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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 26.05.2009, 11:17 
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zu chrissi,

deine Beiträge und besonders der letzte haben mich an meine Situation erinnert.

ich bin zwar viele viele Jahre älter wie Du und habe leider erst vor ca 5 Jahren angefangen GU zu nehmen, aber ich kenne auch das Thema Ungeduld mit sich selbst, Selbstzweifel und mangelndes Vertrauen in sich selbst und zum Beispiel in seine/n GL.....und andere

Bei mir ist das, biografisch bedingt, einfach so......und ich arbeite seit über 12 Jahren in einer speziellen Therapie dran. In diesen vielen Jahren, in denen ich mich sehr tief mit mir selber und meinen Bedürfnissen auseinandersetzen musste, habe ich viel positives gelernt:

    ich bin einfach, der ich bin (mit vielen Schwächen und aber auch ganz vielen Stärken, Begabungen und Ressoucen!!!)

    ich konnte lernen, dass es wichtig ist, sich Menschen anzuvertrauen und Vertrauen in die Fähigkeiten zu setzen, bei Menschen, die mich "beurteilen" müssen (Ärzte, Gutachter und natürlich in unserem Fall auch unsere Gesangslehrer

    Und das wesentliche: ein Ziel / ein Wunsch / ein Traum nicht aus den Augen verlieren und bei Bedarf kämpfen, nach Niederlagen wieder aufstehen und weiterlaufen, neu Kraft schöpfen, sich immer auch wieder mal Ruhe gönnen........dran beleiben, egal, wie lange es dauert.

Bei mir gibt es seit meinem GU immer wieder Zeiten, in der ich mit meiner "Leistung" nicht zufrieden bin......und trotzdem kann ich dank dieser o. g. "Erkenntnisse", die ich auch mit meiner preofessioneller Hilfe gewonnen habe, weitermachen. So mit habe ich auch gelernt viel geduldiger mit mir selber zu werden und ich finde inzwischen, dass es mir ganz gut dabei geht.

Alles Gute für Dich! :92

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 26.05.2009, 11:31 
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Hallo manne,

das hast du sehr schön geschildert, Kompliment. Hast du eigentlich schon mal solistisch gesungen? Schülerkonzert o.ä.?

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 26.05.2009, 12:41 
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Hallo liebe Musika,

ja ich war vor Jahren in einer Freikirche sehr aktiv und solistisch in Gottesdiensten und Strassenveranstaltungen eingesetzt. Habe zusammen mit meinem damaligen "Gemeindechor" auch ein Schallplatte aufgenommen und sang darauf 6 Solostücke mit damals moderner, verdeutschter christlicher Literatur. Da war ich erst 20 Jahre alt und wenn ich mir diese Lieder heute anhöre....na ja big_beten ...es war halt so, wie's war und ich sah es damals sehr idealistisch als reinen "Gottesdienst". Heute bin ich allerdings nicht mehr in deiser Freikirche und wieder voll auf dem Boden der Tatsachen und der Welt auf der wir leben. big_ok

big_engel

Das war ein wichtiger, lebenserhaltender Lebensabschnitt für mich und es hat auch viel Freude gemacht, ...dann war leider über 20 Jahre (Zwangs) Pause durch Beruf und Beruf und nochmal Beruf und den Rest kennst Du ja ein wenig....

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Zuletzt geändert von manne am 26.05.2009, 12:46, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 26.05.2009, 12:45 
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Hallo manne,

würde gerne mal was von dir hören, gibt es etwas was du mir schicken kannst?

LG

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 27.05.2009, 10:29 
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Liebe Musika,

im Moment arbeite ich mich in den Gebrauch meines neuen Aufnahmegerätes ein (Männer und Technik - oh Schreck!!!) Sobald ich etwas habe, schicke ich Dir gerne eine kleine Hörprobe. Da ich immer noch keinen Klavierbegleiter habe, will ich mit meinen CD's etwas probieren.........

Bis bald und gute Zeit bis dahin!

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 27.05.2009, 13:57 
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manne hat geschrieben:
zu chrissi,
deine Beiträge und besonders der letzte haben mich an meine Situation erinnert.

ich bin zwar viele viele Jahre älter wie Du und habe leider erst vor ca 5 Jahren angefangen GU zu nehmen, aber ich kenne auch das Thema Ungeduld mit sich selbst, Selbstzweifel und mangelndes Vertrauen in sich selbst und zum Beispiel in seine/n GL.....und andere
(...)


