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BeitragVerfasst: 07.05.2009, 00:37 
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Wenn ich meine Schullaufbahn rekapituliere,
meine Berufslaufbahn sehe, so muss ich Siljes ersten Worten zustimmen.

Ich habe Mitschüler erlebt, die stink faul waren und damals trotzdem tolle Noten hatten, weil es ihnen, "einfach so zuflog" und auch später im Beruf nahmen sie jede Hürde mühelos. Es gibt solche Menschen.
Ich musste immer üben, hatte aber dadurch nicht gerade mehr Erfolg.
Einige Ziele habe ich aber dennoch erreicht.
Im Gesang wurde ich dann besser, als der Druck weg war, der Druck es beruflich anstreben zu wollen.
Das Ziel, die Stücke mit einer gewissen Qualität zu präsentieren, gibt den Antrieb und sollte den Maßstab des Übens bestimmen.
Mein letzter Lehrer hat mir die Angst vor der Höhe genommen.
Es waren teilweise die Übungen im Unterricht aber auch das Gespräch über den Umgang mit hohen Tönen und auch die Tasache, wenn man im Notenbild einen hohen Ton geschrieben sieht er gerne mal aus Angst nicht so anspricht, wie er sollte.
Das hat weniger mit Üben, im Quantitativen zu tun, sondern zeigt auch, dass der geistige Umgang mit der Materie ein Üben ist, was ebenfalls gewertet werden sollte.

LG rugero


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BeitragVerfasst: 10.05.2009, 21:10 
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Hmmm ...

ich verdiene mein Geld ja nun auch nicht hauptberuflich mit dem Gesang und mein Brotjob kostet mich oft viel Zeit und Energie. Aber er bringt mir auch das Geld ein, mit dem ich meinen Gesangsunterricht bezahlen kann. Ich gehöre nun zu den Glücklichen, deren Lebensgeister meistens durch das Singen geweckt werden, aber ich kann es auch sehr gut nachvollziehen, wenn man nach einem 8-9-Stunden-Tag einfach keine Kraft und Konzentration mehr hat. Und ehe ich halbherzig übe, übe ich lieber gar nicht. Trotzdem würde ich es mir sehr verbitten, als "faul" eingestuft zu werden, nur, weil ich nicht jeden Tag übe.

Sollte ein Schüler tatsächlich aus Faulheit nicht üben, wäre das ja auch aus finanziellen Gründen schon äußerst unklug (es sei denn, man ist von Beruf Sohn oder Tochter und muss sich ums liebe Geld keine Gedanken machen). Wenn jemand auf der Stelle tritt, kann das ja auch viele andere Gründe haben ....

Schöne Grüße

Octaviane (die zum Glück gerade nicht das Gefühl hat, auf der Stelle zu treten)

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BeitragVerfasst: 11.05.2009, 10:33 
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Hallo,

das stimmt mich ja richtig nachtdenklich wenn ich dieses ganzen Kommentare lese!

Ich weiß aber auch was ich alles durch das Singen schon gewonnen habe und das ist für mich in erster Linie eine echte Verbesserung der Lebensqualität! Ich muß neben her noch meinen Beruf auf die Reihe kriegen und würde gerne nebenher mehr singen doch irgendwo sind natürliche Grenzen gesetzt.

jojo


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BeitragVerfasst: 11.05.2009, 11:19 
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Hallo Jürgen,

ja, genau so ist es. Ich glaube, jede(r) hier "brennt" für's Singen, sonst wären wir nicht hier - aber es ist nun einmal auch so, dass es diese Grenzen gibt und die können individuell sehr verschieden sein. Und es kostet Energie, neben einem Vollzeitjob auch noch Konzerte (oder auch "nur" die nächste Gesangsstunde) so vorzubereiten, dass man selbst auch was daraus mitnehmen kann. Wenn es nach mir ginge, würde ich täglich mehrere Stunden üben - aber davon wird nunmal das Gehalt nicht bezahlt ;-)

Klar mag es auch Verweigerer geben, die nicht üben wollen (wobei ich dann ja schon andeutete, dass ich es schade ums Geld finde - Gesangsunterricht ist ja zumeist nicht gerade ein erschwingliches Hobby), aber wie hieß es (so ungefähr) in einem Buch, was ich jüngst las:

"Bevor man über jemanden urteilt, sollte man erstmal in seinen Schuhen gelaufen sein"

Liebe Grüße

Octaviane

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BeitragVerfasst: 11.05.2009, 11:56 
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Octaviane hat geschrieben:
"Bevor man über jemanden urteilt, sollte man erstmal in seinen Schuhen gelaufen sein"

Liebe Grüße

Octaviane


Über wen wurde hier geurteilt?

