel eines Solisten zu erreichen, wenn das nicht der Fall ist, sollte man sich lieber einem Chor anschließen.


Also ich verstehe da : entweder Sängerlaufbahn oder Chor.
Hm hm musika, das klingt mir persönlich ein wenig zu schwarz-weiß. ( Ich schreibe hier als Hobby-Sängerin.)
Man/frau kann doch die Stimme ausbilden, soviel und soweit das die Lebensplanung zuläßt. Und dann auch solistisch singen, auftreten, wenn die Zeit gekommen ist. Dafür muß man/frau etwas tun, da hast Du absolut Recht.
Aber wenn jemand nicht so brennt, wie der Lehrer oder die Lehrerin glaubt, dass es sein muß, dann zu sagen, ok, geh in einen Chor und vergiss das solistische : Das halte ich für den falschen Weg.
Natürlich muß ein Lehrer oder Lehrerin dem Schüler/der Schülerin klar machen, dass es ohne Brennen nicht für eine Karriere oder Sängerlaufbahn reicht, aber man/frau sollte ihm/ihr die Verantwortung dafür selbst überlassen. Da können Phasen sein, wo mehr Zeit ist für das Hoby oder weniger, ich finde das sollte man nicht so eng sehen. Singen ist und bleibt für uns ein Hobby, auch mit solistischen Auftritten. Und nicht immer ist das Leben ein Wunschkonzert, manches liegt nicht in unserer Hand.
Als Schülerin muß ich mich entscheiden : wieviel "Brennen" kann ich mit meinem Leben vereinbaren. Das kann die Sängerlaufbahn sein, oder hin und wieder solistisch zu singen oder in einem kleinen Chor mit ausgebildeten Stimmen zu singen oder im Dorfchor oder ...
Für mich gibt es da nicht nur schwarz und weiß, sondern ganz bunte Möglichkeiten.

Liebe Grüße
Uralt

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Sing und finde gut, was du machst. ( D. B.)


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BeitragVerfasst: 06.05.2009, 11:02 
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Liebe Uralt,

wenn jemand zu mir kommt und möchte Singen lernen, gilt meine Frage, was ist das Ziel? Wenn der/diejenige eine solistische Laufbahn eingehen möchte, auch wenn es nur ein Nebenjob ist, sollte er so viel Ergeiz entwickeln, dass er/sie sein/ihr Ziel erreicht, das geht nicht ohne Fleiß und Brennen.

Dasselbe gilt für einen Profichor, in dem ausgebildete Sänge sind.

Für einen "normalen" Chor kann er natürlich eine Ausbildung machen, doch spielt es keine Rolle, ob er/sie jeden Tag übt oder nicht.

Auch als Hobbysängerin mit öffentlichen Auftritten ist es natürlich wichtig, eine gute Ausbildung zu haben, sonst kann man sich nicht der Öffentlichkeit präsentieren, doch, - kann man schon - da denke ich z.B. an eine Frau XY "Singen aus Berufung" ,die ihr Mann vorstellte - die sich da schon lächerlich machte.

Liebe Grüße

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BeitragVerfasst: 06.05.2009, 13:56 
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Viele Probleme zwischen Lehrer und Schüler hängen auch mit unklaren Absprachen zusammen.
Wenn ein Lehrer nur Schüler unterrichten möchte, die es wirklich ernst meinen, begabt sind und entsprechend üben, dann hat er ja die Möglichkeit das gleich in der Probestunde zu sagen und faule Schüler dann nach einer Verwarnung rauszuschmeißen. Es gibt ja auch viele GL denen es nicht so wichtig ist, dass ihre Schüler fleißig sind.

Für mich stellt sich immer noch die Frage: Wann ist man fleißig?


Off topic: Bei den Geigern gibt es viele sehr gute Profs und Geigenlehrer, die vollen Einsatz fordern und unbegabte oder faule Schüler einfach nicht unterrichten. Viele haben trotzdem lange Wartelisten und man kann froh sein, wenn man bei ihnen zum Vorspielen kommen darf. Und bei einem Geiger sind Übezeiten von 4-8 Stunden "normal".


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BeitragVerfasst: 06.05.2009, 14:00 
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wo war jetzt eigentlich das Problem? ;-)

Daß es auch (sic!) Leute gibt, die ihre persönliche Verantwortung für ihre eigenen Fortschritte und ihre eigene Entwicklung gerne an einen Lehrer (für was auch immer) abtreten wollen, ist ja nicht wirklich neu...