Aber ist es nicht gerade die Unzufriedenheit die einen immer weiter vorantreibt?
Bei mir ist es so. Wenn ich ein Ziel habe das ich gerne erreichen möchte, dann schaffe ich es, koste es was es wolle. Auf dem Weg dorthin gibt es immer wieder Phasen, in denen nichts so läuft wie ich es gerne hätte und in denen ich ganz starke Zweifel habe. Aber so ist das Leben...

Mit meiner GL bin ich eigentlich ganz zufrieden, denke aber, dass man bei der Lehrerwahl sehr aufmerksam und kritisch sein sollte. Ich möchte ja möglichst viel lernen und nicht nur meine Zeit totschlagen und im schlimmsten Fall meine Stimme ruinieren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 27.05.2009, 18:53 
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Hallo,

sicher ist eine Unzufriedenheit eines von vielen Antriebsmöglichkeiten, dabei ist aber eine Überforderung durch evtl. zu viel Ehrgeiz immer contraproduktiv. Geduld muss man ggf. lernen, wenn man gesund seine Ziele erreichen will.

Zu viel selbstgemachter Stress, setzt viele negative Prozesse in Gang, die man erst mal gar nicht merkt. Wenn dann körperliche oder seelische Symptome auftreten, ist oft eine Zwangspause nötig oder man ist ggf. ganz kaputt......also immer langsam und hineinwachsen......Stimme ist kein mechanisches Intrument sondern funktioniert nur so wunderbar, wenn man sie pfleglich behandelt und am Anfang niemals überfordert....das haben mir meine beiden GL immer mitgegeben.

Alles Liebe für Dich!

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Liebe Grüße...und:

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 29.05.2009, 09:37 
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Zitat von Octaviane: "Soweit ich mich erinnern kann, hab ich auch von Anfang an mit Vibrato gesungen oder es hat sich zumindest sehr schnell eingestellt, ohne dass ich da irgendwie groß was für tun musste. Und ich glaube nicht, dass ich da sooo ne große Ausnahme bin."

Eine "Ausnahme" ist das sicherlich nicht, aber vielleicht hattest Du, Octaviane, schon von vornherein, quasi naturgegeben die richtige "Technik", was immer das sein soll? Haben auch andere Anfänger bei Deinem/Deiner GL/n von Anfang an mit Vibrato gesungen?

Weiteres Zitat: "Völlig ohne Vibrato zu singen kommt mir persönlich aber auch nicht gut vor.."

Dazu fällt mir ein: Die Tonbildung von Säuglingen wird doch immer als so vorbildlich beschrieben. Aber welcher Säugling schreit mit Vibrato? Da sind nur absolut gerade Töne zu hören. Ebenso, wenn Kinder und Jugendliche singen. Und unter allen Chorleitern die ich bisher erlebt habe hat nur einer mit Vibrato gesungen - sein Chor bestand trotzdem zu 100 % aus Leuten die kein Vibrato hatten.

@ T M Pestoso: Die von Dir erwähnten 100 % aller alten Damen des Dorf-Kirchenchores singen nicht mit Vibrato sondern mit dem berühmt-berüchtigten Alterstremolo was sich ungefähr so anhört big_schaukelstuhl (nur eben mit schnellerer Schaukel-Frequenz), das ist absolut nicht dasjenige wonach sich das Herz eines "gerade" Singenden sehnt... !!! :abgelehnt

Oh je, ich sehe das ist ein ziemliches Endlos-Thema, ebenso wie die Ungeduld - die aber nun wirklich nicht verwunderlich ist wenn man verschiedentlich erfährt dass gewisse stimmliche Entwicklungen "bei guter Mitarbeit im Unterricht, fleißigem Üben daheim etc. normalerweise binnen weniger Monate" (Zitat) erfolgen und man bei sich selbst eben gar nichts dergleichen feststellen kann. Immerhin wissen Chrissi und ich jetzt wenigstens dass wir nicht die einzigen "Unbegabten" (?) sind, ist ja immerhin auch schon mal ein Trost... big_seepferd

@Uralt: Demnach wäre also ein Lehrerwechsel fällig wenn es heißt, man werde dieses oder jenes nie können? Darüber nachgedacht hab' ich zwar verschiedentlich auch schon, aber das ist wie wenn ich mir selbst das Herz aus dem Leib reißen müsste, und die Anzahl der Alternativ-Lehrer die überhaupt bereit und nach deren eigener Selbsteinschätzung auch in der Lage wären mich zu unterrichten kann ich bisher an einem Finger abzählen... :n166:

Da es sich hierbei um eine Lehrerin handelt denke ich auch darüber nach, parallel bei ihr und dem bisherigen Lehrer (männlich) Unterricht zu nehmen, was meinst Du und meint Ihr dazu? Wer hat Erfahrungen mit solchem Doppel-Unterricht?

