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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 17.01.2010, 16:29 
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@Chrissi: Wieso ist Deine Lehrerin erstaunt darüber dass Du gerne ein Vibrato hättest? Singt sie selbst etwa ohne? Singen ihre anderen Schüler ebenfalls ohne? Oder meint sie lediglich, nach der bisherigen "kurzen" Unterrichtszeit könne man es noch gar nicht haben? Was meint sie denn wovon es abhängt ob man es hat oder eben nicht hat?

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 17.01.2010, 16:40 
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Ich verstehe überhaupt nicht dass dir Chrissi das so wichtig ist und du ständig daran denkst. Lass es doch auf dich zukommen, wenn deine Tehnik sich festigt, stellt sich ein ganz normales Vibrato ein, ohne an irgend etwas zu denken. Vergiss es doch einfach und sorge dafür, dass du in der Technik weiterkommst. Nichts künstlich etwas machen wollen.

Ich verstehe deine Lehrerin auch nicht. In all den Jahren, in denen ich unterrichtet habe, wurde nie von Vibrato gesprochen.

Es gibt Stimmen, die sog. Bachstimmen, die sehr hell und gerade singen, das ist in der alten Musik wichtig, doch auch sie haben Vibrato und können damit spielen, umgehen. Doch dazu muss die Technik stimmen.

Also, nicht ungeduldig sein, dann geht alles wie von selbst.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 17.01.2010, 21:38 
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@AK-Kontraalt
nein, meine Lehrerin singt immer mit Vibrato und viele der anderen Schüler haben auch Vibrato.
Meine GL dachte, dass ich kein Vibrato haben möchte, da ich die Töne immer unbewusst gerade gehalten habe. Sie hat auch gesagt, dass es nicht stimmt, dass ich kein Vibrato habe, es wäre nur dezent und klein, aber mehr solle es nach so kurzer Zeit (etwa 1 Jahr) auch noch gar nicht sein. Wichtig wäre, dass es natürlich ist und nicht künstlich erzeugt wird.

@Musika
meine GL hat auch noch nie von sich aus von Vibrato gesprochen. Ich habe ihr lediglich vor ein paar Wochen mitgeteilt, dass ich gerne Vibrato hätte und sie gefragt was ich tun muss um es zu lernen.

Ich bin einfach sehr ungeduldig. Kaum ist das eine Problem beseitigt, schon taucht das nächste auf. Wenn ich in der Stunde schimpfe, oder meine etwas wäre noch nicht gut genug, dann sagt meine GL immer sie wäre der Lehrer und würde entscheiden was gut ist. Leider höre ich sofort wenn etwas nicht ganz so gut ist. So sind mir auf den Aufnahmen schnell die geraden Töne aufgefallen, vorher war es meine "piepsige" Stimme.
Aber ich versuche mich zu bessern. :) Jede Std. und jedes mal üben ein bisschen. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 17.01.2010, 21:50 
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[quote="Chrissi@Musika
Ich bin einfach sehr ungeduldig. Kaum ist das eine Problem beseitigt, schon taucht das nächste auf. Wenn ich in der Stunde schimpfe, oder meine etwas wäre noch nicht gut genug, dann sagt meine GL immer sie wäre der Lehrer und würde entscheiden was gut ist. Leider höre ich sofort wenn etwas nicht ganz so gut ist. So sind mir auf den Aufnahmen schnell die geraden Töne aufgefallen, vorher war es meine "piepsige" Stimme.
Aber ich versuche mich zu bessern. :) Jede Std. und jedes mal üben ein bisschen. ;)[/quote]

Jeder Lehrer kann es nicht leiden, wenn ein Schüler mitten in der Übung aufhört weil er meint, das sei nicht gut gewesen. Um dies zu beurteilen, ist der Lehrer da, du hörst dich völlig anders als es rüberkommt. Ich konnte recht sauer werden, wenn ein Schüler von sich aus die Übung abbricht. Was du hörst und meinst dass es nicht gut ist, heißt noch lange nicht dass es schlecht war. Überlasse das Hören deinem Lehrer, oder hast du kein Vertrauen zu ihm?

