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 Betreff des Beitrags: Re: Eure erste G.stücke
BeitragVerfasst: 23.05.2008, 08:55 
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Hallo allerseits,

ich mag dieses uralte Thema mal wieder hervorzerren und abstauben... ich bin ja selbst noch GU-Anfaengerin und tue mich mit der Musikauswahl ein bisschen schwer. Am Anfang habe ich im Unterricht ein bisschen kreuz und quer kleine Melodien und -teile auswendig nachgesungen (zB aus Vittoria, Vittoria - aber wegen Stuetzmaengeln und total unangenehmer Lage schnell wieder fallengelassen). Dann hab ich Caro mio ben gemacht (offenbar ja ein Anfaengerschlager und auch angenehm zu bewaeltigen) und dann hab ich das Ave Maria von Dvorak angeschleppt, weil ich das sehr schoen finde, es aber auch ein paar Tuecken hat. Ich hab da im GU einige Male dran gewerkelt, auch viele gute Tips und Ansaetze mitgenommen, aber ich wuerde es (noch) nicht als ernsthafte Arbeit bezeichnen, und von vorsingbar ist es weeeeit entfernt.
Ich habe aber auch das Gefuehl, dass mich meine GL derzeit eher "locker-flockig" singen lassen will, also keine pingelige Interpretationsarbeit machen oder so, weil ich mit sehr grundlegenden Dingen kaempfe (mache mich zu fest im Kiefer, stuetze zuwenig, Stimme ist zu weit hinten und die Aussprache, oh je!) und wenn ich versuche mich auf Ausdruck usw. zu konzentrieren, wird das Zuhoeren unertraeglich und ich verkrampfe total.
Ob die Herangehensweise der GL gut ist, keine Ahnung :n66: aber ich lass mich einfach mal drauf ein.

Wie auch immer, jetzt hat sie letztes Mal anklingen lassen, ich solle mal wieder ein anderes Stueck singen, sie meinte auch sie schaut mal was sie so daheim hat, aber ich kann mich ruhig auch mal umsehen und ggf was mitbringen. Leider sind die meisten Stuecke, die ich habe, nicht anfaengertauglich, oder Chorstuecke. Meine GL hatte einfach mal das Caccini-Ave Maria vorgeschlagen, das kenn ich aber noch nicht.
Arie Antiche gibts leider so viele, dass ich nicht so recht durchsteige, was da "schoen" (von der Melodie her) und in der Tessitur angenehm ist (hoechstens bis g2, Stimmlage eher mittel-hoch). An meiner Mittellage will ich zwar auch arbeiten, aber nur in der Mittellage rumkrebsen strengt mich unheimlich an...
Hat vielleicht jemand von euch einen heissen Tipp, was sich fuer mich anbieten wuerde? Sowohl fuer den GU, als auch als "Opfer-Stueck" fuers alleine ueben...

Danke schonmal,
LG Lux


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 Betreff des Beitrags: Re: Eure erste G.stücke
BeitragVerfasst: 23.05.2008, 15:30 
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Hallo Lux!
Die Gesangsschule "Vaccai" hat fast jeder Gesangsschüler durchmachen müssen. Mir gefielen und gefallen die Arietten sehr gut, man muss die Stücke mit dem Gesangslehrer gut durchnehmen (ich konnte alle Stücke auswendig), daneben sang ich dann kleine Liedchen wie "Vittoria" und "Caro mio ben". Wenn du das gut machst wirst du bald keine Unsicherheit und dafür Freude empfinden.
Glück auf!
alfredo :n99:

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...du holde Kunst, ich danke dir.


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 Betreff des Beitrags: Re: Eure erste G.stücke
BeitragVerfasst: 24.05.2008, 15:06 
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Ist ja noch nicht sooo lange her.....

"Stadingers Lied" aus Lorzings "Der Waffenschmied von Worms" ("auch ich war ein Jüngling")

Anfänglich mit "Naserümpfen" (kam mir, irgendwie, "Kitschig" vor) - später mit Begeisterung!

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Wenn alle so wären wie ich es sein sollte - dann wäre die Welt viel besser...
Alles Gute, Gesundheit, Erfolg und Zufriedenheit!
- Es grüsst der liebe Basss!


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 Betreff des Beitrags: Re: Eure erste G.stücke
BeitragVerfasst: 25.05.2008, 14:34 
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Liebe Lux,

das Ave Maria von Caccini kommt bei meinen Anfängern ebenfalls gut an - such einfach mal bei You Tube nach dem einen oder anderen Titel, der dir vorgeschlagen wird. Mit den Arie Antiche liegt man meist recht gut - und es gibt auch, ich glaube bei Peters, eine Notensammlung namens "Unterrichtslieder".