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BeitragVerfasst: 11.05.2009, 12:37 
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Liebe Musika,

natürlich wurde hier über niemanden konkret geurteilt, aber mir kam es doch so vor, als würde vielleicht etwas voreilig das Prädikat "Faulheit" vergeben.

Jetzt kann es natürlich sein, dass nun ich wiederum vorschnell "geurteilt" habe, aber so ist das eben, wenn man keine genauen Hintergründe kennt.

Ich will ja gar nicht abstreiten, dass Du als Gesangslehrerin hin und wieder auf wirklich faule Schüler getroffen bist (wobei ich deren Beweggründe, überhaupt Unterricht zu nehmen, nach wie vor nicht nachvollziehen kann), aber ich bin nun mal gegen jede Art von Pauschalisierung.

Aber vielleicht lag es auch gar nicht Deiner Absicht, zu pauschalisieren?

Es kam nur ein wenig so rüber, dass man, wenn man nicht täglich mindestens eine Stunde übt, doch lieber in einen (Laien-)Chor gehen sollte.

Ich übe auch nicht jeden Tag, verfolge aber trotzdem (auf semi-professioneller Ebene) solistische Ambitionen. Chor-Singen finde ich auch toll - habe aber dazu leider gerade keine Zeit und bin da aus gesangstechnischen Gründen auch etwas vorsichtig - bzw. ich hab den richtigen Chor für mich noch nicht gefunden.

Dass man nicht umhin kommt, zu üben, wenn man gesanglich weiterkommen möchte - ob nun als Chorsänger oder als Solist - darüber sind wir ja nun wohl alle einig. :-)

Liebe Grüße

Octaviane

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BeitragVerfasst: 11.05.2009, 12:57 
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Liebe Octaviane,

du musst dir den Schuh doch nicht anziehen, du hast aber ein Ziel und daraufhin arbeitest du. Von einer Stunde am Tag habe ich nie gesprochen, das ist individuell auch auf die Persönlichkeit des Schülers gedacht. Doch wenn ich als Gsangslehrerin feststellen muss, dass der Schüler nicht weiterkommt, er nicht geübt hat, dann frage ich mich, warum ich dafür Geld nehme. Jeder Schüler, egal ob er solistisch singt oder im Chor muss doch darauf bedacht sein weiter zu kommen, warum sonst Gesangsstunden?

Doch wenn ein Schüler eine solistische Laufbahn mit öffentlichen Konzerten als Ziel hat, es ernst nimmt und weiterkommen möchte, sollte er schon so üben, dass der Gesangslehrer in der Stunde merkt wofür er seine Energie, Zeit zur Verfügung stellt.
Gerade heute rief mich eine ehemalige Schülerin an und viele Erinnerungen wurden wach. Ich unterrichtete damals im Internat und sie war eine sehr talentierte Schülerin, die mit Fleiß, Ausdauer und Energie ihr Ziel erreiche wollte, irgendwann mal auf den großen Bühnen zu stehen. Ich brachte sie bis zur Aufnahmeprüfung, die sie in der Praxis super bestand. Doch hier machte sich ihre Faulheit in der Theorie bemerkbar, sie bestand die Theorie nicht, wurde aber trotzdem genommen, weil sie stimmlich sehr gut war. Sie bekam Gelegenheit nach einem halben Jahr die Theorie nachzumachen. Aus Angst vor der nächsten Prüfung, die nach einem halben Jahr anstand, wechselte sie die Hochschule und dort war wieder dasselbe. Sie setzte nun alles dran um in Theorie bestehen zu können und schaffte es auch. Heute ist sie in Linz an der Oper.

Ich hatte ca 15 Schüler im Internat, einige nahmen es mehr oder weniger ernst, nur für den Chor, andere sagten nach einiger Zeit das sie auch mal solistisch singen möchten. Diese Gruppe machte gute Fortschritte, ich merkte dass sie geübt hatten und sie waren stolz darauf, wenn ich sie lobte.