Naja, die Frau XY...
deren Mann (nicht sie selbst!) war auch in anderen Foren damit aktiv. Abgesehen davon, daß es diesen Herren wohl tatsächlich gibt: es war immer der Verdacht dabei, daß das einfach nur ein Fake war, oder schlimmer: gezieltes Stalking. Rufmord.
Ist vermutlich kein gutes Beispiel.

Andererseits: Die Florence Foster Jenkins hat mit ihrer schrägen Singerei Kultstatus erreicht und innerhalb von Stunden die Carnegie Hall ausverkauft, bei exorbitanten Schwarzmarktpreisen. Wer kann das schon von sich sagen..?
Und die hat wahrscheinlich wirklich geübt..!

viele Grüße
TMPestoso

PS:

Hi, Chrissy: Wenn der lehrer sagt, daß Du fleißig warst...

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BeitragVerfasst: 06.05.2009, 14:53 
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Chrissi hat geschrieben:
Es gibt ja auch viele GL denen es nicht so wichtig ist, dass ihre Schüler fleißig sind.
Für mich stellt sich immer noch die Frage: Wann ist man fleißig?


Klar chrissi, es gibt Lehrer, denen ist es egal, hauptsache sie kriegen ihr Geld.

So wie TMPestoso schon sagt, ein guter Lehrer erkennt und hört den Fleiß, es ist auch die ganze Art des Schülers, wie er an den Gesang rangeht, ob er nur seine Stunden nimmt ohne viel zuhause zu tun, oder ob er weiterkommen will, Ergeiz hat und dann eben den Gesang ernst nimmt und zuhause übt. Das nun hängt auch wiederum mit dem Ziel zusammen, was ein Schüler will.

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BeitragVerfasst: 06.05.2009, 15:41 
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musika hat geschrieben:
Klar chrissi, es gibt Lehrer, denen ist es egal, hauptsache sie kriegen ihr Geld.

Ich glaube Du hast mich falsch verstanden. Ich meinte damit, dass es auch Lehrer gibt, denen es nicht so wichtig ist dass ihre Schüler üben usw. und dass ja die Schüler die ihre Prioritäten anders setzten dort ihren Unterricht nehmen können. So sind beide Seiten zufrieden. Es muss ja auch die Liebhaber geben, die zwar ein bisschen selber musizieren, aber doch eher passiv die Musik genießen indem sie in Konzerte gehen usw.
Ich würde zu so einem Lehrer noch nicht einmal gehen wenn ich etwas dafür bekäme - mir wäre meine Zeit zu schade.
musika hat geschrieben:
So wie TMPestoso schon sagt, ein guter Lehrer erkennt und hört den Fleiß, es ist auch die ganze Art des Schülers, wie er an den Gesang rangeht, ob er nur seine Stunden nimmt ohne viel zuhause zu tun, oder ob er weiterkommen will, Ergeiz hat und dann eben den Gesang ernst nimmt und zuhause übt. Das nun hängt auch wiederum mit dem Ziel zusammen, was ein Schüler will.

Dann gehöre ich wohl zu den fleißigen Schülern :) Trotzdem denke ich nicht, dass das so viel mit dem Ziel zu tun hat, sondern eher Typsache ist. Wenn ich mich entscheide etwas zu machen, dann mache ich es richtig. Halbe Dinge gibt es bei mir nicht. Wenn meine Lehrerin 2 Stunden täglich fordern würde, dann würde ich zwei Std. möglich machen und dafür auf etwas anderes verzichten. Wenn sie allerdings 4 Std. forderte...... dann würde ich für mich Konsequenzen ziehen. Trotzdem habe ich nicht das Ziel Solistin zu werden. Da gibt es viele andere die sich gerne im Rampenlicht präsentieren und auch eine deutlich bessere Technik haben. Die Technik wird sich bei mir stark ändern, aber dass ich plötzlich gerne öffentlich singe wäre doch ein Wunder.


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BeitragVerfasst: 06.05.2009, 15:55 
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Chrissi hat geschrieben:

Ich glaube Du hast mich falsch verstanden. Ich meinte damit, dass es auch Lehrer gibt, denen es nicht so wichtig ist dass ihre Schüler üben usw. und dass ja die Schüler die ihre Prioritäten anders setzten dort ihren Unterricht nehmen können. So sind beide Seiten zufrieden. Es muss ja auch die Liebhaber geben, die zwar ein bisschen selber musizieren, aber doch eher passiv die Musik genießen indem sie in Konzerte gehen usw.
Ich würde zu so einem Lehrer noch nicht einmal gehen wenn ich etwas dafür bekäme - mir wäre meine Zeit zu schade.