Cecilia Bartoli hat eine Auswahl von sehr schönen Arie Antiche eingespielt, andere Sänger sicher ebenso.

Liebe Grüsse sendet Casta

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La chance d'avoir du talent ne suffit pas ; il faut encore le talent d'avoir de la chance.
Hector Berlioz


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 Betreff des Beitrags: Re: Eure erste G.stücke
BeitragVerfasst: 27.05.2008, 07:46 
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Ich habe mich jetzt gestern mal ein bisschen mit den Arie Antiche auseinandergesetzt und mir die ein oder andere bei Youtube angehoert...
"Sebben crudele" klingt zwar nicht so spektakulaer, aber ist bestimmt eine gute Uebung. "Stizzoso, mio stizzoso" gefaellt mir supergut, aber dafuer ist meine Stimme (noch???) nicht beweglich genug, ich kling da wie ein bruellendes Trampeltier :n17: und zu hoch ists auch - menno...
"Lasciate mi morire" ist dafuer auch ganz huebsch, und "Per la gloria d'adoravi" find ich richtig schoen, ich glaub das schlepp ich diese Woche gleich mal zum Unterricht mit.

Verliebt habe ich mich aber in "Lascia ch'io pianga" von Haendel, vom Tonumfang her liegt das ganz schoen, meint ihr das ist auch anfaengertauglich oder hat das Klippen, die ich beim Spontan-Durchsingen (geht halbwegs gut, aber locker und schoen ists natuerlich beim ersten Versuch noch nicht) uebersehen habe?

Wie ist das eigentlich mit der Gelaeufigkeit - ich hatte jahrelang Klavierunterricht und weiss, dass man da die Beweglichkeit und Schnelligkeit nur durchs Ueben solcher Stuecke erlangt. Ist das beim Singen genauso? Ich kleb irgendwie an jedem Ton und kriege keinerlei Leichtigkeit oder Gelaeufigkeit rein. Was ist da besser - erstmal an Stuecken, die keine Laeufe, Verzierungen oder Tempo verlangen die Grundlagen ueben und dann was flotteres vornehmen oder nach dem Motto "learning by doing" was hernehmen, was eine Gelaeufigkeit verlangt, die ich noch nicht habe? (Werde auch meine GL dazu fragen aber mich wuerden mal andere Meinungen interessieren.)


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 Betreff des Beitrags: Re: Eure erste G.stücke
BeitragVerfasst: 27.05.2008, 08:43 
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Hallo Lux,

natürlich sind Stimmen unterschiedlich, manche sind eben geläufiger als anderere, anderen fällt es dafür leichter, lange Phrasen und ein schönes Legato zu singen. Dennoch sollte man natürlich auch das üben, was einem vielleicht nicht so leicht fällt und ich habe die Erfahrung gemacht, dass einem die Sache mit der Übung irgendwann wirklich leichter fällt. Das liegt auch daran, dass die Technik sich mit der Zeit natürlich verbessert. Ich dachte eine Zeit lang, ich könnte überhaupt keine Koloraturen singen zu können und eine total unbewegliche Stimme zu haben. Aber nach und nach entwickelte sich meine allgemeine Stimmtechnik und ich habe mich auch immer mal wieder auf meinen Hinten gesetzt, um das zu üben. Zwar gibt es sicher Stimmen, denen Koloraturen leichter fallen als mir (ich muss da doch kontinuierlich dranbleiben) , aber mittlerweile bin ich ganz zufrieden, arbeite aber weiter dran. Mein GL hat da irgendwie auch mehr Vertrauen in meine Fähigkeiten als ich ...

Ansonsten meine ich, dass es vielleicht sinnvoller ist, erst einmal mit leichten Stücken (was die Geläufigkeit angeht) zu beginnen und sich nach und nach zu steigern. Auch wenn ich das so nicht getan habe, sondern naiv wie ich manchmal bin, mir gleich eine nicht so einfache Mozartarie (Parto, parto) vorgenommen. Geschadet hat der Sprung ins kalte Wasser mir nicht, aber der andere Weg wäre vielleicht einfacher gewesen. :kaffee

Wie immer ist es denke ich, aber wichtig, zwar vorankommen zu wollen, sich aber bloß nicht selbst zu sehr unter Druck zu setzen. Dann verkrampft man nur innerlich und das schlägt auch wieder auf die Stimme.