"Üb immer treu und Redlichkeit..." so ist es nicht nur in der Musik, alles will geübt sein, egal um was es sich handelt.

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BeitragVerfasst: 11.05.2009, 14:51 
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musika hat geschrieben:
Liebe Octaviane,

du musst dir den Schuh doch nicht anziehen, du hast aber ein Ziel und daraufhin arbeitest du.


Liebe Musika,

keine Angst, ich hab mir den Schuh nie angezogen - wollte quasi nur als Stimme für die dienen, die diesen Thread aus dem einen oder anderen Grund in den falschen Hals bekommen könnten :-)

Zitat:
Von einer Stunde am Tag habe ich nie gesprochen, das ist individuell auch auf die Persönlichkeit des Schülers gedacht. Doch wenn ich als Gsangslehrerin feststellen muss, dass der Schüler nicht weiterkommt, er nicht geübt hat, dann frage ich mich, warum ich dafür Geld nehme. Jeder Schüler, egal ob er solistisch singt oder im Chor muss doch darauf bedacht sein weiter zu kommen, warum sonst Gesangsstunden?


In dem Punkt sind wir uns dann ja einig, kann auch sein, dass ich das mit der einen Stunde missverstanden habe.

Zitat:
"Üb immer treu und Redlichkeit..." so ist es nicht nur in der Musik, alles will geübt sein, egal um was es sich handelt.


Da stimme ich dir ja vollkommen zu - ich merke auch, dass es hilft, wenn ich mal wieder heimlich geübt habe haushalt__005.gif

Und ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass es frustrierend ist, wenn man als GL das Gefühl hat, dass jemand aus Faulheit nicht übt - immerhin verwendet man ja auch viel Energie darauf, den Schüler weiter zu bringen. Aber manchmal kommt man eben auch aus anderen Gründen nicht zum Üben - aber auch hier, wie so oft, hilft dann wohl eine klare Kommunikation, d.h. der Schüler sollte offen mit dem Lehrer sprechen (können), wenn ihn sein Beruf oder was auch immer mal nicht zum Üben kommen lässt.

LG

Octaviane

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BeitragVerfasst: 17.05.2009, 19:42 
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hallo,

bei meinen schülern ist das sehr unterschiedlich.
bei denen, die sowieso nur so "für sich" singen und keine auftrittsabsichten haben, ist es mir egal, wieviel sie üben.
ich sage ihnen zwar (mehrmals), daß sie schneller vorankommen, wenn sie mehr üben, aber ob sie es dann machen, ist ihre sache.
solang sie im gu gut mitarbeiten, bin ich bei diesen schülern auch nicht genervt o.ä.

bei schülern, die vor publikum singen wollen, egal ob als hobby oder professionell, lege ich sehr viel wert darauf, daß sie genug üben. wobei der zeitaufwand bei anfängern noch so gering ist, daß auch berufstätige das wirklich mühelos machen können.
und wer wirklich was erreichen will, findet dann auch irgendwie die zeit, um nach und nach mehr zu üben.

lg
kaja


Zuletzt geändert von kaja am 21.07.2009, 23:22, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 18.05.2009, 10:02 
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Zitat:
ich habe während meiner ausbildung nur soviel gearbeitet, daß es für ein mini-appartment, bißl essen und 2-3 std. gu pro woche (mit mengenrabatt) reichte und durch den verzicht auf alles, was geld oder zeit kostet und nichts mit singen zu tun hat, konnte ich jeden tag 5-8 std. singen


Daran kann man anknüpfen. Ich würde da gerne noch einmal das Zitat mit den Schuhen der anderen in Erinnerung rufen. Bei allem Verzicht, den Du Dir auferlegt hast, um Dein Ziel zu erreichen: Du darfst rüchblickend froh und dankbar sein, daß Du die FREIHEIT und die MÖGLICHKEIT hattest, Dich so zu entscheiden.

Machen wir doch mal ein kleines Sandkastenspiel: Was wäre gewesen, wenn Du nicht nur für Dich allein die Verantwortung hättest tragen müsen? Vielleicht noch zwei Kinder zu erziehen gehabt hättest? Hättest Du ihnen auch entsprechende Entbehrungen auferlegt, um Deiner Leidenschaft in dieser Form nachkommen zu können? ("Hab keine Zeit für euch, muß singen. Und Essen gibt es heute auch etwas weniger..." etc...)