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 18.01.2010, 08:39 
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Oh weh, Musika, wenn das so ist wie Du schreibst, dann werde ich Deine im letzten Sommer geäußerte Einladung zu einem Workshop lieber nicht annehmen. Ich würde Dich nämlich zur absoluten Weißglut treiben.

Zu singen ohne sich selbst dabei zuzuhören, das ist schlichtweg unmöglich! Man kann zwar die Augen zu machen, aber leider nicht die Ohren und erst recht nicht die Knochenleitungen im Innenohr. Außerdem gibt es nun mal Leute die von ihrer früheren anderweitigen musikalischen Vorbildung her ein sehr feines Gehör haben. Das lässt sich einfach nicht abstellen.

LG AK-Kontraalt

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 18.01.2010, 11:09 
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Liebe Kontraalt

Vielleicht habe ich mich nicht richtig ausgedrückt oder du hast etwas falsch verstanden. Mir ging es alleine in der Gesangsstunde, da ist der Lehrer der hört was du falsch machst und unterbrechen, weil man meint falsch zu liegen, sind im Unterricht von allen Lehrern nicht beliebt. Man kann nach der Übung darüber reden, wenn man selber meint es sei etwas nicht richtig gewesen.

Ntürlich brauchst du dein Gehör, ohne dass läuft ja überhaupt nichts.
Doch wie gesagt, man hört sich selber immer anders als der Zuhörer.

Deshalb finde ich es auch wichtig den Unterricht aufzunehmen. Da kann man im Nachhinein hören, was falsch und richtig war und dazu den Kommentar des Lehrers.
Viele Schüler scheuen das Aufnehmen weil sie Angst davor haben, wie ihre eigene Stimme klingt und was alles falsch war.

Wir hatten im workshop eine Sopranistin, die wir wie alle anderen auch, mit Video aufgezeichnet haben. Als sie sich nun selber hörte, war sie erschrocken. Sie meinte, "das bin ich, mit so einer kleinen Piepsstimme?" Sie hat schon öfter öffentlich gesungen und sich nie selber gehört.

Also noch mal....hinhören was man singt, ist klar, doch selber unterbrechen, nein, dafür ist der Lehrer da.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 18.01.2010, 15:26 
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Das Unterbrechen weil etwas meiner Meinung nach falsch ist habe ich mir recht schnell abgewöhnt, da meine GL darauf allergisch reagiert. Auch nach den Übungen versuche ich mich zurückzuhalten.
Mein Problem ist wohl eher, dass ich mit dem selben Maßstab messe wie ich es auch beim Geigen mache. Und der ist einfach deutlich zu streng, da ich schon über 20 Jahre lang geige und erst seit einem Jahr GU habe...
Ich nehme meine Std. von Anfang an auf. So kann ich auch die Aufnahmen von versch. Zeitpunkten vergleichen, da man sich ja nie wirlich objektiv hört. Neu für mich ist, dass ich mit der Aufnahme auch übe.
Falls ich zu meiner GL kein Vertrauen hätte würde ich nicht mehr hingehen. Ich wäre doch blöd, wenn ich für eine Sache an die ich nicht glaube regelmäßig viel Geld und Zeit investiere.


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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 18.01.2010, 15:54 
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Liebe Chrissi,

was Du über den "Maßstab" schreibst den Du vom Geigen her mitbringst finde ich sehr interessant.

Das Dilemma aller erwachsenen Anfänger, seien sie Anfänger im Gesang oder Anfänger auf irgend einem Instrument, ist nämlich dass sie, im Gegensatz zu Kindern, schon sehr viel Musik kennen und dadurch der Gegensatz zwischen dem, was sie gerne musizieren/singen würden und dem, was sie tatsächlich spielen/singen können, sehr groß ist - so groß dass viele dieser erwachsenen Musikschüler/Gesangschüler irgendwann denken "das schaffe ich nie, das bringt doch überhaupt nichts."