Lascia ch'io pianga habe ich auch schon gesu ngen, ich mag das Stück wirklich sehr. Singst Du denn die höhere oder die tiefere Ausgabe. Die hohe geht glaub ich bis g2.

Liebe Grüße

Octaviane

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 Betreff des Beitrags: Re: Eure erste G.stücke
BeitragVerfasst: 27.05.2008, 09:17 
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Hallo Octaviane,
meine Stimme ist sogar fuers 'Vittoria, vittoria' zu unbeweglich :lol das darf man gar nicht so laut sagen... vielleicht doch mal auf den Hosenboden setzen. Warum ist nur soooo ein grosser Unterschied zwischen "Koloraturen ueberleben" (lange Jahre im Chor hat das irgendwie geklappt) und "Koloraturen aussingen"... schnief. Vom Lascia hab ich die hohe Ausgabe, das g2 ist noch so ein grenzwertiger Ton bei mir, der aber schon deutlich schoener geworden ist und den ich gern weiter ausbauen will, und auch sonst liegt mir das Stueck so ganz gut. Bei den Uebungen ist bei as2/a2 echt Schluss mit schoen... daher moechte ich mir diese Hoehe in Stuecken noch nicht antun.

LG Lux


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 Betreff des Beitrags: Re: Eure erste G.stücke
BeitragVerfasst: 27.05.2008, 10:21 
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Hallo Lux,

wenn dir die hohe Ausgabe alllgemein gut liegt, wird es auch die Richtige sein, mit der Zeit wirst Du sehen, dass das g2 auch immer schöner und sicherer wird. War zumindest bei mir so.

Ich glaube übrigens auch, dass man, besonders wenn man technisch noch nicht so sicher ist, sich gerne auch mal Sachen einredet oder einreden lässt. Deswegen ist ja ein einfühlsamer und guter GL so wichtig, der a) sieht, auf welchem Stand die Stimme gerade ist und von da aus arbeitet und b) im Idealfall auch noch eine Ahnung hat, wohin sich die Stimme einmal entwickeln könnte (!), ohne sie sofort mit Ach und Krach dahin zu drängen.

Bei mir war das so, dass ich früher auch mal im Chor gesungen habe, dort mit den Läufen nicht wirklich Probleme hatte und mich auch im 1. Sopran durchaus wohl gefühlt habe. (Bin dann mal ganz kurz in den Alt gewechselt, was eine ziemlich doofe Idee war, da mir die Tiefe Lage sofort auf den Hals gegangen ist, dann habe ich mich im 2. Sopran versucht, was auch okay war, nur bin ich kurz danach umgezogen und seitdem habe ich nicht mehr im Chor gesungen)

Da aber seltsamerweise im GL die Höhe nicht so klappte wie sie sollte (heute weiß ich, dass das einfach auch an Problemen in der Übergangslage und anderen technischen Unzulänglichkeiten lag, wobei die im Chor seltsamerweise gar nicht so auftraten) kam ich auf den Trichter, eine tiefe und unbewegliche Stimme zu haben. Ob mir das nun meine GL, meine Familie und Freunde oder ich mir selbst eingeredet habe, kann ich gar nicht mehr so genau sagen. Wahrscheinlich waren wir alle irgendwo beteiligt. Mittlerweile bin ich an Erfahrungen reicher geworden und weiß, dass ich gar keine tiefe Stimme habe und sie auch nicht soo unbeweglich ist, wie ich immer dachte.

Vielleicht bist Du ja nicht gerade ein leichter Koloratursopran, aber ich würde trotzdem einfach offen beobachten, wie sich Deine Stimme mit den Jahren entwickelt. Da kann man unter Umstände noch so manche Überraschung erleben.

Solche weisen Ratschläge sind rückblickend natürlich immer einfacher zu erteilen :kaffee

LG

Octaviane

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 Betreff des Beitrags: Re: Eure erste G.stücke
BeitragVerfasst: 30.05.2008, 09:40 
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Mein erstes Gesangsstück was "Bereite Dich Zion". Mensch, hatte ich damals Angst vor den Koloratürchen...
Zur Weihnachtszeit wird das Stücke immer wieder ausgepackt, um weiter daran zu arbeiten. Daran kann ich messen, wie sich meine Stimme verändert hat. Besonders, wenn ich das mit alten Aufnahmen vergleiche :lol

Liebe Grüße,
Mariko


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 Betreff des Beitrags: Re: Eure erste G.stücke
BeitragVerfasst: 30.05.2008, 11:12 
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Hallo Mariko

"Bereite Dich Zion" habe ich auch relativ früh im GU gesungen. Aber das war zu den Zeiten, wo meine Höhe noch nicht so gut entwickelt war. Damals fand ich es recht angenehm zu singen, heute kann ich es zwar immer noch singen, aber es liegt doch zu tief, um wirklich ideal zu sein. Oder wie jemand hier im Ensemble mal sagte: "Man hat das Gefühl beim Singen, als hätte man zu kleine Schuhe an". Ein sehr passendes Bild, wie ich finde :respekt

Nichtsdesttotrotz ist und bleibt es ein wunderschönes Stück, genau wie die beiden anderen Altarien aus dem Weihnachtsoratorium.