Ich bin immer noch der Überzeugung, daß Ihr es Euch m.E. etwas zu einfach macht, in Eurer Argumentation.

Gerade der letzte Beitrag legt doch wunderbar dar, daß es eine Frage der individuellen Lebensumstände ist, was wie zu realisieren ist und dabei jeder für sich selber die Prioritäten festsetzt im Rahmen des ihm Möglichen. IHR konntet es möglich machen...im Falle des Singens...

Aber gab es in Euerem Leben nicht auch immer wieder Ziele, die Ihr nicht oder nicht so, wie erhofft verwirklichen konntet? Oder hattet Ihr etwa nie andere Ziele? (Ich persönlich - aber das ist meine ausdrücklich subjektive Einstellung - bedaure jeden, der nie etwas anderes angestebt hat und nie etwas anderes getan hat, als das, was er gerade tut. Das ist für mich ein armer Mensch)

Wenn es den Lehrer nervt, was der Schüler treibt oder besser gesagt nicht treibt, oder ihm seine Zeit zu schade ist, und weil es ja auch seiner Karriere und seinem Ruf hinderlich ist, wenn er lauter Tränen hat, dann muß halt auch er FÜR SICH entscheiden und gegebenenfalls die entsprechenden Konsequenzen ziehen. Und zwar rechtzeitig und in aller Freundlichkeit.

Jeder hat immer drei Möglichkeiten, und er entscheidet sich täglich neu für eine davon:

Love it, change it, or leave it.

Wer sich nicht entscheidet, darf sich dann auch nicht beschweren. Gilt im speziellen Fall für Schüler in gleicher Weise wie für Lehrer. Und die Feststellung daß noch kein Meister vom Himmel gefallen ist, ist banal.

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BeitragVerfasst: 18.05.2009, 11:47 
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Zitat:

Machen wir doch mal ein kleines Sandkastenspiel: Was wäre gewesen, wenn Du nicht nur für Dich allein die Verantwortung hättest tragen müsen? Vielleicht noch zwei Kinder zu erziehen gehabt hättest? Hättest Du ihnen auch entsprechende Entbehrungen auferlegt, um Deiner Leidenschaft in dieser Form nachkommen zu können? ("Hab keine Zeit für euch, muß singen. Und Essen gibt es heute auch etwas weniger..." etc...)


Ich habe zwei Kinder großgezogen und habe trotzdem das erreicht, was ich wollte. Dafür stand mir mein Mann auch zur Seite, auch später am Theater, dass ist natürlich nicht überall so. Mein Ziel vor Augen, habe ich trotz Beruf nie aus den Augen gelassen, habe ergeizig geübt und schnelle Fortschritte gemacht.


Das ist selbstverständlich

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BeitragVerfasst: 18.05.2009, 12:26 
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Zitat von rugero: "...dass der geistige Umgang mit der Materie ein Üben ist, was ebenfalls gewertet werden sollte."

Demnach heißt "Üben" bei einem Gesangschüler eben nicht nur, dass er seine Stücke auch tatsächlich gesungen hat. Diesbezüglich hatte ich kürzlich in der Gesangstunde ein regelrechtes Aha-Erlebnis. Da wurde ein langes und ziemlich schwieriges Stück mit "kilometerlangen" Koloraturen wiederholt was vor gut einem Jahr mal angefangen worden war. Ich hatte es seither nicht wieder gesungen, und trotzdem sang es sich jetzt fast wie von selbst. So "leicht" war das letztes Jahr nicht... Aber ich habe mich, wie rugero schreibt, dann und wann geistig mit dieser "Materie" beschäftigt, mir das aktive Singen also "nur" vorgestellt, und das hat enorm viel gebracht.

Wie auch andere schon geschrieben haben hängt "Fleiß" nicht nur vom erbrachten Zeitaufwand des Übens (in welcher Form auch immer, siehe oben) ab. Wenn ein Gesangschüler der ausschließlich im Kirchenchor singt "fleißig" erscheint ist es - bei jeweils gleichem Übepensum - derjenige der sich für eine Aufnahmeprüfung an einer Musikhochschule vorbereitet noch lange nicht.