In Schule, Ausbildung und Beruf haben viele von uns erfahren dass alles immer sofort funktionieren und gekonnt werden muss - im Musik-/Gesangsunterricht heißt es dann plötzlich, man soll geduldig sein und nicht alles auf einmal wollen. Da habe ich mich schon so manches Mal wirklich veräppelt gefühlt. Mit diesem Gegensatz - Ungeduld und Perfektionsstreben im "wirklichen" Leben, Geduld und ruhiges Reifenlassen auf der "Insel" Gesangsunterricht - ist mental wirklich nicht leicht klarzukommen.

Bleibt uns also nur, uns weiterhin beharrlich durchzubeißen. Meine GLn meinte neulich, bei wem das Singen lernen nicht so glatt läuft, der kann singen bis ins hohe Alter. Wenn das mal keine Perspektive ist...?

Viele Grüße big_bye
AK-Kontraalt

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 20.01.2010, 12:30 
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Zitat von Musika: "Jeder Lehrer kann es nicht leiden, wenn ein Schüler mitten in der Übung aufhört weil er meint, das sei nicht gut gewesen... Ich konnte recht sauer werden, wenn ein Schüler von sich aus die Übung abbricht."

Dazu wäre aus Schülersicht dreierlei zu sagen:

1. das in meinem vorherigen Beitrag Geschriebene welches außerhalb des Unterrichtsraumes praktisch überall Gültigkeit hat - in Kurzform: Sonst muss ja auch alles auf Anhieb oder zumindest in kurzer Zeit funktionieren.

2. kann es der Schüler umgekehrt nicht leiden wenn der Lehrer Fehler anspricht die der Schüler selbst bemerkt hat, was der Lehrer aber seinerseits nicht bemerkt wenn der Schüler die Übung trotzdem durchsingt. Da kann man auch als Schüler ganz schön sauer werden.

3. bringt es den Schüler irgendwann schlichtweg zur Verzweiflung wenn der Lehrer Fehler durchgehen lässt bei denen Schüler in irgend einer Weise spürt dass es so einfach nicht richtig ist. Das kann schließlich so weit gehen dass der Schüler den Lehrer als solchen einfach nicht mehr ernst nehmen kann, und genau so ist es mir ergangen.

Ich hätte mir jedenfalls viele Tränen und Verzweiflungsanfälle erspart wenn ich beim ersten Lehrer nicht so "folgsam" gewesen wäre. Bei meiner jetzigen Lehrerin leiste ich mir mehr "Renitenz". Wir haben uns jetzt darauf geeinigt dass ich versuche die Übung durchzusingen und erst danach meinen "Senf" dazu gebe. Mit dieser Vorgehensweise fahre ich ganz gut.

Viele Grüße,
AK-Kontraalt

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 20.01.2010, 12:50 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:
Zitat von Musika: "Jeder Lehrer kann es nicht leiden, wenn ein Schüler mitten in der Übung aufhört weil er meint, das sei nicht gut gewesen... Ich konnte recht sauer werden, wenn ein Schüler von sich aus die Übung abbricht."

Dazu wäre aus Schülersicht dreierlei zu sagen:

2. kann es der Schüler umgekehrt nicht leiden wenn der Lehrer Fehler anspricht die der Schüler selbst bemerkt hat, was der Lehrer aber seinerseits nicht bemerkt wenn der Schüler die Übung trotzdem durchsingt. Da kann man auch als Schüler ganz schön sauer werden.


Um Fehler anzusprechen, ist doch der Lehrer da, ob die Fehler, die du meinst gemacht zu haben, auch wirklich Fehler sind, dann dir nur der Lehrer beantworten.
Du kannst Fragen stellen ob das, was du bemerkt hast, richtig war oder nicht.

Zitat:
3. bringt es den Schüler irgendwann schlichtweg zur Verzweiflung wenn der Lehrer Fehler durchgehen lässt bei denen Schüler in irgend einer Weise spürt dass es so einfach nicht richtig ist. Das kann schließlich so weit gehen dass der Schüler den Lehrer als solchen einfach nicht mehr ernst nehmen kann, und genau so ist es mir ergangen.