Am Ende eines langen Beitrages angekommen: :lach062
Viele Grüße und einen schönen Tag Euch allen,
AK-Kontraalt

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 29.05.2009, 09:50 
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Vibrato muss man nicht lernen, es stellt sich im Laufe der Technik ein. Doch es gibt von Natur aus Stimmen, die einfach fast ohne Vibrato auch mit richtiger Technik singen. Das ist z.B. bei Bach ganz wichtig, diese "Bachstimmen" müssen "gerade" sein, wie man sagt. Eine Bachstimme ist hell wie eine Glocke, sie schwingt auch, doch nur ganz wenig. Wer Bach singen möchte und sich dafür bewirbt, wer kaum angenommen wenn er ein Vibrato hat.

Nun gibt es auch da Unterschiede im Vibrato, der eine hat viel, so wie man es braucht, der andere hat zu viel. Es liegt auch oft an der Atmung, Stütze.

Wenn es zu viel ist, nennt man es Wobbel oder Wabern.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 29.05.2009, 11:06 
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Hallo AK-Kontraalt,

Gut, ich muss ehrlich sagen, dass ich die anderen Schüler meiner ersten GL nicht kannte (damals war mir noch nicht bewusst, dass es vielleicht auch gut ist, mal zu hören ,wie die anderen Schüler so singen, da ich meine GL gut fand und bei ihr keine Probleme hatte, kam mir das gar nicht in den Sinn), ich kann also dazu nichts sagen. Wahrscheinlich liegt es aber auch am Stimmtyp - schon damals war ja eine große Stimme angelegt, wenn natürlich auch noch nicht ausgebildet oder ich hab wirklich instinktiv die "richtige" Technik benutzt (die erstmal schlechter wurde, sobald ich anfing, über dieselbe zu viel nachzudenken *grummel*).
Es ist mir ja auch durchaus bewusst, dass es Menschen gibt (und ja offenbar gar nicht mal wenige), wo das Vibrato sich erst langsam entwickelt. Das hat dann mE ja nichts mit Begabung oder Nicht-Begabung zu tun, sondern liegt, wie schon erwähnt, wohl auch an den unterschiedlichen Stimmtypen.

Die Frage ist ja auch, wo das Vibrato beginnt? Haben nicht vielleicht auch Bachstimmen doch ein ganz sachtes Vibrato, womit ich eher meine, dass sie eben auch ein wenig schwingen, eben wie die Glocke, die du, Musika, als Beispiel nennst. Mit meiner Aussage "ganz ohne Vibrato ist nicht gut" habe ich mich eher auf die Stimmen bezogen, die gerade klingen, weil sie festgehalten werden und das kann mE nicht gut sein.

Übrigens reagiere ich mittlerweile auch etwas verschnupft, wenn ich höre, dass ein GL einem Schüler sagt, er würde dieses oder jenes eh nie können. Natürlich will ich von einem GL eine realistische Einschätzung haben (unkritische Lobhudeleien bringen mich ja auch nicht weiter), aber Sachen von vornherein auszuschließen finde ich nicht gerade motivierend. Sicher können verschiedene Stimmen nicht alle Dinge gleich gut (nicht jeder ist z. B. eine Koloraturschleuder), aber ich bin der Meinung, dass zumindest alle Bereiche des Gesangs (Höhe, Tiefe, Legato, Geläufigkeit etc.) im Unterricht zumindest Beachtung finden und auch (im Rahmen der Möglichkeiten) trainiert werden sollten. (Uiuiui, sollte ich selbst mal Unterrichten, setze ich mir hier ja schon selbst hohe Standards ;-) ) Und beim Vibrato denke ich, wie Musika, eigentlich auch, dass das sich mit der Technik einstellt und nicht extra gelernt werden muss. Wobei Musika ja ganz richtig sagt, dass auch der Atem und die Stütze was mit dem Vibrato zu tun haben und das kann man sehr wohl lernen.