Welchen "Fleiß" kann ein Lehrer also jeweils erwarten? Muss immer schon von einer Unterrichtsstunde zur nächsten ein hörbarer Fortschritt zu erkennen sein? Und wie sehr spielt bei der Beurteilung des "Fleißes" auch eine Rolle ob der Lehrer eventuell andere Vorstellungen davon hat was der Schüler erreichen kann/könnte als der Schüler selbst? Ist der Lehrer eher zufrieden zu stellen nachdem er seine Vorstellungen, was er aus der jeweiligen Stimme formen will (und kann), im Laufe der Zeit korrigiert hat?

Viele Grüße
AK-Kontraalt

_________________
Das Vergänglichste, wenn es uns wahrhaft berührt,
weckt in uns ein Unvergängliches.

(Friedrich Hebbel)


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BeitragVerfasst: 18.05.2009, 12:34 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:
Welchen "Fleiß" kann ein Lehrer also jeweils erwarten? Muss immer schon von einer Unterrichtsstunde zur nächsten ein hörbarer Fortschritt zu erkennen sein? Und wie sehr spielt bei der Beurteilung des "Fleißes" auch eine Rolle ob der Lehrer eventuell andere Vorstellungen davon hat was der Schüler erreichen kann/könnte als der Schüler selbst? Ist der Lehrer eher zufrieden zu stellen nachdem er seine Vorstellungen, was er aus der jeweiligen Stimme formen will (und kann), im Laufe der Zeit korrigiert hat?



Ein Lehrer hat/muss viel Geduld haben, einen Fortschritt von einer Stunde auf die andere wäre schön, doch das geht leide nicht. Allerdings bemerkt ein Lehrer ob ein Schüler etwas aus der letzten Stunde mitgenommen hat und es zuhause versucht hat umzusetzen.
Die 'Vorstellungen was ein Schüler erreichen kann und was nicht hängt auch damit zusammen, wie musikalisch der Schüler ist. Doch Motivation an den Schüler in dem man ihn lobt und in eben motiviert, befleißigen den Schüler. Ein Lehrer merkt was in dem Schüler steckt und das muss er versuchen herauszuholen.

Ergeiz sollte beim Schüler und Lehrer sein, vor allen Dingen muss es Spaß machen und es darf kein Druck auf den Schüler ausgeübt werden.

big_bye

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BeitragVerfasst: 03.06.2009, 10:59 
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Noch ein Nachtrag zum Üben
(der wird musika freuen…)


Es gibt nämlich eine Reihe von Untersuchungen genau zu diesem Thema, aufbauend auf einer Arbeit des Neuropsychologen K. Anders Ericsson et al. (Ericsson, K. A., Krampe, R. Th., & Tesch-Römer, C. (1993). The role of deliberate practice in the acquisition of expert performance. Psychological Review, 100(3), 363-406.)

die wesentlichen Punkte sind hier in diesen Vortragsunterlagen zu finden:
http://cheers.de/uni/ged/vortrag/delibe ... ice_v3.pdf


Bei den sehr guten Violinisten betrug dabei der Übeaufwand kumuliert bis zum 20. Lebensjahr ca. 10000 Stunden, bei den guten ca. 7000 Stunden, bei den Musiklehrern ca. 4000 Stunden und bei den guten Amateuren 2000 Stunden. Das ergibt bei einer Lernzeit von 10-15 Jahren im Mittel eine tägliche (!) Überzeit von 2,7 – 1,8 Stunden für die sehr guten, 1,9 - 1,3 Stunden für die guten und 1,1 – 0,7 für die Lehrer.

Bei den Pianisten sieht das etwas anders aus: im Mittel ca. 4 Stunden täglich für die Profis und eine Viertelstunde für die Amateure…

(Für die Sänger gibt es leider keine Zahlen)

Nebenerkenntnis: es gibt kein angeborenes "Expertentum" (nicht nur in der Musik), zumindest konnte das bislang nirgends nachgewiesen werden. Angeborene Eigenschaften scheinen allenfalls die Leistung nach oben zu limitieren, sind aber keine Voraussetzung für Spitzenleistung. Die kommt wohl tatsächlich nur durch Training…

Fazit:
Wer gut ist, ist es, weil er viel geübt hat.