LG

Octaviane

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 Betreff des Beitrags: Re: Eure erste G.stücke
BeitragVerfasst: 30.05.2008, 11:30 
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Ich finde das Stueck auch wunderschoen, aber bei mir klingt das einfach nur flach gebuegelt - absolut nicht meine Lage...


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 Betreff des Beitrags: Re: Eure erste G.stücke
BeitragVerfasst: 30.05.2008, 11:50 
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Ja, es ist ja auch immer die Frage, mit wem man verglichen wird. Natürlich kann eine wärmere oder etwas dunklere Sopranstimme mit guter Mittellage diese Arien auch gut singen, und ich unterstelle mal, dass sich die Menschen im Pubklikum, die einfach nur ein schönes Oratorium hören wollen und sich keine Gedanken um Stimmfächer und das ganze Gedöns machen sich da auch nicht beschweren würden, aber wenn man den Sopran dann mal neben einen richtigen Alt stellt, hört man doch, was Sache ist ...

LG

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 Betreff des Beitrags: Re: Eure erste G.stücke
BeitragVerfasst: 05.06.2008, 09:10 
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Meine ersten Stücke im Gesangsunterricht waren in den ersten drei Monaten zunächst ausschließlich Vaccai, danach "Dalla sua pace" von Mozart (klappte so einigermaßen), "Mondnacht" von Schumann (totaler Reinfall), "Vittoria, vittoria" (super), "Già il sole dal Gange" (auch gut), "Per la gloria" (o.k.) und "Amarilli" (Reinfall) aus den Arie Antiche. Dann wieder einige Stücke Vaccai, danach "Una furtiva lagrima" von Donizetti (naja...) und dann das bisher beste Stück: "Christbaum" aus den Weihnachtsliedern von Peter Cornelius.

Das war das erste Jahr. Das zweite Jahr begann mit diversen Arien und Rezitativen aus dem "Messias" von Händel. Das zuletzt gesungene Stück war "Why does the God of Israel sleep" aus dem "Samson", ebenfalls von Händel. Meines Erachtens alles nicht anfängertauglich. :n111:

_________________
Das Vergänglichste, wenn es uns wahrhaft berührt,
weckt in uns ein Unvergängliches.

(Friedrich Hebbel)


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 Betreff des Beitrags: Re: Eure erste G.stücke
BeitragVerfasst: 05.06.2008, 10:17 
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Woran lags, dass einige Stuecke so Reinfaelle waren? Und fuehlst Du Dich mit dem, was Du derzeit singst, wohl oder eher "noch nicht weit genug"? (uebrigens schoen dass Du hergefunden hast :n99: )


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 Betreff des Beitrags: Re: Eure erste G.stücke
BeitragVerfasst: 05.06.2008, 11:45 
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Hallo, AK (wie schreibt sich das eigentlich aus?) Kontraalt,

:welcome:

Bei den genannten Stücken von dir, die ich auch kenne, habe ich gewisse Vorstellungen zu deinem Ergebnis. Schumanns Mondnacht finde ich auch immer irgendwie tendenziell hoch, ganz komische Lage, das würde ich später mal wieder nehmen.

Bei den Arie antiche sind u.a. auch so richtig tiefe dabei, aber vielleicht dich der GL etwas da unten herausholen und die Stimme am oberen Ende auch mal "einhängen" - ich hoffe, das ist verständlich -. Das ist wahrscheinlich zunächst ziemlich sperrig im Gefühl.

Die Opernstücke müssen wohl noch reifen. Das gibt sich. Sehr empfehlenswert bei den Cornelius - liedern wären auch die "Drei Könige".

Die allersten Sachen weiß ich nicht mehr. Aber die erste Opernarie: Glucks Orpheus (Che faro... oder Ach, ich habe sie verloren).