Wenn das so ist, hast du den falschen Lehrer, doch der Lehrer weiß schon was er durchgehen läßt und warum. Ein Schüler ist ein Schüler und er muss Vertrauen haben zu seinem Lehrer und Lehre annehmen, wenn der Schüler alles besser weiß.... braucht er keinen Unterricht.

Zitat:
Ich hätte mir jedenfalls viele Tränen und Verzweiflungsanfälle erspart wenn ich beim ersten Lehrer nicht so "folgsam" gewesen wäre. Bei meiner jetzigen Lehrerin leiste ich mir mehr "Renitenz". Wir haben uns jetzt darauf geeinigt dass ich versuche die Übung durchzusingen und erst danach meinen "Senf" dazu gebe. Mit dieser Vorgehensweise fahre ich ganz gut.


Ein Lehrer erwartet von seinem Schüler dass er Fragen stellt zu dem, was er gerade gesungen hat. Wenn du das nicht gemacht hast und mit einem Unwohlsein nachhause gehst, liegt das nicht am Lehrer, sondern an dir.

Fragen und noch mehr Fragen, erklären wieso, warum, ist im Unterricht ganz wichtig.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 20.01.2010, 13:42 
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Zitat von Musika: "Ein Lehrer erwartet von seinem Schüler dass er Fragen stellt zu dem, was er gerade gesungen hat."

Woher soll ein GU-Anfänger das denn wissen? Der Lehrer muss das eben sagen, gerade wenn man zuvor noch keinerlei Unterricht hatte, außerdem hatte ich anfangs auch Bedenken meinen Lehrer mit Rückfragen u. ä. vielleicht zu nerven - wie es im "wirklichen" Leben ja oftmals der Fall ist.

Vorbehaltloses Vertrauen zu haben, ohne die ständige Angst im Hinterkopf für eine "dumme" Frage versemmelt zu werden, das muss man u. U. erst mal wieder völlig neu lernen. Genau das hat meine Lehrerin auch gesagt als es um die Klärung der "Arbeitsweise" ging, mein erster Lehrer tat es leider nicht.

"Fragen und noch mehr Fragen, erklären wieso, warum, ist im Unterricht ganz wichtig."

Lange Zeit dachte ich eben: Lass' ihn mal machen, ER ist der Lehrer und weiß was er tut. Wie das geendet hat ist mittlerweile bekannt...

Bin nun gespannt wie es weiter geht. Jedenfalls hat sich der Unterricht bei der neuen Lehrerin sehr erfreulich angelassen und ich bin guter Dinge. Immerhin singe ich jetzt in den Chorproben auch mal Soli - habe ich vorher NIE gemacht!!! - und, für mich völlig verblüffend: Es macht Spaß!!! :win

Viele Grüße, alle Freuden und Leiden des Gesangschülers durchlebend,

AK-Kontraalt

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 20.01.2010, 13:44 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:
Zitat von Musika: "Ein Lehrer erwartet von seinem Schüler dass er Fragen stellt zu dem, was er gerade gesungen hat."

Woher soll ein GU-Anfänger das denn wissen? Der Lehrer muss das eben sagen, gerade wenn man zuvor noch keinerlei Unterricht hatte, außerdem hatte ich anfangs auch Bedenken meinen Lehrer mit Rückfragen u. ä. vielleicht zu nerven - wie es im "wirklichen" Leben ja oftmals der Fall ist.

durchlebend,

AK-Kontraalt


Ein guter Lehrer bespricht vor der ersten Stunde alles mit seinem Schüler und darin enthalten, Fragen, Fragen.

Dann bist du ja jetzt gottseidank gut aufgenoben. big_applaus

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 20.01.2010, 23:44 
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Hallo,
meine letzten Gesangsstunden sind schon wieder gut 2 Jahre her.
Meine erste Gesangsstunde war 1976.

Unterricht nehmen, lernen, zuhören, verstehen, begreifen.
Das sind nicht nur Verben, es sind auch Tugenden.