Doppelunterricht ist mE so eine Sache. Prinzipiell denke ich, es ist besser, nur mit einem GL zu arbeiten, um nicht durcheinander gebracht zu werden und sich vielleicht auf diversen Kursen noch Tipps und Anregungen zu holen (manchmal sind "fremde", unvoreingenommene Einschätzungen des eigenen Leistungsstands auch sehr hilfreich).
Aber das ist dann eben der Idealfall und es gibt genug Gründe, warum diese Konstellation einfach durch die äußeren Gegebenheiten nicht funktioniert. Da müssen dann immer auch die individuellen Umstände berücksichtigt werden.
Deswegen gibt es da mE leider auch kein Patentrezept. Aber vielleicht schaust Du einfach mal, ob die neue GL was für dich ist und probierst es erst einmal mit dem Doppelunterricht? Wichtig ist dann nur, dass sich die beiden GLs nicht gegenseitig vollkommen widersprechen – dann würde ich mittelfristig doch nur bei einem bleiben.

Liebe Grüße

Octaviane

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„Die Verpflegungslage ist für den Kulturmenschen eigentlich das Wichtigste.“
(T. Fontane)

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 29.05.2009, 11:17 
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Octaviane hat geschrieben:
Die Frage ist ja auch, wo das Vibrato beginnt? Haben nicht vielleicht auch Bachstimmen doch ein ganz sachtes Vibrato, womit ich eher meine, dass sie eben auch ein wenig schwingen, eben wie die Glocke, die du, Musika, als Beispiel nennst. Mit meiner Aussage "ganz ohne Vibrato ist nicht gut" habe ich mich eher auf die Stimmen bezogen, die gerade klingen, weil sie festgehalten werden und das kann mE nicht gut sein.


das Vibrato festhalten ist sicherlich nicht gut und ist wider die Natur.
Zitat:
Übrigens reagiere ich mittlerweile auch etwas verschnupft, wenn ich höre, dass ein GL einem Schüler sagt, er würde dieses oder jenes eh nie können. Natürlich will ich von einem GL eine realistische Einschätzung haben (unkritische Lobhudeleien bringen mich ja auch nicht weiter), aber Sachen von vornherein auszuschließen finde ich nicht gerade motivierend. Sicher können verschiedene Stimmen nicht alle Dinge gleich gut (nicht jeder ist z. B. eine Koloraturschleuder), aber ich bin der Meinung, dass zumindest alle Bereiche des Gesangs (Höhe, Tiefe, Legato, Geläufigkeit etc.) im Unterricht zumindest Beachtung finden und auch (im Rahmen der Möglichkeiten) trainiert werden sollten. (Uiuiui, sollte ich selbst mal Unterrichten, setze ich mir hier ja schon selbst hohe Standards ;-) ) Und beim Vibrato denke ich, wie Musika, eigentlich auch, dass das sich mit der Technik einstellt und nicht extra gelernt werden muss. Wobei Musika ja ganz richtig sagt, dass auch der Atem und die Stütze was mit dem Vibrato zu tun haben und das kann man sehr wohl lernen.


Solche Lehrer gibt es sicherlich, sie demotivieren die Schüler anstatt sie aufzubauen. Allerdings sollte man am Anfang der Gesangsstunde einem Schüler keine Versprechungen machen...."ich bringe dich ganz groß raus...." das sind leere Versprechungen.

Zitat:

Doppelunterricht ist mE so eine Sache. Prinzipiell denke ich, es ist besser, nur mit einem GL arbeiten, um nicht durcheinander gebracht zu werden und sich vielleicht auf diversen Kursen noch Tipps und Anregungen holen (manchmal sind "fremde", unvoreingenommene Einschätzungen des eigenen Leistungsstands auch sehr hilfreich).


Ich glaube, dass sehr viele Gesangsschüler einmal eine andere Meinunge hören möchten und neben ihrem Gesanglehrer auch woanders hingehen, finde ich nicht schlimm, wenn die Methode der Technik nicht voneinander abweicht. Es ist doch so dass die Gesangslehrer dasselbe meinen, doch unterschielich weitergeben, anders, vielleicht mit Bildern. Oft kommt dann der Kick, es wird verstanden.

Liebe Grüße

Octaviane

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 29.05.2009, 11:26 
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Hallo Musika

Zitat:
Ich glaube, dass sehr viele Gesangsschüler einmal eine andere Meinunge hören möchten und neben ihrem Gesanglehrer auch woanders hingehen, finde ich nicht schlimm, wenn die Methode der Technik nicht voneinander abweicht. Es ist doch so dass die Gesangslehrer dasselbe meinen, doch unterschielich weitergeben, anders, vielleicht mit Bildern. Oft kommt dann der Kick, es wird verstanden.
.