Man möchte als Lehrer auch einen Fortschritt des Schüler sehen, auch wenn er keine Ambitionen als Solist hat, dafür wäre mir meine die Zeit zu schade. Ein Weiterkommen ist doch immer wichtig, egal, ob man nur im Chor singen will, oder solistisch.

Chrissi hat geschrieben:
Da gibt es viele andere die sich gerne im Rampenlicht präsentieren und auch eine deutlich bessere Technik haben. Die Technik wird sich bei mir stark ändern, aber dass ich plötzlich gerne öffentlich singe wäre doch ein Wunder.
....warte mal ob wenn du weiter bist mit der Technik.

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BeitragVerfasst: 06.05.2009, 15:56 
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Ich denke mal, allein der Fleiß ist nicht ausschlaggebend für eine Bühnen-, bzw. Konzertkarriere. Heutzutage gehört m.E. eine Menge Vitamin B dazu und/oder ein hinreissendes Aussehen. Es gibt so viele professionelle Sänger des gleichen Niveaus, wieso kommen die einen weiter auf der Karriereleiter und die anderen weniger ?

Ich selbst habe Singen sozusagen auf dem zweiten Bildungsweg gelernt, in einem Alter, als eigentlich klar war,dass es zu spät für eine Karriere oder ein Engagement an einer Bühne ist. Nichtsdestotrotz hatte ich mir Ziele gesetzt und konsequent über 5 Jahre jeden ! Tag mindestens eine Stunde Singen geübt. Zudem hatte ich mindestens 1 bis 2 Mal die Woche Gesangsunterricht. Und ich gehöre sicherlich nicht zu den Untalentierten (mit 15 Jahren Klavierunterricht und einigen Jahren Geige und Schulchor usw.) Die Gesangslehrer wechselten, mal hatte ich mehr Motivation, mal weniger, aber die öffentlichen Auftritte wurden mehr und mehr. Nun , nach gut 12 Jahren kann ich sagen, dass ich mein mir gestecktes Ziel erreicht habe. Ich werde für Konzerte engagiert, habe bei einer Weltklasse-Sopranistin alle 3 bis 4 Monate einen "Gesangscheck" und unterrichte ab und zu selbst. Das alles habe ich mir mit viel Fleiß und Zeit- und Geldaufwand erarbeitet. Ich bin stolz darauf, aber weiß auch, dass ich lange noch nicht perfekt bin und dass Singen auch ein ewiges Weiter-an-sich-arbeiten bedeutet...
Damit will ich eigentlich nur verdeutlichen, dass sich Fleiß auf jeden Fall lohnt, aber dass man sein Ziel kompromisslos und konsequent verfolgen muß und sich vor allen Dingen nicht beirren lassen darf von dem ganzen Gequatsche der Gesangskollegen, teilweise auch der GLs und der Freunde/Familie usw..
Und man sollte sich natürlich seine Ziele realistisch setzen.

Lg Silje

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...Letztlich ist Gesang ein in Klang gegossenes Gebet -
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BeitragVerfasst: 06.05.2009, 18:23 
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Hallo Vox Clara,

ich habe für Dein Youtube-Video einen neuen Thread aufgemacht (Gesangsbeispiele).

LG Silje

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BeitragVerfasst: 06.05.2009, 19:56 
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Zitat:
Man möchte als Lehrer auch einen Fortschritt des Schüler sehen


War das nicht Konfuzius, der gesagt hat, daß der Lehrer nicht umsonst gelebt hat, wenn nur EIN Schüler seine Lehren angenommen hat..?

;-)

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BeitragVerfasst: 06.05.2009, 20:02 
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T M Pestoso hat geschrieben:
Zitat:
Man möchte als Lehrer auch einen Fortschritt des Schüler sehen


War das nicht Konfuzius, der gesagt hat, daß der Lehrer nicht umsonst gelebt hat, wenn nur EIN Schüler seine Lehren angenommen hat..?

;-)


Na dann bin ich ja fein raus, immerhin singt eine ehemalige Schülerin in Graz an der Oper, z.Zt. die Susanna in La nozze di Figaro

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