Ich selber habe Fragen gestellt, habe vieles hinterfragt.
Man sollte den Unterrichtsfluss nicht stören und dem Gesangspädagogen auch die Möglichkeit geben, sein Konzept durchzuziehen.

Fehler sind manchmal Fehler, die im Entwicklungsstadium begründet liegen und demnach nicht immer aufs Tablett kommen müssen. Das relativiert sich mit der Zeit.

Gegenseitiges Vertrauen zwischen GL und Schüler/in ist eine Grundvoraussetzung, ohne das läuft nichts.

Befindlichkeiten, körperliche und/oder seelische Unpässlichkeiten sollte man immer ansprechen. Ein richtiger GL ist nicht nur Freund sondern auch "Arzt".
Wie anders kann man als Künstler Rollen verstehen, interpretieren, umsetzen und dem Publikum näher bringen, wenn man all diese Strömungen nicht am eigenen Leib quasi einstudiert hat.
Man muss keinen Tod sterben, um ihn darzustellen. Man muss sich aber mit der Thematik auseinandersetzen.
Text, historisches Umfeld, eigene Psyche zum Thema und das alles projiziert auf die eigene Stimme und den Gesang - da steckt viel Arbeit drin.

Es macht Spaß, kann aber auch zerbrechlich machen.

Der Spaß sollte das Ziel sein.

Liebe Grüße rugero

big_baden


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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 21.01.2010, 21:01 
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rugero hat geschrieben:
Fehler sind manchmal Fehler, die im Entwicklungsstadium begründet liegen und demnach nicht immer aufs Tablett kommen müssen. Das relativiert sich mit der Zeit.

Das stimmt. Wenn man diese Fehler aber wahrnimmt können sie einen zur Weißglut treiben. Zumindest ist das bei mir so.

rugero hat geschrieben:
Befindlichkeiten, körperliche und/oder seelische Unpässlichkeiten sollte man immer ansprechen. Ein richtiger GL ist nicht nur Freund sondern auch "Arzt".

Meine Befindlichkeiten usw. sind doch nicht Sache meiner GL. Zu ihr gehe ich zum Singen und nicht zum "jammern" oder so. Meine GL muss auch nicht mein "Freund" sein. Das Vertrauen zu ihr muss da sein, aber viel mehr auch nicht.
Aber vielleicht habe ich diesen Satz auch einfach falsch verstanden???


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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 22.01.2010, 01:38 
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Hallo,
Vertrauen und Freundschaft.
Zwei recht sensible Begriffe - ich verstehe.

Die Tiefe der Sympathie sollte jeder für sich ausloten.
Die Konsequenzen ergeben sich dann von selber.

Liebe Grüße rugero


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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 22.01.2010, 15:20 
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ich komme grade von der 2. gesangsstunde bei meiner neuen lehrerin, und ja, nun kann ich den unterschied sehen, vertrauen, fehler machen können, und daraus lernen, das traue ich mich bei ihr, weil sie mir sympathisch ist, ich merke das sie weiß was sie tut- ich verstehe was sie mir nahebringen will, kann es umsetzen und merke den effekt. einfach klasse. ich bin ja so froh!
bei meinem letzten lehrer hab ich mich sehr unsicher gefühlt, alleingelassen, ich hab so rumprobiert und nicht viel feedback bekommen mit dem ich etwas anfangen konnte.
selbst wenn ich von ihr eine kritik höre, bin ich ja fast froh den fehler gemacht zu haben- einfach damit sie mir sagen kann wie ich es besser machen kann.

*freu* Bild

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Zuletzt geändert von lena am 22.01.2010, 16:36, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 22.01.2010, 15:58 
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Das ist ja prima, Fehler sind da um sie zu machen und man lernt aus ihnen.

:92

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 23.01.2010, 13:37 
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lena hat geschrieben:
bei meinem letzten lehrer hab ich mich sehr unsicher gefühlt, alleingelassen, ich hab so rumprobiert und nicht viel feedback bekommen mit dem ich etwas anfangen konnte.
selbst wenn ich von ihr eine kritik höre, bin ich ja fast froh den fehler gemacht zu haben- einfach damit sie mir sagen kann wie ich es besser machen kann.