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BeitragVerfasst: 03.06.2009, 11:28 
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T M Pestoso hat geschrieben:
Noch ein Nachtrag zum Üben
(der wird musika freuen…)

Fazit:
Wer gut ist, ist es, weil er viel geübt hat.


sag ich doch.....ich spreche aus Erfahrung meiner Lehrtätigkeit.... :n015 big_applaus

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BeitragVerfasst: 03.06.2009, 23:35 
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genug üben ist natürlich sehr wichtig und bringt auch eine menge, wenn man die richtigen dinge auf die richtige art übt.

aber ohne talent wird man trotzdem weder ein wirklich guter sänger oder schauspieler noch primaballerina o.ä.

lg
kaja


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BeitragVerfasst: 04.06.2009, 07:50 
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kaja hat geschrieben:
genug üben ist natürlich sehr wichtig und bringt auch eine menge, wenn man die richtigen dinge auf die richtige art übt.
aber ohne talent wird man trotzdem weder ein wirklich guter sänger oder schauspieler noch primaballerina o.ä.

Da hast Du sicher Recht.
Trotzdem ist, zumindest bei den Geigern, unter den begabten Schülern die Übezeit der entscheidende Faktor. Die ganze Begabung nutzt nichts, wenn nicht geübt wird. Solche Schüler werden dann nach kurzer Zeit von weniger begabten aber fleißigen überholt.
Alleine der Repertoireaufbau und später dessen Erweiterung braucht doch seine Zeit und alles was man in jungen Jahren gelernt hat hat man sicherer zur Verfügung.

PS: Ich lege den Eltern von Schülern die konsequent nicht üben nahe mit dem Geigen aufzuhören, oder empfehle eine Kollegin die mit nicht so fleißigen Kindern gerne arbeitet.
Ich selber fände es "oberpeinlich" schlecht oder gar unvorbereitet zur Gesangsstunde zu kommen.


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BeitragVerfasst: 04.06.2009, 12:17 
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Definiert doch bitte mal "Talent"!

Ihr seht eine Leistung (das ist das einzige was beobachtbar ist) und führt zur Erklärung dieser Leistung ein gedankliches, nicht meßbares Konstrukt ein: das Talent. Gleichzeitig sagt Ihr aber, daß die gleiche oder sogar höhere Leistung mit weniger Talent auch zu erreichen wäre.

Das ist ungefähr so, als ob man den Umstand, daß ein Auto fährt, damit erklärt, daß da eine unbekannte Kraft daran zieht. Gleichzeitig wäre aber auch noch ein Motor vonnöten, denn wenn kein Motor da wäre, würde sich das Auto trotz dieser unsichtbaren Kraft selbstverständlich nicht bewegen. Natürlich könnte es auch ohne diese Kraft fahren, es braucht dann nur einen hinreichend starken Motor. Es würde aber selbstverständlich schneller fahren, wenn diese Kraft daran zöge. Auf der anderen Seite könne man aber nicht aus der Geschwindigkeit auf die Stärke dieser geheimnisvollen Kraft schließen, denn die Geschwindigkeit wäre ohne Frage auch nur durch die Stärke des Motors und die Bauform allein erklärbar…

Nur mal so, als formallogische Analogie…

By the way: aus den Arbeiten von Ericcson et al. geht auch hervor, daß die "Begabten" regelmäßig ihren tatsächlichen Übeaufwand unterschätzen…

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BeitragVerfasst: 04.06.2009, 17:17 
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Meiner Meinung nach ist Talent messbar, indem man den Zeitaufwand betrachtet, den z.Bsp.2 Menschen im Vergleich benötigen, um eine bestimmtes Ziel zu erreichen. Bestes Beispiel: Mein Bruder und ich : Mir wurde im Alter von 2 Jahren eine einfache Melodie vorgesungen, die ich sofort fast fehlerfrei nachsingen konnte. Mein Bruder brauchte dazu mindestens einen Tag. Keiner von uns hatte die Melodie jemals zuvor gehört...und mein Bruder ist sogar älter als ich, also weiter in seiner intellektuellen Entwicklung gewesen..
Sowohl Untalentierter als auch Talentierter können das gleiche Ziel mit der gleichen Qualität erreichen. Die entscheidende Faktor ist m.E. hierbei, innerhalb welcher Zeit sie es können. Darin unterscheidet sich für mich Talent von Untalent. Was die einen sich hart erarbeiten müssen, fällt den anderen mehr oder weniger in den Schoß. Trotz allem ist klar: Ohne konzentriertes Üben und vielfaches Wiederholen stellt sich kein Erfolg ein. So ist unser Gehirn eben konzipiert.....