Ja, genau das habe ich auch schon erlebt - lange habe ich nicht so recht verstanden, was meine GL von mir wollte, dann war ich auf einem Kurs, der Lehrer meinte das gleiche, hat es nur anders ausgedrückt und ich hatte ein regelrechtes Aha-Erlebnis. Und vielleicht ist es auch sogar mal besser, nach einigen Jahren den Lehrer zu wechseln, um wieder frischen Input zu bekommen.

Beste Grüße

Octaviane

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 01.06.2009, 19:30 
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Vielleicht bin ich doch kein hoffnungsloser Fall :)
Habe heute ich die ersten Töne mit etwas "Vibratoähnlichem" produziert. Leider ist es wirklich noch sehr dezent. Es klappt auch nur bei den hohen Tönen beim Vaccai und bei den Übungen ín der Mittellage auf la...... ist also duchaus noch nicht wirklich sicher und gut.


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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 02.06.2009, 13:54 
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Liebe Chrissie,

siehste, es wird doch ... das Vibrato wird sich sicher noch weiter entwickeln - es muss ja nicht so stark werden wie das der Dame, die ich kürzlich hörte - ich dachte die ganze Zeit: "Hat die Arie wirklich so viele Triller?"

Beste Grüße

Octaviane

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 30.06.2009, 09:28 
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Zitat von Octaviane: "... dass auch der Atem und die Stütze was mit dem Vibrato zu tun haben und das kann man sehr wohl lernen."

Fragt sich nur, bei wem? Kein GL den man direkt danach fragt ob er einem die richtige Atemtechnik beibringen könne wird sagen dass er es nicht kann.

Der Atem sei das A und O beim Singen, das bekommt man in den Schnupperstunden von allen GL zu hören, das sagte auch mein jetziger GL, aber wenn es dann um's praktische Vermitteln geht, dann sind sie ganz schnell vollkommen ratlos. Eine GLn meinte gar, das müsse einfach vorhanden sein, das könne einem kein GL beibringen.

Diese GLn brachte es sogar fertig mir zu sagen, dieses und jenes habe bisher bei allen geklappt, ich sei jetzt wirklich die erste bei der es nicht klappt. Wie findet Ihr denn so etwas???

Jetzt bin ich mal gespannt wie es bei meiner neuen Lehrerin wird. Immerhin ist sie nicht nur GLn sondern leitet auch einen Laien-Chor und arbeitet in einem weiteren Laien-Chor als Stimmbildnerin, demnach kann man davon ausgehen dass sie weiß was Laien-Stimmen können und, vor allem, was sie nicht können. Im Oktober geht der Unterricht bei ihr los, ich kann es gar nicht mehr erwarten! Wann ist es nur endlich so weit? :hund

Mal sehen was ich Euch dann berichten kann. :lach062

Viele Grüße
AK-Kontraalt

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 01.07.2009, 17:49 
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@AK-Kontraalt
Vielleicht hast Du einfach mit Deiner alten GL Pech gehabt und sie konnte Dir nicht das bieten was Du gebraucht hättest. Es kann durchaus sein, dass die GL noch keinen solchen Schüler wie Dich gehabt hat und dass Du die erste bist bei der etwas Bewährtes nicht klappt. Das würde ich jetzt nicht so negativ beurteilen. Meine erste Geigenlehrerin hat mich nach den ersten Stunden rausgeschmissen, weil sie mit meiner Begabung nicht umgehen konnte. Deshalb freu Dich lieber, dass Du durch ihre teilweise demotivierenden Äußerungen gemerkt hast, dass Du doch lieber woanders GU nimmst.
Ist doch super, dass Du schon eine neue GL gefunden hast mit der Du arbeiten kannst. Bis Oktober ist es ja auch nicht mehr lange. Jetzt machst Du einfach erst mal Pause und Urlaub und dann geht es im Oktober mit voller Kraft vorwärts. Im Dezember wirst Du dann hoffentlich die Nächste sein, die schreibt, dass die ersten vibratoähnlichen Töne kommen.
L.G. Chrissi


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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 01.07.2009, 18:29 
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Liebe Chrissi, vielen Dank für Deinen Zuspruch. Die GLn mit den demotivierenden Äußerungen hatte ich nur in einer Schnupperstunde im Zuge meiner GL-Neusuche. Bei ihr hätte ich auch als totaler Neuling keinen Unterricht genommen. Auch damals wäre die Schnupperstunde die letzte Stunde gewesen!