*freu*


Das kann ich Dir gut nachempfinden. Ich begann mit einer GL die so arbeitet wie Deine Neue GL arbeitet. Nachdem sie weg zog, hatte ich eine GL die wie Dein alter Lehrer war.
Da kam es vor, dass ich ein Phrase anfing und einfach nur ein "Nein" an den Kopf geworfen bekam. Und das 4, 5 mal hintereinader - hab dann gefragt was ich denn nun falsch mache - erst bekam ich die Antwort, dass ich ja nun 1 Jahr Unterricht hinter mir hätte und ich den Fehler selber hören müsse.
Ich wurd da ein wenig sauer und hab zurückgefragt, wofür ich denn dann noch Unterricht bräuchte, wenn ich schon in der Lage wär mich selbst zu kontrollieren?
Schließlich rückte sie damit raus, dass ich wohl beim erstem Wort den Ton hoch gezogen habe.
Sie hat mich total verunsichert, selbst Sachen die bei meiner ehem. (die ich jetzt wieder zurück hab) schon sehr gut geklappt haben bekam ich nicht mehr auf die Reihe.

Meine alte GL hat mich sofort auf Fehler aufmerksam gemacht, mir vorgesungen welchen Fehler ich gemacht hatte und es dann nochmal richtig vorgesungen - das hat dann für den ersten Aha-Effekt gesorgt.
Dann hat sie mich so weit gebracht das ich den Unterschied zwichen Richtig und Falsch selbst erkannt habe. Der nächste Aha- Effekt und fast immer Beseitigung des Fehlers als Folge.
Und im Gegensatz zu Musika war sie immer begeistert (und ist sie jetzt wieder, Dank Unterricht über Skype) wenn ich einen Fehler selbst erkannt habe und abgebrochen hab. Natürlich machte ich eine Bemerkung welchen Fehler ich gemacht hab und meist hat sie mir zugestimmt und wir haben die Sache besprochen und durchgeübt.
Sie arbeitet so, dass der Schüler sich nach einer Weile selbst kontrollieren kann und daher zu Hause auch anständig üben kann ohne sich unnötige Fehler einzufangen.
Und das ist gut so!


Greetz MisSkorbut


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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 26.04.2015, 15:45 
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Zitat von Chrissi: "Im Dezember wirst Du dann hoffentlich die Nächste sein, die schreibt, dass die ersten vibratoähnlichen Töne kommen."

Das wurde im Jahre 2009 geschrieben. Inzwischen haben wir Dezember 2010 - und immer noch ist kein Vibrato da. Es wird auch im Dezember 2011, 2012, ... nicht da sein. Wie viele Jahre, Jahrzehnte, Jahrhunderte dauert das denn??? Es gibt sooooo viele Stücke die ich gerne singen würde, aber mangels Vibrato nicht singen kann. big_cry

Chrissi, wenn Du gewettet hättest, dann hättest Du diese Wette verloren. Wie geht's Dir denn so inzwischen? Würde mich freuen von Dir mal wieder zu lesen. :n110:

Grüße,
AK-Kontraalt

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 05.12.2018, 10:49 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:
Zitat von Chrissi: "Im Dezember wirst Du dann hoffentlich die Nächste sein, die schreibt, dass die ersten vibratoähnlichen Töne kommen."

Das wurde im Jahre 2009 geschrieben. Inzwischen haben wir Dezember 2010 - und immer noch ist kein Vibrato da. Es wird auch im Dezember 2011, 2012, ... nicht da sein. Wie viele Jahre, Jahrzehnte, Jahrhunderte dauert das denn??? Es gibt sooooo viele Stücke die ich gerne singen würde, aber mangels Vibrato nicht singen kann. big_cry

Chrissi, wenn Du gewettet hättest, dann hättest Du diese Wette verloren. Wie geht's Dir denn so inzwischen? Würde mich freuen von Dir mal wieder zu lesen. :n110:

Grüße,
AK-Kontraalt


Kann man nicht Stücke auch ohne Vibrato singen?


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