LG

dola


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 Betreff des Beitrags: Re: Eure erste G.stücke
BeitragVerfasst: 05.06.2008, 12:01 
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Hallo AK Kontraalt und auf diesem Wege auch von mir ein :welcome:

Welche Stücke für jemanden anfängertauglich sind, ist natürlich auch immer individuell verschieden, was dem einen locker von der Hand geht, muss dem anderen noch gar nicht liegen, sogar ,wenn beide Sopran oder beide Alt sind.

Auch wenn es sicher generell einige Stücke gibt, die geeignet sind und andere, die es eben eher nicht sind.

Aus eigener Erfahrung (die mir auch von anderen Sängern und Gesangslehrern bestätigt wurde) kann ich sagen, dass die "Mondnacht" sicher zu einerm der anspruchsvolleren Liedern gehört. Ich habe ja nun schon etwas länger GU und habe dieses Stück auch schon bei einem Liederabend gesungen und finde es nach wie vor alles andere als einfach. Aber Lieder werden gerne mal unterschätzt, hab ich so das Gefühl.

LG

Octaviane

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 Betreff des Beitrags: Re: Eure erste G.stücke
BeitragVerfasst: 06.06.2008, 08:44 
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Zitat von dola: Bei den Arie antiche sind u.a. auch so richtig tiefe dabei, aber vielleicht dich der GL etwas da unten herausholen und die Stimme am oberen Ende auch mal "einhängen" - ich hoffe, das ist verständlich -.

Nein, so ist es nicht verständlich, im zweiten Halbsatz "fehlt" irgend etwas. (Verzeih' mir meine "Pingeligkeit", aber ich WILL es eben verstehen.) :n28:

Die "Arie Antiche" sind nur so tief wie die Noten die man verwendet. Von den daraus im GU gesungenen Stücken war das kleine d der tiefste Ton; das ist, würde ich sagen, "bequem tief".

"Vittoria vittoria" habe ich in D-Dur gesungen (Notenausgabe "Music minus one", bei Ricordi steht es in C-Dur). Habe es daheim auch mal in Es- und E-Dur probiert, das ist aber dann wirklich die Grenze meiner Fahnenstange. Ab F-Dur liegt mir die ganze Tessitur zu hoch (und der Spitzenton b' eigentlich auch). Die Ausgabe für "tiefe" Stimme (hihi!) liegt aber nochmals eine große Terz höher (A-Dur)... :d_neinnein:

(Wo sind die zusätzlichen Smilies geblieben? Ich bekomme sie nicht mehr rein...!) :n66:

Liebe Grüße an alle Tiefstimmler (an alle anderen natürlich auch) :n110:
AK-Kontraalt

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 Betreff des Beitrags: Re: Eure erste G.stücke
BeitragVerfasst: 06.06.2008, 08:54 
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Zitat von Lux: Woran lags, dass einige Stuecke so Reinfaelle waren? Und fuehlst Du Dich mit dem, was Du derzeit singst, wohl oder eher "noch nicht weit genug"?

Frage 1: Ich hasse Haltetöne und liebe Koloraturen. Und Opernarien klingen mit einer Laienstimme einfach lächerlich. Ich schäme mich da regelrecht.

Frage 2: Musikalisch "wohl", stimmlich eindeutig "noch nicht weit genug"!

LG AK-Kontraalt

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 Betreff des Beitrags: Re: Eure erste G.stücke
BeitragVerfasst: 06.06.2008, 08:56 
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Ich kann Dich sehr gut verstehen, mir gehts genauso - und ich troeste mich damit, dass ich irgendwann in laaaanger Zeit mal ueber die Laienstimme hinauswachsen werde :n2:
Und zu den Haltetoenen: leider gehoeren die auch dazu und man muss sie ueben - mit entsprechender Abwechslung durch "Sahnestuecke" natuerlich. Dafuer grauts mir schon vor Koloraturen :lol


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 Betreff des Beitrags: Re: Eure erste G.stücke
BeitragVerfasst: 06.06.2008, 09:04 
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Zitat von Octaviane: ...dass die "Mondnacht" sicher zu einerm der anspruchsvolleren Liedern gehört... und finde es nach wie vor alles andere als einfach. Aber Lieder werden gerne mal unterschätzt, hab ich so das Gefühl.

Ja, das kann man wohl sagen! Dann frage ich mich aber wieso ausgerechnet DIESES Lied in einem Unterrichts-Liederbuch steht. Da gehört es m. E. definitiv nicht hin! (Und schon gar nicht in dieser mörderischen Tonart E-Dur wie es in der Ausgabe für hohe Stimme notiert ist.)

LG AK-Kontraalt

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