Nur noch drei Monate bis zum Vibrato? Das wäre ja schön. Der Glaube versetzt bekanntlich die sprichwörtlichen Berge - allerdings wohne ich in der Tat in einer bergigen Gegend mit Höhen bis über tausend Metern...

Es hat ja auch "nur" 10 Jahre gedauert bis ich endlich mal Noten lesen, genauer: aus dem Notenbild Töne ableiten konnte, damit habe ich mich wahnsinnig schwer getan - und heute werde ich um meine Vomblattsing-Fähigkeit und um meine geradezu traumwandlerische Tonsicherheit beneidet... So kann es also auch gehen.

Wenn das Notenlesen-Lernen also 10 Jahre gedauert hat, dann kann ich für die Entwicklung des Vibratos mit 20 Jahren rechnen, das ist ja, großzügig betrachtet, auch noch ein überschaubarer Zeitraum... :kaffee

Viele Grüße
AK-Kontraalt

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 06.07.2009, 20:02 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:
Wenn das Notenlesen-Lernen also 10 Jahre gedauert hat, dann kann ich für die Entwicklung des Vibratos mit 20 Jahren rechnen, das ist ja, großzügig betrachtet, auch noch ein überschaubarer Zeitraum... :kaffee

So ein Unsinn!!! :abgelehnt
Entscheidend ist am Ende das Ergebnis, nicht wie lange man dafür hat üben müssen. Im Konzert interessiert es niemanden ob Du ein Stück seit 10, 20 oder noch mehr Jahren, oder erst seit einer Woche singst. Entscheidend ist ob Du es gut singst.
Wenn sogar ich vibratoähnliche Töne produzieren kann, dann kann es jeder andere halbwegs begabte Mensch auch.
Wenn Du Dir jetzt einredest, dass Du 20 Jahre brauchst, dann wird es sicher nichts mit Vibrato bis Weihnachten werden. Freu Dich lieber auf den neuen GL und gehe davon aus, dass bei entsprechender Übung auch bei Dir das Vibrato kommen wird.

PS: Mit der Taktik meine GL entscheiden zu lassen was gut war und was nicht fahre ich sehr gut. Ich bin einfach ein braver und fleißiger Schüler und gehe davon aus, dass sie mit ihrer Einschätzung Recht hat. big_engel


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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 08.07.2009, 14:51 
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Nein, ich rede mir das nicht ein mit den 20 Jahren, die waren natürlich augenzwinkernd gemeint, siehe Smiley an dieser Stelle...

Natürlich hoffe ich nicht dass es noch sooooo lange dauert! Bin ja bisher ebenfalls ein "braver und fleißiger Schüler" (Zitat) gewesen, aber inzwischen überwiegen eben die Zweifel. Begründung dafür siehe weiter oben und auch an anderer Stelle. "Halbwegs begabt" sind offenbar sehr viele Leute nicht...

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfänger - Frust und Fragen
BeitragVerfasst: 14.07.2009, 21:58 
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In der letzten Stunde ist meine GL ziemlich deutlich geworden und hat mir gesagt, dass ich ganz oft deutlich unter meinem Können singen würde. Einerseits ist die Aussage ja durchaus positiv, da ich jetzt bei den Kunstliedern fast freie Auswahl habe und meine Technik wohl schon recht gut ist; andererseits bringt mir meine Technik nichts wenn ich es nicht schaffe sie zu nutzen. :(( Ich schaffe es oft nicht über meinen Schatten zu springen und singe dann mit angezogener Handbremse auf Sicherheit.
Irgendwie ist es mit dem Singen schon zum Verzweifeln.... beim Instrument spielen ist in dieser Richtung alles so viel einfacher.
Hat vielleicht jemand von euch einen heißen Tipp wie man es schaffen kann auch im GU so wie zu Hause zu singen?
Im Moment hoffe ich noch... auf eine solide und vor allem zuverlässige Technik. Dann habe ich hoffentlich nicht mehr das Gefühl mit Handbremse fahren zu müssen.
Das mit dem "für`s Singen brennen" ist schon so eine Sache. Da nutzt die ganze Übung nichts, wenn man dann im Ernstfall doch nur mittelmäßig singt. big_wut1


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