LG Silje

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Hallo Silje!

Auch die Autos brauchen u.U. unterschiedlich lange, um die gleiche Strecke zu fahren. Das läßt sich aber auch ohne die Zusatzannahme einer geheimnisvollen Kraft erklären, die am schnelleren Auto zieht... ;-)

Ich weiß: Das ist die übliche Erklärung, wenn es um Talent geht.

Das Problem dabei: Man hat bei derartigen Vergleichen nie die selben Voraussetzungen, schon gar nicht bei etwas so Komplexem wie Musik. Und da ist es einfach nur verführerisch (verführerisch einfach!), die Unterschiede mit Zusatzannahmen zu erklären. Aber was Du in Deinem Beispiel messen kannst, ist mitnichten "Talent": es ist tatsächlich nur die Leistung, hier die Geschwindigkeit, mit der Ihr ein Lied gelernt habt, die Du messen kannst.

Es könnte ja auch einfach nur sein, daß Dein Bruder kein Interesse an diesen Liedern gehabt hat. Und ist es nicht so, daß jedem von uns Dinge, die ihn interessieren, leichter fallen, als andere? Das ist aber Interesse und nicht Talent!

Für die Dinge, die uns interessieren, die uns vielleicht sogar Lusterlebnisse bescheren, sind wir auch bereit uns anzustrengen. (Beispiele fallen da wohl jedem selber ein) Stichwort Motivation. Die ist für Leistungen jeglicher Art unabdingbar. Nur: Motivation ist Motivation und ebenfalls kein Talent!

Und gerade Motivation ist ein zartes Pflänzchen, die reagiert sehr empfindlich auf Umweltreize. Stell' Dir vor, ein kleines Kind singt laut und ausdauernd und vielleicht auch nach landläufiger Auffassung nicht gerade "schön" (wie Kinder eben singen), aber mit wachsender Begeisterung, nur eben am falschen Ort und zur falschen Zeit: Mama hat gerade Kopfweh und ist auch sonst leicht genervt und gestresst, weil gerade mit wichtigem Telefonat zugange und der Wasserkessel pfeift auch gerade... Wie wird die Reaktion ausfallen? Etwas so (gereizter Tonfall): "...jetzt hör' endlich mit dieser scheußlichen Singerei auf, das kann ja kein Mensch aushalten..!"? Das nächste Mal wird das Kind vielleicht etwas vorsichter sein mit seinem Singen, und ein Lusterlebnis wird es in Gegenwart der Mutter vermutlich auch nicht erwarten, und schon gar keine Bestätigung in Richtung "Mama findet das toll, was ich mache..." Dann haben wir vielleicht auch noch mehrere solche Erlebnisse: Ob dieses Kind dann gerne singen wird? Oder gar mit dem Selbstbewußtsein "Ich kann das gut!", was eine der Vorausetzungen wäre, die Dinge auf Anhieb zu können? Für das "sich-trauen"? (Wieviele Erwachsene gibt es, denen man in der Kindheit vermutlich genau auf diese weise erfolgreich eingeredet hat, sie wären "unmusikalisch"?) Ist da Vermeidung nicht zwangsläufig irgendwann das Mittel der Wahl? Beschäftigung mit dem Unlustauslöser nur noch wenn man es nicht vermeiden kann? Wenn man nun so ein Kind mit einem anderen vergleicht, das solche negativen Erlebnisse nicht gehabt hat, oder gar positiv bestärkt worden ist: Ist dann das eine untalentierter als das andere?

Ok: konstruiert. Aber deswegen unplausibel? Auch Kinder im Vorschulalter haben bereits eine Biographie. Und individuelle Interessen.

Oder ist das blanke Interesse für etwas und die Motivation, sich damit zu beschäftigen, vielleicht sogar gegen Widerstände, und sich gegebenenfalls dafür auch anzustrengen, das, was man landläufig als "Talent" bezeichnet? Das fände ich ein wenig dünn.

Was sagt Suzuki (der von der Suzuki-Methode) dazu?

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Der Sänger singt am Weiher leise, doch singt er etwas leierweise.


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